Ihre Meinung zu: Israel verwehrt NGOs wegen Boykottaufrufen Einreise

7. Januar 2018 - 19:16 Uhr

Sie rufen zum Boykott Israels auf - deswegen wird Vertreten von diversen NGOs künftig die Einreise in das Land verweigert. Der zuständige Minister nannte 20 betroffene Organisationen. Grundlage ist ein im März beschlossenes Gesetz.

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Kommentare

das ist nur konsequient

man würde es sich in deutschland auch wünschen!

"Sie rufen zum Boykott Israels auf "

Dann sollen die betreffenden damit auch ernst machen und Israel boykottieren, statt dort einzureisen, dann bleibt alles im Gleichgewicht.

Boykott

Respekt, Lob, Anerkennung!

Richtig so

Die NGOs sind selbst schuld.
Das nenne ich mal konsequentes Handeln.

Es ist Iraels gutes Recht NGOs die Einreise zu verweigen

schließlich verweigern auch andere Staaten NGOs die Einreise.
Es gibt auch viele Länder, die den Internationalen Gerichtshof in Den Haag nicht anerkennen.

Boykott Israels? Da kommen dunkle Assoziationen auf...

Ist das nicht die moderne Form von: "Deutsche, kauft nicht bei Juden!"?

Solche NGOs sollten hierzulande verboten und strafrechtlich verfolgt werden.

Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson

ist mir nach wie vor nicht verständlich.

Sicherheit der Juden als deutsche Staatsräson dagegen selbstverständlich, was für mich aber eben Nichts mit diesem mehr als merkwürdigen und derzeit äußerst chauvinistischen Staat Israel zu tun hat.

Reise nach Isarel

Man muss ja nicht nach Israel reisen. Es wird keiner dazu gezwungen. Nur, wer es tut, muss sich eben an die in Israel geltenden Gesetze halten. Und auch hat Israel das Recht, sich seine Gäste selbst zu wählen und seinen Gegnern eben die Einreise nicht zu gestatten, genauso, wie jeder andere Staat auf dieser Welt es auch als sein Recht sieht und dies tut!

re collie4711

"Es ist Iraels gutes Recht NGOs die Einreise zu verweigen

schließlich verweigern auch andere Staaten NGOs die Einreise.
Es gibt auch viele Länder, die den Internationalen Gerichtshof in Den Haag nicht anerkennen."

Sie dürfen gern mal aufzählen, in welche illustre Gesellschaft Israel sich damit begibt.

Israel boykottieren? Wozu wollen die dann einreisen?

Nur zum Stänkern vermutlich.
Wer braucht das?

Donald Trump wirkt!

Er zeigt wie kein Anderer auf,daß konsequentes Handeln gefragt ist und kein Lavieren wegen irgendwelchen Befindlichkeiten.
Was Israel jetzt mit den NGOs macht ist nur konsequent. Warum soll ich jemanden ins Land lassen der mir schaden will und die Palästinenser in ihrer Ablehnung des Staates Israel noch bestärkt?

Was ist dann....

eigentlich die Alternative? "Ja und Amen" zur israelischen Politik sagen oder bestenfalls mit Wattebäuschchen werfen? Sehr viele Möglichkeiten bleiben nicht mehr übrig, wenn die Unangreifbarkeit und Tabuisierung entweder zur Staatsräson erhoben werden oder ein Schwiegersohn nicht beweisbare, aber sehr vermutlich großen Einfluß auf die Politik eines mächtigen Mannes hat. Das "Stöckchen apportieren" oder "Männchen machen" von Regierungen ist man ja inzwischen gewohnt, aber jetzt geht Israel auch gegen NGO vor. Da erhält "political correctness" gleich eine neue Bedeutung, oder?

Dasselbe Land

das eben noch den Demonstranten im Iran applaudiert (weil die dem israelischen Interesse nützen) sperrt jetzt die Meinungsfreiheit selbst aus (weil das dem israelischen Interesse nützt?).

Ziemliche Heuchelei.

@collie4711 um 19:32 Uhr

Ja, Israel zum Beispiel ... was soll uns Ihr Beitrag jetzt diesbezüglich sagen?

So, so...

...israel soll also die einzige Demokratie im nahen Osten sein...

Antisemitismus 2.0

Wes Geistes Kind Roger Waters und seine “Kollegen” sind haben schon viele Künstler erfahren müssen. Ein Lob auf Radiohead und Nick Cave, die sich der Erpressung von BDS nicht gebeugt haben. Auch die ARD und die angeschlossenen 3.Programme muss man lobend erwähnen: Roger Waters wird wenigstens nicht mit unseren Rundfunk-Gebühren unterstützt! Ein sehr gutet Jahresbeginn!

BDS agiert im Geiste McCarthys

Diese BDS-Kampagner agieren im Geiste von Joseph McCarthy und verbreiten eine Art hexenjägerischen Gesinnungsterror.

Es ist völlig verständlich und richtig, dass Israel die nicht einreisen lässt. Ein Staat kann ja wohl entscheiden, wen er reinlässt. Erklärte Staatsfeinde muss er nicht reinlassen.

@19:37 von c4--

nur so am Rande: am 10.12.17 ein Aufruf von Avigdor Liebermann an jüdische Bürger "kauft nicht beim Araber".....auch das könnte man als "moderne" Form ihres Zitats aus anderer Perspektive ins Feld führen....

