Kommentare

Schade

Ich finde es sehr schade, dass so viele Deutschtürken so denken. Allerdings stellt sich mir auch die Frage, warum diese Menschen, die so denken, nicht einfach in die Türkei gehen. Das Land ist doch nun "auf Augenhöhe mit Deutschland". Es steht Ihnen doch frei Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Keiner ist gezwungen hier in Deutschland zu leben. Vielleicht haben sie in der Türkei ein besseres Leben. Ich finde es auch schade, dass sich viele in Deutschland lebende Türken in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgezogen haben. Ein Miteinander ist so nicht möglich. Integration darf doch nicht bedeuten, dass wir uns anpassen. Es müssen alle einen Schritt aufeinander zugehen. Aber hier macht die Seite der Deutschtürken, ob beeinflusst durch die Politik von Herrn Erdogan oder nicht, derzeit eher viele Schritte nach hinten.

Zufall??

Warum gibt es diese Probleme nur mit einer einzigen Gruppe? Und warum ist das immer die Gruppe die dauernd etwas fordert oder fordern lässt? Warum bekommen die sogar eine Doppelstaatsbürgerschaft geschenkt wenn sie sich eh wie Türken fühlen?? Jetzt möge mir bitte keiner mit Rassismus oder sonstwas kommen, aber die Fragen müssen einfach mal gestellt werden.

Schuld ist auch die einseitige Berichterstattung

Viele Türken haben es satt immer diese einseitig-negativen Berichte über die Türkei zu sehen. Also gefühlte 9 von 10 Meldungen zeigen ein düsteres Bild der Türkei - so als sei das Land wirtschaftlich am Ende, diktatorisch geführt, die Menschen gequält usw. Aber dies deckt sich nicht mit den eigenen Erfahrungen. Die Wirtschaft boomt und Erdogan ist populär. Man besucht ja ständig das Land und kann sich selber ein Bild davon machen.

Und welche Konsequenzen zieht man daraus? Man wechselt einfach zu türkischen Medien, die man problemlos übers Internet erreicht. Dort hat man seine Ruhe und kann entspannen.

Selbst junge Menschen, die Alten sowieso, schauen türkisches und nicht deutsches TV.

@20:19 von Günther Lamberth

„ …jetzt möge mir bitte keiner mit Rassismus oder sonstwas kommen …“
Doch: warten Sie es mal ab …

verstehe ich nicht ...

... warum sind sie dann eigentlich hier in BRD?

Mich würde vielmehr interessieren, ...

was denken jene, die früher Türken waren und jetzt nur noch eine deutsche Staatsbürgerschaft haben, also keine doppelte Staatsbürgerschaft. Das sich deutschtürken noch stark oder sogar stärker mit der Türkei verbunden fühlen ist für mich ganz normal, sie haben ja die türkische Staatsbürgerschaft behalten. Und dass das Thema unglaublich hoch gekocht wurde, stimmt auch, oder hat man je solche Kritik gehört als ein amerikanischer Präsident eine Rede in Deutschland hielt? In Dtl. gilt Redefreiheit und die hat auch für Ausländer zu gelten!

Was möchte uns TS mal wieder sagen ???

Die Deutsche machen Fehler ,weil sie sich nicht sofort wie Merkel den Türken unterwirft.Wer passt sich nicht an ? Die Deutsche ?
Wer hier nicht in Freiheit leben möchte und im Kalifat dem bleibt immer noch ein weg übrig und das ist nicht hier jammern er kann zum Kalifat gehen.
Dazu wie wäre es mal wichtig die Gründe zu beleuchten ? Ist aber für manche zu viel Arbeit und passt nicht in die grüne Politik der Migration von Merkel.

Kritik an Türkei gerechtfertigt

Wer nach all dem, was inzwischen bekannt und belegt ist, immer noch zu Erdogan steht, befürwortet die faktuelle Abschaffung der (Meinungs) Freiheit der Menschen dort.

Es tut mir so unendlich leid für all die vernünftigen Menschen in beiden Ländern. Meine Fremdscham ist grenzenlos. Menschen sind naiv, und jeder kurzfristige Vorteil wird gerne genommen um den Totalschaden zu relativieren.

Aufgewacht

Die Gesellschaft krankt an Toleranz an der völlig falschen Stelle.
Die Türen stehen doch offen für alle Deusch -Türken.

@Günther Lamberth

"Warum gibt es diese Probleme nur mit einer einzigen Gruppe?"

Was für Probleme? Hier geht es Loyalität. Ich kenne viele EU-Migranten vom Mittelmeer. Beim Fußball halten die alle zu dem Land ihrer Eltern, obwohl hier geboren.

Ich hab noch keinen einzigen Fall erlebt, wo einer von denen der deutschen Elf, beim direkten Aufeinandertreffen, die Daumen gedrückt hätte.

Ist doch das Gleiche wie bei den Nchttürken

Die Türken stehen eben auch auf „den“ starken Mann. Interessant wäre in dem Zusammenhang noch, wieviele Mitbürger mit Migrationshintergrund die AfD gewählt haben. Denn die ist ja der AKP sehr ähnlich.

Deutschtürken

Schon der Begriff ist falsch, entweder Deutsche oder Türken.
Der Doppelpass war auch so ein Fehler. So langsam wachen alle auf.

Das ist etwas, dass mir ein Deutschtürke kurz nach dem

Referendum bestätigt hat:
"Die formal höher Gebildeten weisen den höchsten Integrationslevel auf, stehen der Politik von Erdogan am kritischsten gegenüber und sind auch die einzige Gruppe, die das Türkeireferendum im April 2017 mehrheitlich abgelehnt hat"
Nach Deutschland wurden nach dem zweiten Weltkrieg die weniger Gebildeten geholt. Dieses Niveau setzte sich in den folgenden Generationen überwiegend fort - u.a. wegen fehlender Integration. Schaut man auf das Ergebnis des Referendums in den USA, fällt sofort auf: hier war der Anteil für Erdogans Plan deutlich höher als dort, da in die USA überwiegend gebildete Türken ausgewandert sind: 63% in D vs 16% in den USA. Wir haben weniger ein Einwanderungsproblem sondern ein Integrations- und Bildungsproblem.

solche und solche

Wie überall gibt es solche und solche.

Man kann es den Türken sogar teilweise nachempfinden. Jahrzehntelang sind sie bzgl. der EU-Mitgliedschaft hingehalten worden.
Gleichzeitig ist unter Erdogan die türkische Wirtschaft erblüht, so dass die Türken darauf zurecht stolz sein können.
Und bei den hier lebenden Türken darf man vermuten, dass ein nicht unerheblicher Teil Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung schon in jungen Jahren erleben durfte. Man sollte nicht vergessen, dass viele der Gastarbeiter niedrigste (vor allem im Sinne der Entlohnung) Jobs hatten.
Dazu kommt dann noch ein Phänomen, dass viele Auswanderer (insb. auch Deutsche) haben - eine Überhöhung des eigenen Ursprunglandes. In anderen Ländern gibt es dt. Kolonien, die eigentlich nichts anderes sind als hochwertige Gettos.

Aber wie immer... es gibt solche und solche.

???

Das ist halt so, wenn 90% der Medien in Erdogans Hand sind und alle diese Menschen auch hier genau diese Medien konsumieren. Dabei hätte man heute nur den Wirtschaftsminister anhören müssen. Er hat sich um schlappe 300% bzgl der Inflation geirrt. Anstatt 5%, wie vorausgesagt, ist die Inflation im November bei 15%!! Die Verschuldung im Ausland beträgt 867,4 Milliarden Türk. Lira, das Aussenbilanzdefizit beträgt 17,7 Milliarden Türk. Lira. 1 Euro beträgt übrigens 4,65 TL. Wer will kann sich das umrechnen. Steht alles auf den offiziellen Webseiten der Türkischen Regierung. Von wegen der Türkei geht es blendend. Es ist nur noch traurig!

Warum sind viele Erdogan-Anhänger hier?

Auch wenn jemand Erdogan-Anänger ist, wäre er mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er in der Türkei lebte. Hier genießt er doch alle Freiheiten, hat im Zweifel zwei Staatsange-hörigkeiten und hat damit auch das Wahlrecht, muß die deutsche Justiz nicht fürchten, erhält im Ernstfall jede staatliche Unterstützung usw., usw.
Was kann es Besseres geben?

@ von wissen macht ah

"Ich finde es sehr schade, dass so viele Deutschtürken so denken. Allerdings stellt sich mir auch die Frage, warum diese Menschen, die so denken, nicht einfach in die Türkei gehen. Das Land ist doch nun "auf Augenhöhe mit Deutschland". Es steht Ihnen doch frei Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Keiner ist gezwungen hier in Deutschland zu leben. Vielleicht haben sie in der Türkei ein besseres Leben."

Es gibt hier nach wie vor hohe Sozialzahlungen, wer es in Deutschland nicht schafft mit einem Job, dann erst recht nicht in der Türkei.

@ Günther Lamberth

"Jetzt möge mir bitte keiner mit Rassismus oder sonstwas kommen, aber die Fragen müssen einfach mal gestellt werden."
.
Den Rassismus-Vorwurf verkneife ich mir, aber ich frage mich schon, ob Sie denn den Artikel gelesen haben. Die Fragen, die Sie gestellt haben, werden dort nämlich beantwortet.

