Kommentare

Millionen für Schwarzfahrer im Knast ..

so viel zum Thema Kreativität in Gesetzgebung und Bürokratie.
Anders, aber schlimmer wenn statt derer, Ladendiebe und Schwarzfahrer, Gewalttäter draußen bleiben, weil kein Platz ist oder weil man ihnen irgend etwas zugute hält.

Warum keinen kostenlosen ÖPNV?

Das größte Problem scheint auch auf diesem Sektor die Weigerung des Staates zu sein, genügend Personal auszubilden und auch einzustellen. Aber Psychisch kranke Gewaltverbrecher bekommen möglicherweise mildernde Umstände und psychisch kranke Schwarzfahrer gehen erbarmungslos in den Knast?
Ersatzfreiheitsstrafe bedeutet, dass arme Menschen ins Gefängnis müssen und "reiche" Menschen sich freikaufen können?
Wie sieht denn die Schwarzfahrquote bei den Flüchtlingen aus? Die haben doch auch viel zu wenig Geld um sich die teuren Tickets leisten zu können und die evtl Strafe zu bezahlen. Hat man da Angst, zu viele von denen dann einsperren zu müssen?
Also nicht nur weil kein zu teurer Platz im Knast frei wäre, sondern auch, weils einen schlechten Eindruck hinterlässt?

Millionen für Schwarzfahrer im Knast

200 Millionen sind natürlich viel Geld dafür und das Schwarzfahren darf nicht ungestraft
sein weil es sonst nur noch Schwarzfahrer geben wird. Aber das - die 200 Mio. - ist nichts gegen solcher Dinge wie BER , Elbphilharmonie den Nürburgring oder den Flughafen Hahn und die Geldvernichtungen beim Atomvertrag
und noch zigtausend andere Fälle. Hier könnte man sehr viel Geld einsparen .... aber Steuern erhöhen ist leichter.

Ersatzstrafe kann auch anders

Blödsinn wegen einer Bagatelle. Abarbeiten lassen. Straßen fegen, Müll auflesen, Öff. Rasen mähen - es gäbe viele Tätigkeiten, mit denen der Schaden für die Öffentlichkeit minimiert werden könnte. Wer sich dann immer noch nicht engagiert, den schickt man in den Knast - sind aber keine 10%. Ich sähe für diese Summe lieber die Cum-Cum- und Diesel-Bescheisser im Knast.

Arbeitsstunden

sollte man vielleicht zwingend vor einer Haft-Ersatzstrafe einführen.
.
So hätten mittellose Straftäter die Chance, die Haft in Freiheit abzuarbeiten. Mein Mitleid hält sich aber in Grenzen. Niemand wird zu Straftaten gezwungen.

Gossensprache

Sicher ein diskussionswürdiges Thema. Gefängnis für das Schwarzfahren erscheint übertrieben. Sinnvoller sind ermäßigte Zeitkarten.

Daß Sie hier "Knast" schreiben, ist nicht akzeptabel. Dafür arbeiten Sie besser bei der "BILD"-Zeitung. Das sprachliche Niveau mancher Artikel ist abstoßend ("Knast", "gefeuert" usw.).

Auweia

Was soll die Aufregung. Man kommt in Deutschland sogar in den Knast, wenn man die Zwangsgebühr an die ÖR nicht bezahlt. Erst kommen Mahnungen, dann Pfändungsversuche, klappt das nicht, geht es in den Knast. So geht Deutschland!

kostenloser nahverkehr

wäre volkswirtschaftlich und ökologisch höchst sinnvoll und dann würde es das problem mit schwarzfahrern garnicht mehr geben!

" Doch nun muss er acht

" Doch nun muss er acht Monate in einem Dortmunder Gefängnis absitzen. Und das nur, weil er schwarz gefahren ist"

Falsch.
Er sitzt, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hat.

Da könnte bald jeder kommen und den Einkauf nicht bezahlen (einfach mal so mitnehmen), den Strafzettel nicht bezahlen, die Rechnung nicht bezahlen...
Und das immer und immer wieder.

Unsere Wirtschaft funktioniert aber nur, wenn alle zahlen. Diejenigen, die bezahlt werden brauchen das Geld auch zum Leben.

Es ist nicht zu teuer das durchzusetzen, wenn man sich die Zustände in manchen anderen Ländern ansieht.

Ps. Klar sollte man auch die großen Steuerhinterzieher verfolgen, da wird zu wenig getan.

Die armen Teufel müssen einsitzen, weil sie das Geld

für das erhöhte Beförderungsentgelt nicht aufbringen können.
Die Großganoven, die uns alle mit ihren Cum-Ex Geschäften um Milliarden betrogen haben, müssen keine Konsequenzen fürchten.
Und ihre politischen Freunde ebenfalls nicht.

Kein Wunder, dass unsere staatlichen Institutionen von immer weniger Leuten ernst genommen werden, und sich der Überdruss an unsereren "Eliten" breit macht.

200 Millionen sind genau eins: Peanuts

200 Millionen Euro sind angesichts der ansonsten ausgegebenen Gelder, selbst erhöhten Abgeordneten Diäten, Verschwendung beim Bau, Fehlplanungen, etc. pp nur eins: Peanuts!

Widerspruch in sich?

Oben:
"Theoretisch hätte Hallberg die [Haftstrafe] noch abwenden können, wenn er sich um eine gemeinnützige Arbeit gekümmert hätte."
Weiter unten:
"Dass es anders geht, zeigt zum Beispiel das Projekt "Arbeit statt Strafe" von der Freien Hilfe Berlin e.V. Menschen, denen eine Ersatzfreiheitsstrafe droht, können hier eine gemeinnützige Arbeit aufnehmen, um der Haft zu entgehen."
Das ist doch beides das Selbe. Wenn gemeinnützige Arbeit, dann keine Haftstrafe. Dortmund und Berlin handhaben es scheinbar exakt gleich. Wo also ist der Unterschied der rechtfertigen würde zu schreiben, dass es auch anders ginge?
Und warum ist "selbst" der Leiter einer JVA gegen solche strafen? Muss der Mann diskussionslos für Haftstrafen sein, nur weil er eine JVA leitet? Darf er keine differenzierte Meinung haben?
Fragen auf die hoffentlich nur die Journalistischen Genies hinter diesem Artikel eine Antwort haben.

Dafür laufen tausende...

...Laden- und Taschendiebe frei rum, auch nachdem sie x-mal erwischt wurden. Der von denen angerichtete Schaden dürfte den von den Schwarzfahrern verursachten erheblich übersteigen.
Vielleicht steckt man also die mal schneller in den Knast und macht das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln finanziell attraktiver, sprich deutlich billiger - das Geld ist ja da, wie ich gerade wieder in einem anderen Artikel der TS lese.

Eigentlich zwei Probleme

Eigentlich werden hier zwei verschiedene Probleme vermischt:

Einerseits Menschen, die einfach in einer Krise sind und so nicht mit unserer Gesellschaft klar kommen. Solche Menschen sind eigentlich ein Fall für die Sozialarbeit und einer dortigen intensiven Betreuung. Vor allem muss diese Hilfe dann auch ohne Antrag des Betroffenen etc. geschehen.
Klar verursacht diese Intensivbehandlung dann hohe Kosten, aber sonst kann man den Menschen für die Gesellschaft abschreiben.

Andererseits kann man sich überlegen, ob die Beförderungserschleichung wirklich eine Straftat sein muss. Der Ursprung dieser Straftat war ja in Zeiten, in denen es intensive Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln gab und man sich wirklich verbergen musste. Es würde wohl reichen, dieses Vergehen auf eine Ordnungswidrigkeit herunterzustufen, wie bei Falschparken oder Geschwindigkeitsverstößen.

Deutsches Strafsystem

Geht es in diesem Land ums Geld ist das Gefängnis nicht weit entfernt, aber bei Gewaltverbrechen wird allzu oft eine Bewährungsstrafe verhängt.

Wir bräuchten dringend eine umfangreiche Justizreform, die mehr Alternativen zu Gefängnis und Geldstrafen schafft, so z.B. ausgedehntere Möglichkeiten Sozialstunden u.ä. zu verhängen, mit schärferen Strafen für Gewaltverbrecher und fairen Strafen für Finanzdelikte.

Es braucht zum einen "wirklich lebenslängliche" Haftstrafen für Mörder, längere Haftstrafen für Totschläger und die Abschaffung von Bewährungsstrafen für Gewaltverbrecher; zum anderen sollte niemand wegen Steuervergehen eingesperrt werden und auch niemand eine Ersatzfreiheitsstrafe ableisten - Erstere sollten höhere Geldstrafen zahlen als bisher und wer seine Strafzahlungen nicht leisten kann, der leistet lieber Sozialstunden als durch Gefängnisaufenthalt der Allgemeinheit auch noch auf der Tasche zu liegen.

re gassi

"Blödsinn wegen einer Bagatelle. Abarbeiten lassen. Straßen fegen, Müll auflesen, Öff. Rasen mähen - es gäbe viele Tätigkeiten"

Glauben Sie denn, die Kommunen sind scharf darauf, arbeitsunwillige Typen in irgendwelche Beschäftigung einzuweisen, zu beaufsichtigen, und die anfallende Bürokratie abzuarbeiten?

@ nie wieder spd

"Ersatzfreiheitsstrafe bedeutet, dass arme Menschen ins Gefängnis müssen und "reiche" Menschen sich freikaufen können?" Am 11. Januar 2018 um 10:13 von nie wieder spd

Ausgerechnet hier ging es nach Tagessätzen.
Solche Berechnung der Strafe sollte öfter praktiziert werden, damit sich Reiche eben nicht mit etwas Kleingeld freikaufen können und fühlen, wenn sie nicht hören wollen.

*
In diesem Fall interessiert mich, ob der Mann durch die Ersatzstrafe aufgerüttelt wurde und nun sein Vorgehen ändert. Alles andere scheint ihm nicht geholfen zu haben.

@10:35 von Icke 1: Wird aber extrem zunehmen...

Da der untere Mittelstand gerade völlig vernichtet wird durch Lohndumping und explodierende Mieten, wird das ein totales Massenphänomen werden.
Und in Berlin falten sie dann weiter ruhig die Hände zur Raute und gucken, ob der Heiligenschein noch richtig überm Kopf sitzt......

Was ist eigentlich ein Kavaliersdelikt ?

Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt, denn ein Kavalier ist nicht so asozial, dass er schwarz fährt.

"Immer wieder war er ohne Fahrschein unterwegs"

Welche Kosten sind denn durch sein Schwarzfahren für die Gesellschaft entstanden? Für die Gesellschaft, die sich an Regeln, Recht und Ordnung hält?
Für mich klingt der Beitrag der Tagesschau fast so wie "Schwamm drüber, eine Bestrafung ist zu teuer...".
Eine gefährliche Tendenz!!!

Straftat?

Schwarzfahren ist keine Straftat sondern eine Ordnungswidrigkeit.

Wann werden wir endlich begreifen das wir nicht mehr im Jahre 1900 Leben? Heute ist die Produktivität der Wirtschaft und Industrie so hoch das wir zumindest in unserem Land alle ohne Zwangsarbeit überleben könnten. Stattdessen werden überall Arbeitsplätze erzeugt, nur damit mache Leute was zu tun haben. Jeder will arbeiten. Aber fair. Und nicht so wie heute.
Menschen in den Knast zu stecken weil sie alleine nicht mehr klarkommen... Das macht kaum Sinn.

So viele Menschen sind psychisch krank. Man sollte mal überlegen warum das so ist.

Neoliberaler Kapitalismus treibt die Wissenschaft und Technologie brutal an. Tötet uns aber gleichzeitig.

Wer hat sich das denn ausgedacht?

