Ihre Meinung zu: Warnstreiks der IG Metall bei Autobauern und Airbus

2. Februar 2018 - 10:09 Uhr

Die Warnstreiks der IG Metall erreichen am dritten Tag ihren Höhepunkt: In Süddeutschland stehen bei den Autobauern die Bänder still. Im Norden lassen die Mitarbeiter von Airbus die Arbeit ruhen.

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Kommentare

Na dann viel Spaß

beim streiken wünsche ich.
Alles Firmen und Marken die mich nicht betreffen und von denen ich keine Artikel besitze.
Also hab ich keinen Nachteil vom Streik und bin nicht betroffen, das ist schon mal gut und so können die auch länger weitermachen.

Fakt ist aber, genau die Branchen und Firmen gehören wirklich zu den besser verdienenden und wenn man dort arbeiten darf hat man schon Glück.

28 Stunden und Ausgleich sind für mich auch Zahlen von den wir früher geträumt hätten, unter 40 hab ich in 47 Arbeitsjahren nie erlebt.
Fast immer waren es mehr.

Viel Glück.

Der Streik schadet

Der Streik schadet Deutschland. Die Arbeitgeber haben bereits 6,8% (!) Gehaltserhöhung ( für 27 Monate ) angeboten. Was gibt es da noch zu streiken ?

Warnstreiks der IG Metall bei Autobauern und Airbus

Erstmal ist der Einsatz der Kollegen toll.Und vollkommen richtig,wenn man sich die Lohnquote (Anteil der Löhne,Gehälter am BSP) heute und in den 2000er Jahren anguckt:Sie ist heute niedriger.Selbst die neoliberale IWF-Chefin fordert Lohnerhöhungen in Deutschland.

Etwas unverständlich ist allerdings das es nicht eine Urabstimmung und einen richtigen Streik gibt.Statt zuerst kurze Warnstreiks,dann längere Warnstreiks und dann wird vielleicht noch eine Schlichtung in Gestalt irgendwelcher Politikerhonoratioren angerufen.

Gut das die organisiert

Gut das die organisiert sind!
Die Reduzierung der Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden kann man locker mit Leiharbeitern auffüllen.
Kosten auch weniger, nur Mindestlohn.

Unnötig

Was hat man von Seiten der IGM denn in Richtung Arbeitszeitreduzierung schon alles unternommen. Wir, ein Mittelstandsunternehmen mit 130 Mitarbeitern haben einmal 32 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich für drei Jahre gearbeitet. Dann wurden es bei uns wieder, mit dem Wohlwollen der IGM 35 Std. später 40 Std. mit dem Lohn für eigentlich reduzierte Arbeitszeit. Weihnachtsgeld weg, Überstundenzuschläge weg und und und. Vohrruhestandsregelung. Die, die früher in den Vorruhestand gehen wollen hieß es einmal, werden durch Neueinstellungen ersetzt - auch heiße Luft.
Nun will man wieder aus mir unerklärbaren Gründen die Wochenarbeitszeit reduzieren.
Der Organisationsgrad in unserem Betrieb viel von einmal 90 % rapide auf 10 % zurück.
Jetzt streiken wieder die, die die Taschen sowieso voll haben.
Ich gebe @NeutraleWelt mit dem Beitrag vollkommen recht.
Diese Woche gab es folgende Schlagzeile:
MILLIONEN ARBEITEN OHNE MINDESTLOHN
Ihr Gewerkschaften, kümmert euch gefälligst um die.

re neutralewelt

"Die Reduzierung der Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden kann man locker mit Leiharbeitern auffüllen.
Kosten auch weniger, nur Mindestlohn."

Sie haben offensichtlich keine Ahnung, welche Stundensätze für Leiharbeiter berechnet werden.

um 12:04 von NeutraleWelt

"" Gut das die organisiert sind!
Die Reduzierung der Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden kann man locker mit Leiharbeitern auffüllen.
Kosten auch weniger, nur Mindestlohn.""
#
Leiharbeiter bei Airbus ist doch schon der Regelfall und die dürfen nicht streiken sonst war es das mal was mit der Beschäftigung .

Dass es immer wieder ein paar

Dass es immer wieder ein paar irrgeleitete Menschen gibt, die mit roten Fahnen und roten Plastkhemdchen vor den Werkstoren stehen.
Leute, Ihr werdet nach Leistung bezahlt und nicht weil "man jetzt dran ist"!
+ Lohnerhöhung
+ Arbeitszeitreduzierung
+ Ausgleich.

Wer auf diese Art streikt zeigt, daß er keine Macht will

Schon die Auswahl der bestreikten Unternehmen zeigt überdeutlich, daß die Gewerkschaften Macht gar nicht wollen.
Da lacht das Unternehmerherz.

Gewerkschaften sind in Unternehmen zu einer kleinen unbedeutenden Abteilung verkommen, die gelegentlich mal von sich hören lassen, ansonsten aber unternehmerisch im Sinne der Geschäftsführung denken. Die große Mehrheit der Mitarbeiter wurde von ihnen verraten und verkauft.

@11:45 von Werner40

Die Arbeitgeber haben bereits 6,8% (!) Gehaltserhöhung ( für 27 Monate ) angeboten. Was gibt es da noch zu streiken ?
Sehe ich auch so, der "Spatz in der Hand" hat bereits eine beachtliche Größe.

@ 13:16 von karwandler

"re neutralewelt
"Die Reduzierung der Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden kann man locker mit Leiharbeitern auffüllen.
Kosten auch weniger, nur Mindestlohn."

Sie haben offensichtlich keine Ahnung, welche Stundensätze für Leiharbeiter berechnet werden."
.
Und Sie haben keine Ahnung was ein Leiharbeiter davon bekommt, wo er in Deutschland hingeschickt wird und was mit ihm nach 2 Jahren Beschäftigung passiert. Erst mal drei Monate was anderes machen, danach zurück in den alten Job. Uns alle freuen sich, dass er wieder da ist!

@ 13:17 von schiebaer45

"Leiharbeiter bei Airbus ist doch schon der Regelfall und die dürfen nicht streiken sonst war es das mal was mit der Beschäftigung ."
.
Leider nicht nur bei Airbus. Siemens, VW, jede Branche. Mit der Begründung flexibel sein zu müssen. Anscheinend gibt es in den Großkonzernen keine Planung.

Am 02. Februar 2018 um 13:16 von karwandler

" Sie haben offensichtlich keine Ahnung, welche Stundensätze für Leiharbeiter berechnet werden. "

Stimmt, die Leiharbeitsfirma will auch gut verdienen, je nach Leiharbeiter das vielfache seines Lohnes.
Muss sich aber für die Firmen trotzdem lohnen sonst würde es nicht gemacht, nur der Leiharbeiter ist an der Sache der Dumme.

Gruß

re neutralewelt

"Und Sie haben keine Ahnung was ein Leiharbeiter davon bekommt"

Mal abgesehen davon, dass die Behauptung Leiharbeiter= Mindestlohn nicht stimmt, geben Sie jetzt selbst zu, dass der Leiharbeiter eben nicht "spottbillig" für den Arbeitgeber ist.

re wenigfahrer

"Stimmt, die Leiharbeitsfirma will auch gut verdienen, je nach Leiharbeiter das vielfache seines Lohnes."

Das die Gewinnspanne beim Vielfachen des Bruttolohns liegt ist natürlich auch völiger Unsinn.

Da müsste die Leiharbeitsfirma den Stundensatz für Ungelernte bei über 40 Euro ansetzen.

@ 14:48 von karwandler

"Das die Gewinnspanne beim Vielfachen des Bruttolohns liegt ist natürlich auch völiger Unsinn.
Da müsste die Leiharbeitsfirma den Stundensatz für Ungelernte bei über 40 Euro ansetzen."
.
Sie haben wirklich keine Ahnung von dem Thema....
Was meinen Sie, was ein Leiharbeiter kostet? Ja, rund um die 40€. Dafür können Sie den nach Hause schicken, wenn keine Arbeit da ist, Krankheit ist nicht Ihr Problem (kommt ja ein neuer), keine betriebliche Altersvorsorge und Sie können den überall hinschicken, wo Ihnen Ihr Betriebsrat Probleme bereiten könnte. Keine zusätzlichen Gehälter. Und bevor Sie dem einen Vertrag anbieten müssten.... Zack! Kommt ein Neuer!
Mir hat mal die Firma S. vorgerechnet, dass ein regulärer Angestellter über 100€ kostet.
.
Also? Guter Deal für die Industrie!

um 14:48 von karwandler

Sie haben natürlich Recht. Ich frage mich aber täglich häufiger, ob man das in diesem chat überhaupt noch vermitteln kann. Hier wird ja so getan als wären die Leiharbeiter, diejenigen, die sich über Suppenküchen am Leben halten müssten. Tatsächlich verdienen die meisten Leiharbeiter ein gutes Geld. Wenn man weiß, dass die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter z.B. bei Airbus in HH Leiharbeiter sind, dann muss das eigentlich sofort einleuchten. Aber hier trifft dann Wut auf Unkenntnis und das ist eine schreckliche Mischung.
Ein echtes Problem ist die ungleiche Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaft. Leiharbeit gibt es schon lange, aber früher verdienten Leiharbeiter eher mehr als die Stammbelegschaft (quasi als Flexibilitätsbelohnung) und so war Leiharbeit für Firmen auch nur eine Notmaßnahme, weil nämlich sehr teuer. Dahin müsste die Richtung wieder gehen.

um 15:08 von NeutraleWelt

>> Also? Guter Deal für die Industrie! <<

Sie sollten bei Ihren Kenntnissen anderen Foristen keine Ahnungslosigkeit vorwerfen:

Das leihende Unternehmen schickt schon mal keine Leiharbeitnehmer nach Hause. Die sind nämlich fest angestellt bei der Leiharbeitsfirma.

Die Firmen erkaufen sich mit Leiharbeit Flexibilität. Würde der Leiharbeiter identisch mit dem Stammmitarbeiter plus Aufschlag bezahlt, dann wäre das völlig in Ordnung. Derzeit bezahlt der Leiharbeiter oftmals die Flexibilität des Unternehmens.

Wenn man sich informiert, dann weiß man, dass die Kosten eines Leiharbeiters niemals ein Mehrfaches der Gesamtkosten eines fest angestellten Mitarbeiters ausmachen.

@ 15:12 von Klärungsbedarf

"Hier wird ja so getan als wären die Leiharbeiter, diejenigen, die sich über Suppenküchen am Leben halten müssten. Tatsächlich verdienen die meisten Leiharbeiter ein gutes Geld. Wenn man weiß, dass die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter z.B. bei Airbus in HH Leiharbeiter sind, dann muss das eigentlich sofort einleuchten."
.
Warum ist denn das so? Nicht nur bei Airbus. Weil sich die Firmen ihrer sozialen Verantwortung bequem entziehen können, obwohl es diesen Bedarf an Arbeitskräften gibt. Anscheinend ist es ja doch für viele Unternehmen besser, einen Leiharbeiter zu mieten, als einen Angestellten einzustellen. Und wenn ihr Leiharbeitgeber gerade keinen Job für Sie hat, dann entweder Korken sortieren zum Mindestlohn oder: Tschüß! Wir melden uns...

re neutralewelt

"Was meinen Sie, was ein Leiharbeiter kostet? Ja, rund um die 40€"

Zufällig sind jahrelang die Rechnungen von Zeitarbeitsfirmen durch meine Hände gegangen. Da liegt ein Facharbeiter bei ca. 22 Euro aufwärts.

"Mir hat mal die Firma S. vorgerechnet, dass ein regulärer Angestellter über 100€ kostet."

Sie können hier mit jeder Zahl um sich werfen, weil je nach Qualifikation jede auf irgendjemand passt.

Völlig unseriöse Diskussionsführung.

um 15:58 von NeutraleWelt

>> Warum ist denn das so? Nicht nur bei Airbus. Weil sich die Firmen ihrer sozialen Verantwortung bequem entziehen können, obwohl es diesen Bedarf an Arbeitskräften gibt. Anscheinend ist es ja doch für viele Unternehmen besser, einen Leiharbeiter zu mieten, als einen Angestellten einzustellen. Und wenn ihr Leiharbeitgeber gerade keinen Job für Sie hat, dann entweder Korken sortieren zum Mindestlohn oder: Tschüß! Wir melden uns... <<

Ich hatte gerade zuvor versucht, einige der von Ihnen aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Wie kommen Sie auf die Idee, dass das Leiharbeitsunternehmer von einem Tariflohn zum Mindestarbeitslohn wechseln kann ? Die meisten Leiharbeitsfirmen arbeiten mit Tarifverträgen. Wenn ich es mal deutlich sagen darf: Gerade die weit verbreitete Unkenntnis der tatsächlichen Sachverhalte verhindert eine Veränderung und Verbesserung der Situation.

15:58 von NeutraleWelt

"" Warum ist denn das so? Nicht nur bei Airbus. Weil sich die Firmen ihrer sozialen Verantwortung bequem entziehen können, obwohl es diesen Bedarf an Arbeitskräften gibt. Anscheinend ist es ja doch für viele Unternehmen besser, einen Leiharbeiter zu mieten, als einen Angestellten einzustellen.""
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Und die Firma die Leiharbeiter beschäftigt schaut auch genau hin wie die Leistungen der Leihkraft sind. Nur " Spitzen Kräfte " haben eine Chance auch auf eine Festanstellung in der Firma die Leiharbeiter beschäftigt. In der Fa. bei der ich lange Zeit gearbeitet habe war und ist es bis Heute so.

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