Ihre Meinung zu: ADAC: So viele Staus wie noch nie

23. Januar 2018 - 9:45 Uhr

Jede Menge Baustellen, immer mehr Pkw: Autofahrer stehen so häufig im Stau wie nie zuvor. Der ADAC hat zusammengetragen, wie viele Stunden der Verkehr stockte - und wo es 2017 besonders zäh voranging.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
5
Durchschnitt: 5 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Stau

"Jede Menge Baustellen, immer mehr Pkw"

Klar gibt es viele Baustellen. Aber wenn ständig gejammert wird, wie schlecht unsere Straßen seien, dann ist die einzige Abhilfe eine Baustelle. Einen Tod muss man sterben. Ich fahre (oder schleiche) seit einem Jahr fast jeden Tag durch eine große Baustelle, wo eine Autobahn von 3 auf 4 Spuren erweitert wird, um dem gestiegenen Verkehr gerecht zu werden. Wie soll das ohne Baustelle gehen?

Und warum nur PKW? Nimmt nicht der LKW-Verkehr mindestens genau so stark zu. Seit die CSU-Verkehrsminister (Ramsauer, Dobrindt) sich von dem Ziel "Güter auf die Bahn" verabschiedet haben und Herr Söder den Bau von großen Logistikhallen an jeder Abfahrt ermöglicht, kann man wohl kaum die PKW alleine dafür verantwortlich machen. Den Bahnzulauf für den Brennerbasistunnel bekommt die CSU auch nicht hin.

Wahrscheinlich wünscht sich der ADAC noch mehr Straßen. Aber das geht auch nur mit Baustellen.

Man könnte auch mal über

Man könnte auch mal über Bautempo und Aktivität der Baustellen nachdenken.
Unser völlig verblödetes budget System verleitet zu endlosbaustellen.
Hat nicht schon mal ein csu verkehsminister die "baufahrzeugausstellungen"entlang der Autobahnen beenden wollen?

nicht nur die PKW sind schuld ...

... sondern die enorme Flut an LKW. Hier wäre es gut, eine praktikable Lösung für LKW auf der Schiene zu finden, zumindest für den echten Fernverkehr. Es kann doch nicht sein, dass es günstiger und schneller ist, einen LKW von Hamburg über die Alpen zu fahren als Huckepack auf dem Zug.
Aber auch im PKW-Bereich kann man m.M.n. nachbessern: Tempo 130 würden die stauverursachenden Beschleunigungs- und Bremsmanöver deutlich reduzieren, die so oft zu Stillstand führen. Und viele Autofahrer benützen unnötig lang die mittlere Spur. Vermutlich weil sie Angst vor dem Spurwechsel haben oder sich dazu zu gut sind.

Hoher volkswirtschaftlicher Schaden

Schlimm genug, das die Menschen wertvolle Zeit im Stau vergeuden, viel schlimmer ist aber der Schaden, der durch die Staus entsteht. Alleine die Unmengen an Kraftstoff, die unnötig und unnütz verbrannt werden gilt es zu vermeiden. Nur so werden Geldbeutel und Umwelt geschont. Aber welcher Finanzminister würde sich nicht heimlich freuen, wenn die Spritsteuern munter fließen.

CO²-Belastung

Da würde mich mal interessieren wieviel CO² man hier sparen könnte, im Vergleich zur Diesel-Umrüstung. Fahre selbst jeden Tag Autobahn, weil der Nahverkehr einfach unzureichend ist und darüberhinaus auch noch teurer als der PKW, aber ich finde viele Staus entstehen auch durch die-kurz-vor-der-Abfahrt-ganz-nach-links Drängler. Auch drücken sich häufig am Ende der Ausfahrt noch welche rein, die es eben eiliger haben als alle anderen. Hier sollte die Polizei durchgreifen und ordentlich abkassieren, gerade an Problemstellen wäre eine Videoüberwachung eine Lösung, wer die doppelt-durchgezogene Linie überfährt nur um 2 Minuten schneller in der Ausfahrt zu sein darf ruhig mal eine Pause machen und Zug fahren.

Finde den Fehler

Jeder will nicht in der Stadt wohnen weil da ja so viel Autoverkehr ist, sondern draußen auf dem Land. Und jeder will jederzeit mit seiner - selbstverständlich nur einfach besetzten Benzinblechkiste herumfahren. Aber niemand will im Stau stehen.
Wie ging der alte Satz nochmal: Man müsste nur alle Straßen doppelt so breit machen, dann könnte jeder mit dem Auto in die Innenstadt fahren - nur gäbe es dann keine Innenstadt mehr.

Ironischer Weise sind Studien

Ironischer Weise sind Studien zufolge die "schnellen" Autos verantwortlich für den Stau. Ebenso sind die schnellen Fahrer für den großteil der Gifte in der Luft verantwortlich, da trotz Dieselskandal noch nicht diskutiert wurde, dass alle Autos von BMW, AUDI, Mercedes sämtliche Filter ab 130km/h abschalten und das völlig legal, da keine Vorschriften darüber existieren.

Aber das sind Informationen für "Experten". Der dumme Leser ist dafür nicht wichtig genug.

@09:13 von Einerer

Das liebe Bautempo erinnert mich an die Transitautobahn in den 70igern nach Berlin. Die BRD gab Geld zum Ausbau und die DDR sollte die Arbeiten ausführen. Kilometerklange Baustellen an denen nicht gearbeitet wurde. Dieses System haben wir schon 1zu1 von der DDR übernommen. Ebenso der Zustand der Infrastruktur. Ist halt für solche Dinge kein Geld mehr da. Nur noch für Pseudo-Prestige-Objekte um anzugeben, wie man Geld verbrennen kann.

Der ADAC?

Ist das nicht der Verein, der schon einmal mit gefälschten Statistiken für Aufsehen gesorgt hat?