Schwarzfahren - nur noch eine Ordnungswidrigkeit? Dann ist der Schritt zum Kavaliersdelikt nicht mehr weit, ähnlich wie „Falsch parken“. Dann können wir ja gleich weitermachen, so wie Herr Stegner es im Mai letzten Jahres vorgeschlagen hat: Ladendiebstahl soll seiner Ansicht nach ebenfalls nur noch eine Ordnungswidrigkeit sein.

Rechts-/Unrechtsbewusstsein geht den Bach runter

Unser Rechtssystem und vor allen Dingen die Akzeptanz des Rechtssystems geht damit „den Bach runter“. Wofür gibt es Gesetze, wenn das Übertreten mit einem Augenzwinkern und einer Geldbuße abgetan ist? Können sich dann Leute, die es sich finanziell erlauben können, leisten schwarz zu fahren?

@10:56 von Tim1976: Die "Elite" macht es uns ja perfekt vor...??

Eine Gesellschaft, die sich an Recht und Ordnung halten soll, braucht zwingend funktionierende Vorbilder, die sich vorbildlich an Recht und Ordnung halten.
Kleine Frage hier, nur so ganz am Rande: Wie machen es uns die oberen 10000 denn vor?
FALSCHE Antwort: Vorbildlich korrekt.
Die Banker kennen "CUM EX" nur von "... ich CUM bei meiner EX aber besser...." - was?
ALLE zahlen sie ganz brav ihre Steuern, und die Autobosse produzieren Dieselmotoren, wo hinten nur Rosenduft rauskommt - niemals nie wurde da manipuliert....

Die Illegalität kommt von oben runter bzw. "Der Fisch stinkt immer vom Kopf her"

Würde der ÖPNV

nicht durch Privatisierung die, die Privatisierung voran treibenden, Politiker füttern müssen aus den Einnahmen, wäre gratis ÖPNV das Billigste. Alleine 1 Automat kostet fast 70 000 Euro incl. aufstellung. Dann die Wartung...
Wahrscheinlich wäre ein menschl. Verkäufer aus Polen mittlerweile billiger.
Wie auch immer: ÖPNV könnte ksotenlos für alle sein, oder durch Steuer durch den Bund finanziert werden.
Dann gäbs keine Schwarzfahrer mehr- aber auch weniger Geld für die Vorstände. Denn Schwarzfahrer sind eine nicht wegzudenkende Einnahmequelle, innerhalb einer eigenen Abteilung/ Firma.
DAS ist Schuld an der Kriminalisierung einer Ordnungswidrigkeit.!
Als der ÖPNV staatl. war, konnte man für 7 cent einen km fahren. DAMALS hat mans tatsächlich mal ausgerechnet, daß eine Gegenfinanzierung alleine durch Einsparung des Fahrscheinverkaufs funktionieren könnte.

re seperatistic

"Schwarzfahren ist keine Straftat sondern eine Ordnungswidrigkeit."

Wird irgendwo behauptet, es wäre eine Straftat?

Erst lesen, dann denken, dann kommentieren. Reihenfolge beachten.

Der Staat verliert 5,3

Der Staat verliert 5,3 Milliarden wegen der Steuerflucht, aber paar Schwarzfahrer müssen dringend ins Knast, auch wenn das zusätzlich Geld kostet, vielleicht dort landet auch ein Obdachloser der Packung Wurst geklaut hat...

Zu Schnelles Fahren...

ist trotz gefährden von Menschenleben keine Straftat...Falschparken sollte auch eine Straftat werden...der ÖPNV sollte kostenfrei sein...der Bürger bezahlt Ihn mit Steuern sowieso...außerdem die vielen Straftäter die immer wieder illegal unsere Grenzen überschreiten bekommen nicht mal ne Geldstrafe...verkehrte Welt...

Berufspendler?

Jeder Berufspendler zahlt für die Schwarzfahrer.
Jeder Berufspendler ist bestimmt schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen, weil er durch Schwerpunktkontrollen einen Anschluss verpasst hat.

Es wird noch schlimmer werden mit dem Schwarzfahren, wenn in NRW das Sozialticket abgeschafft wird.

Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt, keine Ordnungswidrigkeit - es ist eine Straftat.

Schwarzfahren geht zu Kosten der Allgemeinheit.

@papafix

"Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt, denn ein Kavalier ist nicht so asozial, dass er schwarz fährt."

asozial sind die ticketpreise und nicht die schwarzfahrer!

der Biedermann will keine Schwarzfahrer....

neben sich im Bus und dafür zahlt er auch gern 200 Mio

Wenn Schwarzfahrer härter

Wenn Schwarzfahrer härter bestraft werden als Verkehrssünder...

10:49 von Kessl

Es gibt keinen Widerspruch und es wird in Dortmund und Berlin keineswegs gleich gehandhabt:

In Berlin geht man auf die Betroffenen zu, erklärt ihnen die Situation, macht ihnen Angebote und hilft ihnen, eine gemeinnützige Arbeit aufzunehmen.

In Dortmund kommen eine Reihe Textbausteine mit Rechtsbehelfsbelehrungen, die bei den meisten Betroffenen entweder nie geöffnet werden oder als unvermeidlich zur Kenntnis genommen werden bis dann irgendwann die Handschellen klicken.

Gerade bei Menschen mit aus ihrer Situation resultierenden psychischen Problemen kommt Amtsschimmel nicht wirklich an. Diejenigen, die voll im Leben stehen, haben dagegen schon längst gezahlt.

Völlig übertrieben

Also bis wirklich eine Ersatzfreiheitsstraße vollstreckt wird vergehen viele Monate, teilweise sogar Jahre (zumindest in NRW). Es gibt Möglichkeiten von Ratenzahlung bis zur freien und gemeinnützigen Arbeit. Auch der ASD wird eingeschaltet, kontaktiert die Betroffenen, versucht zu helfen und zu vermitteln. Oftmals ohne Erfolg. Die Leute versuchen sich der Strafe zu entziehen ("Ich habe eh kein Geld, also könnt Ihr (der Staat) nichts machen"). Gäbe es nicht als letzten Ausweg die Möglichkeit eine Ersatzfreiheitsstrafe zu vollstrecken, würden dem Staat umso mehr Millionen durch die Lappen gehen. EFS ist immer der allerletzte Weg. Der Bericht - so wie er verfasst ist - ist unglaublich weit von der Realität entfernt.

Die Politik schaut einfach weg!

Danke für diesen Beitrag. Die Probleme der kleinen Leute sind längst nicht mehr Thema der Politik. Auch die SPD schaut regelmäßig weg. Klar, wer von Hartz IV leben muss ist kaum in der Lage, die teuren Bahntickets zu bezahlen. Also geht er auf Risiko und macht sich mit dem Schwarzfahren strafbar (Erschleichung von Beförderungsleistungen, wie das so schön im Amtsdeutsch heißt). Wie sagt Angela Merkel so schön: "Ein Land, in dem wir gut und gerne leben" ... ?!

@karwandler

Glauben Sie denn, die Kommunen sind scharf darauf, arbeitsunwillige Typen in irgendwelche Beschäftigung einzuweisen, zu beaufsichtigen, und die anfallende Bürokratie abzuarbeiten?

Aus welcher Quelle kommen Sie auf die Idee, diese "Typen" seien arbeitsunwillig? Handelt es sich dabei vielleicht um eine "gefühlte Wahrheit" ihrerseits?

Die meisten dürften durchaus arbeitswillig sein und haben nur einfach das Zutrauen in den Staat verloren, dessen "Hilfen" allzuoft in reiner Verwaltung sozial abgestiegener Menschen bestehen. Für Hilfe haben die Betroffenen selbst zu sorgen. Wenn sie das nicht können, weil sie zum Beispiel mit dem Amtsschimmel überfordert sind, dann haben sie Pech gehabt.

Demonym

Ein Knast ist eben ein Knast -und so soll er auch bezeichnet werden dürfen! Oder hätten Sie lieber "Zwangshotel mit Rundumbetreuung"? Einfach lächerlich. Ihre Ausführungen erinnern mich fatal an die Diskussion um die Thüringer Bratwurst, Negerküsse, usw. Bald kommt noch eine Redeschlacht über den Schweizer Käse, Schwarzafrika oder Monkey u.v.m. hinzu. Letztendlich darf man als freier Bürger dann wohl nichts mehr von sich geben, weil es irgendjemandem nicht gefällt. Und wenn Sie schon "gefeuert" stört, wo bleibt dann die Kritik an "Fuck", "Schlampe" und andere kaum zu ertragende, tägliche Entgleisungen, die ich für wesentlich schlimmer halte.

Generell

gilt, nicht nur für Schwarzfahrer, dass Ersatzhaftstrafen drohen, wenn Bußgelder nicht gezahlt werden. Und warum auch nicht? Alles andere würde Narrenfreiheit für insolvente Bürger bedeuten. Mal eben ein paar Autos aufschlitzen. Schaden bezahlen? Hand hoch. Strafe bezahlen? Auch Hand hoch. Nee, das kann es nicht sein. Damit würde tatsächlich unterschiedliches Recht gelten. Die einen, die zahlen müssen und die anderen, die weiter ungestraft Schaden verursachen können, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Wenn ich den Fahrpreis nicht leisten kann, darf ich auch das Verkehrsmittel nicht nutzen. Kann doch auch nicht mit dem Taxi quer durch D fahren und anschließend dem Fahrer die leeren Hosentaschen zeigen. Außerdem bieten viele Verkehrsverbünde H4- Empfängern stark ermäßigte Monatskarten an, die auch aus dem H4- Satz gezahlt werden können. Nein, so viel Geld muss uns unser Rechtsstaat schon wert sein. Geben doch Geld für genug anderen Unsinn aus.

Straftat!

Schwarzfahren ist (noch) sehr wohl eine Straftat:

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 265a Erschleichen von Leistungen

(1) Wer die Leistung ..., die Beförderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt... in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) ...

Wobei der deutsche Richterbund wohl derzeit darum bemüht ist diese Regelung zu kippen.

ernst _thälmann, 10:37 Uhr

Zitat: "Kostenloser Nahverkehr wäre volkswirtschaftlich und ökologisch höchst sinnvoll und dann würde es das Problem mit Schwarzfahrern gar nicht mehr geben".

Ist schon klar. Und als nächstes soll dann der Einzelhandel alle Waren kostenlos anbieten, damit es keine Ladendiebe mehr gibt.

Bei manchen Kommentaren frage ich mich ernsthaft, ob hier etwas geschrieben wurde, nur um was zu schreiben.

finde ich nicht richtig

Dann schon lieber kostenloser ÖPNV für alle. Das würde darüberhinaus viele Probleme der verödeten Einzelhandelszonen der Innenstädte auf einen Schlag lösen. Wer könnte dagegen sein? Die Lobby der Autoindustrie und des Taxigewerbes. Die DUH, weil sie sich dann nicht mehr wegen Feinstaub-/CO2-Grenzen in den Innenstädten künstlich aufregen und gebührenpflichtig abmahnen kann. Die meisten Verkehrsbetriebe müssen sowieso über die Maßen subventioniert werden, nur die wohldotierten Geschäftsführer müssten vielleicht etwas kürzer treten.

"Wenn ich erwischt werde, zahl ich halt" - vielleicht geht in manchen Fällen die Rechnung auf - aber wohin führt das? Schwarzfahren für Leute, die es sich leisten können?
Wer erwischt wird und den erhöhten Fahrpreis/das Bußgeld nicht entrichten kann, muss mit dem üblichen Ablauf kämpfen: 1-2 gebührenpflichtige Mahnungen, Gerichtsvollzieher, Pfändung oder Schulden.
Tolle Idee - finde ich nicht ok.

Kostenloser Nahverkehr?

