Kommentare

Wer braucht schon eine Opposition?

Ein alternativloser Dauer-Herrscher jedenfalls nicht. Lupenreine Demokratie.

Es ist doch ganz einfach

Wenn Putin ein Diktator ist und sein Volk unterdrückt wird er irgendwann die Rechnung dafür bezahlen. Wenn er es nicht ist und sein Volk im vertraut, können tausende Artikel über ihn in den westlichen Medien daran nichts ändern. Warum der Westen immer besser weiß was für andere richtig ist und selber vor lauter Problemen nicht laufen kann wird mir immer ein Rätsel belieben.

Putins Verständnis von Politik:

"L'opposition et le gouvernement, c'est moi" (deut: "Die Opposition und Regierung bin ich").
Anspielung auf:
"L'etat, c'est moi" von König Ludwig den XIV von Frankreich (Grundprinzip des Absolutismus).
Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst im Charlie Hebdo eine Karikatur auftaucht, die Putin als Ludwig den XIV mit diesem Satz darstellt.

Der Über-Putin

Zur Präsidentschaftswahl will Putin als unabhängiger Kandidat antreten, nicht mehr im Namen der Regierungspartei Einheitliches Russland. Vielleicht, weil die immer unbeliebter wird - vielleicht aber auch, weil Putin sich längst als politischen Übervater sieht, jenseits aller Parteigrenzen.


Selten war eine Wahlniederlage historisch so überfällig -
falls das Kreml-System so etwas überhaupt zulässt.

Es ist in meinen Augen der Beste Politiker weltweit.

Er führt sein Land mit Weitsicht und hat dabei die Ruhe sowie die Stärke, die ein Staatsmann braucht, wenn er mit der unsäglich arroganten und gefährlichen, geostratigischen Weltpolitik der USA plus deren Anhängseln, trotz all deren Provokationen in Dialog treten muss.
Würde man mit den USA so umgehen, hätten die Teile Europas längst flach gemacht.

65 Fragen ...

... an einen Machthaber.
Journalistisches Pingpong.
Die kremltreue Systempresse: devot.

Wer sich mit der ...

Opposition in Russland beschäftigt stellt schnell fest das Putin hier Recht hat.
Die russische Opposition hat keine wirklichen Themen.
Wenn man bei uns berichtet die AfD hätte keinen Themen, außer Merkel muss weg, dann hat man sich mit der Problematik erstens nicht beschäftigt und zweitens lügt man.
Die AfD hat mehr Themen als nur Merkel.
Leider haben die russischen Oppositionsparteien eben nur dieses eine Thema. "Putin muss weg" und dann ... nichts.
Einigen fällt dann noch etwas Neoliberalismus ein, d.h. zurück zur Jelzin-Zeit und das will kaum ein Russe.

Vielleicht wäre es sinnvoll die Sanktionen gegenüber Russland abzubauen umso einen gesellschaftlichen Wandel zu fördern. Dies hat zumindest schon einmal funktioniert.

"Der Herr, der Plakate!" Was

"Der Herr, der Plakate!"

Was ist denn das für eine Schlagzeile?
Schon mal Wahlkampf in Deutschland beobachtet?

Und in Bezug auf die russische Opposition.
Sicherlich gibt es eine, allerdings schafft sie es nicht, mehr Russen für sich zu begeistern, und ist deshalb etwas schwach. Und viele Leitfiguren der Opposition, haben in ihrer Vergangenheit auch dunkle Flecken, oder sind eher rechts gerichtet.
Und warum sollte Putin diese unterstützen?
Unterstützt unsere Kanzlerin die Opposition?
Eher nicht!

Kein Völkerrecht zum Krieg führen

@ krittkritt:
Völkerrechtswidriges Eingreifen nicht? Für Syrien hat jedenfalls nur Russland - und begrenzt auch der Iran - die völkerrechtlich notwendige Einladung durch die syrische Regierung.


Kann eine syrische Diktatur ihre Schutzmächte völkerrechtskonform einladen, die syrische Bevölkerung zu bombardieren? Ich finde nein. Krieg ist kein Recht der Machthaber.

Gelenkt demokratisch

@ Australitis:
Es ist in meinen Augen der Beste Politiker weltweit.

Wenn man Autokraten mag.

Ich habe mir die

Ich habe mir die Pressekonferenz im Streaming angeschaut und hatte doch einen anderen Eindruck von Putin. Er hat einfach seinen Standpunkt zu den Fragen dargelegt. Keine Show, keine gehaessigkeiten, keine schlaege unter die guertellinie. Für mich war Russlands Präsident authentisch und kompetent.