Es wäre aus meiner Sicht sinnvoller,...

...eine Baumaßnahme an einer Autobahn so schnell wie irgend möglich durchzuführen. Stattdessen fährt man mitunter jahrelang in langsamen Kolonnen über verengte Fahrspuren durch sich kaum verändernde Baustellen, an denen oft nur eine Handvoll Arbeiter werkeln und die Baumaschinen vor sich hin rosten.
Wenn Geld da ist, sollte es auch vorangehen. Auch frage ich mich, warum an vielen Baustellen Freitag Nachmittag Feierabend ist und nicht wenigstens auch samstags gearbeitet wird.

@09:30 von micmul

"Jeder will nicht in der Stadt wohnen weil da ja so viel Autoverkehr ist, sondern draußen auf dem Land."

Dann stellen Sie sich doch einfach mal vor, es wäre anders. Alle die täglich z.B. nach München hinein pendeln wollten stattdessen in München wohnen. Erkennen Sie das Problem? Dann müssten noch tausende von Wohnungen in München, vor allem an dessen Rand gebaut werden. Es gibt jetzt schon viel zu wenige Wohnungen und Baugrund. Und dann wären die Arbeitsplätze auch nicht neben den Wohnungen der Menschen. Wer von Pasing (Münchner Westen) nach Trudering (Osten) pendelt ist ggf. länger unterwegs als jemand, der auf einem Dorf östlich von München wohnt. Und man hat kaum die Wahl, dort zu wohnen wo man will, sondern dort, wo man was findet, was man bezahlen kann.

Oder nur 10% der Pendler würden auf den ÖPNV umsteigen. Der MVV in München ist jetzt schon überlastet.

Ich nehme mal an, das ist in anderen Ballungszentren nicht anders.

Solange die Lagerhaltung

auf der Strasse -und
nicht auf der
Schiene -stattfindet ,
Ampel-
statt Kreisverkehr bevorzugt
und
das Tempo nicht limitiert wird,
wird es mehr Staus geben als z. B. in
unseren
europäischen
Nachbarländern.

ÖPNV???

Wie wäre es denn mal damit, das Auto stehen zu lassen? Oder Obst und Gemüse saisonal zu kaufen?
Es gibt Lösungen, die das Problem beheben. Aber die bedeuten etwas Verzicht (z.B. auf (nach nichts schmeckende) Erdbeeren im Dezember) und etwas weniger Bequemlichkeit. Aber das sind ja Vorschläge des "links-grünen Terrorregimes"...
Übrigens: auch die afrikanische Schweineseuche wird durch die europaweiten Transporte der Massentierhaltung verbreitet, nicht durch Wildschweine. Die haben ihr festes Revier und wandern nicht herum.

Nicht nur PKW

Das ganze hat auch was mit der Globalisierung zu tun: Krabben werden von der Nordsee nach Marokko zum Schälen gekarrt und dann wieder zurück. Beispiele wie diese, gibt es jede Menge und wer auf der A 61 mal unterwegs ist, sieht, wie eine Perlenkette aus LKW sich Richtung Norden oder Süden schieben.

Auf Verschleiss gefahren

Wären die Straßen in Stand gehalten worden, gäbe es jetzt nicht so viele Baustellen. Sie wurden aber kaputt gefahren, bis nichts mehr ging. Das ist verantwortungsloser Umgang mit dem Eigentum des Bürgers. Und wird jetzt erst Recht richtig teuer.

So viele Staus wie noch nie

Man könnte auch mal über ein verbessertes Verkehrsleitsystem nachdenken. Zum Beispiel wird fast der gesamte Verkehr von der A8, der A9 und der A96 auf die A99 und weiter wieder auf die A8 geleitet. Da muss es ja zu Staus kommen.

Dieselsteuer erhöhen

das wirkt in vielerlei Hinsicht hilfreich.
U.a. weniger Verbrauch des schädlichen Treibstoffs, der unglaublicherweise immer noch subventioniert wird. Und höhere Steuereinnahmen für zügige Strassenreparaturen.
Zumal Dieselfahrzeuge auch oft deutlich schwerer sind und deshalb wesentlich mehr zur Zerstörung der Strassen beitragen.
Deshalb sollte auch das Gewicht der Fahrzeuge ab ca. 1,2t erheblich besteuert werden. Kleinfahrzeuge also ausgenommen.

Krank

Unsere Gesellschaft ist krank. Immer mehr, immer schneller, immer weiter. OHNE SINN. Das sagen viele kluge Philosophen. Wir erkennen den Sinn des Lebens nicht mehr. Der rasende Stillstand ist eingetreten. Wir haben keine Vision einer Zukunft für ALLE Menschen. Die Umweltzerstörung hat so große Ausmaße angenommen, dass eine Heilung nur noch schwer möglich ist. Die Menschheit ist auf ihrem letzten Trip. So könnte man es ausdrücken, wenn man auf einer Autobahnbrücke steht, und die Menschen rasen sieht. Wir sind eine tragische Spezies ohne jede Vision.

Verschlafene Infrastrukturpolitik

Deutschland müßte entweder alle Hauptverkehrsadern, z.B. A3, A6, etc., durchgehend um eine Spur erweitern oder den Güterfernverkehr auf die Schiene verlagern. Letzteres könnte durch entsprechende Vorschriften oder per Erhöhung der LKW-Maut erfolgen. Die Situation ist vor allem in den alten Bundesländern, insbesondere Bayern, Baden-Württemberg und NRW, seit vielen Jahren eine Zumutung. Die Politik wirkt immer unfähiger, überforderter und fauler. Sie hat sich zurückgezogen aus hoheitlichen Aufgaben, wie Bahn und Post. Zunehmend überläßt sie die Dinge sich selbst und dem duldsamen deutschen Volk. Legislaturperioden haben sich zudem auf drei Jahre verkürzt, da Koalitionsverhandlungen und Wahlkampf mittlerweile ca. 1 Jahr beanspruchen. Gute Nacht.

