Ihre Meinung zu: US-Botschaft soll 2019 nach Jerusalem ziehen

22. Januar 2018 - 15:45 Uhr

Unter lauten Protesten der arabischen Abgeordneten hat US-Vizepräsident Pence vor dem israelischen Parlament gesprochen. Dabei kündigte er den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem bis Ende 2019 an.

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Kommentare

US-Botschaft soll 2019...

gut das darüber gesprochen wurde. Das ist natürlich ein Politikum erster Güte - es wird in der Folge dieser Entscheidung auch darüber zu sprechen sein, was Begriffe wie Freiheit, Selbstbestimmung, Staatliche Integrität etc. im Zusammenhang mit westlicher Ideologie und Politik fürderhin noch bedeuten. Ob solche Begriffe nur noch in Bezug auf die westlichen Länder und/ oder die Atommächte von Wert sind, oder ob es sich noch um Begriffe von grundsätzlicher Bedeutung (um Werte) handelt.

Es werden Fakten geschafft.

Es ist schon unverständlich genug, dass die fortwährende Annexion des Westjordanlandes ohne jeden politischen Widerstand der Weltgemeinschaft andauert. Auch werden wirtschaftliche Projekte wie die Firma Soda-Stream auf palist. Land auch noch von der EU finanziell unterstützt. Da ist der Umzug der US-amerikanischen Botschaft nur ein weiterer Schritt zur Abwicklung eines möglichen palist. Staates.

Neutrale EU?

Die EU verneint das Recht Israels, (West-)Jerusalem als Hauptstadt zu benennen, aber unterstützt die palästinensische Seite mit der vorweggenommenen Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt? und da will man der USA allen Ernstes Einseitigkeit vorwerfen?

ich schäme mich für diese verlogene Einseitigkeit.

Israel ist ein souveräner Staat, (West-)Jerusalem ist unstrittiger Bestandteil dieses Staates. Wer Israels Recht verneint, diese Stadt als Hauptstatt zu wählen, verneint die Souveränität Israels.

Und ich bin gespannt, ob diese mainstream-kritische Position durch die Moderation freigegeben wird ...

Immer schön zündeln

Immer schön Öl ins Feuer gießen, liebe Amerikaner. Wenn schon momentan kein aktueller Krieg läuft, Ihr startet schon einen. Da bin ich mir sicher!

Ein Schritt zur Klärung des historisch begründeten Rechts

Jerusalem ist seit ca. 3.000 Jahren die Hauptstadt Israels. Wenn es zwischenzeitlich den Staat Israel als Objekt nicht gab, dann nur aufgrund von Annexion und Unterdrückung. Uns, den Deutschen, stände es gut an dieses Faktum anzuerkennen. Was die EU sagt, sagt sie etwas im Namen aller EU-Mitglieder (?), ist irrelevant und zeugt nur von Ignoranz und Mutlosigkeit. Wenn die EU einen Palästinenserstaat fordert, muss sie auch einen Kurdenstaat fordern. Nur letzteres tut sie aus Feigheit nicht. Gegen Israel sind sie mutig, da sie wissen, dass Israel als Rechtsstaat niemals grundlos EU-Bürger inhaftieren würde. Anders als die Türkei.

Wie man nur so Öl ins Feuer

Wie man nur so Öl ins Feuer gießen kann!

Und wie man, anstatt Ungerechtigkeiten und zum Himmel schreiende Völkerrechtsverletzungen zu beseitigen bzw. rückgängig zu machen, diese auch noch intensivieren und zementieren kann!!!

nunja, Jerusalem war schon Jahrtausende Hauptstadt der Juden,

als Herr Mohammed geboren wurde und den Islam begründete.
Es fordert ja auch niemand die Hälfte von Mekka oder Medina.

Immer feste provozieren

Trumps Anhängerschaft steht darauf, also muss jede Woche irgendwas gesagt werden, das die Palästinenser vorführt und ärgert und die israelische Rechte freut.

