Kommentare

Wie hoch ist die Dunkelziffer?

Angesichts der zum Teil stümperhaft durchgeführten Leichenschau durch Nicht-Rechtsmediziner möchte ich nicht wissen, wieviele von diesen Gewaltverbrechen gar nicht erst entdeckt werden.

Die Todesrate durch den Ehe- oder Lebenspartner

ist somit in Deutschland ca. 10 x so hoch wie durch den Terror. Dennoch sehen die Deutschen laut Umfragen im Terror die höchste Bedrohung für sich.
Was sind wir doch nur für ein komisches Volk.

Guter Artikel!

Wir halten fest:

Wenngleich etwa zwanzig Prozent der Todesopfer häuslicher Gewalt Männer sind, gibt es nach wie vor so gut wie keine geschlechterspezifische Infrastruktur für männliche Opfer (etwa Männerhäuser).

Den männlichen Opfern bleibt nur der Weg zur Polizei, wo ihre Erfahrungen teilweise nicht ernst genommen werden. Anschließend sind sie zuhause dann wieder auf sich allein gestellt.

Schön, das dieser Artikel diese Verhältnisse implizit einmal deutlich macht. Nur Frau kümmert sich anscheinend wieder einmal ausschließlich um Frauen.

357 Frauen und 84 Männer

man beachte !
gibt's auch Männerhäuser ?
interessant wäre auch, um gezielt Prävention durchzuführen, die Zielgruppen zu nennen

16:46 von Hartmut der Lästige

ich hoffe nicht dass dies repräsentativ ist

ne entfernte Verwandte meiner Frau war in einem Frauenhaus
(sie wurde nicht geschlagen wollte nur mit den Kindern raus von zu haus)
12 Frauen mit/ohne Kinder fanden dort Unterschlupf,
davon 3 Deutsche (aus der ehemaligen Sowjetunion)

Mehr Hilfe für Betroffene

Rechnen wir mal die Betroffenen nach Zahl der Todesopfer hoch sind 20% der Opfer männlich. (Das Studien teilweise von einer Gleichverteilung der Opfer häuslicher Gewalt ausgehen ignorieren wir mal eben)

Schauen wir auf die Hilfsangebote sehen wir, dass es 353 Frauenhäuser (+40 Schutzwohnungen für Frauen), aber nur 3 Männerhäuser gibt.
Im Vergleich zu den Frauenhäusern liegt der Anzahl an Männerhäusern also im Promillbereich.
Und die Forderung? Mehr Frauenhäuser!

Ich sage ja nicht, dass wir zu viele Frauenhäuser hätten, aber wir haben definitiv zu wenig Männerhäuser. Die Zahl der Opfer steht in einem krassen Missverhältnis zur angebotenen Hilfe.

Wäre die angebotene Hilfe geschlechtsneutral wäre das ok, aber Männer sind von dieser Hilfe im Regelfall ausgeschlossen.

Das die Tagesschau häusliche Gewalt wie gewohnt durch eine geballte Männerfaust bildlich darstellt unterfüttert im Übrigen die Stereotypen, welche die Dunkelziffer bei den Männern in die Höhe treibt.

Subsidiaritätsprinzip

Es gibt auch Männerhäuser, allerdings viel weniger. Das dürfte daran liegen, dass die Initiative dafür, ein solches Haus zu eröffnen, üblicherweise von einem Verein oder Verband ausgeht und Männer zu dem Thema bislang noch wenig organisiert sind.. Die Länder unterstützen zwar Frauen- und Männerhäuser finanziell, aber würden erst dann selbst welche eröffnen, wenn niemand sonst sich dem Thema annähme und die Notwendigkeit enorm wäre. Das liegt daran, dass das Subsidiaritätsprinzip gilt. Dass Zufluchtsorte für Frauen (ggf. mit ihren Kindern) nötig sind, ist Frauen seit Jahrhunderten klar, dass auch Zufluchtsorte für Männer nötig sind, wurde Männern aber erst in den letzten Jahren bewusst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Subsidiarit%C3%A4t
https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenhaus
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4nnerhaus_(Zufluchtsort)

Schwedische Studie

Fakt ist : Das viele Männer sich nicht trauen zur Polizei zu gehen aus Scham und weil sie eh nicht für voll genommen werden wenn ein 2 Meter Mann von einer 1,5m Frau geschlagen und psychisch misshandelt wird.

Die Schwedische Studie beweist deshalb gibt es in Skandinavien genau so viel Männerhäuser wie Frauenhäuser. Das Frauen eine genau so hohe Gewalt Bereitschaft haben wie Männer.

