Ihre Meinung zu: Kommentar: Verbessert den Nahverkehr!

14. Februar 2018 - 17:17 Uhr

Wenn Geld im Nahverkehr ausgeben, dann für neue Linien, nicht die Abschaffung der Fahrkarten, meint Alex Krämer. Und der Autoverkehr muss unattraktiver werden. Dann wird es was mit der Luftverbesserung.

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Kommentare

Unsere Lobbyisten werden schon Sturm laufen....

Von der wirtschaftlichen Seite kann kein Interesse da sein und vom Staat erst recht nicht.
Denn guter Nahverkehr = weniger Steuern für den Staat = weniger verkauftes Benzin/Öl = weniger Verschleißteile = weniger gekaufte PKW usw. usw.
Also die Interessen es nicht zu tun, werden mit Sicherheit alles daran setzen solche Szenarien zu vermeiden.
Warum nicht so wie in der Schweiz?
Es gibt eine Kopfpauschale der 1:1 in den ÖPNV fließt, aber wir Deutschen brauchen ja was richtig kompliziertes und unbezahlbares.

Attraktiv

Ich finde, der individuelle Autoverkehr sollte attraktiv bleiben. Ich kann nicht den ÖPNV nehmen.

C./o. Red. Alex Krämer RBB

"...nicht die Abschaffung der Fahrkarten."
Nur ohne Fahrkarten, weil nur so Streckenverzeichnisse bei schnellen Taktfrequenzen genügen und nur so die Kosten für übliche Fahrpläne und Fahrkartenautomaten einschl. deren lfd. Kosten entfallen.
Diese Kosten können dann direkt in den Ausbau der Linien gesteckt werden.
Zählen sie doch die Automaten z.B. in Berlin, Hamburg, usw. (zunächst nur Centren) und multiplizieren diese mit den Kosten der Automaten (damaliger Stückpreis Ø 7.000 DM).

Verbesserungen dauern leider lange

Zunächst muß in den nächsten Jahren schwer investiert werden, damit der VORHANDENE ÖPNV überhaupt weiter fahren kann. Da ist zu viel verrottet oder sanierungsbedürftig. Es wurde lange schon gewarnt - niemand hat gehört.---------Dann dauern neue Linien ewig lange - gerade bei uns. Prozesse, Verfahren usw - da gehen die Jahre dahin. --Finanzierung? Man könnte die Mineralölsteuer erhöhen. Wieso nicht? Es gibt sparsame Autos. Bloß dass die "Masse" lieber "Schlachtschiffe" der 2 Tonnen Leergewichts-Klasse kauft. Auf den Diesel schlagen - und diese Schieflagen ignorieren? Wenn das "Politik" ist, dann funktioniert sie nicht. Wenn ich per ÖPNV dreimal so lange zur Arbeit fahre wie im PKW - im Ballungsraum! - dann stinkt der "Fisch" vom Kopfe her.----PS Verkehr vermeiden - home office day für alle, bei denen es geht. Macht doch mal was, Politiker. Ideen gibts genug.

Es gibt auch Menschen außerhalb Berlins

Schön, dass Sie wissen, was für andere gut ist. Es gibt aber auch Menschen außerhalb Berlins. Menschen, die nicht mit der S- oder U-Bahn zur Arbeit fahren können, und dann noch mit einem vergünstigten Business-Ticket.
Glauben Sie mir: Es gibt tatsächlich noch Menschen, die als Pendler mit einem älteren Diesel zu Arbeit fahren, ihn auf einem Park-and-Ride-Parkplatz parken und dann mit einem Bus in die Stadt zu ihrem Arbeitsplatz fahren. Für einige Park-and-Ride-Plätzen kann man ein vergünstigtes Abo für ganztägiges Parken buchen, die Tickets für den Nahverkehr kommen in jedem Fall dazu. Für Teilzeit-Beschäftigte lohnt sich oftmals die Monatskarte nicht, da kommen täglich noch einmal 5,60 Euro (z.B. in Bremen) dazu. Für Menschen, die wenig verdienen, kommt da am Tag schon mal ein ganzer Stundenlohn zusammen. Prima, oder?
Für alle, die viele Wege in der Stadt zurücklegen müssen, wäre ein kostenloses Ticket ein Geschenk und für alle anderen würde sich die Lebensqualität, Luft.. verbessern

ja

Da haben Sie vollkommen Recht.

Ich fahre Sommer wie Winter mit dem Rad zur Arbeit.

Morgens 12 Kilometer hin und abends 12 Kilometer zurück. Ich bin sicher, dass viele andere auch mit dem Rad fahren würden, wenn es vernünftige bzw. überhaupt Radwege geben würde. Keine "Radschnellwege" sondern grundsätzlich überhaupt erst mal "Radwege". Mit dem Rad ist man flexibel, tut etwas für die eigene Gesundheit und steht nicht in langen Schlangen vor den Ampeln. Radfahren befreit. Morgens hat man auf dem Weg zur Arbeit seinen Tagesablauf im Kopf geplant und abends bereitet man den Arbeitstag auf dem nach Hause weg nach, so dass man entspannt zu Hause ankommt.

Vollkommen richtig

Danke Herr Krämer!
Ich wohne seit 21 Jahren in Berlin und sage seit 21 Jahren genau das: ÖNV besser und Autofahren unattraktiver machen! Ich selbst wohne 23 km von meinem Arbeitsplatz entfernt und fahre so gut wie nie Auto. Die Busse und Bahnen sind übervoll und unpünktlich. Dagegen etwas zu tun, hieße die Attraktivität zu steigern. Man sollte keine Geld aus dem System ÖNV rausziehen, sondern im Gegenteil investieren.
Parkplätze reduzieren und weiter verteuern, die Sprit-Steuer Schritt für Schritt anheben und physisch abgegrenzte Fahrspuren für Busse würden das Autofahren unattraktiver machen und die Autos in den Innenstädten reduzieren.
Aber mit einem Verkehrsminister aus der Automobil-Lobby wird das wohl eher schwierig.

Mobilitätseinschränkungen treffen nur die Pendler

Mobilität ist doch gar nicht das Problem, sondern dass wir in Deutschland immer noch Kohle verbrennen wie verrückt. Frankreich macht es deutlich besser und hat sauberere Luft. Quelle: http://electricitymap.org

Geld für den ÖPNV nur mit Kontrolle

Bevor der ÖPNV bezuschusst und die Tarife gesenkt werden, bevor es kostenlose Beförderung gibt, möchte ich sicher sein, dass die Unternehmen, die mit dem ÖPNV ihr Geld verdienen ( oder sich vom Bürger finanzieren lassen) wirtschaftlich arbeiten. Es muss sicher sein, dass Unternehmen, die in Form sogenannter gGmbHs und AGs im öffentlichen Auftrag arbeiten, nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften, bzw. in die Taschen ihrer Geschäftsführer und Aufsichtsräte. Das Leitungspersonal der ehemals kommunalen Stromanbieter, Wohnungsbaugesellschaften, der Verkehrsbetriebe, Entsorgungsbetriebe usw - viele verdienen mit Sicherheit wesentlich mehr als unsere Bundeskanzlerin, wobei ich mit "verdienen" eher "sich selbst genehmigen" meine.
Für derartig gestrickte Unternehmen wäre das Geld des Bundes, das eigentlich den Bürgern zugute kommen sollte, sonst nur ein willkommender Vorwand, die Verwaltung aufzublasen und die Gehälter der oberen Etagen zu erhöhen. Das sollte nicht passieren.

Kostenlos und besser ausgebaut!