Ein kleiner Unterschied

@ linos203
Ja, in Deutschland gilt die Redefreiheit (und übrigens auch die Pressefreiheit).
Der kleine Unterschied zwischen einer Rede eines amerikanischen Präsidenten und einem Repräsentanten der Türkei ist nur, dass der Gast aus dem Westen sich an Deutschland und seine Bürger wendet, der Gast aus dem Osten aber Wahlpropaganda und dortige Innenpolitik auf deutschem Staatsgebiet betreiben wollte. Bei einer Gleichrichtung der türkischen Presse und Unterdrückung kritischer Beobachter des Tuns dort.
Oder wieviel Journalisten sitzen in Deutschland oder den USA in Haft wegen dessen was sie geschrieben haben?

was ein Wunder

lebe in Salzgitter und sehe ja jeden Tag aufs Neue die Ammenmärchen, die der OB und andere von Integration erzählen. Geht mal in die Seitenstraßen in Lebenstedt, dann wird auch klar: Die bleiben unter sich und sprechen auch nur in ihrer Landessprache. Und vor allem: Fragt mal die Bäckersfrau, den Frisör, was die so alles erleben. Integration - ein oft gescheitertes Projekt. Komplett andere Wertesysteme. In Lebenstedt wählen übrigens deutlich mehr als 20 % mittlerweile AfD. Was ein Wunder! Und das sollen alles Nazis sein? Pustekuchen - die haben nur Augen im Kopf und machen die einfach mal weit auf und gucken einfach mal genau hin!

Es gibt Länder da fühlt ma

Es gibt Länder da fühlt ma sich nach kurzer Zeit heimisch Bsp. Das ist nicht so ein Land. Dem Migranten wied immer deutlich gezeigt, dass er nicht dazu gehört und es ist nicht okay ist dass er anders ist. Das Resultat ist das Migranten sich nie hier wohl fühlen werden. Mir und die andere Hundert Migranten die ich kenne geht's genau so. Also ist die andere Seite am Zug etwas zu ändern.

@tias

Niemand fordert, dass Sie sich vor Erdogan zu unterwerfen haben. Wo haben Sie das her? Aus dem Artikel geht es gar nicht hervor.
Eine Einwanderung aus der Türkei gab es übrigens schon vor Merkel. Darüber hinaus ist Merkel nun wirklich nicht "grün".

Man darf nicht vergessen,

Man darf nicht vergessen, dass viele Türken noch eine Militärdiktatur kennen und alles andere als begeistert waren als geputscht wurde.

Da sehen sie in Erdogan das Gegenstück. Auch wenn er nur die andere Seite der selben Medaille ist. Sein religiös durchzogenes Gepolter ist mir jedenfalls zuwider.

Starke Männer braucht man auf dem Bau oder als Metzger und nicht in der Regierung.

Warum wird nie offen geredet?

Nicht einmal habe ich es erlebt, dass sich Deutschland offen einer Diskussion zu diesem Thema stellt. Es werden Probleme genannt, es wird gejammert, es wird beschuldigt.

Aber nie habe ich erlebt, dass mal geklärt wird, warum.

Ich habe Migrationshintergrund. Weder mein Aussehen, mein Name noch meine Aussprache lassen das vermuten.

Dadurch habe ich Einblicke gewonnen, auf die ich gut verzichten hätte können.
Ich durfte nämlich hören, was die Deutschen so von sich geben, wenn Ali und Angelo nicht dabei waren (man wähnte sich unter sich, ahnte nicht, dass ich eine von "denen" bin).

Integration - das muss von 2 Seiten geschehen.
Und viele Migrantenkinder haben festgestellt: was immer sie tun, wie sehr sie sich anstrengen - am Ende sind sie maximal die "Quotenausländer".

Man stellt uns in eine Ecke - dann richtet man sich irgendwann dort ein - heisst: die Beschimpfung wird als Auszeichnung empfunden - und man empfindet Loyalität für "seinesgleichen".

Verständnisproblem

Ich sehe da, auch bei mir, ein erhebliches Verständnisproblem und zwar dadurch, daß denjenigen Deutschen, die selbst oder durch Eltern und Großeltern mit der Hitlerdiktatur vertraut sind jeglicher Loyalität zu einem Staat oder zu einem Staatsführer extrem kritisch gegenüber stehen. (manche würden zu dieser Art Loyalität Nationalstolz sagen).
Die Türken haben diese Erfahrung nicht gemacht und sofern sie hier in Deutschland der sich anbahnenden Diktatur in der Türkei nur von Ferne zusehen und bislang niemand aus ihrer Familie darunter zu leiden hat werden sie weiter so stolz auf Erdogan sein wie die Deutschen 1932 auf Hitler.

Ein wenig verstehe ich die Türken

dass sie es leid sind, wie in Deutschland von den Medien und vielen Politikern die Türkei in die Ecke gestellt und beurteilt wird. Es gibt sicher genügend ernsthafte Kritikpunkte, aber die Art, immer oberlehrerhaft Andern sagen zu wollen was zu Tun sei, kommt nicht überall gut an. Das betrifft übrigens nicht nur die Türkinnen und Türken, sondern ebenso Russen, Polen, Ungarn, sogar Österreicher. Das ist völlig menschlich, dass die Leute dann besonders loyal zu ihrem Land stehen, ob richtig oder nicht. Vielleicht sollten sich deutsche Medien mal um die Dinge kümmern, die in Deutschland schlecht laufen und auch mal die eigene Regierung kritischer beäugen- da wäre schon genügend zu tun.

Das Ergebnis der Umfrage kann

Das Ergebnis der Umfrage kann ich nur bestätigen. In etwa so sieht es auch unter den Türken aus, die ich kenne. Glühende Zustimmung, vehemente Ablehnung und einige, denen es egal zu sein scheint. Die, die Erdogan verehren, tun es lauthals. Die, die ihn ablehnen, bitten um Stillschweigen. Ich kann übrigens nicht die Behauptung bestätigen, dass der Grad der Integration oder Bildung eine Aussage darüber zulässt, ob man Erdogan eher befürwortet oder nicht. Ich kenne hier geborene und aufgewachsene Akademiker, die Erdogan ohne Wenn und Aber verteidigen. Was beweist das ?
1. Erdogan repräsentiert nicht, sondern er spaltet die Türken in der Türkei und er spaltet die Türken in Deutschland.
2. Sein Arm reicht ohne jeden Zweifel bis in die Lande des Deutschen Michels.
3. Deutschtürken haben im Gegensatz zu Deutschen eine zweite Heimat. Sie lieben und leiden mit beiden.

Ich frage mich auch etwas

Warum sind die AfD Wähler nicht in Ostdeutschland geblieben? Ich bin seit über 40 Jahren hier zuhause. Wie kann man sich hier noch zuhause fühlen wenn fast jeder Fünfte in deinem Umfeld AfD-Wähler ist und am liedsten dich abschieben würde. Und Abschiebung ist noch das harmloseste!

Nie angekommen

Ein überwältigender Teil der Deutschtürken ist hier niemals angekommen. Und obwohl die Deutsche Gesellschaft es bestimmt Einwanderern nicht immer leicht gemacht hat, liegt die Schuld ganz klar bei den Türken. Wer bspw. grundsätzlich ausschließt einheimische Deutsche zu heiraten, will sich abgrenzen und zeigt letztendlich sein rassistisches Gedankengut. Gegenbeispiele gibt es leider viel zu selten.

@lostWorld

Warum Leute wie ich in der BRD sind? Weil wir hin geboren wurden. Zum Teil sprechen wir die Sprache der Heimatländer nicht. Die Heimatländer haben wir meist nur im Urlaub besucht.

Im Endeffekt sind viele von uns Migrationshintergründigen verloren.

Sie schweben zwischen 2 Welten und gehören zu keiner so richtig dazu.

In der Heimat ist man "der Deutsche" und hier ist man der Ausländer (eigentlich meine ich ein unerfreulicheres Wort mit K, das ich nicht schreiben möchte).

Und nein, das liegt nicht nur an einer Seite - es muss auch die Akzeptanz da sein.
Aber Migrationshintergrund wird immer wieder betont, abgefragt, erwähnt etc. heisst: ist eben nichts Ungewöhnliches, sondern etwas "besonderes".

Und so sind wir "besonders" aber eben nicht zu Hause.

Und die ferne Heimat - in die kann man das, was einem hier in Deutschland eindeutig fehlt, hineinprojizieren.

So kommt das. Ist nicht schwer. Nur komplex!

"Mein Land immer nur schlecht zu machen"

ich finde, jeder Mensch sollte in seinem "Mein Land" wohnen.
Wenn Einwanderer türkischer Herkunft in der (wievielten ?) Generation immer noch von "ihrem Land" - der Türkei reden, liegt da etwas ganz im Argen.
Und nein, es liegt nicht an uns, jedem Bürger der in unserem Land wohnt liegt es offen, sich selbst in unsere Gesellschaft zu integrieren und sich einzubringen. Andere Mitmenschen aus anderen Gegenden (Osteuropa, Asien) können das ja auch.

@ pxslo

"Viele Türken haben es satt immer diese einseitig-negativen Berichte über die Türkei zu sehen. Also gefühlte 9 von 10 Meldungen zeigen ein düsteres Bild der Türkei - so als sei das Land wirtschaftlich am Ende, diktatorisch geführt, die Menschen gequält usw. Aber dies deckt sich nicht mit den eigenen Erfahrungen. Die Wirtschaft boomt und Erdogan ist populär. Man besucht ja ständig das Land und kann sich selber ein Bild davon machen."