Es ist völlig Wurst wer wenn was an tut , wir sollten dies Geschlechterwahn beenden, und jede Art von Gewalt unter bilden und Hilfe suchende eine Hand reichen.

In Deutschland werden Frauen in jeder hin sich bevorzugt, und das wissen einige Frauen ganz genau und nutzen das Scham los aus.
Sei es beim Sorgerecht des Kindes usw.

Ja es gibt Männerhäuser

Ja es gibt Männerhäuser nur trauen Männer aus scham sich nicht dort hin

Maßnahmen für Männer

Ich will gewiß nicht die Not von mißhandelten Männern leugnen oder die Forderung nach Männerhäusern ablehnen. Wohl aber will ich daran erinnern, dass die Frauenhäuser nicht vom Himmel gefallen sind. Nein, sie mußten von der Frauenbewegung hart erkämpft werden und sie müssen auch heute noch regelmäßig gegen Kürzungsforderungen verteidigt werden. Und ohne ehrenamtliche Arbeit sind sie in der Regel nicht überlebensfähig.

Bei jeder Meldung über häusliche Gewalt Männerhäuser einzufordern, wird es nicht bringen.

Die Studien, die von einer Gleichverteilung der Opfer häuslicher Gewalt ausgehen, würde ich gerne mal sehen. Ich glaube, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt, aber nicht an eine Gleichverteilung!

um 17:07 von WiPoEthik

>>Ich sage ja nicht, dass wir zu viele Frauenhäuser hätten, aber wir haben definitiv zu wenig Männerhäuser. Die Zahl der Opfer steht in einem krassen Missverhältnis zur angebotenen Hilfe.<<

Damit haben Sie vollkommen Recht, @WiPoEthik.
Wir brauchen mehr Schutzräume, welche die hilfebedürftigen Menschen vor den Gewaltmenschen schützen. Und für Kinder extra wegen der jeweilig gewalttätigen Handlung.

Aber beachten SIE bitte hierbei auch Folgendes, ein Zitat von G. W. F. Hegel hierzu: "Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen - umso schlimmer für die Tatsachen."

Um dies jetzt bitte einfach mal im Kontext mit dem TS-Artikel - nachvollziehen.

Ich vermute direkte Hilfe

Ich vermute direkte Hilfe durch die Polizei im Meldefall ist wesentlich sinnvoller als die Flucht in ein Frauenhaus. Probleme muss man einfach angehen und Lösen. Je früher desto besser.

mir kommen die Tränen

Ist jetzt das Thema häusliche Gewalt auch schon die Bühne für Whataboutism? Da fällt meinen Geschlechtsgenossen tatsächlich nichts besseres ein, als sich darüber zu beschweren, dass die männlichen Opfer nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen? Jaja, ich verstehe schon. Die "traditionelle" Gewalt mit 99% weiblichen Opfern war nie ein Problem. Aber wenn jetzt schon 20% der Opfer männlich sind, muss dringend etwas unternommen werden, sonst werden das womöglich irgendwann mal 50%!

Ne jetzt, ne? Soll ich lachen oder weinen? Ich glaub, am besten schäme ich mich.

16:46 von Hartmut der Lästige

"Dennoch sehen die Deutschen laut Umfragen im Terror die höchste Bedrohung für sich. "

Ich würde eher die Sache so bezeichnen:

"Männer sehen laut Umfragen im Terror die höchst Bedrohung."

Und das ist nachvollziehbar. Denn der "Terror" den Männer Frauen bereiten, trifft sie selbst ja nicht.

Ich persönlich empcinde und empfand die Gewalt von Männern Frauen gegenüer immer schon als unverhältnismäßig massiger.

Dafür war und ist immer noch die Berichterstattung viel zu einseitig u ausgewogen.

Gewalt ist männlich

...heißt es seit den 70ern - dabei heißt es doch DIE Gewalt (Ironie off).