Wie soll denn das gehen. Die Personalkosten, die Kosten für Instandhaltung, Material usw. vergisst man bei dieser Forderung?
Wir sind schließlich keine Kommunisten, wo alles gleich gemacht wird, egal welche Leistung gebracht wird!
Und vor 200 Jahren hatten die Menschen auch keinen öffentlichen Nahverkehr, da ging es auf den eigenen Beinen voran, konnte man sich kein Pferd oder Kutsche leisten.
Und Erschleichen von Leistungen ist nun mal eine Straftat und schadet den ehrlichen Fahrgästen, die Fahrkarten kaufen--es wird durch die Schwarzfahrerei teurer.
Die Geldstrafen sollten allerdings auch abgearbeitet werden können. Der Willige tut es und der Unwillige muss halt zum Ersatz in den Strafvollzug! Das ist eben Rechtsstaat, denn den Strafen liegen rechtskräftige Urteile zugrunde!

Typisch Monitor

die Überschrift ist reißerrisch und irreführend. Korrekt wäre:
"Schwarzfahrer im Gefängnis kosten den Staat 200 Millionen."

Der Staat würde natürlich viel Geld sparen, wenn er die Gefängnisse schließen, die Insassen freilassen und Hartz-4 Sätze zahlen würde und sie zu freiwilligen Sozialdiensten einteilen würde.

Siehe § 265a StGB

Bevor hier weiter Unsinn durch Unwissenheit gepostet wird, das Quellenstudium ergibt:

§ 265a
Erschleichen von Leistungen

(1) Wer die Leistung eines Automaten oder eines öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationsnetzes, die Beförderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

Zitat: " Insgesamt 260

Zitat:
" Insgesamt 260 Tagessätze à 10 Euro. Geld, das er als Hartz-IV-Empfänger nicht bezahlen konnte."

eigentlich laut Gesetz gar nicht bezahlen darf

wenn ich hier so manche Law-and-Order-Typen lese - dann möchten die scheinbar für ein geklautes Brot am liebsten 10 Jahre Galeere einführen
*kopf-schüttel*

Staat zahlt Millionen für

Staat zahlt Millionen für Schwarzfahrer im Knast
Das erinnert so an die Kosten-Nutzen-Analyse von: "Oma Gerti" (87) wegen Schwarzfahrens im Gefängnis.
„Von ihrer Rente über 560 Euro und einer Putzstelle für drei Euro die Stunde könne sie Fahrkarten nicht bezahlen.“
Nicht nur deshalb ist eine Neubewertung von Strafe und Sühne bei diesen "Verbrechen" zwecks zielführender Anpassung im System „Gesellschaft 21. Jahrhundert“ notwendig.

Schwarzfahrer im Knast, eine Seltenheit!

Ich habe mehr als 10 Jahre in einem Verkehrsunternehmen gearbeitet, dort habe als Verantwortlicher Strafanträge gegen Schwarzfahrer gestellt.

96,3% aller Strafanträge wurden mangels öffentlichen Interesses eingestellt.

2,5% wurden eingestellt, weil der Täter wegen anderer Straftaten eine höhere Strafe zu erwarten hatte.

1,2% wurden eingestellt, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte.

In 10 Jahren ist nicht eine einzige Person in meinen Zuständigkeitsbereich ob nun Einfach Täter oder mehrfach Täter verurteilt worden.

Bei einigen der Tätern, kam rotz frech, die Aussage „zeig mich doch an, wird eh eingestellt“

Da kann man schon fast fragen ob da nicht systematisch Strafvereitelung im Amt stattfindet...

odindonar, 12:18 Uhr

Wie kommen Sie denn auf die aberwitzige Idee, dass der Bürger den ÖPNV "sowieso" mit Steuern bezahlt? Sind Sie evtl. durch eine Zeitfalle im Jahre 1995 stehen geblieben, als es die Privatisierung des ÖPNV noch nicht gab und z. B. die Deutsche Bahn AG noch die Deutsche Bundesbahn war?

Schikane

Es ist völlig verrückt, arme und psychisch kranke Menschen mit derart unverhältnismässigen Strafen zu terrorisieren und dafür auch noch so viel Geld auszugeben. Es wäre vermutlich billiger, diesen Menschen einfach ein Gratis- oder verbilligtes Ticket zu spendieren, damit sie nicht gezwungen sind schwarz zu fahren. Jeder weiss doch längst, dass man von Hartz IV nicht annähernd in Würde leben kann. Nur extrem wohlhabende und privilegierte oder völlig mitleidlose Leute verstehen das nicht.

Freier Verkehr für All*Innen - Verkehrsgebühren sind Rassismus!

Die Tagesschau thematisiert einen weiteren beschämenden Zustand, den der BRD-stämmige Kapitalismus verursacht - die Kriminalisierung von Mensch*Innen, die für umweltfreundlichen Transport mit Bus und Bahn keine Gebühren zahlen wollen oder können. Können sie dies nicht, liegt dies in der Regel an der unzureichenden Partizipation der sozial Ausgegrenzt*Innen an den ansonsten im Überfluss vorhandenen Geldmittel der Reichen. Dabei sollte es doch gefördert werden, wenn Mensch*Innen umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen. Es darf nicht sein, dass der gesamte Straßenraum und ÖPNV Reichen und ihren Schergen gehört. Bei Mensch*Innen, die keine Gebühren zahlen wollen, ist dies als Ausdruck ihres Persönlichkeitsrechts zu akzeptieren und die Reichen sollten das finanzieren. Was gar nicht geht, ist das Einsperren kritischer Geister, nur weil sie kapitalistische Wirtschaft nicht fördern wollen oder können. Armut und Widerstand gegen Kapitalfaschismus sind keine Straftaten, Reichtum schon!

Die Unfassbarkeit unserer Gesetzgebung!

a) Schwarzfahren wird mit Freiheitsentzug bestraft
b) in modernen zukunftsträchtigen Gesellschaften wird der öffentliche Personenverkehr sowieso komplett unentgeltlich stattfinden - was an einigen Orten (Tallinn, Templin ...) schon praktiziert wird bzw. wurde
c) die großen Verbrecher (Cum-Ex-Finanzgeschäfte und andere Bereicherungen aus Habgier heraus) entgehen dem Freiheitsentzug, weil sie sich mit Kleingeld (aus ihrer Sicht) freikaufen dürfen

Aber im Sozialismus war ja alles so sehr inhuman?!

Nahverkehr der Gegenwart

Im Gegensatz zu New York, Washington, Peking, Shanghai, Shenzhen, London, Hong Kong....etc etc...hat sich unser Nahverkehr seit über 70 Jahren nicht verändert. Wir kaufen Papiertickets(oder wir fahren schwarz), zweimal im Jahr wird kontrolliert, und für ein Monatsticket wird bis zu einer halben Monatsmiete fällig.

Modell Peking: Ubahnen/Busse kosten auch für dortige Verhältnisse einen Spottpreis (Größenordnung 50ct für 20 Stationen). Man besitzt eine anonyme, aufladbare Plastikkarte.
Bei scannen dieser Karte geht man durch das Drehkreuz der Startstation. Auch die Zielstation verlässt man durch das Drehkreuz. Je nach zurückgelegter Strecke wird ein Betrag von dieser Prepaid-Karte abgebucht. Busse kosten pro Fahrt (Scan beim Einsteigen), ist aber auch billig.
Vorteile:
JEDER Zahlt.
Durch niedrigen Preis nutzen viele den Nahverkehr und lassen das Auto stehen.
Es werden nicht Millionen Einweg-Spezialpapier Tickets gedruckt jeden Tag.

mehr Schaffner und Ticketverkäufer an Bord

Haftstrafen sind immer teuer, und zwar nicht für den Straftäter, sondern für die Gesellschaft. Will man deshalb von Haftstrafen absehen?
Aber ich verstehe schon, dass unsere Behörden sich von der starken Arbeitsbelastung unserer Ordnungskräfte (Feststellung der Personalien, Mahnschreiben, Gerichtsverfahren, Haft … ) freihalten wollen und müssen. Mit der derzeit dünnen Personaldecke ist das wahrscheinlich nicht mehr zu schaffen, andere weit wichtigere Verfahren bleiben liegen.
Wie man die Schwarzfahrerei weniger kosten- und personalintensiv bekämpfen kann, weiß ich auch nicht, aber mit „Auge zudrücken“ ist es nicht getan.
Vielleicht wieder mehr Stellen für Schaffner/Ticketverkäufer einrichten …

Sozialstudien sind effektiver

Und helfen den Sozialverbänden

Wo bleibt die Gegenrechnung?

Klar, Gefängnis kostet Geld. Aber man macht das ja zu einem Zweck, nämlich dass die Leute ihre Strafe zahlen, um NICHT ins Gefängnis zu müssen. Bei 95% der Delinquenten klappt das ganz gut, die Abschreckung bringt Milliarden. Die restlichen 5%, die das nicht können, werden zu Arbeitsstunden verdonnert. Ein gewisser Anteil schafft aber auch das nicht, und die kosten dann eben Geld.
Man darf aber die Wirkung auf die über 99%, auf die es wirkt, nicht gänzlich ausblenden, das ist wirtschaftlich und argumentativ unlauter.

In unserer Stadt...

belastet der ÖNV die Stadt mit etwa 40 Mio in Jahr. Dazu kommen 35 Mio durch Einnahmen aus den Tickets.
Jemand hat mal ausgerechnet, dass wenn die Stadt auch diese 35 Mio übernimmt, dann würde sie alleine durch die Entlasstung der Innenstadt durch weniger Autos und damit weniger Straßen sanieren das Geld schon fast wieder drin haben. Hinzu kommt die Belebung der Geschäfte in der Innenstadt, den gesparten Ticket Verkauf. Und generell etwas ökologisch sehr sinnvolles getan zu haben.

Die Studie ist mehr als 10 Jahre alt.

270 tagessätze a 10 Euro

kann oder will ein erwischter Schwarzfahrer nicht zahlen?
Die meisten bekommen zumindest Sozialleistungen vom Staat. Dort könnten eigentlich die geforderten tagesätze eingezogen werden wie bei das bei Behörden üblich ist.

Man wird für ein vergehen

Man wird für ein vergehen eingekerkert.
Na und?
Nur weil nicht alle eingesperrt werden, kann man nicht niemanden einsperren.
Geldstrafe ist bei den Kadett eher unsinnig.

Kostenloser öpnv wär trotzdem gut.
Perso zeigen und losfahren.

Hier wird Armut bestraft.

Für manchen der Betroffenen dürfte ein Knastaufenthalt angenehmer sein, als auf der Straße zu übernachten.
Dass es überhaupt soweit kommt, dass in unserer Gesellschaft jemand schwarz fahren muss, weil er nicht das Geld für ein gültiges Ticket hat, wirft für sich genommen schon ein Bild auf den Zynismus, mit dem die Politik mit der Armut umgeht, die sie durch die Marktliberalisierung der letzten 20 Jahre selbst zu verantworten hat. Dass die Armut weiter zunehmen wird, ist eine Eigengesetzlichkeit des Kapitalismus. Von politischer Seite ist daher der Mut gefragt, den zerstörerischen Kräften der Geldgier etwas entgegenzusetzen. Es ist überhaupt bezeichnend, dass denjenigen, die am wenigsten haben, nämlich Hartz 4-Empfänger, auch das geringste Zusatzeinkommen durch Leistungskürzung umgehend entzogen wird. So handelt kein Sozialstaat, der sich wirklich für die prekäre Lebenssituation seiner Bürger interessiert.

12:53 von Jaroslaw P

Ihre Einstellung zu gewissen Themen ist, drücken wir es mal diplomatisch aus, sehr gewöhnungsbedürftig.

WM-Kasparov-Fan, 12:54 Uhr

Klären Sie mich doch bitte mal auf: Wo in Deutschland liegt denn bitte "Tallinn"?

Wobei ich jetzt natürlich davon ausgegangen bin, dass Sie selbstverständlicherweise nicht die Wirtschaftssysteme unterschiedlicher Länder miteinander in direkten Vergleich stellen.