Sie wissen es doch

"Hat Putin Angst vor Konkurrenz?"
Ein armseliger Bericht von der jährlichen Pressekonferenz, Frau Ina Ruck.
Und nein, der Putin hat keine Angst vor Konkurrenz.
Aus dem einfachsten aller Gründe - es gibt weit und breit in Russland keine Konkurrenz. Und das Entscheidende - die übergroße Mehrheit der Russen stehen hinter diesen Putin.
Aber das müssen Sie doch selbst wissen als langjährige ARD-Korrespondentin in Moskau.
Und die ganzen Journalisten des WDR wissen es, auch wenn dem deutschen Radio- und Fernsehzuschauer Konkurrenz und Opposition mit z.B. den Rechtsnationalisten Nawalny vorgegaugelt wird.

@Chilago

"Selten war eine Wahlniederlage historisch so überfällig -
falls das Kreml-System so etwas überhaupt zulässt."

Solche Aussagen sind ein Musterbeispiel für die russische Opposition.

Bis jetzt kenne ich keinen geeigneten Kandidaten mit einer Vision für Russland der als Alternative zu Putin gesetzt werden könnte.

Nennen Sie doch mal einen geeigneten Kandidaten. Und stellen Sie sogleich auch sein, oder ihr Programm vor.

Von der russischen Opposition hört man nur "Weg mit Putin" aber das ist einem Demokratieliebhaber schlicht zuwenig.

Da unterhält ...

... der WDR von der "Demokratieabgabe"ein so großes Auslandsstudio in Moskau und zur jährlichen Pressekonferenz sieht man keinen der hochdotierten Journalisten des WDR eine Frage stellen oder einen Kurzbericht per Video zu senden.
Wahrlich ein Armutszeugnis.

20:41 von Australitis

«[Putin] ist in meinen Augen der Beste Politiker weltweit. Er führt sein Land mit Weitsicht und hat dabei die Ruhe sowie die Stärke, die ein Staatsmann braucht, wenn …»

In meinen Augen ist Putin ein sicher nicht dummer Mann, der aber einerseits in der Welt seiner eigenen Geheimdiensterfahrungen gefangen ist - und andererseits in der Oligarchenwelt der Post-Sowjetunion-Ära.

Putin hält zwar politisch in Russland alle Fäden in der Hand, gegen seinen Willen geschieht nichts - und eine fähige poitische Opposition kann ich nicht erkennen.

Seine Kontrolle über die Wirtschaft ist da viel geringer. Er ist auf das gegenseitige Einvernehmen mit den Oligarchen angewiesen - und er weiß sehr genau, warum er sich mit denen nicht anlegen will.

Diese symbiotische Koexistenz ist allerdings nicht zum Vorteil der russischen Bürger. Da liegt einiges im Argen - vom Gesundheitssystem über die grassierende Alkohol- und Drogensucht bis hin zur unproduktiven Wirtschaft.

Gute Politik geht anders …

Die negative Sicht der meisten Medien

auf unseren Nachbarn Russland kann einen nur traurig stimmen. Besonders seit Trump an der Macht ist, sollte man jetzt sehen was wir an Putin haben und endlich fair-handeln.

Putin und das Volk

Ich war vor kurzem zum Besuch bei meiner Mama. Sie wohnt in der Nähe von Novosibirsk. In jeden Zimmer hängte ein Porträt, bzw.ein Foto von Herr Putin. " Das ist mein Junge" hat sie immer wieder gesagt. Und meine Mutter ist keine Ausnahme. Habe noch bei Niemanden so was in Deutschland in Bezug zu Frau Merkel gesehen ,erlebt.

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Am 14. Dezember 2017 um 20:16 von ustdigital

"Wenn Putin ein Diktator ist"

man kann darüber diskutieren, ob Putin ein Diktator ist, oder vlh. doch ein Demokrat. Aber Eins kann ihm keiner nehmen: er handelt im Interesse des (eigenen) russischen Volkes.
Das würde ich mir von der Frau Dr. M. auch wünschen.

Gerade 36 Minuten...

...der Presseschau auf deutsch gesehen... komplexe Fragen und dazu komplexe antworten... die Russen sind Bastler und Denker, wie die Deutschen... Aber er kümmert sich letztendlich gut um sein Land, seit Putin hat sich sehr viel und relativ schnell verbessert und er hat in den letzten Jahren sehr viele russische und sovietische Schulden abgebaut, Russland ist auf dem aufteigend Ast, während hier trotz Reichtum die Armut wächst... daher beeindruckt Putin auch viele Deutsche...

schabernack

"Diese symbiotische Koexistenz ist allerdings nicht zum Vorteil der russischen Bürger. Da liegt einiges im Argen - vom Gesundheitssystem über die grassierende Alkohol- und Drogensucht bis hin zur unproduktiven Wirtschaft."