Ich finde, der ÖPNV sollte kostenlos und besser ausgebaut werden. Das eine muss das andere ja nicht zwingend ausschließen. Man nehme all das Geld, das unsinnigerweise auf die eine oder andere Weise der Autoindustrie zugeschustert und in die Instandhaltung und den Neubau von Autobahnen gesteckt wird, und stecke es in die Bahn.
Bei kostenlosem Nahverkehr werden übrigens auch Kosten gespart, für Automaten, Fahrkarten und Kontrolleure vor allem. Zudem wird Zeit gespart, die Busfahrer normalerweise mit dem Verkaufen von Tickets verbringen. Und natürlich gibt es einen Haufen weiterer Vorteile: sicherer, besser für die Luft, platzsparend (all die Parkplätze!)...
Die Preise sind übrigens derzeit sehr wohl zu hoch und die Preisstruktur ist oft intransparent. Autofahren ist zwar teurer, aber die meisten Leute rechnen nur den Sprit gegen den Fahrpreis auf und vergessen, dass ein Auto angeschafft, versichert, repariert, geparkt, gewaschen werden muss.

Folgekosten des Autoverkehrs

Jetzt wird davon gesprochen, dass die Kosten des kostenlosen ÖPNV nicht zu bezahlen wäre. Dem stimme ich nicht zu. Bis jetzt werden die Folgekosten des umweltbelastenden Autoverkehrs auf die Allgemeinheit umgelegt. Bei der Bundeswehr spricht man ja auch nicht, dass sie kostendeckend arbeiten soll, weil hier das höhere Ziel die Sicherheit ist! Auch der öffentliche Verkehr sollte das höhere Ziel haben, der Um(Mit)welt zu dienen! Mir ist es lieber, wenn keine Autos mehr in die Stadt fahren und damit die ganzen Folgekosten - wie Unfälle, Verschmutzung, Vergiftung der Menschen (Krankheitskosten) usw. für die ja die Gemeinschaft aufkommen muss - dadurch verhindert werden, wenn die Menschen umsonst die Öffentlichen benutzen!

Umsonst ist nicht kostenlos - wo bleibt die Entschädigung?

Da liest man in der Tagespresse:

Der Verkehrsbereich trägt laut Umweltbundesamt zu 60 Prozent zur Stickstoffdioxid-Belastung bei. Daran sind die Diesel-Pkw mit 72,5 Prozent beteiligt.

Wo ist dazu der wissenschaftlich nachvollziehbare Fakt? Gemessen am Neckartor u.ä.? .. und sonst?! ..Feinstaub!

Sollte die Regierung davon überzeugt sein, dann müsste sie zuerst den Dieselbesitzern die freie Nutzung der Busse und Bahnen ermöglichen. Ihre Fahrzeuge wurden amtlich zugelassen. Sie haben bereits erheblichen Schaden erfahren. Ihre PKWs sind nicht mal mehr die Hälfte wert. Man will sie verschrotten.
Drei Jahre alte PKW werden als alt bezeichnet.

Fahrverbote sind enteignungsgleiche Vorgänge, die im Rechtsstaat (GG!) nicht entschädigungslos möglich sind.
Freie Parkplätze vor der Stadt und die freie Nutzung des ÖNV wären wenigstens eine kleine Entschädigung und ein kleiner Beitrag zur Umweltentlastung wenn die angegebenen Werte tatsächlich stimmen. Mir ist zuviel Ideologie im Spiel

ÖPNV-Beschleunigung-in der Praxis gegen Radfahrer und Fußgänger

In Bremen zu besichtigen.
Die Autofahrer profitieren von der Digitalisierung der Ampelschaltungen massiv mit. In Nebenzeiten herrscht Grüne Welle total - für Autofahrer.
Und Radfahrer und Fußgänger kommen nur mit, wenn sie sich mit dem Schalter schön vorher angemeldet haben.
Man kann dann einen ganzen Ampel-Umlauf im Regen warten, während die Grünanforderung für die Autos und Straßenbahn automatisiert und per Kontaktschleifen im Boden bzw. per Funk beim ÖPNV erfolgt.
Realität mit einen Grünen Senator.

17:55 von naiver Positivdenker

"" Morgens 12 Kilometer hin und abends 12 Kilometer zurück. Ich bin sicher, dass viele andere auch mit dem Rad fahren würden, wenn es vernünftige bzw. überhaupt Radwege geben würde. Keine "Radschnellwege" sondern grundsätzlich überhaupt erst mal "Radwege". Mit dem Rad ist man flexibel, ""
#
Ich habe es während meiner Lehrzeit auch gemacht,das ist lange her.Wenn ich die Stecke heute fahre dann ist es wie Schlalom fahren,zugeparkt von den vielen Autos in der Stadt dazu schlechte Radwege.

Autofahren ist doch schon unpraktisch

wie nur was. Nichts kann man nebenbei erledigen wie z. B. in der Bahn, keine Überweisungen machen, keine Rechnungen kontrollieren, keinen Kalender checken. Auch nix lesen. Gerade hier geht bei mir unnötig Arbeitszeit verloren. Es würde also langfristig reichen mehr und häufigere Verbindungen bei den Öffis zu subventionieren, z.B. über Kraftstoffsteuer. Kurzfristig wird man aber um Fahrverbote kaum heumkommen.

vereinfachen

Fahrkarten abzuschaffen ist der schon oft gescheiterte Versuch, das Schlaraffenland für alle einzuführen.
Ein guter Weg wäre es schon, die Tarifsysteme zu vereinfachen. Eins der größten Hemmnisse für Ortsfremde, den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen, ist die Angst, von einem spitzfindigen Kontrollör wegen eines falschen Fahrscheines abkassiert zu werden.

öffentlicher Nahverkehr

war mal Wandern, auf der schwäbischen Alb
den Rückweg wollte ich mit dem Bus machen
.... der fuhr leider nur 2 mal am Tag
dann fragte ich nach nem Taxi, das müsste aus dem übernächsten Ort kommen,
Anfahrweg 12 km
Ist halt keine Anbindung wie in Berlin
Die S Bahn bei uns in Stuttgart ist momentan ne Zumutung, vom Preis ohnehin,
der Pünktlichkeit mag an den aktuellen Umbaumaßnahmen S 21 liegen,
dass die laufenden ausfallen (also noch 5 Jahre)
Dann, mag ja einige nicht stören, aber ich dusche mich morgens,
aber nicht alle in Bus/Bahn, so riecht es auch - gelegentlich.
Einen Sitzplatz habe ich in meinem Auto auch meine Individualität ist gewährleistet -
da liegt kein Müll rum kein Geschrei und essen tut im Auto bei mir auch keiner

Nahverkehr muss jeweils vor Ort konzipiert,

realisiert und bezahlt werden.
Was muss sich hier überhaupt die EU-Kommission einmischen, noch dazu mit strafbewehrten Vorgaben? Warum lassen wir das zu? Dies verstösst eklatant gegen das Subsidiaritätsprinzip. Solche und andere falsch zugeordnete Zuständigkeiten sollten der EU-Kommission entzogen werden.

Nicht unsetzbarer Nonsens der Bundesregierung

Wo sollen denn die fehlenden Trassen
für die vielen S-Bahnen herkommen ?
Gerade wo man z.B in Stuttgart wegen
der Tiefhaltestelle Kapazitäten zurückbaut
und kein S Bahn takt Fahrplan nicht nehr möglich ist.

Auf die richtige Mischung kommt es an

Ich finde, das durch die völlig maroden Straßen und Brücken der Autoverkehr schon unattraktiv genug gemacht wurde. Und die Luftreinhaltung kann funktionieren, wenn die Autoindustrie entsprechende Fahrzeuge anbietet, und hochmotorisierte Benzinschleudern verboten werden. Dazu ein Kostenloser ÖPNV, der Teileise durch eine "Luftreinhaltungsabgabe" der Autoindustrie finanziert wird, und der Verkehrsmix stimmt. Zum Wohle der Menschen und der Umwelt.