@ c4--

Sie wollen die JVP verbieten? Macht sie das nicht automatisch zum Antisemiten?
Juden, die dem Frieden eine Stimme geben, scheinen für sie ja unzumutbar zu sein, wenn sie da nach juristischen Maßnahmen rufen...

Machen wir uns nicht vor: Sobald Israel kritisiert wird, wird reflexartig "Antisemitismus" als "Gegenargument" gebracht.
Dabei sind zwei Dinge klar: Es gibt genügend Äußerungen von Regierungsmitgliedern Israels, die einer Zweistaaten-Lösung nicht zustimmen wollen. Und zweitens ist Israel eine Besatzungsmacht, die in den besetzten Gebieten nicht nur eine ethnische Säuberung im Zeitlupentempo durchführen, um diese neu besiedeln zu können, sondern hat auch noch Ultra-Rechte, also faschistische, Parteien in Regierungen geholt.

Der Friedensprozess ist seit dem Terroranschlag der Ultra-Rechten auf Rabin effektiv von seiten Israels beendet.

@c4--

"Ist das nicht die moderne Form von: "Deutsche, kauft nicht bei Juden!"?" Am 07. Januar 2018 um 19:37 von c4--

Nein, denn es soll nach diesen Organisationen eben Israel und nicht Juden boykottiert werden.

Es leben und arbeiten nicht nur Juden in Israel und es leben nicht alle Juden in Israel (das letzte freut mich um so mehr, denn meine persönliche Meinung ist, dass Judentum zu Europa gehört).

Für mich

Für mich ist Israel ein Staat wie jeder andere. Er handelt auch wie jeder andere in der Region bei Kritik. Ihn als Musterstaat zu bezeichnen liegt genauso fern wie bei den Nachbarn. Mehr ist dazu nicht zu sagen

Wir urteilen bei anderen Nationen...

... immer mit der Brille unseres Grundgesetzes, vorallem bei totalitären Regimen. Bspw. sieht man dies am derzeitigen Gebaren der Türkei, warum muss man also bei Israel blind sein?

Wenn man jedoch gegen die authoritäre Regierung Israels etwas sagt, dann wird man schnell als Judenhasser, als Antisemit abgetan. Dem ist nicht so, denn eine Religion, eine Glaubensrichtung allein, verurteilt niemand hier, der Umgang jedoch mit den Menschen der besetzten Gebieten, wie dem Gazastreifen, den darf man wohl kritisieren und muss deutlich den Finger in die Wunde stecken, damit man nicht nur das Leid der Israelis (zu denen sicher auch Muslime gehören und weitere Nicht-Juden), sondern auch das Leid, was durch das israelische Militär und durch die stückweise Inbeschlagnahme durch Siedlungen geschiet.

Frieden geschiet nur dann, wenn der Mächtigere dies einsieht.

Zweierlei Maß im Forum

Ich würde alle Foristen bitte in einer Suchmaschine " Russland NGO's" zu suchen und sich dann die Kommentare unter den Artikeln anschauen. Der Tenor " ist doch ihr gutes Recht" wie zum o.s. Artikel, fällt dort etwas anders aus. Es kommt in unserer Gesellschaft also offenbar grundlegend darauf an, wer Meinungsfreiheit einschränkt und ob wir demjenigen oder dem entsprechenden Staat wohlgesonnen sind oder nicht. Ganz prima- so lebt es sich sicher sehr einfach.

Unterschiedliche Masstäbe

Erst einmal finde ich, man darf (muss) auch Israel als Staat kritisieren dürfen. Und als solchen kritisiere ich die “einzige” Demokratie, die nicht mit Kritik umgehen kann, ohne sofort auf Ihre besondere Geschichte hinzuweisen. Auch wenn Vergleiche immer hinken, so hat aber auch Russland eine Menge Geschichte zu bieten um regelmäßig NGO’s des Landes verweisen. Die Kommentare und die Berichterstattung ist dann meist weniger positiv. Also - lässt mal Eure Messlatte Eichen.

Was lernen wir?

NGOs sind nur gut, wenn es gegen Russland oder andere "Nichtfreunde" geht.

Israelische Interessen

vor allem wenn es um Israelische Interessen geht sehe ich in diversen Foren blinde Gefolgsleute die zu allem Ja und Amen sagen. Ähnliches sehe ich bei Erdogan Anhänger.
Wir müssen Kritik und demokratischen Widerstand akzeptieren und schützen. Wenn wir bei Israel eine Ausnahme wird es unsere Werte schwächen.

Es wäre alles so einfach...

Den Palästinensern könnte es richtig gut gehen wenn sie endlich ihren Hass überwinden und Israel als das anerkennen würden, was es ist. Nämlich eine überlegene Macht, die für Stabilität, Wohlstand, persönliche Freiheit und Rechtstaatlichkeit sorgt.
Kein arabischer "Gottesstaat" hat dies bisher auch nur Ansatzweise geschafft.

Die Jewish Voice for Peace (JVP)

gehört dem Bericht zufolge auch zu diesen Organisationen.
@19:37 von c4--

Dies würde für mich doch bedeuten, dass man diese Boykottaufrufe differenzierter sehen muss.

Gilt der Boykott Israel oder Produkten, die in den Palästinensergebieten erzeugt wurden?

