Ihre Meinung zu: Bundesrat: Bis zu zwei Jahre Haft für Gaffer

2. März 2018 - 17:19 Uhr

Gaffer, die bei schweren Unfällen Videos oder Fotos von Opfern machen, sollen dafür künftig bis zu zwei Jahren ins Gefängnis. Eine entsprechende Gesetzesinitiative verabschiedete der Bundesrat.

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Kommentare

Bundesrat gegen Gaffer

Man darf sicher sein, dass mit dem Gesetz nicht unbedingt die Unfallopfer geschützt werden.

Entlastung für die Retter

@ Grünwand:
Man darf sicher sein, dass mit dem Gesetz nicht unbedingt die Unfallopfer geschützt werden.

Aber die Hinterbliebenen.
Außerdem geht es auch um den Schutz der Rettungskräfte.

Prioritäten setzen, nicht ablenken

Das Gesetz gegen Gaffer ist schon richtig, aber einsperren für zwei Jahre ist Blödsinn. Es kann doch nicht sein, dass wegen Eigentumsdelikten niemand eingesperrt wird der nicht mindestens 20 Mal erwischt wird, und wegen eines Fotos soll man zwei Jahre in Knast. Da stimmt irgend etwas nicht mehr in diesem Land.

Falsch

was folgt daraus, die Leute helfen nicht mehr.
Man kann schnell zum Gaffer werden.
Also Gas vorbei, mir egal, sonst Gefängnis.

Gut - schlecht - gut - gut - gut.

1. Gut und richtig:
Empfindliche und sofortige, d. h. noch an Ort und Stelle, finanzielle Bestrafung von Gaffern und derjenigen, die auch noch Fotos der Verunfallten machen. Dabei halte ich das Fotografieren Toter und das ins Netz Stellen für fast noch verwerflicher.
Die Beschlagnahmung der “Täterhandys“ ist für mich vollkommen in Ordnung.
2. Schlecht:
Handys zu beschlagnahmen, die Gaffer nur in der Hand halten, ist für meine Begriffe dubios. Soll ja Leute geben, die das Ding 24 Stunden am Tag in der Hand haben und es nicht mal mehr merken.
3. Richtig:
Hacker sollten per se empfindlich bestraft werden. “Digitaler Hausfriedensbruch“ - ein sehr passender Begriff.
4. Richtig:
Erschwerung für Extremisten ,an Waffen zu gelangen. Wer aber ist “Extremist“?
5. Zu befürworten
ist m.M.n. die Absicht, Volksverhetzung auch zu verfolgen, wenn die vom Ausland her geschieht.

@ Paco

Ihrer Argumentation kann man folgen. Aber dann sollte zumindest der Führerschein für ein viertel Jahr entzogen werden. Egal ob der Fotograf gefahren ist oder Beifahrer war.

Prioritäten setzen, nicht ablenken

So ist es. Und dazu gehört auch, dass die Raser von Berlin möglicherweise nur 5 Jahre einsitzen müssen, dafür dass sie einen Menschen getötet haben. Da stimmt tatsächlich etwas nicht mehr in diesem unseren Land.

@ Ausgemerkelt 2.0, 16:55

Das ist doch Unsinn, pardon!
Ich sehe doch auf Anhieb, ob Hilfe benötigt wird und entscheide, ob ich anhalte oder weiterfahre.
Mit einem Handy in der Hand sieht das natürlich anders aus. Und zum Gaffer wird man erst, wenn man da im Wege steht und möglicherweise dabei auch noch die Rettungskräfte behindert.
Also nix “sonst Gefängnis“.

"Bis zu zwei Jahre Haft für Gaffer"

Da kommen Raser ja noch gut weg....

"Dürfen Raser künftig mit milderen Strafen rechnen? Grundsätzlich ja, denn in früheren Raser-Fällen mit tödlichem Ausgang gab es meist Urteile wegen fahrlässiger Tötung. In dem Fall reicht der Strafrahmen von einer Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Haft, die zum Teil auf Bewährung ausgesetzt wurden."

Helfer?! Allen Ernstes?

Wer an einer Unfallstelle auf der Gegenspur vom Gas geht, dadurch einen Rückstau verursacht und dann auch noch das Handy zückt soll ein Helfer sein, wenn schon Helfer in Form von Feuerwehr und Sanitätern vor Ort sind? Das kann nicht Ernst gemeint sein.
Die Strafe ist angemessen und sollte schnellstmöglich auch verhängt werden, damit diesen unverantwortlichen Glotzern zeitnah die Kausalität ihres Handelns und der damit einhergehenden Konsequenz schnell deutlich wird.