Zu kurz gedacht

Die Elektromobilität in Verbindung mit fahrerlosen Fahrzeugen wird den gesamten Verkehr umkrempeln. Von schienengebundenen Fahrzeugen abgesehen wird sowohl der Autoverkehr, als auch der öffentliche Busverkehr eine Revolution erleben.
Ich halte es für anachronistisch jetzt noch schnell die Dieselfahrzeuge zu verbannen, oder in konventionelle Buslinien zu investieren. Besser wäre es neue Mobilitätskonzepte zu erproben und zu fördern. Wenn es in 5 oder 10 Jahren fahrerlose, emissionsfreie Elektrotaxis gibt, wer braucht dann noch einen Bus?
Aber so wie die deutsche Automobilindustrie lieber am altbewährten Diesel-SUV festhält, trauen auch die Komunen sich nicht wirklich Neues zu wagen.

18:06 von Gwyndella

Grüne Welle total - für Autofahrer.
Und Radfahrer....wenn sie sich mit dem Schalter schön vorher angemeldet haben.
.
also meine Erfahrung zumindest
welcher Radfahrer hält sich an die StVO
halten bei ROT, am Zebrastreifen absteigen, keine Gehwege befahren ?

Kommentar an Realität vorbei

Ich kann dem Kommentar größtenteils nicht zustimmen. Schon im ersten Absatz: Hier in Stuttgart für meinen Arbeitsweg (9km) kostet mich die Fahrt mit dem ÖPNV definitiv mehr als die Fahrt mit dem Auto, auch mit allen Nebenkosten, ich habe es oft genug durchgerechnet. Dafür brauche ich mit dem Auto 15min, mit der Bahn über 30min (Tür zu Tür). Noch dazu kommt die Bahn nur alle 20min, ist oft verspätet, voll, usw...
Trotzdem fahre ich eigentlich sehr gerne Bahn, ich würde die Zeit morgens lieber nutzen um zu lesen als im Auto zu sitzen. Aber der Vorteil ist aktuell leider der einzige.
Ich würde sofort auf die Bahn umsteigen wenn diese
- billiger wäre (nicht unbedingt kostenlos, aber 50%)
- bessere Taktzeiten hätte (mind. 10min Takt), das hilft auch gleichzeitig gegen Übefüllung der Züge
- und eine besseres Netzabdeckung hätte (nicht nur in der Innenstadt)
Sitzplatzreservierung, WLAN, und so einen Schnickschnack brauche ich dafür definitv nicht. Fragt doch einfach die Betroffenen!

Nahverkehr verbessern...

Hessen hat seit diesem Jahr für die Landesbediensteten das kostenlose Landesticket. Kostenfreies Fahren im ÖPNV in ganz Hessen, ein ganzes Jahr lang. Prima, so geht´s! Aber warum muss man ständig auf dem Auto herumhacken, oft unter Verdrängung der Fakten? Ein rein ideologisch motiviertes Auto-Bashing ist das. Klar gibt´s da große Probleme, aber noch nie waren unsere Autos so sauber wie heute. Das ist Fakt. Wild werden die verschiedenen Abgas-Emmissionen durcheinander gewirbelt, völlig frei von Sachverstand. Mal CO2, mal NOx, mal Partikel/Feinstaub. Nicht alle Emmissionen rühren vom Auto her, siehe Kohleverbrennung oder die Nutzung von Holzöfen. Aber man glaubt natürlich gerne den von meist linken "Umweltexperten" in Auftrag gegebenen Studien, oder?
Nicht jeder hat den ÖPNV direkt vor der Haustür, so wie das in Ballungszentren der Fall ist. Gerade in ländlichen Gebieten geht am Auto kein Weg vorbei, liebe Autohasser. Bitte, nutzen Sie den ÖPNV und lassen Sie die Pendler Auto fahren.

Verbessert den Nahverkehr?

Wer will denn die neuen Busse und Bahnen bestellen und kaufen, wo doch eine Bestellung mindestens 5 Jahre beansprucht. Dazu müssen erst mehrere Kostenvoranschläge eingeholt und bearbeitet werden. Und die meisten Städte sind in Verkehrsverbünden.
Und was soll eine kleine Stadt wie Hoffenheim mit 31.000 Einwohnern im Vergleich mit München oder einer anderen Großstadt? Eine Luftverbesserung ist in allen großen Städten absolut notwendig.

Auto vs Bahn

Den Autoverkehr unattraktiver machen, davon halte ich gar nichts. Menschen zu etwas bewegen indem man die Alternativen unattraktiver macht, hat noch nie funktioniert, sorgt für schlechte Stimmung und ist einfach destruktive Politik. Es ist ein ewiges Gerücht dass Pendler heutzutage mit dem Auto fahren weil es so attraktiv sei sich morgens durch den Berufsverkehr zu quälen... Das Auto ist schon unattraktiv genug, die Bahn muss in allen Bereichen attraktiver werden, das ist das einzige was funktioniert.

So einen Beitrag kann nur jemand verfassen, der

in der Stadt lebt. Wenn man auf dem Land lebt, öffentlicher Nahverkehr praktisch nicht stattfindet, ist man auf das Auto angewiesen. Das hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun.

Vorschlag: kostenlose Park & Ride Abfahrt am Ortseingang

Lösungsvorschlag:
1) Die großen Zubringerstraßen am Ortseingang könnten direkt zu Park & Ride Parkplätzen führen. Jeder Autofahrer sollte zwangsläufig durch diese kostenlosen Parkplatzreihen durchfahren müssen. Gerade wenn es dann dort schon einmal Stau gibt, würden viele von uns dort direkt parken und mit der Straßenbahn weiterfahren. Nur wer die Geduld besitzt diese ewig langen Parkplatzreihen zu durchfahren würde dann in die Stadt kommen.
2) Die Park & Ride Parkplätze sind kostenlos
3) Ich kann von meinem Parkplatz quasi direkt in die Straßenbahn steigen
4) Alle Parkplätze rund um die Fussgängerzone nur noch zum be- und entladen gestatten
5) In der Innenstadt darf nicht schneller als mit dem Fahrrad gefahren werden - die Straße gehört den Fahrrad-Fahrern
6) In der Innenstadt den Fahrbahnbelag durch begrünte Anlagen mit schönen Fussgänger und Fahradwegen ersetzen - ein Bachlauf mit Brücken wäre auch wunderschön. Hier wäre ich sehr gerne am shoppen oder Tourist.

Kostenloser ÖPNV ist in Grossstädten machbar

Kostenloser ÖPNV ist in Grossstädten machbar und finanzierbar.

Es erfordert aber sich intensiv damit auseinander zu setzen, grosses Fachwissen und die Bereitschaft in grösseren Zeiträumen zu denken.

Das kann nicht innerhalb von Wochen umgesetzt werden sondern dauert teilweise Jahre (z. B. bei Strassenbahnen etc.).

Und da kann auch nicht ein "Experte" einfach sagen "das geht nicht" und damit ist das Projekt dann gestorben. Da werden dann schon genauere Fakten und Begründungen benötigt.

Wie der Teil, der jetzt über die Fahrkarten finanziert wird, nachher zu kompensieren ist, bleibt den Kommunen überlassen. Natürlich durch die Einsparung der Fahrkartenautomaten und Kontrolleure. Aber gerne auch über höhere Parkplatzgebühren, durch die Mehreinnahmen bei Steuern durch mehr Konsum und Arbeitsplätze in der Stadt.
Auch der Staat darf sich am Grundbedürfniss Mobilität gerne beteiligen.

Oder vielleicht auch durch mehr Bewohner. Weniger Platz für Autos bedeutet vielleicht mehr für Menschen.

Zum Thema "Wer soll das bezahlen?"...

… die Gegenfrage: Wer bezahlt denn aktuell die Folgen des motorisierten Individualverkehrs? Letztlich doch auch wieder die Allgemeinheit, nur das diese Kosten nirgendwo auftauchen und somit gerne vergessen werden.