Wie verhält es sich mit den orthodoxen Juden, die den Staat Israel nicht anerkennen?

Wie verhält es sich mit der überwiegend jüdischen Organisation BIP, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzt?

Warum ist Soros mit seinen Organisationen unerwünscht (wie in Ungarn, Russland)?

NGO ...

... vertreten ihre eigenen Interessen. Sie haben weder eine demokratische Legitimation, noch eine irgendwie geartetete demokratische Mehrheit.

Ich lese hier nur Reaktionen ob es gut ist das Israel

das gemacht hat oder schlecht.
Mir stellt sich eher die Frage warum sie das gemacht haben.
Haben sie Angst vor Propaganda, Demos, innerer Unruhe usw.
Der Iran wurde über die Aussage belächelt das die Unruhen auf Kosten äußerer Kräfte gingen.
Wird es so langsam offiziell wie man eine Regierung stürzt oder spinne ich das ganze hier jetzt zu weit?

Israel sollte mal weiterdenken.

Israel sollte mal daran denken das die heutige politische Situation nicht ständig die Gleiche bleibt. Man braucht da nicht im Detail zu gehen, aber es beginnt schon mit der Präsidentenwahl in Amerika. Man kann nicht allen jederzeit zum Feind haben.

Ich verstehe das Problem nicht:

Wenn irgendeine Organisation zum Boykott eines Landes aufruft und es damit ernst meint (davon gehe ich aus), dann würde doch ein Mitglied dieser Organisation nie in dieses Land einreisen, weil es damit seinen eigenen Boykottaufruf unterliefe. Wenn dieses Land also im Gegenzug den Mitgliedern dieser Organisation die Einreise verweigert, spielt das für die Organisation gar keine Rolle, weil sie ja sowieso nicht einreisen wollen.

Bitte teilen Sie uns die Namen der NGO´s mit...

damit man sich ein Bild machen kann, wen das betrifft. Es würde mich zum Beispiel interessieren, ob auch hier Organisationen ein Problem bekommen haben, die mit George Soros in Verbindung stehen.

Israel wird immer mehr zu einer Diktatur

Israel wird immer mehr zu einer Diktatur.
Das ständige Vorgehen gegen NGO's, die Abschaltung aller alten öffentlich-rechtlichen Sender, die es noch wagten richtig Kritik an die Regierung zu äußern, Behinderung der Veröffentlichung von Polizeiermittlungen gegen Vertreter der Regierung, etc. sind alles Sachen, die international zu einem Aufschrei führen würden, wenn einige andere Länder so etwas täten.
Doch bei Israel darf man anscheinend keine Kritik äußern. Es wird von einigen Mitforisten immer wieder die gleiche Phrase geschrieben, dass "Israel die einzige Demokratie in der Region" sei.
Wohin die Tabuisierung führt, sieht man anhand der Entwicklung Israels in den letzten Jahren.

@20:43 von woko

NGO vertreten ihre eigenen Interessen. Sie haben weder eine demokratische Legitimation, noch eine irgendwie geartetete demokratische Mehrheit.

Ja und? Das gilt für jeden Verein per se.

Dass die heutige israelische

Dass die heutige israelische Regierung keine 'Jewish Voice for Peace' hören möchte, finde ich ziemlich nachvollziehbar...

@19:53 von atme

So, so israel soll also die einzige Demokratie im nahen Osten sein...

Was hat denn die Organisation des Staates mit den Einreisebestimmungen für Ausländer zu tun?

Was wäre wenn ...

... eine Organisation zum Boykott der Palästinensergebiete aufrufen würde? Gründe dafür gäbe es genug (Unterstützung des Terrorismus u.v.m.). Wie wäre dann der Aufschrei der Gemeinde der Freunde der Freiheit?

@ 19:39 von Rimpimpim

Absolut da coeur was die Beurteilung der derzeitigen israelischen Regierung angeht (die so richtig schön in die Reihe der nationalistischen Regierungen passt, die überall in Ost und West aus dem Boden sprießen), doch das Problem ist, dass die Hauptgegner Israels nicht so feinsinnige Unterscheidungen zwischen Israel und Juden machen. Darf ich daran erinnern, dass in Entebbe nicht nur israelische Staatsbürger sonder auch alle Juden mit festgehalten wurden? Und dass auch sonst in arabischen Staaten Juden und Christen (wie zuletzt in Ägypten) ohne Ansehen der Staatsbürgerschaft angegriffen werden? Israel wird seit 1948 nicht wegen seiner chauvinistischen Regierung angegriffen, sondern weil Juden in Palästina eingewandert sind, einem Land, wo wohl nur Muslime leben dürfen, zumindest mit vollem Bürgerrecht (soweit es sowas da überhaupt gibt).

um 19:37 von c4-- Boykott

um 19:37 von c4--
Boykott Israels? Da kommen dunkle Assoziationen auf...
Ist das nicht die moderne Form von: "Deutsche, kauft nicht bei Juden!"?

Nein,ist es nicht.
Die brachte Lieberman in der modernen Variante:
"Juden,kauft nicht bei Arabern" - womit er speziell die Araber in Israel meinte,also Menschen,die wie er,die israelische Staatsbürgerschaft besitzen.

-> Wurde auch bei ts drüber berichtet.

Sehr gut, Israel

In diesem Punkt kann man Israel voll und ganz unterstützen.