In den 90er Jahren fand eine Studie des Professor Pfeiffer der Kripo Niedersachsen heraus, dass die Ausübung von Gewalt in der Familie recht gleichmäßig zwischen den Geschlechtern verteilt ist.
Aber es gibt wohl doch Unterschiede: Männer neigen mehr (nicht ausschließlich!!) zur Anwendung körperlicher Gewalt, Frauen mehr zur Ausübung psychischer Gewalt (auch hier: nicht ausschließlich!!).
Wie schon geschrieben wurde, schämen sich Männer, denen Gewalt vom Partner angetan wurde, sie werden auch nicht ernst genommen - bei Frauen trifft beides so gut wie nicht zu.
Auch wird die Gewalt in der Familie von Frauenverbänden und angeblichen Kindeswohl-Vereinen (Violetta, Zornröschen u.ä.) gegen die Männer und Väter instrumentalisiert.
Richt ist: Gewalt muß allgemein geächtet werden!!
pm

19:44 von frosthorn

"Jaja, ich verstehe schon. Die "traditionelle" Gewalt mit 99% weiblichen Opfern war nie ein Problem. "

Wie schrieb im anderen Thread einer über Sklavenhandel ..
Das ist das Problem der Sklaven.

So sehen es in dem Fall anscheinend auch viele vermutlich selbst gewalttätige "männliche" Mitforisten.

Nur die Spitze des Eisberges

Ich persönlich glaube, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher ist. Das ist genauso wie mit den Migranten, die Opfer rassistischer Gewalt werden. Das landet nicht selten in einer ganz anderen Statistik. So gibt sich Deutschland selber ein positives Image. Wer die Wirklichkeit wissen will, der sollte mal mit Ausländern darüber sprechen.

19:44 von frosthorn

dass die männlichen Opfer nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen?
.
jetzt übertreiben sie nicht
330 (+40) Frauenhäuser gibt es und 3 Männerhäuser
bei einem Opfer Anteil von 82 % Frauen ein Mißverhältnis
- es müssten für Männer über 80 Einrichtungen sein

es ist echt erstaunlich wie

es ist echt erstaunlich wie schnell schon wieder bei so einem furchtbaren Thema Männer das Thema missbrauchen, Tasachen zu verleugnen und zu verdrehen und om Thema abzulenken und/ oder die Tätergruppe in die Opferrolle zu setzen.
Das ist ein ganz perfider Zug von den betreffenden Personen.
letzlich wohl mit dem Ziel, den Zustand so zu erhalten.
Einfach nur widerlich.

In Spanien sind vor nicht

In Spanien sind vor nicht allzu langer Zeit Frauen eben wegen dieser massiven Gewalt gegen sie auf die Straße gegangen.

19:57 von pmhannover

Gewalt muß allgemein geächtet werden!!
.
leichter gesagt als getan
Blaue Flecken, gar ein gebrochener Arm lassen sich leicht nachweisen
eine zerbrochene Seele ... ?

ich erinnere an den Artikel

In 357 Fällen ging es um Mord oder Totschlag - bei 208 Fällen überlebte die Frau, bei 149 nicht.

Da würde ich doch sagen, dafür haben wir doch die richtigen Männerhäuser: per Zwangseinweisung und gleich für mehrere Jahre aufgenommen.

@ frosthorn

Danke! Ich wollte gerade das gleiche schreiben.

Da wird über eine erschreckende Gewalt berichtet, und dem Geschlecht, das für 80% dieser Gewalt verantwortlich ist, fällt nichts besseres ein, als "... aber die machen das ja auch..." zu stottern.

Natürlich gibt es auch Männer, denen vom Ehepartner Gewalt angetan wird. Aber in diesem Artikel ging es um ermordete Frauen. Das ist so, als würde jemand auf einen Beitrag über Kindesmishandlungen antworten, dass ja auch manchmal Eltern von ihren Kindern verprügelt werden.

19:43 von AfroDieter "Ich

19:43 von AfroDieter
"Ich vermute direkte Hilfe"

Eine Frau die Angst um Leib und Leben hat und einfach Angst hat, wird Flucht bevorzugen.
Polizeiarbeit setzt Mut voraus und die Zuversicht dieses Scheusal von Mann zu überleben. Der Fall wird aufarbeitet.

Polizei wäre wichtig, damig die Verbre her ihrer Strafe zugeführt werden können.
Zur psychischen Stabilisierung sind diese Häuser unverzichtbar, weil die Frauen dort lernen in anderen sozialen Strukturen zu leben auch ohne die Gewalttäter.
Ganz wichtig für sie ist, wie es zu dem Umstand kommt dass sie in so eine meist abhängige gewalttätige Bezihung kommen ...

Sexistischer Beitrag

In dem Tagesschau Artikel in der jetzigen Version wurde das Wort
Frau 10 mal im Kontext des Opfers benutzt und 0 mal im Kontext des Täters.
Wärend das männliche Wort 0 mal im Kontext des Opfers auftauchte und 4 mal im Kontext des Täters.

Der alte Artikel hatte immerhin noch Bezug zu den männlichen Opfern.