Abgesehen von den individuellen Kosten (Steuer, Sprit, Verschleiß, etc.), die die Verursacher selbst tragen, fallen als Folge des Autowahns Unsummen an Infrastruktur- und Gesundheitskosten an, von den Folgekosten der Umweltschäden ganz zu schweigen, alles Aspekte, die bei einer seriösen Kostenaufstellung berücksichtigt gehören. Wenn man dann noch das Kunstprodukt "Geld" außen vor lässt und die "Kosten" rein anhand des Ressourcenverbrauchs (Energie, Rohstoffe, Platzverbrauch) vergleicht, steht der motorisierte Individualverkehr ganz blöd da.

18:03 von gman

in welcher Tagespresse liest man das ?
Hetze scheint angesagt, Information eher weniger.
Laut Umweltbundesamt sind die Emissionen von Stickoxiden von 1990 bis 2015 bundesweit um 59 Prozent auf rund 1,2 Millionen Tonnen zurückgegangen.
Der Anteil des NOx (Verkehr) beträgt 35 % also gerade mal 1/3 des Gesamtaufkommens
Gleichzeitig ist der Ausstoß von Feinstaub-Partikeln aus Diesel-Fahrzeugen seit Anfang der 1990er Jahre um rund 97 Prozent reduziert worden.
Also es tut sich was - wobei es sicherlich mehr tun könnte - keine Frage

Absolut.

Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Respekt.

Manche User hier sollten sich aber nochmal Gedanken machen. Ich zitiere Herrn Wohlzufrieden, der findet, "das (sic) durch die völlig maroden Straßen und Brücken der Autoverkehr schon unattraktiv genug gemacht wurde." Tja, Herr Wohlzufrieden, wenn Sie sich mal die verstopften Straßen in deutschen Großstädten anschauen möchten, werden Sie zugeben müssen, dass Ihr Eindruck nichts mit der Realität zu tun hat.

Schöne Grüße aus Stuttgart.

Es gab einmal so etwas wie eine "Grüne Welle",

Haltebuchten für Busse ... dies ist lang vorbei. Nun wird die Fahrbahn an Haltestellen so verengt, dass die Autos hinter dem Bus warten müssen. Vorne ist die Ampel grün. Dann fährt der Bus los .. die Ampel schaltet auf rot. Alles steht, toll für die Umwelt. Der stehende Verkehr scheint geplant zu sein.

@ 17:34 von Oxalis

Unsere Lobbyisten werden schon Sturm laufen...

Ich hoffe, wir werden uns dadurch nicht umstimmen lassen. Denn...

kostenloser ÖPNV = mehr Fahrgäste = mehr Busse/Bahnen usw. = mehr Fahrer = mehr Arbeitsplätze beim ÖPNV und den Fahrzeugherstellern

Ausserdem: kostenloser Berufsweg = mehr Auswahlmöglichkeiten bei den Jobs für Geringverdiener = weniger Aufstocker = Steuern gespart

ÖPNV wird nie denselben Komfort haben ...

... wie den, mein eigenes Vehikel zu nutzen. Deshalb MÜSSEN wir von den Herstellern sauberere Autos verlangen, anstatt nur plakative Heftpflaster zu verteilen wie kostenlosen ÖPNV. Mein Wocheneinkauf füllt locker einen der größten Kombi-Kofferräume - das würde ich auch mit Gratis-ÖPNV nicht über den ÖPNV abwickeln wollen. Mein Auto fährt, wann ich will und wohin ich will, sofort, jederzeit. Das kann ÖPNV niemals vergleichbar leisten, außer vielleicht in New York, London, Paris, Berlin etc.

Am 14. Februar 2018 um 18:50 von Petra Klein

"In der Innenstadt den Fahrbahnbelag durch begrünte Anlagen mit schönen Fussgänger und Fahradwegen ersetzen - ein Bachlauf mit Brücken wäre auch wunderschön. Hier wäre ich sehr gerne am shoppen oder Tourist."

Es gibt auch noch Menschen, die richtige Einkäufe machen müssen und nicht nur Freizeit haben. Also wandern die Geschäfte in die Randzonen und die Innenstädte sterben.

ZU 18:16 von Minion "Autofahren ist doch schon unpraktisch"

... Nichts kann man nebenbei erledigen wie z. B. in der Bahn, keine Überweisungen machen, .. Gerade hier geht bei mir unnötig Arbeitszeit verloren. Es würde also langfristig reichen mehr und häufigere Verbindungen bei den Öffis zu subventionieren, z.B. über Kraftstoffsteuer. Kurzfristig wird man aber um Fahrverbote kaum heumkommen.

Das mag für wenige zutreffen, die nichts zu transportieren haben und die Haltestelle vor der Haustüre haben und jedes Ziel auch eine hat.

Nein, der PKW hat einen Kofferraum und kann zu jeder Zeit genutzt werden. Da kann der ÖNV nicht mithalten. Bei Familien mit Kindern sowieso nicht.

Autobesitzer werden milliardenschwer zur Kasse gebeten, das Geld geht zweckfremd in die Staatssäckel. Nein, keine Zwangssubventionierung zu Lasten der PKW-Besitzer! Diesen Unfug haben wir schon bei der EEG-Umlage, da werden jährl. 20 Mrd € von den Stromverbrauchern an die Solarbesitzer umverteilt. Quasi unsozial und ungerecht von Arm nach Reich. Für was eigentlich?

@18:18 von geranton

Die EU gibt nicht etwa vor, daß der Nahverkehr kostenlos zu sein hat, die EU gibt lediglich Grenzwerte für Stickoxid in der Luft vor.

Wie die einzelnen Länder das umsetzen ist erstmal ihre Sache. Die aktuelle Idee mit dem kostenlosen ÖPNV ist eine deutsche, keine europäische.

@ 18:01 von c.schroeder

Bevor der ÖPNV bezuschusst und die Tarife gesenkt werden, bevor es kostenlose Beförderung gibt, möchte ich sicher sein, dass die Unternehmen, die mit dem ÖPNV ihr Geld verdienen ( oder sich vom Bürger finanzieren lassen) wirtschaftlich arbeiten. Es muss sicher sein, dass Unternehmen, die in Form sogenannter gGmbHs und AGs im öffentlichen Auftrag arbeiten, nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften, bzw. in die Taschen ihrer Geschäftsführer und Aufsichtsräte.

Grundsätzlich gehören solche Grundbedürfnisse wie Mobilität in die Hand des Staates.
Leider haben die neoliberalen Volksparteien vergessen, dass Privatunternehmen Gewinne machen müssen und deshalb niemals billiger oder humaner sein können als staatliche Unternehmen.

Wenn wir aber darauf warten wollen, bis alle diese Fehler korrigiert sind wird nie wieder eine Verbesserung/Veränderung möglich sein.

Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt?

Eigentlich ist es völlig egal, ob die Kommunen oder der Bund die Kosten für den kostenlosen Nahverkehr bezahlen. In beiden Fällen ist es letztlich das Geld des Steuerzahlers. „Kostenlos“ ist hier reine Augenwischerei.

Meiner Meinung nach wird man an Fahrverboten nicht vorbeikommen, bis in Deutschland saubere Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Vielleicht kann man ja statt des kostenlosen Nahverkehrs mit einem anderen Schnellschuss vorübergehend die Situation retten und allen Fahrzeugen mit geraden Zahlen auf dem Nummernschild an geraden Kalendertagen das Fahren gestatten, für die übrigen besteht dann Fahrverbot. Am folgenden Tag dann umgekehrt. Dies müsste den Schadstoffausstoß sofort um 50% reduzieren.

von BenjaminTau 18:03 (Folgekosten des Autoverkehrs)

>>Bis jetzt werden die Folgekosten des umweltbelastenden Autoverkehrs auf die Allgemeinheit umgelegt. <<

Ein paar Fakten:

Ausstattung privater Haushalte mit Kfz (2017):
Pkw 78,4%
Krad 11,4 %

Mobilität privater Haushalte (2017):
PKW und Krad > 80%
Schienenverkehr 8%
Öffentlicher Straßenpersonenverkehr 7%

Aufwendungen des motorisierten Straßenverkehrs (2016):
> 50 Mrd. (nur Kfz-Steuer, Kraftstoffsteuer und Maut)

Ausgaben für den motorisierten Straßenverkehr (2016):
< 10 Mrd.