Das Gebäude gibt es übrigens schon - eine US-Botschaft ist der reinste Bunker, sowas baut man nicht mal eben in einem Jahr. Also wird das State Department ein Jahr damit verbringen, Büros zu verteilen, Möbel zu rücken und die Türschilder auszutauschen (vorher Botschaft in Tel Aviv, Konsulat in Jerusalem, danach umgekehrt).

Das Gute an solcher Symbolpolitik ist, dass man sie genauso leicht rückgängig machen oder das ganze Gebäude zur US-Botschaft in Palästina erklären kann. Und deswegen wird viel, was Trump macht, Rauch um nichts bleiben.

Auch die EU und Deutschland sollten dazu stehen.

Wenn auch die EU und Deutschland, welche Israel ja als "Staaträson" betrachten sich eindeutig auch zur Israels Hauptsadt Jerusalem bekennen würde, wäre das sicher dem Frieden dienlich, der alle wüßte was ja schon immer Fakt ist. Die Zweistaaten Vorstellung ist nicht möglich, ohne Israels Existenz zu bedrohen.

Chapeau !

Endlich erkennen die USA die Realität an. Auch Deutschland stünde es gut an aus Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk die Hauptstadt Israels endlich anzuerkennen. Dies könnte den Nahost Konflikt sogar lösen helfen. Wer hat sich nur den Unsinn mit der "Zwei-Staaten" Lösung ausgedacht? Warum hat man diese nicht mit den Kurden realisiert ?

Normalerweise sind alle Botschaften in der Hauptstadt

eines Landes. Warum sollte es in Israel anders sein. Alle westlichen Länder sollten dem Beispiel der Amis folgen.

14:52 von Duzfreund

Ein interessanter Kommentar ihrerseits. Ich behaupte, daß es schon Unterschiede in der Behandlung gibt. Als Beispiel würde in Nord-Korea mit dem Irak vergleichen. Je wehrhafter ich bin, desto mehr Respekt wird mir entgegengebracht.

" Die Parlamentarier warteten

"
Die Parlamentarier warteten den Beginn der Rede ab, standen dann auf und schwenkten Poster. Unter lauten Protestrufen wurden sie sofort von Ordnern aus dem Saal gedrängt.
"

Demokratie in Israel:

Du darfst eine eigene Meinung haben - aber nur,wenn die mit der israelischen Regierung konform ist.

Ansonsten wirst du als normaler Demonstrant auf der Straße auch schon mal von der IDF erschossen & als Politiker direkt von Ordnern per vollem Körpereinsatz aus der Knesset entfernt...

Israels Hauptstadt Jerusalem

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, das ist unbestreitbar. Deshalb ist es eine weise Entscheidung der Amerikaner nun endlich die Tatsachen beim Namen zu nennen und die Botschaft zu verlegen.

Und einmal mehr zeigen Palestinänser mit ihren Verbrennungen von Pencepostern und Trumppostern direkt vor der Geburtskirche, dass sie gar nicht in der Lage oder nicht Willens sind, ehrwürdig mit historischen Gebäuden umzugehen. Man will sich gar nicht vorstellen, wie Ostjerusalem in den Händen solcher Brandstifter aussähe. Aber wie auch immer, man muss kon­s­ta­tie­ren, dass bisher jegliche Friedensbemühungen mit den Palestinänsern seit Jahrzehnten gescheitert sind. Es wurde höchste Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Jordaniens Protest ist unglaubwürdig

Es war schließlich Jordanien, dass die Palästinenser von 1948 bis 1967 daran gehindert hat, Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines Palästinenserstaates zu machen, indem es den Teil der Stadt völkerrechtswidrig besetzt hielt. Auch durften in dieser Zeit keine Juden deren heilige Stätten besuchen, so wie heute umgekehrt Israel dies den Muslimen ermöglicht. Anstatt zu neuer Gewalt aufzurufen, sollten die Palästinenser lieber vertrauensbildende Maßanhmen betreiben, z.B. Israel anbieten, bei einer geteilten Hauptstadt gegenseitig den Zugang zu allen heiligen Stätten zu ermöglichen. Gegenseitig die Rechte von Minderheiten (die in Israel lebenden Palästinenser haben Minderheitsrechte, die über die Mehrheitsrechte in den meisten arabischen Staaten weit hinausgehen) anzuerkennen, wäre eine wichtige Erklärung. Das Verharren auf Maximalpositionen, alles dann erst entscheiden zu müssen, wenn man das Land unwiderruflich hat, ist, wie die jetztige Position der israelischen Regierung, nicht hilfreich.

