Kommentare

Umfragen sind nicht Abstimmungen.

Käme eine neue Abstimmung, könnte sich das wieder drehen. Denn auch vor der letzten war man sicher, die Briten bleiben.

Aber die Junckers und Exempel-Statuierer der EU werden jubeln. Gibt doch so eine Umfrage ihnen recht, die Briten mit harter Hand zu züchtigen. In der sie der schwachen May mit der wackeligen Handtasche anständig die Leviten lesen und diese, gemeinsam mit dem britischen Parlament, genüßlich und langsam in Stücke reissen.

Nächste Woche eine Wahl mit Spitzenkandidaten im Exil oder als politischen Gefangenen in Katalonien (wie viele OSZE Beobachter sind dort eigentlich vor Ort?), die nicht von Katalonien beschlossen wurde, sondern einer fremden Macht. Und die EU schaut zu.

Holland wirft den Osteuropäischen Länder mangelnde Solidarität vor, weil die keine muslimischen Einwanderer wollen und sind selber Steueroase. Werben anderen EU-Ländern mit solchen Tricksereien deren Firmen ab. Sehr solidarisch!

Die Entwicklung der EU ist nichts mehr, was noch stolz macht.

Sollen wir also immer wieder und wieder neu wählen?

Bis es eben gerade passend ist? Oder wie?
Es war eine demokratische reflektierte Entscheidung. Dies gilt es zu respektieren und sinnvoll umzusetzen.
Wie es auch zu respektieren gilt, dass damals die jungen Wähler kaum zur Wahl gingen. Es war ihnen scheinbar egal. Das ist deren gutes Recht und ihre Art der Wahl gewesen.

Nun nachdem viele medial "verunsichert" wurden, soll man es zurück drehen? Und dann kommt wieder die Unzufriedenheit mit der EU und eine passende Umfrage dazu und man soll es wieder abändern? Daher halte ich kaum etwas von solchen "Umfragen".

Ein schönes Beispiel dafür, daß die direkte

Demokratie wegen einiger Einpeitscher, nicht unbedingt gute Ergebnissse liefert.
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Aber auch die indirekte Demokratie über Abgeordnete liefert wegen des Fraktionszwanges und dem Druck der öffentlichen Meinung nicht unbedingt bessere Ergebnisse.
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Bei dieser Lage ist es ein Wunder, daß die Schweiz, mit ihrer Volksbefragung nicht im Chaos versinkt.

Pech. Es wurde gewaehlt und

Pech. Es wurde gewaehlt und damit entschieden, nun ist der Brexit auf dem Weg und hoffentlich bald auch fertig. Heute so, morgen anders geht nicht. Die Welt dreht sich weiter.

Ein unsinniger Artikel

Und nächstes Jahr hat die momentane Stimmung in der Bevölkerung wieder in die andere Richtung gedreht. Ein unsinniger Artikel. Das Einzige, was zählt, ist das Ergebnis der Volksabstimmung. Jeder hat damals gewusst, worauf es ankam und das Volk hat für den Brexit gestimmt. Punkt.

Prioritäten setzen

Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich stehe der EU _nicht_ positiv gegenüber. Dafür gibt es meiner Meinung nach viele gute Gründe und akzeptiere es, wenn einige Länder mittlerweile immer skeptischer werden (weiteres Bespiel: Die Visegradstaaten in der Flüchtlingsfrage).

Dennoch: Unter dem Strich ist der Verbleib in der EU von Vorteil für alle Beteiligten.

Das heißt: Die EU und GB sollten die Zähne zusammen beißen und einander entgegenkommen.

Konkret: Die EU-Freizügigkeitsrichtlinie ist in der derzeitigen Ausprägung der Wahnsinn. Wir wollen in der EU keine entwurzelten Wanderarbeiter und kein Brain-Drain in den Problemländern. Die Arbeit muss zu den Leuten kommen und nicht umgekehrt.