Eben, das ist ja das Skurrile, das Land ist definitiv kein Rechtsstaat mehr, wird diktatorisch geführt, man marschiert in den Irak und Syrien ein, verhaftet 10.000e Menschen ohne Beweise, der StaatsPräsident ist korrupt und hinterzieht Millionen von Dollar und bringt sie außer Landes und trotzdem findet man diese Diktatur noch gut.

Man wechselt zu den gleichgeschalteten Medien und bekommt seine türkischnationale Propagandadröhnung, rennt hier mit der türkischen Fahne rum und findet Deutschland schlecht...

Warum bleiben aber die Türken hier ?

Soviel zu den Altlasten der gescheiterten ...

Ausländerpolitik in Deutschland. Und in Zukunft kommen aller Wahrscheinlichkeit noch die Neulasten der Flüchtlingskrise seit 2015 dazu. ''Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht!'' (Heinrich Heine)

@deutlich

Merci!
Sie haben einen wichtigen Punkt angemerkt!

Menschen die in Deutschland leben, sehen, was hier nicht rund läuft.
Menschen die dann eben noch mit einem anderen Land verbunden sind, empfinden oft die massive Kritik an eben diesem Land als Heuchelei.

Nicht weil man so loyal gegenüber dem anderen Land ist, sondern weil man genau weiss: na, vielleicht sollte man kleinere Brötchen backen und sich erst mal um die eigenen Probleme kümmern, bevor man andere belehrt.

@ pxslo

""Warum gibt es diese Probleme nur mit einer einzigen Gruppe?"

Was für Probleme? Hier geht es Loyalität. Ich kenne viele EU-Migranten vom Mittelmeer. Beim Fußball halten die alle zu dem Land ihrer Eltern, obwohl hier geboren.

Ich hab noch keinen einzigen Fall erlebt, wo einer von denen der deutschen Elf, beim direkten Aufeinandertreffen, die Daumen gedrückt hätte."

Kennen sie Mesut Özil ?

@ linos 203

Ich bin mit einem Ehepaar befreundet, er hat türkische Wurzeln sie ist Deutsche. Die deutsche Staatsbürgerschaft hat er bereits Mitte 1980 angenommen und die türkische abgelegt. Für ihn wäre die doppelte Staatsbürgerschaft nie in Frage gekommen. Auch damals machte es der türkische Staat diesen Leuten, besonders jungen Männern sehr schwer betr. Militärdienst u.a., die diesen Schritt machten. Er ist sehr liberal und ist im nachhinein froh, nach den politischen Entwicklungen, damals diesen Schritt gemacht zu haben.
Eine echte Integration!

Der Sozialstaat ist zu sozial

Ich selbst bin zur Hälfte Deutscher und stolz auf meine Deutschen Wurzeln. Es macht mich traurig, dass viele zugezogene Menschen die Bemühungen bzgl. der Integration von Ausländern seitens der Deutschen nicht zu würdigen wissen. Es ist sogar noch schlimmer. Diese soziale Haltung wird von solchen Menschen als Schwäche identifiziert und entsprechend verspottet und ausgenutzt. Deutschland ist ein Sozialstaat, in dem sich jeder wohlfühlen soll. Ganz nach dem Motto der WM 2006, “Die Welt zu Gast bei Freunden”.
Viele dieser Menschen belächeln sogar die Deutsche Polizei , da es Ihnen in Ihrer Heimat viel schlechter gehen würde.
Nochmal zurück zur WM 2006, als in der Presse bejubelt wurde, wie als Zeichen der Integration ein Halbmond mit Stern auf den roten Balken der Deutschen Fahne gemalt wurde. Als ich fragte, ob man auf eine Türkische Fahne einen schwarzen und goldenen Balken malen dürfte, hieß es: „Nein, unsere Fahne ist uns heilig.“ Da passt doch was nicht! Deutschland ist zu sozial.

National eingestellte Populisten polarisieren

Es ist das Dilemma der Nationalisten: Erdoğan muss seine ansonsten schwache politische Position durch Scheingefechte aufwerten. Er versucht sich selbst durch Nationalismus und Populismus nach vorne zu spielen. Der Nachteil ist leider, dass das Klima vergiftet, das ganze Land polarisiert wird und auch die Deutsch-Türken verführt werden, von Deutschland abzurücken, obwohl sie sich hier wohler fühlen, als in der Türkei.

Ob Orbán, Kaczyński, Putin oder Erdoğan, die Nationalisten spalten und bringen die Menschen auseinander um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.

Nie angekommen

Ein überwältigender Teil der Deutschtürken ist hier niemals angekommen. Und obwohl die Deutsche Gesellschaft es bestimmt Einwanderern nicht immer leicht gemacht hat, liegt die Schuld ganz klar bei den Türken. Wer bspw. grundsätzlich ausschließt einheimische Deutsche zu heiraten, will sich abgrenzen und zeigt letztendlich sein rassistisches Gedankengut. Gegenbeispiele gibt es leider viel zu selten.

Ist doch nix Neues

Weiß ich schon seit über 30 Jahren, in der unsere Politik die so toll gelungene Integration der Türken gefeiert hat.

Und das Skurrile ist, das aus der Türkei immer mehr Asylanfragen kommen von denen die angeblich vor Erdogan fliehen.

Man will also in das Land das nach der Türkei die meisten Erdogan-Anhänger hat

Am 04. Dezember 2017 um 20:39 von AK47

Man kann es den Türken sogar teilweise nachempfinden. Jahrzehntelang sind sie bzgl. der EU-Mitgliedschaft hingehalten worden.

Es geht hier um Deutsch Türken !
Viele haben einen Deutschen Pass,und sind somit alle EU-Mitglieder!

İch bin Türke!

İch bin Türke, ich liebe Erdogan und ich liebe Deutschland. Die deutschen Medien werden leider von irgendeiner geheimen Quelle diktiert. Und die deutschen Bürger glauben leider an jede sch.....

Das Verhalten Vieler ist befremdlich

.... Aus meiner Sicht heißt Integration dass die EINE Seite diese anbietet (Deutschland und seine Bürger) und der andere Teil (Deutsch - Türken, in diesem Fall) die das annehmen und auch ihren Beitrag dazu leisten. Mit der doppelten Staatsbürgerschaft ist ein riesen Angebot unterbreitet worden. IHR hier geborene und aufgewachsen Türken müsst euch nicht entscheiden, sondern dürft beide Länder als eure Heimat ansehen.
Wenn ich allerdings lese, daß der Möbelhändler zu 95%Türken als Kunden hat, dann läuft auch von seiner Seite was Falsch. Ich kenne Billstedt gut, und die dortigen türkischen Geschäfte beschreiben ihre Ware als erste in türkischer Sprache, mit Glück auch auf dt. Und das Personal spricht teils nicht mal dt. Es geht soweit, dass sogar dt. Händler nur türkisch sprechendes Personal einstellt, da ansonsten man die Türken als Kunden verliert. Sorry die Sprache des Landes zu lernen in welchem man lebt heißt Integration

Enttäuscht

Ich bin von der distanzierten Haltung vieler Deutsch-Türken zu Deutschland enttäuscht. Wenn ich in der Türkei leben würde und umgekehrt eine so distanzierte Haltung zum Land hätte, würde ich sofort wieder zurück nach Deutschland gehen. Trotz Winter-Schmuddelwetter.

Berichterstattung!

Durch die negative Berichterstattung ist eine andere Meinung als dass was durch die Medien vorgegeben ist nicht mehr akzeptiert.
Eine freie Meinung haben und geleichzeitig in Deutschalnd leben darf man als türke nicht mehr.
Man bekommt dann sofort gesagt "Dann geh doch in die Türkei"
Warum fülen sich wohl so viele mit der Türkei verbunden.

"Mein Land immer nur schlecht zu machen, ist sehr verletzend"

Sagt ca. die Hälfte der Deutsch-Türken.

Wie verblendet kann ein Volk - hier Türken - eigentlich sein?
Na gut, vor 80 Jahren ist auch ein anderes Volk fast geschlossen verblendet und gehirngewaschen einem Führer hinterhergelaufen.
Zum Vergleich (allerdings natürlich sehr subjektiv aus meiner Sicht):
- DDR 1989: Unrechtsstaat zu 90%
- Türkei 2017: Unrechtsstaat zu mind. 94%
(- BRD 2017: Rechtsstaat zu ca. 55%).

21:13 von VfbStgt

Ausgezeichnete Ironie, Danke

Deshalb

macht Erdogan auch gerne Türken-Wahlkampf in Deutschland!

@bj-68

"Das ist halt so, wenn 90% der Medien in Erdogans Hand sind.."

Also genaugenommen gibt es nur einen Pro-Erdogan-Sender. Aber viele Gegen-Erdogan-Sender, wie z.B. CNN-Türk oder Fox-News(Türk).

"Anstatt 5%, wie vorausgesagt, ist die Inflation im November bei 15%"

Das geht wieder runter. Derlei Schreckensmeldungen gibt es schon seit 15 Jahren ohne, dass die Türkei untergegangen wäre. Wer dem Glauben schenkt, der wird wahrscheinlich auch den Ratingagenturen zu 100% vertrauen (bei mir persönlich 0%).