Wie ich die Statistik lese sind ein Drittel Tötungs-Opfer durch Partner männlich, wenn man den Versuch dazurechnet.
Und immerhin noch ein Viertel, wenn man nur die vollendeten Handlungen nimmt.

Deswegen liebe Vorredner beschweren sich hier Leute das Männer zu wenig erwähnt werden. (Auch angesichts der Tatsache das sie insgesamt geringfügig mehr Tote durch Gewalttaten zu beklagen haben)
Es sei denn sie wollen ernsthaft argumentieren, dass durch eine Frau umgebracht werden irgendwie harmloser ist als durch einen Mann umgebracht zu werden.

Frauen die ihre Männer umbringen . ..

... verwenden meistens keine direkte physische Gewalt sondern benutzen Gift.

@frosthorn, 7:44

Mein lieber User "frosthorn",

Ihre Polemik ("mir kommen die Tränen") bei diesem Thema ist völlig unangebracht (und, wie ich finde, auch äußerst respektlos den Opfern gegenüber).

Ich weiß nicht, aus welchen Kommentaren Sie hier lesen, Gewalt gegen Frauen wäre für jemanden kein (oder auch nur das kleinere) Problem.

Wenn die Opfer aus 80% Frauen und 20% Männern bestehen, sich bei den Schutzeinrichtungen hingegen (wie User "wipoethik" zurecht beschrieb) 99% an Frauen und unter 1% an Männer richten, besteht hier ganz deutlich ein Missverhältnis. Ist ja logisch, oder?

Oder wollen Sie das etwa bestreiten?

Thema psychische Gewalt durch Frauen..

..müsste meiner Meinung nach stärker in den Fokus rücken..

Ich hab es erlebt,dass eine Frau,die sich selbst verwirklichen wollte durch pausenloses Dagegenarbeiten die Beziehung bewußt zugrunde richtete..

und bis heute kein Wort des Bedauern dafür übrig hat

20:02 von Sisyphos3

ganz ehrlich ...

ich sehe ü erhaupt kein Problem darin, die MÄnner, die Ofper von Gewalt wurden auch in Frauenhäuser aufzunehemen.

Und ich bin mir sicher, auch wenn Sie sich das vermutlich nichrvorstellen können, dass damit auch keine Frau, die Opfer vo. Bewalt wurde ein Problem damit hätte.

@störschall, 20:06

Was soll daran "widerlich" sein, eine Opferschutzstruktur einzufordern, die das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Opfern widerspiegelt?

Verstehe ich nicht...

19:57 von pmhannover "Gewalt

19:57 von pmhannover
"Gewalt ist männlich
...heißt es seit den 70ern - dabei heißt es doch DIE Gewalt (Ironie off). "

Sehr unkomisch.
DER Plural ist übrigens auch "die"

In der ursprünglichen Version...

... des Artikels wurden zu meiner Freude endlich auch einmal männliche absolute Opferzahlen genannt.

Aber leider zu früh gefreut. Die redigierte Version lässt diese Gruppe dann (wie immer) wieder weg.

Wäre schön, wenn hier nachgearbeitet würde, tagesschau.de.

Proportionen

>Da fällt meinen Geschlechtsgenossen tatsächlich nichts besseres ein, als sich darüber zu beschweren, dass die männlichen Opfer nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen?<

Lieber frosthorn,

ich habe hier keinen Kommentar gelesen, der sich darüber beschwert, dass häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer nicht im Mittelpunkt steht.

Aber bei einer Relation von 353 Frauenhäusern zu 3 Männerhäusern (ich beziehe mich auf die Zahlen, die @WiPoEthik in seinem m.E. sehr guten Beitrag genannt hat) und einem "Gewaltverhältnis" von 4:1 kann man wohl zu Recht von einem Missverhältnis sprechen.

MfG Asparagus

p.s.: Ich habe in keiner meiner Beziehungen Gewalt ausgeübt noch wurde ich selbst Opfer von Gewalt.

@frosthorn - Dunkelziffer

19:44 von frosthorn:
"Die 'traditionelle' Gewalt mit 99% weiblichen Opfern war nie ein Problem."
> Weil es sie nie gab? (Aus welchem Land oder Jahrhundert stammt Ihre Zahl?)

"Aber wenn jetzt schon 20% der Opfer männlich sind, muss dringend etwas unternommen werden, sonst werden das womöglich irgendwann mal 50%!"
> Wahrscheinlich sind es längst 50%.

