Kommentare

Teamwork

Wünschenswerte Entwicklung!
Das sollte ausgebaut werden, denn das sind Schlüsselkompetenzen. Vielleicht sind Gruppenprojekte für Sozialverhalten, Integration und Inklusion unabdingbar und sollten in Schulnoten einfließen.
Und das Ganze auch ohne PC, im praktischen Miteinander.
Auch das Finden und Entwickeln von Werten und Prioritäten sollte im Fokus stehen.

Schön, dass PISA so etwas aufnimmt.

Soviel zu Statistik...

Der Computer simulierte... aha.

Toll, ein anderer macht's

Klar, Teamwork liegt deutschen Schülern. Es gibt ja auch Gruppenarbeit rauf und runter, das Bildungssystem besteht ja praktisch aus nichts anderem mehr. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Schulzeit. Gruppenarbeit ist natürlich auch toll: Der Lehrer kann Kaffee trinken gehen und 80% der Schüler müssen nicht arbeiten. Teamarbeit in Schulen hat noch nie gut funktioniert, weil man immer schwarze Schafe (= faule Mitstreiter) dabei hat, die man mitziehen muss. Die kommen dadurch zu guten Noten, ohne etwas dafür tun zu müssen. Die Arbeitstiere haben dafür mehr Aufwand und bekommen trotzdem meist die gleiche Bewertung. Und weil man das ja ausgiebig fördern muss, macht man am besten gleich in allen Fächern Gruppenarbeit. Und zwar gleichzeitig.

Klar sind Sozialkompetenz und Teamarbeit im Berufsleben wichtig. Gruppenarbeit ist aber der schlechteste Ansatz, um darauf vorzubereiten.

Schulsystem, bitte umsetzen!

"Abfragewissen verliert dramatisch an Relevanz, weil Google das besser kann" - das ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis, sollte es jedenfalls nicht sein. Im Schulalltag ist das aber bisher nur sehr unzureichend angekommen. Ein Grund ist sicherlich, dass die Schule das Individuum bewertet - was natürlich bei stärkerer Ausrichtung auf Teamarbeit angepasst werden müsste. Und ein weiterer Grund ist das schier unendliche Beharrungsvermögen des Lehrkörpers (träge Masse etc.).
Und, liebe Lehrerinnen und Lehrer, Teamfähigkeit haben die meisten von euch auch nie gelernt - das, was viele von euch als "Gruppenarbeit" verkaufen, hat mit echter Teamarbeit häufig wenig zu tun. Die letzten Einzelkämpfer in unserer Gesellschaft sind Lehrer und Schüler.

Teamwork liegt deutschen

Teamwork liegt deutschen Schülern?
Damit meint man wohl gemeinsames Abschreiben, oder wie?
Wer wirklich wissen will, was an deutschen Schulen und mit unserem Bildungssystem los ist, der sollte erfahrene Lehrkräfte befragen. Die haben mittlereile einige der Lehrplanänderungen und so manchen Unsinn mitmachen müssen und wissen ganz genau zu sagen, wo das System aus der Spur gelaufen ist, nur öffentlich dürfen die nichts sagen, weil das zu unmittelbaren Repressalen führen würde. Wer das nicht nicht glauben will, mache sich doch mal kundig. So lange man keinen auskunftsfreudigen oder glaubhaften Pädagogen findet, kann man sich ja dazu die Zusendungen der Lehrer in den entsprechenden Gewerkschaftszeitungen bzw. -blättern anschauen. Da tun sich so manche Katastrophen auf. Aber man prüfe zuvor, ob man sich das wirklich antun will. Man bekommt nämlich schlimme Ahnungen, was unsere Zukunft betrifft.

Der Trend

wird aber in der täglichen Arbeit die nicht im Büro stattfindet wo Google vorhanden ist sehr kritisch.
Aber es scheint ja Trend zu sein nicht mal paar Zahlen im Kopf rechnen zu können, und das merkt man leider dramatisch an allen Lehrlingen der Technischen oder Handwerklichen Berufe.