Umfrage für Umfrage, für Umfrage......

bis wir die machten uns die Welt, wie sie uns gefällt! Mir scheint es fast so, als würde man demokratisch erzielte Ergebnisse in der EU nicht akzeptieren. Dem Wahlergebnis nach möchten der deutsche Bundesbürger in der breiten Masse ja auch Angela Merkel nicht als Kanzlerin haben! Und dennoch werden uns dann Umfragen präsentiert die dann auch die breite Masse extrapoliert das Gegenteilige aussagen.

Frei nach dem Motto. Wir erfragen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Soviel dazu, was ich von diesen Umfragen halte. In aller Regel (wenige bilden die Ausnahme) sind solche Umfragen jeh nach Auftraggeber recht tendenziös!

Bei Umfragen sollte man vorsichtig sein, aber:

Man kann aus dem Brexit-Referendum von Sommer 2016 und dem heutigen "Stand der Dinge" dennoch einiges lernen.

Zum 1.: Traue nicht den marktschreierischen Lautsprechern und deren platten Parolen. Bei genauerem Hinsehen entpuppen diese sich bestenfalls als laues Lüftchen, sehr oft aber als völlige Rohrkrepierer.

Zum 2.: Zeige Interesse und mache dich über die wahren Gegebenheiten schlau. Gehe zu Wahl, und verlasse dich nicht darauf, dass die anderen sie schon in deinem Sinne entscheiden werden.

Zum 3.: Überlege gut, ob Gemeinsamkeit und Zusammenhalt oder Eigensinn und Separatismus der bessere Weg ist, als Mensch und als Land in der Welt zu bestehen.

Zum 4.: Eine Entscheidung wie der Brexit ist zwar nicht zwangsläufig für alle Zeiten endgültig, aber mit viel weiter reichenden Folgen verbunden, als so mancher begeisterte Jubler 2016 gedacht hätte.

Zum 5.: Man wundere sich nicht, wenn sich die eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Das ist das Wesen der nur vordergründigen "Volksnähe" …

Wer zu spät kommt

Wer zu spät kommt oder eben nicht wählt, obwohl er eine (andere) Meinung hat, bestraft das Leben. Nachher zu sagen, ich hätte es gerne anders, ist naiv. Dass nun vor allem viele junge Briten wegen den Konsequenzen des Brexits erschrocken sind und gewisse Nachteile sehen, war absehbar. Doch wie die EU sich momentan entwickelt oder eben nicht, kann der Brexit in wenigen Jahren ein Vorteil sein. GB ist gross und wichtig genug, um nötige bilaterale Verträge aushandeln zu können.

kaputtgespielt

Erst die EU kaputtspielen und jetzt doch sehnsüchtig bereuen?
Aber keine Angst liebe Briten.
Man kann über eine neue EU-Beitrittskandidatur in den nächsten Jahren erneut nachdenken.
Dann aber ohne Sonderwünsche und bitte mit EURO.
Wenn alles gut läuft, könntet ihr dann so ab 2037 eventuell wieder Vollmitglied der EU sein.

Dass 90 Prozent der

Dass 90 Prozent der Brexit-Befürworter weiterhin dafür sind widerspricht der Aussage, dass es bei der Abstimmung viele gar nicht so meinten. Offenbar wollen sie (diese Wählergruppe) doch ziemlich entschieden den Austritt.

51 Prozent EU-Befürworter sind auch nur eine knappe Mehrheit.

Der Rückhalt für den Ausstieg ist noch immer recht hoch, obwohl inzwischen klar sein sollte, dass die ganzen Parolen und Versprechen heiße Luft waren. Da kann man nichts machen und sie müssen die Folgen wohl erst selbst erleben. Schade.

Rolle rückwärts

Also auf - neue Abstimmung erzwingen und in der EU verbleiben.
Die Altvorderen in die zweite Reihe zwingen.

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