"Soll ich lachen oder weinen? Ich glaub, am besten schäme ich mich."
> Das wäre angebracht, denn Sie machen sich über ein Problem lustig, das zwar real besteht, aber kaum wahrgenommen wird, weil wir noch immer dem traditionellen Rollenbild des "starken Geschlechts" verhaftet sind.

Fragen Sie sich mal, unter welchen Umständen Sie zur Polizei gehen würden? Die Dunkelziffer dürfte gewaltig sein.

20:23 von frag

20:23 von frag nicht
"Sexistischer Beitrag"

Es wird immer dol!er hier!!!

Männer töten Frauen ..

und das zu erwähnen diffamieren Sie als sexistisch?

Verdrehen von Tatsachen ist auch eine Straftat ... wussten Sie das?

zu Beitrag von "frag nicht" (20:23)

Ja, exakt das ist mir auch aufgefallen, nachdem ich den Artikel ein zweites mal aufgerufen habe. :)

Ich behaupte mal forsch, keiner der Forenten will hier Gewalt ggü. Frauen auch nur im Geringsten relativieren, andersrum ist es aber genauso schlimm. Gleichberechtigung funktioniert in beide Richtungen.

20:30 von StöRschall

lösen sie sich doch von dem bild
Mann ... Frau
es geschieht Gewalt
ob gegen eine Frau oder gegen einen Mann, ist doch wohl nebensächlich
es ist nicht hinnehmbar

Also ich ...

würde nicht zur Polizei gehen wenn mich meine Frau misshandeln würde...

@störschall, 20:30

Damit hätte ich auch kein Problem.

Passiert aber ja leider nicht.

Das ist ja das Dilemma.

Furor

>Es ist echt erstaunlich wie schnell schon wieder bei so einem furchtbaren Thema Männer das Thema missbrauchen, Tasachen zu verleugnen und zu verdrehen und om Thema abzulenken und/ oder die Tätergruppe in die Opferrolle zu setzen.
Das ist ein ganz perfider Zug von den betreffenden Personen.
letzlich wohl mit dem Ziel, den Zustand so zu erhalten.<

und

>So sehen es in dem Fall anscheinend auch viele vermutlich selbst gewalttätige "männliche" Mitforisten.<

Liebe StöRschall,

beim Thema "Männer gegen Frauen" habe ich ja ein wenig Erfahrung mit Ihren oft heftigen Formulierungen, aber meinen Sie nicht, dass Sie hier übers Ziel hinausschießen? Sie unterstellen den Mitforisten mal einfach so Gewalttätigkeit und den Wunsch, den Istzustand beizubehalten? Im Ernst?

Dem männlichen Opfer weiblicher Gewalt nützt es gar nichts zu wissen, dass lt. Artikel 4/5 der gewalt von Männern ausgeht. Ich wünschte, die Fallzahlen in beiden Richtungen würden auf 0 zurückgehen.

MfG Asparagus

@Sasquatch - Täter & Opfer

20:11 von Sasquatch:
"Da wird über eine erschreckende Gewalt berichtet, und dem Geschlecht, das für 80% dieser Gewalt verantwortlich ist, fällt nichts besseres ein, als [...]"

Korrekt muss es lauten: ... das für 80% der registrierten(!) Fälle verantwortlich ist...

Die zwei Gruppen, um die es hier gehen sollte, lauten "Täter und Opfer" und nicht "Männer und Frauen". Eine Unterscheidung nach dem Geschlecht wird erst relevant, wenn es um die Qualität der körperlichen Folgen geht. (Ein gewalttätiger Mann kann eine Frau schwerer verletzen als umgekehrt.)

20:23 von frag

20:23 von frag nicht
"Sexistischer Beitrag
In dem Tagesschau Artikel in der jetzigen Version wurde das Wort
Frau 10 mal im Kontext des Opfers benutzt und 0 mal im Kontext des Täters.
Wärend das männliche Wort 0 mal im Kontext des Opfers auftauchte und 4 mal im Kontext des Täters. "

Das ist einzig und allein dem Inhalt der Meldung geschuldet.

Es geht in der Meldung nämlich um von Männern getötete Frauen.

Das ist wie mit Meldungen zu islamistischem oder rechtextremistischem Terror. Dabei wird auch nur über Mörder mit islamistischem oder rechtsterroristischem Hintergrund berichtet.

können Sie das verstehen?

Männer in Frauenhäusern?

@ StöRschall
"ich sehe ü erhaupt kein Problem darin, die MÄnner, die Ofper von Gewalt wurden auch in Frauenhäuser aufzunehemen.