Nicht immer nur an die netten Arbeitsplätze im Raum mit Kaffeemaschine denken, das Leben besteht aus ganz vielen Tätigkeiten wo auch noch zugepackt werden muss.

Gruß

Mädchen sind besser

Das überrascht mich nicht.
Leider ist es heute noch so, dass Lehrer soziale Aufgaben eher den Mädchen überlassen, weil diese es angeblich besser können.
Tatsächlich brauchen die Jungen oft erst gar nicht ran, um ihre Sozialkompetenzen zu verbessern.
Da werden Mädchen neben schwierige Jungs gesetzt, damit das Mädchen sozial und im Team anleiten soll. Der Junge lässt sich dann all zu oft gern bedienen und versteht die Aufforderung oft gar nicht.

Aus meiner Sicht müssten Jungen stärker gefordert werden, auch wenn sie mit Unwillen und Ablehnung reagieren.

Für Lehrer ist es oft einfacher und effizienter, Mädchen einzubinden. Zielführend ist das aber in breiter Fläche leider nicht.
Auch von Jungen muss man in gleicher Weise diese Sozialkompetenz einfordern; auch wenn es mehr Aufwand bedeuten mag.

Gemeinsam etwas aus wikipedia suchen ist Teamwork?

Es darf gelacht werden.

Teamarbeit

Ein gutes Team besteht nicht aus Gleichgestellten, sondern hat einen Chef, der Aufgaben im Team verteilt und moderiert. Der Chef muss nicht ein Vorgesetzter sein, sondern kann sich nach kurzer Zeit aus dem Team heraus empfehlen. Ohne diesen 'Kopf' ist ein Team nur ein Hühnerhaufen. Die Kunst dieses 'Chefs' ist es, dass die Teammitglieder ihn als solchen akzeptieren, ansonsten will sich jedes Teammitglied maßgeblich im Ergebnis verwirklicht sehen – mit entsprechend miserablem Ergebnis.

Es ist interessant zu lesen, dass hier Mädchen besser abschneiden als Jungen. Liegt das eventuell an der Aufgabenstellung? Dem Artikel hier fehlt leider ein Link zu den gestellten Aufgaben – oder sind diese geheim? Dann sollte dies auch im Artikel stehen.

Tendenz zur Gleichmacherei bei kleinstem Nenner

PISA auf dem richtigen Weg? Wieder eine Studie; Nr. X! Untergang der Spitzen im Team.

Der ideale Fall:
Eine Gruppe Menschen überschaubarer Größe, die ergänzende Kompetenzen zusammenführt um gemeinsam ein eindeutig definiertes und terminiertes Ziel zu verfolgen.

Die andere Seite dazu, z.B. Unternehmensberater:
Gruppenarbeit ist nicht alles. Innovative Unternehmen brauchen Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten - keine Ja-Sager oder Mitläufer. Zum Erfolg gehört die Auseinandersetzung, die Durchsetzungsfähigkeit, die Konzentrationsfähigkeit, Beharrlichkeit ...usw..

Teams werden in unerträglichem Ausmaß glorifiziert. Jede pointierte Einzelmeinung, die einen fruchtbaren Diskurs in der Sache auslösen könnte, wird der teamgetränkten Harmoniesoße geopfert. Das Ergebnis basiert mit mechanischer Sicherheit auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Am 21. November 2017 um 10:25 von Kunstniete

Was nutzt "Teamwork" wenn die eigenen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht mehr so wichtig sind. Es ist eine hervorragende Tarnung für Schaumschläger und Blender so lange, wie noch jemand übrig ist, der den Job macht.

Der Witz mit dem Achter, wo einer rudert, einer steuert und die Anderen Ratschläge geben ist ja hinlänglich bekannt.

Ich stimme Ihnen beiden uneingeschränkt zu. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihre Kommentare nur bestätigen. Ich kommentiere hier keine Einzelfälle, sondern die überwiegende Mehrheit.
Wie mein Kommentar beantwortet wird, kann ich mir vorstellen.