Die "restlichen" gut 40 Mrd. reichen für alle anderen staatlichen Verkehrsaufgaben (inkl. der Subventionen für den 'ÖPNV) und sämtliche(!) Umweltschutzinvestitionen. Es bleiben sogar noch rund 20 Mrd. übrig.

(Quellen: Bundesämter; Destatis und UBA)

1. Sämtliche Folgekosten des Automobilverkehrs lönnen von den Abgaben der Autofahrer bezahlt werden.
2. Die Autofahrer selbst sind der weitaus größte Teil der "Allgemeinheit". Sie sind eben keine Randgruppe.

@ 18:00 von landgraf

Mobilität ist doch gar nicht das Problem, sondern dass wir in Deutschland immer noch Kohle verbrennen wie verrückt. Frankreich macht es deutlich besser und hat sauberere Luft. Quelle: http://electricitymap.org

Im Moment wird Deutschland derartig mit Steuergeld zugeworfen, dass die Regierung wirklich in der Lage sind mehrere Projekte gleichzeitig voran zu treiben.

Nochmal zur Erinnerung: 2017 gab es 43 Milliarden Steuern mehr ALS GEPLANT.
Es waren ja sowieso schon höhere Steuereinnahmen als 2016 vorgesehen.

Vielleicht geht ja tatsächlich in mehreren Bereichen was, wenn es bei sPD und CDU zu personellen Erneuerungen kommt.

Umstellung auf ÖPNV komplex

Ich finde es sehr gut, dass diese Diskussion endlich geführt wird. Es gibt so viele mögliche, jedoch mindestens zeitaufwendige und auch kostende Maßnahmen, die dringend angeschoben werden müssten, um möglichst bald die Früchte zu ernten:
1. Wegvermeidung, Pendelei und auch Warentransport sollte wo es geht reduziert werden. Nutzen: weniger Passagiere, weniger Stress für alle.
2. Vermeidung unnötiger Kosten für den ÖPNV, wie z. B. EEG-Umlage und Schienenmaut. Für letztere wird natürlich ein Ausgleich fällig werden, aber warum keine PKW-Maut einführen?
3. Ausbau der Netze, um Angebote zu verbessern. Die Netze und das Rollmaterial sind vielerorts durch immensen Kostendruck auf Kante genäht.
4. Erweiterung zur Herstellung passabler Abdeckung in der Fläche. Man muss auch Abends und am Wochenende flexibel den ÖPNV nutzen können.
Diese Liste ist sicher nicht hinreichend, aber notwendig, um wirklich etwas an den Emissionen zu ändern und dabei die Ansprüche zu befriedigen...

Preise

Allein neue Linien würden auch nicht viel ändern, wenn man bedenkt das es mit Auto viel bequemer/komfortable r ist, da man es auf Anhieb nutzen kann nach direktem Einstieg vor der Haustür und dann auch jeden mitnehmen kann wen man möchte etc. dann tut sich da preislich nicht viel als wenn man bei höheren Personen Anzahl öffentliche Verkehrsmittel nehmen würde. Das sollte geändert werden und die Preise müssen um eine ganze Ecke runtergesetzt werden,wenn man effektiv was erreichen möchte.

@ LRT um 18.47 Uhr Auto vs Bahn

Wer sich ansehen möchte, welche Auswirkungen das Miesmachen des Autoverkehrs hat, der besuche die ehemals schöne Hansestadt Bremen. Verkehrsbehinderungen und marode Straßen für Autofahrer haben die Innenstadt "verkehrsberuhigt", d.h. man steht nur im Stau. Fußgänger atmen die Luft des stehenden Verkehrs, Radfahrer drängeln sich überall durch oder nehmen gleich den Fußweg, dabei klingeln sie die Fußgänger ungestraft und wie selbstverständlich zur Seite. Parkplatz-Suchverkehr macht das ganze noch schlimmer. Selbst für Fernbusse und ihre Fahrgäste gibt es keinen vernünftigen Busbahnhof. Reisebusse, die Tagestouristen bringen, finden kaum einen Platz zum Halten. Die rot-grüne Kommunalregierung hat alles auf das Fahrrad abgestellt - schön für jüngere Leute, schön für Leute ohne Kinder. Ältere Leute, Menschen mit Kindern, Rollstuhlfahrer - da heißt es: Wir müssen leider draußen bleiben. Oder: Befahren auf eigene Gefahr. Schade um unsere schöne Innenstadt

@ 18:27 von Andereperspektive

Wenn es in 5 oder 10 Jahren fahrerlose, emissionsfreie Elektrotaxis gibt, wer braucht dann noch einen Bus?

Alle die, die sich das nicht leisten können.
Taxis sind nämlich teurer als Bustickets und das wird sich auch mit selbstfahrenden Elktroautos nicht ändern.

Glauben Sie ernsthaft, dass Geringverdiener und Aufstocker weniger werden oder mehr verdienen? Bestimmt nicht mit der GroKo.

@ 18:28 von Sisyphos3

Grüne Welle total - für Autofahrer.
Und Radfahrer....wenn sie sich mit dem Schalter schön vorher angemeldet haben.
.
also meine Erfahrung zumindest
welcher Radfahrer hält sich an die StVO
halten bei ROT, am Zebrastreifen absteigen, keine Gehwege befahren ?

Leider machen das viel zu viele Radfahrer. Grundsätzlich sind Radfahrer aber Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch und müssen sich an die Gesetze und Regeln halten.
Um so mehr Radler es gibt umso wichtiger wird das.

Durch die E-Mobilität ist es für Radfahrer kein Problem 25km/h zu fahren. Das ist kein Spass und kein Kavaliersdelikt mehr die Verkehrsregeln zu missachten.

Alltagsradler, die kein Auto besitzen, verstehen sich in der Regel als Teil des Verkehrs und benehmen sich nicht wie die Axt im Walde auf der Strasse. Im Gegensatz zu Autofahrer, die glauben wenn sie einmal im Jahr auf dem Rad sitzen können sie alle Neune gerade sein lassen.

Wir müssen eben bei uns selbst anfangen. Wenn das jeder macht klappt das schon.

@sisyphos

""Die S Bahn bei uns in Stuttgart ist momentan ne Zumutung, vom Preis ohnehin,
der Pünktlichkeit mag an den aktuellen Umbaumaßnahmen S 21 liegen,
dass die laufenden ausfallen (also noch 5 Jahre)""---------Optimist.

Zu um 18:59 von Sisyphos3 -Es sind Fakten!

18:03 von gman
in welcher Tagespresse liest man das ?
Hetze scheint angesagt, Information eher weniger....

Aber Hallo, die Fakten passen Ihnen nicht, deshalb bleiben es trotzdem Fakten und sind keine Hetze!!

Man liest das heute z.B. in der Südwestpresse, Westfalenpost, Tagesspiegel u.a.