Und ich bin mir sicher, auch wenn Sie sich das vermutlich nichrvorstellen können, dass damit auch keine Frau, die Opfer vo. Bewalt wurde ein Problem damit hätte."

Also ich kann mir das auch kaum vorstellen und bin damit sicher nicht allein. Weil es nämlich zum Konzept der meisten Frauenhäuser gehört, dass da Frauen unter sich sind. Dass Opfer sich über ihre Erfahrungen austauschen können und sich über ihre Zukunft klar werden können.

Die Erfahrungen von männlichen Opfern sind da nur begrenzt hilfreich, weil die Erfahrungen offensichtlich andere sind. Hier ist ja oft genug von "psychischer Gewalt" die Rede, die von Frauen ausgeübt werde.

Die Kriminalstatistik spricht übrigens ausdrücklich nur von körperlicher Gewalt.

20:49 von Sisyphos3 20:30 von

20:49 von Sisyphos3
20:30 von StöRschall
"lösen sie sich doch von dem bild
Mann ... Frau
es geschieht Gewalt"

ach ... auf einmal?

lösen Sie sich doch mal von Ausländer-Gewalt vs. Deutsche-Gewalt, dann wirds glaubhaft.

20:11 von Sasquatch

Im Artikel waren zuvor auch Männer als Opfer erwähnt, Thema war häusliche Gewalt (Schwerpunkt Frauen, aber nicht ausschließlich) dies wurde jedoch geändert.

Es geht doch nicht darum, das andere Geschlecht runterzuputzen, sondern darum, das Opfern geholfen wird - unabhängig vom Geschlecht. Das ist aktuell nur begrenzt der Fall. Und die Hilfe steht eben nicht im Verhältnis zur Verteilung der Opfer.

Ich finde es erschreckend und absolut nicht nachvollziehbar, das User die sich so häufig für Gleichberechtigung und Auflösung tradierter Rollenmuster aussprechen Männern nicht zugestehen können auch mal Opfer zu sein und Hilfe zu benötigen.

Das 20% der Opfer nur 0,8% der Hilfe bekommen ist für mich nicht verständlich.
Wie gesagt, es geht mir nicht darum jemandem etwas wegzunehmen. Es geht hier um die Opfer und deren Geschlecht ist mir völlig gleichgültig - unserem System jedoch leider nicht.

Keine Hilfe zu finden selbst wenn man sie sucht ist die standard-story männlicher Opfer.

asparagus

"beim Thema "Männer gegen Frauen" habe ich ja ein wenig Erfahrung mit Ihren oft heftigen Formulierungen, aber meinen Sie nicht, dass Sie hier übers Ziel hinausschießen? "

Lieber Asparagus,

andersherum wird ein Stiefel draus:
bei dem Thema wird mir gern heftige Formulierung unterstellt.

Warum nur?
Um zu implizieren, ich würde übertreiben?
Um zu implizieren, die Tatsache wäre garnicht so schlimm?

So interpretiere ich das jedenfalls ...

... und stelle immer wieder fest, dass Männer bei dem Thema gerne kollossal untertreiben und weit unterhalb des Ziels sich lieber auf dem Holzweg weiterentwickeln.

20:30 von StöRschall

Männer werden in Frauenhäusern abgewiesen und von Opferschutzverbänden häuslicher Gewalt ebenfalls. Sind nicht zuständig. Die bekommen höchstens ein Antiagressionstraining.

Würde man es dort so handhaben wie Sie es sehen, also "Frauenhäuser für alle" ginge die Kritik im Thread gegen Null und wir würden alle am gleichen Strang ziehen.
Wäre mir persönlich viel lieber, denn dann kämen wir leichter voran.

Gewalt erzeugt Gegengewalt

Wer ohne Schuld ist, darf den ersten Stein...
Wir haben den kulturellen Höhepunkt längst überschritten...leider

Was hat sich verändert von 2016 zu 2015

Ich habe mir die Mühe gemacht mal genau nachzusehen und 2015 und 2016 verglichen:
Material gibts auf der BKA Seite:
"Opfer - Tatverdächtigen - Beziehung formal (Partnerschaften)" in den Opfertabellen

Im Teilbereich Partnerschaften (Mord+Totschlag ohne Totschlag auf Verlangen, fahrlässige Tötung etc):

jeweils Opfer:

2015 vollendet: 20m 130w
2016 vollendet: 15m 149w -25%m/+14%w

9% der Opfer sind männlich.