Mal ein Detail am Rande:

BDS verlangt auch einen akademischen Boykott Israels. Einige Forschungsgebiete - in den USA z. B. die Erforschung der amerikanischen Ureinwohner - sind zu regelrechten Schlachtfeldern zwischen BDS-Befürwortern und Gegnern verkommen (der US-Palästinenser Steven Salaita etwa, der durch antisemitische Tweets auffiel, ist gleichzeitig ein Lehrender für präkolumbianische amerikanische Geschichte, und versucht in einigen Veröffentlichungen das Leid der amerikanischen Ureinwohner mit der Lage im Gaza-Streifen gleichzusetzen).

BDS verfolgt Ziele, die man als kulturfeindlich radikal bezeichnen muss. In der Zeit immer größerer Einfalt muss gerade der akademische Austausch wach gehalten werden und darf nicht durch eine politische Agenda erlahmen.
Da ist es kein wie auch immer geartetes Wunder, dass Israel diese Leute nicht gerne sieht.

@Gattopardo

"
Am 07. Januar 2018 um 21:23 von Gattopardo

Was wäre wenn ...

... eine Organisation zum Boykott der Palästinensergebiete aufrufen würde? Gründe dafür gäbe es genug (Unterstützung des Terrorismus u.v.m.). Wie wäre dann der Aufschrei der Gemeinde der Freunde der Freiheit?"

.

Wie wäre es wenn Israel mit der völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik aufhört und damit eine 2 Staaten Lösung ermöglicht. Dann würde sich das Problem von alleine erledigen. Dann wäre der Grund für diese Aufrufe beseitigt.

@c4--

Boykott Israels? Da kommen dunkle Assoziationen auf...
Ist das nicht die moderne Form von: "Deutsche, kauft nicht bei Juden!"?
Solche NGOs sollten hierzulande verboten und strafrechtlich verfolgt werden.

Ist Ihnen klar, dass auch jüdische NGO's auf der Verbotsliste Israels stehen, wie die 'Jewish Voice for Peace', wie auch im Artikel zu lesen ist?

Die ständige Gleichsetzung Israels mit den Juden ist unakzeptabel. Meiner Meinung nach ist gerade dies eine Form des Antisemitismus. Menschen jüdischen Glaubens können und sollten nicht für die Politik Israels verantwortlich gemacht werden. Judentum, wie auch alle andere Religionen, ist eben eine Religion und kein Staat.

@ 21:15 von peace4ever

Nun, es ist ja auch richtig, dass Israel auch heute noch wie kein anderer Staat der Region Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und insgesamt die Menschenrechte schützt. Aber es ist auch unzweifelhaft, dass dies, wie auch in vielen anderen Staaten, kräftig durch Populismus und Nationalismus bergab geht. Aber einen wesentlichen Unterschied zu den Nachbarländern gibt es immer noch. Und eine faire Kritik misst nicht mit unterschiedlichen Maßstäben. Ich begrüße jede Kritik an den ungünstigen Entwicklungen in Israel. Aber man muss sich auch die Frage stellen, wieweit sie durch die permanente Bedrohung mitverursacht ist, durch andere Staaten, die so erlebt werden, dass sie einer Vernichtung Israels tatenlos zusehen würden, aber sich sehr viel Sorgen um eine Freiheit der Palästinenser machen, die diese unter den Jordaniern nie gehabt haben und heute auch nicht hätten. Israel braucht nicht nur Kritik sondern auch Solidarität. Und die ist eher knapp.

@21:30 von laurisch._karsten

Wie wäre es wenn Israel mit der völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik aufhört und damit eine 2 Staaten Lösung ermöglicht. Dann würde sich das Problem von alleine erledigen. Dann wäre der Grund für diese Aufrufe beseitigt.

Eine Zweistaatenlösung wäre für Hamas und Fatah nur eine willkommene Zwischenlösung für eine Einstaatenlösung - nur eben umgekehrt. Solange die ihre Logos und ihre Konstitutionen nicht ändern, sind sämtliche Beteuerungen, man wäre an einer friedlichen Koexistenz interessiert, schlicht unlaubwürdig. Oslo hin oder her.

@ 20:13 von Eruma

"Frieden geschieht nur dann, wenn der Mächtigere dies einsieht." Richtig. Nur wer ist der Mächtigere? Haben Sie einmal die Truppenstärken von Iran, Syrien und noch ein paar anderen Hardliner-Staaten mit denen von Israel verglichen? Israel hat die Kriege nur deshalb gewonnen, weil man mit dem Meer im Rücken, in das man getrieben werden soll, einfach motivierter kämpft. Nicht weil es der Mächtigere ist. Und die Eskalation in der Westbank wurde nicht von Israel und nicht von den Palästinensern (eigentlich ein recht friedliches Völkchen) inszeniert, sondern von den arabischen Brüdern, die ihr Süppchen auf dem Schicksal der Palästinenser kochen.

21:16, cowboy8

>>@20:43 von woko
"NGO vertreten ihre eigenen Interessen. Sie haben weder eine demokratische Legitimation, noch eine irgendwie geartetete demokratische Mehrheit."

Ja und? Das gilt für jeden Verein per se.<<

Jeder Verein ist eine NGO im Wortsinne. Leuten, die besinnungslos mit Schlagworten um sich werfen, fällt so etwas allerdings gar nicht auf...