Ist ja nur ...

Verstoß gegen eine UN-Resolution, die sogenannte Jerusalemfrage.

Die ganze Sache um Jerusalem wurde 1970 schon geklärt.
Zugleich ist der Ostteil Jerusalems ein besetztes Gebiet und gehört eigentlich nicht Israel an. Somit würde man also auch eine Annexion Jerusalems zustimmen.

Aber das ist ja alles schon so lange her das keiner mehr sich daran erinnern kann. Aber an die Mondlandung 1 Jahr früher, daran können sich sogar die Leute erinnern die in den 80ern geboren wurden.

USA kann sich dieses Friedensgerede sparen

Wenn die Palästinenser nach diesem Vorgängen der Amerikaner auf Friendesverhandlungen eingehen würden wäre sie schön blöd. Diese Verhandlungen wäre sowieso eher ein Diktat als eine Verhandlung. Die USA haben sich so parteiisch und so einseitig pro Israel verhalten, dass sowieso keine fairen Verhandlungen möglich sind.

Ein Fall von understatement

" Die Europäer sehen die Gefahr, dass Israel dadurch noch weniger Anreiz hat, Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung aufzunehmen."

Israel hat sowieso NULL Anreiz für Friedensverhandlungen.

Denn da wären israelische Zugeständnisse nötig, und Israel wird nach dem Prinzip regiert: Lieber kein Frieden ohne Zugeständnisse als Frieden mit Zugeständnissen.

Trumps Entscheidung ist nachvollziehbar

Im Jahr 2005 haben die Israelis den Gaza-Streifen geräumt und die jüdischen Siedlungen dort aufgelöst. Das war eine enorme politische Vorleistung von israelischer Seite für eine Zwei-Staaten-Lösung und den Frieden. Das Ergebnis war nicht der gewünschte Frieden, sondern die Machtübernahme durch die Hamas, die Schaffung einer brutalen islamischen Diktatur und der Beschuss Israels mit Katuscha-Raketen.

Bei den Wahlen in den Palästinenser-Gebieten 2006, nach der Räumung des Gaza-Streifens, wurde die radikal-islamische Hamas, die für mehr als 60 Selbstmordattentate verantwortlich war und den Friedensprozess mit Gewalt bekämpfte, stärkste Partei und erreichte die absolute Mehrheit der Sitze. Die Behauptung, dass der Islamismus nur von einer Minderheit der Muslime getragen wird und nichts mit dem Islam zu tun hat, wurde widerlegt. Es waren die muslimischen Wähler, die sich gegen Demokratie, Freiheit und Frieden entschieden haben.

Es gibt zuviele, die keinen

Es gibt zuviele, die keinen Frieden wollen!

Ich weiß ehrlich....

nicht genau, was ich denken und schreiben darf, ohne sofort in den anscheinend beliebten Verdacht des Antisemiten zu kommen. Als Laie bin ich wie alle anderen gezwungen, das Bildmaterial zu werten und die persönlichen Meinungen und Wertungen des Autors der Nachricht zur Kenntnis zu nehmen. Ich vergleiche dann die Lobeshymnen und Selbstbeweihräucherung des angeblich einzigen demokratischen Staates im Nahen Osten mit z.B. dem Verhalten der Ordner der Knesset. Jehova sei Dank, hat sich der Staat nicht als Rechtsstaat bezeichnet, denn die Urteile hinsichtlich Enteignung oder Schadenersatz differieren erheblich zwischen jüdischen Israelis und einheimischen Arabern, und damit meine ich weder PLO noch Hamas oder andere Terroristen.

re der f

"Und ich bin gespannt, ob diese mainstream-kritische Position durch die Moderation freigegeben wird ..."

Die wird freigegeben, weil keine Ahnung haben kein Hindernis ist.