Na ja, durch meine Arbeit weiß ich sehr gut, dass Alkohol-, Spiel- und und Drogensucht auch in Wirtschaftsland Deutschland auf höheren Balken sind. Gesundheitssystem in Russland ist nicht die Beste momentan, aber auch nicht schlecht. Im Vergleich zum vielen anderen Ländern. Niemand bleibt auf die Straße liegen, weil er nur arm ist.

Ich finde Putin hat enorme

Ich finde Putin hat enorme Probleme in seinem Land, so ist auch erklärbart der Rückzug aus Syrien. Man hat das Nötigste getan (es ist kein sicherer Sieg über die Aufständischen), und möchte Geld sparen. Immerhin hat man noch "Ukraine am Laufen", aber auch dort ist bekanntlich die Lage der Separatisten der Verzweiflung nahe, weil Russland anscheinend nicht mehr so grosszügig unterstützt.

Weltpolitisch hat Russland doch kaum was zu sagen gegen den Machtblock des sog. "Westens". Mir dünkt, dass er ähnlich wie die Chinesen Angst vor Aufruhr im eigenen land hat, aber keine aussenpolitischen Trümpfe mehr, um innenpolitisch zu punkten.

Putin profitiert durch seine Disziplin

von verschiedenen kurzlebigen Gefügeänderungen im Weltgeschehen:

- USA: Trump / ist angezählt, irrational
- Türkei: Erdogan / Streithahn und Diktator
- Nordkorea: hält USA in Atem
- Brexit: EU muss sich erstmal intern neu ordnen

Ob Putin den Übergang für Russland hin zu einem "Rechtsstaat" nach europäischen Maßstäben will, sehe ich nicht.
Derzeit hat er präsidial die Zügel in der Hand, und setzt eiskalt alle Mittel ein.
Dennoch ist das Risiko eines eventuell irgendwann einsetzenden jungen demokratischen Machtkampfes in Russland nicht zu unterschätzen, bedingt durch die Größe des Landes, seine ethnische vielfalt und militärischen Gewichte.

21:46 von Kukuschka

«Putin und das Volk - Ich war vor kurzem zum Besuch bei meiner Mama. Sie wohnt in der Nähe von Novosibirsk. In jeden Zimmer hängte ein Porträt, bzw.ein Foto von Herr Putin. " Das ist mein Junge" hat sie immer wieder gesagt.»

Bitte verstehen Sie das nicht als Kritik an Ihrer Mutter - aber:

Ein großes Problem, an dem die Sowjetunion seit ihrer Gründung durchgehend gekrankt hat, und auch das heutige Russland leidet - das ist der Personenkult. Exzessiv übertrieben und kontraproduktiv für eine gesellschaftliche Weiterentwicklung.

Ich verstehe den Zwiespalt, in dem die russische Bevölkerung am Beispiel von Stalin steckt. Der große Verteidiger und Retter des Vaterlands gegen die deutsche Barbarei auf der einen Seite, selbst Barbar gegen die eigene Bevölkerung auf der anderen.

Ich will Stalin und Putin nicht vergleichen. Aber ich verstehe die (in meinen Augen) blinde und kritiklose Gefolgschaft der Russen zu ihrem heutigen Führer nicht wirklich.

Obwohl ich mir große Mühe gebe …

P.S. Was mir an Putin gefällt...

...ohne sein Fan zu sein, ist seine religiöse Neutralität und Säkularität.
Inmitten einer durch Fanatismus destabilisierten Ordnung in Afrika und weiten Teilen Asiens ist er diesbezüglich ein wahrer Ruhepol.

Der authentische Putin?

Für mich ist Putin übrigens niemals authentisch, wer einen Blick für die rethorische Schminke hat, erkennt das. Er ist unter den Politikern nur der beste Rhetoriker, diszipliniert und doch vollständig eine bloße Marionette seiner eigenen Gedankenwelt, mit Zielen, Strategien, die wir nicht kennen.

Seine Art ist die eines Schauspielers, der seine Rolle gut zu spielen weiss. Westliche Politiker haben einen Nachteil darin, dass sie eine andere Welt um sich haben.

