Kommentare

Na gut, wenn zwei sich streiten...

Na gut, wenn zwei sich streiten, dann gehört die Bucht eben der EU und fertig.

Kroatien wurde seiner Chancengleichheit beraubt

Und da Kroatien hier nicht mehr die gleichen Bedingungen und auch nicht mehr die gleiche Chance vor dem Schiedsgericht hatte wie Slowenien, versucht Slowenien hier nun Kroatien ueber den Tisch zu ziehen und dass ist unfair.

Aus dem Grund kann ich Kroatien absolut verstehen, wenn es dieses Urteil von diesem Schiedsgericht - wegen unfairem Vorteil fuer Slowenien - nicht mehr anerkennt.

Wenn dann darueber hinaus dieser unerlaubte Austausch stattfand:

http://www.tagesschau.de/ausland/piran-101.html

Das Schiedsgericht bestand aus fünf Richtern: je einer aus Slowenien und Kroatien und drei weitere aus anderen Ländern. 2015 wurde bekannt, dass sich der slowenische Richter unerlaubt mit dem Außenministerium in Ljubljana ausgetauscht hatte.

dann ist dieses Verfahren nicht mehr rechtsstaatlich und nicht mehr regelkonform gefuehrt worden und damit ist dieses Verfahren komplett gescheitert und damit ist dieses Verfahren komplett neu aufzurollen mit anderen Richtern!

die Bucht mag wohl nur klein sein...

aber auch um kleinste Dinge entwickeln sich Dissonanzen bis hin zum Mord...wenn Papa NATO und Mama EU sich einig sind, die Kinder Slowenien und Kroatien können sich dennoch spinnefeind sein....wie man sieht....

Erstaunliche Ruhe um das Thema

Mich wundert die relative Ruhe unserer Medien in der Sache. In Slowenien war die Gerichtsentscheidung und ist ihre Umsetzung höchst wichtig, wesentlichstes politisches Thema. In Slowenien hat die EU ein am Euro partizipierendes vollwertiges, wachstumsstarkes, politisch modernes und liberales, ambitioniertes Mitgliedsland bemerkenswerter durchschnittlicher Ausbildungsqualifikation der Bürger, die das Zielbild der Leistungsfähigkeit einer EU-Schweiz in sich tragen und leben (so Ihnen danach ist). Für Slowenien ist aus dieser volkswirtschaftlichen Ambition heraus der Zugang zu internationalen Gewässern strategisch verleichbar unabdingbar, wie für Russland ein Hafen am Schwarzen Meer. Nicht umsonst sind die Kataster der Slowenen klar geführt und angelegt, während die Kroaten auf diesem Gebiet seit langem nur schwerfällig voran kommen. Es kann für den Rest der EU nicht gleichgültig sein, ob wir im Süden wirtschaftlich und politisch stabile Zugänge zum Meer haben.

@22:42 von Demokratieschue...

Vielleicht mal alles leseb.

"Kroatien stieg daraufhin aus dem Verfahren aus. Das Gericht formierte sich neu und nahm seine Arbeit wieder auf."

Am Urteil wirkte also auch wieder ein kroatischer Richter mit bei einem komplett neuem Gericht ohne den slowenischen Richter der Informationen weitergab.
Kroatien hat das Urteil laut Artikel doch anerkannt oder jedenfalls nicht abgelehnt nur sind se mit dem Ergebnis nicht 100%ig zufrieden.

Ich versteh das Problem von Kroatien auch nicht wirklich, die haben eine riesige Mittelmeerküste wo se haufenweise fischen können, Slowenien nur eine kleinen Teil wo sie auch schon als beide Bestandteil von Jugoslawien waren zuständig waren, warum muss man ihnen jetzt diesen kleinen Teil streitig machen, für mich unverständlich.

Die Bucht von Piran ...

... ist wunderschön, das Meer hat eine ganz besondere Aura.
Jugoslawien konnte nicht von Dauer sein. Die EU ist von Dauer und sie wäre heute ein guter Mediator für die ehemaligen Teilrepubliken.

Küstenvergleich

Ist Kroatien neuerdings so arm an Küsten, dass es diese paar Kilometerchen auch für unverzichtbar hält? Was für ein Kasperltheater um des Kaisers Bart. Gebt's an Haus Habsburg zurück, wenn ihr eh nur zanken könnt!
;-)

Grenzstreitigkeiten haben mich immer fasziniert.

Aber in diesem Fall wundern mich die möglichen Auswirkungen. Geht es hier ausschließlich um Fischereilizenzen? Dann ist der Streitwert doch sehr gering und beide eigentlich verbündete Staaten könnten doch gut damit leben, wenn man die Zone zu einer Gemeinschaftszone erklärt hätte. Mir ist klar, dass dies fernab der Realität ist, da Egoismus die Welt regiert. Daher MUSS ja der Führer eines Staates den Sieg davon tragen, um vor dem Volk als DER Macher da zu stehen. Kindergarten pur... Je älter ich werde, umso häufiger sehe ich "Kinder" um ihre "Spielzeuge" streiten. Ich verstehe mehr und mehr meinen Großvater, dessen Alter, in dem er das erste Mal mit mir über Politik diskutierte, ich mich jetzt befinde.

Wo ist das Problem?

Die Bucht ist 1km breit. Und beileibe nicht der einzige Küstenzugung von Slowenien in die Adria. Der Fluss welcher in die Bucht mündet ist ja offensichtlich der Grenzfluss. Wenn man dort ein Lineal anlegt und den Grenzverlauf in die Bucht verlängert bekommt Slowenien die nördlichen 2/3 und Kroatien mit der Küste im Süden das südliche 1/3.

Damit würde kein Slowenischer Hafen auch nur entfernt in seinem Betrieb beeeinträchtigt. Und die kroatischen Fischer welche am Südufer leben können weiter ihrer Arbeit nachgehen und haben Zugang zu 1/3 der Bucht und der sehr langen kroatischen Adria Küste.

Und deswegen Jahrelanger Streit?
Warum Kroatien die ganze Bucht für sich beansprucht ist mir aufgrund der Geographie dort allerdings auch schleierhaft.

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