Teamwork? 1. Es komm ganz

Teamwork?
1. Es komm ganz drauf an, was "gelernt" werden soll.
2. nicht jeder Mensch ist gleich, und ich fürchte mich vor der Gleichschaltung wie andere (meist Politiker) vor Bildungslosigkeit
3. die Studie muss geprüft sein, in irgendeiner Weise glaube ich einfach nicht an TEAMWORK, womöglich haben die nur soziales Engagement gemesssen

Ich finde die Schule ist mittelalterlich: Allein die ständige Prüfungssituationen (Massendemütigung durch Noten) erscheint mir wie ein Anachronismus einer humanistischen Bildungseinrichtung. Uvm.

Mehr herauslesen als drinsteckt

Mädchen haben bessere Teamkompetenzen als Jungs. Die Tests bassieren durchgehen darauf, dass man mit anderen (Computer-Partnern) chaten muss, um ein besseres Ergebnis zu bekommen. Da würde es sehr wundern wenn darin Jungs besser wären. In praktisch allen psychologischen Tests sind sie sprachlich weniger kommunikativ. (Es gibt auch noch nicht sprachliche Kommunikation, die diese Tests nicht abdecken und deren mögliche Bedeutung unerfasst bleibt )
Die Details machen klar bei Mädchen ist die bessere Teamarbeit mit der Wertschätzung von Beziehungen gekoppelt, bei Jungs mit der Wertschätzung von Teamarbeit korreliert.
Alles genau so wie aus den durchschnittlichen Unterschieden dessen was Jungs und Mädchen bevorzugen/höher bewerten zu erwarten.

Das größte Problem

der Deutschen Bildung ist die Unflexibilität.
Diese resultiert zum großen Teil aus der Überbürokratisierung und der Unwille zur Selbsterneuerung.

Der Arbeitsmarkt verlangt Menschen, die kreativ, selbstverantwortlich und problemorientiert um die Ecke denken können.

Genau das sind die Fähigkeiten die deutschen Schülern primär ausgetrieben werden, unser Bildungssystem ist derart gleichgeschaltet, dass viele Lehrer keinerlei Möglichkeiten haben besonders begabte Schüler zu fördern.
Selbst denken ist nicht erwünscht, viele Lehrer beurteilen nach dem Kredo, ist es nicht meine Meinung ist es Falsch, egal wie gut es argumentiert ist.

Des weiteren ist Deutschland in Punkto digitale Bildung gnadenlos im Hintertreffen, echte, qualifizierte Lehrer für das Fach "IT" gibt es nicht, es wird in der Regel von Personal übernommen, das gerade Zeit hat und weis wie ein PC angeht.

Deutschland MUSS seine Bildungslandschaft erneuern, oder wir verlieren unsere wichtigste Ressource.

wenn man irgendwo arbeitet

muss man alleine entscheiden können und nicht immer Gruppenbefragungen machen.DAs Leben ist anders,

in richtigem Leben

ist das Wissen und Können wichtig. Nichts anderes

Jungs werden zu Einzelkämpfern erzogen

Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Andauernd im Wettbewerb gegen andere. Emotionen sind nicht Männlich. Um sozial agieren zu können muss man(n) sich selber spüren dürfen und auch ausleben, aber das ist gerade in den jungen Jahren durch den Wettbewerb quasi unmöglich, denn wer Schwäche zeigt scheidet recht früh aus. Auch soziale Unterstützung kann bei dem Trend wenig erreichen, da sie dadurch noch schwächer wirken.

Team und nicht Team

Interessant, dass hier gleich einige Kommentatoren sich gegen Teamarbeit aussprechen. Sicherlich, Teamarbeit ermöglicht Faulenzen, kann jedoch in vielen Fällen deutlich bessere Ergebnisse bringen, als die Summe der Einzelleistungen.

Teamarbeit ist also nicht eine Frage des 'Ob', sondern des 'Wo' und des 'Wie'.

Teamarbeit?