Helfer für die Menschlichkeit

Nichtregierungsorganisationen sind die einzigen die schnell helfen, wo Hilfe nötig ist.
Die UN sollte die NGOs als Helfer für die Menschlichkeit anerkennen.

@Tarantus

Am 07. Januar 2018 um 20:38 von Tarantus
Es wäre alles so einfach...
Den Palästinensern könnte es richtig gut gehen wenn sie endlich ihren Hass überwinden und Israel als das anerkennen würden, was es ist. Nämlich eine überlegene Macht, die für Stabilität, Wohlstand, persönliche Freiheit und Rechtstaatlichkeit sorgt.
Kein arabischer "Gottesstaat" hat dies bisher auch nur Ansatzweise geschafft.

In Anbetracht der Tatsache, dass Israel den Zugang der Palästinenser zu grundlegenden Versorgungsgütern einschränkt und ihre Siedlungsbauten zum Teil auf palästinensischem Privatbesitz errichtet, kann ich Ihren Kommentar nur als bestenfalls zynisch oder Ausdruck von erstaunlicher Ahnungslosigkeit deuten.

Würde mich ja interessieren, ob Sie jemanden, der in Ihrem Vorgarten ein Haus baut, ohne sie um Erlaubnis zu fragen, geschweige denn Sie dafür zu entschädigen, auch als einen Garanten für "Stabilität, Wohlstand, persönliche Freiheit und Rechtsstaatlichkeit" bezeichnen würden.

Leider zeigt sich wieder

Leider zeigt sich wieder einmal, dass die derzeitige israelische Regierung mit echter Meinungsfreiheit, die nun einmal zur Demokratie gehört, nicht viel am Hut hat.

21:09, Bowerman

>>Bitte teilen Sie uns die Namen der NGO´s mit...
damit man sich ein Bild machen kann, wen das betrifft. Es würde mich zum Beispiel interessieren, ob auch hier Organisationen ein Problem bekommen haben, die mit George Soros in Verbindung stehen.<<

Sie meinen Organisationen wie Amnesty International oder Ärzte ohne Grenzen?

Beide bekamen Geld von Soros.

Organisationen, die von Robert Mercer, dem "rechten Soros", Geld bekommen, haben gewiss keine Probleme mit der israelischen Regierung, denn der steht ihr ideologisch nahe.

21:57 von STOPP

Helfer für die Menschlichkeit

Nichtregierungsorganisationen sind die einzigen die schnell helfen, wo Hilfe nötig ist.
Die UN sollte die NGOs als Helfer für die Menschlichkeit anerkennen.
///
*
*
Frage: Wem hätten die eigentlich 1967 wie geholfen?

Ein Gesetz..

wurde von einem souveränen Parlament beschlossen von Abgeordneten unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und Religionsausübung sowie Weltanschauungen.
Jetzt wird dieses Gesetz umgesetzt.
Es sollte mehr Respekt einem souveränen Staat gezollt werden.
In diesem Fall Israel.

@Cowboy8

"Eine Zweistaatenlösung wäre für Hamas und Fatah nur eine willkommene Zwischenlösung für eine Einstaatenlösung - nur eben umgekehrt. Solange die ihre Logos und ihre Konstitutionen nicht ändern, sind sämtliche Beteuerungen, man wäre an einer friedlichen Koexistenz interessiert, schlicht unlaubwürdig. Oslo hin oder her."

.

Nur eine "Ein Staaten Lösung" nach den Wünschen der israelischen Regierung ist ein rassistischer Staat. Nur Juden haben Menschen Rechte. Alle anderen, Christen und Palästinenser nicht. Ist es das was Sie unterstützen?

re cowboy8

"Eine Zweistaatenlösung wäre für Hamas und Fatah nur eine willkommene Zwischenlösung für eine Einstaatenlösung - nur eben umgekehrt."

Es wirkt derart lächerlich, dass die Atommacht Israel von einm Staat Palästina sich bedroht fühlen müsste ...

20:46, alex 0815

>>Ich lese hier nur Reaktionen ob es gut ist das Israel
das gemacht hat oder schlecht.
Mir stellt sich eher die Frage warum sie das gemacht haben.
Haben sie Angst vor Propaganda, Demos, innerer Unruhe usw.
Der Iran wurde über die Aussage belächelt das die Unruhen auf Kosten äußerer Kräfte gingen.
Wird es so langsam offiziell wie man eine Regierung stürzt oder spinne ich das ganze hier jetzt zu weit?<<

In einer Demokratie stürzt man eine Regierung durch Wahlen.

Da zur Demokratie die Meinungsfreiheit und damit der Diskurs gehört,werden ausländische Einflußnahmen durch die Presse thematisiert und aufgedeckt.

Wie gerade in den USA.

Da muss man dann nicht zu Verschwörungstheorien greifen.In offenen Gesellschaften lassen sich Versuche der Einflußnahme kaum geheim halten.

Maßnahmen wie die der israelischen Regierung korrespondieren immer mit Unterdrückung von Meinungen innerhalb des Landes.

Das was die israelische Regierung gerade macht,sind Maßnahmen aus dem Repertoire von Autokratien.

re tarantus

"Den Palästinensern könnte es richtig gut gehen wenn sie endlich ihren Hass überwinden und Israel als das anerkennen würden, was es ist. Nämlich eine überlegene Macht, die für Stabilität, Wohlstand, persönliche Freiheit und Rechtstaatlichkeit sorgt."