Wenn ich helfen kann

dann tue ich es auch ohne wenn und aber!
Das hat man im Erste Hilf Kursus so gelernt und das hat mit gaffen nichts zu tun.Was aber
unter Strafe gestellt werden muss,sowie kürzlich ein verunglückter Motorrad Fahrer von einem Passanten gefilmt wurde.

@Am 02. März 2018 um 16:51 von Paco

"Es kann doch nicht sein, dass wegen Eigentumsdelikten niemand eingesperrt wird der nicht mindestens 20 Mal erwischt wird, und wegen eines Fotos soll man zwei Jahre in Knast."

Ziemlich plakativ geschrieben. Im Artikel steht, dass Gaffer bis zu 2 Jahre verurteilt werden können und nicht, dass sie das auch werden. Bis jetzt ist noch niemand deswegen verurteilt worden. Diese Strafe bekommen sicherlich nur skrupellose Gaffer.

Und ein einfaches Eigentumsdelikt wird bis zu 5 Jahre Haft oder einer Geldstrafe geahndet. Bei Diebstahl in besonders schweren Fällen müssen die Täter sogar 3 Monate bis 10 Jahre in Haft. Ihre Aussage ist also falsch.

Letztendlich entscheidet ein Richter im Einzelfall, welche Strafe ein Täter bekommt, bzw. ob der Täter überhaupt verurteilt wird.

@Am 02. März 2018 um 16:55 von Ausgemerkelt 2.0

"was folgt daraus, die Leute helfen nicht mehr.
Man kann schnell zum Gaffer werden.
Also Gas vorbei, mir egal, sonst Gefängnis."

Unterlassene Hilfeleistung steht auch unter Strafe. Helfer sind keine Gaffer.

Es ist einfach nicht zum Gaffer zu werden: Einfach Platz für Polizei und Sanitäter frei machen und auf Anforderung das Geschehen ohne Widerworte verlassen. Dann kann eventuell auch das Opfer gerettet werden....

re ausgemerkelt 2.0

"Falsch

was folgt daraus, die Leute helfen nicht mehr.
Man kann schnell zum Gaffer werden.
Also Gas vorbei, mir egal, sonst Gefängnis."

Was für ein Unsinn! Wo Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle sind muss keiner mehr zum Helfen aussteigen. Schon gar nicht auf der linken Spur in Gegenrichtung ...

Na prima!

Und gestern haben wir hier auf Tagesschau.de noch gelernt, dass man für eine 170 km/h - Amokfahrt durch die Stadt, bei der man mehrere rote Ampeln überfährt und schließlich ein Unschuldiger zu Tode kommt, für maximal fünf Jahre ins Gefängnis kommen kann. Wo ist denn hier die Verhältnismäßigkeit?

16:55 von Ausgemerkelt 2.0

Falsch

was folgt daraus, die Leute helfen nicht mehr.
Man kann schnell zum Gaffer werden.
Also Gas vorbei, mir egal, sonst Gefängnis.
///
*
*
Bei unterlassener Hilfeleistung werden dann die Strafen auch schnell steigen.
*
Wenn man nicht per Prämie um Videomaterial zur Aufklärung gebeten wird.
*
Alle guten Dinge sind eben immer noch drei.
*
(nur wenn das nich zu altrechts ist)

@Ausgemerkelt

Einem Ersthelfer wird garantiert nie jemand unterstellen Gaffer zu sein. Wenn aber schon Rettungskräfte vor Ort sind hat der Normalbürger an einer Unfallstelle nichts mehr zu suchen. Sich am Leid anderer ergötzen und oft noch die Rettungskräfte behindern. Solche Menschen sind das Allerletzte.

Da kann ich Ihnen nicht folgen!

Dieses Gesetz ist schon lange überfällig! Es geht hier in vielen Fällen um Menschenleben, die durch diese "geistig" zurückgebliebenen Gaffer gefährdet werden, dazu gehören die Verletzten, aber auch Rettungskräfte von Rotem Kreuz, Polizei und Feuerwehr. Der Vergleich mit Diebstahlsdelikten ist völlig abwegig.
Frage: Muss man sich am Leid anderer ergötzen? Mein Respekt gilt denen, die sich tagtäglich mit der Rettung von Menschenleben professionell befassen, meine Verachtung denen, die ihrem stumpfsinnigen Voyeurismus freien Lauf lassen.
Wenn alle sich an die Spielregeln halten würden, wäre dieses Gesetz überflüssig. Klar?