Tempolimit?

...eine Lösung ist seit Jahren bekannt und im Ausland auch bestens erprobt...TEMPOLIMIT!!!! Wer es nciht glaubt fahre doch bitte einmal Sonntag Abends Richtung Kopenhagen...einzig am Dreieck Koge kann es mal zum stocken kommen (schiere Masse)...aber danach läuft alles in einem gleichmäßigen ruhigen Tempo...warum? TEMPOLIMIT!!!! In Deutschland wäre die Autobahn schon bei der Hälfte des Verkehrs zusammengebrochen...warum? KEIN TEMPOLIMIT!!!! (Aber das ist wie mit den Waffen bei den Amis....)

(Übrigens wurde dort auch groß gebaut...trotzdem funktionierte es...)

das Hauptpoblem: LKW

Das Hauptproblem wird leider erst gar nicht beim Namen genannt- zu mächtig sind Lobby- und Wirtschaftsinteressen: Der ständig zunehmende LKW - Verkehr ist Grund nr. 1: Nicht nur dass LKW überproportional an Unfällen (ursächlich) beteiligt sind (und oft osteuropäische LKW massive technische Mängel aufweisen, was bei den viel zu seltenen Kontrollen regelmäßig auffällt), sondern weil sie der Grund für die vielen Baustellen sind: Autobahnbrücken und Beläge wurden nie für eine solche Masse an Schwerlastverkehr konzipiert, Strassen und Brücken werden viel schneller sanierungsbedürftig durch die Last der LKW. Und nach mehreren Prognosen soll sich der LKW Verkehr in den nächsten 10 Jahren noch verdreifachen!!! Was hilft dagegen? Vor allem die LKW- Maut erhöhen- dann werden Waren aus fernen Regionen auch automatisch teurer. Mehr Güter auf die Schien und Ausbau desselben. Und unser Konsumverhalten: Müssen es Tomaten und Blumen aus Holland, Bier und wein aus der Ferne sein? Buy locally!

Jetzt rächt sich die falsche Verkehrspolitik...

... die 60 Jahre lang versuchte, die autogerechte Stadt zu bauen, die Straßen- und Autobahnneu- und ausbau betrieben hat und gleichzeitig Bahn und Nahverkehr an die Wand fuhr. Der PKW ist das Verkehrsmittel mit dem größten Flächen- u. Energiebedarf. Im Schnitt werden 1,2 Personen befördert. Bei 120 Personen und somit 100 PKW im einspurigen Stau ergibt das eine Schlange von mindestens 500 Metern. Oder einen 64 Meter langen modernen Straßenbahnzug mit 64 Metern Länge und 180 Sitz- und 200 Stehplätzen. Was nützt uns unser weltweit zweit dichteste Straßen- und Autobahnnetz ?! Gar nichts! Und was nütz es, diese Vehikel nun anstatt mit Verbrennungs- mit E-Motoren ausrüsten zu wollen?Elektrische Energie lässt sich nicht speichern, sondern nur mit deutlichen Verlusten in andere Energieformen umwandeln, so beim zeitraubenden Akkuladen in chemische Energie. Elektrische Bahnen fahren am Netz, speisen beim Bremsen in dieses Energie zurück. Kobalt für Akkus ist knapp und 2017 60% teurer geworden.

es wir Zeit für die PKW Maut!

Abgesehen vom massiven LKW Verkehr quer durch unser Land- oft durch osteuropäische Speditionen, die Deutschland oft als billiges Transitland nutzen und die Schäden für Straßen, Brücken und die Umwelt und Gesundheit (Diesel- Feinstaub!) durch die lächerlich geringe LKW- Maut in keinster weise abgedeckt wird: Es wird unbedingt Zeit für die überfällige PKW- Maut, die lange genug aus ideologischen gründen blockiert wurde. Solange PKW Fahrer aus Nachbarländer sogar lange Umwege für die Fahrt durch Deutschland in Kauf nehmen, weil im Gegensatz zu den Nachbarländern bei uns noch keine Maut fällig ist, solange sind wir selber schuld an der vermeidbaren Misere. Z..b die A8, A6 und A5 sowie viele weitere sind regelmäßig durch PKW (und LKW) aus Belgien und den Niederlanden übervoll- während die paralell zur A5 verlaufende Elsass- Autobahn leer ist- aber eben in Frankreich mautpflichtig...Herrn Dobrind ist zu danken, dass er bei diesem eigentlich selbstverständlichen Thema dran geblieben ist!

ADAC = Stauverursacher

Der ADAC beklagt ein Problem, das er selbst verursacht hat: Nicht zuletzt durch seine massive Lobbyarbeit gibt es seit Jahrzehnten eine Verkehrspolitik, die einseitig auf Pkw und Lkw fixiert ist. Viele Pendler würden lieber in der Bahn sitzen und Zeitung lesen anstatt im Stau zu stehen - wenn sie diese Alternative denn hätten!

Fahrgemeinschaften

Als Selbständiger kann ich mir den Luxus erlauben, meinen Wohnort und meine Arbeitsstelle bewusst zu planen. Ich habe die Wahl zw. neun Minuten Fußweg oder vier Minuten Radweg - und das seit über 20 Jahren. Ich kann immer nur mitleidig mit dem Kopf schütteln, wenn ich jeden Morgen die Staus in der Stadt sehe - aber auch dass in nahezu jedem Fahrzeug nur eine Person sitzt. Als ich zw. 1985 und 1995 noch Angestellter war und von Wiesbaden nach Frankfurt und zurück pendeln musste, habe ich schon Fahrgemeinschaften gegründet. Warum das heute im Zeitalter von Internet und Apps für jeden Unsinn im Leben nicht besser funktioniert, ist mir ein Rätsel.