Hier zwei Links:

www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/
diesel-pkw-sind-hauptverursacher-der-no2-belastung-id213432003.html

www.tagesspiegel.de/politik/massnahmen-gegen-luftverschmutzung
-ist-die-idee-vom-kostenlosen-nahverkehr-realistisch/20963466.html

@silverbeard 19.09 Uhr Sie haben Recht, aber aufpassen muss man

Leider ist es zu beobachten, dass, sobald sich irgendwo ein Fördertopf öffnet, es gleich Menschen und Organisationen gibt, die sich daran bedienen wollen. Wenn ich mal wieder Bremen als Beispiel anführen darf: Egal, wofür es Geld gibt, aus der EU oder woanders her, gleich wird ein Verein gegründet, eine gGmbh installiert, ein Projekt ins Leben gerufen, das oberflächlich einen guten Zweck erfüllt, das aber letztlich nur ein Vorwand ist, um einigen Menschen einen "Vorstandsposten" oder einen Geschäftsführervertrag zu sichern. Das ist bei vielen sozialen Projekten so, das war bei vielen Hilfsprojekten für Flüchtlinge genauso. Es ärgert mich z.B., dass wir in unserer Stadt nur ein einziges Car-Sharing-Unternehmen haben, das günstige Parkplätze, Vergünstigungen im ÖPNV u.ä. bekommt. Dieses Unternehmen verlangt "Mondpreise", da ohne Konkurrenz.
Neue Projekte, auch die des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) müssen im Interesse der Bürger sein und nicht nur im Interesse weniger.

Wie wärs mit den Finazierung der Bahn

den ÖPNV zu bezahlen. Die Bahn wurde privatisiert um Gewinn zu machen nur kassieren die immer noch Steuergelder Betriebskosten werden an den Staat abgewälzt sowie die Manager Gehälter.

@ 19:18 von c.schroeder

Wer sich ansehen möchte, welche Auswirkungen das Miesmachen des Autoverkehrs hat, der besuche die ehemals schöne Hansestadt Bremen. Verkehrsbehinderungen und marode Straßen für Autofahrer haben die Innenstadt "verkehrsberuhigt", d.h. man steht nur im Stau. Fußgänger atmen die Luft des stehenden Verkehrs, Radfahrer drängeln sich überall durch oder nehmen gleich den Fußweg, dabei klingeln sie die Fußgänger ungestraft und wie selbstverständlich zur Seite. Parkplatz-Suchverkehr macht das ganze noch schlimmer. Selbst für Fernbusse und ihre Fahrgäste gibt es keinen vernünftigen Busbahnhof.

Das ist alles ein Versagen der Verkehrsplaner und der Stadtverwaltung.
Vielleicht fehlt es da einfach an erfahrenem Fachpersonal.

Das sind aber alles weder Argumente für noch gegen kostenlosen ÖPNV.

öffentlicher Nahverkehr.........

was hat denn die Deutsche Bahn als erstes gemacht nach der Privatisierung.........? massenhaft Regionalstrecken stillgelegt...!
und danach ging es dem Güterverkehr auf der Schiene an den Kragen.........diese Fehlentwicklung müsste erst mal rückgängig gemacht werden bevor man den privaten Autofahrern irgendwelche Beschränkungen auferlegt, & was ist eigentlich mit anderen europäischen Staaten wie Frankreich, Spanien, Italien aber auch Polen und Belgien.......dort gibts keine keie Öko-Plakette, keine Fahrverbote (Paris ausgenommen) , dort fahren all die Autos welche hier schon längst aus den Innenstädten verbannt sind........nein hier gehts nicht um Ökologie hier geht es einzig und allein um Ökonomie.....Abwrakprämie mit der Gesetzeskeule & dieses Mal ohne Prämie.......

Die Regierungsidee ist

Die Regierungsidee ist besser, als sie hier dargestellt wird. Zwar ist klar, dass es nicht ohne eine ordentliche Geldinjektion von oben geht, umsonst bekommt man die weniger verdreckte Luft nicht. Es ist aber auch nicht so teuer, wie so viele glauben machen möchten, denn es würde ja reichen, die Ortsansässigen mit einem Gratisfahrschein auszustatten, auswärtigen Pendlern könnte man ein gutes Angebot machen und Reisende / Touristen etc. normal zahlen lassen. Finanzieren liesse sich das z. T. mit einer bescheidenen komunalen Lenkungssteuer, z. T. mit Geld vom Bund. Das wäre zu stemmen, ohne die ÖV's klamm werden zu lassen. Dass Investitionen in den weiteren Ausbau auf verschiedenen staatlichen Ebenen finanziert werden müssen, versteht sich von selbst. Es ist die scheinheilige Taktik der status quo-Befürworter Betrieb und Investitionen gegeneinander auszuspielen.

Die Problematik zu lösen

wäre eigentlich sehr einfach.
1. Der regionale öffentliche Verkehr gehört in die Hand der Kommune. Weg von jedweder Privatisierung. ( siehe Beispiele in Frankreich; 10 Minutentakt gratis Pendelverkehr).
2. Ausser für Anlieger müssen die Innenstädte für den Autoverkehr gesperrt sein.
3. Überregionaler öffentlicher Verkehr (Bahn zb) muss so attraktiv sein das man gar kein Auto mehr benutzen will. (Siehe Beispiel Holland; da fahre ich mit 4 Personen von Maastricht bis Amsterdam und zurück für 30 €)

Mann könnte das alles regeln - wenn man denn wollte.

ÖPNV

Vor allem die Verbindungen müssen besser und die Taktzahlen erhöht werden.

Hier in Lemgo kommt man Samstag mittags zwar in die Stadt, aber wenn man abends einen Cocktail o.ä. trinken möchte, haben die Busse Betriebsschluß.

Klar gibt es das Angebot des Anruf-Sammeltaxis (AST), aber das muss bestellt werden und kostet zusätzlich zum Fahrschein eine extra-Gebühr.

Sonntags auf den Friedhof, die Kirche oder in's Grüne ist unmöglich, denn da fahren gar keine Busse, wobei unser Stadtbusangebot insgesamt schon sehr gut ist.

Ich sage es mal plakativ (zur Verdeutlichung, nicht wörtlich nehmen):
Günstige Verbindungen bis weit in die Nacht, gratis Zeitungen, einen Kaffee umsonst, sprich: Etwas bieten, dann kommen auch die Fahrgäste.

Als Ladeninhaberin trage ich ja auch ein unternehmerisches Risiko und kann nicht von vorneherein erwarten, die Summe X Gewinn zu machen; wenn es nicht funktioniert, muss es eben wieder eingestellt werden, aber erstmal probieren.

Ich denke, dass es kein

Ich denke, dass es kein Generalkonzept für alle Städte gibt. Jede Stadt muss ihren Weg finden, um den Individualverkehr zu reduzieren.

Letztes Jahr habe ich gesehen, wie es in Delft (Holland) gemacht wird. Dort ist die Verkehrsführung stark zugunsten der Fahrradfahrer gestaltet. Es gab z.B. Straßen nur für Fahrradfahrer. Die gesamte Altstadt gehörte größtenteils Fahrradfahrern und Fußgängern gemeinsam, was erstaunlich wenig Probleme bereitete.
In der ganzen Stadt waren deutlich weniger Autos unterwegs, als in deutschen Städten dieser Größe, dafür waren Fahrradfahrer praktisch überall anzutreffen.
Beeindruckend für mich auch der Fahrradabstellplatz am Bahnhof. Ich hatte noch nie zuvor auch nur annähernd so viele Fahrräder auf einmal gesehen.

