Ihre Meinung zu: Missbrauch: Tausende Fälle und eine hohe Dunkelziffer

28. Januar 2018 - 2:13 Uhr

Vor acht Jahren wurde der sexuelle Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg aufgedeckt - und das war erst der Anfang. Zahlreiche weitere Enthüllungen folgten. Das Problem ist bis heute massiv. Von Patrick Gensing.

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Kommentare

Null Toleranz

Sexueller Missbrauch von Kindern ist ungeheuerlich. Schwerste Strafen und null Toleranz sind angebracht.

05:53 von Dr.Hans

da steh ich voll hinter ihnen
nur scheint es bei dieser Sache unterschiedliche Auffassungen zu geben
erinnere nur an die These "Kindersex ist Menschenrecht"

Gewalt gegen und Missbrauch

Gewalt gegen und Missbrauch von Kindern im Familienkreis ist eines der schlimmsten Verbrechen. Leider ist die Annahme einer extrem hohen Dunkelziffer durchaus gerechtfertigt. Einem Kind, selbst wenn es sich durchaus gut artikulieren kann, ist es so gut wie unmöglich, sich dem Missbrauch zu entziehen, geschweige denn sich selbst zu helfen. Erwachsene sind hier gefragt, auf Anzeichen zu achten und diese auch ernst zu nehmen, um dann entsprechend zum Wohl des Kindes zu handeln. Wer das nicht tut, macht sich ebenso schuldig wie der Täter selbst. Die Mutter, die schweigt, um ihren Lebenspartner nicht zu verlieren; Vorgesetzte, die schweigen, weil sie um den Ruf der Institution fürchten...

Als Betroffener ziehe ich auch eine " bittere Bilanz "...

...viel Heuchelei ist im Spiel, seitens des Beauftragten, der Bundesregierung und der Bundesregierung selber.. Missbrauch an Kinder hat es schon immer gegeben, nur haben sehr viele geschwiegen und die nicht geschwiegen haben, wurden nicht gehört.

In der Zeitschrift STERN Nr. 42, vom 9.10.2003 wurde schon auf Kindesmissbrauch aufmerksam gemacht. Auch dort habe ich schon einen Lesebrief hinterlassen, zum Thema Kindesmissbrauch.

Was ist geschehen ? Nichts !!!

Irgendwann wurde ein " Fonds Sexueller Missbrauch " eingerichtet, der mit 100 Millionen € ausgestattet werden sollte. Meines Erachtens wurde diese Summe bis heute nicht eingezahlt.

Man spart lieber bei den Opfer und verweigert denen die Hilfe... Vom ersten Brief an die damals Beauftragte Dr .Bergmann bis zur Ablehnung der Hilfe hat es fast 4,5 Jahre gedauert.

Wenn Briefe schreiben und Anträge nicht weiter helfen, was dann ?

Werden die Opfer wieder alleine gelassen mit Ihren Qualen, die Bundesregierung hat Aufmerksamkeit genug !

Zahlen, Zahlen, schlimme Zahlen ...

Besondere Paragraphen und Hasstiraden verbergen mehr als das sie helfen. Interessant wären die Ebenen des Alkohol-/ Drogeneinflusses, Finanzieller Interessen oder externer Konfliktsituationen (Missbrauch aus Stress). Dergleichen könnte den betroffenen helfen. die Aufzählung von Paragraphen, die Verneinung signifikanter Signal/ situativer Gemeinsamkeiten, hilft dagegen kaum. Wenn von einer "Volkskrankheit" die Rede ist, wird man sich, statt über die sexuellen Vorlieben der Täter über allgemeineres, z. B. über Korrelationen zur Tierhaltung, zu Entfremdungserscheinungen und ihren sonstigen sozialen Indikatoren Gedanken machen müssen.
Im Zusammenhang mit der vergangenen "Übergriffigkeitsdiskussion" bei der BW, man könnte sich eine über das Arbeitsleben allgemein wünschen. Bleibt wieder nur anzumerken, das "Spezialrechte" in der Breite ganzer Gesetzbücher eigentlich keinen Platz im Regal haben sollten, ein Schutzrecht für alle sollte genügen.

