Kommentare

Wortklauberei

Man sollte dem nicht zu viel Bedeutung beimessen... wenn der Heilige Vater von "großen Strömen von Flüchtlingen aus dem Staat Rakhine" spricht, dann weiß jeder, wer gemeint ist, auch die Second Lady von Myanmar, die faktisch die First Lady ist. Und sie wird die message verstanden haben. Stellt sich nur die Frage, ob die Botschaft beim birmesischen Militär etwas bewirkt, das im dortigen Parlament immerhin 25 % der Sitze innehat und auch nicht ab- bzw. rausgewählt werden kann..

Und genau damit zeigt er, wie es geht

Er sagt es nicht, aber das Thema ist überall dabei. Und damit in der Aufmerksamkeit präsent.
Was würde es bringen, wenn er mit dem diplomatischen Dampfhammer draufloswüten und wertvolles Diplomatie-Porzellan zerschlagen würde, oder gar eine weitere Minderheit dort (die Christen) in Gefahr bringen würde?
Nein, auch wenn es manchen Medien und Politikern bei uns vielleicht nicht laut genug erscheint, Papst Franziskus hat mit seiner leisen Vorgehensweise vermutlich größeren deeskalierenden Einfluss als unsere unsensiblen Schreihälse.

DER VERTRETER GOTTES

Papst Franziskus, hätte sagen sollen, was Jesus in diesen fall gesagt hätte. Jesus ist für uns alle auf diese Erde gekommen, sicherlich flüchtlinge wie die Rohingya.
Gott diskriminiert niemand und niemals.
Jesus hatte die meiste andacht und sorge für die allerarmsten, die verfolgten.
Jesus is, die menschliche verkörperung von unser Aller Vater, so wie der Heilige Geist auf Erden, in und um uns ist um zu belehren.
Kommunicieren zu ermöglichen.Der Papst hat wie ich vernahm, die Rohinggya nicht genannt weil er fürchtete um das leben von andere minderheiten-wie seine Christenen.Persönlich habe ich eine andere auffassung.
Der Papst soll niemanden in gefahr bringen.Aber wen niemand was sagt oder macht wie in Syriën, können wir innerhalb kürzesten zeit die gleiche wiederliche reportagen in unser fernseher ansehen. Hunderdtausenden tote unschuldig frauen und kinder Rohingya's genannt.Ein papst muss sich eindeutig gegen das übel aussprechen,
möchte er glaubwurdig bleiben.

Es wäre viel gewonnen, wenn

Es wäre viel gewonnen, wenn diese unsägliche Verkürzung auf die Frage, ob der Papst das Wort "Rohingya" verwendet oder nicht, in Zusammenhänge gestellt würde: jeder weiß, wovon der Papst spricht, und es gibt gute Gründe, um der Sache Willen mit Bewusstsein für seine Rolle die Bezeichnung nicht zu verwenden.

@Neu

Volle Zustimmung @Neu. Sehe ich genauso.

Wenn er das R-Wort ausspricht, bringt es keinen weiter, auch den Rohingya wird damit nicht geholfen. Seine Einflussmöglichkeiten auf die Machtelite in Myanmar wären damit einfach nur verpufft, sonst nix.

Aber natürlich hätte er bei den politischen Puritanern und Moralisten beliebt gemacht. Das wäre sehr leicht für ihn gewesen, die Claqueure zu bedienen. Er hat sich für den schwereren Weg entschieden, nämlich den politisch wirksamen Weg, auch wenn ihn das für seine Reputation bei den Moralisten Punkte kostet.

Ich bin selbst Atheist, aber er hat mit seiner verantwortungsvollen Haltung und seinem verantwortungsvollen Handeln in dieser schwierigen Situation meinen Respekt. Chapeaux.

Wären die Täter

Muslime und die Opfer würden einer anderen Minderheit angehören, dann hätte der Papst den Namen der Opfer mehrfach erwähnt.
Enttäuschend finde ich auch wie viele Kommentatoren diese unmutige Haltung des Papstes auch noch unterstützen. Eigentlich sollte er die moralische Instanz der christlichen Welt sein.