Kranke

Es ist richtig, dass man die Vollstreckung der EFS auf verschieden Weise abwenden kann, Zahlung Ratenzahlung oder eben die erwähnte gemeinnützige Arbeit.
Leider ist es auch tatsächlich so, dass in der EFS die Leute landen, die aufgrund irgendwelcher Defizite(Alkoholismus, Drogensucht, Depressionen u.a.) nicht in der Lage sind sich um ihre Belange zu kümmern.
Die Staatsanwaltschaften sind für die Verfolgung und Vollstreckung von Straftaten zuständig und dafür personell(dürftig) ausgestattet.
Den dort tätigen "Vollstreckern= Rechtspflegern" ist es nicht möglich zu hinterfragen, warum ein zu einer Geldstr. verurteilter nicht zahlt.
Den eigentlichen Skandal spricht allerdings keiner an, nämlich, dass die Verkehrsunternehmen, bei denen früher quasi in jedem Bus ein Kontrolleur mitfuhr, bei dem man auch Tickets kaufen konnte, diese Personalkosten eingespart haben. Schwarzfahren war dadurch nahezu unmöglich, und das Problem und auch die Kosten an die Justiz weitergereicht haben.
Freier ÖPNV +

jetzt mal für ...

Back Out zum Lernen...andere Städte können auch kostenlosen ÖPNV und es funktioniert...und die Deutsche Bahn macht FERNVERKEHR...hier geht es um NAHVERKEHR...außerdem werden trotz astronomischer Fahrpreise die Betriebe mit Steuergeldern unterstützt,weil Sie mit Geld nicht umgehen können...die Gleise und andere Infrastruktur hat auch der Steuerzahler bezahlt...

der Hammer ist ja...

das die Verfahren (Mahnverfahren und Strafverfahren) für die ÖPNV-Betriebe sehr teuer sind...und dadurch noch viel mehr Geld verschleudert wird als für die anschließenden Haftstrafen...

@Tim1976 - Die Gesellschaft nimmt keinen Schaden.

10:56 von Tim1976:
"Welche Kosten sind denn durch sein Schwarzfahren für die Gesellschaft entstanden?"

Ohne die juristischen Folgen des Schwarzfahrens gäbe es gar keine Kosten. Den Schaden hat ausschließlich die Verkehrsgesellschaft, denn diese musste ca. 75kg mehr Masse durch die Gegend fahren und hatte dadurch einen geringen Mehrverbrauch an Strom bzw. Diesel. Berücksichtigt man alle Betriebskosten, kommen pro Fahrt ein paar Euro zusammen und der Schaden beläuft sich auf den Gegenwert der nicht gelösten Fahrkarte.

Bei den sowieso schon öffentlich teilfinanzierten Verkehrsunternehmen wäre es weitaus sinnvoller, diese gänzlich kostenlos zu machen. Das würde nicht nur das Schwarzfahrerproblem mit allen Konsequenzen lösen, sondern auch die Verkehrsbelastung der Innenstädte reduzieren.

12:54 von WM-Kasparov-Fan

Zu Punkt a) Nicht sofort, sondern nach mehrfacher Tat. Ja und?

Zu Punkt b) Es ist schön, dass andere Staaten andere Lösungen haben. Das kann ein Vorbild sein, muss es aber nicht.

Zu Punkt c) Dass es nicht gerecht ist, dass die großen dem Freiheitsentzug entgehen, ist wohl unstrittig. Allerdings steht bei Schwarzfahren das "erhöhte Beförderungsentgelt" an erster Stelle, und das Ticket ist aus meiner Sicht Kleingeld. Die Freiheitsstrafe ist nur die Konsequenz bei Nichtbezahlen. "Freikaufen" ist der umgekehrte Vorgang, da Steht die Freiheitsstrafe an erster Stelle.

Was das mit Humanität zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Und, da Sie es mit dem Sozialismus vergleichen: ob da mehr Gerechtigkeit herrscht, ist fraglich. Da laufen die Großen auch frei herum.

200 Millionen Euro jährlich verteilt..

auf 80 Millionen Bundesbürger macht 2,50 Euro je Bundesbürger im Jahr oder gerundet 21 Cent monatlich!

Das entspricht etwa den Kosten für ein Billigbrötchen!

Fazit:
Sollte der Staat auf diese Sanktionierung notorischer Schwarzfahrer dauerhaft verzichten, könnten wir Deutschen uns mit dem dadurch eingesparten Steuerggeld ein zusätzliches Brötchen im Monat gönnen!

Muss allerdings ein Billigbrötchen, denn die besseren kosten mehr als 21 Cent!

Was zu bedenken ist!

Wie hoch ist denn die Zahl

Wie hoch ist denn die Zahl der mittellosen Schwarzfahrer. Man könnte ja auch die 200 Millionen Euro, statt für deren Gefängnisaufenthalt, für Jahrestickets für die Straffälligen aufwenden. Da bliebe dann sicher noch etwas übrig um gegebenenfalls auch professionelle psychische Hilfe für die Delinquenten zu organisieren.

@totenkopf75

"Wie soll denn das gehen. Die Personalkosten, die Kosten für Instandhaltung, Material usw. vergisst man bei dieser Forderung?"

Man könnte bzw. Steuern dafür verwenden oder eine innerstädtische Maut zur Gegenfinanzierung erheben. Die sekundären Kosten des Individualverkehrs, welche auch durch die Allgemeinheit getragen werden, wie bsp. Umweltverschmutzung und gesundheitliche Schädigungen, würden unter Umständen so weit sinken, dass das Ganze für alle sogar deutlich günstiger wäre.

Einige übersehen völlig

das m. W. die kosten für Bus und Bahn in den transferberechnungen bereits integriert sind. Zudem gibts meistens ein Nachweiss für halbierte fahrkosten.

@ karwandler

Ja, die berühmten 3 Finger Ihrer Hand zeigen halt auf Sie selbst, wenn sie separatistic maßregeln.

"Erschleichung von Leistungen" ist nach Paragraph 265a StGb eine Straftat.

Also, wie Sie so schön sagen, erst denken, dann schreiben.

@ernst_thälmann

"kostenloser nahverkehr
wäre volkswirtschaftlich und ökologisch höchst sinnvoll und dann würde es das problem mit schwarzfahrern garnicht mehr geben!"

Eine sechteilige S-Bahn, die nachts drei Fahrgäste transportiert und zeitweilig sogar ganz leer durch die Stadt rollt, ist wirklich volkswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.... Gleiches gilt für die extrem selten fahrenden Busse auf dem Land. Wenn nicht gerade Schüler mitfahren, sind sie fast leer. Selbst wenn diese kostenlos wären, würde sich das Fahrgastvolumen nicht oder nicht merklich erhöhen. Wenn ich im Nachbarort einkaufen fahre, dann brauche ich für den gesamten Vorgang mit dem Auto eine halbe Stunde. Wenn ich den Bus nutzen würde: drei Stunden. Zudem werden staatliche Subventionen zu gerne missbraucht. Nein, kostenloser ÖPNV ist keine volkswirtschaftlich gute Lösung.

Was soll denn dieser letzte Satz?

So geht es in sehr vielen Ländern, wenn man Zahlungsverpflichtungen nicht nach kommt. Es ist kein extra von Deutschen für Deutschland gemachtes Verfahren.

Und apropos Zwangsgebühr - natürlich könnten wir die ÖR auch aus den Steuermitteln bezahlen, wobei dann kaum jemand wüsste, wieviel man da pro Haushalt eigentlich zahlt. Kaum einer würde folglich darüber motzen, dass sie zu teuer seien oder das Angebot nicht passt und andererseits gäbe auch viel weniger Druck für die ÖR, etwas daran zu ändern... kurz gesagt, es gäbe dann keine so gute "Qualitätskontrolle" durch die Zahler.
Mir ist es lieber so, wie es jetzt ist. Und ich bin froh darüber, mir für Nachrichten nicht die Schundküche der Privatsender antun zu müssen.

Bildzeitungs-Niveau

Man kann für fast alles ein Beispiel finden, das ungerecht klingt und Mitleid erweckt. Es gibt sicherlich Härtefälle und Ausnahmesituationen. Trotzdem funktioniert eine Gesellschaft NUR, wenn sich ALLE an gewisse (Spiel-)Regeln halten. Sei es im Verkehr, sei es beim Respekt gegenüber Eigentum anderer oder den Mitmenschen. Und wer sich nicht daran hält oder bewusst nicht halten will, muss mit Konsequenzen rechnen. Ob das unbedingt immer eine Gefängnisstrafe sein muss, sei mal dahingestellt. Aber es sollte eine 'Strafe' sein, die andere abschreckt bzw. vom Wiederholen abhält, zumindest mal zum Nachdenken bringt.

Am 11. Januar 2018 um 10:53 von karwandler

"Glauben Sie denn, die Kommunen sind scharf darauf, arbeitsunwillige Typen in irgendwelche Beschäftigung einzuweisen, zu beaufsichtigen, und die anfallende Bürokratie abzuarbeiten?"
#
#
Bei den Neubürger ist Ihnen keine Mühe zu groß, aber bei den ärmsten Mitbürger fordern Sie alle härte.

Mal durchrechnen

Nehmen wir mal die gesamten Kosten für die Kontrolleure, den administrativen Aufwand, die Strafverfolgung und die Haft.

Dazu kommt noch, dass der ÖPNV die einzige wirkliche Alternative zum PKW ist.
Und deshalb massiv gefördert werden muss, statt des Unsinns von wegen "umweltfreundliche Autos".
So was gibt es nicht. Ressourcen, Treibstoff, Abgase (die gibt es IMMER, selbst wenn sie nicht direkt aus dem Auto kommen).

Dann kommen noch die Strafen dazu, wenn man die Feinstaubwerte etc nicht einhält.

Das sind unglaubliche Kosten.
Da könnte man doch einfach den ÖPNV günstiger machen.

Und Arme, Schüler und Senioren sollten sowieso kostenlos fahren.

Denn bereits die Kosten für die Strassenbahn können dafür sorgen, dass Menschen an der Gesellschaft nicht teilhaben können. Weil es bei dem Hartz Satz einfach nicht drin ist, 2 Mal die Woche 5 Euro für einen Besuch mit dem Bus auszugeben, in die Bücherei zu fahren oder in die Stadt, um am kostenlosen Kulturangebot zu partizipieren.

Staat zahlt Millionen für Schwarzfahrer im Knast

Zunächst mal die Frage:Wer sitzt in Haft ? Reiche Leute zu wohl noch wesentlich geringerem Prozentsatz,als ihr Anteil an der Bevölkerung ausmacht.
Und darüber hinaus ist es doch so,daß sich Häftlingsarbeit ökonomisch rechnet,daß daran von Seiten der Politik ein Interesse besteht.

Am 11. Januar 2018 um 10:55 von Papafix

"Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt, denn ein Kavalier ist nicht so asozial, dass er schwarz fährt."
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Stimmt, ein Kavalier zahlt in Deutschland keine Steuern und erhebt den Mittelfinger zu den armen Mitbürger.
Schön das Sie diese Mitbürger asozial nennen.

Das letzte Zwangsmittel der

Das letzte Zwangsmittel der Erzwingungshaft sollte bleiben. Viele Fälle zahlen noch kurz bevor sie die Haft antreten. Das Druckmittel der Haft wirkt also vor Vollzug und es gibt dann Einnahmen anstatt Haftkosten. Diese muss man schon gegenrechnen. Man könnte Zwangsarbeit vorschalten, aber die schwierigen Problemfälle werden auch die nicht antreten . Das Problem sind nicht die Kosten der Haft. Das Problem sind die Vollzugsanstalten, die in vielen Ländern Personal- und Raumprobleme haben, da die Länder in den letzten Jahren immer mehr Kosten einsparen mussten und auch Polizei und Justiz nicht ausgespart wurden.