Der stark angestiegener LKW Verkehr

ist mit Schuld an den vielen Staus. Güter müssen wieder zurück auf die Schiene so weit es möglich ist.Ganz in der Nähe von Hamburg wurde in Maschen eines der größten Güterverschiebe Bahnhöfe in ganz Europa schon in den 70ziger Jahren gebaut.Der ist heute noch immer nicht voll ausgelastet.

Transitverkehr auf die Schiene

Das Stau-Problem auf Autobahnen wird weiter zunehmen, da immer mehr LKW's
aus Ostblockstaaten durch Deutschland
fahren. Aber die Politik (der Kläffer Dobrindt
hat bisher großenteils Murks gemacht) ist
ja der Logistikbranche hörig. Immer mehr
Parkplätze entlang der Autobahn für die
LKW's, eine riesige Flächenverschwendung
und Kosten- sowie Umweltbelastung für die deutsche Bevölkerung. Der Güterverkehr auf der Schiene steht auf dem Abstellgleis. Da-
bei wäre es sicher möglich, durch entspre-chen-de politische, europaweite, Regelun-gen die logistischen und technischen Vor-aussetzungen für eine Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene zu sorgen.
Die Bahn hatte Jahrzehnte dafür Zeit, ein
entsprechendes Konzept zu entwickeln.
Und unsere genialen Bürokraten in Brüssel
zerbrechen sich lieber den Kopf über die
Krümmung von Bananen, die Farbe von
Gurken etc. - alles enorm wichtig. Wenn
es eine Partei gäbe, die wirklich für Um-weltschutz und Lebensqualität eintritt,
würde ich diese wählen

ADAC:So viele Staus wie noch nie....

Einmal gibt es auch so viele Berufspendler wie noch nie,heute 59 Prozent der Beschäftigten.
Dann spielt die Verkehrspolitik eine Rolle.Man setzt auf die Straße,auf den billigen LKW-Fahrer,statt auf den Ausbau der Bahn und die Verlagerung auf die Schiene.Natürlich-durch die Streckenstilllegungen der letzten Jahrzehnte bleibt meist auch nichts anderes übrig,als die Straße.
Eine Auswirkung des Lobbyismus.

ADAC: So viele Staus wie noch nie

Es ist noch gar nicht mal so lange her, da wurden Preise, die auch bekannt sind als die so genannten gelben Engel verliehen. Und dann kamen im Jahre 2014 - also noch kurz vor der Diesel-Affäre frisierte Zahlen beim ADAC heraus.
Trotz Seehofers bzw. Dobrints Pkw-Maut bzw. Ausländermaut könnte man im Hinblick auf deutsche Staus auf der Autobahn denken, dass eine Ausgabe der Nachrichten eine aktuelle Ausgabe ist, doch bereits in den 1980er Jahren tauchten in den Fernsehnachrichten Massenstaus auf. Wie austauschbar die deutschen Nachrichten doch sind, wenn man sich die Massenstaus auf deutschen Autobahnen doch vorstellt. Es ist vergleichbar mit der falschen Neujahrsansprache von Kohl von 1986 bzw. 1985. Die meisten könnten nicht unterscheiden, ob es eine Tagesschau der 1980er, 1990er, 2000er oder eine aktuelle Ausgabe ist.
Dies ist wohl ein Problem, das auf absehbare Zeit nicht sich ändern wird. Deutschland bleibt nun mal Autoland Nr. 1 in Europa.
Der Rubel muss schließlich rollen.

Umdenken

Hut Ab vor den Bauarbeitern, die auf den Autobahn-Baustellen arbeiten. Ich vermute nur ein Bergarbeiter hat eine höhere Feinstaubbelastung. Schneller würde es gehen wenn ein Teilstück komplett gesperrt würde, also der Verkehr nicht immer einspurig vorbeifahren müsste (wohl undenkbar angesichts des hohen Verkehrsaufkommens). Immer mehr aus meinem Bekanntenkreis sind auf den ÖPNV umgestiegen. Dank der vielen Staus dauert es nicht länger und man kann in Ruhe lesen und Musik hören. Leider sind bei uns Einzeltickets viel zu teuer. Kostet hier ein Einzelticket z.B. € 11,40 sind es z.B. in Valencia/Spanien gerade mal € 1,50 für die gleiche Weglänge. Bekommt man ein Grosskundenticket ist es aber günstiger als jeden Tag mit dem Auto (alleine) zu fahren.

Tempolimit

Ich glaube nicht, daß ein Tempolimit das Problem löst. Deutschland ist das Transitland, Dänemark nicht. Je langsamer die Autos fahren, desto länger deren Aufenthaltsdauer auf der Straße.

Der Tumor namens Wachstum

Es gibt einen Punkt, wo Wachstum (Wachstum von Wirtschaft, Globalisiertem Transportwahn und auch Bevölkerung) krankhaft wird. Wo man ihm nicht mehr durch Planung und Geld Herr wird. Am Ende steht unweigerlich der Kollaps. Und damit der Kollaps der Gesellschaft. Noch ist Zeit, das Steuer herumzureissen. Aber nicht mehr lange.

Deutschland muss

sich ja nicht wundern, Drehscheibe in der Mitte und die ganzen LKW gehen hier durchs Land. Baustellen gehen ewig und man sieht oft nur 3 Leute oder gar niemand.
Wenn ich beim Nachbarn in Ö fahre sehe ich 30-40 und in 4 Wochen ist die Sache erledigt.
Und dann werden immer gleich mehrere Baustellen auf einer Strecke aufgemacht ohne vorher eine Ausweichstrecke zu haben.
So was muss rund um die Uhr gebaut werden und auch am Wochenende durch, in anderen Ländern kein Problem.
Nur in Deutschland geht das alles nicht.