Heute gefragt und früher unerwünscht?
In Teamarbeit hätte ich sicher Damals auch noch bessere Zensuren in den Arbeiten bekommen, aber da gabs für Teamarbeit ne 6 ;-)

Es ist noch nicht lange her,

Es ist noch nicht lange her, dass ich in der Schule Gruppenarbeit machen musste. Ich persönlich fand es immer furchtbar, in den meisten Fällen haben zwei Leute immer die ganze Arbeit gemacht, der Rest hat die Gruppe höchstens ausgebremst. Als dann alle vorstellen mussten, gab es, wenn man Pech hatte, von den anderen Gruppen am Ende schlechte Thesenblätter (mitschreiben sollte man meistens nicht), weshalb man über die Themen dann insgesamt schlecht informiert war und diese nochmal extra zu Hause nacharbeiten konnte (wenn man denn Zeit und Lust hatte).
In der Uni sieht es, was die Arbeit in der Gruppe angeht, heute auch nicht anders aus.

@Kunstniete

Wen interessiert denn in der Berufslaufbahn noch die Note die ein Schüler in der sechsten Klasse mal in einer Deutsch Gruppenarbeit hatte. Die Schulzeit ist nicht dafür bestimmt weitreichendes Wissen in den jeweiligen Fachgebieten zu vermitteln, sondern Schülern die Mittel beizubringen, dieses Wissen selbst zu erlangen. Dafür ist Gruppenarbeit ein sehr guter Ansatz, da wichtige Information selbst identifiziert und gesammelt werden soll. Zu sagen, dass faule Mitstreiter von ihrem Verhalten in Gruppenarbeiten profitieren, weil sie ohne viel Arbeit gute Noten erhalten ist doch schon sehr naiv, denn im Endeffekt profitieren die, die die Schulzeit genutzt haben um sich Methoden und Fertigkeiten fürs spätere Leben anzueignen und nicht die, die gute Noten geschrieben haben.

Gruppenarbeit fördert keine Teamfähigkeit.

Aus welchem Jahrhundert stammen und in welchem Paradigma stecken die Wissenschaftler noch, die diese Schlussfolgerungen ziehen? Die moderne Verhaltensforschung ist seit Jahrzehnten weiter und hat längst plakativ aufgezeigt, dass Gruppenarbeit so ziemlich die ineffektivste Methode ist, ein Ziel zu erreichen. Es ist unpragmatisch, führt öfter zu Fehlentscheidungen und ist mithilfe von framing durch lautstarke Teilnehmer eher von Gefühlen als von Fakten geleitet, wenn keine forschungbasierte Regeln vorgegeben werden. Genauso wie Inklusion, benötigt die neu aufkommende und im Artikel heraufbeschworene Arbeitskultur, meiner Meinung nach feste Regeln, damit es funktioniert. Und dafür braucht man eine Menge von abrufbarem Wissen, damit die Generation doof vielleicht doch eine Chance hat, nicht noch eine doofere in die Welt zu setzen.

Zu Pisa, wie zur deutschen Schule ...

ließe sich treffliches sagen - aber man könnte natürlich auch dem Privileg das Wort reden und für die Abschaffung der Schule plädieren.
Wenn man Lehrer und Schule zu lange als Feindbild erlebt und als wenig produktiv erfahren hat - was aber auch immer auf den eigenen Reflex zurück zu führen ist.
Trotz dem, Teamarbeit wird doch auch in modernen Assessments eingesetzt. Deshalb ist davon auszugehen, das dazu auch entsprechende zeitgemäße Beurteilungskriterien vorliegen. Es ändert sich also auf beiden Seiten etwas- also nur zu.

Jetzt bin ich echt beruhigt.