Und nun endlich mal umsetzen

Ist sicher nicht das Wichtigste im Lande, aber viele Dinge, die früher zur Selbstverständlichkeit gehörten, muss man den Bürgern heute wieder lernen.
Früher wusste jeder, dass sich das nicht gehört, heute zählen nur noch Mammon und Fun!
Jetzt umsetzen, und dann nächstes Thema!

@Ausgemerkelt 2.0

Genau dann, wenn Sie meinen bei einem Unfall nicht anzuhalten, um zu helfen bzw. Erste Hilfe zu leisten, dann werden Sie laut Gesetz aktuell bestraft. Ich finde diese Strafe richtig: Nur anhalten und gucken, kann und wird nicht zur Bestrafung ausreichen. Wenn es aber Fotos gibt, welche eigentlich nichts bei Ihnen verloren haben, dann ist das schon eindeutig, das eine Strafe fällig wird oder fotografiert man jeden bzw. jedes mal, wenn man jemandem hilft?

Gaffer

Das beste ist bei den Gaffern, wenn die auch noch die Arbeit der Krankenwagen, Feuerwehr oder Polizei behindern und für noch mehr Chaos sorgen. Dann sollte man diesen eine Strafe noch zusätzlich dran hängen, je nach Ausmaß des entstandenen Schadens durch die Arbeitbehinderung

@16:55 von Ausgemerkelt 2.0

„was folgt daraus, die Leute helfen nicht mehr.“

Das zieht nicht als Ausrede für „nicht helfen“. Ich glaube man gut unterscheiden, ob jemand sein Handy zum Filmen benutzt oder um Hilfe zu rufen.

Und wenn Sie jemanden verbinden, zudecken oder in eine stabile Lage bringen sind Sie gänzlich unverdächtig.

Ich verstehe diese Gaffer nicht.

Allerdings finde ich 2 Jahre auch reichlich. Da gibt´s ja manchmal weniger für Leute, die besoffen jemanden anfahren und verletzen.

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Die Moderation

@Paco

" Da stimmt irgend etwas nicht mehr in diesem Land."
.
Das Stimmt! Wie kann man an einem Unfall sein Handy zücken und Bilder schießen? Was stimmt nicht mit diesen Leuten?
.
Im übrigen fällt mir immer eine Sache auf, wenn ich über die Fahre: in Deutschland scheint es für die Autofahrer nicht möglich zu sein, eine einfache Rettungsgasse zu bilden. Entweder mangels fahrerischem Talents, oder weil den Leuten einfach alles andere als ihre eigene Person vollkommen egal ist.
.
Das stimmt nicht in diesem Land!

re harry_up

"2. Schlecht:
Handys zu beschlagnahmen, die Gaffer nur in der Hand halten, ist für meine Begriffe dubios. Soll ja Leute geben, die das Ding 24 Stunden am Tag in der Hand haben und es nicht mal mehr merken."

Sofern der Autofahrer ein Handy in der Hand hält ist sowieso ein Bußgeld fällig. Und wenn er es schon gar nicht mehr merkt ist psychiatrische Behandlung anzuraten.

re karwandler, 18:59

Na ja, das ist dann doch etwas anderes, finde ich.
Aber das mit der psychiatrischen Behandlung, da ist was dran :-).

Immer mehr Haftstrafen?

Es gibt immer mehr Haftstrafen für quasi Bagatelldelikte. Sind die Gefängnisse noch nicht voll genug? Kann die Bundesregierung eigentlich noch etwas anderes als schlechtes Sozialverhalten mit Haftstrafen zu belegen?
Ich habe einen Alternativvorschlag:
Gaffer nicht in den Knast, sondern wer sein Handy im Auto nutzt: Lappen weg und ab zum Psychotest inkl. Test, ob der Reifegrad zum Führen eines Fahrzeuges überhaupt gegeben ist. Falls ja: Ab in die Fahrschule, mindestens 10 weitere Fahrstunden. Gegen Nachweis gibt es dann den Lappen mit neuer Probezeit zurück. Im Wiederholungsfall ist der Lappen dann 2-5 Jahre weg. Das wäre mein Vorschlag, das trifft die entsprechenden Personen härter als das vollständige Vernichten der Existenz aufgrund von Haftstrafen mit Sekundärschäden (Job weg, Wohnung weg, Freunde weg etc.). Ob Handybeschlagnahmungen (auch präventiv) sowie Haftstrafen zielführend gegen Gaffer sind, halte ich persönlich auch für zweifelhaft.

re umsonstab40

"Es gibt immer mehr Haftstrafen für quasi Bagatelldelikte."