Vielleicht für die eigenen Bürger, jedenfalls nicht für die Araber unter Besatzungsregime.

21:50, Autograf

>>@ 20:13 von Eruma
"Frieden geschieht nur dann, wenn der Mächtigere dies einsieht." Richtig. Nur wer ist der Mächtigere? Haben Sie einmal die Truppenstärken von Iran, Syrien und noch ein paar anderen Hardliner-Staaten mit denen von Israel verglichen? Israel hat die Kriege nur deshalb gewonnen, weil man mit dem Meer im Rücken, in das man getrieben werden soll, einfach motivierter kämpft.<<

Israel hat die Kriege auch deswegen gewonnen, weil das Land eng mit den USA verbunden ist und die die Existenz des Staates jederzeit sichern würden.

Das wissen die arabischen Nachbarn natürlich auch.

19:53 von atme

So, so...

...israel soll also die einzige Demokratie im nahen Osten sein...
///
*
*
Haben Sie etwa weitere Vorschläge?
*
Dann könnte es in der Regieon doch keine Probleme geben?

Frage: Wem hätten die eigentlich 1967 wie geholfen?

Nun vielleicht hätten diese Organisationen dann, den flüchtenen Menschen geholfen.

21:45, Autograf

>>@ 21:15 von peace4ever
Nun, es ist ja auch richtig, dass Israel auch heute noch wie kein anderer Staat der Region Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und insgesamt die Menschenrechte schützt. Aber es ist auch unzweifelhaft, dass dies, wie auch in vielen anderen Staaten, kräftig durch Populismus und Nationalismus bergab geht. Aber einen wesentlichen Unterschied zu den Nachbarländern gibt es immer noch.<<

Das Schlüsselwort heißt hier "noch".

Die rechten Hardliner arbeiten zielstrebig an der Demontage.

re iog

"Ein Gesetz..

wurde von einem souveränen Parlament beschlossen von Abgeordneten unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und Religionsausübung sowie Weltanschauungen."

Zur Richtigstellung Ihrer Laudatio:

In der Knesset haben nur Abgeordnete EINER Religionszugehörigkeit das Sagen.

Wenigstens soviel Wahrnehmung der Realität sollte schon sein. Sonst wird's Märchenstunde.

Israel hat begriffen was NGO´s sind ...

.... und worauf es diesen ankommt:
Chaos und Rebellion im Land verbreiten - bis zum Bürgerkrieg. Die Menschenrechte, Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit sind nur Alibi. Es geht darum die alten Ordnungen zu beseitigen damit sich die Neue aus dem Chaos etablieren kann : der Sozialismus 2.0

sehr gute und richtige

sehr gute und richtige Entscheidung von israil.

re autograf

"@ 20:13 von Eruma

"Frieden geschieht nur dann, wenn der Mächtigere dies einsieht." Richtig. Nur wer ist der Mächtigere? Haben Sie einmal die Truppenstärken von Iran, Syrien und noch ein paar anderen Hardliner-Staaten mit denen von Israel verglichen?"

Welche Truppenstärke des Iran soll denn gegen Israel wirken?

Bombenangriffe wurden von Israel gegen die iranischen Atomanlagen geübt. Nicht vom Iran gegen Dimona.

22:20 von fathaland slim

21:45, Autograf

>>@ 21:15 von peace4ever
Nun, es ist ja auch richtig, dass Israel auch heute noch wie kein anderer Staat der Region Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und insgesamt die Menschenrechte schützt. Aber es ist auch unzweifelhaft, dass dies, wie auch in vielen anderen Staaten, kräftig durch Populismus und Nationalismus bergab geht. Aber einen wesentlichen Unterschied zu den Nachbarländern gibt es immer noch.<<

Das Schlüsselwort heißt hier "noch".

Die rechten Hardliner arbeiten zielstrebig an der Demontage.
///
*
*
Bei den Nachbarländern kritisieren wir das aber ganz antisemitistisch nicht?

@laurisch._karsten

Die Siedlungspolitik mag Ihnen nicht gefallen, völkerrechtswidrig ist sie nicht. Es gibt kein völkerrechtliches Gebilde Palästina. Aber Sie haben bei Ihrem Beitrag das Thema verfehlt. Niemand der Feinde Israels ist gezwungen nach Israel einzureisen. Wieso wollen die das aber so gerne? Das ist die entscheidende Frage. Was mich immer wieder verwundert ist, dass sich so viel berufen fühlen über den Staat Israel zu unterteilen ohne jemals dort gewesen zu sein. Sich ein eigenes, vorurteilsfreies Bild zu machen, sollte jedem angelegen sein, der dazu in der Lage ist.

Finde ich absolut richtig von Israel

Diese Leute, die häufig völlig unkritisch pro-palästinensische und anti-israelische Positionen vertreten, würde ich auch nicht (mehr) einreisen lassen.

Was bei den Aktionen solcher (BDS-)NGOs schon mal 'rauskommt, kann sich gerne jeder am Beispiel der weltweiten Kampagne gegen Sodastream ansehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/SodaStream#Produktion_im_Westjordanland

Leidtragende waren weit überwiegend die arabischstämmigen Arbeiter.