Man kann übrigens auch kostenlos Wachstum erzeugen. Der neue Flughafen in Istanbul ( 5mal größer als der im Bau befindliche Berliner) wird, nach 3 jähriger Bauzeit, 2018 eröffnet. Kostenpunkt: 20 Mrd €.

Der Türkei kostet das keinen einzigen Cent. Nein, Sie bezieht jährlich sogar 1 Mrd € an Pachteinnahmen. Und das 25 Jahre lang! Dieses PPP-Model finanzieren die 5 türkischen Baufirmen, die auch den Flughafen betreiben werden.

@tisiphone

"Warum Leute wie ich in der BRD sind? Weil wir hin geboren wurden. Zum Teil sprechen wir die Sprache der Heimatländer nicht. Die Heimatländer haben wir meist nur im Urlaub besucht."

Ein sehr guter Bekannter "Oguz" ist in Izmir geboren ist in seiner Kindheit immer zwischen Türkei und Deutschland gependelt, seine Familie hat mit Religion nichts am Hut, ist hier hervorragend integriert, er hat fast nur deutsche Freunde, 2 Kinder von 2 deutschen Frauen, seine beiden Schwestern sind mit Deutschen verheiratet, sie sind einfach aufgegangen in diesem Land, er fühlt sich hier genauso wohl wie in der Türkei und ist stolz HAYIR gewählt zu haben.

Integration ist auch eine Bringschuld und kann ganz einfach sein, oder man macht es sich selbst schwer und sondern sich kulturell ab, dann bleibt man halt außen vor...

Rassistische Idioten trifft man überall, die treffe ich in Indien, in Afrika , in Brasilien oder auch hier unter Türken in Deutschland...

@ VfbStgt

İch bin Türke, ich liebe Erdogan und ich liebe Deutschland. Die deutschen Medien werden leider von irgendeiner geheimen Quelle diktiert.

Ich bin Deutscher (mit Migrationshintergrund), ich liebe Angela Merkel und ich liebe die Türkei und Deutschland auch. Aber ich glaube nicht an die geheime Quelle - zumindest nicht in Deutschland, in der Türkei weiß ich es allerdings nicht. Und Erdogan ist mir ziemlich egal.

"weit wir es geschafft haben"

Wer ist eigentlich "wir"? Dazu muss es dann doch ein Gegenüber, ein "ihr" geben. In dem Wort "Gegenüber" ist "gegen" enthalten, zunächst ohne Wertung, aber es steckt ganz klar eine separatistische Einstellung dahinter. Integration hingegen wäre die Erzeugung eines gemeinsamen "Wir"-Gefühls. Aber so etwas entsteht nur durch freie Überzeugung, nicht durch Integrations-"arbeit" oder -"beauftragte".

@ pxslo

Ohne Frage: Die Türkei ist ein wirt. erfolgreiches Land & Erdogan hat einen großen Anteil daran.

Trotzdem: Die Presse- & Meinungsfreiheit wird in der TK gerade massiv unterdrückt. Menschen, die es gewagt haben, sich kritisch zu äußern, werden unter fadenscheinigen Argumenten monatelang eingesperrt. Erdogan hat ein komplett anderes Rechtsverständniseingeführt, dass unserem eigenen komplett widerstrebt: Die Beweisumkehr. Ab sofort gilt in der TK nicht mehr "Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist" sondern "Schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist". In sich bereits an Absurdität nicht zu überbieten.

Aber trotzdem: Er hat die TK wirt. stark gemacht.

Wissen Sie, lieber @ pxslo. Was in der Türkei gerade passiert & passiert ist, betrifft Sie gottseidank nicht so sehr persönlich, weil da doch 2000 km Land dazwischen liegen. Aber ihre Unterstützung für Erdogan bedeutet für viele unschuldige Menschen in der Türkei derzeit die Hölle auf Erden! Denken Sie viell. darüber 1x eine Sekunde nach.

Mein Bruder ist nach Dänemark

ausgewandert und verdient da recht gut. Freunde sind nach Norwegen ausgewandert und Leben dort wie es ihnen in Deutschland unmöglich wäre. Mein Cousin lebt in Schweden und hat hat ein sehr gutes Auskommen mit Haus im Wald und davon gehören ihm rund 500 Hektar. Also die sind alle Glücklich und wollen nicht zurück. Wenn es den Deutsch Türken hier nicht gefällt, wer hält die hier? Die Türkei ist doch angeblich auf Augenhöhe mit Deutschland. Leute ihr müsst nicht bleiben. Und nein ich bin kein Wähler der AfD

Nicht repräsentativ

Tut mir ja Leid aber bei mehreren Millionen Türken ist eine verschwindend geringe Zahl von 2800 Personen nicht repräsentativ!
Das Ergebnis verkauft man uns dann als: "so denken die Türken in Deutschland".

Das ist doch Bild-Niveau!

Ich selbst habe viele Türken mit deutschem Hochschulabschluss im Freundeskreis.
Diese Männer und Frauen sind gebildet und stehen trotzdem zu Erdogan.
Das nur ungebildete Schafe hinter Erdogan stehen halte ich für ein Gerücht.

Die Türken sind schlau - spätestens wenn's in Europa und im speziellen in Deutschland kracht, können sie zurück in die Türkei.
Wohin könnten die Deutschen?

@ Kowalski

"National eingestellte Populisten polarisieren"

Ich wundere mich immer darüber, dass türkischer Nationalismus mit den vielen Fähnchen bei politischen Kundgebungen positiv gesehen wird, deutscher Nationalismus aber als ganz schlecht gilt. Wie kann das sein? Das ist eine einäugige Sichtweise.

ich finde es schade, dass

ich finde es schade, dass Leute, die hier aufgewachsen sind und zur Schule gegangen sind nicht verstanden haben, wie wichtig in der Demokratie die Gewaltenteilung und die freie Presse ist.
Wie kann auch nur irgend jemand gut finden, wie Erdogan die Rechte der Bürger immer weiter einschränkt?
Das verstehe ich nicht. Dazu bin ich zu deutsch. Ich habe Freunde in der Türkei, die Angst haben, ihre Meinung zu sagen, weil sie dann ihren Job verlieren könnten. Ja, es sind Türken und es sind Freunde.

Egal, wo Zugewanderte leben,

Egal, wo Zugewanderte leben, besteht das Bestreben, die Heimatkultur irgendwie zu bewahren und auch in Teilen zu leben. Das ist überall gleich: Ob es nun Deutsche, Italiener, Asiaten in den USA sind, Zugewanderte aus dem afrikanischen Raum in Europa oder innerhalb von Europa. Sie bringen ihre Kultur, Sitten und Gebräuche in vielen Bereichen mit. Wenn es um die Verhältnisse im Ursprungsland geht, haben Türken eine Besonderheit, was insbesonders auf eine äußerst ausgeprägte nationalistische Mentalität zurückzuführen ist. Weil in vielen europäischen Länder der Anteil der zugewanderten Türken besonders hoch ist, fällt das auch wohl auf. Alle reden da von der Notwendigkeit einer Integration; dies funktioniert nur, wenn der Zugewanderte sich integrieren und die Integration auch leben will. Leider hat ein großer Teil Zugewanderte noch nicht verinnerlicht, dass man natürlich alle Freiheitsrechte, aber auch Pflichten hat. Hierzu gehört, die hier geltende rechtl. Werteordnung einzuhalten.

@ pxlo

Schuld ist auch die einseitige Berichterstattung. Viele Türken haben es satt immer diese einseitig-negativen Berichte über die Türkei zu sehen. Also gefühlte 9 von 10 Meldungen zeigen ein düsteres Bild der Türkei ...

Also das finde ich jetzt gar nicht. Es gibt viele ganz tolle Berichte über die Türkei, über Urlaubsparadiese, tolle Altstädte, Kultur, Musik usw. Negative Berichte gibt es zur türkischen Politik und insbesondere zu Erdogan. Und daran sind nicht die deutschen Medien schuld. Sie tun nur das, was hier presserechtlich noch erlaubt ist: sie sind kritisch und unabhängig.

Also

ich bin ein im Ausland lebender Deutscher,natuerlich liebe ich meine Kultur und Heimat Deutschland,aber meine Kinder sind hier voll Integriert ,sprechen die Sprache des Landes und sind stolz auf Ihre herkunft,beider Laender.
Ich habe einen Deutschen Accent den ich warscheinlich nie-mehr verliere,bin aber deshalb nicht benachteiligt,ganz im gegenteil!

@ weltoffen

Deshalb macht Erdogan auch gerne Türken-Wahlkampf in Deutschland!

Das darf er jetzt ja nicht mehr.

@ pxslo

Oder um es Ihnen an einem plastischen Beispiel vor Augen zu führen:

Ich behaupte jetzt einfach, Sie sind ein Gülen-Anhänger. Beweisen Sie mir mal das Gegenteil.

Zack! Und schon sitzen Sie entweder im Gefängnis oder aber sind Ihren Job los. Ihre Familie steht unter enormen Sozialdruck, denn die Nachbarn zeigen mit Ihren Fingern auf Ihre Kinder, die ja Kinder eines Verräters sind.

Wenn Sie behaupten, Sie würden die Situation in der Türkei wirklich kennen, dann müsste Ihnen diese Situation auch bekannt vorkommen. Ansonsten reichen wohl mehrmalige Urlaubsaufenthalte in Ihrer Heimat anscheinend nicht, Ihnen die Augen und den Verstand zu öffnen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt:

Wenn man sich entscheidet, in einem fremden Land zu leben und sich dort dann fast ausschließlich mit seinesgleichen abgibt, wird man immer fremd bleiben und niemals dazugehören. Dass man dieses Schicksal oft auch den hier geborenen Kindern aufzuzwingen versucht, finde ich besonders traurig und nicht gut für unser aller Zukunft.

Gehört denn die Loyalität Deutschlands auch Dennis Yücel?

Da sitzt ein deutscher Staatsbürger seit Monaten in Geiselhaft ohne Anklage, davon viele Monate in Einzelhaft. Die Bundesrepublik Deutschland behandelt ihn aber wie einen Ausländer. Die USA hätten mindestens die Zahlungen eingestellt und die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, vielleicht hätten sie ihn auch gewaltsam befreit. Seitens Deutschlands gab es nicht mal ernsthaften Protest. Viele Türken hier ahnen, dass sie auch mit deutschem Pass nur Bürger zweiter Klasse sind.

@toto96

"Eben, das ist ja das Skurrile, das Land ist definitiv kein Rechtsstaat mehr, wird diktatorisch geführt, man marschiert in den Irak und Syrien ein, verhaftet 10.000e Menschen ohne Beweise, der StaatsPräsident ist korrupt und hinterzieht Millionen von Dollar und bringt sie außer Landes"

Das sind ja Anschuldigungen über Anschuldigungen. Ja, ja, das kommt mir bekannt vor. Nur fehlen mir irgendwelche Beweise. Mit falschen Anschuldigungen wurde damals auch der Irak-Krieg begonnen.

Loyalität gehört Ankara

Wenn in der Türkei alles super ist, was tun diese Leute noch hier und verschwinden nicht zu Ihrem Diktator Erdogan. Sie verstehen die Kritik der Deutschen an Erdogan nicht, weil sie Demokratie nicht verstehen. Das Gesundheitssystem in der Türkei ist super, ist ja klar, so was gibt es nirgends in Europa, daß eine Regierung wie unsere Familienangehörigen von Türken die Kranken-Behandlung in der Türkei bezahlt wird, wer überprüft dies eigentlich? Warum gibt es nur immer Probleme mit Türken, habe noch nie was gehört, daß es Ärger mit Griechen oder Italienern gibt. Die wollen sich doch gar nicht anpassen, wir sollen uns denen ihrer Kultur anpassen, so sieht es doch aus.

@WM-Kasparov-Fan Wie verblen

Wie verblendet kann ein Volk sein wenn es Anderen die Freimeinung und das Wahlrecht abspricht weil es durch mediale Gehirnwäsche nicht mehr logisch denken kann und Abneigung oder sogar Hass gegen langjährige Freunde und Kollegen hegt.

"mein Land"

Wie kann Herr Gönüllü die Türkei "sein Land" nennen und sich gleichzeitig beklagen, dass er nicht richtig dazugehöre?

@ tisiphone

"Menschen die dann eben noch mit einem anderen Land verbunden sind, empfinden oft die massive Kritik an eben diesem Land als Heuchelei."

Das erlebe ich persönlich ganz anders.

Ich bewege mich als gebürtiger Deutscher zum Beispiel zwischen China und Deutschland. Ich bin familiär eng mit China verbunden. Und je länger ich in der Vergangenheit meinem Heimatland ferngeblieben bin, desto kritischer habe ich es gesehen. Denn erst in der Außenbeschau sind mir viele Dinge klar geworden, die in Deutschland gründlich falsch gelaufen sind.

Bei den hiesigen Deutschtürken ist leider meist der gegenteilige Effekt zu beobachten. Die kritische Distanz zur "Heimat" (sollte die nicht eigtl. Deutschland heißen?) schrumpft mit jeder weiteren Generation.

@ dark-man

"Durch die negative Berichterstattung ist eine andere Meinung als dass was durch die Medien vorgegeben ist nicht mehr akzeptiert.
Eine freie Meinung haben und geleichzeitig in Deutschalnd leben darf man als türke nicht mehr.
Man bekommt dann sofort gesagt "Dann geh doch in die Türkei"
Warum fülen sich wohl so viele mit der Türkei verbunden."

Wissen Sie was, die Berichterstattung ist eigentlich noch zu weich, ohne den überlebenswichtigen Flüchtlingsdeal mit der Türkei hätte die EU noch drastischere Worte finden müssen, Erdogan hat den Holländern doch tatsächlich vorgeworfen, alle Nachfahren der Nazis zu sein ! Den Holländern !

Und sie können hier frei ihre Meinung sagen, niemand holt sie ab und bezichtigt sie der Terrorunterstützung, oder ?
Nur in der Türkei ist das nicht möglich, verstehen sie den Unterschied ?

Das verstehen die meisten Deutschen aber nunmal nicht, sie haben hier die absolute Meinungsfreiheit und wählen trotzdem die Unfreiheit für die Türkei.
Paradox, oder ?

M. Schulz: "Integration Bringschuld des Staates"

Man kann nur immer wieder den Kopf schütteln wenn man von Grünen-Roten Auen vernimmt, wir (also nicht die Gäste) müssten mehr für Integration machen.

Eindeutig aber gibt es Gruppen im Land, die wöllen sich gar nicht integrieren. Und Zwangsintegration soll es ja auch nicht sein.....
Ich plädiere für einen Großteil der Politiker für Pflichtkurse für
"Begleitetes Regieren" wo man der weltfremden Zunft Fachkräfte an die Hand gibt, die einem die Realitäten unserer Welt nahe bringen. Mittlerweile gibt es doch genug Hinweise und Umfragen die klar belegen, dass gerade unter türkisch stämmigen die Inhalte des Koran über denen des GG stehen und Erdogan ihr Staatsoberhaupt ist.

Schlimm beim Thema ist immer und es ist auch dauerhaft das gleiche, man wird sofort von einer linken Zunft im Land in eine politische Ecke gestellt, der man sich gar nicht zugehörig fühlt. Genau das trägt zur Spaltung bei.

Wann reden wir endlich einmal über die Haftung von Politikern wenn die etwas versemmeln?

@ pxslo

Beim Fußball halten die alle zu dem Land ihrer Eltern, obwohl hier geboren.
Ich hab noch keinen einzigen Fall erlebt, wo einer von denen der deutschen Elf, beim direkten Aufeinandertreffen, die Daumen gedrückt hätte.

Schade. Ich war Austausch-Student in Cambridge, als die Engländer gegen Deutschland im Elfmeterschießen raus geflogen sind. Der ganze Pub hat geweint, ich auch.

@ Purzelchen

Können Sie bitte das Bekannte mit Belegen mitteilen damit wir auch Aufgeklärt werden?

@ heinerwiegel

"Da sitzt ein deutscher Staatsbürger seit Monaten in Geiselhaft ohne Anklage, davon viele Monate in Einzelhaft. Die Bundesrepublik Deutschland behandelt ihn aber wie einen Ausländer."

Das ist ein fataler Fehlschluss!

1. ist Yücel immer noch auch türkischer Passinhaber und damit genauso Staatsbürger der Türkei wie auch Staatsbürger Deutschlands.

2. wenn er sich in der Türkei aufhält, behandelt ihn die Türkei selbstverständlich wie einen eigenen Mitbürger. Hält er sich in Deutschland auf, ist er auch für die türkische Regierung ein Auslandstürke.

3. Deutschland hat da keinerlei Handhabe, denn als türkischer Bürger in der Türkei unterliegt Yücel nunmal der türkischen Rechtsprechung.

4. Zeigt der Fall Yücel nur allzu deutlich, den Unsinn mit der doppelten Staatsbürgerschaft. Diese schafft nur Probleme und verhindert eine effektive Integration sogar, da man sich als Doppelpassinhaber je nach Lebenslage nur die Rosinenstückchen herauspickt.

birdy----

Die USA haben ein Einwanderungsgesetz und die Wahl, wer zu ihnen kommen darf - und wer nicht. So ist der Immigration-Officer der wichtigste Mann im Land. Nach Europa - und das gilt ganz besonders für Deutschland - konnte dann die andere Auslese einreisen. Und seit Jahren sind die Grenzen völlig offen. Es kamen Menschen, die mit unserer Lebensweise nicht vertraut waren und - da sie von den Sozialsystemen weich aufgefangen wurden, entfiel auch ein Hauptgrund sich zu integrieren - z.B. am Arbeitsplatz geht das gut. So entstanden die berüchtigten Parallelgesellschaften. Auch Dänemark hat schon schlechte Erfahrungen machen müssen und ein Blick dorthin hätte unseren Politikern zur Warnung dienen müssen. Ein "Weiter so" und "Wir schaffen das" wird unserem Land sehr schaden. Es gibt etliche, fleißige Migranten, die sich hier bewähren wollen und ihre Chance nutzen, doch sind diese äußerst selten und können keinen Ausgleich schaffen.

Jeder der sein Land liebt,

sollte dort leben. Nur diese Heimatliebenden wissen nicht, wenn Sie in den Urlaub fliegen ob Sie wieder kommen. Ein Anruf reicht. Sie leben in einem Rechtsstaat, und wollen gar nicht zurück.
Der Flughafen und die anderen großen Projekte, sind auf eine Mindestkapazität berechnet. Kommen mehr Flugzeuge oder fahren mehr Autos über die schöne Brücke, gibt es Geld an den Staat. Liegt die Zahl der berechneten Flugzeuge oder Autos geringer, muß der Staat die fehlenden Einnahmen bezahlen. Soweit ich informiert bin kostet die neue Brücke dem Staat jeden Monat seht viel Geld, weil die Autos fehlen. Also alles nur Täuschung.

"Nicht repräsentativ - Tut

"Nicht repräsentativ - Tut mir ja Leid aber bei mehreren Millionen Türken ist eine verschwindend geringe Zahl von 2800 Personen nicht repräsentativ!"
.
Es handelt sich um eine ordentlich gemachte "repräsentative Umfrage" eines rennomierten Meinungsforschungsinstituts. Natürlich kann man bei einer Stichprobe von 2800 Befragten keine genauen Zahlen hinter dem Komma erwarten. Aber die Auswahl der Befragten erfolgt i.d.R. handwerklich sauber nach bewährten Methoden.
Vielleicht sollten Sie einfach mal recherchieren, was eine Umfrage repräsentativ macht. Einfach nur eine Behauptung in den Raum stellen .. ist nett aber nutzlos.

Deutsch-Türken können auch kritisch denken

Alle Deutsch-Türken, die ich kenne, halten nicht allzu viel von Erdogan, finden ihn nationalistisch oder gar peinlich. Ich habe allerdings auch keine AFD-Anhänger in meinem Freundeskreis.

"mein Land"

"mein Land" - warum wohnt er dann hier? Diese Gründe würden mich wirklich interessieren... Oder warum man nicht zurückgeht in das Land, was so erfolgreich "auf Augenhöhe" agiert... Warum? Leider kenne ich zu wenig (Deutsch-)Türken, um diese selbst fragen zu können. Würde ich gerne mal mehr drüber lesen!

Parallelgesellschaften

Meine Zustimmung zum Kommentar von "ein Zuschauer".

Wenn sich Deutschtürken selbst in der dritten Generation primär als Türken empfinden und nicht als Bürger ihres Einwanderungslandes, dann sollten sie sich doch überlegen, ob sie sich nicht besser in ihrem "Heimatland" niederlassen sollten. Der vielfach von ihren bewunderte Erdogan wird ihnen dann auch aus anderer Perspektive erscheinen.
Das ist eine eigenartig schizophrene Haltung. Eine Bereicherung für die deutsche Kultur und Gesellschaft sind solche Menschen nicht, weil sie sich ihr einfach nicht öffnen, sondern sich abkapseln. Solche Parallelgesellschaften kann niemand wollen.

@birdycatdog

"Dieses Niveau setzte sich in den folgenden Generationen überwiegend fort - u.a. wegen fehlender Integration"

Ich glaube, die Betonung liegt hier auf "überwiegend".
Es gab sehr viele der frühen Arbeiterfamilien aus der Türkei, die erkannt hatten, dass ihre Kinder hier gute Bildungschancen haben, egal, ob sie selbst sich gut integrieren konnten oder nicht. Entsprechend gibt es viele jüngere türkischstämmige Erwachsene die studieren oder eben bereits einen hohen Bildungsabschluss haben.

Um seinem Kind das zu ermöglichen, muss man aber eine gute Bildung überhaupt als einen Wert erkennen und oft auch andere Bedenken überwinden (wird das Kind dann nicht auf uns herabsehen; werden die eigenen Arbeitskollegen sagen: "Na, Ihr wollt wohl was Besseres sein?" - o. Ä.).

Das war bei den deutschen Arbeiterfamilien der 50er/60er, sogar 70er Jahre aber oft auch nicht anders.
D. h. als Erstes muss man sich selbst bewegen und überwinden, und das gilt umso mehr, wenn man in ein anderes Land geht.

@ Lambrecht.

Doppelte Staatsangehörigkeit gibt es nicht nur für türkische Staatsbürger. Türken leben hier seit über 50 Jahren und haben bis vor wenigen Jahren keine Probleme gehabt. Seit einigen Jahren haben wir Welche z.B. AfD, NSU... Deutschlad wird immer Rechter auch wenn einige sich selbst es nicht eingestehen wollen.

Dsa habe ich vor Jahren

schon festgestellt und auch hier beschrieben wie die Stimmung unter den türkischen Kollegen in meiner Firma ist. Fast alle pro Erdogan.
Dafür habe ich dann einen roten Balken bekommen. War wohl damals rechts und Nazi und bäxx. Und jetzt? Nicht mehr rechts?

@ Kowalski

"Schade. Ich war Austausch-Student in Cambridge, als die Engländer gegen Deutschland im Elfmeterschießen raus geflogen sind. Der ganze Pub hat geweint, ich auch."

Wir als Menschen ohne eine ausgeprägte nat. Identität haben es auch wesentlich einfacher, uns einer Mehrheitsgesellschaft anzupassen. Auch ich habe der chin. Fußballmannschaft 2012 in Shanghai gegen die dt. Mannschaft fest die Daumen gedrückt & bin immer noch ob des 2:2 traurig.

Das Problem ist doch: Integration hängt vor allem im hohen Grade von mir selbst ab & von dem Willen, mich als Teil einer Gesellschaft fühlen zu wollen, im Wissen, dass ich für diese trotzdem immer ein Ausländer sein werde, was natürlich bei Chinesen & Europäern allein auch schon äußerlich bedingt ist.
Bei vielen mir bekannten Deutschtürken wird jedoch Integration nicht als eigene Leistung verstanden, sondern eher als Anpassungsdruck empfunden. Druck ist dabei immer etwas sehr Negatives & wird abgelehnt. Ergebnis: Intergration gescheitert.

@RoyalTramp

Da verwechseln Sie etwas. Niemand muss beweisen, dass er kein Gülen-Anhänger ist. Nein, so läuft das in der Türkei nicht. Da müsste man ja 80 Millionen Menschen verdächtigen. Ob man Gülen-Anhänger ist oder nicht, dass findet der Staat schon heraus.

Übrigens viel besser als wie damals im Nachkriegdeutschland, wo viele Nazis durchs Netz geschlüpft sind.

um 20:28 von pxslo

@Günther Lamberth

/"Warum gibt es diese Probleme nur mit einer einzigen Gruppe?"/)

"Was für Probleme?"

Der Platz hier und die Zeit reicht nicht aus, um die Probleme aufzuzählen.
Bei den Sprachkenntnissen fängt es an und hört mit Rücksichtlosigkeiten anderen gegenüber (Lautstärke z.B. als Besucher im Krankenhaus, Verweigerung der Kooperation gegenüber weiblichem Personal usw.) noch lange nicht auf. K e i n e andere Bevölkerungsgruppe fällt derart unangenehm auf.
Allerdings kenne ich auch Türken, die deutlich sagen, dass sie sich für ihre Landsleute schämen.
Und ich schäme mich für manche Deutsche im Ausland.

@ RoyalTramp

4. Zeigt der Fall Yücel nur allzu deutlich, den Unsinn mit der doppelten Staatsbürgerschaft.

Das halte ich für völligen Quatsch. Deniz Yücel ist nicht verhalftet worden, weil er einen türkischen Pass hat, sondern er ist völlig zu Unrecht verhaftet worden. Wenn man nichts getan hat, ist es doch völlig schnurz, wo man geboren wurde oder welcher Stempel außen aufm Pass steht. (Und wenn man was angestellt hat übrigens auch.)

@DARK-MAN

Wir sind uns einig.
Jedes Volk kann der Verblendung zu jeder Zeit unterliegen. Echte Freundschaft bleibt nur unter Weltbürgern bestehen, die aufgrund guter Integrationsfähigkeit überall zu Hause sein könnten und vor allem ihr Heimatland harter Kritik unterziehen.

Politik und persönliches Umfeld

Das teilweise schwierige Verhältnis mancher Türken zu Deutschland ist kein typisch Türkisch-Deutsches Problem. Es ist genauso feststellbar in den Niederlanden und Belgien. Auch dort werden die gleiche Sachverhalte zunehmend bemängelt. Sehr wohl eine Bestätigung das die Politik stark das Zusammenleben beeinflusst hat. Es gibt hierfür auf beiden Seiten Interessen, die in vielen Fällen die persönliche Gegebenheiten zuwiderlaufen. Lässt man jedoch sich nur von der externe Politik leiten so ist es schwierig auf Dauer so zu leben. Vielleicht ist dies auch wohl eine Absicht dieser Politik.

Erdogan ein Mann von Welt?

Es kam hier im Verlauf einige Male die Frage auf, warum es denn nur mit den Türken Probleme gibt und nicht mit anderen Ausländern wie z.B. Griechen oder Italienern.

Das es nur mit Türken zu Problemen kommt stimmt nicht.
Durch permanente Wiederholung wird ein Gerücht auch nicht wahrer.
Menschen, egal welcher Herkunft, sind eben nur Menschen und daher nicht unfehlbar.

Das, womit viele in Deutschland und in Europa ein Problem haben, ist, denke ich, dass die Türken, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ausländern eine andere Religion haben sprich Muslime sind.

Der Islam und die Muslime werden seit Jahren durch den Kakao gezogen.
Die Türken sind verständlicherweise stolz auf ihren Präsidenten der sowohl nationale als auch religiöse Interessen so vertritt, wie es bis Dato kaum jemand geschafft hat.

@ pxslo

Im Übrigen, werter @ pxslo, sind es auch viele der jetzt hart bedrängten Familien, die dabei mitgeholfen haben, dass die Türkei wirtschaftlich so gut dasteht, wie sie es derzeit tut. Denn Erdogan hätte nichts erreichen können, wenn es nicht die vielen fleißigen Hände... angefangen von den Bauern bis hin zu den Akademikern... gegeben hätte.

Es ist eine Schande, dass nun ausgerechnet die Menschen, die auch dabei mitgeholfen haben, den türkischen Traum... Ihren (!!!) türkischen Traum... mit ihren eigenen Händen und harte Arbeit zu realisieren, sind jetzt leider zu Gejagten geworden.

Frage an Sie, @ pxslo: Was haben Sie eigentlich persönlich geleistet, um die Türkei wirtschaftlich groß und stark zu machen? Insofern fordere ich von Ihnen Demut gegenüber all denjenigen ein, die in der Türkei nun die schwärzesten aller Zeiten durchleben müssen!

@Misses Figg 21.36

das ist wieder mal so ein typischer nicht durchdachter Spruch von Martin Schulz, politisch korrekt aber weltfremd und dämlich. Ich habe in Frankreich gelebt und gearbeitet. Da hat mich Niemand an der Hand genommen zu Behördengängen, mir eine Wohnung zu finden oder Französischkurse bezahlt. Ich habe aber schnell gut Französisch gesprochen und mit Kollegen abends in der Brasserie Französisch gelernt wie die Franzosen reden. Wer nicht wusste, dass ich Deutscher war hätte es nicht gemerkt. Integration muss man selbst wollen, dazu gehört der Wille, sich einzubringen und anzustrengen

@ Kowalski

Es ist eben nicht Quatsch.

Yücel hat sich mehrfach prokurdisch und kontra Erdogan geäußert, sowohl in deutschen Medien, als auch als Gastjournalist bei (mittlerweile gesperrten) türkischen Medien. Insofern hat er nach der Lex Erdogan tatsächlich gegen das Recht gestoßen, auch wenn es nach unserem Verständnis nach nicht der Fall ist (zumal sowas bei uns durch Meinungsfreiheit gedeckt ist).

Aber als türkischer Bürger in der Türkei unterliegt er nunmal der türkischen Rechtsprechung und ich verwahre mich dagegen, dass Deutschland diesbezüglich jetzt darüber hinaus reichende Maßnahmen durchführen sollte, denn die deutsche Rechtsprechung kann für die Türkei keine Gültigkeit in Anspruch nehmen!

@Anna Elisabeth

"Und ich schäme mich für manche Deutsche im Ausland."

Also fürs falsche Verhalten Fremdschämen ist in Ordnung - ganz menschlich.

Aber Sie schämen sich nur für manche Deutsche im Ausland? Und was ist mit hier?

@ holzkopp

Nicht repräsentativ. Tut mir ja Leid aber bei mehreren Millionen Türken ist eine verschwindend geringe Zahl von 2800 Personen nicht repräsentativ!

In der Schule haben wir wohl hoffentlich alle gelernt, dass eine repräsentative Stichprobe nicht unbedingt etwas mit der Größe zu tun hat. Wenn man in der Bundesrepublik eine vernünftige Wahlbefragung machen möchte, reichen etwa 1000 repräsentativ aber zufällig ausgewählte Personen. Denn dann kommt man bei einer Partei mit einem Wähleranteil von etwa 30% auf eine Standardabweichung von etwa 1,5%.

Sind das jetzt

Deutsche Staatsbürger mit türkischen Wurzeln? Oder Türkische Staatsbürger, die in Deutschland leben? Oder haben sie gar beide Staatsbürgerschaften, und fühlen sich mal als Deutsche, mal als Türken, je nachdem?

@ kowalski

"Alle Deutsch-Türken, die ich kenne, halten nicht allzu viel von Erdogan, finden ihn nationalistisch oder gar peinlich. Ich habe allerdings auch keine AFD-Anhänger in meinem Freundeskreis."

Nun ich kenne auch viele Türken, die meisten sind aber aus der Van Ecke, Diyabakir und ähnlichen Gebieten, da hängen in den Wohnungen auch keine türkischen Fahnen...
Und nein Erdogan Fans kenne ich nicht viele...

Unter den afd Anhängern finden Sie aber vermutlich auch nicht soviel Erdogan Fans..

Die Loyalität gehört Ankara

braucht es da erst ne Umfrage
um das zu erkennen
wie naiv muß man denn sein

Hauptproblem Parallelgesellschaft

Selbst die Kindersender Planet Cocuk, und TRT Cocuk unterbrechen ihr Programm für nationalistische Werbeclips. Freie Sender gibt es bei den in DE empfangbaren Sender nicht. Sie stehen alle hinter Erdogan, und verbreiten ihre Agenda von angeblichen Gülen Netzwerken, genauso wie die Tagesschau ihre transatlantische Sichtweise der Dinge schildert. Zumindest sind sich beide Agenturen noch einig, dass Assad sein eigenes Volk vergast, und Saudi Arabien und MBS für Reformen stehen.

@holzkopp 21:55

Zitat User holzkopp:
»Das, womit viele in Deutschland und in Europa ein Problem haben, ist, denke ich, dass die Türken, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ausländern eine andere Religion haben sprich Muslime sind.

Der Islam und die Muslime werden seit Jahren durch den Kakao gezogen.«

Auch andere Religionen werden hier "durch den Kakao gezogen", nur haben deren Anhänger damit meist weniger Probleme.

20:39 von AK47

Und bei den hier lebenden Türken darf man vermuten, dass ein nicht unerheblicher Teil Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung schon in jungen Jahren erleben durfte.
.
warum ist es dann zum Beispiel bei Kroaten anders
die sprechen selbst in der Familie deutsch
gibt's so was in türkischen Familien
nur mal so ....
Aygül Özkan eine Ministerin in Niedersachsen, sogar in HH geboren,
ihr Kind lernte deutsch im Kindergarten
also meine Frau ist nicht hier geboren, wurde eingebürgert,
bemühte sich zu integrieren, fühlt sich nicht ausgegrenzt
unser Kind spricht deutsch und nur deutsch

Ich kann nur jedem diesen Artikel einer DEUTSCHEN mit türkischen

Wurzeln empfehlen.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article158362071/Misch-Dich-bloss...

Nuray Cesme schildert wie sie nach DE gekommen ist und wie sie beide Welten erlebt/durchschritten hat. Intellektuell bedeutet auch Verständnis aus dem Verstehen und Kausalitäten ableiten zu können - einfach weiter zu denken.

Cesme schildert die türkische Parallelwelt als Realität, abgeschottete Stadtteile innerhalb unserer Städte, wo niemand sich mit uns und oder gar unserer Kultur befassen muss.

Eine Lehrstück für Politik und Medien von einer die weiß worüber wir auch hier wieder reden. Alle Jahre wieder feiern wir das Weihnachtsfest, alle Jahre wieder befassen wir uns mit einer Volksgruppe, die sich anders als alle anderen Mitbewohner unseres Landes geradezu einem selbst geschaffenen Opferkult hingibt und vergisst, man kam freiwillig zu uns.

Ich würde im Ausland nie auf die Idee kommen mann müsse nun mir und meinen Vorstellungen oder Wünschen nachfolgen.

Ich bezweifele, dass es

Ich bezweifele, dass es früher viel anders war. Ich habe genug Freunde aus der Türkei und das war schon immer so, wie hier im Artikel beschrieben. Ich sehe nur nichts Negatives dabei. Das ist neutral zu bewerten und betrifft nebenbei nicht nur die Türken. Weil man in Deutschland geboren wurde und hier lebt ist das kein Grund loyal zu Deutschland zu sein. Wen es so wäre, wären wir in einer Diktatur. Es gibt 1000 verschiedene Gründe wieso man für einen bestimmten Wohnort sich entscheidet, falls Loyalität überhaupt eines davon ist, dann ziemlich unbedeutendes.
Außerdem sollen wir nicht so tun, als ob das Wort Integration objektiv definierbar ist. Man kann also nicht sagen, dass die gut ungrierten eher gegen Erdogan sind. Das geht einfach darauf hinaus, dass man nur die zu integrierten erklärt, dessen Meinung man teilt. Nebenbei würde ich die Schuld auch nicht bei Erdogan suchen. Wieso nicht bei Merkel? Hier sind einfach zwei Sturrköpfe aneinander geprallt.

AKP Filialen

Als vor 3 Wochen Amnesty International vor dem Konsulat in Karlsruhe einen Fahrradanhänger mit Plakat abstellte, war sofort die Polizei vor Ort. Der umgehende Platzverweis diente dabei vor allem einem - dem Schutz der Gesundheit des AI Mitglieds, dessen Aktion direkt den Zorn älterer bärtiger Türken, Kopftuchträgerinnen, und Vertreter des AKP Regimes auf den Plan rief. Fehlende Bildung wird hier durch den Islam kompensiert, damit ist man per se ein besserer Mensch, fehlendes Selbstbewusstsein durch einen Führerkult. Schweinefleischfresser und Kartoffeln kennt in der Großstadt jeder Grundschüler. Eine Mehrheit der Bildungs- und Integrationsverweigerer lehnt westliche Werte wie Bildung und den Staat ab. Erdogan hat es auch ohne Studium zum Multimillionär geschafft, sein korruptes handeln und seine Familie ist für viele Vorbild. Eine Steuerehrlichkeit gibt es in der Türkei genausowenig wie die Verkehrsregel Rechts vor Links.

20:56 von altes Haus

1. Erdogan repräsentiert nicht, sondern er spaltet die Türken in der Türkei und er spaltet die Türken in Deutschland.
.
also in Stuttgart stimmten 66 % für Erdogan
denke das ist recht eindeutig
wie Deutschtürken sich entscheiden würden ... Mutmaßungen ... weil ich sehe nur mein Umfeld - und würde dies so bestätigt

Türkei was ist das problem??

Ich habe in referandum mit nein gestimmt und bin kein erdogan anhänger.

Immer diese einseitige deutsche berichte über Türkei und Türken mach mich platt.

Seit 50 Jahren waren auch linke in Regierungs türkei und 50 Jahren werden die türKen schlecht geredet bzw lügen über Türken... in medien.

Viele Türken werden auch in den nächsten jahren ihre Herkunft nicht schlecht reden.

Türken bezahlen steuer haben die meisten Gelder ihres Einkommen in BRD.

20:59 von lesezeichen2705

Wer bspw. grundsätzlich ausschließt einheimische Deutsche zu heiraten, will sich abgrenzen und zeigt letztendlich sein rassistisches Gedankengut.
.
das ist so nur teilweise richtig
gelegentlich heiratet ein Türke ne Deutsche
dass eine Türkin aber einen Deutschen heiratet,
kennt einer so nen Fall ?

@ Holzkopp Sind nur Türken Muslime ???

Die meisten Türken sind Muslime, das ist richtig. Aber auch nicht zwingend, es gibt da ausnahmen.

Aber ich kenne genügend andere Menschen, die Muslime sind und nicht aus der Türkei stammen. Bei denen ist der Islam ganz gut mit deutschen Werten vereinbar. Übrigens ist das auch fast bei 100 % der mir persönlich bekannten türkischstämmigen Mitbürger so

Und noch eine Beobachtung: Vor gar nicht so langer Zeit waren strenge Muslime oder Imame sogar irgendwie etwas besonderes, man betrachtete die strenge Religiosität als etwas herausragendes. Bis der Islam als Begründung für politischen Terror herhalten musste und stark an ansehen verloren hat.

Aber es ist schon seltsam: Türken in ganz Europa fühlen sich nirgendwo richtig heimisch.

Aber das wird nicht ewig so bleiben. Bei jeder Generation bröckeln die alten Traditionen und Vorstellungen, dauert bei manchen nur länger, schließlich hat meine Oma auch Kopftuch getragen, als strenge Katholikin und CDU Wählerin. Nicht lange her...

Trennung von Politik und Land

Ich verstehe bei vielen Menschen nicht warum sie Politik und Land/Nation nicht trennen können.
Finde ich die chinesische Regierung gut: Nein
Mag ich China und interessiere mich dafür: Ja
Ähnlich ist das in dem Fall mit der Türkei.

Warum denken so viele, dass, wenn man die aktuelle Regierung Erdogans kritisiert auch die Türkei als Ganzes kritisiert?

Da wird anscheinend ohne Unterscheidungsfähigkeit Kritik eines Politikers direkt auf das Land umgemünzt.
Erdogan ist nicht die ganze Türkei und die Türkei besteht nicht nur aus Erdogan.

21:27 von heinerwiegel

Da sitzt ein deutscher Staatsbürger seit Monaten in Geiselhaft ohne Anklage
.
also meines Wissens ist der mit seinem türkischen Pass eingereist

Das frühere Deutschland

Also vor dem ersten Weltkrieg kamen viele Migranten aus Polen. Die hatten massiv mit Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. Nach dem 2. Weltkrieg kamen dann die Italiener. Auch das gleiche Problem. Mit hat mal ein älterer Italiener erzählt, dass Italiener damals in viele Lokale nicht hineingelassen wurden.

Das gleiche erlebten dann später die Türken. Nur hier kommt mit dem Religionsunterschied noch eine Komponente dazu. Und da der Islam momentan mit Vorurteilen zu kämpfen hat, haben es die Türken noch schwerer. Viele ziehen es daher vor sich zurückzuziehen. Ich finde das sollte man auch respektieren. Wie heißt es so schön: "Es möge jeder nach seiner eigenen Façon glücklich werden"

23:26 von Misses Figg

abgeschottete Stadtteile .... wo niemand sich mit uns und oder gar unserer Kultur befassen muss.
.
womöglich ist das von den Bewohnern gewollt ?
sich so ihre eigene Lebensart zu erhalten
scheinen aber einige hier nicht zu realisieren

@fixik - Weil sie vieles ausblenden ist das Thema bei ihnen

nicht präsent.

Am Ende ihres Beitrags begrenzen sie das Thema auf Merkel -Erdogan. Um die geht es aber gar nicht, zumindest nicht um Merkel, die sich nicht in die Politik der Türkei einmischt.

Es geht um die Menschen die aus der Türkei zu uns gekommen sind, beschlossen haben hier zu leben. Wie dieses Leben bei vielen aussieht schildert der Beitrag von Nuray Cesme sehr deutlich.

In den letzten Jahren haben wir mit zunehmender Schärfe eines unter uns Lebens, nicht aber mit uns aufgenommen. Viele Türken bringen das in ihren Statements auch unmissverständlich so zum Ausdruck.

Bei keiner anderen Bevölkerungsgruppe finden wir dann
- Kopftuchdebatten
- Niquab/Burka (allgem. durch Islam)
- getrennter Schwimm/Sportunterricht
- keine Klassenfahrten für Mädchen
- KITAs/Schulen ändern die Speisepläne
- Schulabbrecherquote höher als bei anderen
- unsere Werte werden zunehmend in Frage gestellt
- Zwangsehen
- Ehre/Morde
- Schächten
- Religionsunterricht (Politikum)
- Halal/Haram
- Ungläubige

Darf nun auch noch mal darauf

Darf nun auch noch mal darauf hingewiesen werden, dass vieles davon mit dem Islam zu tun hat (Erdogan will den Kemalismus abschaffen und wieder einen religiösen Staat schaffen) und dass - wenn selbst hier geborene - die Regeln des Islam über die Regeln Deutschlands halten?

Dies ist kein deutsches Problem, denn ich habe ein Interview mit einer in England geborenen Muslima gehört, wo diese in letzter Konsequenz die Scharia mit allen Konsequenzen (Homosexuelle steinigen, Ehefrauen dürfen vom Mann geschlagen werden, fremd gehen ebenfalls brutale Strafen, ...) will.

Oh und dann noch die ketzerische Frage: Hatte PEGIDA doch recht?

@um 23:32 von fixik
Erdogan ist seit 2003 an der Führung des Staates beteiligt und seit diesem Zeitpunkt betreibt er den Umbau des Landes. Das ist auch so etwa der Zeitpunkt an dem ich eine Veränderung festlegen würde, denn die 40 Jahre vorher war Scharia nie ein Problem und auch Ehrenmorde gab es eher nicht. Es hat sich vieles verändert … aber nicht bei uns.

Von deutschen Fake-News und Erdogans Wahrheiten?!

An die ganzen Erdogan-Anhänger hier im Forum, die Märchen von deutschen Fake News und Wahrheiten im Türkischen TV berichten:

Es gibt noch weitere Länder. Soll heißen, lesen Sie doch einfach Mal News von verschiedensten ausländischen Nachrichtenseiten, damit meine ich weder deutsche, noch türkische. Etwas über den Tellerrand schauen hilft manchmal. Zumindest dürfte sich die Beschuldigung, die Deutschen wären neidisch, dann bald in Luft auflösen. Es gibt da nämlich noch in vielen anderen Ländern kritische Berichterstattung...

Es häbgt vom Mensch und Umfeld ab

Mein breiter deutscher Freundeskreis würde sagen: deutschtürke, integriert, Moslem, Master in Architektur, tolerant und ein Mensch, der bei Anderen nur zwischen Recht und Unrecht entscheidet und nichts anderes wie Hautfarbe, Religion, Ethnie usw. dennoch stehe ich bei dieser einseitigen Berichterstattung hinter der Türkei. Früher auch Pro-Erdo und AKP, doch der Zenit ist weit überschritten. Leider gibt es wahrscheinlich keine seriöse Konkurrenz zu Erdogan auf politischer Ebene in der Türkei. Achja, ich habe zu einem großen Bedauern meiner deutschen Freunde die Afd gewählt und etliche Türken (egal ob Pro oder Contra zu Erdogan) für die Afd gewonnen bei den Wahlen. Die deutschen Medien haben alles auf die Spitze getrieben und das Verhältnis der beiden Länder verschlechtert. Gruß.

@xpeace

"Eine Steuerehrlichkeit gibt es in der Türkei genausowenig wie die Verkehrsregel Rechts vor Links."

Die Steuerehrlichkeit ist in der Türkei viel höher als in so manch einem Euro-Staat. Dafür sprechen schon die Rekordeinnahmen des Finanzamtes.

"Eine Mehrheit der Bildungs- und Integrationsverweigerer lehnt westliche Werte wie Bildung und den Staat ab. "

Das gilt sicherlich nicht für die Türkei. Die Erdogan-Regierung hat die Zahl der Universitäten vervierfacht - und das in nur 15 Jahren! Auch wird alles modernisiert. Jeder Schüler bekommt kostenlos alle 4 Jahre ein Tablet-PC. Jede Schulklasse bekommt eine elektronische Tafel - also nix mehr mit Kreide. Und und und. Es wird also viel investiert in Schülerinnen und Schüler.

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