Wie einige andere verwechseln sie den maximalen Strafrahmen mit den Strafen, die je nach Einzelfall tatsächlich verhängt werden.

Wo nichts Gravierendes passiert wird der Gaffer meistens mit einer Geldstrafe davon kommen.

Gehlen 2

Ich verstehe dass sie das ärgert, mich auch. Aber es ist vergleichbar mit den zwei Jahren für Gaffen, nämlich völlig überzogen. Diese Raser können fünf Jahre sitzen, und danach ein lebenslanges Fahrverbot. Das Wort Mord hat mit dem Fall aber nichts zu tun, dass ist ein populistisches Urteil gewesen, welches von der höheren Instanz völlig zu recht eingezogen wurde. Richter müssen verhältnismäßig urteilen, nicht von der Presse getrieben, überziehen.
Dann müssen sie auch die Geisterfahrer wegen Mord lebenslang ins Gefängnis stecken. Also die Oma mit 85 Jahren weil sie es nicht besser weiß, und trotzdem noch fährt. Das geht nicht.

#flodian

Sie haben recht, Leute die Tote bei einem Unfall fotografieren sind arme Schweine mit denen einiges nicht stimmt.
Aber kann man sie dafür 2 Jahre einsperren? Das ist Blödsinn. Politiker die so etwas fordern sind Populisten die uns sagen wollen, seht her wie gut wir sind. Das Urteil wird sowieso nie gesprochen, also was soll das? Abschrecken? Diese armen Kreaturen wird es nicht abschrecken.

19:48 von karwandler

re umsonstab40

"Es gibt immer mehr Haftstrafen für quasi Bagatelldelikte."

Wie einige andere verwechseln sie den maximalen Strafrahmen mit den Strafen, die je nach Einzelfall tatsächlich verhängt werden.

Wo nichts Gravierendes passiert wird der Gaffer meistens mit einer Geldstrafe davon kommen.
///
*
*
Aber den Mehraufwand, für die nicht mehr Unfall- sondern Gafferermittler, sollte doch wie bei den Hochsicherheitsspielen den Verantwortlichen berechnet werden.

Handy abnehmen

und vor ihren Augen zerstören. Das trifft solche Leute echt schmerzhaft.

@paco

Wie ist es denn, wenn die Menschen deswegen gestorben sind, weil Gaffer den Verkehr und die Helfer aufgehalten haben, nur damit sie ihre asozialen Netzwerke mit ihrem Müll überfluten können? Was ist dann mit 2 Jahren Bau? In dem Fall hört sich das gar nicht mehr so unverhältnismäßig an.

Bitte nicht ständig die gleichen journalistischen Fehler

"Extremisten sollen künftig nicht mehr so leicht an Waffen kommen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass die zuständigen Behörden vor der Erteilung eines Waffenscheins ..."

Unfug.

Die Zahl privater Waffenscheine in Deutschland können Sie an ein paar Händen abzählen.

Zum Erwerb ("leicht an Waffen kommen") bedarf es einer Waffenbesitzkarte.

Es kann doch nicht so schwierig sein, als intellektuell Geschulter zwei grundlegend verschiedene Begriffe auseinanderzuhalten - auch wenn sie ähnlich klingen ...

Diese, mit Verlaub, Schlampigkeit taucht in nahezu jedem Bericht zu dieser Thematik auf.

Ich behandele Sie auch nicht wegen Hypotonie, wenn Sie an Hypertonie leiden - auch wenn's ähnlich klingt.

Dann wären Sie nämlich tot.

@ 20:55 von EPN

Das Prinzip der Gewaltenteilung scheint Ihnen wenig vertraut.

Attitüden wie die von Ihnen hier postulierte werden zurecht jede Form von Plebisziten hinsichtlich relevanter Themen in Deutschland verhindern.

Hier wird einiges verwechselt.

Bei den 2 Jahren Haft handelt es sich um die Obergrenze des Strafrahmens, wie bei den meisten anderen Delikten auch.
Welche Strafe tatsächlich verhängt wird, liegt bei der Entscheidung des Gerichts.
Wenn man, wie schon mehrfach genannt, die verhängten Strafen bei Körperverletzung, zum Teil mit Todesfolge u.a. als Vergleich heranzieht, so dürften die Strafen für Gaffer recht milde ausfallen.