2015 vollendet+versucht: 83m 338w
2016 vollendet+versucht: 84m 357w +1%m/+19%w

19% der Opfer sind männlich

wenn man die Familie als Täter dazu nimmt sind
35% der Opfer männlich
Wenn wir auf Mord und Totschlag allgemein blicken sind wir bei
67% männlicher Opfer

Das heisst hier wurde sich aus einem Teilbereich in dem Männer klassischerweise die Opfer bilden ein Sub-Bereich herausgesucht in dem nun wieder die Frauen als Opfer führen.
Aber wir haben in der Tat in diesem Teilbereich für Frauen einen Anstieg. Und ein stark ungleiches Geschlechterverhältnis.
(wird fortgesetzt...)

@ Hartmut der Lästige (16:46)

"Die Todesrate durch den Ehe- oder Lebenspartner ... ist somit in Deutschland ca. 10 x so hoch wie durch den Terror. Dennoch sehen die Deutschen laut Umfragen im Terror die höchste Bedrohung für sich."

Könnte vielleicht daran liegen, daß die wenigsten einen gewaltbereiten Totschläger als (Ex-)Lebenspartner in der Familie haben. Das die Gefährung durch einen unverhofften Anschlag mehr Angst macht, als ein lieber, friedfertiger Lebenspartner sollte ja soweit klar sein...

20:58 von MaritaD

"Weil es nämlich zum Konzept der meisten Frauenhäuser gehört, dass da Frauen unter sich sind. D"

Das mag sein.

Könnte man aber vielleicht auch mal in Frage stellen.

Weil ich nämlich denke, dass beide, extrem voneinander profitieren und lernen können.

Und ganz darüber hinaus geht es auch um Annäherung im allerweitesten Sinne bzw. im Sinn des Gleichheitsprinzips.

Ich denke, es wäre gut, natürlich nur für die, die das möchten.

Körperliche Gewalt ist übrigens IMMER beides ( nämlich körperliche UND psychische Gewalt).

Und ist es meist

auch so, dass das Opfer von körperlicher Gewalt natürlich Schmerzen hat, & auch geschwächt ist, und wahrscheinlich weiterhin funktionieren muss, arbeitsmäßig oder der Kinder wegen.

Dann kann man das doch gut nachvollziehen, wenn danach - nach den Misshandlungen - nichts mehr zu erkennen ist. - WENN die/der Betroffene erst sehr spät polizeilich Anzeige erstattet. Und daraufhin nicht ernst genommen wird ...! That's real life.

Feststellung

Ich möchte hier Mal anmerken: es gibt Gewalt von Frau gegen Mann, auch das ist schlimm. Darauf weisen einige hier hin.
Ok.
Fakt ist aber auch, es kommen deutlich mehr Frauen zu Schaden durch Männer als andersrum bei häuslicher Gewalt. Wer es nicht glaubt kann Mal Notaufnahmen und Frauenhäuser besuchen.
Überhaupt führen Männer in Gewaltverbrechen, sogar in sexualisierter Gewalt gegen das eigene Geschlecht. Ich kann beim besten Willen keine Relativierung akzeptieren. Ich bin Mann, es ist mir aber völlig unbegreiflich was bei diesen Tätern falsch läuft.

Ein Statement als Frau

Was wird nicht alles von Gleichberechtigung gefaselt.
Was wird gejammert, weil zu wenige Frauen in Aufsichtsräten sitzen.
Grosses Thema. Wir sprechen da von ein paar Frauen. Mal ehrlich. Aber man tut, als sei das ein gesellschaftlich relevantes Thema.

Das ist es nicht.

Gesellschaftlich relevant ist allerdings, dass männliche Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch (Minderjährige) noch immer unter der Floskel "Männer sind keine Opfer" zu leiden haben.

Noch schlimmer ist die Situation für männliche Opfer, wenn der Täter eine Täterin ist.

Frauen können alles, Frauen haben gleiche Rechte, Frauen sind genau so gut wie Männer - nur die Erkenntnis - Frauen sind genau so schlecht wie Männer, die fehlt.

Stimmt nicht? Fragen Sie sich mal, ob, wenn Macron der Lehrer und seine Frau die Schülerin gewesen wäre, der Mann eine Chance gehabt hätte, Präsident zu werden.

Weibliche Täter - sie geniessen mehr Schutz als weibliche Opfer!

Es ist eine Schande! So viel zur Gleichberechtigung

@störschall, 20:45

"Verdrehen von Tatsachen ist auch eine Straftat ... wussten Sie das?"