Gruß

@Krank 10:36 von flomoser

" Immer mehr, immer schneller, immer weiter. OHNE SINN."
Treffend ausgedrückt.

"Wir sind eine tragische Spezies ohne jede Vision."

Ich könnte ja einen berühmten Kanzlerspruch zitieren
'Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen'
Dummerweise könnten wir künftig auch das nicht,
wenns mal nötig wäre, weil dann unbezahlbar.
'Alternativlos' könnte ich ja mal Nostradamus anführen:
"Nostradamus hat die Zukunft vorhergesagt - und soll vor Donald Trump gewarnt haben."

Der Antichrist ist also schon da.
G.W.Bush wars wohl nicht, wie bereits von 'Spitzendeutern' beschrieben, bleibt nur..
Keine Sorge ;-)

wie Staus vehindern?

bundesweit auf Autobahnen max. 130 Km/h und LKW-Überholverbot einführen.
Das wirkt.

70% der Staus

wären vermeidbar, durch wesentlich grössere Abstande, viel defensiveres Fahren, kein Stau-hopping, weniger Aggression, weniger Beschluunigungen und damit weniger Abbremsungen,.
Wenn ich merke, daß sich der Verkehr verdichtet, reduziere ich die Geschwindigkeit so, daß a) der Abstand zum Vordermann gleich bleibt, b) daß hinter mir eine "Schutzzone" entsteht. Ich verlangsame quasi für den Hintermann (der ja oft unaufmerksam ist) mit. Leider wird das heutzutage mit Gehupe, und Überholen aus zu kurzem Abstand heraus, und erzwungenes Wiedereinscheren kurz vor dem dann natürlich entstanden Stau . Bereits 3 mal musste ich erleben, wie ein Aggressoüberholer in den Absperrwagen rauschte, weil er hormonell missgesteuert, gar nicht WAHRnahm, daß es einen Grund fürs Langsamerwerden gab!
Es ist Mode, heute mit unverminderter Geschwindigkeit in ein Stauende zu rasen, und dann eine Vollbremsung reinzuhauen. Dadurch verlängert sich jede Ampelphase zu einem 30km Stau.

@09:56 von dr.bashir

> Oder nur 10% der Pendler würden auf den ÖPNV umsteigen. Der MVV in München ist jetzt schon überlastet.
> Ich nehme mal an, das ist in anderen Ballungszentren nicht anders.
Das ist nicht überall so, aber die Tendenz gibt es. Denn offensichtlich gibt es immer mehr Menschen, die sich bewusst für den ÖPNV entscheiden obwohl sie Auto fahren könnten. In der deutschen Verkehrspolitik und -planung wird allerdings seit vielen Jahrzehnten der ÖPNV als Almosen angesehen, für Leute, "die sich kein Auto leisten können", oder fahrunfähige Personen. Langsam gibt es in manchen Regionen ein Umdenken und es wird erkannt, dass ein guter, moderner ÖPNV die Lebensqualität erhöht, damit die Region akttraktiver macht und ganz nebenbei noch Staus reduziert.

@10:27 von tagesard09

"Dieselsteuer erhöhen"

Kann man machen. Ich fürchte nur, das wird dann so gemacht, dass es nur für privaten Diesel gilt, nicht für gewerblichen. Aber wenn dann die LKW teurer tanken, soll mir das recht sein. Dann muss man natürlich die KfZ-Steuer angleichen. Und dann fällt auch der Effekt weg, dass wer seinen privaten Ami-Pickup oder SUV als LKW zulässt auch noch Steuern spart.

Ihr Vorschlag mit dem Gewicht ab 1,2t fängt übrigens bei einem Golf in Grundausstattung an.

Interessante Meinungen

Das Problem an einzelnen ist das Äpfel mit Birnen verglichen werden

- In keinem Europäischen Land ist der Verkehr so flächendeckend dicht wie bei uns da helfen keine Öffis besonders weil man bedenken muss das die bezuschusst werden weil sie meist nicht profitabel sind. wollten sie profitabel sein wären sie doppelt so teuer.
mal ganz der tatsache das man damit so unflexibel wie nur irgendwas ist.
hat sich mal jemand die fahrpläne der busse und bahnen aus den regionen z.B. im osten Deutschlands zugelegt? wer die sieht erkennt dann die tatsache das derjenige der auf dem land lebt ein auto braucht um überhaupt irgendwohin zu kommen.
es hilft auch kein tempolimit ganz im gegenteil es gab mal eine studie die erbrachte das die agressiveren fahrer weniger stau verursachen.
und die vergleiche mit unseren europäischen nachbarn hinken gewaltig.
die haben nicht mal ansatzweise so viel verkehr.
Einzig die extrem langen bauzeiten sind nicht zu tollerieren!
mfg

Karma

Immer mehr Autos. Immer mehr Stau. So einfach ist das. Da helfen auch keine intelligenten Leid-Systeme. Im Prinzip sollten sich Autofahrer über jeden Fußgänger, Bahnfahrer oder Radnutzer freuen: die machen Platz für "freie Fahrt für freie Bürger". Und ganz nebenbei: sie verschmutzen auch nicht die Umwelt mit Lärm, Gestand und Abnutzung der Strassen;-)

@11:16 von hofarco

bundesweit auf Autobahnen max. 130 Km/h und LKW-Überholverbot einführen.
Das wirkt.

Für die Steinzeitmethode gibt es heutzutage keinen Grund. Am Frankfurter Kreuz gibt es ein verkehrsbelastungsabhängiges, gesteuertes Geschwindigkeitsbegrenzungssystem. Es regelt runter bis 80 oder 60, bei ausreichend wenig verkehr ist frei. Das wirkt sogar noch besser.