Jetzt bin ich echt beruhigt. Endlich hat Pisa was gefunden, wo die Schüler an Deutschlands Schulen gut sind. Teamgeist. Vielleicht schaffen es ja zukünftig 10 Analphabeten gemeinsam, einen lesbaren Text zu formulieren

Teamwork

Ich habe den Eindruck, einige haben nicht die richtige Vorstellung von Teamwork.
Das arbeiten in Teams in modernen Unternehmen besteht nicht darin, dass alle zusammen sitzen, endlos labern und alle das Gleiche tun, sondern alle Mitglieder eines Teams bringen ihre jeweiligen Kompetenzen zur Erledigung einer Aufgabe ein. Das muss natürlich moderiert werden, wie weiter oben schon erwähnt.
Wer das kann ist in vielen Jobs im Vorteil, aber natürlich nicht in allen.
In einer Schule müssen dann aber so einem Team auch passende Aufgaben gestellt werden. Alle füllen gemeinsam das gleiche Arbeitsblatt aus, das der Lehrer schon seit 20 Jahren benutzt ist keine sinnvolle Teamarbeit.
Zu den erwähnten Google und Wikipedia - die helfen ohne ein Mindestmaß an Allgemeinbildung auch nicht, weil man im Extremfall nicht weiß, was man suchen soll oder die manchmal durchaus anspruchsvollen Wikipedia-Einträge nicht kapiert.
Ich bin altmodisch und stehe auf Allgemeinbildung.

@ dr.bashir Re: Teamwork

Ich habe den Eindruck, einige haben nicht die richtige Vorstellung von Teamwork.

Sie kennen schon die Definition von Team-Work?
Toll ein anderer machts
Und genau so läuft i.d.R. Teamwork ab.
Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen, in einer Ellbogengesellschaft, in der jeder nur auf seine eigene Vorteile bedacht ist.

Sinn und Unsinn

In Schule und Hochschule empfand ich Teamarbeit immer als ziemlich schrecklich (nun gut, als Asperger-Autist bin ich da vermutlich auch extrem). Die übermäßige Konzentration auf Gruppenprozesse hat mir die Konzentration auf die eigentliche Aufgabe erschwert.

Das heißt nicht, dass die temporäre Zusammenarbeit mit anderen nicht stellenweise hilfreich war - man selbst steht vor einem Problem, an dem man nicht weiterkommt, weil es irgendwo gedanklich hakt, und tauscht sich dann mit anderen aus, um ggf. auf neue Ideen zu kommen. Kennt man umgekehrt selber die Antwort auf die Frage eines Kommilitonen, mag das Erklären oft auch die eigene Einsicht vertiefen.

Aber nach meiner Erfahrung sollte solche Zusammenarbeit nur zeitlich begrenzt stattfinden, man anschließend wieder für sich selbst versuchen, die neuen Erkenntnisse und Ideen einzuordnen und zu verdauen.

Viele der größten Entdeckungen in Wissenschaft und Mathematik wurden übrigens von Einzelgängern gemacht.

MfG A.

Esgibt einfachunterschiedliche Menschen...

Bei der OECD habe ich mittlerweile den Eindruck, sie ist das Sprachrohr der Industrie hinsichtlich des Heranzüchtens von produktiven Menschenmaterial. Das Ergebnis des PISA Irrsinns in Deutschland ist G8, Angloamerikanisierung der Hochschulen mit weiterer Verschulung.
Im internationalen Wettbewerb stehen deutsche Unternehmen, mittlerweile geführt von Menschen, die Ende der 1970 bis in die 1990 er Jahre Ihre Abschlüsse gemacht haben, recht gut da. So schlecht und falsch kann das alles ja nicht gewesen sein.
"Please wait, I 've got to ask my manager" war ein Satz, über den ich mich früher in den USA köstlich amüsiert habe. Mittlerweile ist es hier fast genau so.
Wir müssen unsere Jugend in die Lage versetzen, selbstständig Denken und Lösen zu können. Nicht nur für die Arbeitswelt, sondern für das ganze Leben. Wenn ich mir die 13% Schafe des Wahlvolkes ansehe, ist das heute fast noch wichtiger als je zu vor. Gesetze aber werden von Menschen gemacht, denen sie nutzen... .

Am 21. November 2017 um 11:12 von Ritchi

" Interessant, dass hier gleich einige Kommentatoren sich gegen Teamarbeit aussprechen. Sicherlich, Teamarbeit ermöglicht Faulenzen, kann jedoch in vielen Fällen deutlich bessere Ergebnisse bringen, als die Summe der Einzelleistungen.