Bedenken sollte man auch, dass es nicht nur um Pietätlosigkeit und Behinderung der Rettungskräfte geht, sondern auch um konkrete Eigen- und Fremdgefährdung.

Ich war früher viel auf den Autobahnen unterwegs.
Bei einem Unfall auf "meiner" Seite konnte ich auf der Gegenfahrbahn beobachten, wie es zum Teil im Minutenabstand krachte, weil durch die abbremsenden Gaffer und die ebenfalls nachfolgenden Gaffer ein Auffahrunfall nach dem anderen passierte.

Im Kern aber ist der Ansatz richtig.

@flodian

Ich wage zu behaupten, dass dieses Verhalten auch von unserer Medienwelt antrainiert ist. Kriegsreportagen, Reportagen von Katastrophen - überall mit Kamera. Die Medien machen es vor - wo ist die Grenze zwischen Gaffen und Journalismus? Ist es der Presseausweis?

Eine wirksame (Straf(Maßnahme wäre...

Wie ich schon früher schrieb, sollten solche Straftäter so verurteilt werden, dass sie mit den Folgen ihres Tuns wiederholt konfrontiert werden.
Eine Möglichkeit:
Neben Führerscheinentzug für lange Zeit, 100 oder mehr Stunden gemeinnützige Arbeit
- abzuleisten nur an Wochenenden
- nur in Notaufnahmen von Unfallkrankenhäusern
- mindestens 8 Stunden am Stück
- während dieser Zeit wird das Handy eingezogen, damit keine Sensationsfotos gemacht werden können

Was die dort machen sollen?
Blut und Erbrochenes aufwischen, Rettungskräften, die mit Unfallopfern kommen, die Tür aufhalten, Angehörigen von Unfallopfern ein Glas Wasser bringen, Verstorbene zur Pathologie bringen und ähnliche Hilfsleistungen und/oder das Personal von Routineaufgaben entlasten, da gibt es einiges ...
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Aber so etwas wird es in Deutschland nie geben, weil das ja die freie Entfaltung der Persönlichkeit einschränken würde, oder vielleicht sogar ein traumatische Erfahrung für den Straftäter sein könnte...

@ 22:06 von Frank_Furter

"Aber so etwas wird es in Deutschland nie geben, weil das ja die freie Entfaltung der Persönlichkeit einschränken würde, oder vielleicht sogar ein traumatische Erfahrung für den Straftäter sein könnte..."

So etwas wird es in Deutschland nie geben, weil wir nicht in einer archaischen Vergeltungsgesellschaft leben, sondern glücklicherweise über ein humanistisch geprägtes Rechtssystem verfügen.

Auch wenn der von Ihnen apostrophierte Rachegedanke heutzutage leider von religiösen Fundamentalfanatikern noch praktiziert wird, mag solches bei uns bitte in alttestamentarischer Vergessenheit ruhen.

Wer gafft und nicht hilft und zudem noch die

Rettungskräfte behindert, der hat definitiv eine Strafe verdient. Wenn ich dieses Verhalten allerdings mit Rasern vergleiche, dann drängt sich mir jedoch auf, ob die zweijährige Gefängnisstrafe mit der Maximalstrafe von 5 Jahren für die Raser gerechtfertigt sind. Da "Gaffer" ein weit gefasster Begriff sein kann (einerseits ein Störender bei einem Rettungseinsatz und andererseits jemand, der auf der Gegenspur den Verkehr ausbremst - oder wie ist die korrekte juristische Definition?), kann theoretisch jemand, der auf der Gegenspur für einen Stau sorgt, mit 2 Jahren bestraft werden, während einer, der eines Totschlags schuldig bekannt wurde, mit einer Geldstrafe von 5.000 EUR in Freiheit leben. Sehr "komische" Gesetzgebung... Man korrigiere mich, wenn ich etwas Falsches schrieb.

Gaffer

Wir sollten nicht so weit kommen, dass passive Menschenverächter (Gaffer, die filmen, wie Andere leiden) härter bestraft werden als aktive Menschenverächter (Guffen, die mit 170 kmh über den Kudamm rasen). Menschen, die keinen Anstand bei sich tragen, kann man erziehen. Menschen, denen andere Menschen nichts wert sind, muss man aus der Gesellschaft ausschließen.

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