Firmen verlagern Lagerfläche auf die Straße

es rächt sich das Just-in-Time Denken der Unternehmen. Früher wurden die Waren auf Vorrat beschafft, mit Güterzügen z.B. in die Autowerke geliefert. Die Unternehmen gingen damit natürlich finanziell in Vorleistung. Heute wird just in time geliefert (und damit die Zahlungen rausgeschoben), die Lagerfläche werden von den Unternehmen somit quasi auf die von der Allgemeinheit finanzierten Wege (die Straßen die von den LKWs verstopft werden) verlagert.
Ausweg aus der Misere: LKW Maut rauf damit es wieder rentabel wird die Ware en gros anliefern zu lassen. Und eine extrahohe LKW-Maut für Lebendtiertransporte um das unsägliche Leid der Tiere zu verringern. Dann würde wieder ortsnah gezüchtet/geschlachtet, der Weg weg von der Massentierhaltung. Lokal Arbeitsplätze geschaffen anstatt die Großen der Fleischindustrie noch größer zu machen.
By the way, wenn die Verkehrsminister immer nur von der CSU sind braucht man sich nicht zu wundern warum der Bund in NRW zuwenig in die Autobahnen investiert!

muss denn unbedingt

in Hamburg Münchner Bier und in München Hamburger Bier zur Verfügung stehen?
Die Brummifahrer dieser Bier-Lkw treffen sich an einer Raststätte im Raum Frankfurt, trinken zusammen einen Kaffee und bringen dann ihre lebenswichtige Fracht ans Ziel....mit Glück haben sie dann auch einen Rücktransport, sonst gehts halt leer nach Hause. Soll einfach bedeuten, dass Transporte zu billig sind!

Falsch, ADAC

Die Zahlder PKWs ist für die Städte kritisch. Die längsten Staus gibt es aber auf den BABs mit den LKWs. Immer mehr 3spurige Abschnitte sind zu 2/3 mit diesen Straßenkaputtmachern belegt und es werden immer mehr. Der ADAC vertritt die Transport-Lobby, nicht den Autofahrer. Sonst müssten die Laster längst erheblich höhere Maut bezahlen - entsprechen ihrer Reifenpressung (nicht Achslast), denn damit machen sie die Beläge zigtausendmal mehr kaputt als ein Auto. Aber wir bezahlen (später doppelt, wg Dobrindt-Maut).

@11:22 von dr.bashir

Sie haben recht, der kommerzielle Verkehr darf keinesfalls ausgenommen werden, er ist zum Großteil an der Misere beteiligt. Eine Verlagerung auf Schiene erscheint angeraten, das würde die Erhöhung erzwingen. Und Steuerschlupflöcher dürfen nicht entstehen. Also müssen alle ran, ohne Ausnahme. Irgendwo ist die Grenze für die Zusatzkosten und den linearen Anstieg in Abhängigkeit vom Gewicht zu setzen. Ein Golf als untere Grenze erscheint mir realistisch.

Tempolimit und maut helfen

Tempolimit und maut helfen nicht.
Massive steuern auf Ware die mehr als 300km reist, wäre prima. Man muss nicht überall alles jederzeit haben.
Den meisten mist kömnte man mit der bahn und Containern verschicken.

Trotzdem ist die maut unverzichtbar.
Die Ausländer müssen schon mal sehen, das es Transit nucht für lau geben kann.

Seid mobil

wurde uns lange eingetrichtert, zu Zeiten als die Arbeitslosigkeit hoch war. Explodierende Mieten in industriellen Ballungszentren erfordern Wohn-Mobilität heute. Brummende Industrie und Amazonumsatzsteiger- ungen tun ein Übriges dank Just-in-time Lieferungen. So wird die Autobahn zum kostenlosen Zwischenlager.

Fehlende Rücksichtnahme, Auspuffkriechen und überhöhte Geschwindigkeit macht es nicht einfacher.

Verkehrsminister die Ihre Arbeit nicht tun wollen sind jedoch die eigentliche Ursache für nicht gefundene Lösungen.
Und mit dem Fahrrad Amazonpakete ausliefern ist auch nicht wirklich die Lösung.

Zweierlei Maß

Es ist schon eigenartig. Wenn es um kommerziellen Verkehr geht (Schiffe, Luftfahrzeuge, Transportgewerbe) heißt es immer, jedes Fahrzeug das steht kostet Geld, es muss in Bewegung bleiben.
Im Indivualverkehr nimmt man aber 1,45 Millionen Kilometer Stillstand vollkommen ruhig hin, als wenn dies kein Geld kosten würde - stundenlang mit laufemdem Motor zu stehen oder stop and go zu fahren. Volkswirtschaftlich eine Katstrophe, was dort auch an Resoucen verbrannt wird ohne einen Nutzen zu haben.
Aber auch im Stadtverkehr gilt die politisch vorgegeben Regel: "Die Autofahrer sollen stehen bis sie schwarz werden!" - und so sind "Grüne Wellen" so gut wie überhaupt nicht vorhanden. Insbesondere in Rot/Grün regierten Städten und Gemeinden läßt sich beobachten, dass selbst ampelgeregelte Hauptstraßen im Gegentakt geschaltet sind - heißt man fährt an und die nächste Amperl die noch auf "Grün" stand, wird kurz vor Erreichen auf "Rot" geschaltet und so geht das fortlaufend! Wer ändert das?

@tagesard09 - Eine Verlagerung auf Schiene erscheint angeraten

Wie wollen Sie dass den machen ?
Schon heute fehlen freie Trassen für den Güterverkehr, ebenso Abstell und Ablademöglichkeiten, marode Brücken,zu Enge Tunnel.
In der ganzen EU hat man in Punkto Schiene
seine Hausaufgaben gemacht, nur in Deutschland kümmerte man sich um die Maut
und um die Zehn Finger Kartei in Flensburg.
Hier fahren sogar Geistergüterzüge um eine
Stuttgart21 Trasse damit ein positiver Kostenfaktor herauskommt.
Auch fehlen dort auch aus Kostengründen Überholbahnhöfe
damit die schnelleren ICE´s vorbeifahren können.