Nämlich:

"Die EU verneint das Recht Israels, (West-)Jerusalem als Hauptstadt zu benennen"

ist 100% falsch.

Die EU verneint nicht das Recht Israels, Jerusalem als Hauptstadt zu benennen. Allerdings das Ansinnen Israels, ganz Jerusalem dafür in Anspruch zu nehmen.

Die Begründung liegt im Völkerrecht und in einer Resolution des UNSC.

re peter04

" Jerusalem war schon Jahrtausende Hauptstadt der Juden"

Staaten haben Hauptstädte. Nicht Völker.

Oder nennen Sie Berlin die Hauptstadt der Deutschen?

15:26 von MichlPaul ..dem Frieden dienlich..

Welchem Frieden? Wer einseitig die Position Israels ergreift, die subjektiv sicher gerechtfertigt ist, ebenso wie die gegensätzliche der Palästinenser, der negiert die Verantwortung des europäischen Kolonialismus für die gesamte (geo-) politische Situation in der Region.
Es gibt kein Recht, das auf einer völkischen Konstellation von vor 2000 Jahren basiert, wenn dem so währe, gäbe es keinen Brexit, sondern in London würde Latein gesprochen und die dortigen Überschüsse würden die Staatskasse Roms füllen.

re autograf

"Es war schließlich Jordanien, dass die Palästinenser von 1948 bis 1967 daran gehindert hat, Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines Palästinenserstaates zu machen, indem es den Teil der Stadt völkerrechtswidrig besetzt hielt. "

Geschichtsklitterung.

Es gab damals überhaupt kein politisches Konzept für so eine Konstruktion. Einen palästinensischen (Teil)Staat in der Westbank zu gründen wäre als Verzicht auf den Anspruch auf Gesamtpalästina verstanden worden.

15:37 von Pro Eskalation

>"Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, das ist unbestreitbar."

Doch, das ist sehr wohl bestreitbar, da das Jerusalemgesetz weder von den Vereinten Nationen noch vom Gros aller Staaten anerkannt wird. Genauer gesagt nur von vier Ländern weltweit (natürlich den USA, aber auch Größen wie Tschechien, Vanatu und Guatemala).

>"Es wurde höchste Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen."

Also eines, in dem die Palästinenser noch mehr benachteiligt werden und ihnen noch mehr Land geraubt wird?

15:04 von der f

"Die EU verneint das Recht Israels, (West-)Jerusalem als Hauptstadt zu benennen, aber unterstützt die palästinensische Seite mit der vorweggenommenen Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt? und da will man der USA allen Ernstes Einseitigkeit vorwerfen?
ich schäme mich für diese verlogene Einseitigkeit.
Israel ist ein souveräner Staat, (West-)Jerusalem ist unstrittiger Bestandteil dieses Staates. Wer Israels Recht verneint, diese Stadt als Hauptstatt zu wählen, verneint die Souveränität Israels."

Immerhin bestätigen Sie durch ihre klare Trennung von West und Ost, dass Ost-Jerusalem die Hauptstadt der Palästinenser wäre. Aber ist Ost-Jerusalem das wirklich? Nach meiner Kenntnis ist Ost-Jerusalem von Israel besetzt und wird als Teil Ganz-Jerusalems gesehen. Wenn Sie also schon "verlogene Einseitigkeit" kritisieren, warum nicht dann auch in diesem Fall?

Falsche Reaktionen

Gerade der Besuch von Pence sollte doch Anlass zu Gesprächen geben. Die arabischen Abgeordneten müssen ihn treffen, um zu verhandeln. Das Verbrennen von Fahnen oder Bildern ist nur Beweis der Verhandlungsunfähigkeit.
In Jerusalem ist die Knesset und das Oberste Gericht und Ministerien. Also ist es alleine dadurch schon Hauptstadt. Israel hat seine Kriege in einem Überlebenskampf gewonnen und die Verlierer wollen die Hauptstadt diktieren. Das ist paradox. (mal bitte an 1945 denken)
Von deutscher Seite ist eine Kritik schon gar nicht angezeigt. Ich kenne schon die Kommentare: "Antisemit bin ich nicht, aber ich habe Probleme mit der israelischen Politik". Aber scheinbar keine Probleme mit der palästinensischen Politik.
Bitte darüber schlau machen und dann sich zu Wort melden!