Der Papst ist aus eigenem

Der Papst ist aus eigenem Antrieb in schwieriger diplomatischer Mission unterwegs.
Er kann sich da nicht bewegen wie ein Trumpeltier.

@ 19:10 adc

Sie sind wirklich schlecht informiert: Der Papst hat - entgegen mancher Warnungen vor Verwerfungen - vor seiner Reise sehr klar das Unrecht der Vertreibung an den Rohingya auch namentlich benannt. Ihm zu unterstellen, er würde anders reden, wenn es um eine andere Minderheit ginge, trifft nun wirklich den falschen: Das weiß jeder, der sich auch nur rudimentär mit dem Engagement dieses Papstes befasst.

Ein Armutszeugnis

Zum Schweigen des sonst so "sich-in-alles-einmischenden" Papstes fehlen mir die Worte. Einfach unfassbar!

Rohingya haben die falsche Religion

Die Rohingya haben vielleicht nur Pech die falsche Religion zu besitzen. Wer weiß ob sich der christlichste aller Christen sonst nicht längst geäußert hätte.

Sich anpassen an Vorgaben, welche nicht im Einklang stehen mit den Idealen, die gepredigt werden.
Ident mit der Politik, die sich nach dem Wind dreht und nicht nach Werten handelt und redet.
Schade!
Die Menschen würden wohl meist gern mehr klare Worte hören. Jedoch fehlen diese oft von jenen, von denen diese Worte kommen sollten. Und deshalb hören sie auf klare Worte die wenig wert oder falsch bis völlig falsch aber klar und leicht verständlich sind.

Eine sicher schwierige Reise für den Papst, aber nichts zu sagen und doch fast so wie wegschauen. Und nur wenig zu sagen wird diesen armen Menschen wenig helfen - andere Menschen aber in ihrer Ansicht bestärken wir können ruhig so weitermachen wie bisher -denn niemand wagt es was zu sagen.

Ein schlechter Witz

Was erwarten wir vom Papst?
Wir, die wir uns mit Kirchenaustritten und Atheismus schmücken, dem Mamon dienen und uns so moralisch überlegen fühlen - was erwarten wir.
Vielmehr sollte die Frage gestellt werden, wo die weltweite Umma bleibt, warum diese sich nicht - zumindest nicht für uns hörbar - für ihre Glaubensbrüder vehement einsetzt. Die reichen Führungsnationen des Islam könnten sicher helfen und auch Druck ausüben oder mit Millardenhilfen den Unterdrückern gut zureden.
Doch wir schielen immer auf den Paps und die andern christlichen Kirchen, und erwarten moralisch fleckenloses Gehabe und ethische Vollendung - nur um festszustellen, dass dem nicht ist, weil eigentlich in Wahrheit alle einen Grund suchen, um den Kirchen jegliche Darseinsberechtigung absprechen zu können.
Ein fieses Spiel, denn von den islamischen Kirchenoberen wird nichts dergleichen verlangt und dennoch genießen sie höchste Hochachtung - insbesondere im Westen.

schwer hat es, der heilige Vater

er kann es wohl niemandem hierzulande Recht machen
jeder weiß doch, was er mit seinen Reden über Verfolgte sagt - auch wen er speziell meint
es gibt 1 % Katholiken dort, entsprechend wird er sich wohl auch verhalten
oder wie würde ein Papst hierzulande geachtet, (der 23 % Mitglieder hat) wenn er, eingeladen vor dem Bundestag spricht, da gibt es sogar welche, die haben ein solches Benehmen, den Saal provokativ zu verlassen ....
wie würde man ihn in Burma einschätzen - was würde er dort erreichen mit "deutscher" Grobheit

21:13 von HainFk

Die Menschen würden wohl meist gern mehr klare Worte hören
.
überall auf der Welt ?
gelegentlich ist Diplomatie gefragt
und kein "in die Türe fallen"

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