Ach nö, nicht wieder die Schiene...

Ich weiß davon nichts, nach welchem Paragraphen denn?

(Ganz abgesehen davon, dass der User ja gar nichts verdreht hat, aber das nur am Rande.)

21:09 von WiPoEthik

"Es geht doch nicht darum, das andere Geschlecht runterzuputzen, sondern darum, das Opfern geholfen wird - unabhängig vom Geschlecht. "

Es wäre schön, wenn es wirklich darum ginge, Opfern zu helfen.
Tut es hier in den Beiträgen aber nicht! Bzw. nur Vordergründig mit der gegenteiligen Absicht.

Die tiefere Textstrumturen der Kommentar versucht Folgendes zu implizieren:

a) Gewalt gegen Frauen sei nicht der Rede wert

b) Frauen seien genauso gewalttätig wie Männer

das sind die hintergründigen Aussagen.
Und diese sind nicht nur widerlich sie wedern auch auf eine genau so widerlichen vordervründigen Täter-Opfer-Vertauschung vorgebracht, um die Opfer in dem Fall wie Sie es schön zutreffend beschreiben, runterzuputzen.

ich stelle ja gar nicht in Abrede

dass Gewalt gegen den Partner kein Alleinstellungsmerkmal von Männern ist. Und dass (psychische Gewalt ist da erheblich schwieriger zu qualifizieren oder quantifizieren) auch physische Gewalt von Frauen gegen Männer in inakzeptablen Ausmaß stattfindet. Ich bezweifle nicht mal die 20% und bin mit allen hier einig, dass nicht Frauen, sondern Opfer geschützt und nicht Männer, sondern Täter aufgehalten werden müssen. Auch finde ich die Hilfsangebote für Männer nicht verhältnismäßig und plädiere für Verbesserungen.
Und dennoch ärgert mich, dass der überwiegende Teil der Beiträge hier aus dem Lamento über die so arg vernachlässigten Männer besteht. Wie bei ähnlichen Themen entsteht da nämlich der Eindruck, dass das zugrunde liegende Problem verwässert werden soll, Whataboutism eben.
Einem Foristen, dem es das vorrangige Problem zu sein scheint, dass bei einem Artikel über häusliche Gewalt Frauen "zu gut wegkommen", nehme ich erst mal nicht ab, dass es ihm um Lösungen geht.
Nix für ungut.

19:24 von MaritaD

Sie hatten um Studien zum Thema Gleichverteilung häuslicher Gewalt gebeten. Hier wird entsprechend darauf verwiesen:

http://www.buergerimstaat.de/1_03/gewalt.htm

@91541matthias

Ähm?
also hätte die Frau sich im Interesse dieser Beziehung aufopfern sollen?

Natürlich arbeitet man gegen eine Beziehung, wenn der Partner etwas will und man selbst will das nicht.

Wieso sollte man so was bedauern?
Dann waren die Partner eben nicht passend.

Da spricht man nicht von "psychischer Gewalt" - das nennt man "Beziehungsende".

Psychische Gewalt ist etwas ganz, wirklich etwas ganz anderes, als die Tatsache, dass ein Partner keine Lust hat, die eigenen Bedürfnissen einem "wir" zu unterwerfen, das keine Zukunft hat.

In diesem Beispiel das Sie da kennen - hat sich da der Mann jemals bedauernd darüber geäussert, dass er seine Frau unterwerfen wollte?
Ich mein ja nur.

Nochmal Mord allgemein 2015 auf 2016

@StöRschall
Nun wenn die Meldung sich hier also um die 19 Frauen dreht die 2016 mehr umgebracht wurden als 2015.
Dann müsste sich ja insgesamt sonst wenig getan haben beim Mord/Totschlag.

Also schauen wir mal.
Diesmal Opfer allgemein (egal wie sie zu dem Täter standen) wieder Mord+Totschlag:
(Quelle die Altersstatistik 2015 und 2016)

2015 umgebracht: 286m 293w
2016 umgebracht: 438m 424w +53%m/+44%w

2015 umgebracht+versucht: 1667m 771w
2016 umgebracht+versucht: 2016m 976w +20%m/+26%w

Holla die Waldfee, wo kommen denn die ganzen Toten her?

Und wieviel Feminismus muss man im Leben zu sich genommen haben um sich auf 19 Leute mehr in einem Teilbereich zu konzentrieren, wenn wir einen Anstieg bei den Tötungen von 283 haben, viel mehr als Frauen von ihren Partnern im ganzen Jahr umgebracht werden?

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