Teamarbeit ist also nicht eine Frage des 'Ob', sondern des 'Wo' und des 'Wie'. "

Ich sehe jetzt keine Kommentare die sich dagegen aussprechen, Alle weisen nur darauf hin das es in Praxis anders ist.
In der Praxis steht jeder für sich allein am Arbeitsplatz und muss entscheiden, Arbeitgeber stellen kein Team ein für Arbeiten die einer allein machen kann und soll, Kostenfrage.

Und bei den meisten Arbeiten ( außer vielleicht Büro ) kann man vielleicht was fragen den Nachbarn, ist der Handwerker Arbeiter oder was auch immer auf sich allein gestellt und da muss Wissen und Formeln oder was gerade gebraucht wird im Kopf stecken zum abrufen.

Und genau an der Stelle hängt der Haussegen also mehr als Schief ;-), da nützt Team nichts.

Gruß

@Tesserts

"Eben nicht! In der Schul- und Arbeitswelt ist jener klar im Vorteil, der in der Lage ist auch eigenständig Lösungen zu erarbeiten." Am 21. November 2017 um 10:16 von Tesserts

Eben doch.
Die Abläufe in einem Unternehmen sind so komplex, dass einer alleine eh nichts machen kann. Austausch und gegenseitige Hilfe sind die unentbehrliche Grundlage aller Arbeitsvorgänge.
Mir ist keine Arbeitsstelle bekannt, in der Einzelkämpfer Erfolg hätten.

Zusammenarbeit liegt in unserer Natur und ist bei Primaten angeboren.
(Am Rande, weil es eine amüsante Info zum Thema Zusammenarbeit ist: Alle Alphamännchen bei Schimpansen haben ältere Brüder, die ihnen geholfen haben. Keiner schafft es alleine ein Alpha zu werden. Das ist nur ein Beispiel von vielen.)

@Klabautermann 08

"Teamarbeit? Heute gefragt und früher unerwünscht?
In Teamarbeit hätte ich sicher Damals auch noch bessere Zensuren in den Arbeiten bekommen, aber da gabs für Teamarbeit ne 6 ;-)" Am 21. November 2017 um 11:21 von Klabautermann 08

:-D

Das Problem bei Ihnen war, das Sie damals viel zu spät mit der Teamarbeit angefangen haben.

Man lernt zusammen VOR der Prüfung, nicht WÄHREND einer.

Und ja, das macht später im Unternehmen auch noch Sinn: man arbeitet zusammen an einem Projekt, aber es kommt nicht das ganze Unternehmen zusammen, um einem Kunden das Ergebnis zu präsentieren und seine Fragen zu beantworten. ;-)

@Polyglott

"Gruppenarbeit fördert keine Teamfähigkeit."
Am 21. November 2017 um 11:43 von 1A Polyglott

In allen Klassen lernen Schüler zusammen. Manche haben Fragen, manche können Fragen beantworten, alles geleitet durch eine Lehrkraft.
Das ist an sich Gruppenarbeit.

@ strosc

"Abfragewissen verliert dramatisch an Relevanz, weil Google das besser kann"

Hat nicht dieselbe Rolle früher der Große Brockhaus übernommen? Warum hat man da eigentlich nicht gesagt, "Abfragewissen ist überflüssig, wir haben doch Lexika" ?

Gibt es hier eigentlich Klarheit, was PISA unter "komplexen Problemen" verstehen mag?
"Komplex" könnte einfach nur eine nichtssagende Phrase sein.

@um 10:52 von Bowerman

Gemeinsam etwas aus wikipedia suchen ist Teamwork?
Es darf gelacht werden.
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Ich weiß nicht, auf welche Schule Sie sich beziehen, aber in unserer Gegend sind sämtliche Schulen damit sicher nicht zu bewerkstelligen.