Gute Ideen gegen den Verkehrskollaps

Eine vorbildliche Lösung hat man zwischen
Heilbronn und Karlsruhe gefunden, wo die Straßenbahn über Land die Schienen der Bahn benutzt. Ähnlich geht man auch in Chemnitz vor. Dort fährt die Straßenbahn direkt in den Hauptbahnhof und benutzt den Bahnsteig der Bahn.

12:19 von Gassi

Falsch, ADAC

Die Zahlder PKWs ist für die Städte kritisch. Die längsten Staus gibt es aber auf den BABs mit den LKWs. Immer mehr 3spurige Abschnitte sind zu 2/3 mit diesen Straßenkaputtmachern belegt und es werden immer mehr. Der ADAC vertritt die Transport-Lobby, nicht den Autofahrer. Sonst müssten die Laster längst erheblich höhere Maut bezahlen - entsprechen ihrer Reifenpressung (nicht Achslast), denn damit machen sie die Beläge zigtausendmal mehr kaputt als ein Auto. Aber wir bezahlen (später doppelt, wg Dobrindt-Maut).
////
*
*
Reifenpressung?
*
Sollen die mit geringerem Luftdruck Fahrenden in Zukunft weniger bezahlen?
*

Dummregeln in Baustellen

Wer Baustellen kennt, weiß, dass man diese zwar sehr verengt, aber nicht im geringsten auf den Verkehr eingeht.
Da wäre zunächst einmal das fehlende Reisverschlussverfahren - in allen Ländern bis auf Deutschland - Pflicht.
Bei uns wir Links herangerast und sich nach rechts dazwischengequetscht, ja man muss die Linken auch noch reinlassen.
Also Bremsen und genau durch dieses Bremsen hat die Stauforschung ermittelt, bilden sich die Staus mit der Bremswelle nach hinten aus.
Schlüße und Maßnahmen aus den Ergebnissen - Null!
Dann das "Versetzt fahren"!
In Niedersachsen hat die Polizei das auf der A1 teilweise durchgesetzt und die Unfallzahlen in Baustellen erheblich reduzieren und den Durchfluss erhöhen können.
Mit einem Antwortschreiben aus dem Verkehrministeruim wurde mir bestätigt, das dies eigentlich nicht statthaft sei und man das auf keinen Fall bundesweit einführen wolle. Wer fahren will, soll sich eben auf das "Stehen" einrichten.
Wir haben dort wirklich Spitzenkräfte!

um 10:36 von Oldenburger

"...eine Lösung ist seit Jahren bekannt und im Ausland auch bestens erprobt...TEMPOLIMIT! "

Wer's galubt ist selber schuld. Vielleicht würde es den Stau verzögern, aber der Spaß am fahren wäre schon wieder sehr begrenzt. Nein - das würde nicht funktionieren.

Das einfachste System ist die Hydraulik, doppelte Geschwindigkeit an Engstellen - das wäre mal eine tolle Sache! Natürlich nicht umsetztbar - aber irgend wie gut!

um 12:34 von tobeorwhat

"Wer ändert das?"

Wenn es überhaupt Möglichkeiten gibt, dann nur Sie selber mit dem richtigen Kreuz am nächsten Wahltag!

@11:01 von robertfrost

> Deutschland ist das Transitland, Dänemark nicht. Je langsamer die Autos fahren, desto länger deren Aufenthaltsdauer auf der Straße.
1. Dänemark ist vermutlich ein größeres Transitland als Deutschland, weil es selbst klein ist und an einer Landbrücke liegt.
2. Schnellere Autos verbrauchen allerdings mehr Fläche auf der Straße als langsamere, so dass die Aufenthaltsdauer pro verbrauchte Fläche nahezu unabhängig von der Geschwindigkeit ist, zumindest bei fließendem Verkehr. Eine wichtige Stauursache sind zudem unterschiedliche Geschwindigkeiten verschiedener Verkehrsteilnehmer. Zudem steigt die Zahl und die Schwere der Unfälle mit diesem Unterschied. Ein Tempolimit senkt die Geschwindigkeitsunterschiede und sorgt dadurch für besser fließenden Verkehr.

Komplett irre, das System in Deutschland

Tja, und dann wäre da noch die Industrielobby, wie z.B. Deutsches Verkehrforum e.V. , die alle Güter auf die Straße verlegen wollen.
Die Bahn macht da fleißig auf Weisung der Politiker mit und macht Gütebahnhof nach Güterbahnhof zu und verlangsamt den Takt im Bahn-Güterverkehr, so das man nach Außen sagen kann, das mit dem Schieneverkehr ist nicht rentabel.
Im Gegenteil! Es wäre rentabel, würde man die Fähigkeiten des Systems Bahn optimal nutzen würde und einen optimalen Verbund Bahn-Straße schaffen würde, statt es politisch lobbyistisch zu verkrüppeln.
Und so hat der LKW-Verkehr überproportional stark zugenommen. Wenn man mal auf der Autobahn etwas fahren kann, dann stundenlang auf der linken Seite, weil die rechte Spur kilometerweit von LKW belegt ist. Wer raus will, muss sich rechtzeitig eine Lücke zwischen den LKW suchen und hoffen, dass man nicht unter deren Räder gerät, weil ein LKW-Fahrer gerade mal ein Sekunden-Nickerchen macht, da die Fahrzeiten erheblich überschritten sind.

Angebot und Nachfrage

Wenn das Angebot (Straße, saubere Luft, fossile Energie...) knapper wird, steigt der Preis, bis Nachfrage-Angebot-Verhältnis wieder im Lot.
Funktioniert leider nicht, wenn Luft und Co keine Rechnung schicken.

Aber über Maut, Spritpreis... könnte man da ja mal nachhelfen.

