Kommentare

zivile Opfer

"Die Streitkräfte machten keine Angaben zu möglichen zivilen Opfern."

Natürlich nicht, denn das würde die Statistik ziemlich vermiesen. Also äußert man sich gar nicht oder erklärt die Opfer pauschal zu "Kombattanten". Und wenn doch einmal nachweislich Zivilisten getötet wurden, kann man sie noch postum zu menschlichen Schutzschilden erklären.

Ich möchte behaupten, dass die zivilen Opfer dieser Anschläge ein Grund sind, warum diese Terrororganisation sich seit über zehn Jahren in Somalia halten kann.

Mag sein, dass es hundert

Mag sein, dass es hundert Tote gegeben hat, aber ob das alles Al-Shabab-Kämpfer waren, und nicht auch z. B. unbeteiligte Zivilisten, sei mal dahingestellt.

Ist ja, toll !

Wäre interessant zu erfahren welchen Aufwand unsere amerikanischen Freunde diesmal getrieben haben, um rund 100 (aufgerundet, oder abgerundet?) Bösewichte unschädlich zu machen. Oder war es doch wieder eine Hochzeitsgesellschaft?
Nach dem Einsatz der Multi-Millionen "Mutter aller Bomben" fiel die Kosten-Nutzen-Rechnung eher kümmerlich aus.

Ich zähle jetzt drei kritische Stimmen zum Angriff

auf die islamistischen Terroristen.

Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert?

21:47 von karwandler

"Ich zähle jetzt drei kritische Stimmen zum Angriff auf die islamistischen Terroristen.
Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert? 21:47" von karwandler

Stimme Ihnen zu. Vor allem auch deshalb, da wir zu 100% sicher sein können, dass nicht ein einziger Zivilist zu Schaden oder gar ums Leben gekommen ist. Die USA sind ein Garant, für Zielgenauigkeit bei solchen Lugftangriffen. Und wenn doch Zivilisten getroffen werden, dann wird das als Kollateralschaden bezeichnet und ist rein zufällig.

Leider keine leichte Sache

Da bei so einem Angriff echte Menschen umgebracht werden, womöglich äußerst oberflächlich als 'wahrscheinlicher' Terrorist auf einer Kamera aus der Luft von Kilometer entfernt, ist das nichts, das zufrieden macht.

Ich muss aber auch darauf hinweisen, dass die Geschichte leider gezeigt hat, dass man eben nicht immer auf neutral setzen darf. Selbst die neutralen Schweizer hätten sich irgendwann komplett den Nazis ausliefern müssen, wenn das Dritte Reich gewonnen hätte. Wenn man also jede Bande ihr Unwesen treiben lassen will, solange es nicht ans eigene Hab- und Gut geht (ist ja weit weg), dann darf man sich auch nicht einbilden, auf einer höheren moralischen Ebene zu sitzen...

Kosten-Nutzen-Rechnung?

Kosten-Nutzen Rechnung beim Einsatz von Waffen?

Wenn wir nicht ständig Waffen in alle Welt verkaufen würden und unsere Phantasie und Schaffenskraft sinnvoll einsetzen würden sähe das mit der Kosten-Nutzen Rechnung aber viel besser aus - oder?

@Karwandler

"Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert?"

.

Und hast Du nach der Ursache gefragt? Warum lassen die USA Somalia die Probleme nicht alleine lösen?

@karwandler

"Ich zähle jetzt drei kritische Stimmen zum Angriff auf die islamistischen Terroristen. Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert?"

Vielleicht haben die drei Stimmen höhere Ansprüche an ein demokratisches Land. Oder soll der Maßstab für westliches Handeln zukünftig nur noch das Schlimmste vom Schlimmen sein? Ich habe jedenfalls höhere Ansprüche und möchte nicht, dass der Maßstab für das Handeln des Westens Terroranschläge sind.

Kurz: dieser US-Angriff ist sehr wohl zu kritisieren. Selbst wenn es zu 100 % Islamisten gewesen wären. Sie hatten keinen Gerichtsprozess. Das ist das Mindeste worauf westliche Demokratien beruhen. Somalische Terroristen haben m.W. die USA nicht angegriffen, also gibt es hier auch kein "Kriegsrecht".