Wenn man schon so etwas von

Wenn man schon so etwas von sich gibt sollte man sich bitte einmal mit der Gesetzeslage beschäftigen.

Der Staat DARF via Sozialleistung die von ihm gezahlt werden -> KEINE Schulden bzw. Strafen finanzieren!!

Schwarzfahren abschaffen! Ein

Schwarzfahren abschaffen! Ein freier öffentlicher Nahverkehr, finanziert von Allen über Steuern, bringt mehr Leute weg vom Auto und niemand muss einsitzen, was weniger kostet. Aber das ist ja 'undenkbar' im Autoland! Warum eigentlich?

Zitat: "Einige übersehen

Zitat:
"Einige übersehen völlig das m. W. die kosten für Bus und Bahn in den Tansferberechnungen bereits integriert sind. Zudem gibts meistens ein Nachweiss für halbierte Fahrkosten."

Ihr Wissen ist leider unzureichend.

mit dem Fahrkostenanteil hier in Berlin kann ich mir max 4-5 Einzelfahrten im Monat leisten - das ist aber weit weit entfernt von Preis eines Sozialtickets

und da bin ich in Berlin noch gut dran - viele grosse Städte haben nicht mal ein Sozialticket!

... und es bleibt nicht bei den 200 Mio € ...

Wenn man die Rechnung komplettiert, dann müssen die Kosten der Kontrolleure, die Verwaltungskosten, Gerichtskosten usw. noch addiert werden. Denn eh die Ersatzstrafe angeordnet wird, ist ein mehrstufiges Mahnverfahren, ein Gericht und eine richterliche Entscheidung mit Zustellung, ggf. Rechtsanwälte usw. erfolgt. Ich würde mich nicht wundern, wenn das ein vielfaches von 200 Mio € ausmachen würde, sogar dass es an oder über die Mrd.-Grenze geht.
Erwischt wird aber auch nur ein kleinerer Teil. Betrachtet man, wer schwarz fährt, es sind die, die es sich nicht leisten können, neben den notorischen Schwarzfahrer die es immer geben wird. Bezieher von ALG2, Rentner und Menschen unter der Armutsgrenze ..., Da muss jeder wirtschaftlich und erst recht jeder sozialdenkende Mensch zustimmen, dass der ÖV für Menschen unterhalb eines bestimmten Einkommens frei sein muss!
Treibt lieber die Steuern von Großkonzernen ein, die sich durch Tricks der Gesellschaftsverantwortung entziehen, das hat Sinn!

Tja, welche Probleme

liegen denn hier mit der Schwarzfahrerei eigentlich an. Vergleicht man das mit den Bankern, die durch Cum-Ex oder Cum -Cum Geschäfte den Steuerzahler bedeutende mehr Kosten ist mir das Problem nicht einleuchtend.
Dieser Personenkreis von Bankern die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe anrichten, schauen mit ruhigen Gewissen zu den Politikern und lachen noch über diese, wie es in London geschehen ist, als die dortigen Börsengurus sich lustig machten über Deutschland. Da geht niemand gegen das Personal vor, weil sonst die Parteispenden ausbleiben würden, was natürlich von einem "Armen" nicht erwartet werde, denn er hat nicht das Geld für die "Spenden". Bei den Bankern hat doch nur das Geben und Nehmen Vorrang.
Also sollte man die 60,-- Euro abschaffen und alle wären glücklich . Wir erreichen den richtigen sozial - oder das kommunistische Level. Wir brauchen nicht mehr arbeiten gehen.

Es trifft die Schwachen und Kranken

Als Kaufmann muß man manchmal seinem Geld hinterhergehen. Dann nimmt man Kontakt auf. Erfragt die Situation und bietet eine Lösung an. Anders der Staat, er betreibt teure Verfahren auch noch gegen Menschen die eine andere Behörde schon seit Jahren ausgewiesen hat. Erläßt Strafen über 100 000sende von Euro wegen nachrangiger Formverletzungen gegen Mini GmbHs. Raffiniert noch an Vorschriften mit deren Auslegung selbst ausgewiesene Rechts und Sachexperten mit Hochschulabschluß ihre Probleme haben und doch überwiegend auf ein geistig schlichtes Publikum zielen, welches sich den Expertenrat gar nicht leisten, bzw. wenn doch, ihn mangels intellektuellen Vermögens nicht verwerten kann.

Die eigentliche

Die eigentliche Moral:
"Arbeit statt Strafe" ist das Fazit dieser Posse.
Natürlich wäre es katastrophal, die zu Bestrafenden wie Sklaven arbeiten zu lassen. Dann würden in Bayern wohl immer zur Sommersaison, unnötige Strafzettel an die Armen verteilt um sie dann kostenlos die Parks aufräumen zu lassen...
Das kann nicht sein. Die Strafe darf dem Staat keinen Nutzen bringen !!! Sonst sind unsere schwachen und gierigen Politiker schnell überfordert.

@c.schroeder - mehr Schaffner und Ticketverkäufer

Wie wollen Sie das denn machen ?
Die bekommen doch gar kein Personal mehr.
Z.B es fehlen über 900 Lokführer
Sa,So Schicht , nein Danke
Ohne die Polizei welche in Uniform kostenlos mitfährt,
würden noch mehr Schaffner oder Kontrolleure zusammengeschlagen.

Das Abschreckenste negativ Beispiel für ÖPNV
dürfte wohl Stuttgart 21 werden.
8 Gleise und 3 ICE´s am Tag mit Halt an
Flughafen/Messe nach München.
Eine S-Bahn Fahrplan ist unmöglich da die Fernzüge
sowieso nicht pünktlich kommen

desgleichen wird Hamburg-Altona21

Was stimmt da nicht?

Eben ist mir noch was eingefallen.

Ein Mann kommt wegen 2600 Euro 8 Monate in Haft.

Ein berühmter Fussballmanager - der sass genau so lange - wegen mehr als 20 Millionen Steuerschuld (das war der Betrag, der bekannt war, der noch nicht verjährt war etc).

Ok - er sass nicht ganz so lange - Freigang, Weihnachten bei der Familie, etc.

Und weil er so ein tolles Beispiel für die Gesellschaft war - da bestand seine Arbeit darin, für die Jugend eines Vereines tätig zu sein.

Nur so mal ein Gedanke - die meinen, wir müssten alle nach Regeln spielen und so.

Kein Mitleid

Sorry, mir fehlt hier das Mitleid. Wer Leistungen der Gemeinschaft wie den öffentlichen Nahverkehr in Anspruch nimmt, muss dafür auch zahlen. Das halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Wer das nicht will oder nicht kann, möge bitte laufen.

Mich würde mal die Berechnung

Mich würde mal die Berechnung der Kosten interessieren. 200 Mio sind viel zu hoch und reiner Populismus.
Wahrscheinlich wurde wie folgt berechnet:
((Baukosten + Nebenkosten des Gefängnis) geteilt durch Anzahl der Zellen multipliziert mit Zahl der Schwarzfahrer) + (Anzahl des Gefängnispersonal, welche Kontakt zum Schwarzfahrer hat, multipliziert mit deren Gehalt)

Ein leeres Gefängnis + dessen Personal kostet fast genauso viel wie ein volles Gefängnis! Wenn Kosten eingespart werden soll, dann geht das ja nur über Personalentlassung im Gefängnis. Das Geld für Baukosten, Nebenkosten und Personal geht doch dem Staat nicht verloren. Das landet irgendwann als Steuer so oder so wieder im Steuertopf. Viel schlimmer ist es, Geld im Ausland versickern zu lassen. Denn das kommt kaum wieder zurück!

Viel zu teure Fahrkarten.

Es kann nicht sein, dass Einzelfahrten in deutschen Ballungsgebieten mittlerweile bis zu 3,00 Euro kosten. Das ist völlig unverhältnismäßiges Abkassieren bei den meist schwächeren Teilen der Gesellschaft.

In Italien etwa kostet dieselbe Leistung im schlimmsten Fall 1,50 Euro, eher weniger.

Natürlich, das kostet Geld, der Staat muss über Subventionen regulierend eingreifen. Sozialstaat eben. Es kann mir keiner erzählen, dass das in einem der reichsten Länder der Welt nicht möglich wäre.

Bezahlbare Mobilität ist meiner Meinung nach ein Grundrecht, das der Isolation vieler Menschen vorbeugen könnte.

@ BackOut, 13:16

Der von Ihnen gemaßregelte WM- Kasparov-Fan spricht von “modernen zukunftsträchtigen Gesellschaften“ und behauptet keineswegs, dass Tallinn in Deutschland liegt - nur weil er es in einem Atemzug mit Templin nennt.
Und Estland i s t in vielen Belangen Deutschland deutlich überlegen, da hatter nu ma Recht.

Kneifen auf Kosten der Steuerzahler

@ nie wieder spd:
Warum keinen kostenlosen ÖPNV?

Griff in die Tasche der Steuerzahler, weil Schwarzfahrer nicht in ihre eigene Tasche greifen wollen?
Nein danke.

@ernst_thälmann um 10:37

Denken Sie doch Ihren Vorschlag einen Schritt weiter: Bezahlfreies Einkaufen im Supermarkt - die Diebstahlsquote würde gegen Null gehen.
MfG
Alfred Haas

Aufbesserung leerer Kassen

Bußgeld für Schwarzfahrer - in wessen Kassen ginge das dann? In die leeren Kassen der Länder und Kommunen? Eine neue Einnahmequelle, spart außerdem noch Geld/Personal bei den Behörden.
Ob damit das gesellschaftliche Rechts-/Unrechtsbewusssein weiter flöten geht, wen interessiert's?

Kapitulation vor den Zahlungsmuffeln

@ ernst_thälmann:
kostenloser nahverkehr wäre volkswirtschaftlich und ökologisch höchst sinnvoll und dann würde es das problem mit schwarzfahrern garnicht mehr geben!

Volkswirtschaftlich? Der Griff in fremde Taschen ist noch keine Volkswirtschaft.
Wenn alles kostenlos ist, haben wir alle Probleme scheinbar gelöst. In Wirklichkeit haben nur die Querulanten und Zahlungsmuffel gesiegt.

@odindonar , die S-Bahnen in

@odindonar ,

die S-Bahnen in Berlin und Hamburg sind Tochter-Gesellschaften der Deutschen Bahn

und

hier in Berlin hat die DB ihre Tochter komplett herunter gewirtschaftet

@ Eidgenosse - nicht zu Ende gedacht!

freier öffentlicher Nahverkehr durch Steuermittel.... na klar, dann fallen erst einmal die Steuereinnahmen der Transportunternehmen weg. Da man ja kostenlos in Bus oder Zug steigen kann, brauchen wir auch keine Autos mehr. Die Steuereinnahmen der Autoindustrie fallen dann auch flach und die Einkommenssteuer der in der Autoindustrie Beschäftigten sowieso, weil diese haben dann keinen Job mehr. Als nächstes kommen die Fluggesellschaften dran, dann die Mineralölkonzerne. Und ja Bildung sollte auch kostenlos sein und Essen und Trinken ist auch ein Grundbedürfnis der Menschen. Daran Geld zu verdienen ist sträflich.... merken Sie langsam wohin Ihr Gedanke führt...?!

Straftat

Es ist der größte Witz unserer Gesellschaft, dass Schwarzfahren keine Ordnungwidrigkeit, sondern einen Straftatsbestand darstellt.
Verbotene Ausübung der Prostitution ist eine Ordnungswidrigkeit, auch darf ich in der Bahn unerlaubt Rauchen, sofern ich einen Fahrschein habe ist es nur ne Ordnungswidrigkeit.
Es geht per Definition um den Unrechtsgehalt der eine Straftat von einer Ordnungswidrigkeit abgrenzt. Es handelt sich bei einer Straftat um rechtswidrig schuldhafte Taten die eine hohe kriminelle Energie besitzen. Ich würde per Definition daher jemand der kein Geld für eine Fahrkarte, oder schnell noch in die wartende S-Bahn springt ohne sich ein Ticket zu ziehen, nicht unbedingt eine hohe kriminelle Energie attestieren.
Der Straftatbestand des Schwarzfahrens, sowie des Ladendiebstahls sollte daher dringen abgeschafft werden.