Israelische Demokratie

Deutschland sollte die Reisen seiner Bürger, besonders der jungen, nach Israel mit finanzieller Unterstützung fördern. Das wäre ein Beitrag zum Frieden, denn jeder, der dieses Land aus eigener Anschauung kennenlernt, wird sofort verstehen, wieso Israel handelt wie es handelt. Von der pluralistisch geprägten Gesellschaft Israels und der Ausformung der Demokratie in Israel könnten wir lernen. Israel ist ein Land, in dem unterdrückte Religionen (Bahai in Haifa) Zuflucht gefunden haben. Und es ist ein Land, das aus Menschen verschiedenster Herkunft (Äthiopien, Russland, Deutschland etc.) bewohnt wird. Zudem ist Israel wissenschaftlich und technologisch eines der führenden Länder in der Welt.

re eres

"Gerade der Besuch von Pence sollte doch Anlass zu Gesprächen geben. Die arabischen Abgeordneten müssen ihn treffen, um zu verhandeln"

Was legt denn auf dem Tisch, über das man verhandeln könnte?

Z.B. als Grundlage: Soll über einen palästinensischen Staat verhandelt werden?

re gattopardo

" Israel ist ein Land, in dem unterdrückte Religionen (Bahai in Haifa) Zuflucht gefunden haben. Und es ist ein Land, das aus Menschen verschiedenster Herkunft (Äthiopien, Russland, Deutschland etc.) bewohnt wird. Zudem ist Israel wissenschaftlich und technologisch eines der führenden Länder in der Welt."

Was ist denn nun die Folgerung aus Ihrer Aufzählung?

etwa: Sollte man diesem großartigen Staat nicht erlauben, die Palästinenser als Besatzungsmacht zu unterdrücken?

Wollten Sie das sagen?

"Die EU-Außenbeauftragte

"Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte Abbas Unterstützung bei der Errichtung eines Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zu."

Laut EU ist die Jerusalem-Frage also nur dann eine Verhandlungssache, wenn es um Israel geht.
Sobald aber Abbas Jerusalem als Hauptstadt will, braucht man auf einmal keine Verhandlungen mehr und sichert man sogar noch Unterstützung zu.

um 16:19 von

um 16:19 von Gattopardo:
"
Deutschland sollte die Reisen seiner Bürger, besonders der jungen, nach Israel mit finanzieller Unterstützung fördern. Das wäre ein Beitrag zum Frieden, denn jeder, der dieses Land aus eigener Anschauung kennenlernt, wird sofort verstehen, wieso Israel handelt wie es handelt.
"

1. bezahlt Deutschland genug (für Waffen - U-Boote z.B.)
2. wieso finanziert Israel so etwas nicht? (kein Geld,weil zu viel Korruption? ...man denke nur an Netanjahu...)

3. Wieso soll nur Israel von deutschen Bürgern bereist werden & nicht auch Gaza ?
-> könnte dies zu zuviel Objektivität führen?

"
Und es ist ein Land, das aus Menschen verschiedenster Herkunft (Äthiopien, Russland, Deutschland etc.) bewohnt wird.
"
...interessanterweise kamen relativ viele Juden mit Vorfahren,die in DE lebten,wieder nach Deutschland
...& die jüdischen Äthiopier haben unter den Juden in Israel einen ziemlich schweren stand...gab von denen schon Proteste mit dem Hinweis,sie wären ja auch Menschen...

18:05 von karwandler

re gattopardo

" Israel ist ein Land, in dem unterdrückte Religionen (Bahai in Haifa) Zuflucht gefunden haben. Und es ist ein Land, das aus Menschen verschiedenster Herkunft (Äthiopien, Russland, Deutschland etc.) bewohnt wird. Zudem ist Israel wissenschaftlich und technologisch eines der führenden Länder in der Welt."