Keine Geldfrage

Mehr Leute auf die ÖPNV zu bekommen, erfordert einen Ausbau der Kapazitäten. Das allein ist schon illusorisch. Für die meisten Großstädte würde diese bedeuten, dass mehr Trassen benötigt werden, weil sonst die Taktzeiten nicht erhöht werden können. Wielange benötigt es, auch nur eine einzige zusätzliche Trasse in einer Großstadt durchzubekommen? 5 Jahre? Dann noch 5 Jahre Bau? Auf vielen Strecken sind zusätzliche Trassen gar nicht möglich, da müsste man U-Bahnen bauen - oder wie in Stuttgart ganze Bahnhöfe in den Untergrund verlegen. Ein Sackbahnhof ist tödlich für kurze Taktzeiten. Wie lange braucht das? Wir reden also über etwas, was vielleicht in 10-15 Jahren überhaupt positive Wirkung zeigt - bis dahin versinken wir im Staub und Krach. Bis dahin sind heutige Busse und Bahnen längst überholt, durch autonom fahrende Elektroautos, die sich im Massenverkehr zusammenschließen und nur noch ein paar Fahrzeuge angetrieben werden müssen, um die ganze Schlange vorwärts zu bewegen.

es geht doch nicht ums geld

unsere 3 spezialminister wollten handlungsfähigkeit demonstrieren. das ist ihnen natürlich gründlichst misslungen. die bahnen sind jetzt schon überfüllt und es fehlt personal. will altmeier die brüsseler oder uns bürger für dumm verkaufen?

Kahlschlag beim ÖPNV stoppen

Ich kann das bestätigen. Hier in Lübeck fahren die Busse aus der Innenstadt in viele Stadtteile nur noch halbstündlich. Da auch ich meine Zeit nicht im Lotto gewonnen habe, fahre ich zum Einkaufen auch oft mit dem Auto zu den großen Zentren auf der grünen Wiese. Würden die Busse wieder wie früher alle 15 Minuten fahren, dann würde ich wieder viel öfter zum Einkaufen in die Innenstadt fahren.

Auto vs Bus/Zug

Ich verwende das Auto aus bequemlichkeit vielleicht aber auch wegen den Kostengründen. ich bin Sehr Lange mit Bahn und Bus Unterwegs. Was am meisten nervt ist das ich täglich nahezu dadurch 5h gebraucht zwichen Artbeit und Zuhaus ohne die Täglichen verspätungen und Ausfälle der Bahn dazuzurechnen. Dazu kommt NV ist nicht wirklich billiger, es wird der Anschaffungspreis eines Neufahrzeuges in die sogenannte Billiger Rechnung einbezogen. Ich kaufe mir kein Neu Fahrzeug Jedes Jahr. Abgesehen davon sollte mann wenn mann schon sagt man solle die alten autos loswerden dafür sorgen das normal Verdiener die nicht grad bei Siemens Arbeiten sich neue Saubere Fahrzeuge auch Leisten können. Noch dazu in der Innenstadt nutze ich das Auto nicht nur um auf meine Arbeit zu kommen und das sind nunmal täglich nahezu 100km. Mehr E-Autos gern macht sie Bezahlbar. Besserer NV/FV gern sorgt für günstigere Tickets & Bessere Anbindungen damit mann keine 5h Pendelt um zur Arbeit zu Kommen.

Geht So nicht.

"...und allen Fahrzeugen mit geraden Zahlen auf dem Nummernschild an geraden Kalendertagen das Fahren gestatten, für die übrigen besteht dann Fahrverbot. Am folgenden Tag dann umgekehrt. Dies müsste den Schadstoffausstoß sofort um 50% reduzieren. ..."

Habe ein großes und ein kleines Auto. Zufällig Eines mit geradem und Eines mit ungeradem KZ. Meistens nehme ich den Kleinwagen. Nach Ihrer Lösung müsste ich jeden zweiten Tag die E-Klasse o.ä. bemühen. Somit über 100%.

Oder man kauft sich eben vom Freundlichen um die Ecke einen alten Benziner und bestellt das Wunschkennzeichen mit der passenden Zahl.

Ist das nicht alles Bastelei an der falschen Stelle?

Es sind doch zwei wesentliche Dinge, die die Situation beeinflussen:
a) die zunehmenden Abstände zwischen Wohn- und Arbeitsort
b) der große Platzverbrauch für den ruhenden Verkehr
Fragestellung a) wird durch die Pendlerpauschale zusätzlich angeheizt, Fragestellung b) durch viel zu geringe Kosten für die Abstellplätze der Fahrzeuge.

Das ist alles natürlich ein delikates Gleichgewicht, das nicht von heute auf morgen zu beeinflussen ist, ebenso wie die heutige Situation nicht über Nacht entstanden ist.

Aber warum denn nicht die Pendlerpauschale in planbaren Schritten allmählich reduzieren, ebenso die Zahl günstiger Abstellplätze am Straßenrand?

Die Firmenniederlassungen folgen dann schon, wenn die Mitarbeiter nicht bereit sind, jede Entfernung zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen. Nicht von heute auf morgen, aber durchaus in einem Zeithorizont von 10 Jahren.

@Svetlana

Ich kann nicht den ÖPNV nehmen.

Warum nicht? Wenn der ÖPNV vernünftig getaktet und nicht überteuert ist, kann jeder ihn nehmen. Für Fahrten innerhalb Lübecks verwende ich meistens den eigenen Wagen, weil der ÖPNV hier eben nicht vernünftig getaktet ist. Aber wenn ich über die Stadtgrenze hinaus fahre, nehme ich fast immer den Zug. Das ist umweltfreundlicher und man kann die Zeit gut nutzen, statt sich am Steuer über Staus zu ärgern.

@17:38 von SvetIana

"Ich finde, der individuelle Autoverkehr sollte attraktiv bleiben. Ich kann nicht den ÖPNV nehmen."

Da haben Sie etwas missverstanden. Es geht ja nicht darum, den Autoverkehr willkürlich unattraktiv zu machen, sondern eher darum, dem öffentlichen Verkehr Vorrang einzuräumen. Falls Sie also den ÖPNV nicht nehmen können, weil es bei Ihnen kaum welchen gibt, dann müssen Sie sich auch keine Sorgen machen, dass der Autoverkehr leidet. Und wenn es irgendwann soweit ist, dann können Sie eben doch den ÖPNV nehmen, weil er dann da ist und neben der Behinderung des Autoverkehrs eben vor allem Menschen transportiert.

Gerne günstiger

Was mich an diesem Vorstoß stört, dass man von einem Extrem ins andere fällt. Die Partei die Linke fordert schon seit Jahren Halbierung der Preise im öffentlichen Nahverkehr. Aber wenn Die Linken so etwas fordern, dann scheint es ja nicht machbar zu sein. Ebenfalls wurde die Halbierung der Trassenpreise gefordert, damit eben mehr Verkehr auf die Schiene kommt. Natürlich würde es mich als Bus-und Bahn-Nutzer freuen, kostenfrei zu fahren. Aber es würde mir schon reichen, wenn man z.B. eine Flatrate beim öffentlichen Nahverkehr einrichtet, die möglichst noch in ganz Deutschland gilt. Kostenlos muss nicht sein, aber deutlich Kostengünstiger. Dann würde sich viel bewegen und es käme eine neue Dynamik im Ausbau der Sache hinein, ohne ins Chaos zu geraten. Die Bundesregierung sollte da mal lieber Verkehrsexperten bei der Neugestaltung heranlassen. Bitte nicht aus der Hüfte schießen.

"grüne Welle" - @19:00 von ex_Bayerndödel

"Rote Wellen" und Rückbau von Haltebuchten der Stadtbusse - genauso wird es auch in Tübingen gemacht. Also müßte ja eigentlich Geld im Überfluß vorhanden sein, denn es wird beim Rückbau ja extra ausgegeben, ohne daß mehr Personen transportiert werden. Aber OB Palmer gibt den Umweltschützer!

ÖPV muss auch funktionieren

Die Infrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs ist in einem katastrophalen Zustand. Es vergeht kein Tag ohne Ausfälle, Störungen oder Verspätungen. Die Schweiz zeigt was möglich ist. Es macht Sinn den ÖPV zu fördern. Bislang gab es nur jährliche Preiserhöhungen bei sinkender Leistung. Der Vorschlag kommt offensichtlich nur, weil die Regierung sich nicht traut die Betrüger der Autoindustrie zu zwingen den angerichteten Schaden durch sinnvolle Nachrüstung zu beheben.