Die Banker die Unternehmern

Und Anlegern halfen den Staat um 15 Milliarden Euro zu betrügen droht keine Haft... sag nochmal der Spruch: die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen, wäre sinnfrei.

Selbst betroffen

Ich bin während meiner Ausbildungszeit oft Schwarzgefahren, oft erwischt worden, zu einer Geldstrafe verurteilt eine Ratenzahlung vereinbart, diese viel zu leicht auf die Schulter genommen und habe mehrere Ratenzahlungen versäumt - am Düsseldorfer HBF Personenkontrolle, Polizeigewahrsam, JVA. Es hat 2 Wochen gedauert bis mich Freunde freilösten - ohne einen Sozialarbeiter der statt Dienst nach Vorschrift zu leisten darüber hinausging und in seiner Freizeit die einzige Nummer die ich auswendig wusste so oft wählte bis er erfolgreich war hätte ich mehrere Monate zwischen nicht gerade angenehmen Zeitgenossen verbringen müssen. Ich habe jeden Tag mehrmals den Kopf geschüttelt und gedacht : "was mach ich eigentlich hier" und mich als Opfer "staatlich legitimierter institutionellisierter Gewalt" betrachtet und mich als ein Beobachter im Auftrag der BND betrachtet. Es ist sehr schlimm in der JVA einzusitzen, es gibt dort sogar einen "Bunker" in dem aufgebrachtw Häftlinge nackt fixiert werden.

In einer Lokalzeitung hier am Ort...

Stand juengst ein Bericht ueber einen Slowaken, der den Aufenthalt im deutschen Knast einem Leben in Freiheit in seiner Heimat vorzog.

Mir die Lebensbedingungen der Obdachlosen betrachtend koennte ich mir aehnliches bei vielen dort vorstellen.

Was den Vorschlag, statt einer Haftstrafe oeffentliche Arbeiten als Urteil zu nehmen faellt mir ein Wort ein :
Zwangsarbeit.
Und so wie ich unsere oberen Einschaeze, waeren die Verurteilten trotzdem weiter obdachlos.

Womit diese Art von Zwangsarbeit noch unter dem stehen wuerde, was in China ueblich ist.

@Gedac um 12:55

wann sind Sie das letzte Mal ÖPNV gefahren? Sie können seit längerem über App bezahlen und fahren (allerdings sollte Ihr Smartphone Restleistung im Akku haben).
MfG
Alfred Haas

@Eidgenosse1

Im keinen einzigen Land der Welt, noch nicht einmal in den kommunistischen Staaten, gab es jemals oder gibt es heutzutage einen kostenlosen Nahverkehr für alle!

Denn der öffentliche Nahverkehr ist in Wahrheit eine sehr kostspielige Angelegenheit, denn Autobusse und deren Fahrer müssen ja schließlich bezahlt werden!

Und wieso sollte jemand, der nur rein zufällig verkehrsgünstig wohnt, völlig kostenlos täglich zu seiner Arbeitsstelle fahren dürfen, während andere Personen wiederum, mangels öffentlicher Verkehrsanbindung vorort, sowieso ihr eigenes PKW zur Fährt zur Arbeit nutzen müssen!

Die Fernpendler, die öffentliche Nahverkehrsmittel zumeist selbst gar nicht nutzen können, würden in diesem Fall ja ansonsten die Nahpendler subventionieren, damit diese dann überhaupt keine eigenen Aufwendungen für aufgewendete Fahrtkosten zur Arbeitsstelle mehr hätte!

Und ein solches System wäre zutiefst ungerecht!

So einfach ist das!

@Einmal Nachdenken, 12.19h

Endlich mal ein durchdachter Kommentar.

Kerker ist nicht lustig...

...aber zu wissen das Dein Land gerade abartig viel Geld für deine Inhaftierung ausgibt weil du über den Zeitraum von fünf Jahren zu häufig ohne dein durchaus vorhandenes aber dummerweise daheim liegengelassenes Monatsticket von Antischwarzfahr-Spezialkräften angetroffen wurdest, das ist mehr als genug Balsam fürs Gemüt. Da vergeht die Zeit zwar immer noch nicht schneller aber das gelegentliche Grinsen könnte kaum breiter sein. Im Übrigen kann man in dieser Klause wunderbar konzentriert am Methodenteil für die Promotion arbeiten. Danke, öffentlicher Nahverkehr.

@BackOut 12:40

Zitat: "Zitat: "Kostenloser Nahverkehr wäre volkswirtschaftlich und ökologisch höchst sinnvoll und dann würde es das Problem mit Schwarzfahrern gar nicht mehr geben".
Ist schon klar. Und als nächstes soll dann der Einzelhandel alle Waren kostenlos anbieten, damit es keine Ladendiebe mehr gibt. "

Naja, die großen Städte platzen aus allen Nähten. Die Firmen ziehen immer mehr in die Städte, die Arbeitnehmer ziehen nach, die Miet- und Baupreise steigen. Würde man Waren(Maut)- und Personenverkehr verbilligen, oder gar deren Kosten abschaffen, würde es nicht so eine kolossale Landfluchtbewegung geben. Wo keine Fahrtkosten, gibt’s keine Schwarzfahrer. Da läuft in der Gesellschaftspolitik schon etwas ganz gewaltig schief, aber außer, von der CSU, die das Problem mit der Maut noch verschärft, hat keine Partei einen Plan für die Zukunft unseres Landes, unserer Städte, und wie die Menschen darin leben können.

Wenn es zutrifft, was ich vor einigen Jahren gelesen ...

habe, dass die Kosten für den ÖPNV durch die Tickets nur zu 10% gedeckt werden, wäre es vielleicht wirklich zu überlegen, ihn völlig kostenfrei zu machen, - für alle!
Solange dies nicht der Fall ist, erachte ich die Ersatzfreiheitsstrafe einen wichtigen Denkzettel. Schließlich kommt man nur als "berufsmäßiger" Schwarzfahrer in diese Situation mit anschließender dauerhafter Verweigerung das Bußgeld zu zahlen und mangelnden Antrieb zu sozialer Ersatzleistung, wie zu lesen war. Natürlich benötigen Suchtkranke Hilfe, aber doch vorher und nicht als Knastersatz, gewissermaßen als "Belohnung", wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Bei allen Möglichkeiten überschlagen sich diverse Kreise in den Forderungen, Strafen zu verschärfen, aber hier soll dann plötzlich alles abgeschafft werden. Offensichtlich verlassen sich diese Personen darauf, es werde ihnen nichts passieren; es muss ihnen gezeigt werden, dass solche Verhaltensweisen doch Konsequenzen haben. MfG

@Paschulke um 13:29

Werter Herr Paschulke,
jetzt trägt der Nutzer des ÖPNV etwa die Hälfte der Kosten, den Rest zahlen Nichtnutzer. Sie wollen, daß die Nichtnutzer die gesamten Kosten tragen. Ein feines Konzept, könnten wir das nicht auch auf andere Bereiche übertragen? Mir würden da schon ein paar einfallen.
MfG
Alfred Haas

14:06 von tisiphone

«Eben ist mir noch was eingefallen.
Ein Mann kommt wegen 2600 Euro 8 Monate in Haft.
Ein berühmter Fussballmanager [Hr. Hoeneß] …»

Sie vergleichen hier zwei Haftstrafen, die so nicht vergleichbar sind.

Herr Hoeneß wurde zu 3 Jahren Haft verurteilt, von denen er 1,5 Jahre absitzen musste, davon 9 Monate als "Freigänger" (= "Haftschläfer").

Der Mann aus Dortmund muss 260 Tagessätze à 10 € einer Geldstrafe als "Ersatzhaft" absitzen, weil er die Geldstrafe nicht bezahlen kann (nicht will?).

Über beide Strafen kann man (einzeln) im Sinne der "Gerechtigkeit" und der "Verhältnismäßigkeit" streiten - aber miteinander vergleichen sollte man sie nicht.

Ersatzhaft ist immer sehr unbefriedigend, sie trifft fast ausschließlich arme Menschen, und einen "Besserungscharakter" hat sie wohl nur in sehr seltenen Fällen.

Hätte der Fußballer Marco Reuß seine Geldstrafe von 540.000 € (Fahren ohne Führerschein, 90 Tagessätze à 6000 €) nicht bezahlt, wäre er für 90 Tage "in den Bau gegangen" …

Zuschüsse zum ÖPNV?

@ rossundreiter:
Viel zu teure Fahrkarten. Es kann nicht sein, dass Einzelfahrten in deutschen Ballungsgebieten mittlerweile bis zu 3,00 Euro kosten.

3 Euro? Das finde ich nicht teuer, es ist außerdem ein subventionierter Preis.
Bei uns in der Gemeinde ist jetzt nach der Kommunalwahl die AfD sehr stark (vielleicht wegen Bundestrend, Flüchtlingsdiskussion usw.) und die will die Zuschüsse zum ÖPNV ganz weg streichen. Das finde ich nicht richtig, aber billiger kann man den ÖPNV auch nicht machen.

@Am 11. Januar 2018 um 14:37 von Frank von Bröckel

"Die Fernpendler, die öffentliche Nahverkehrsmittel zumeist selbst gar nicht nutzen können, würden in diesem Fall ja ansonsten die Nahpendler subventionieren, damit diese dann überhaupt keine eigenen Aufwendungen für aufgewendete Fahrtkosten zur Arbeitsstelle mehr hätte!
Und ein solches System wäre zutiefst ungerecht!"
Im Gegensatz zu dem aktuellen System bei dem derjenige der näher an der Arbeitsstelle wohnt die Fahrkostenpauschale desjenigen mitbezahlen muss der weit weg wohnt? Was ist daran bitte gerechter?
Die Städte die einen kostenfreien öffentlichen Nahverkehr probiert haben, haben allesamt eine Steigerung der Fahrgastzahlen beobachtet. Und angeblich ist das ja gut für die Umwelt und daher erstrebenswert.

@BackOut

"Klären Sie mich doch bitte mal auf: Wo in Deutschland liegt denn bitte "Tallinn"?
Wobei ich jetzt natürlich davon ausgegangen bin, dass Sie selbstverständlicherweise nicht die Wirtschaftssysteme unterschiedlicher Länder miteinander in direkten Vergleich stellen."

Nein, selbstverständlicherweise vergleiche ich sämtliche möglichen Systeme weltweit, die existierten, momentan existieren und in Zukunft existieren werden miteinander. Weil Deutschland im Jahr 2018 nicht der Nabel der Welt ist, liegt das auf der Hand.

@ Justin - 12:17 h: Ja, evtl., wegen Diebstahl, zu Recht!

Das ist dann eine originäre Freiheitsstrafe, falls nicht auf Geldstrafe entschieden wird. In diesem Fall geht's wieder anders weiter.
Aber wenn er das ähnlich oft veranstaltet hat, wie die dauerhaften und viel zu selten erwischten Schwarzfahrer, dann bekommt er den Knast gewissermaßen unmittelbar, während es bei letzteren nur der finale Akt ist.
Da muss aber schon viel passieren, oder jemand lottomäßiges Pech haben, ehe es dazu kommt, denn trotz beinahe täglicher Nutzung der Öffentlichen, werde ich vielleicht vier Mal im Jahr kontrolliert. MfG

Es käme wohl günstiger,

Es käme wohl günstiger, allen, die nachweislich Einkünfte unter einer bestimmten Grenze haben, in der Heimatgemeinde ein ÖV-Abo zu spendieren.