Was ist denn nun die Folgerung aus Ihrer Aufzählung?

etwa: Sollte man diesem großartigen Staat nicht erlauben, die Palästinenser als Besatzungsmacht zu unterdrücken?

Wollten Sie das sagen?
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*
*
Diese Palästinenser sind auch nicht unschuldig an der Besetzung.
*
Wer einen Staat nicht anerkennt, versagt hat die Bevölkerung diseses Staates, wie angekündigt ins Meer zu jagen und regelmäßig Raketen auf dieses Land abfeuert, der Bedarf besonderen MItleids?
*
Klar wenn man sich schämt, das diese Raketen eventuell mit der eigenen Entwicklungshilfe finanziert wurde?
*
Aber unsere 68 haben ja aus RAF Zeiten noch Ausbildungskontakte aus der "Landshut-zeit".

Mr. Trump haut den Palästinensern gerade ein Standbein weg.

Da sie nun nicht mehr stehen können, müssen sie dringend verhandeln. Trump reicht ihnen vorerst eine Krücke.

Mit einem Präsidenten Trump

Mit einem Präsidenten Trump und dessen Politik sind wir von stabileren Verhältnissen im nahen Osten weiter denn je entfernt.

Was er gut beherrscht ist :Öl ins Feuer giessen.
Europa muss sich warm anziehen.

Nichts anderes zu erwarten :

Nichts anderes zu erwarten : USA ist von den Juden unterwandert und werden knallhart fürn ihre politische Ziele ausgenutzt.

@Izmi

"Immerhin bestätigen Sie durch ihre klare Trennung von West und Ost, dass Ost-Jerusalem die Hauptstadt der Palästinenser wäre."

Merken Sie denn nicht wie befremdlich das Ganze eigentlich ist?
West-Jerusalem ist die Neu-Stadt während Ost-Jerusalem die Alt-Stadt.

Wie kann nun die Alt-Stadt um Gottes Willen den Palästinenser gehören und mit denen auch nur in Verbindug gebracht werden?
Den Felsendom und die al-Aqsa-Moschee wurden erst um das Jahr 700 nach Christus gebaut, und nachweislich nicht von den Palästinensern. Die tauchten um das Jahr 1974 erstmal auf.

Die Alt-Stadt als Hauptstadt "Palästina" wäre somit die Negation Israels Geschichte, Identität und somit seine eigentliche Existenz oder Existenzrecht.

@ Eres 16:18

Die arabischen Abgeordneten haben keinesfalls Plakate verbrannt, wie Sie mal eben so nebenher unterstellen. Sie haben Plakate hochgehalten und laut protestiert.

Eine amerkanische Fahne wurde von protestierenden Palästinensern Anfang Dezember 2017 vor der Geburtskirche verbrannt, nach der unseeligen Trump'schen Ankündigung, auch Ost-Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.
Das war nur verständlich und ist innerhalb von Demonstrationen durchaus ein übliches Protestverhalten und hat mit der Fähigkeit von politischen Vertretern der Palästinenser, Verhandlungen zu führen, absolut gar nichts zu tun!

18:03 von karwandler

re eres

"Gerade der Besuch von Pence sollte doch Anlass zu Gesprächen geben. Die arabischen Abgeordneten müssen ihn treffen, um zu verhandeln"

Was legt denn auf dem Tisch, über das man verhandeln könnte?

Z.B. als Grundlage: Soll über einen palästinensischen Staat verhandelt werden?
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Können Sie nicht realisieren, das vorher die Palästinenser erst einmal Israel anerkennen müssten?

18:44 von sonderbar

"Merken Sie denn nicht wie befremdlich das Ganze eigentlich ist?
West-Jerusalem ist die Neu-Stadt während Ost-Jerusalem die Alt-Stadt.
Wie kann nun die Alt-Stadt um Gottes Willen den Palästinenser gehören und mit denen auch nur in Verbindug gebracht werden?
Den Felsendom und die al-Aqsa-Moschee wurden erst um das Jahr 700 nach Christus gebaut, und nachweislich nicht von den Palästinensern. Die tauchten um das Jahr 1974 erstmal auf.
Die Alt-Stadt als Hauptstadt 'Palästina' wäre somit die Negation Israels Geschichte, Identität und somit seine eigentliche Existenz oder Existenzrecht."