Teamwork beinhaltet Foschungsprojekte und Referatsbeiträge bereits ab dem 3.Schuljahr.
Kinder lernen Wochenpläne in Gruppen zu erarbeiten ( allein sind sie meist gar nicht zu schaffen, weil die Zeit zu knapp wäre).
Dahin haben wir im Sportunterricht den Fokus auf Team und Vertrauen gelegt.
In Exkursionen wird das Sammeln von Informationen aus dem Erlebten durch ein Team gebündelt und aufbereitet in Folgestunden vorgetragen.
Wissenschaftliches Arbeiten in Oberstufen durch Teambildung sichert ein Fortkommen. Dabei muss auch jemand die Finanzierung und das Sponsoring übernehmen, während andere sich um Material und Abarbeitung, bzw. Werbung kümmern.

Also mit Wikipedia allein wird das sicher nichts.
Aber das Netz ist insgesamt wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Widerspruch

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftswoche ist der Leitartikel: Mythos Teamwork. Renommierte Personen zeigen darin, dass Teamarbeit nur in speziellen Situationen etwas bringt. Also Pisa ist wie so oft absoluter Blödsinn.

@ um 10:56 von gman

Zum Erfolg gehört die Auseinandersetzung, die Durchsetzungsfähigkeit, die Konzentrationsfähigkeit, Beharrlichkeit ...usw..
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Genau das trainiert man ja in einer Gruppenarbeit. Man muss seine Ideen durchsetzen lernen, seine Konzentration steigern, wenn andere durch ihre Beiträge die Gedanken ablenken können, beharrlich in der Gruppe für seinen Vorschlag werben.

Wer das Unternehmen insgesamt nicht als sein Team ansieht, wird als Einzelkämpfer auch da Schwierigkeiten bekommen.
Die Gruppe ist auch da zu finden.
Mit Einzelkämpfern kann man nur in der Wissenschaft und Forschung noch etwas anfangen.

Die gesamte Menschheit verdankt ihr Fortkommen einzelnen gesellschaftl. Zellen, die sich organisiert und weiterentwickelt haben. Die Familie ist wohl die erste Gruppe, in der man das Teamarbeiten erlernt.
Ohne geht es nicht.

Wenn die Mädchen bei Gruppenarbeit besser abschneiden...

... warum fallen sie dann später als Steuerzahlerinnen nicht auf?
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Im übrigen glaube ich, daß hier einfach nur die nächste pädagogische Sau durchs Dorf getrieben wird.

@yolo "Jungs erwerben in der Schule keine Sozialkompetenz"

Seit dem Frauenpädagogig die Schulhofschlägerei, durch Streitschlichterkomitees ersetzt haben. Erlernen die Jungs nicht mehr die Fähigkeit so miteinander zu streiten, daß die Gegner am nächsten Tag wieder miteinander spielen. Das ist die wichtigste Lektion die Jungs dabei erhalten. Mit wechselnden Hierarchien umzugehen, ihre Bedeutung richtig einzustufen, aber auch sie zu umgehen.
Mädchen streiten anders, länger unerbittlicher, jeder Satz ein Minenfeld, jedes falsche Wort bedeutet Totalblockade.
Das wird in den o.a. Streitschlichterkomitees geübt: Sozialgelaber, subliminale Beleidigung, etc. Am Ende der Schulzeit steht dann einer mit der inneren Haltung eines 50jährigen mit 10 Jahren Beförderungssperre.

@IchUndDuMuellersKuh "Angloamerikanisierung des Bildungssystems"

Diesen Eindruck habe ich auch. Deren Bildungssystem entstand aber aus der englischen Klassengesellschaft, passt daher nicht für unsere Ideenwelt.
Dem Erhalt eines solchen Sozialsystems ist ein heranzüchten von persönlichkeitslosen Funktionsträgern jedoch höchst dienlich.

Wie kann man Ihnen helfen?

Was genau haben Sie nicht verstanden? "Der Computer simulierte..." bezieht sich auf das Forschungsdesign der Experimentalstudie bei den Erhebungen (Einsatz des Computers um wissenschaftliche(!) Vergleichbarkeit zu schaffen). "Statistik" betreibt man dann nach den Erhebungen, bei der Analyse der aufbereiteten Datensätze. Außer bei einigen wenigen Analyseverfahren (die bei diesem Setting höchstwahrscheinlich nicht eingesetzt werden) hängt beides nicht zusammen...