Miauzi 13:54

Gibts denn bei euch in Berlin nicht mehr das Berlinticket für Monatskarten zur Benutzung der Bvg?
Im Rheinsiegkreis wo ich wohne, und anderen Verkehrsverbünden der Bundesländer gibts jedenfalls um 50% reduzierte Monatskarten für entprechende Kunden!
Manche Städte und kommunen verweigern allerdings auch zuzahlungen.

@ sepschreiner: Merkwürdige Rechtsauffassung

Bis es so weit kam, haben Sie die das ÖPNV-Untenehmen, den Staat und damit den Steuerzahler aber ziemlich geschröpft. Schwarzfahren, Gerichtsverfahren, Polizeigewahrsam samt Schriftverkehr, Sozialarbeiter ... was denn noch alles? Alles auf Kosten der Steuerzahler - und sich dann noch über die ungerechte Behandlung beschweren - ich fasse es nicht.

@ Deutschland im...

Was den Vorschlag, statt einer Haftstrafe oeffentliche Arbeiten als Urteil zu nehmen faellt mir ein Wort ein :
Zwangsarbeit.

Es ist nicht fair mit falschen Begriffen zu arbeiten. Zwangsarbeit gab es geschichtlich gesehen in Deutschland nämlich wirklich.
Hier ist das aber völlig anders. Niemand ist gezwungen, schwarz zu fahren, niemand ist gezwungen zu klauen. Wer es trotzdem tut, muss mit Strafe rechnen. Unter Strafe fallen auch Sozialstunden.

Was ist denn die Alternative?

Schwarzfahrer und andere Täter mit sogenannten Bagatelldelikten mit dem erhobenen Zeigefinger, „Du, Du, tu das nicht wieder“, davonkommen lassen?
Ich finde das ist gut angelegtes wenn diesem Täterkreis klar gemacht wird, dass man nicht mit allem durchkommt. Ich fände es nur schön wenn auch bei anderen, z.b. Wirtschaftsstraftaten, Gesetze mit der gleichen Konsequenz angewandt würden.

Ich bin als Kind sehr gerne Schwarzfahrer gewesen.

Allerdings auch öfter gerne Wettrennen mit der Strassenbahn gefahren - wer ist schneller, ich auf dem Fahrrad (nur ein Gang!), oder die Strassenbahn über eine Strecke von 6 bis 20 Haltestellen hinweg (3 bis 10 km), mitten durch die Innenstadt, damals gab es viel viel weniger Pkw-Verkehr.
Es war allerdings die Zeit, als es noch keine barrierefreien Ein- und Ausstiege (Bus/S-Bahn/Strassenbahn) gab, man anständig und hilfsbereit erzogen wurde (!), älteren/behinderten Personen beim Treppensteigen und Tragen (Kinderwagen) behilflich war und sehr gerne seinen Sitzplatz Bedürftigen oder Älteren angeboten hat!

10:55 von Papafix ...eigentlich ein Kavaliersdelikt ?

Nun ja, "Schwarz fahren" ist schon deshalb kein Kavaliersdelikt, weil ein "Kavalier" sich in der Regel ein Taxi leisten kann. Oder anders, ein Delikt, dem die Ehrenrührigkeit abgeht, das würde schon hinkommen - ganz im Gegenteil zum Flaschen Sammeln, was zwar kein Delikt ist, aber durchaus Ehrenrührig sein kann.
Im Übrigen, verarmte Kavaliere, durften durchaus mal Mantel oder Handschuh versetzen oder schwarz mit der Kutsche fahren .. aber notfalls auch mal jemandem den Degen zwischen die 4. und 5. Rippe stechen... alles eine Frage des situativen Zusammenhanges.

Die gerechte Strafe für Schwarzfahren...

... wäre 26,44€.
Das ist nämlich der Anteil für den ÖPNV in Hartz 4.

Psychisch kranke Menschen

Psychisch kranke Menschen wegen kleineren Vergehen wegzusperren bringt absolut nichts. Teuer. Kein Lerneffekt. Soziale Isolation und damit eine Verschlimmerung der Situation. Und das Gefängnis dient nicht zur Bestrafung. Rache ist nicht oberstes Ziel, auch wenn sich der Lynchmob darüber freut. Oberstes Ziel ist es, die Gesellschaft vor Schwerverbrechern zu schützen und dafür zu sorgen, dass Gefangene bei einem möglichen Wiedereinstieg in die Gesellschaft nicht rückfällig werden.

Da hier gern Uli H. Aus

Da hier gern Uli H. Aus München genannt wird;
Der hat zusätzlich gesessen. Die Patte zufückgeben hat nicht gereicht.
Also ganz andere Thematik

@ Jaroslaw

Es darf nicht sein, dass der gesamte Straßenraum und ÖPNV Reichen und ihren Schergen gehört. Bei Mensch*Innen, die keine Gebühren zahlen wollen, ist dies als Ausdruck ihres Persönlichkeitsrechts zu akzeptieren und die Reichen sollten das finanzieren.

Lieber Genosse Jaroslaw,
ich finde es Ausdruck des Persönlichkeitsrechtes jedes/r Genossen/in, nicht für andere den ÖPNV zahlen zu müssen. Es ist aber das ureigene Recht jedes/r sozialistischen/innen Werktätigen/in, zu Fuß zu gehen.

Sozial vernünftig

@ marvin:
Die gerechte Strafe für Schwarzfahren... wäre 26,44€. Das ist nämlich der Anteil für den ÖPNV in Hartz 4.

Bei schulpflichtigen Kindern übernimmt der Staat sogar die Kosten der Monatskarte (die in vielen Fällen auch auf anderen Strecken und am Wochenende gilt).

@kowalski, 14:54

So, finden Sie nicht teuer. Herzlichen Glückwunsch. Einfach mal international vergleichen. Dann wird die Sache recht schnell deutlich.

Und selbstverständlich kann man das billiger machen. Durch Subventionierung, also Umverteilung von oben nach unten, wie in vielen anderen (oft ärmeren) Ländern auch.

Betroffen von "Ersatzhaft" …

… sind ja nicht nur Schwarzfahrer.

Diese wird immer verhängt, wenn eine rechtskräftige Geldstrafe nicht bezahlt werden kann. Oder wenn der/die Betroffene sich hartnäckig weigert, sie zu bezahlen.

Wie soll ein Rechtstaat mit diesem "Dilemma" umgehen?

Eine Geldstrafe vor Gericht wegen Nicht-Zahlungen ausstehender Geldbeträge (sei es exzessives Schwarzfahren, Internet-Shopping oder Telefonrechnungen) wird ja erst nach einem mehrstufigen Mahnverfahren, verpassten Vergleichs- und/oder Schlichtungsmöglichkeiten verhängt.

Da muss man sich schon selbst "ganz schön tief in die Sch… geritten haben", bevor es dazu kommt. Oder sich eben dreist vorsätzlich-provokativ verhalten haben.

Wie gesagt - wie mit diesen Menschen "rechtsstaatlich-gerecht" umgehen, so dass dabei das "allgemeine Rechtsempfinden nicht untergraben wird"?

Eine "Patentlösung" fällt mir dazu nicht ein.
Aber man könnte sicherlich so manche Ersatzhaft durch mehr Hilfsangebote für die Betroffenen im Vorfeld vermeiden …

Es gibt auch Räder

@ WM-Kasparov-Fan:
Ich bin als Kind sehr gerne Schwarzfahrer gewesen. Allerdings auch öfter gerne Wettrennen mit der Strassenbahn gefahren - wer ist schneller, ich auf dem Fahrrad (nur ein Gang!)

Mein Vater hätte mir den Arsch versohlt, wenn wir schwarz gefahren wären. Wir sind immer Rad gefahren oder gelaufen - bei Wind und Wetter.
Ich fahre heute noch mehr Rad als Auto oder Bus.

Zitat: "Gibts denn bei euch

Zitat:
"Gibts denn bei euch in Berlin nicht mehr das Berlinticket für Monatskarten zur Benutzung der Bvg?"

Umweltticket in Berlin -> 81 Euro für den AB-Bereich

Sozial-Ticket -> 27 Euro

34,66€

Hartz 4 Anteil 2018 für Verkehr. Bekomme ich als Teil der arbeitenden Bevölkerung jetzt auch jeden Monat einen Tankgutschein (um zur Arbeit zu kommen) in gleicher Höhe um mit meiner Lohnsteuer dazu beizutragen damit dieser Anteil an Bezieher von ALG-II ausgezahlt werden kann? Hier steckt das Grundproblem! Der ALG-II-Bezieher ist vielleicht der Arme, der ganz normale Angestellte/Arbeiter, der brav seine Steuern zahlt ist aber der Dumme... an alle, die schwarzfahren als Bagatelle abtun wünsche ich, dass sie ihr Einkommen als Busfahrer bestreiten - kein bezahltes Ticket, kein Lohn!

@KowaIski

Ich stimme ihnen insofern zu, das bisher noch kein Zwang besteht.
Die Sache scheint ja noch freiwillig zu sein.

Aber ist der Staat erst mal auf den Geschmack gekommen, wird sich das wohl aendern.

Denn Letztendlich haben wir hier eine Massnahme, die :
1. die Teuren Gefaengniszellen leerhaelt.
2. Dem Staat billige Arbeitskraft zur Verfuegung stellt.

Ich bin nicht grundsaetzlich dagegen, das Straftaeter zur Strafe arbeiten.

Aber man sollte im Fall derartiger Massnahmen waehrend dieser Zeit fuer eine korrekte Unterbringung und Versorgung sorgen.

Auch um den Obdachlosen Schwarzfahrern beim Weg aus ihrem Elend zu helfen.

Das wiederum taeten die in D Regierenden Politiker mit Sicherheit nicht.

Man überlege sich einmal,

wie oft man in Deutschland beim Schwarzfahren erwischt werden muss, ehe man zu 260! Tagessätzen verurteilt wird. Vermutlich fehlte hier sogar vor Gericht jede Form von (gespielter) Einsicht.
Die Alternative wäre es doch, dass man solchen Menschen, die ohnehin bereits auf Allgemeinkosten (Hartz 4!) leben, faktisch Narrenfreiheit bescheinigt, da kein Fehlverhalten bestraft wird. Nein, nein. Das ist mir 200 Mio schon wert. Einfach an anderer Stelle zwei oder drei sinnfreie Verwaltungsvorschriften gestrichen, schon ist das Geld wieder drin.
So schlimm scheint sein Alkoholismus ja auch nicht zu sein, wenn er im Gefängnis zurecht kommt.

c.schroeder

Ich weiß dass ich Fahrlässig und nicht Vorbildhaft gehandelt habe. Ich beschwere mich nicht, sondern schildere mein Erlebnis und wie ich es empfunden habe. Ersatzfreiheitsstrafen sind unverhältnismäßig und drakonisch. Alternativen können z. B. Kontopfändungen, Rentenkürzungen oder erhöhte Steuerabgaben sein. Freie Fahrt für alle Bundes - Landes oder Komunalweit ist Milliardenteuer, birgt aber ein enormes Wirtschaftsförderungspotenzial und wird neben einigen Einsparungen einen Teil der Ausgaben durch Binnenkonjunkturstärkung kompensieren. Das Freiheitsempfinden in der Bevölkerung steigt, Vertrauen in unser Rechtssystem wird gestärkt. Kontakte, Unternehmerischer oder freundschaftlicher Art, werden mehr und führen zu Innovationen die hier in der Theorie zumindest von mir schwer vorausgeahnt werden können. Ich bin davon überzeugt dass der Nutzen die Kosten beim Thema "Fahrscheinfrei" übersteigt.

@ pnyx

Es käme wohl günstiger, allen, die nachweislich Einkünfte unter einer bestimmten Grenze haben, in der Heimatgemeinde ein ÖV-Abo zu spendieren.

