Kommentare

der Geschichte ins Auge blicken

Da kommen der Papst und die katholische Kirche wohl nicht drum herum. Und diese Geschichte ist lang, sehr lang.
Die Kirche spielte eine tragende Rolle bei der Unterwerfung und Ausplünderung Südamerikas. Priester kamen mit Soldaten im Gefolge und brachten den einen den christlichen Glauben und den anderen den Tod. Es ist ein Wunder, dass es unter den Indigenen überhaupt Menschen gibt, die sich dieser Kirche unterordnen und ihren Gott, der ihnen wahrlich kein Heil bescherte, verehren.
Der Umgang des Vatikans mit den Missbräuchen ist auch kein Ruhmesblatt, selbst wenn man Franziskus hier guten Willen unterstellen kann. Dennoch überlässt er die Aufarbeitung den selbst beschuldigten Geistlichen.

Ach übrigens, ein Besuch eines deutschen Regierungsrepräsentanten in Chile, um sich mal der unseligen Geschichte der Colonia Dignidad und der Unterstützung der Pinochet-Diktatur zu stellen, würde mich sehr freuen.

Der Mann ist ja nicht doof, ...

er wird wissen auf was er sich einlässt und er wird wie üblich angemessene Worte finden.
Soll er also nur anreisen, die Dinge werden sich weisen.

Tja, als Gottes Vertreter auf

Tja, als Gottes Vertreter auf Erden hat man´s nicht leicht. Es ist schon traurig, dass die meisten Kriege der letzten Jahrhunderte aus solch einer überflüssigen Sache wie Religion entstanden sind. Damit meine ich nicht nur die christlichen, der Islam ist da keinen Deut besser.
Was will der Mann da eigentlich? Den Menschen Trost zusprechen? Alles wird gut, wenn man nur genug betet? Als Billionenschweren Konzern hätte ich besonders von der Kirche mehr Einsatz bei der Bekämpfung der Armut erwartet. Statt dessen versucht sich die Kirche ohne mich zu fragen an meinen Steuer zu bereichern, den direkten Weg konnte ich unterbinden, den indirekten über staatliche Zuschüsse nicht. Für die Villa von Tebartz-van Elst hat´s ja gereicht. Wenn dem (von unserem verehrten deutschen Journalisten Deniz Yücel mal als "Junta-Jungen" bezeichneten) Papst so sehr an der Barmherzigkeit liegt, sollte er mal ein paar seinen Ländereien zur Verfügung stellen, als immer von den anderen zu fordern.

09:06, NeutraleWelt

>> Es ist schon traurig, dass die meisten Kriege der letzten Jahrhunderte aus solch einer überflüssigen Sache wie Religion entstanden sind.<<

Kein Krieg entsteht aus Religion. Religion wird gelegentlich als Rechtfertigungsgrund benutzt, das ist aber eine Nebelkerze.

Sie scheinen sich nicht wirklich mit den Kriegen der letzten Jahrhunderte beschäftigt zu haben, sonst hätten Sie obigen Satz nicht geschrieben.

Religion mag für Sie überflüssig sein, für weit über 90% der Menschen dieser Erde ist das anders.

Das schreibt ein bekennender Agnostiker.

Ihre Kirchenkritik ist eindimensional und wohlfeil und deswegen ärgerlich. Da lese ich lieber Karlheinz Deschner.

@fathaland slim, 10:42

Religion mag für Sie überflüssig sein, für weit über 90% der Menschen dieser Erde ist das anders.

Das stimmt ganz gewiss, ob es aber auch gut so ist, darf doch bezweifelt werden. Natürlich ist es zunächst mal nichts schlechtes, wenn jemand zufrieden in seinem Glauben lebt. In der Regel rührt diese Zufriedenheit aber daher, dass die Religion ihn zu einer aus ganz anderen Gründen gewünschten Anspruchslosigkeit und Demut erzogen hat.

@ um 10:42 von fathaland slim

"09:06, NeutraleWelt
>> Es ist schon traurig, dass die meisten Kriege der letzten Jahrhunderte aus solch einer überflüssigen Sache wie Religion entstanden sind.<<

Kein Krieg entsteht aus Religion. Religion wird gelegentlich als Rechtfertigungsgrund benutzt, das ist aber eine Nebelkerze."

Grundsätzlich haben Sie Recht. Es ist jedoch leichter ein streng religiös erzogenes Volk in einen Krieg zu schicken, wenn dem Volk gesagt wird, dass sie für 'ihren' Gott in den Krieg ziehen. Solange ein Glaube, der nicht hinterfragt werden darf, sich 'Religion' nennen kann, kann dieser Glaube für einen Krieg instrumentalisiert werden. Da ist die Katholische Kirche heute sicher viel besser aufgestellt, als noch vor 400 Jahren.
Hier mehr zum Thema:
"https://de.m.wikipedia.org/wiki/Religionskrieg"

11:21, frosthorn

>>@fathaland slim, 10:42
"Religion mag für Sie überflüssig sein, für weit über 90% der Menschen dieser Erde ist das anders."

Das stimmt ganz gewiss, ob es aber auch gut so ist, darf doch bezweifelt werden.<<

Wie Du vielleicht erkannt hast, habe ich lediglich eine Tatsache festgestellt und mich jeglicher Wertung enthalten.

Religion gehört untrennbar zur Menschheitsgeschichte, egal wo und egal wann. Deswegen ist die Diskussion, ob das gut oder schlecht sei, ein wenig müßig. Religion ist offensichtlich etwas, was dem Menschen innewohnt, sonst wäre sie nicht unabhängig voneinander überall dort, wo es Menschen gibt, immer wieder erfunden worden. Und immer wieder schuf der Mensch Gott nach seinem Bilde...

11:56, Ritchi

>>"Kein Krieg entsteht aus Religion. Religion wird gelegentlich als Rechtfertigungsgrund benutzt, das ist aber eine Nebelkerze."

Grundsätzlich haben Sie Recht. Es ist jedoch leichter ein streng religiös erzogenes Volk in einen Krieg zu schicken, wenn dem Volk gesagt wird, dass sie für 'ihren' Gott in den Krieg ziehen. Solange ein Glaube, der nicht hinterfragt werden darf, sich 'Religion' nennen kann, kann dieser Glaube für einen Krieg instrumentalisiert werden.<<

Nach Ihren Ausführungen bin ich fast geneigt, den Nationalsozialismus für eine Religion zu halten. Aber ist es nicht vielmehr so, daß es leicht ist, ein Volk, welches auf Befehl und Gehorsam gedrillt ist, in den Krieg zu schicken?

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