@Theodortugendreich

stimmt, sie haben beide recht.

Ich gebe seit vielen Jahren Ehrenamtlich Nachhilfe, leider muss ich mit erschrecken feststellen;
Die Schüler werden nicht etwa dümmer, Gott bewahre nein, sie sind eher teilweise zu reif für ihr alter...

Aber das Level an Allgemeinbildung, die Fähigkeit logisch zu verknüpfen und Zusammenhänge erkenn zu können es wird immer schlimmer.

Jetzt könnte man behaupten, das liegt an Facebook und co.
Aber da mach man es sich zu einfach, die Kinder werden in der Schule nicht mehr angesprochen, ich fand den Stoff vor 20 Jahren schon altbacken... er wurde kein bisschen verändern.
Der einstmals so sichere Job Lehrer, heute für viele ein Garant für Zukunftsängste... nirgend wird aktuell so asoziale Arbeitgeberpolitik betrieben wie hier.
Wie soll eine Person die nicht weis ob sie nächsten Monat die Wohnung noch bezahlen soll guten Unterricht machen.

Manchmal denke ich Böse, die Politik wünscht dumme Schafe die einfach zu kontrollieren sind... das Ergebnis: 13% AFD

Differenzieren

Bei der Diskussion um das Thema Gruppenarbeit möchte ich gerne anmerken, dass die Gruppenarbeit weit entfernt davon ist, die maßgebliche Unterrichtsform zu sein, geschweige denn zu werden. Je nachdem welche Studie man zitiert, sowie abhängig von Alter und Schulart, ist der Frontalunterricht (im Bereich von 40-70%) nach wie vor die dominierende Unterrichts-/Sozialform in der Schule, gefolgt von Partner- (i.B.v. 20%) und Einzelarbeit (i.B.v. 15%). Die Gruppenarbeit liegt (auch wenn es sich für viele in der Erinnerung anders anfühlt) in empirischen Erhebungen i.d.R. dahinter (i.B.v. 10-15%).
Die Gruppenarbeit ist EIN Handwerkzeug im didaktischen Koffer eines Pädagogen, nicht mehr und nicht weniger. Die aktuelle pädagogische Forschung richtet den Fokus ohnehin in andere Richtungen - Sozialformen und deren Effekte sind längst gut erforscht. "Gruppenarbeit als Allheilmittel" ist eine Position die unter wissenschaftlich arbeitenden Pädagogen mittlerweile schon sehr überholt ist.

"Abfragewissen verliert dramatisch an Relevanz"

Da frage ich mich doch, warum mit der Neuorganisation der höheren Bildung genau solches Abfragewissen in die zukünftigen Bachelor und Master gedrückt wird. Als ich eine Reportage über die Bildungszustände an Universitäten und Hochschulen verfolgte, stand für mich fest, daß ich heut nicht nochmal studieren würde. Denn im Studium wird heutzutage jegliche Kreativität, kritisches Selbsterarbeiten und Hinterfragen durch das sture Pauken von Abfragewissen leider erstickt.

14:59 von Theodortugendreich

Wenn die Mädchen bei Gruppenarbeit besser abschneiden.../ Im übrigen glaube ich, daß hier einfach nur die nächste pädagogische Sau durchs Dorf getrieben wird.
.
also im Arbeitsleben habe ich einen anderen Eindruck gewonnen
also im Integrieren sind die sehr kreativ

Gemeinsam keine Ahnung haben...

Ja, prima!

Viele können zwar noch immer nicht die einfachsten Rechenaufgaben lösen, beherrschen immer noch nicht eine wenigstens akzeptable Rechtschreibung und können keine Texte jenseits der 140 (oder jetzt sogar 280!) Zeichen durchdringen, aber das macht nichts, Teamwork, das läuft! Immerhin haben sie jetzt gemeinsam keine Ahnung, alles andere kann man ja googlen. DAS macht Hoffnung.

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