Diese Spende steht Ihnen frei, ich würde mich aber raus halten. Ich würde aber kostenlos erklären, wie man Fahrräder repariert. Übrigens arbeite ich in einer Initiative mit, die Flüchtlingen auf diese Weise hilft, mobil zu sein.

ich kenne intelligente obdachlose,die das nutzen

in der u-bahn ist es warm und wenn ich rausgeschmissen werde wegen schwarzfahren ist das blöd.
mach ich das oft genug und zahl meine strafen nicht darf ich ins gefängnis.
da ist es warm es gibt fliessend warm wasser und es hat vollpension.
mit etwas glück kann man werken oder schwimmen gehen.
bibliothek hats auch und die wirtschaftsganövchen mit denen man meist zusammengeschlossen ist,sind so üble mit-championsleaque-gugger auch nicht.

wenig randale,feste essens und schlafenszeiten.

da fahr ich doch gleich wieder u-bahn,wenn ich raus muss, oder ?

man darf übrigens nicht denken,dass obdachlose alle primitiv und doof,etc. wären.

empfehle sich mit den menschen mal zu unterhalten, da kann man sehr überraschendes und interessantes wie überlegenswertes lernen.

Immer wieder interessant

wo unsere Machthaber noch Einnahmequellen entdecken.

@15:31 von schabernack: Das Problem muss aber angepackt werden

Denn wie ich vorhin schon schrieb - der untere Mittelstand wird gerade zerstört und die meisten ehemaligen "Mitglieder" rutschen eher nach unten ab als dass sie aufsteigen.
Daher wird es in 5-10 Jahren 2-3 Millionen dieser zahlungsunfähigen Mitbürger geben - die kann (sollte!) man nicht einfach alle einfahren lassen, das geht nicht.

Übrigens auch einer der Gründe für ein BGE - nicht nur die Roboterisierung.....

@kowalski, 15:27

"Bei schulpflichtigen Kindern übernimmt der Staat sogar die Kosten der Monatskarte (...)."

Was heißt, "sogar"? Sollen die Kinder für ihre Zwangsbeschulung etwa auch noch selber zahlen?

Die Übernahme der Fahrtkosten ist dabei wohl das Mindeste!

@15:43 von peter graf: Habe mal einen darüber ausgefragt

Der hat das genau bestätigt. Rechzeitig im Spätsommer begeht der einige "leicht zu begehende" Straftaten - darunter auch immer Schwarzfahren - und mit etwas Glück, wenn das Timing gestimmt hat, fährt er im November vor der Kälte in den warmen Bau mit sicherem Schlafplatz und "Kantine" ein und ist dann im Frühjahr wieder draußen.

Was mich entsetzt hat, war nicht diese Story, sondern seine Person. Der sah nicht aus wie einer, der auf der Straße lebt.... Gewaschen, rasiert und in einen Anzug gesteckt, hätte der auch aus einem der Glaspaläste im Bankenviertel kommen können, mit Smartphone am Ohr, in seinen BMW 7-er einsteigend und davon brausen können.

An Kay 523, Das Grundproblem ist eindeutig ein anderes.

Ein Teil der Schwarzfahrer, so sagt es die Statistik, können das Geld zum Fahren nicht aufbringen. Die Schuld liegt in unserer Politik begründet, warum? Siehe Quelle: "Deutsche Renten am niedrigsten in ganz Europa." Geschätzte 5,6 Millionen Rentner bekommen monatlich zwischen 400 - 700 Euro an Rente zum Leben und für Mietzahlung ausgezahlt. Niedrigverdiener, Minijobber, Hartz IV Bezieher haben das Gleiche Problem, viele können die Mieten, Strom und Darlehen nicht bezahlen. Deswegen ist jeder 2. wohnungslose Europäer ein deutscher Bürger, siehe Quelle: "Wohnungslosigkeit - 850 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Aus diesem Heer ist Deutschland heute Europameister, siehe Quelle: "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." In jedem unserer westlichen Nachbarstaaten bekommt jeder Rentner, jeder Bedürftige einen Mindestbetrag nach Abzug der Miete von 1 000 Euro im Monat nach Abzug der Miete zum Leben. Deswegen sparen viele nicht am Essen sondern bei Mietzahlung, Fahrkarten bez

um 15:43 von KowaIski

"Diese Spende steht Ihnen frei..."
Ich meinte natürlich nicht eine private Spende, sondern eine entsprechende komunale Regelung. Das mit den Fahrrädern ist schön und gut, aber nicht immer und nicht für alle eine Lösung.

EFS

Wenn es tatsächlich zur Vollstreckung der EFS kommt (Ersatzfreiheitsstrafe), dann ist schon einiges unternommen worden. Der Verurteilte erhält von der Vollstreckungsbehörde (Staatsanwaltschaft) eine Rechnung mit dem Hinweis, Ratenzahlung beantragen zu können. Reagiert der Betroffene nicht, wird der Gerichtsvollzieher beauftragt. Bei fruchtloser Pfändung erhält der Verurteilte eine Ladung zum Strafantritt, wird aber gleichzeitig auf die Möglichkeiten hingewiesen, die EFS durch Ableistung von gemeinnütziger Arbeit abzuwenden. Reagiert er auch hierauf nicht, wird der soziale Dienst der Justiz beauftragt, sich mit ihm in Verbindung zu sezten, um ihn zu beraten und möglicherweise eine geeignete Einsatzstelle zur Verfügung zu stellen.
Was soll denn noch alles passieren, bevor der Betroffene aufwacht. Zudem ist es in der Praxis so, dass notorische Schwarzfahrer mehrer Geldstrafen zu entrichten haben, evtl. sogar eine Freiheitsstrafe zur Bewährung bekommen.

Ein Witz

Jemanden wegen eines Bagatelldelikts wie Schwarzfahren ein zu sperren ist ja ein Witz. Ein Höneß, der den Staat um 40 Millionen betrogen hat, kommt noch kurzer Zeit wieder frei. Aber wir wissen ja. Vor dem Gesetzt sind alle gleich.

@ Karl_de_Z: Psychisch kranke Menschen

"Psychisch kranke Menschen wegen kleineren Vergehen wegzusperren bringt absolut nichts. Teuer. Kein Lerneffekt. Soziale Isolation und damit eine Verschlimmerung der Situation." Am 11. Januar 2018 um 15:19 von Karl_de_Z

Meinen Sie etwa, in Freiheit kann man nicht isoliert und ohne Freunde und Familie leben?
Wenn man wenigstens eins von beiden hat, wird man auch im Gefängnis nicht isoliert leben, weil Kontakt aufrecht erhalten wird. So lange sitzt man wegen kleineren Geldbeträgen nun auch wieder nicht.

Beförderungserschleichung...

...ist kriminell...

In dem Artikel zu schreiben "Wer Geldstrafen nicht bezahlen kann, landet hierzulande schnell im Gefängnis - Tür an Tür mit Kriminellen " halte ich für unangebracht. Wer kriminell ist kannn auch Tür an Tür mit anderen Kriminellen leben. Wer sich von A nach B befördern lässt, hat auch das Entgelt zu bezahlen. Wer das nicht tut ist kriminell und gehört bestraft. Wenn nicht, sind die Ehrlichen, die den Fahrpreis entrichten ja die Dummen. WelchenGrund sollte man haben ordnungsgemäß zu bezahlen, wenn sonst sowieso nichts passiert?

KVB

Warum werden Fahrgäste nicht, wie früher: beim einsteigen kontrolliert? Die Verkehrsbetriebe verdienen genug Geld um Leute einzustellen. Man schaue nur was deren Vorstände verdienen. Dann hätten wir noch weniger Arbeitslose. Ich, als Selbstständiger muss auch dafür sorgen das ich mein Geld bekomme und kann niemand in den Knast schicken.

Mal ne Frage ,

ist das Wort "Schwarzfahrer" eigentlich Politisch korrekt?
Der Fahrer also der der den Bus ect.fährt ist doch nicht schwarz so Grundsätzlich, oder irre ich mich?
Es gibt ja ausreichend Weißfahrer im Lande.
Es handelt sich doch wohl um einen Fahrgast der ohne Ticket mitfährt.

Also klärt erst mal eure Namensgebung für Fahrgäste ohne gültiges Ticket .

Denn so weit ich weiß ist ,jemanden als "Schwarzfahrer" zu bezeichnen schlicht Rassismus und muss Gegebenenfalls bestraft werden.

;-)

Schwitzen statt sitzen

In vielen Bundesländer kann man die Geldstrafe auch abarbeiten. (Schwitzen statt sitzen) Pro Tag Ersatzfreiheitstrafe kann man 6 Stunden ehrenamtlich arbeiten.
Auch Ratenzahlungenn Zb. 20 € im Monat sind möglich. Und wenn man ab und zu nicht zahlen kann ist das überhaupt kein Problem, da muß man nicht sofort in Haft. Dann verlängert sich der Zahlungsplan. Wenn man 12 Raten in 18 Monaten zahlt ist das besser als wenn man sich um nichts kümmert. Anträge muß man schon selber stellen.

Sicher gibt es arme Schlucker

aber der Artikel und viele Kommentare dazu haben einen eigenartigen Unterton- will man so die Kriminalität abschaffen, indem jeder macht, was er will? Einfach keine Regeln mehr aufstellen, dann kann auch Keiner mehr dagegen verstoßen? Also die Einen fahren schwarz, die Andern zahlen dafür mehr? Im Gasthaus zahlt man oder nimmt sich "das Persönlichkeitsrecht heraus" das Teuerste zu bestellen und verspeisen und geht ohne zu zahlen? Brave New World! Manche haben hier schon sehr merkwürdige Ansichten, die sind schon mindestens semikriminell... und es sind dann noch genau die, die immer meinen, sie hätten die Moral für sich gepachtet. Da wird deutlich, dass die Leute meinen, nichts hätte irgendwelche Konsequenzen

c.schroeder

Meine volle Zustimmung!

15:53 von WirSindLegion

«Das Problem muss aber angepackt werden. Denn wie ich vorhin schon schrieb - der untere Mittelstand wird gerade zerstört und die meisten ehemaligen "Mitglieder" rutschen eher nach unten ab als dass sie aufsteigen. […]
Übrigens auch einer der Gründe für ein BGE - nicht nur die Roboterisierung.....»

Da bin ich ganz bei Ihnen.

Auch ich sehe die ganzen Diskussionen um ALG2 & Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie das "Herumdoktern an Symptomen und Stellschrauben" ausgesprochen kritisch.

Eine offene und breit angelegte Diskussion um Möglichkeiten, Vor- und Nachteile des BGE wäre ein guter Weg, hier den gesellschaftlichen Stillstand zu überwinden, und sich auf die "Herausforderungen der Zukunft" vorzubereiten.

Ich habe bei der letzten BTW auch eine Partei, die PARTEI, gewählt, die für eine solche Diskussion eintritt.

@Kessl

Sie übersehen in dieser Angelegenheit einen ganz entscheidenden Punkt!

Die 40 Milliarden Euro Mineralölsteuer jährlich, aus deren Einnahmen sich die steuerfinanzierten Subventionen für Autofahrer letztendlich finanziert, zahlen diese Fernpendler ja schließlich selbst in die Staatskasse ein!

Fahrten zur Arbeitsstätte mittels PKW werden somit zwar staatlich subventioniert, aber die Kosten hierfür tragen die Autofahrer in ihrer Gesamtheit auch selbst!

Bei völlig kostenlosen Verkehrsmittel für die verkehrstechnisch begünstigten Nahpendler, wären diese somit letztendlich völlig ungerechtfertigt im Vorteil!

Wer sich dann die teuren, weil citynahen Wohnungen, finanziell leisten kann, bekommt obendrein die Fahrten zur Arbeit dann faktisch noch vom Staat geschenkt, wer jedoch nicht so wohlhabend ist, und täglich mit dem PKW als Fernpendler unterwegs sein muss, müsste dann sämtliche Kosten alleine selbst tragen!

Das wäre wirklich ein zutiefst ungerechtes System!

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