Scheinlösung Nulltarif

Die Bundesregierung wird ja wohl wissen, dass der Nulltarif für den Nahverkehr nicht finanzierbar ist. Wenn sie Experten gefragt hätte, wüsste sie außerdem, dass seit fünfzig Jahren die Modellversuche dazu nur mäßigen Erfolg hatten. Es wäre ja schon viel gewonnen, wenn endlich die offene und verdeckte Subvention des Kfz-Verkehrs aufhören würden.
Die Alternativen zum Auto müssen besser und nicht billiger werden. London zeigt wie es geht: Mit City Maut gibt es weniger Fahrzeuge auf den Straßen, dadurch entsteht Platz für Bus und Fahrradspuren und zum Schluss sind alle schneller UND umweltfreundlicher in der Stadt unterwegs und zwar mit Rad, Bus und Kfz. Die Umstellung war außerdem schnell und billig! Immer mehr Menschen in Deutschland sind multimodal unterwegs, fahren mal eigenes oder geliehenes Auto, mal Bus und Bahn, mal Rad oder kombinieren. In den Städten auf die es ankommt, ist ausreichend Potential. Macht es endlich!

@Franz.Graumann: Ihre Aussage ist leider falsch

[Zitat] "was hat denn die Deutsche Bahn als erstes gemacht nach der Privatisierung.........? massenhaft Regionalstrecken stillgelegt...!"[Zitat Ende].
Diese Aussage ist nachweislich falsch. Die große
Stilllegungswelle (in Westdeutschland) hatten wir in den 70ern und 80ern, durchgeführt von der Deutschen Bundesbahn, sprich vor der "Privatisierung" (welche bekanntlich 1994 stattfand). Mit der Privatisierung der DB wiederum wurde auch die Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs eingeführt, d.h, die Frage, ob auf einer bestimmte Schienenstrecke noch Regionalverkehr stattfindet, entscheidet nicht die DB, sondern der jeweils zuständige Aufgabenträger (dies kann z.B. ein Zweckverband oder eine Landesnahverkehrsgesellschaft sein, aber niemals die DB! Abgesehen davon gab es seit 1994 (zumindest in Westdeutschland) deutlich mehr Streckenreaktivierungen als Streckenstilllegungen.

Freier Personennahverkehr

Hat zwei Vorteile: mehr Leute lassen das Auto stehen, weil sie keine Tickets mehr kaufen müssen und die Problematik, ob Schwarzfahren künftig weiter als Straftat oder als Ordnungswidrigkeit geahndet werden soll, entfällt damit.
Interessant ist aber auch, dass die etablierten Parteien jetzt mit etwas kommen, das die Piraten - die ja angeblich kein Programm haben - schon vor fünf Jahren im Wahlkampf gefordert haben.

Beispiel: Versbach / Würzburg

Meine Eltern wohnen im Stadtteil Versbach von Würzburg.
Zum 1. Januar 1978 wurde Versbach von Würzburg zwangseingemeindet, die Stadt Würzburg versprach im Gegenzug die Anbindung an die Stadt über eine Straßenbahn, die jedoch bis heute nicht geplant oder gebaut wurde.
Quelle: pro-versbach.de

Stattdessen ist die Verkehrssituation extrem schlecht: Obwohl Versbach nur 6km vom Stadtzentrum entfernt ist, braucht man mit dem Bus 30min, der nur alle 30min kommt und zu dem man noch 1,6km (10min) hinlaufen muss.
Fahrrad-Fahren in die Innenstadt ist lebensgefährlich: auf der Strecke liegt ein Zebrastreifen, den Autofahrer fast immer übersehen, weil er hinter einer Kurve liegt, die Autofahrer von einer breiten 50km/h-Straße kommen!
Ich fordere deshalb Geld für eine Strassenbahn-Linie nach Versbach und Geld für vergleichbare Projekte in anderen Städten!

Der Kommentator hat sich mit dem Thema nicht beschäftigt

Wenn ich lese "Schon heute, mit Fahrkarte, ist es fast immer wesentlich günstiger, die Bahn zu nehmen" merke ich sofort, dass der Mann nicht in der Realität lebt.
Wenn ich von mir zuhause nach Bad Kreuznach fahre, 7 km, zahle ich auf einem Weg mit einem Mehrfahrtenticket 5,90 € hin und zurück..
Mit dem PKW 14 km * 30 ct = 4,20 €
Die 30 Cent ist nicht nur die absetzfähige Pauschale sondern bei mir auch recht genau der Durchschnitt der tatsächlichen Kosten.
Und das waren nur die Kosten für eine Person.
Bei zweien sind es 11,80 € gegen rund 4,50 €.
Bei Fernstrecken ist es noch schlimmer, weil dort 19% statt 7% Mwst. draufkommen.
Auch mit "Supersparpreis" bin ich meistens teurer unterwegs.

Dafür, dass ich mehr zahle, habe ich oft weniger Komfort, brauche länger und komme meistens zu spät.
Warum sollte ich also Bahn fahren, außer wg. der Ökologie?
Natürlich würde es locken, weniger oder nichts zu zahlen.
Ersparnisse gäbe es auch, wegen weniger Straßenpflege, Unfällen und Personal.

22:58 von Muesli-Riegel

Fahrrad-Fahren in die Innenstadt ist lebensgefährlich: auf der Strecke liegt ein Zebrastreifen, den Autofahrer fast immer übersehen,
.
auch nicht gefährlicher als für Fußgänger ....
ich hoffe doch sie verhalten sich als Radfahrer korrekt und steigen ab beim Queren

Hatten wir doch schon mal!

In der DDR konnte man für 20 Pfennige so lange mit der Straßenbahn herumfahren, wie man wollte. Andererseits musste man 10 Jahre auf ein Auto warten. Deshalb gab es einen gut ausgebauten Nahverkehr.

Morgens im Berufsverkehr fuhren die Bahnen im 5-Minuten-Takt und waren trotzdem rappelvoll. Alles was Räder hatte wurde auf die Schiene geworfen, selbst der alte Holzwagen von 1923 durfte seine Ehrenrunde drehen.

Aber es funktionierte und wurde als Normalität akzeptiert.

Nun sind wir leider alle an den Komfort unserer Autos gewöhnt und wollen nicht mehr dahin zurück. Das nennt man Fortschritt und der ist angeblich unaufhaltsam.

Nicht vorzustellen, wenn man z. B. die Zahl der jährlich verkauften bzw. zugelassenen Autos gesetzlich beschränken würde.

Geld Geld Geld

Ja wo kommen wir denn hin, wenn man Geld für Sinnvolles ausgibt.

Ständig das Gejammer: das kostet.

Also der ÖPNV kann sich durch Tickets nicht finanzieren. Er wird subventioniert.

Und wenn man nun mal die Gesamtkosten betrachtet, die um das Thema Fahrkarten entsteht, bin ich sicher, die Fahrkarten lohnen sich nicht.

Ticketschalter, Fahrkartenautomaten, Verkaufsstellen, Apps für die Tickets, Stempelautomaten (Wartung), Dauerkarten-Verwaltung, Beratung, Kontrollen.

All das muss eben auch finanziert werden.

Dazu kommen noch die Kosten durch die Verfolgung von Schwarzfahrern.
Die Polizei wird gerufen (weil die nix anderes zu tun hat und im Überfluss zur Verfügung steht), Mahnverfahren, Gerichtsverfahren, Haft.

Das kostet alles mehr, als die Tickets bringen.

Also: warum dann ein Gejammer, wenn der ÖPNV kostenlos sein soll?

Nur keinem was kostenlos gönnen, oder was ist los?

Kostenloser ÖPNV ist für mich die beste Förderung für Familien - was Schülermonatskarten so kosten.

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