Insofern nur konsequenz von Israel; wer von Feinden aller Art bedroht wird, muss eben auch reagieren.

"Kauft nicht bei Juden"

Für mich war es unfassbar, dass Deutschland sich an dieser Israel feindlichen Aktion beteiligt. Selbst wenn der Export von landwirtschaftlichen Produkten aus Israel in die EU kaum noch 10 % Anteil entspricht, war die deutsche Unterstützung der EU-Resolution unverständlich. Es hätte uns gut angestanden, sich der Stimme zu enthalten. Besser aber ist, wenn Deutschland auf Grund seiner Geschichte Israels Entwicklungsschritte zur Selbsterhaltung bedingungslos anerkennt. Wie kann ich die Abkehr Deutschlands von Israel meinen jüdischen Freunden erklären? Dass jetzt (endlich) die feindseligen NGO gesperrt werden ist israelische Selbstverteidigung.

@ 22:20 von karwandler

Dürfen die Abgeordneten der Vereinten Liste nicht mit abstimmen oder haben sie kein Rederecht? Ihr Anteil an den Abgeordneten der Knesset entspricht etwa dem Anteil der wahlberechtigten muslimischen Bürgern an der Gesamtzahl der Wahlberechtigten. Klar, der SSW hat im Landtag von Schleswig-Holstein auch nicht die Mehrheit, aber manchmal kann er doch das Zünglein an der Waage sein. Minderheiten haben es schwer - davon können gerade die Juden ein Liedchen singen. Wo ist das anders? (Ok, z.B. Vancouver, aber da gibt es nur Minderheiten.)

@karwandler

Sie liegen leider falsch. In der Knesset haben Abgeordnete aller drei Religionen (des Buches) das Sagen, frei gewählt, nach rechtsstaatlicher Methode. Diese Tatsache ist es, die den Gegnern Israels so weh tut.

Re Karwandler

Verdrehen sie nicht die Realität.
Die Zusammensetzung des israelischen Parlaments ist klar nachvollziehbar und braucht keine Verfälschung durch Kommentatoren.

@ 22:25 von karwandler

Schon mal das Wort "Hamas" gehört? Steht in der iranischen Charta die Vernichtung Israels oder in der israelischen die Vernichtung Irans? Solange die Freigabe der Westbank praktisch bedeutet, dass Israel die physische Existenz seiner Bürger in die Hände bis an die Zähne bewaffneter Heißsporne legt, zähle ich die iranischen Truppen durchaus mit, wenn ich die mächtigere Seite eruiere.

22:23, Beere Preiss

>>Israel hat begriffen was NGO´s sind ...
.... und worauf es diesen ankommt:
Chaos und Rebellion im Land verbreiten - bis zum Bürgerkrieg. Die Menschenrechte, Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit sind nur Alibi. Es geht darum die alten Ordnungen zu beseitigen damit sich die Neue aus dem Chaos etablieren kann : der Sozialismus 2.0<<

Na ja, da gehen die Meinungen der Verschwörungstheoretiker auseinander.

Sie meinen, es wäre der Sozialismus.

Andere sagen, es wäre der weltweite Deep State.

Wieder andere meinen, es wäre die New World Order im Interesse der reichsten 0,1 Prozent.

Und noch wieder andere vermuten dahinter George Soros, der zielstrebig die Auflösung nationaler Identitäten und die Vermischung der Völker betreiben würde, um die westliche Kultur und Identität zu Fall zu bringen.

Da kann man sich dann was aussuchen, aber wenn man behauptet, daß die NGOs dahinterstecken, wohinter auch immer, dann ist man wohl auf der sicheren Seite...

Am 07. Januar 2018 um 19:19 von Karl Napf

Was verstehen Sie bitte schön unter "konsequient"

22:10 von fathaland slim

„Was die israelische Regierung gerade macht, sind Maßnahmen aus dem Repertoire von Autokratien.“

Genau das.

Gruß Ingolf Bröhan

re gattopardo

"Die Siedlungspolitik mag Ihnen nicht gefallen, völkerrechtswidrig ist sie nicht."

Ohne in Einzelheiten zu gehen darf ich dazu bemerken: Die Meinungen dazu differieren. Auf der einen Seite die israelische, auf der anderen Seite der Rest der Welt.

@ 22:30 von Gattopardo

Ganz so einfach ist es auch nicht. Das Völkerrecht hat viele Grauzonen. Die NGOs wollen in Israel einreisen, 1) weil allem zum Trotz Israel immer noch eine Demokratie mit weitgehender Meinungsfreiheit ist, d.h. man kann vor Ort was erreichen (anders als z.B. in Russland oder so) und 2) weil man nur über Israel in die Westbank oder nach Gaza kommt (Ägypten hat ja, was nur selten erwähnt wird, die Grenze nach Gaza mal wieder komplett dicht gemacht). Aber es ist richtig, es ist schon ein großer Unterschied, ob jemand die Einreise verweigert wird, oder (wie in der Türkei oder der DDR) die Ausreise. Jeder Staat ist völlig frei, wen er reinlässt, aber beim Rauslassen sollten doch die allgemeinen Menschenrechte eine Rolle spielen.