Autokraten wie Putin treten selbstsicherer auf, weil sie nicht von der Meinung der Anderen abhängig sind. Sie können lügen wie gedruck und wer diese Lügen anzweifelt, ist sich seiner Stellung nicht mehr sicher! Putin und Co. machen andere abhängig und können entsprechend selbstsicherer auftreten.

Das nette Väterchen ...

... wird im Artikel von einer deutschen Journalistin etwas profan als Über-Vater bezeichnet. In Deutschland darf man das.

Warum berichtet man nicht mal warum Putin so beliebt ist?

Der russische Mittelstand verdankt Putin gute Gehälter bei ordentlicher Kaufkraft. Eine westliche Gesellschaft lehnen viele Menschen ab. Die Kultur ist ganz anders als hierzulande, viele Menschen sind gläubig, orientieren sich nicht an materialistischem Denken. Die russischen Oppositionellen machen sich schon dadurch in den Augen vieler Russen verdächtig, dass der Westen Ihnen eine solch ungerechtfertigte Aufmerksamkeit zollt. Es entsteht so der Eindruck, diese Politiker vertreten westliche Interessen.

"Bye-bye Putin"

Das entsprechende Plakat der sibrischen Korrespondentin hat sich dann als "Großväterchen Putin" herausgestellt. Das ist doch ganz im Sinne des 65-Jährigen, der es noch einmal wissen will.

das kann man auch...

" Er ist auf das gegenseitige Einvernehmen mit den Oligarchen angewiesen - und er weiß sehr genau, warum er sich mit denen nicht anlegen will.

Diese symbiotische Koexistenz ist allerdings nicht zum Vorteil der russischen Bürger. "

Das kann man auch auf Deutschland und seine Politiker beziehen.
Auch hier ist die Politik mit der Wirtschaft seit Jahrzehnten fest verwurzelt.

Auf Gegenseitigkeit

@ zabamoi:
Die negative Sicht der meisten Medien auf unseren Nachbarn Russland kann einen nur traurig stimmen.

Russische Medien sehen uns aber genau so, nur aus umgekehrter Perspektive.

Marathon Man!

Als Sportler brauche ich in meinem Alter etwa vier Stunden um einen Marathon zu bestreiten und schweisstriefend ins Ziel zu gelangen.
In dieser Zeit stellt sich Putin Fragen und gibt Antworten wirkt kaum Müde und nicht eine einzige Schweissperle ist seiner Stirn zu entnehmen.
Man muss Putin nicht mögen aber staatmännisch und souverän ist dieser Präsident.
Putin hat 2017 die Politikwelt und die Diplomatie markiert wie kein anderer.
Während Amerika an Stärke und Ansehen in der Welt verloren hat, hat Russland in denselben Bereichen gepunktet.
Putin hat der Weltmacht zu neuem Glanz verholfen und es scheint noch kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.
Europa kämpft um die Union, vor allem im Osten und stellt auch anderen in der Region den Beitritt in Sicht.
Frage! Gehört Russland nicht auch als direkter grosser Nachbar zu Europa?
In Europa schwören alle auf Macron, doch sind dessen Ideen wirklich so neu? Sind sie nicht einfach nur nötig und zeitgemäss?
Man sollte Macron nicht glorifizieren!

Am 14. Dezember 2017 um 23:11 von conversator educatus

Der Westen profitiert von Putins Disziplin... nicht auszudenken, wenn er für seine Provokationen und Dummheiten, seine psychologische Kriegführung und die ständige Kränkung und unfaire Behandlung in den Medien auch nur einmal überzogen reagiert hätte... Mit einem Schirinowski oder Nawalny an der Spitze wäre die alte Sowjetunion schon wieder auferstanden, einschließlich einer empfindlichen Führung, die auch in Unterzahl den Westen militärisch und diplomatisch das Fürchten lehren würde.
Putin hat unter großen Schwierigkeiten und mit enormen Zumutungen für die russische Bevölkerung jede Provokation des Westens ausbalanciert. Noch...

Sooo beliebt

@ Möbius
Warum berichtet man nicht mal warum Putin so beliebt ist?

Er wird von der eigenen Presse als sooo beliebt dargestellt. Leider haben wir hier in Deutschland nicht das gleiche verklärte Bild unserer Politiker. Schade eigentlich. Andere Nationen lieben ihre Oberen doch auch, warum können wir das nicht?

23:30 von Chilago

"Russische Medien sehen uns aber genau so, nur aus umgekehrter Perspektive."

Mangels eigener Möglichkeiten kann ich ihnen hierbei leider nicht zustimmen , auch nicht widersprechen .