Heuchelei wurde angesprochen ...

das kann man laut sagen,
.... aus meinem geschäftlichen Umfeld
1.) Mädchen, 10 ... 12 Jahre alt, wurde vom Onkel missbraucht
die eigene Mutter zwang die Tochter dazu zum Thema zu schweigen, das wäre Familienangelegenheit, geht niemand was an
mit über 20 ging sie dann vor Gericht, der Richter war sehr bemüht und einfühlsam
aber die Beweislage/Verjährung ... und seither Streit mit der Mutter (Nestbeschmutzerin)
2.) Ein Vater missbrauchte seine Tochter über Jahre
die Mutter bekam das nicht mit (so behauptete sie zumindest)
es kam zur Scheidung (aus ganz anderen Gründen)
beim Thema Höhe des Unterhalts gab es unterschiedliche Auffassung
man glaubt nicht, was es für "Zufälle" gibt, da bekam die Mutter die Sache,
die Jahre zurück lagen mit und zeigte ihn an

@7:25 Sisyphos3

Sie versuchen, aus einen sehr ernsten bedrückenden Thema politisch Kapital zu schlagen. Das Thema heute hat mit den Irrungen und Wirrungen der 80er Jahre (die im übrigen aufgearbeitet wurden und werden) rein gar nichts zu tun: es geht hier um sexuelle Gewalt in familiären Kontexten und in Organisationen, der es entschieden entgegenzutreten gilt: durch rechtliche Verfolgung, durch Prävention, durch klare Opferhilfe, durch Bildung und Aufklärung.

@ham-lem, 8:37

Sie benennen ein wirklich großes Problem, dennoch muss dahinter nicht Ignoranz oder gar böser Wille stecken.
Das Ausmaß sexuellen Missbrauchs wird immer noch unterschätzt, die Dunkelziffer ist hoch. Das ist eine Seite.
Die andere: Traumaspezialisten sind unter den ohnehin schon zu wenigen Psychotherapeuten schwer zu finden. Die Ausbildung ist extrem anspruchsvoll, die Verantwortung im späteren Beruf ungeheuer. Nur wenige schlagen diesen Weg ein, die meisten auch nicht im Studium, sondern erst später.
Die Akutpsychiatrien sind voll von dekompensierten Traumapatienten, denen dort aber nicht geholfen werden kann.
Ich würde auch nichts davon halten, jetzt am Band Traumatherapeuten auszubilden. Dazu hat einfach nicht jeder die erforderlichen Fähigkeiten, wie ich - und wahrscheinlich auch Sie - aus eigener schmerzvoller Erfahrung wissen.

Video 2010

Wie kommt es, dass hier ein Video von 2010 auf einer aktuellen Nachrichtenseite angezeigt wird? Gibt es keine neueren Videos, die sich mit dem sehr drängenden Problem des Missbrauchs in Familien befassen?

Am 28. Januar 2018 um 09:30 von andererseits

"Sie versuchen, aus einen sehr ernsten bedrückenden Thema politisch Kapital zu schlagen. Das Thema heute hat mit den Irrungen und Wirrungen der 80er Jahre (die im übrigen aufgearbeitet wurden und werden) rein gar nichts zu tun: es geht hier um sexuelle Gewalt in familiären Kontexten und in Organisationen, der es entschieden entgegenzutreten gilt: durch rechtliche Verfolgung, durch Prävention, durch klare Opferhilfe, durch Bildung und Aufklärung."
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Und Sie versuchen wieder einmal die Initiative der Grünen klein zu reden.
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Die Grünen und Pädophilie – die Bestrebungen, Sex mit Kindern zu legalisieren, waren größer als bislang bekannt. Das Grundsatzprogramm von 1980 sah eine weitgehende Legalisierung vor, fünf Landesverbände fassten entsprechende Beschlüsse.
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"https://www.focus.de/politik/deutschland/tid-32897/erste-ergebnisse-zu-paedophilie-studie-gruene-kaempften-jahrelang-fuer-liberalisierung-von-sex-mit-kindern_aid_1069856.html"
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Verjährung

Der Gesetzgeber muss die Verjährung bei Kindesmissbrauch sofort aufheben. Die Zahlungen an die katholische Kirche müssen eingestellt werden. Es darf nicht sein, dass die Opfer "lebenslang" leiden müssen und die Täter werden durch die Verjährung regelrecht geschützt. Viele der Täter werden auch von der katholischen Kirche bis zur Verjährung geschützt. Das ist Strafvereitelung!!! Die katholische Kirche sollte das Zölibat sofort abschaffen.

Am 28. Januar 2018 um 09:30 von andererseits

"....es geht hier um sexuelle Gewalt in familiären Kontexten und in Organisationen, der es entschieden entgegenzutreten gilt: "
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Also Freifahrtscheine für Kinderehen, Sex mit Kinder für Politiker und deren Amigos?
Sex mit Kinder ist generell zu verurteilen und hart zu bestrafen.

Am 28. Januar 2018 um 09:33 von frosthorn

"Das Ausmaß sexuellen Missbrauchs wird immer noch unterschätzt, die Dunkelziffer ist hoch. Das ist eine Seite."
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Ich habe in den letzten Jahren einige Frauen und auch ein paar Männer getroffen, die von Ihren Vätern über Jahre vergewaltigt wurden.
Alle haben erst nach dem Tod des Vaters von den sexuellen Missbrauch gesprochen.

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