Warum baut der Mensch so viel für die Autos und so wenig für den Menschen?

(sonstige Wünsche: mehr Homeoffice, Tempolimit, regionale Wirtschaft, mehr Blickkontakt statt Blechkontakt...

Ursachen der Staus

einfache aber längst widerlegte Antwort: zu wenig Straßenraum
durchdachter: zu viele Autos und LKW
Und was ist mit den konkreten Ursachen?
Wenn man die Staunachrichten nicht nur auf deren Länge und Wartezeit anhört, sondern auch auf die Gründe, so ist neben Baustellen und hohem Verkehrsaufkommen der Faktor Unfälle (gesperrt oder einspurig wegen Aufnahme, Bergung, Reinigung, Rückstau wegen Gaffern) immer mehr zu hören.
Ohne eine Ergänzung mit den Gründen (wievel km/Stunden wegen ....) bleibt die Darstellung unvollständig.
Die konkreten Ursachen für jeden Stau herauszusuchen und dazu zu schreiben, kann doch kein Problem sein. Oder passen einem dann die Folgerungen nicht, die man daraus ziehen müsste?

um 12:34 von tobeorwhat

Bei vollen Straßen nutzt eine "grüne Welle" auch nichts mehr. Und wenn dann noch eine Straßenbahn kommt, dann hat sie immer Vorfahrt und schaltet ihre Fahrtrichtung frei.
Das hat mit Rot/Grün regierten Städten nichts
zu tun. Da hat man dann wahrscheinlich die Rush Hour.

12:41 von Boris.1945

@Gassi, 12:19

«Reifenpressung? Sollen die mit geringerem Luftdruck Fahrenden in Zukunft weniger bezahlen?»

"Reifenpressung" meint nicht den Luftdruck in den Reifen, sondern die "Flächenpressung", die über den Reifenkontakt auf die Fahrbahn ausgeübt wird.

Flächenpressung ist die Kraft pro Kontaktfläche zwischen zwei Festkörpern
(= Druckspannung / Einheit: Pascal = Newton pro Quadratmeter).

Flächenpressung tritt auch beim Kontakt Rad/Schiene auf.
Sie ist (im Gegensatz zum Druck) nicht konstant, hat eine Richtung und ist (neben der Reibung) der entscheidende Faktor bei der Materialbeanspruchung an den Kontaktflächen.

Insofern hat User "Gassi" schon recht, wenn er in seinem Kommentar auf die LkW als "Straßenkaputtmacher" hinweist.

Staus wie noch nie -mehr Geld verlangen

Es ist relativ einfach den Verkehr besser in den Griff zu bekommen.
Und da wir demnächst die einmalige Chance dazu haben, sollten wir diese nutzen.
Unsere allzeit geliebte Maut, der CSU sei Dank! :)
Nicht einfach nur einen Aufkleber verkaufen, sondern die Maut nach dem Volumen der Nutzung abrechnen.
Wäre eigentlich fair, wer viel fährt, bezahlt auch mehr.
Mit dem eingenommenen Geld, kann die Verkehrs-Infrastruktur, z.B. Schiene Nahverkehr usw. gefördert werden, wenn man will!

Nur das wollen ist in Deutschland schwierig!

@flomoser

Ja, das empfinde ich auch so. Wir bauen Autobahnen ohne Sinn und Verstand, zerstören dabei ohne mit der Wimper zu zucken unseren Lebensraum. Sollen wir nur noch täglich im SUV über Autobahnen brettern bzw. rasen und essen dann als Ergebnis unseres Tuns unseren "Wohlstand"? Was ist eigentlich unser zu heiliger "Wohlstand"?
Dass wir immer mehr auf Kosten anderer Menschen und der Natur leben? Wo wollen wir hin?
Macht sich da eine "Noch-nie-Klimakanzlerin" Merkel und ihr Gefolge eigentlich Gedanken?
Ich habe auch den Eindruck über Autobahnen rasen und Smartphones zu wischen ist unser dt. Lebenssinn und -inhalt?!
Pflege und das Kümmern um Familienmitgliedern oder den Erhalt der Natur, Zeit mit sich und der Familie etc. stellt viele Zeitgenossen vor die Frage was ist das?

12:47 von hammer

«Wer's galubt ist selber schuld. Vielleicht würde ein Tempolimit den Stau verzögern, aber der Spaß am fahren wäre schon wieder sehr begrenzt.
Nein - das würde nicht funktionieren.»

Mein persönlicher Fahrspaß ist auf niederländischen Autobahnen deutlich größer als auf deutschen, wo immer wieder "PS-Protze" meinen, mit 170 km/h und mehr "daherbrettern" zu müssen.

Und sogar auf norwegischen, wo max. 90 km/h erlaubt sind!

Aber wegen des "Fahrspaßes Raserei" kommen ja sogar ausländische Touristen (Japan, Golfstaaten) extra nach Deutschland …

«Das einfachste System ist die Hydraulik, doppelte Geschwindigkeit an Engstellen - das wäre mal eine tolle Sache! Natürlich nicht umsetztbar - aber irgend wie gut!»

Erfinden Sie das "inkompressible" (= nicht zusammendrückbare) Automobil.
Dann können Sie die Autos mit doppelter Geschwindigkeit durch die Engstellen jagen. Die dann aber auch in Röhrenform angelegt werden müssen - sonst könnten die Autos seitlich und nach oben ausweichen!

Mr. Quick sagt dazu..

Ich lebe am Rande des Ruhrgebietes welches für seine Staus, insbesondere in der Morgen- und Abendstunden bekannt ist.
Wenn Verkehrsplaner kurz vor- und direkt nach Ampeln Doppelspuren wieder einspurig zusammenführen, dann braucht man sich über nichts zu wundern. Der Verkehr ist einfach in Bewegung.

Darstellung: