Kommentare

GroKo-ein wahrliches Unding

So, wie für die Union die Bürgerversicherung ein Unding ist, so ist eine Neuauflage der GroKo ein Unding. Damit würden uns weitere vier Jahre Stillstand und Rückschritt beschert werden. Die Unterschiede zwischen SPD und Union sind eben zu groß. Das wird nichts.

die Naivität hält einzug ...

mehr Gerechtigkeit im Gesundheitssystem. Schnellere Termine, Chefarztbehandlung, Einzelzimmer wären im neuen System nicht mehr automatisch Privileg von Privatversicherten.
.
warum nicht das Recht, für den Preis eines Kleinwagens dann ne S Klasse kriegen ?
oder zum Preis eines versifften Zimmers ne Villa am Starberger See
Qualität hat seinen Preis
wenn ich die Chefarztbehandlung will, von einem Menschen der seine Arbeit entsprechend ernst nimmt, sich weiterbildet, Engagement zeigt, sollte ich mich natürlich auch fragen wie es mit meiner Motivation bestellt ist, die sich womöglich auf das Stütze holen beim Amt beschränkt

aufpassen !

Wenn die Union das mitverhandeln sollte wird es für die unteren Lohngruppen wieder teuer !!

Auch die Bürgerversicherung

Auch die Bürgerversicherung könnte noch vor irgendeiner Regierungsbildung von den MdB sofort umgesetzt werden. Genauso wie das schon vor 4 Jahren während der Koalitionsverhandlungen mit den Abgeordneten der Grünen, der Linken und der SPD hätte die umgesetzt werden können. Und da die SPD schon damals kläglich versagt hat, wird ihr das auch heute nicht wirklich ernst sein mit der Bürgerversicherung.

Das ist richtig

Alle Neuberufstätige müssen in eine Bürgerversicherung aufgenommen werden. Das alte Krankenkassensystem muss auslaufen. Jeder, ob Selbstständig/e, Beamter/innen, Angestellter/e oder Arbeiter/ innen müssen in eine gemeinsame Krankenkasse einzahlen. Alles andere ist auf Dauer unrealistisch .

Wie so kann die SPD

ihre Politiker und damit meine ich nicht die Basis, sie nicht endlich dazu bewegen, ihren Mund zu halten!
Wenn das nicht nur ein Gerede von Herr Schulz ist, dann soll zum Schluss doch die Basis abstimmen! Und in der Basis sitzen auch Minister aber sie sind nicht in der Mehrzahl sondern am meisten sitzen da Politische Menschen die noch an die Partei und an das wohl der Bürger denken. Und darum mache ich mir keine Sorgen!
Frau Merkel kann sich in der Zukunft kaputt Regieren! Spätestens danach gibt es NEUWAHLEN!

Turbo in die 2-Klassen Medizin ?

Wo sieht Hr. Montgomery die Gefahr eines Turbo in die 2-Klassen-Medizin ?
Wenn ich als Kassenpatient 9 Monate auf einen Facharzttermin (im konkreten Fall ein Hautarzt) warten muss, und mein Vorgesetzter als Privatpatient maximal 1 Tag, dann kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden - zumindest für die Kassenpatienten.

Das Streben der Konservativen gegen die Soziale Gerechtigkeit...

...und auch der zukünftigen Bezahlbarkeit.

So hört es sich an, wenn die sog. konservativen bürgerlichen sich gegen das Grundsatzprinzip unseres Staates wehren.

Eine Bürgerversicherung hat mehr Vor- als Nachteile.
Nicht nur finaziell.
Nein auch wäre aller Wahrscheinlichkeit nach die künftige Versorgung besser.

Und dann bitte gleich eine große vernügtige Gesundheitsreform hinterherschieben.
Alleine dieser Schwachsinn von Fallzahlen in den Krankenhäuser dient alleine den Kassen u. nicht den kranken Patienten.

Wenn dann noch die Pflegevers. auf den Prüfstand kommen würde, wären wir auf einen guten Weg.

Und was heißt denn hier 20% Partei?
Die 33% (26,8% der CDU/ Rest CSU) gemeinsam sind auch nicht viel besser.

Die Bürgerversicherung ist

Die Bürgerversicherung ist nicht schlecht, jedoch vermisse ich bei der Aufzählung der Einzahler die Politiker. Wer mehr möchte kann sich gerne zusätzlich versichern. Die CDU sollte darauf eingehen. Der Schaden in der Gesundheitsbanche wird sich in Grenzen halten, da die Reichen die zusätzlichen Angebote in Anspruch nehmen werden.

Gute Idee

Die Priv. Krankenversicherung ist ohnehin kaum mehr bezahlbar, die Kosten dafür sind in den letzten Jahren laufend gestiegen. Die "besseren" Leistungen dafür jedoch sind marginal. Andererseits war es für Privatversicherte kaum mehr möglich, wieder in eine gesetzliche KV einzusteigen.
Eine Abschaffung dieses Systems wäre ein Segen für viele Versicherte

Angela Merkels Machterhalt

die so genannte Groko die bei zusammen knapp über 50% keine Große Koalition mehr ist wäre die schlechteste Option für Deutschland. Sie würde weiterhin nur einem Ziel dienen. Dem Machterhalt von Angela Merkel. Ohne Vision, ohne Ziel für Deutschland und Europa. Immer der kleinstmögliche Kompromiss so wie es Angela Merkel diesen definiert. Das kann auch das Gegenteil von festen Standpunkten der Union sein. Beispiele in ihrer Regierungszeit gibt es genug. Daher würde sie wohl auch die Bürgerversicherung schlucken. Was das für die Union bei den nächsten Wahlen bedeutet und das weitere Erstarken der AFD oder einer neuen rechtskonservativen Partei ist absehbar.

Man

darf davon ausgehen, dass die SPD mit Schulz auch beim Thema Bürgerversicherung so einlenken wird , dass eine solche nicht stattfindet, oder aber so entstellt wird, dass alles beim Alten bleibt, mit ein paar kleinen Änderungen, die dann als Super Kompromiss verkauft werden.

blauäugig

dass eine Bürgerversicherung zu mehr Gerechtigkeit und zur Aufhebung der Zweiklassenmedizin führt, wage ich zu bezweifeln.
Denn die höherwertigen und teureren Leistungen, die in der Grundversorgung nicht abgedeckt werden (und auch nicht abgedeckt werden können), werden dann eben denjenigen offenstehen, die sich eine Zusatzversicherung leisten können.

Ohne Bürgerversicherung keine GroKo?

Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Bürgerversicherung, in die auch die Beamten, die Selbständigen und die Politiker einzahlen müssen, steht doch schon lange auf dem Programm der SPD. Sie wurde aber immer wieder von der Union verhindert.
Und sehr viele Bürger wollen, dass keine Unterschiede mehr zwischen Privatversicherten und gesetzlich Versicherten gemacht werden. In der Schweiz und in Österreich klappt das doch auch. Alle zahlen ein und bekommen, was ihnen zusteht. Wer mehr will und das Geld dazu hat, kann sich dann zusätzlich privat versichern.

Pro Minderheitsregierung

Ich hoffe nach wie vor, dass es zu einer Minderheitsregierung kommt. Dann wäre es z.B. möglich eine Mehrheit für die Bürgerversicherung im Bundestag zu erreichen, auch dann, wenn die Regierung dagegen stimmt. Eine großartige Chance für die Demokratie! Allerdings wäre generell wesentlich mehr Überzeugungsarbeit für gewisse Standpunkte im Parlament nötig.... was gerade für Frau Merkel sehr unangenehm werden dürfte. Vier weitere Jahre die Raute machen und alles aussitzen wären dann schlichtweg nicht mehr möglich.

Erpressung?

Bundesärztekammerpräsident Frank-Ulrich Montgomery spricht von einem "Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin" und befürchtet eine Verlängerung der Wartezeiten, Rationierung und Begrenzung der Leistungskataloge. Er befürchtet zudem, dass der medizinischen Versorgung Mittel in Milliardenhöhe entzogen würden. Auch Innovationen bei Diagnostik und Therapie würden so gehemmt.
Für mich klingt das nach einer umformulierten Erpressung durch den Bundesärztekammerpräsidenten. Ich vermute Sinngemäß meint er mit seiner Aussage: "Wenn die Bürgerversicherung kommt, werden wir uns quer stellen"

Das sich der Beamtenbund hier quer stellt, zeigt nur, dass er ein Lobbyverband für Spitzenbeamten mit (viel zu hohen) Bezügen ist. Denn die kleinen Beamten, mit geringerem Einkommen (und das sind die meisten), würden auch von einer "Bürgerversicherung" profitieren.

Alles in allem der erste vernünftige Vorschlag der sPD, seit der Entspannungspolitik gegenüber DDR und Sowjetunion.

Wieder mal Dobrindt

"...Dobrindt ... betonte, dass eine 20-Prozent-Partei nicht 100 Prozent ihrer Forderungen umsetzen könne." Genau dasselbe sagte er zu den Grünen und der FDP bei den geplatzten Jamaika-Sondierungen, etwas anderes scheint ihm offenbar nicht einzufallen. Ausgerechnet er, der während seiner Amtszeit auf ganzer Linie versagt und sich als einer der unfähigsten Minister präsentiert hat, die das Land je ertragen mußte, tut so als hätte er die Wahl im Alleingang gewonnen.
Und wieviel Prozent hat seine CSU bekommen...? Richtig, weit weniger. Also soll er sich einfach mal mit derart unqualifizierten Aussagen zurückhalten.

Zitat des Tages

"Eine 20%-Partei kann nicht 100% ihrer Forderungen umsetzen!" - Alexander Dobrindt, CSU (6,2%)

re nie wieder spd

"Auch die Bürgerversicherung könnte noch vor irgendeiner Regierungsbildung von den MdB sofort umgesetzt werden."

Woher wissen Sie denn, wie viele Abgeordnete einem solchen Gesetz zustimmen würden?

Vermutlich zählen Sie einfach Fraktionen zusammen - aber wenn in einer Regierung Fraktionen geschlossen abstimmen, wird über Fraktionszwang gejammert.

Mal so, mal so, wie's gerade passt ...

Eine fast git Idee der SPD

Nur die Beitragsbemessungsgrenze gehört abgeschafft jeder soll seinem Einkommen entsprechend einzahlen.Und wenn man schon dabei ist sollte das auch für die Rente eingeführt werden. Jeder sollte den gleichen Prozentsatz von seinem Lohn ,Einkommen für Gesundheit und Rente bezahlen und dafür bekommt jeder die gleiche Leistung. Wer mehr verdient kann ja gerne auch noch in eine Private Zusatzversicherung einzahlen und erhält dann auch mehr Leistung aber die Grundleistung aus gesetzlicher Versicherung sollte alleGesundheitsrisiken abdecken bis hin zu einem 2 Bett Zimmer im Krankenhaus. Genauso bei der Rente ,die sollte sich nach 45 Jahren Arbeit am Mindestlohn orientieren ohne irgend welche Abschläge .Wer kommt bloß auf die Idee das Jemand der in Rente geht mit 50% seines vorherigenLohnes leben kann. Nach 45 Jahren Arbeit 1500€ Rente .Wer mehr verdient kann auch hier privat vorsorgen. Und auch Manager mit Millionengengehältern würden sich dann solidarisch zeigen und mit einzahlen.

Ein gutes Zeichen

... ist es, wenn sich Lobbyverbandsprecher wie Montgomery so vehement gegen eine Bürgerversicherung aussprechen und hier regelrecht den Untergang des Abendlandes prognostizieren. Also, wann wenn nicht jetzt. Liebe SPD! Wenn die Bürgerversicherung kommt und damit mein Vater wieder bezahlbar krankenversichert sein wird, habt ihr eine Stimme zurück. Meine.

Und das ist gut so. Das haben wir schon heute.
Wir brauchen deshalb auch keine "Bürgerversicherung". Was wir brauchen ist eine unabhängige Kontrollinstanz für die Kassen. Unsere Beiträge sind für die Kassen ein Selbstbedienungsladen für Eigeninteressen.Deswegen kann bei den Versicherten eben nur noch ein Minimum an Leistung ankommen. Das ändert die "Bürgerversicherung" auch nicht.

@Sisyphos3

ja genau, weil alle Menschen arm sein wollen und arm = faul ist.

Ein guter Freund von mir ist Tischlermeister und Selbstständig, arbeitet 50 Stunden die Woche und bezahlt so viel Selbstständigen-Versicherung, dass das nicht nur einen großen Teil seines Lohns aufisst, sondern er sich teure Zusatzversicherungen auch gar nicht leisten könnte.

Aber natürlich ist es "Naivität" der Leute zu glauben Arm und Reich seien kein Gottesgeschenk und eine "natürliche Ordnung"
Ich finde ihren Ansatz da um einiges Naiver.

Warum nicht einen Spitzenmanager so bezahlen wie es seiner Arbeitszeit angemessen ist ? (15€/Std. Netto so als Vorschlag)

Warum nicht so genannte Promis auch einfach nach einem Stundensatz bezahlen der auf dem selben Niveau wie der einer Pflegekraft (die sich zynischerweise ihre eigene Privatleistung an anderen Menschen nichtmal selbst leisten kann) ?!

Wenn also solche Forderungen Naiv sind, dann lieber Naiv, als weiterhin so Asozial und Menschenverachtend wie möglich.

@pkeszler

wird nichts, denn diverse Gewerkschaften haben schon massiven Widerstand angekündigt, zB der Beamtenbund.

Traum

Auf jeden Fall ist die SPD endlich auf einem richtigen Weg. Egal, ob sie die Bürgerversicherung durchsetzen kann oder nicht. Allein der massive Versuch diese sozialere Form der Krankenversicherung gesetzlich zu verankern wird ihr viel Sympathie und Stimmen bringen. Wenn die Genossen jetzt noch das Rentenproblem, die faire Arbeitsentlohnung und weitere noch offene Fragen, die für den "kleinen Mann/Frau" bedeutsam sind, angehen, dann kippt bald nicht nur Frau Merkel, sondern die ganze wirtschaftsorientierte Regierung. Dürfen wir wieder träumen, SPD?

von weltenbummler 21

Gute Idee

Die Priv. Krankenversicherung ist ohnehin kaum mehr bezahlbar, die Kosten dafür sind in den letzten Jahren laufend gestiegen. //

Re ja und ich habe auch die Gesetzliche weil ich an die Leute mit weniger Einkommen dachte .Sozial?Na ja habe ein Brief bekommen, dass das nicht geht wollten mich freiwillig Versichern ,habe mich geweigert und nichts mehr gehört . Zahle mein Lebenlang sehr viel mehr ein als Privat und jetzt soll das an die Leute ausgezahlt werden auch Merkel ,die armen Selbständige ,wo sich a-sozial verhalten haben? Der Weg war immer offen zurück nach 55 die Devise ist wenns teuer wird ist fast keiner mehr Privatv .Die Migration wird ja auch zum Teil damit bezahlt,Gesundheitskarte ? .Bürgerversicherung wäre gut ,jeder zahle dann die diverse Hobbys von Merkel .Die Rücklagen der Privaten müssen aber 1 zu 1 in die Bürgerversicherung.

Ohne Bürgerversicherung keine GroKo!

Das wäre der einzige Grund warum ich der SPD meine Stimme geben würde.

Mehrfachbelastung

Und wenn ich dann von meinem Gehalt spare, also für das Alter oder um meiner Familie ein Haus zu bauen, dann muss ich auf die Erträge und Zinsen ein weiteres Mal zur Kapitalertragssteuer, Kirchensteuer und dem Solidaritäszuschlag auch noch Krankenversicherungsbeiträge zahlen?!

Leute, das ist Sozialismus pur, Ablehnung jeglicher Eigenverantwortung des Bürgers und staatliche Umverteilung von den Fleißigen in diesem Staat zu den Faulen.

Wäre gut, aber ...

Die SPD wird wieder schwach und Frau Merkel bleibt Kanzlerin. Stillstand vorprogrammiert.

Ich habe nur Eines gemerkt, egal was man wählt, außer sehr Rechts oder Links, es kommt immer Kanzlerin Merkel dabei raus.

Das Wahlergebnis und das schlechte Abschneiden der GroKo sagt aber eindeutig was Anderes aus. Meine Meinung.

18:10 von dottore

Ich lese diesen Unsinn immer wieder. Was sind aber die erlebten Fakten:

Als Privatpatient habe ich auch Wartezeiten. Alle anderen Informationen sind falsch.

Ich habe mehrfach versucht Kassenpatient zu werden. Ich habe es nicht geregelt bekommen. Es wäre für mich sehr wichtig gewesen. Wenn es mir gelungen wäre, hätte ich monatlich bis 400,00 € einsparen können ohne an Leistungen einzubüßen.

Jährlich hätte sich mein verfügbares Einkommen um knapp 4.000,00€ erhöht. Damit wäre schon eine Kreuzfahrt möglich gewesen.

Schade.

Ungute Entwicklung

Ich verstehe zwar, dass viele Menschen bei der Bürgerversicherung an die so heiß ersehnte Gerechtigkeit denken. So ist es aber nicht.

Wer einen Moment Abstand nehmen kann von dem Gedanken, der Nachbar könnte etwas haben, was er selbst nicht hat und das Hirn einschaltet und sich richtig informiert, was diese Bürgerversicherung eigentlich wirklich für den Einzelnen bedeutet, der müßte sich eigentlich wünschen, das diese Versicherungsform auf keinen Fall kommt.

Ach übrigens, ich bin kein Privatkassenpatient.

Es ist erschreckend zu sehen,

Es ist erschreckend zu sehen, wie hier in diesem Beitrag wieder gegen Besserverdinende gehetzt wird.
Deutschland muß endlich zur Marktwirtschaft mit Sozialversicherung zurückkehren. Der Ausbau der Sozialsystem muß gestoppt werden. Vor allem muß verhindert werden, daß die Leitungsbezieher darüber bestimmen, wie viel die anderen einzahlen sollen.
Die Deckelung macht Sinn, denn es ist eine Krankenversicherung, bei der Beitrag und Leistung in einem vernüftigen Zusammenhang stehen muß. Maximale Beiträge bei begrenzter Leistung sind unsozial.

18:26 von karwandler

"...'Auch die Bürgerversicherung könnte noch vor irgendeiner Regierungsbildung von den MdB sofort umgesetzt werden.'
Woher wissen Sie denn, wie viele Abgeordnete einem solchen Gesetz zustimmen würden?
Vermutlich zählen Sie einfach Fraktionen zusammen - aber wenn in einer Regierung Fraktionen geschlossen abstimmen, wird über Fraktionszwang gejammert.
Mal so, mal so, wie's gerade passt ..."

Sie schießen wieder weit am Schwarzen vorbei. Können Sie nicht vorstellen, dass gerade die offene Abstimmung - die dann keinem Fraktionszwang unterliegt - Mehrheiten zustande bringt, die jenseits von Parteigrenzen liegen? Mal abgesehen von den zustimmungswilligen Parteien (und auch deren Ablehner!) würden sicherlich auch Abgeordnete der FDP, der CDU, der CSU und wahrscheinlich auch der AfD einer Bürgerversicherung zustimmen. Warum? Weil offenbar und wenn man den Umfragen glauben darf, eine Mehrheit der Bevölkerung dafür ist. Jene Bevölkerung, die die Abgeordneten gewählt hat.

Fokussierung auf Wichtiges statt Polit-Geplänkel...

Statt sich jetzt auf die sog. "Bürgerversicherung" zu kaprizieren (die ohnehin künftig kommen muß), sollte die SPD unter dem Aspekt "Gerechtigkeit = sofort" die Überarbeitung der "Hartz-Gesetze/Agenda 2012" in den Fokus nehmen, und zwar speziell im Arbeitnehmerinteresse die Schieflagen hinsichtlich Leiharbeit, Werkverträge, unbegründet befristete Beschäftigungsverhältnisse, Lohndumping bei in- u. ausländischen Arbeitnehmern... und insgesamt eine Wiedererstarkung der Betriebsverfassungsgesetze inklusive gewerkschaftlicher Einflußnahme. Um so auch noch rechtzeitig und konkret politisch gegenzusteuern angesichts wirtschaftlicher Bestrebungen hinsichtlich "Industrie 4.0" = strukturellem Stellenabbau. Eine solche, glasklare Fokussierung der "alten" SPD wäre wünschenswerter, als derzeitig modernistisches Polit-Geplänkel.

Ohne Bürgerversicherung keine GroKo?

Wenn die SPD darauf beharren sollte, wird es wohl keine GroKo geben.

Auch wenn eine Mehrheit der Bundesbürger dafür ist, wird es nicht dazu kommen, denn der Widerstand von starken Lobbygruppen, wie der Beamtenlobby, der Ärztelobby und der Versicherungslobby ist strikt dagegen. Und wie die Erfahrung lehrt, haben solche Lobbyisten das Zepter in der Hand und nicht die Bürger über ihre Volksvertreter.

In unserer Parteiendemokratie spielen Mehrheitsmeinungen der Bürger kaum eine Rolle.

re 2otto2

"Denn die höherwertigen und teureren Leistungen, die in der Grundversorgung nicht abgedeckt werden (und auch nicht abgedeckt werden können), werden dann eben denjenigen offenstehen, die sich eine Zusatzversicherung leisten können."

Das wäre gar kein großer Unterschied zum Ist-Zustand.

Überhaupt nicht durchdacht

Deswegen mag ich die SPD nicht: Immer diese Schnellschüsse, nie richtig durchdacht und sorgfältig abgewogen. Die SPD will mal eben eine derart weitreichende Reform des Sozialsystems durchpeitschen, um die Gunst der Stunde zu nutzen, hin zum Einheitsstaat, alle bekommen des gleiche, der Leistungsgedanke findet keine Bedeutung. Wer Beiträge zahlt, bekommt auch Leistungen. Die gesetzl. Krankenkasse müssten alle Leistungen erbringen, egal, ob im Vergleich zu den Beiträgen ein Negativverhältnis besteht. Bei den Beamten, Bund, Länder, Kommunen ist das noch problematischer, weil die Höhe des Einkommen sich daran orientiert, das eben keine AN-Sozialbeiträge geleistet werden und AG-Anteile. Das müsste ausgeglichen und finanziert werden. Was ist mit der freien Heilfürsorge bei der Bundeswehr, Polizei und mit den eigenen Krankeneinrichtungen (BW-Lazarett)? Was glaubt denn die SPD, wie viel Arbeitsplätze dadurch vernichtet? Das ist blinder Aktionismus der SPD-Funktionäre. Dann lieber Neuwahlen.

Horrorvorstellung

"Der Beamtenbund sieht durch die Einführung der Bürgerversicherung gar die "Funktionsfähigkeit unseres Staatswesens" in Gefahr. Deren Rückgrat seien nun einmal die Beamten mit ihrem besonderen und entsprechend alimentierten Pflicht- und Treueverhältnis."

Mein Gott, es muss ja eine Horrorvorstellung für unsere "Eliten" sein, in die gleiche Krankenkasse einzahlen zu müssen, wie der Maurer Max Mustermann. Man stelle sich mal so etwas Abwegiges vor. Komischerweise funktioniert das in anderen Ländern prima.
Mir erschließt sich nicht ganz, wie die Funktionsfähigkeit des Staates beeinträchtigt wird, nur weil der Beamte XY in die AOK einzahlt, anstatt in die Genrali oder Iduna.
Jedenfalls offenbart sich immer mehr, welch Geistes Kind unsere "Eliten" sind. Kein Wunder, wenn die Leute lieber sowas wie die AfD wählen, anstatt weiterhin dieser abgehobenen Klientel die Stimme zu geben.
Aber die Mütterrente, welche aus der gesetzl. Krankenkasse finanziert wird, nehmen alle gerne.

Warum heißen....

Krankenkassen denn Krankenkassen?
Weil sie krank sind. Wir hören regelmäßig von Überschüssen in Milliardenhöhe, aber es wird permanent gejammert über Geldknappheit.

Jeder muß eine Krankenversicherung haben. Vollkommen richtig. Aber: er muß sich aussuchen können wo und wie.

Wenn meine Versicherung weiterhin das 1-Bett-Zimmer, den Chefarzt, weltweite Abdeckung (d.h. jede Behandlung in jedem Land meiner Wahl), freie Krankenhaus- und Arztwahl, Zahnimplantate, Brillen weiterhin zahlt ist mir vollkommen egal wie das Ding heißt.

Wenn allerdings eine sog. Bürgerversicherung dies nicht tut dann ist sie nicht akzeptabel. Und das wird sie nicht tun können. Wer soll denn bitte diese Mehrleistungen bezahlen? Wie hoch sollen die Beiträge denn noch werden? Wieviele Arbeitgeber werden dann Leute entlassen wenn die Kosten steigen?

@ Frau Klöckner

Keine Bürgerversicherung? Bitte bleiben Sie dabei.(*) Und SPD: Bitte bleibt bei der Bedingung! Dann besteht noch Hoffnung auf KEINE Groko. Minderheitenregierung, das wäre mal echte Demokratie.
Der SPD sollte es eigentlich nach der Eskapade von Schmid zu Glyphosat reichen. Wenn sie sich auf das Spiel wieder einlassen ist Hopfen und Malz verloren.

(*) Wobei ich mich immer darüber wundere dass Ablehnung immer aus der Unionsecke kommt, bei mir gehört die Unterstützung der Schwachen zu den wesentlichen christlichen Prinzipien.

um 18:36 von Erleuchtung

"wird nichts, denn diverse Gewerkschaften haben schon massiven Widerstand angekündigt, zB der Beamtenbund."
Dass der Beamtenbund dagegen ist, kann sich jeder denken. Nur der Beamtenbund ist meines Wissens keine Gewerkschaft.

a gutt Mensch, Ihr Beitrag hat meine volle Zustimmung.

Es ist nach langer Zeit, dass endlich die SPD auch volksnah sich verhält. Den Politikern der CDU/CSU und ihren Befürwortern sei gesagt, sämtliche westliche EU Staaten um Deutschland wie Österreich, Schweiz, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Norwegen u.a. haben seit langem Bürgerversicherungen. In all den Staaten herrscht heute mehr soziale Gerechtigkeit als in Deutschland. Jeder Mensch, ob Rentner, Arbeitsloser, Bedürftiger u.a. haben heute nach Abzug der Miete monatlich zum Leben 1 000 Euro und mehr zur Verfügung. Menschlicher, sozial gerechter als in Deutschland. Beispiel, s. Quelle: "Alt ist man derzeit am Besten in Österreich vom 08.07.2017." Dazu ein 2. Beispiel, s. Quelle: "Mindestsicherung im Monat in Dänemark." Alleinstehende in Dänemark erhalten 1 340 Euro im Monat, in Deutschland lediglich 409 Euro nach Abzug der Miete in beiden Ländern. Beschämend für unser reiches Land, wo ca. 16 Millionen Menschen 1 036 im Monat (Miete und zum Leben) für Lohn, Rente oder Hartz IV beziehen.

Eine gute Idee - aber bitte nicht so!

Eine Bürgerversicherung ist bestimmt eine gute Sache.Wenn man sich Zeit für die Umsetzung nimmt und nicht von Pöstchengeplänkel in den Parteien abhängig macht.Es gab schon viele vermeintlche Verbesserungen im Gesundheitswesen.Vieles davon ist nach hinten losgegangen.Ein erster Ansatz wäre es mal die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen zu reduzieren,um die Kosten zu senken.Denn dieser Apparat kostet mehr als es der vermeintliche Wettbewerb einbringt.Und am Zugang zum Arztberuf muß sich auch dringend etwas ändern.Studium nur möglich mit Notendurchschnitt 1,0 ist doch einfach nur krank.Auslöser dafür sind zu wenig Studienplätze.Und das bei Ärztemangel!Viele Versprechen und Beteuerungen der Politik sind leider in der Praxis nur heiße Luft und dienen der Rekrutierung von Wählern.

Gibt es irgendwo erfolgreiche Beispiele der Bürgerversicherung?

Die Bürgerversicherung bedeutet letztlich, die Krankenversicherung der Bürger einem bürokratischen und ineffizienten Verteilmechanismus zu überlassen, ohne jede Konkurrenz fürchten zu müssen. Wer wissen möchte, wie solche Systeme wirken, sollte mal versuchen in Schweden oder Großbritannien zu Arzt zu gehen (die meisten Deutschen haben dies noch nie versucht, daher die Mehrheit für die Bürgerversicherung). Gibt es überhaupt irgendwo ein Beispiel auf der Welt, wo die "Bürgerversicherng" auch nur halbwegs so gut läuft, wie unser Gesundheitswesen heute? Warum nicht dem Beispiel der Niederlande folgen, und ein vollständig privates System errichten? Wir haben sehr viel zu verlieren und dies wird jetzt tatkräftig aus ideologischen Gründen angegangen. Diagnose: Neid! Als wenn die Reichen bei einer Bürgerversicherung nicht immer noch bevorzugt würden. Privatärzte kann man nämlich nicht verbieten, notfalls im Ausland.

@Sisyphos3

"warum nicht das Recht, für den Preis eines Kleinwagens dann ne S Klasse kriegen ?
oder zum Preis eines versifften Zimmers ne Villa am Starberger See"

Ein Bekannter von mir ist vor einigen Wochen an einem Hirntumor verstorben. Vor knapp einem Jahr ging er wegen anhaltender Kopfschmerzen zum Arzt. Der hat ein MRT angeordnet. Der Termin fand fast ein Jahr noch dieser Anordnung statt.
Ich bin sicher, wenn er privat versichert gewesen wäre, hätte er eher einen Termin bekommen. Vielleicht wäre er dann heute noch am Leben.
Nein hier geht es nicht um eine S Klasse zum Schnäppchenpreis, hier geht es um Grundrechte, Würde und Gerechtigkeit. Kein Hotelerbe ist besser als Krankenschwester X oder Fliesenleger Y. Im Gegenteil.
Ihren Kommentar finde ich sowas von daneben. Anders kann ich es leider nicht ausdrücken, sonst würde mein Kommentar gesperrt.

Bürgerversicherung kann das Gesundheitssystm retten

Überlastetes Krankenhauspetsonal, groteske Wartezeiten und zwei Klassen Gesellschaft.
Die Reichen werden nicht öfter Krank und sind vergleichsweise wenige, sodass ihre Mehrzahlungen niemals eine Verbesserung der medizinischen Versorgung gewährleisten könnte. Rentner sind im Schnitt am häufigsten von Leiden geplagt und nicht gerade für Ihre Finanzkraft bekannt. Nur wenn alle gemäß ihrem Einkommen UND Vermögen OHNE Beitragsgrenze in eine Kasse einzahlen kann Deutschland die medizinische Versorgung gewährleisten und sogar verbessern.

Wo ist das Problem?

Wir leben in einem kapitalistischen Staat, in dem sich reiche Personen immer mehr leisten können als arme. Es gibt bei Bahn und Flugzeugen mindestens 2 Klassen, Privatschulen, Villen etc. Die Politiker von SPD und Union haben in den letzten 15 Jahren im Auftrag der Bürger auch das Gesundheitssystem zu einem normalen Geschäft gemacht, in dem es den Meisten primär ums Verdienen geht. Aktiengesellschaften kaufen Krankenhäuser und machen riesige Gewinne ( Helios, Asklepios und Co erwarten Kapitalrenditen von 10-20%).
Warum sollte es in so einem Land ausgerechnet nur eine Krankenversicherung für alle geben? Es ist naiv zu glauben, dass damit mehr Gerechtigkeit und mehr Geld ins System kommt. Richtig schlecht für die gesetzliche Kasse wäre es, wenn jetzt alle alten, kranken und teuren Privatversicherten wieder für lau ( Rentnerbeitrag! Kein Kapitalvermögen) mit versichert werden müssten

An Witzlos2016, Falsch, jeder Bürger in D. gehört in die

Bürgerversicherung. Das Gleiche trifft für die gesetzliche Rentenversicherung zu. In sämtliche westlichen Anrainerstaaten heute schon seit 10 Jahren Realität. Nur bei uns werden die Vermögenden, Gutverdienenden, Beamten, Politiker u.a. verschont. Unsere Politiker, ausgenommen die der Linken, sollten endlich aus der Geschichte und von den Politikern unserer Nachbarstaaten lernen. Z.B. jeder Rentner in Österreich bekommt monatlich eine Mindestrente von 1 000 Euro und mehr. Zusätzlich werden jedes Jahr 14 Monatsrenten gezahlt (Weihnachts- und Urlaubsrente). Sozial gerecht und auch bezahlbar. Belegt in der Fernsehsendung am 06.09.2017 von 22.00 - 23.00 Uhr im Sender SWR unter dem Motto: "Mal ehrlich - macht mich meine Rente arm." Die Reichen und Superreichen bringen in D. das meiste Geld für Bürger- und gesetzliche Rentenversicherung, dazu die Beamten, Gutverdienenden, Politiker u.a. Die Altersarmut und Armut insgesamt würde erheblich gesenkt werden.

@ 18:27 von albexpress

Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze: Sie vergessen, dass die Krankenversicherung eine Versicherung und keine Steuer ist. Daher muss die Höhe der Beitragszahlung in einem vernünftigen Rahmen der Leistungserwartung entsprechen. Es kann von niemandem verlangt werden, dass er eine Million im Jahr für einen Krankenversicherungsschutz zahlt, der nur 6000 wert ist. Das wäre nur bei einer Steuer möglich. Dann gelten aber auch die verfassungsrechtlichen Vorgaben für eine Steuer. Und dann hätten wir ein steuer-, nicht beitragsfinanziertes Gesundheitssystem, wie in England (waren Sie da schon mal beim Arzt?) Dann haben natürlich auch die Gewerkschaften nichts mehr in den Pfründen der Krankenschutzbehörden zu suchen - und spätestens da hört ja wohl der Spaß auf, oder?

Wenn ich es richtig verstanden habe

soll doch heute erst geklärt werden, ob eine GroKo überhaupt denkbar ist. Wenn nein ist es einfach und der Bundespräsident kann Merkel im Bundestag zur Wahl stellen. Wenn ja, folgen erst Sondierungen und dann möglicherweise Verhandlungen. Mehr Möglichkeiten sieht unser GG für den Präsidenten nicht vor.

Bürgerversicherung, scheint eine Gute Sache zu sein

Wäre schön, wenn die SPD Vorstellungen durchsetzen würde. Wenn sie vor Frau Merkel wieder einknickt, ist das ihr Ende.

18:24 von Joe Politico

Zitat des Tages

"Eine 20%-Partei kann nicht 100% ihrer Forderungen umsetzen!" - Alexander Dobrindt, CSU (6,2%)
////
*
100 % Forderungen können also die Stellen, weil Sie auf Ihren Wahlzetteln ein Feld für ein Kreuz zur Abwahl der Groko sahen?
*
Die sollten tatsächlich 4 Jahre clean werden.

Das wird nichts mit der

Das wird nichts mit der GroKo. Die SPD nutzt die Gunst der Stunde um die CDU zu erpressen,in der Hoffnung auf Wählerstimmen.
Die ganze Diskussion ist ohnehin sinnlos, da was die Beamten angeht eine Bürgerversicherung verfassundwidrig ist.
Wurde durch Vergassungsrechtler bereits mehrfach festgestellt.
Es soll dem gesetzl.Versicherten weiß gemacht werden, dass die bösen überbezahlten Beamten durch ihre Beiträge die Bürgerversicherung mitfinanzieren..
Dass Ansprüche bestehen ist nicht jedem Befürworter klar.
Dass das Beihilfe System ein Teil des Alimentationsprinzips ist wird vergessen.
Hauptsache alle haben es dann schlecht... Neiddebatte. Jeder der möchte kann in die Vorzüge des Beamtenstandes kommen..Bei entsprechender Eignung,Leistung und Befähigung.
Was kommt als nächstes?
Einheitsrente?Wo bleibt da der Anreiz für den ö.D. Im übrigen hätten wir seit 30 Jahren die Versicherung wenn bei Beamten dadurch eingespart werden Könnte. Und? Nichts ist...

Die SPD will raus aus der Wortbruchfalle

Es ist ihr wohl klar, dass ein Zurück von der Ankündigung, in die Opposition zu gehen, als Umfallen gewertet würde - zu Recht. Daher ist die für die CDU unannehmbare Bedingung Bürgerversicherung gut für sie: der Ball der "Verantwortungslosigkeit" liegt damit wieder im Unionslager.

Es läuft also auf Neuwahlen im Winter oder Frühjahr hinaus. Nicht dass dabei viel Neues herauskommen wird, aber falls die SPD daraus gestärkt und AfD und FDP geschwächt hervorgehen, kann die SPD entspannter in die nächste GroKo gehen. Mal sehen, ob dann noch mit Merkel als Regierungschefin ..

So wie die üblichen Verdächtigen sofort wieder

durchschaubar Stellung gegen die Bürgerversicherung nehmen, zeigt, dass es ein richtiger Schritt wäre, die Kluft in der deutschen Gesellschaft wieder ein Stück zu verringern. Natürlich haben alle, die von dem jetzigen unsozialen Zustand Vorteile haben, Schwierigkeiten von ihren Privilegien abzurücken. Und natürlich laufen deren Lobbyisten sofort dagegen Sturm .
Es ist für manche eben schwer nachvollziehbar, wenn sie gegenüber Familien und Leute mit geringem Einkommen in der Arztpraxis plötzlich nicht mehr mit privilegierter Vorzugsbehandlung rechnen dürften. Viele meinen halt, mehr Geld würde sie auch zu wertvolleren Menschen machen.

@Shilorius

Ich war gestern mal auf im Berliner Kommunalparlament BVV Pankow. Und ich empfehle mal jeden als Gast irgendein Kommunal oder Landesparlament aufzusuchen, wenn über 10 bis 100 Anträge im Akkord abgestimmt wird. Das Abstimmungsverhalten bei der BVV Pankow vom 29.11 war dabei so:
FDP meist enthalten, gegen was die SPD, Grüne oder Linke war, hat sich die CDU enthalten oder sogar dagegen gestimmt. Und jetzt kommts: War die CDU oft dagegen, hat sich die AfD nur enthalten. Hat sich die CDU wiederum enthalten, war die AfD dagegen. Damit würde eine Minderheitenregierung sehr sehr instabil laufen.

Super Idee

von der SPD. Wer will schon eine Groko. Nur weiter so.

über 120 Milliarden Euro Rücklagen der Privatversicherer

Bevor es soweit kommt, kann sich die SPD schon mal überlegen wie sie die Rücklagen von ca. 120 Mrd. € bevor eine Bürgerversicherung kommt an die Versicherten auszahlen will. Wenn das erledigt ist können wir weiter reden. Natürlich wird in der SPD und LInke darüber nicht gesprochen und die gesetzlich Versicherten müssen natürlich NICHT glauben, dass ein irgendwie gearteter Anspruch auf diese Rücklagen irgendwie herleitbar ist. Ich bin überzeugt, dass weit über 60% das "Problem" überhaupt nicht kennen, gezweige den realisieren was es bedeuten würde. Dass auch bei einer sogenannten Bürgerversicherung die Krankenversorgung ganz gewiss nicht billiger wird, im Gegenteil wie man in Amerika sieht, hat sich offensichtlich auch noch nicht herumgesprochen. Es können aber alle ganz beruhigt sein, die Gruppe der Beamten werden ganz klar KEINE Bürgerversicherung wollen und deren Gründe liegen auf der Hand, genauso wie man eine Beteiligung der Beamten an der Rentenversicherung ganz sicher nicht will

@ 18:36 von Erleuchtung

Natürlich sind die Gewerkschaften nicht begeistert. Solange die gesetzliche Kasse formal eine "Versicherung" und keine Behörde ist, dürfen die Gewerkschaften (weil ein Teil der Beiträge vom Arbeitgeber gezahlt wird) kräftig in den Krankenkassen mitbestimmen. Natürlich soll das auch bei einer Bürgerversicherung so bleiben, versteht sich. Obwohl eine Bürgerversicherung eigentlich keine Arbeitnehmerversicherung mehr ist, sondern eben eine Bürgerversicherung. Man darf dabei nicht vergessen, dass diese Krankenkassen sehr viel Geld haben. So verdient der Chef der Technikerkasse ca. 330.000 € im Jahr - zum Vergleich, unsere Bundeskanzlerin knapp 300.000 €. Viele Vorstände in der Privatwirtschaft, die im Unterschied zu einem Kassenvorstand ein nicht unerhebliches berufliches Risiko tragen, wären froh, soviel zu verdienen. Aber die Krankenkassen haben es ja. Und da sie so toll wirtschaften (Vorsicht, Ironie!), bekommen ihre Chefs auch viel.

Die SPD zeigt ihr Neidgesicht

Wenn es eine Bürgerversicherung gäbe, würde es keinem bisher Gesetzlichen besser gehen, nur den Privatversicherten würde es schlechter gehen. Eine mir bekannte niedergelassene Ärztin sagte mir glaubhaft, die Einnahmen aus der gesetzlichen Versicherung reichen gerade, um die Miete und das Personal zu zahlen. Ihr Einkommen kommt ausschließlich von den Privatversicherten, da hier Leistungen bezahlt werden, die die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht vergüten. Ich selbst bin selbstständig und freiwillig in der gesetzlichen Versicherung, Ich habe zwar eine Krankenhauszusatzversicherung , diese Zusatzversicherung zahlt aber nichts für niedergelassene Ärzte und diese Versicherung gibt es leider nicht. Wenn die Bürgerversicherung kommt, wird es diese Zusatzversicherung geben und dann muss ich auch nur einen Tag warten und keine Monate auf einen Termin. Und die richtig Reichen werden den Arzt aus ihrer privaten Tasche zahlen, dann haben wir eine richtige 2 Klassen Medizin. Wäre mir recht

Auf Grund der hohen Einnahmen, vor allem von den Millionären (in D. sollen es ca. 480 000 sein), Milliardären u.a. würde endlich das Problem Pflege mit gelöst sein. S. Quelle: "Pflegeversicherung in Österreich im Vergleich." Untermauert von s. Quelle: "Pflege in Österreich gesetzlich geregelt." Jeder Mensch in Österreich bezahlt Null, denn die Pflegeversicherung wird aus Steuermitteln gezahlt. Wer in ein Pflegeheim kommt zahlt nichts im Gegensatz zu Deutschland. In Österreich sind sämtliche Leistungen für alle Versicherten gleich unabhängig vom Einkommen und Vermögen. Sozial gerecht wie auch in der Schweiz, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schweden u.a. Staaten. Kann in D. der Betroffene nicht zahlen werden die Angehörigen 1. Grades mit zur Bezahlung herangezogen. Die deutschen Politiker im Bundestag, ausgenommen die Linken, können viel lernen von den Politikern dieser Nachbarländer. Sozial gerechter als bei uns in Deutschland, eindeutig.

Gesetzliche Rentenversicherung für alle,

das wäre vielleicht noch besser für uns. Würden alle Deutschen, also auch Selbständige und Beamte, in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, könnte das Rentenniveau erhöht und gleichzeitig der Anstieg der Beiträge über einen langen Zeitraum gebremst werden.

Bürgerversicherung

Das wäre tatsächlich gerechter als das existierende System. Es kann doch nicht sein, daß Ärzte jetzt dazu übergehen die PKV Vormittags zu bestellen, die GKV Nachmittags, damit die nicht aneinander geraten.
Herr Lauterbach muss die Chance jetzt genau dazu ergreifen die Bürgerversicherung durchzudrücken. Sonst vergehen für die SPD noch einmal min. 4 Jahre in Lethargie.

Schade dass die meissten "Experten" Scheuklappen tragen.

Bzw. sie haben überhaupt keine Ahnung wie das normale Leben funktioniert. Sie kennen nur ihren Elfenbeinturm

Turbo in die zwei Klassen Medizin? Da sind wir schon lange.

Trotzdem wird sich für Ärzte und Patienten bei der Gesundheitsvorsorge überhaupt nichts ändern.
Es geht alleine um die Finanzierung der Krankenversicherung.
Jetzt können sich die Reichen und Gesunden aus der gesetzlichen Kasse verabschieden. Dann zahlen alle gleich. Das nennt man Solidarität.

Were besseren Service haben will kann eine Zusatzversicherung abschliessen. Das geht heute auch schon für Kassenpatienten.

Bürgerversicherung

Ich habe da mal eine Frage an die Befürworter einer Bürgerversicherung. Wie die BV aussehen könnte, weiß man noch nicht, aber wie könnte man den jetzigen Zustand ändern, in dem bei der PKV jede Person in einer Familie einzeln versichert wird.
Bei der GK sind alle Familienmitglieder, egal wie viele, automatisch mitversichert. Stichwort Gerechtigkeit

Prinzipiell eine gute Sache.

Aber für wirklich unabdingbar halte ich nach Stunt von Glyphosat-Schmidt erstmal eine Gesetzesvorlage, die eine Strafverfolgung bei Koalitionsverstößen vorsieht. Mir ist schon klar, dass eine weitergehende Strafbarkeitsforderung nicht machbar wäre, aber das wäre doch ein Nenner, dem alle zustimmen können müssten, die ehrlichen Herzens sind. Ohne das wäre für mich keine gemeinsame Arbeit mehr denkbar, Vertrauen war gestern und Strafe muss weh tun.

Wer weiß, vielleicht trete ich ja noch kurzfristig in die SPD ein, dann könnte ich das ausgehandelte Ergebnis ablehnen. Die Stimme wäre dann viel mehr wert, als die bei der BTW.

17:57 von Thomas Wohlzufrieden ...Hä?

Ausgerechnet, die sog. "Blockparteien" sollen so unterschiedliche Zielrichtungen haben, das nix geht - wer hat denn da nu wieder Recht?

Wenn es mit der Bürgerversicherung nix wird (im ersten Ansatz) wäre gegen eine schlichte (FDP) "Kopfpauschale" für die KV (auf dem Level des Medianeinkommens) für alle (Vollzeit) Arbeitnehmer auch nix einzuwenden. Man muss nicht gleich alle Schritte auf einmal machen.

Und dann??

Sinnvoll ja. Fakt ist aber das viele Rezeptleistungen seit 30 Jahren nicht erhöht worden!
Welcher Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft macht sowas mit? Würden sie sowas als Arbeitnehmer tolerieren? Selbständige Hausärzte, Physiotherapeuten...
Kurzum, alle die nicht im öffentlichen Dienst sind müssen dies. Seit 30 Jahren.
Für viele dieser sind privatversicherte schlicht überlebensnotwendig!

Aber von einer Anpassung der Rezepthonorare ist natürlich nicht die Rede. Es wird hier nur ein aussterben der Praxen beschleunigt und der Patient meist abgefertigt.

An Caracol Einfach ihren Vorschlag mal umsetzen

Zitat "Warum nicht so genannte Promis auch einfach nach einem Stundensatz bezahlen der auf dem selben Niveau wie der einer Pflegekraft (die sich zynischerweise ihre eigene Privatleistung an anderen Menschen nichtmal selbst leisten kann) ?!"

Dann zahlen Sie mal einem Ribery oder Robben bei Bayern München im Monat 3.000 Euro. Die sind einen Tag später Spieler in Italien oder Spanien.

Ein Topmanager wird kein Problem haben, in einem anderen Land zu arbeiten. Da muss man nur den Geschäftssitz des Firma ins Ausland verlegen und natürlich auch dort Steuer zahlen.

Haben Sie schon realisiert, dass 10% der Steuerzahler über 60% der Einkommenssteuer zahlen und dass ein TOP Manager mit 10 Millionen Gehalt in Deutschland davon 4,8 Millionen an Steuern zahlt?

@dottore um 18:10

Wenn ich als Kassenpatient 9 Monate auf einen Facharzttermin (im konkreten Fall ein Hautarzt) warten muss, und mein Vorgesetzter als Privatpatient maximal 1 Tag, dann kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden - zumindest für die Kassenpatienten.
Nö, für Kassenpatienten ändert sich nichts.
Nur ihr Vorgesetzter, der wartet dann auch 9 Monate auf einen Termin. Das nennen wir dann Gerechtigkeit. Wobei, ihr Vorgesetzter wird dann mit dem Arzt sprechen und gegen entsprechende private Zusatzleistungen doch wieder am nächsten Tag einen Termin bekommen.
Seit wann ist eigentlich das Sozialversicherungssystem für Gerechtigkeit da? Ich hab gedacht, dass ist dazu da, um die abzusichern, die es so privat nicht leisten können.

Milchmädchenrechnung

wenn bei einer Bürgerversicherung jeder einzahlt, steigt die Finanzkraft der leistenden Versicherung? wenn mehr Menschen einzahlen steigt auch die Zahl der zu bezahlenden "Fälle".....für mich genauso unsinnig wie die Forderung dass "alle" in die Rentenversicherung einzahlen....auch dort würde auch die Zahl der "Bezüger" erhöht....und dadurch wird die Rente für den einzelnen aus der Altersarmut führen?
Warum werden denn privatversicherte so angegriffen?...zum monatlichen Preis der Nikotinsucht könnten sich Millionen eine private Versicherung leisten...nur so als Bsp....

@ 18:08 von Witzlos2016

Was hat eine Bürgerversicherung mit der Berufstätigkeit zu tun? Jeder Bürger, der nicht schon woanders versichert ist (Bestandsschutz ist verfassungsrechtlich geboten) wird aufgenommen. Per Gesetz werden alle Gehälter um den bisherigen Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung erhöht und ab sofort zahlen die Bürger selbst aus ihrem Gehalt oder sonstigem Einkommen wie eine Steuer den Beitrag. Das wäre eine Bürgerversicherung. Aber es geht nicht um die Bürger: Es geht um die privaten Krankenversicherungen, die der gesetzlichen ständig ihre Ineffizienz vor Augen halten. An deren Rückstellungen will man ran, da bekommt die SPD ganz große Dollar-Zeichen in den Augen. Schade, dass die verfassungsrechtlich geschütztes Eigentum sind ...

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Hey Frau Klöckner ... zwei Drittel der Deutschen wollen das. Gerechter weil gleicher und weil alle in denselben Topf einzahlen. Wer mehr absichern will, kann das immer noch. Wenn Ärzte dann bestimmte sinnvolle Dinge nicht mehr abrechnen können, liegt das Problem woanders: in den Gebührenordnungen und -katalogen. Also warum nicht? Machen Sie vorrangig Politik für Reiche? Dann sagen Sie das bitte auch so.

um 18:36 von Erleuchtung

"wird nichts, denn diverse Gewerkschaften haben schon massiven Widerstand angekündigt, zB der Beamtenbund."

Und seit wann sitz der Beamtenbund in der Regierung und verabschiedet Gesetze?

@ um 18:38 von Izmi

Könnten Sie mir nochmal erklären, wieso für den "kleinen Mann/Frau" die Bürgerversicherung so bedeutsam ist? Die sind doch sowieso in der gesetzlichen.

Bedeutsam wäre es, wenn man Zusatzbeiträge deckelt oder Parität bei den Beiträgen wieder herstellt. Dann hätte der "kleinen Mann/Frau" wirklich was davon.

Aber nein, lieber lässt man sich auf eine riesige Neiddebatte ein, damit am Ende es allen gleich schlecht geht.

schaut nach Holland und England

dort ist auch diese Bürgerversicherung.WEnn alle einzahlen werden auch alle Ärzte brauchen. Am Ende gibt es nur Grundversorgung und Rest muss dazu bezahlt werden.- Ich bin dagegen. Denn Ärzte würden sowenig verdienen,dass sie abwandern würden.Wir haben sowieso viel zu wenig.

Dann haben wir eine richtige 2 Klassen Medizin

Zitat: "Wer mehr will und das Geld dazu hat, kann sich dann zusätzlich privat versichern".

Gerne würde ich mich nicht nur für das Krankenhaus, sondern auch für Praxisbesuch zusätzlich versichern, was heute als Mitglied der gesetzlichen Versicherung nicht angeboten wird (nur im Krankenhaus bin ich Privatpatient).

Wenn diese SPD Versicherung kommt, werden mit Sicherheit diese Zusatzversicherungen auch für Arztbesuche angeboten und dann werden diejenigen, die sich das nicht leisten können, noch länger warten.

woher wissen Sie ,dass es bezahlbar sein wird

vielleicht muss jetzt jedes FAmilienmitglied bezahlen.Was er jetzt nicht tut

Naivität ohne Sachkompetenz

Hier wird einem Wähler wiederum verkauft, wie effektiv und sozial gerecht diese Versicherung wäre. Festzustellen ist jedoch, dass in allen staatlich gelenkten Krankenversicherungssystemen, z.B. NL, GB etc. das System am kollabieren ist. Liest man objektiv entsprechende Berichte der jeweiligen Länder, so ist diese Tatsache nicht wegzuleugnen. Verwunderlich ist auch, heute liest man, die Versicherungen hätten ein enormes Defizit, zwei Tage später liest man eine Statistik, nach welcher die Versicheurngen Überschüsse in Milliardenhöhe hätten; verwunderlich, verwunderlich. Erst vor wenigen Tagen konnte man lesen, dass nach einer Umfrage weit über die Hälfte der Bevölkerung das jetzige System vollkommen in Ordnung findet! Folglich, was soll das Ganze? Gepolter ohne Sach- und Fachverstand? Und der gemeine Wähler glaubt dies auch noch mit Masse.

Was spricht für bzw. gegen die Bürgerversicherung?

Sehe ich das richtig, dass die Kritiker der Bürgerversicherung ausnahmsweise jene sind, die vom bisherigen System profitieren - also Privatversicherte und Ärzte? Ich kann jedenfalls keinen Grund erkennen, warum durch die Umstellung irgendetwas schlechter werden sollte.

Aber so wie ich die SPD einschätze, wird sie von dieser Forderung bald wieder abweichen.

Beim Mindestlohn war auch eine riesige Aufruhr.

Jeder "Experte" hat den Untergang des Abendlandes vorausgesehen.

Und was ist passiert? Nicht mal ein feuchtes Lüftchen.
Ganz im Gegenteil, die Wirtschaftskraft Deutschlands steigt ständig und auch 11-12€ würden Deutschland nicht aus der Bahn werfen, sondern den Binnenmarkt stärken.

Das Problem ist nicht die Bürgerversicherung. Das Problem ist die SPD Führungsriege! Der Seeheimer Kreis ist genauso neoliberal wie die Union und die FDP.
Und die SPD ist feige. Die Ehe für Alle hat sie sich auch erst getraut als Merkel "mit Bauchschmerzen" ihr OK gegeben hat.

Sonst hätte Deutschland längst eine Bürgerversicherung.

Krankenversicherung

Die "Bürgerversicherung" soll also maximale ärztliche Leistungen für jedermann bieten. Angeblich ist das Gesundheitssystem heute schon überlastet, es fehlen nicht nur Hausärzte auf dem Land. Wie also kann noch weiter aufgestockt werden und wer soll das bezahlen? Das Problem beginnt mMm schon an dem Punkt, wo jeder von uns meint, mit seinen Kassenbeiträgen einen jederzeitigen Heilungsanspruch zu haben. Gesundheit, eigentlich ein hohes und auch teures Gut, muss für jedermann zu haben sein unabhängig von den Kosten? Das kann nicht gut gehen.

Die Bürgerversicherung und... und wie die Linke es fordert,

das sich Superreiche mit ihren Kapitaleinkünften, also Leute die "Ihr Geld" für sich arbeiten lassen in angemessener Weise an den Kosten beteiligt werden wäe mittelfristig eine vernünftige Sache.

Es ist doch eine Affenschande, das man in Deutschland die soziale Herkunft eines Menschen am Zustand seiner Zähne beurteilen kann. Das gibt es nicht mal in Ungarn oder Russland...

Bevor nicht das gesamte

Bevor nicht das gesamte Gesundheitssystem reformiert wird, ist mir das völlig egal, ob BV oder alles wie bisher. Zahlen die Reichen mehr, heisst da aber eigentlich vor allem, dass dieses kranke Gesundheitssystem nur weiter belohnt wird krank zu sein! Und das Geld nur so ausgegeben werden kann - in einem auf Profit basierenden System der Gesundheit ist das aber so, dass wir alle diese Ausgaben zahlen statt wie seit Jahren notwendig endlich etwas reformiert wird! Deshalb bin ich gegen eine Bürgerversicherung.

@ 18:39 von tias

Zahle mein Lebenlang sehr viel mehr ein als Privat und jetzt soll das an die Leute ausgezahlt werden auch Merkel ,die armen Selbständige ,wo sich a-sozial verhalten haben?

Machen Sie sich keine Sorgen. Von ihren Beiträgen ist so gut wie nichts mehr da. Es werden keine grossen Rücklagen gebildet.

Die "armen Selbstständigen" sind auch im Durchschnitt gesünder als die gesetzlich versicherten (gesündere Lebensweise, besseres Essen, mehr Sport, keine körperliche Übelastung bei der Arbeit,...). D.h. sie zahlen das Gleiche ein, brauchen aber nicht so viel wie der Durchschnitt.

Übrigens: Wenn Sie als Privater im Ruhestand die Kasse wechseln wollen sind die Rücklagen verloren. Die bleiben bei der alten Kassen.

Ach Herr Dobrindt...

wäre schön wenn Sie mal erklärten, warum eine 6% Partei wie die CSU sich dann in der Position sieht, genau diese 100% Surrealität vollständig einzufordern. Vielleicht möchten Sie bei der Gelegenheit ja auch endlich mal Ihren Rücktritt erklären. Unerträglich...

@2otto2

"blauäugig
dass eine Bürgerversicherung zu mehr Gerechtigkeit und zur Aufhebung der Zweiklassenmedizin führt, wage ich zu bezweifeln.
Denn die höherwertigen und teureren Leistungen, die in der Grundversorgung nicht abgedeckt werden (und auch nicht abgedeckt werden können), werden dann eben denjenigen offenstehen, die sich eine Zusatzversicherung leisten können."

Genauso sieht das aus...

@pkeszler

"Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Bürgerversicherung, in die auch die Beamten, die Selbständigen und die Politiker einzahlen müssen, steht doch schon lange auf dem Programm der SPD. Sie wurde aber immer wieder von der Union verhindert.
Und sehr viele Bürger wollen, dass keine Unterschiede mehr zwischen Privatversicherten und gesetzlich Versicherten gemacht werden. In der Schweiz und in Österreich klappt das doch auch. Alle zahlen ein und bekommen, was ihnen zusteht. Wer mehr will und das Geld dazu hat, kann sich dann zusätzlich privat versichern."

Eigentlich müssten Sie es ja selber merken, Sie widersprechen sich ja selbst, viele Bürger wollen keinen Unterschied..., wer mehr will kann privat dazu zahlen... und dann ändert sich genau gar nichts...

Keine schlechte Idee

Grundsätzlich hört sich die Idee dieser Bürgerversicherung doch gut an.
Das ließe sich sicher so regeln, dass die beiden Parteien sich einig werden könnten.
Ich persönlich sehe auch nicht so ganz ein, warum ich mehr verdiene als mein Freund, der für die Stadt arbeitet und er trotzdem privat versichert sein kann und ich nicht.
-> ich fände gleiche Gesundheitsleistungen für alle gut.

Keine Ahnung

Wer die Bürgerversicherung schlecht redet, hat keine Ahnung von sozialer Gerechtigkeit. Die Zweiklassengesellschaft wurde längst durch die privaten Krankenkassen Realität. Die Bürgerversicherung wäre einfach nur gerecht, denn sie würde ALLE in eine Kasse einzahlen lassen. Ja, auch Frau Merkel und Herr Seehofer müssten dann endlich einen Pronzentanteil ihrer sehr hohen Gehälter in eine Solidarkasse einbezahlen. Natürlich fürchten sich immer die Wohlhabenden, etwas von Ihrem Vermögen an Ärmere abgeben zu müssen. Aber nur so kommen wir einer echten Gesellschaft, in der Glück und Zufriedenheit herrschen, näher. Leider kapieren das nur wenige Bürger. Die Bürgerversicherung wäre ein großartiger Schritt in eine wirklich soziale Zukunft.

@ caracol

"Ein guter Freund von mir ist Tischlermeister und Selbstständig, arbeitet 50 Stunden die Woche und bezahlt so viel Selbstständigen-Versicherung, dass das nicht nur einen großen Teil seines Lohns aufisst, sondern er sich teure Zusatzversicherungen auch gar nicht leisten könnte."

Was ist eine Selbstständigenversicherung ?

Und welche Zusatzversicherung ?

Er kann sich doch freiwillig gesetzlich versichern, ist halt meist noch teurer...

Na, wir wollens hoffen

Sollte die SPD es schaffen, den unglaublichen, unfairen Blödsinn unserer aktuellen Zwei-Klassen-Medizin ENDLICH endlich abzuschaffen, dann trete ich wieder in die Partei ein und wähle sie.

Dass sich die Beamten nun lautstark melden und auf weitere Bevorzugung auf Kosten anderer pochen, machts dann schon peinlich.

GroKo - Le Rouge et le Noir

„Einführung der Bürgerversicherung ... Vorbedingung für eine erneute Große Koalition“
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD

„Zwangsvereinigung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung"
Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU)

Gregor Gysi warnt die SPD davor, eine Regierung mit der Union zu bilden. Er wirbt er für eine Minderheitsregierung.

Bekommt jetzt die Minderheit - also die schweigende Mehrheit - wirklich eine Stimme?

Wenn die SPD das durchzieht, ..

.. dann hat sie nach langen Jahren wieder meine Stimme.

"dass eine 20-Prozent-Partei "nicht 100 Prozent ihrer Forderungen umsetzen"

Aber eine 26%-Partei schon, oder wie darf man das verstehen? Die CDU ist zu einer Hybris-Partei verkommen. Wenn die SPD es richtig anstellt, kann sie mehr Gewinn aus dieser Situation ziehen als es auf den ersten Blick scheint.

Beim pushen der privaten ...

...wurde damals leider etwas wichtiges vergessen.

Jenen, die die Solidargemeinschaft ( im Vergleich zu den privaten sind sie das immer noch) der gesetzlichen verlassen, nie wieder zurück zu nehmen.

mit dem abwerben junger Versicherter und der Möglichkeit, alte und kranke in die gesetzliche abzuschieben begann das aushöhlen der gesetzlichen.

Es ist nur legitim, das damit Schluss gemacht wird.

Ich selber verdiene sehr gut, bin aber gesetzlich versichert.
Ich bin bewusst dort geblieben, weil ich ein System mit finanzieren will, das dafür Sorge trägt, das jeder medizinische Versorgung erhalten kann.

Und nicht zu den schmarotzern gehören wollte, die dieses System verlassen - wohl wissend, das sie im Alter Wieder kommen, weil die privaten sie los werden wollen.

Das mit der Bürgerversicherung ist OK.

Bekommt man die nicht hin, soll man wenigstens dafür sorge tragen, das privat versicherte nie wieder zurück kommen.

Der billigste private Tarif ist für diese Leute gut genug

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