Ihre Meinung zu: Libanons Regierungschef: Rücktritt aus Angst ums Leben

4. November 2017 - 14:10 Uhr

Libanons Ministerpräsident Hariri tritt überraschend zurück. Der Regierungschef fürchtet nach eigenen Worten um sein Leben. Er hat Angst, wie sein Vater ermordet zu werden. Zugleich erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Iran.

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Umstände?

Ja, Hariri tritt sehr überraschend zurück - und unter sehr ungewöhnlichen Umständen. Der eine oder andere Leser hätte nämlich von beitragsfinanzierten Nachrichten vielleicht noch die folgenden Informationen erwartet: Hariri tritt während eines Aufenthalts in Saudi-Arabien zurück und darf das Ganze auch noch im saudischen Staatsfernsehen exklusiv verkünden. Soviel zur böswilligen Einflussnahme durch den IRAN, der einem ja überall um die Ohren gehauen wird und so auch hier in diesem TS-Beitrag.
Man kann jetzt nur hoffen, dass das nicht der Auftakt zur Destabilisierung eines weiteren arabischen Staats ist!

Andere Formen der Auseinandersetzung

Im arabischen Raum gibt es eben andere Formen der politischen Auseinandersetzung. Ich denke wir sollten hier nicht voreilig urteilen, sondern eine professionelle Distanz entwickeln. Denn am Ende des Tages sind die Menschen im Libanon nicht grundverschieden von den Menschen in Syrien.

Russland 2.0?

Warum muß es jetzt der Iran sein, der sich dort einmischt? Im Text wird doch ungewollt die Antwort gegeben.
Hariri, unterstützt duch die USA und Saudiarabien... Die Hibolah durch Iran. (In Syrien kämpft man ja auch auf unterschiedlichen Seiten.)
Warum stehen die beiden Seiten eigentlich nicht auf Seiten des Libanon? Und verbitten sich die Einmischung von ALLEN Seiten? Dem Iran hier etwas vorzuwerfen, was eben die o.g. USA und SA seit Jahren praktizieren, ist mir zu billig.
Das ist eigentlich das Drama aller Länder dort. Irgendwelche Staaten fühlen sich berechtigt, den Ländern vorzuschreiben, wie sie zu leben, wen sie zu wählen und mit wem sie verbündet zu sein haben.
Und leider bekleckert sich auch Deutschland in dieser Hinsicht in den letzten 18 Jahren nicht gerade mit Ruhm!
Warum gerade 18 Jahre? Mal überlegen, ob da nicht D vieleicht erstmalig seit 1945 rechtswidrig in ein anderes Land einmarschiert ist?
Und das auch noch unter Rot-Grün!

Die Hisbollah gibt es bereits seit...

Jahrzehnten im Libanon!

Wenn die Harriri hätten tatsächlich umbringen wollen, wäre er bereits seit vielen Jahren tot!

Keiner kann sagen er hätte das nicht gewusst!

So neu ist das nicht, Israel warnt seit Jahren vor dem Iran und dessen Verbündeten und Machenschaften, die Welt interessiert es scheinbar nicht, solange nicht bis man vor vollendeten Tatsachen gestellt wird.

Heute ist es Beirut, Morgen Jerusalem und übermorgen Berlin oder Paris....

Keiner kann sagen er hätte das nicht gewusst!

19:37, Bernd39

>>Hariri, unterstützt duch die USA und Saudiarabien... Die Hibolah durch Iran. (In Syrien kämpft man ja auch auf unterschiedlichen Seiten.)
Warum stehen die beiden Seiten eigentlich nicht auf Seiten des Libanon? Und verbitten sich die Einmischung von ALLEN Seiten? Dem Iran hier etwas vorzuwerfen, was eben die o.g. USA und SA seit Jahren praktizieren, ist mir zu billig.<<

Die Hizbollah ist seit Jahrzehnten im Libanon aktiv. Es gab schon vor langer Zeit, noch unter Assad Senior, den Versuch von syrischer Seite, den Libanon komplett zu übernehmen und für syrisch zu erklären.

Und dann gibt es ja auch noch Walid Dschumblat. Den kann man auch mal googeln.

19:46 von Frank von Bröckel

Die Hisbollah gibt es bereits seit...

Jahrzehnten im Libanon!

Wenn die Harriri hätten tatsächlich umbringen wollen, wäre er bereits seit vielen Jahren tot!
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Das sollte Harriri nach aktuelleren Tendenzen sicher besser einschätzen können.
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Hariri

Wichtig zu sagen ist, dass er aus Riad seine Rede gehalten hat und dies als Libanesischer Ministerpräsident. Gestern hatte er noch mit dem außenpolitischen Berater des geistlichen Oberhaupts Irans ein Treffen. Dies hat für Aufsehen gesorgt in Saudi Arabien. Somit kann man sich die Frage stellen, ob der Rückzug Hariris von Saudi Arabien erzwungen wurde. Der Hisbollah die Schuld zuzuschreiben ist nichts Neues. Die Hisbollah griff kein einziges Mal die Bürger Libanons an. Man war einer politischen Einigkeit näher denn je, wobei man beachten sollte, dass die Hisbollah Teil der Regierung ist. Somit wurden leider teilweise die erarbeiteten Fortschritte gedämpft.

Vermeintliche Ermordung Hariris

Dass Hariri von der Hisbollah ermordet werden sollte ist keine Begründung. Hariri traf sich öfters mit hochrangigen Vertretern der Hisbollah, um über die aktuelle politische Situation zu debattieren. Es bleibt ihm nichts übrig, um seinen Rücktritt zu begründen.

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