@karwandler - Terroristen lassen sich nicht kritisieren.

21:47 von karwandler:
"Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert?"

Keiner. Es macht auch keinen Sinn, Dinge zu kritisieren, die sich unserem Einfluss entziehen. Den somalischen Terroristen ist es völlig gleichgültig, was der mitteleuropäische Forist von ihnen hält. Die Regierungen westlicher Nationen hingegen sollten wenigstens so tun, als würde sie sich für die Stimmen aus dem Volk. Schließlich leben wir ja in einer Demokratie.

Und ein Rechtsstaat wollen wir auch sein, richten aber mutmaßliche(!) Terroristen ohne Anklage und Prozess hin und töten nebenbei willkürlich irgendwelche Zivilisten. Diese Vorgehensweise unterscheidet sich letztendlich kaum von den Anschlägen der Terroristen, soll aber deren Bekämpfung dienen. Dass das nicht funktionieren kann, ist seit Jahrzehnten bekannt. Aber irgendwie stört das keinen und es wird munter weitergebombt und -gedroht.

Haben die USA nun wieder ein neues...

... Gebiet gefunden, wo sie gezielt natürlich immer die Bösen töten können?
Fällt es nur mir auf, dass die USA egal wo auf dieser Welt angeblich irgend etwas nicht stimmt, zuerst mal mit Bomben auf Menschen los geht?
Es gibt so viele Länder mit Armeen, aber die USA sind bei Bombeneinsätzen immer die Ersten.
Damit muss Geld verdient sein, oder es gibt was zu holen, denn aus reiner Mitmenschlichkeit, bombt man doch nicht ständig auf die Menschheit ein.

um 21:47 von karwandler

Zitat:
"Ich zähle jetzt drei kritische Stimmen zum Angriff
auf die islamistischen Terroristen.
Wer davon hat sich kritisch zum letzten Anschlag der Terroristen in Mogadischu geäußert?"
Zitat Ende.

Sie zynischer Kriegstreiber, gehen sie doch selbst dort hin und beten sie, dass man ihren Zynismus bei der nächsten Bombardierung von dem der mutmaßlichen Terroristen unterscheiden kann.

Schlag gegen Islamisten

Mich wundert ein wenig, dass die Kritiker des amerikanischen Angriffs auf Islamisten in Somalia sonst nicht so verlegen sind, russische Andriffe auf den IS in Syrien zu loben. Woher dieser Meinungsumschwung? Oder verbirgt sich dahinter mehr eine Einseitigkeit in der Sichtweise?

Hintergrund

Wird eigentlich irgendwo in der sog. westlichen Öffentlichkeit diskutiert, wer den ideologischen Hintergrund für all die sunnitischen Terrorbanden liefert? Ist es nicht die wahabitische Auslegung, die eben nicht nur Saudi-Arabien im Würgegriff hält (und offenbar nicht nur gelegentlich von der Herrscherclique benutzt wird)?
Was ist der westliche Aufschrei eigentlich wert, wenn dieser Herd mit Waffen versorgt wird?
Hat eigentlich der ach so schreckliche Iran auch nur annähernd vergleichbare Banden?

Nur auf einer Seite nachgefragt

@ Nachfragerin:
"Die Streitkräfte machten keine Angaben zu möglichen zivilen Opfern."
Natürlich nicht, denn das würde die Statistik ziemlich vermiesen.

Nicht, dass die Nachfrage nicht berechtigt wäre. Aber warum fragen Sie nur auf der amerikanischen Seite nach Opfer-Statistiken?

Somalia ist ein gescheiterter

Somalia ist ein gescheiterter Staat. Da müssten mit UN Hilfe erst mal Strukturen geschaffen werden, die letztlich Terrorismus durch Einbindung aller Strömungen überflüssig macht. Ein paar Drohnenangriffe werden das Problem jedenfalls nicht lösen.

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