Tatsächlich, es ist sogar sehr befremdlich, wenn dem einen eine Hauptstadt zugestanden wird, dem anderen aber nicht. Die Trennung "West/Ost" brachte der Forist dankenswerterweise ins Spiel, auf den ich antwortete. Die Geschichte der letzten 3000 Jahre spielt dabei keine Rolle.

@Gattopardo

"Ein Schritt zur Klärung des historisch begründeten Rechts. Jerusalem ist seit ca. 3.000 Jahren die Hauptstadt Israels."

Es gibt kein historisch verbrieftes Recht.
Sowas befindet sich eher weit rechts im politischen Spektrum.

Auf Grund von historisch verbrieftem Recht sind hunderte, wenn nicht sogar tausende Kriege geführt worden. Wer sich allein mit der Zugehörigkeit von Schleswig zu Deutschland beschäftigt wird über die Jahrhunderte dutzende Dokumente finden, welche sowohl das eine, als auch das andere behaupten.

@ peter04

Da kann ich Ihnen nur voll und ganz recht geben, Sie haben recht.
Und was besonders Medina betrifft, sollten viele einmal nachlesen, von wem die Stadt/Siedlung einmal bewohnt wurde und was dann mit Medina passierte. Da würden manche schon staunen.

18:52 von Boris.1945

"Können Sie nicht realisieren, das vorher die Palästinenser erst einmal Israel anerkennen müssten?"

Es ist natürlich sehr praktisch auf Vorleistungen zu bestehen, wenn man die ganze Verhandlungssache schon im Sack hat.
Und noch dazu der Stärkere ist.
Dann hält man den kleineren Kontrahenten am ausgestreckten Arm und ruft: "Wehr dich!" Und der kann sich abstrampeln, wie er will, er kann nichts tun.
Das ist so ungefähr die Lage zur Zeit.

Frage

Welche Zugeständnisse Israel für einen Frieden machen muss, da gibt es ja viele Ideen für. 1) Welche Zugeständnisse werden eigentlich von den Palästinensern erwartet? 2) Wie können die Pal. einen Friedensvertrag mit jemandem unterschreiben, den sie gar nicht anerkennen? Welchen Wert hat so ein Papier, mal logisch gesehen?

Jerusalem seit 3000 die Hauptstadt Israels

Ich kann es nicht mehr hören wie sich "erwachsene" Menschen auf solche Argumente versteifen können. Noch schlimmer wird es wenn von "biblischem Recht" gesprochen wird.

Die Provokateure

Pence und der israelische Präsident treiben es ungeniert auf die Spitze.
Von Diplomatie keine Spur mehr, wenn es überhaupt jemals richtige Anzeichen dazu in diesem Gebiet gab und wenn dann kann man davon ausgehen dass diese nie ernst und ehrlich gemeint war.
Gefährlich ist eine solche Politik, denn es lässt sich sehr gut erkennen dass Israel bereit ist was seine Belange angeht zum äussersten zu gehen und auch die USA wollen immer mehr ihre Interessen in der Welt auf Biegen und Brechen durchsetzen und umsetzen.
Immer noch scheint es so, und dies wäre nicht zum ersten mal in der Weltgeschichte, als wolle man in diversen Regionen bis aufs Äusserste die Gemüter reizen, um einen militärischen Gegenangriff herauszufordern und um sich auf diese Art und Weise eine Berechtigung zu schaffen um einen Gegenschlag und damit einen Krieg zu rechtfertigen.
Europa sollte endlich seine Position gegenüber dem was stattfindet deutlich machen und dies kann auf keinen Fall die des Verbündeten der USA sein.

re moutarde

" Wie können die Pal. einen Friedensvertrag mit jemandem unterschreiben, den sie gar nicht anerkennen? Welchen Wert hat so ein Papier, mal logisch gesehen?"

Welchen Wert hätten denn die jüdischen Unterschriften gegenüber einem Staat, den sie nicht anerkennen, und einem Volk, das sie als gar nicht existent bezeichnen?

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