Die NGO wollen Israel so lange boykottieren,

bis Israel die Rechte der Palästinenser respektiert. Das scheint mir ein erstrebenswertes Ziel zu sein. Und anscheinend zeigt die Arbeit der NGO Wirkung - gut so.

19:42 von DerGolem

"Israel boykottieren? Wozu wollen die dann einreisen?
Nur zum Stänkern vermutlich.
Wer braucht das?" 19:42 von DerGolem

Ich sehe in etlichen sogenannten "Nichtregierungsorganisationen" bestimmte machtpolitische Interessen.
Was mich aber besonders empört, ist in unserer freiheitlichen Landschaft die politische und mediale Einseitigkeit, wie sie uns seit vielen Jahren zugemutet wird. Ich denke da u.a. daran, wie z.B. die USA bestimmte NGO's be- bzw. verhindert und andererseits sie und ihre verbündeten Staaten ganz bestimmte NGO's in ihrem Interesse zu Demonstrationen bis hin zu Regime-Change unterstützt. Wagt aber z.B. Russland bestimmte Fragezeichen bei den NGO's zu setzen, bricht eine Sturmflut der Empörung aus.

Mein Fazit: wer im Glashaus sitzt, darf nicht mit Steinen werfen. Auch Israel nicht.

re gattopardo

" In der Knesset haben Abgeordnete aller drei Religionen (des Buches) das Sagen"

In 70 jahren Israel gab es in der Knesset keine Abstimmung, die nicht mit den Stimmen der jüdischen Abgeordneten entschieden wurde.

Wem wollen Sie denn einreden, dass in dem Staat, der sich selbst als "der jüdische" definiert, jemand anders als die jüdische Mehrheit bestimmt?

@ 22:27 von Boris.1945

Sowas gab es da nie, daher ist da sowieso Hopfen und Malz verloren. Bzgl. Israel habe ich bewusst das Wort "noch" gewählt. Und ich bin auch der Überzeugung, dass Demokratie wehrhaft sein muss, sie ist, wie wir jetzt mal wieder sehen, kein Selbstläufer. Also sollte man auch Israel bei der Verteidigung seiner Demokratie helfen. Aber ich staune immer wieder, wie vielen Leuten die Demokratie in Israel am Herzen liegt - in Deutschland hingegen ist wehrhafte Demokratie eher gar nicht so im Trend. Im Gegenteil, unter der Ausrede der Toleranz wurde der Intoleranz völlig freien Raum gelassen - erst als die braune Intoleranz hochkam, wurden manche wach. Vielleicht besser spät als nie ...

@Gattopardo

"Am 07. Januar 2018 um 22:30 von Gattopardo
@laurisch._karsten
Die Siedlungspolitik mag Ihnen nicht gefallen, völkerrechtswidrig ist sie nicht. Es gibt kein völkerrechtliches Gebilde Palästina"

.

Völkerrechtlich sind die Grenzen von Israel vom Stand 1967 anerkannt. Alles andere ist völkerrechtswidrig, damit sind auch die Siedlungen in den Gebieten völkerrechtswidrig. Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht. Vorgesehen war allerdings etwas anderes.

http://tinyurl.com/y75mlarb

re autograf

"Solange die Freigabe der Westbank praktisch bedeutet, dass Israel die physische Existenz seiner Bürger in die Hände bis an die Zähne bewaffneter Heißsporne legt, zähle ich die iranischen Truppen durchaus mit, wenn ich die mächtigere Seite eruiere."

Vermutlich werden Sie uns mitteilen, dass natürlich iranische Divisionen auf fliegenden Tepichen in die Westbank einfallen, sobald Israel mal nicht aufpasst ...

@Autograf

" Ich begrüße jede Kritik an den ungünstigen Entwicklungen in Israel. Aber man muss sich auch die Frage stellen, wieweit sie durch die permanente Bedrohung mitverursacht ist, durch andere Staaten, die so erlebt werden, dass sie einer Vernichtung Israels tatenlos zusehen würden,..."
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=> Richtig. Es ist sehr einfach, aus dem fernen Europa auf der warmen Couch sitzend fundamentale kritik an israel zu üben.
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"aber sich sehr viel Sorgen um eine Freiheit der Palästinenser machen, die diese unter den Jordaniern nie gehabt haben und heute auch nicht hätten."
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=> Inhaltlich ebenfalls richtig, ein Hinweis: "Palästinenser" sind Jordanier. Herr Arafat hat (neben den Gaza-Ägyptern) die in der westbank lebenden Jordanier Ende der 1960er aus politischen Gründen in Palästinenser verwandelt.

Bds

Ich kenne nicht alle der NGOs, denen die Einreise verweigert wird. Aber dass die antisemitischen Hetzer von BDS nicht in die Heimstatt der Überlebenden des Holocaust und ihrer Nachkommen einreisen dürfen, dürfte mehr als verständlich sein.

22:47, DKAQI

>> Ich denke da u.a. daran, wie z.B. die USA bestimmte NGO's be- bzw. verhindert <<

Welche denn?

@22:08 von karwandler

Es wirkt derart lächerlich, dass die Atommacht Israel von einm Staat Palästina sich bedroht fühlen müsste ...

Die Frage, ob Israel sich bedroht "fühlt" oder nicht, stellt sich doch gar nicht. Es wird so oder so aus den Palästinensergebieten ständig beschossen.

Und was bitte nützen denn Atomwaffen auf so engem Raum?

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