Das russische Gesundheitssystem hat auch Stärken

Die Schwächen liegen im Bereich des knappen Zugangs zu teuren Importmedikamenten und medizinischen Apparaten. Aber, wie Putin schon sagte, es tut sich was. Vieles (sowohl Gerät als auch Medikamente) wird auch im Land selbst produziert. Darunter sind einige sehr interessante wirksame Präparate und auch Therapien die im Westen kaum bekannt oder nicht zugelassen sind. Die Ärzte sind oft exzellent ausgebildet und engagiert und machen so viele Unzulänglichkeiten wett. Stimmt schon, das deutsche System ist hochprofessionell aber teuer und manchmal habe ich den Eindruck das Ärzte bei uns mehr am Geldverdienen als am Heilen interessiert sind.

Am 14. Dezember 2017 um 23:25 von Der Nachfrager

Wissen Sie, wo in dieser Geschichte der entscheidende Unterschied ist? Die deutschen Oligarchen werden weder so bezeichnet noch wird das Ganze thematisiert... wohlweislich.

23:08 von Kukuschka

«Na ja, durch meine Arbeit weiß ich sehr gut, dass Alkohol-, Spiel- und und Drogensucht auch in Wirtschaftsland Deutschland auf höheren Balken sind. Gesundheitssystem in Russland ist nicht die Beste momentan, aber auch nicht schlecht. Im Vergleich zum vielen anderen Ländern.»

Mir liegt nichts daran, Russland schlecht zu machen oder in allgemeines und vordergründiges Putin-Bashing einzustimmen.

Aber ich kann so einiges an der russischen Politik nicht gutheißen (u.a. Meinungsfreiheit, Minderheitenfragen, Krim) und so manche Befindlichkeit nicht verstehen (aktuell die Doping-Diskussion und Olympia).

Ich bin immer daran interessiert, zu erfahren, wie Russen und/oder russisch stämmige Menschen einzelne Fragen beurteilen.

Eben so, wie ich Putin-Bashing ablehne - genau so wenig mag ich Putin-Beweihräucherung …

König Putin

Erinnert ein bisschen an das Vorsprechen beim König, nur genossen die Bittsteller damals wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit.

@ Möbius

Zitat: Warum berichtet man nicht mal warum Putin so beliebt ist?

Warum sollte man das tun? Putin wird in der kremlnahen Presse so dargestellt. Ob er wirklich so beliebt ist, lasse ich mal dahin gestellt.

Zitat: Der russische Mittelstand verdankt Putin gute Gehälter bei ordentlicher Kaufkraft. Eine westliche Gesellschaft lehnen viele Menschen ab. Die Kultur ist ganz anders als hierzulande, viele Menschen sind gläubig, orientieren sich nicht an materialistischem Denken.

Ich halte das weitgehend für eine sehr klischeehafte Sicht. Der deutsche Mittelstand besitzt wesentlich mehr Kaufkraft und verfügt über Sicherheit und deutlich bessere wirtschaftliche Perspektiven. Viele Deutsche sind auch gläubig, wenig materialistisch und lehnen womöglich eine "östliche Gesellschaft" ab.

Aber was soll uns das sagen? Sie sollten hier nicht versuchen, einen ausländischen Präsidenten zu verklären. Das ist wenig glaubhaft.

23:15 von conversator educatus

«P.S. Was mir an Putin gefällt, ohne sein Fan zu sein, ist seine religiöse Neutralität und Säkularität.»

Na ja - da sehe ich aber eine große Nähe des russischen Staates (und von Putin persönlich) zum russisch-orthodoxen Christentum.

Einschließlich der Gesetzgebung gegen das Zeigen von Homosexualität und gegen obszöne Worte in Liedertexten.

Ein säkularer Staat, wie es die Sowjetunion einst war, ist das heutige Russland nicht mehr …

@ conversator educatus

P.S. Was mir an Putin gefällt......ohne sein Fan zu sein, ist seine religiöse Neutralität und Säkularität.

Vielleicht hat er ja gerade deshalb vor dem Jubiläumsjahr der Oktoberrevolution Zar Nikolaus heilig sprechen lassen. Vielleicht denken Sie über Ihre Vermutung nochmal ein wenig nach.

Chilago Auf Gegenseitigkeit

"zabamoi:
Die negative Sicht der meisten Medien auf unseren Nachbarn Russland kann einen nur traurig stimmen.

Russische Medien sehen uns aber genau so, nur aus umgekehrter Perspektive."

Nicht unbedingt! Russland und ihre Medien sind sehr tolerant, im Bezug zu Deutschland. War selbst überrascht.

Darstellung: