Ihre Meinung zu: Unbezahlte Rechnungen: Stromabschaltungen als Massenphänomen

22. Oktober 2017 - 7:48 Uhr

Die Rechnung nicht bezahlt, Mahnungen ignoriert: In Deutschland ist im vergangenen Jahr rund 330.000 Haushalten der Strom abgestellt worden. Sozialverbände bemängeln unter anderem einen zu niedrigen Energieanteil in den Hartz-IV-Regelsätzen.

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Kommentare

Strom wird bei

Alg2 Empfänger bzw Alg2 Aufstocker von der Grunsicherung bezahlt. Dies wird nicht vom Amt wie Miete und Heizung direkt übernommen. Deshalb ist diese Rit-Grüne Hartzreform absolut sozialpolitisch ein Gau. Diese beiden Parteien haben keine Ahnung was sozial bedeutet.

Man scheint in Deutschland ...

... zu glauben, dass man auch ohne zu bezahlen durchkommt. Diese Haltung ist mir unverständlich, denn Geld haben die Leute ja - z. B. für Zigaretten.

Stromabschaltungen als Massenphänomen ....

Stromabschaltungen als Armutsphänomen - müsste es doch wohl eigentlich heißen - es sind doch die Behausungen der Armen, die mit Durchlauferhitzern, Nachtspeicherheizung etc. teuer einen Wohlstand, einen Luxus vorgaukeln, für den eigentlich schon lange kein Platz mehr in unserer Gesellschaft ist. Wenn Wohnungen nicht um ihrer Nutzer willen, sondern um deren Bestand Willen geheizt werden (müssen) ... Wenn andererseits Menschen in Wohnraum gepfercht werden, denen nicht ausreichend klar ist, das für Nachzahlungen, Abschläge ausreichend Mittel zurückgehalten werden müssen ... Man muss quer checken, ob Mangel an Rücklagen sich mit "Suchtverhalten" paart, oder mit "Luxuskonsum", ob also mit Mitteln einfach "Geschindludert" wird und Menschen Hilfe bei der Alltagsbewältigung benötigen, oder ob zu wenig Geld da ist - das BAMS sollte insgesamt abgeschafft werden - der sog. Harz Satz am Durchschnittseinkommen orientiert. Das mit dem Wohnraum sollte der Staat noch mal durchdenken.

Ende nicht in Sicht

Ein Ende der Strompreisaufwärtsspirale ist noch lange nicht in Sicht....Lassen wir erst mal die Grünen zuschlagen, wenn sie mitregieren, (bei dem Gedanken daran dreht sich mir der Magen um!) dann können noch weniger Menschen den zweithöchsten Strompreis Europas bezahlen!

Die Leute brauchen mehr Hilfe

Während wir Hunderttausende von Menschen aus anderen Ländern versorgen inklusive juristischer Klagen usw. und auch sonst für dies und das Geld haben (z.B. für einen großen Bundestag), müssen arme Bevölkerungsteile im Dunkeln leben. Kommt mir unmoralisch vor.

Stromabschaltungen als

Stromabschaltungen als Massenphänomen ?

"Deutschland geht es gut!"
...oder...
"Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut"
(wenn ihre Wohnstätte im 18. Jahrhundert liegt...)

-> wer dies gesagt hat,kann jeder selbst sofort feststellen...

Der Knackpunkt bei Arbeitssuchenden ist doch,dass sie länger Zuhause sind als Arbeitnehmer.
Während die einen vor die Tür gehen um Geld zu verdienen,bleiben die anderen Zuhause - für sie wäre "vor die Tür gehen" mit Geld ausgeben verbunden - Geld,das sie nicht haben.

Also bleibt länger der Uralt-TV,Uralt-PC usw. länger an & verbrauchen dementsprechend mehr Strom (Dauerschlaf wäre wohl finanziell besser...)

Die gestiegenen Stromkosten allein der Energiewende zuzuschreiben ist absurd:
1. Die Strompreise sind an der Strombörse in den Keller gegangen - die Preise werden nicht weitergegeben
2. Atom- & Kohlestrom werden mit Steuergeldern subventioniert - Geld,was z.T. auch Arbeitssuchenden anderswo abgenommen wird (z.B. Mehrwertsteuer)

Verordnete Armut

Die Regelsätze stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Lebenshaltungskosten. Hartz IV ist und bleibt verordnete Armut.

"Mahnungen ignoriert" ...

wenn ich das schon lese. Schon mal auf die Idee gekommen, dass Familien, die die erste Rechnung nicht bezahlen können, das Geld auch später nicht haben, wenn gemahnt wird?

Und passend zu der These im Artikel - dass nämlich die Verbraucher einfach keine Lust haben, ihre Rechnungen zu bezahlen - kommen hier auch schon die richtigen Kommentare: die geben eben zu viel für Zigaretten u.ä. aus, deshalb haben sie nix mehr für die Energiekosten.
Solche Sprüche stammen ganz sicher von denjenigen, die auch in das Horn "Deutschland geht es gut" pusten: weil es ihnen selbst gut geht. Und damit ist der eigene Tellerrand ja auch schon erreicht. Es kann einem übel werden.

@ ednew

Ein Ende der Strompreisaufwärtsspirale ist noch lange nicht in Sicht....Lassen wir erst mal die Grünen zuschlagen, wenn sie mitregieren, (bei dem Gedanken daran dreht sich mir der Magen um!) ...

Das Problem sind nicht die Grünen, sondern die etablierten Parteien und ihre Subventionspolitik mit Kohle und den Atom der vergangenen Jahrzehnte.

Da ist mir nun was unklar

Sie schreiben von mehr als 300 000 Stromsperrungen.

Dann erwähnen Sie noch Hartz IV.

Vielleicht hätte man auch mal ermitteln können, wie viele der Stromsperrungen Hartz IV Empfänger, Aufstocker, Grundsicherungsempfänger betreffen.

09:17 von ednew: Strompreisaufwärtsspirale

Warten Sie erstmal ab bis der Rückbau und die Endlagerung des Mülls aus mehr als 50 Jahren AKW-Betrieb in den Strompreis eingerechnet werden. Da kommt noch einiges auf uns zu.

In einem Deutschland

wo wir gut und gerne Leben" sollte so etwas nicht vorkommen.
Aber wir haben natürlich andere Aufgaben als zu schauen was die Armen machen und wie lang die Schlange an der Tafel ist.
Essen kann man ja auch im Dunkeln.
Und lieber helfen wir natürlich Anderen Menschen das kommt in der Welt besser an.

Aber keine Bange das wird jetzt bei Jamaika besser weil die Grünen ja bekannt sind für Einsparungen und Ökologie.

Sehr viele werden die nächsten 4 Jahre viel Spaß haben.

Gruß

@FroleinPutinsPo....

Haben Sie da irgendwelche Statistiken vorliegen? Ich meine, dass von Stromsperrungen insbesondere Raucher betroffen sind?

Wenn alte Menschen Flaschen sammeln, damit sie genug zu essen haben - was dann - argumentieren Sie dann, das muss ja nicht sein, denn die Leute haben ja eh Übergewicht?

Nimmt Ihnen irgendwer was weg?
Haben Sie einen Cent mehr in der Tasche, wenn andere weniger haben?

Und wissen Sie was? Hartz Empfänger sind nach und nach ausgeschlossen von der Gesellschaft. Sie können nicht am gesellschaftlichen Leben partizipieren, weil sie es sich nicht leisten können. Essen, Kino, Theater, Konzerte - geht alles nicht.
Dann darf sich so jemand auch mal ne Zigarette gönnen.

Ausserdem sollten Sie das positiv sehen. Raucher leben kürzer und liegen Ihnen dann nicht so lange auf der Tasche.

Unfassbar so was!
Glauben Sie wirklich, dass irgendwer sich gerne den Strom abstellen lässt?

Nach dem Motto: hach ich schmauch mal eine - hier im Dunklen so ohne alles????

Hartz 4er und der Umgang mit Energie...

ist auch ein Thema für sich. Ich kenne genug Fälle, wo Hartz IV 2- Zimmer Single Wohnungen einen Stromverbrauch von einem größeren Einfamlimienhaus haben, und das ohne mit Strom zu heizen.
Ein bischen auf den Stromverbrauch zu achten scheint für viele auch ein Fremdwort. Für das Rauchen ist natürlich immer Geld da.
Die Stromabschaltung fällt ja auch nicht vom Himmel. Sicherlich gibt es zuvor Mahnungen, die doch Grund genug sein sollten einmal über den Stromkonsum, Lebensstiel etc. nachzudenken, den man dann scheinbar ja nicht bezahlen kann...
Problem ist dann ja nicht selten, dass die Stromendabrechnung am Jahresende erst den Konsum ausweist. Dann kann sich dann schon einiges unerwartete ansammeln. Es wird also erst konsumiert und weit später bezahlt werden muss. Die Schachtel Zigaretten muss man ja sofort bezahlen wo man eher sieht, ob man es sich leisten kann oder nicht

Das Problem sind nicht die

Das Problem sind nicht die Grünen, sondern die etablierten Parteien und ihre Subventionspolitik mit Kohle und den Atom der vergangenen Jahrzehnte.

Dann werfen Sie mal einen Blick auf die Zusammensetzung des Strompreises, und welchen Anteil daran EEG-Umlage, Stromsteuer, Offshore-Umlage und die Mehrwertsteuer auf diese Umlagen machen. Diese drei Posten zusammen machen etwa ein Drittel des Endpreises aus.

Von "Atomkraft-Subvention" und "Kohlesteuer" lese ich da nichts.

Das übliche...

...Steuervergünstigungen für Großverbraucher, teuerste Tarife für die Kleinen.
… Everybody knows the fight was fixed
The poor stay poor, the rich get rich
That's how it goes
Everybody knows.

Selbst schuld

Ich

bin froh,, daß viele Kommentatoren es so sehen wie z.B. Zigaretten haben die doch auch, selbst schuld, wir sind doch alle so reich, usw, usf..
Der Strompreis war zu Zeiten der Stromgewinnung aus Kernkraft bei 6 Pf. jetzt ist er bei 30 Ct (60 Pf). Finanziert wird das Ganze durch Subventionen für Leute die Geld angelegt haben, z.B. für Solar-Anlagen auf dem Dach. Denen gehören die Häuser (48% der Bevölkerung). Die Mieter füllen diese Geldmaschine auf. Mieter gehören jedoch nicht unbedingt zu den Besitzenden im Lande, eigentlich sind Mieter oft die Abgehängten der Gesellschaft. Hier schließt sich auch der Kreis. über 60 % des Volkes sind arm oder verarmt, die Löhne oft prekär auch da wo früher gut verdient wurde (bsp. Lokführer).
Wenn hier viele in den Kanon einstimmen: "die haben selbst Schuld !" so werden sie am Ende sehen was sie davon haben.

Stromsparen?

Ein großes Problem bei den Ärmsten ist vor allem mangelnde Bildung, auch vor allem Information über Stromsparmöglichkeiten. Hier sollten man erst einmal Prophylaxe treiben und unsere Bildungspolitiker treten. Die reformieren seit Jahrzehnten die Schulen zu weltfremden Bildungstempeln (ohne Bildung). Hauswirtschaftslehre gibt es gar nicht mehr. Wirtschaften mit Haushaltsgeld können daher gerade die Ärmsten nicht mehr. Beispiel Gefrierschrank und Wäschetrockner (auf Platz 3 und 6 der Hauptstromverbraucher im Haushalt). Wer als Arbeitsloser sehr viel Zeit hat, kann hier Strom sparen, denn diese Geräte dienen nur der Zeitersparnis. Aber auch systematisches Abschalten der Beleutung in ungenutzen Räumen gehört dazu. Doch hierfür fehlt vielen die Einsicht. Wie wäre es mal mit Schulungen für Hartz IV-Empfänger über Hauswirtschaft? Aber das geht natürlich weit über Stromsparen hinaus. Wer sparsam leben muss, wie unsere EU-Mitbürger weiter im Osten, kommt auch mit weit weniger aus.

Umverteilung von arm zu reich ?

Aus dem Gesetzentwurf zur Einführung der Energiesteuer:
"Das zusätzliche Aufkommen aus der Energiebesteuerung dient der
Finanzierung der Senkung der Sozialversicherungsbeiträge."

Das bedeutet, nicht nur der normale Arbeitnehmer subventioniert seinen Job durch (u.a.) die Stromsteuer, auch der, der keine Arbeit hat muss dafür bezahlen.
Gleichzeitig finanziert er den Besserverdienenden und den Investoren durch die EEG-Umlage deren Solaranlagen.

Es gibt Ausnahmen bei Großverbrauchern, nicht aber bei Geringverdienern.
Jeder mag selbst einschätzen, wie sozial eine solche Energiewende ist.
Für eine gerechtere Gesellschaft, wie es viele Parteien im letzten Wahlkampf (angeblich) angestrebt haben, sorgt das jedenfalls nicht.

Die Kinderarmut nimmt in Deutschland zu..

die Altersarmut ist drastisch angestiegen und die Anzahl der working poor, also der Menschen, die trotz regelmäßiger Arbeit arm sind, hat sich vom Jahre 2004 bis zum Jahre 2016 auf fast zehn Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung sogar fast verdoppelt!

Die Stromkosten hingegen steigen und steigen und steigen!

Oder anders ausgedrückt:

Eine wirklich gute Sozialpolitik geht anders, liebe Politiker!

Das Strom überteuert ist erfährt

jeder am eigenen Leibe, so er denn keine subventionierte Solaranlage bzw Photovoltaik Anlage auf dem Dach hat. Das Altbesitzer 25 Jahre lang wesentlich mehr Geld für Strom bekommen den sie einspeisen als was dafür auf dem Markt zu erzielen ist, ist ja auch kein Geheimnis. Das der Hartz-IV Empfänger den teuren Strom der Grundversorger einkaufen muss dürfte daran liegen das private Anbieter keinen Sozialhilfe Empfänger im Kundenstamm haben möchte. Als Vermieter möchte man die in der Regel auch nicht haben da mit dem Ausfall der Miete gerechnet werden muss. Ob nun absichtlich oder nicht. Das viele die täglich arbeiten Aufstockung benötigen ist eine Schande. Die kommen bis zur Rente da nicht raus und danach auch nicht. Deutschland geht es gut? Ja, nur vielen geht es bescheiden. Diese aber kennt unsere Politiker nicht denn die haben keine Lobbyisten

@2015real

echt? Sie kennen Hartz IV Empfänger?
Und die erzählen Ihnen, wie viel Strom sie verbrauchen? Weil Sie - so ein offenkundig so grosses Herz für arme Menschen haben?

Der durchschnittliche Hartz IV Empfänger hat sicher keine Serveranlagen oder so.
Und im Zusammenhang mit diesen Menschen von "Lebensstil überdenken" zu sprechen - das ist schon ein Klops.

Ich verrate Ihnen mal einen Grund, warum Hartz IV Empfänger oft eine höhere Stromrechnung haben - Obacht - eine Erschütterung des Weltbildes droht - viele Wohnen in den nicht ganz so feinen Vororten. In Altbauten.
Die Vermieter wissen: das Geld kommt vom Amt, der Typ kann eh nicht ausziehen, also muss ich in der Wohnung nix machen.

Da kommt es dann schon vor, dass man mit Heizlüfter beheizen muss. Oder gar im Badezimmer keinen Durchlauferhitzer sondern einen alten Boiler hat.

Und was? Duschen ist dann ein Lebensstil von dem man Abstand nehmen soll?

PS
Die Info hab ich von meiner Vermieterin, die arbeitet beim Wohnungsamt.

09:27 von derkleineBürger

Diese Auflistung ist korrekt und spiegelt die "Schmerzgrenzen" in unserer Gesellschaft!
Leider "leben sich viele ein" ..in das Prozedere von Kredit-Aufnahme und Nichtbezahlen bis es nicht mehr geht!
Die verantwortungslose Selbstbedienung von Politik(ern) und Bank-stern zerstört die gesellschaftlichen Zusammenhänge --angefangen mit der Infrastruktur!
Kommunalen Bedürfnissen fehlen die Mittel zur Umsetzung!Aufschieben/Aussitzen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ...oder bis die Bankenblase platzt !

@2015real

"Ich kenne genug Fälle, wo Hartz IV 2- Zimmer Single Wohnungen einen Stromverbrauch von einem größeren Einfamlimienhaus haben, und das ohne mit Strom zu heizen.
Ein bischen auf den Stromverbrauch zu achten scheint für viele auch ein Fremdwort."

Ihre Schuldzuweisungen und Erklärungen sind recht eindimensional.

Welcher H4-Empfänger hat den Geld übrig, um den alten Kühlschrank, Waschmaschine oder Staubsauger vorsorglich durch ein neues, energiesparendes Modell zu ersetzen?
Auch ist jede Energiesparlampe immer noch teurer als die alte Glühlampe.

Wer Energie sparen will, muss zuerst investieren. Dafür allerdings ist im Regelbedarf kein Posten vorgesehen.

Bei der Wahrheit bleiben...!

Am 22. Oktober 2017 um 09:55 von Juri Gerasimenko
@ ednew

Ein Ende der Strompreisaufwärtsspirale ist noch lange nicht in Sicht....Lassen wir erst mal die Grünen zuschlagen, wenn sie mitregieren, (bei dem Gedanken daran dreht sich mir der Magen um!) ...

Das Problem sind nicht die Grünen, sondern die etablierten Parteien und ihre Subventionspolitik mit Kohle und den Atom der vergangenen Jahrzehnte.
nnnnnnnnn
Im Gegensatz zur Kernkraft, wo eine Subvention nur behauptet wird, ist die sogenannte "Grüne"Energie wirklich und massiv subventioniert. Wer es geschafft hat als erster eine Solaranlage zu installieren darf sich noch über Jahre (2033)eines gegenüber Normalstrom achtfach-hohen erzielten Strompreises erfreuen, solcher "Gewinn" wird in dieser Gesellschaft nicht als kriminell angesehen, obwohl er doch von den Ärmsten bezahlt werden muß, nachdem die Ärmsten auch diese Art der Solaranlagen zu 30% mitbezahlen mussten, denn diese 30% bekam der Häuslebesitzer noch als Förderung geschenkt.

Überhebliche Vorurteile

Ein großes Problem bei den Ärmsten ist vor allem mangelnde Bildung

Es gibt auch arbeitslose Akademiker, und nicht wenige von denen beziehen HartzIV. Dass Arme zu blöde seien "richtig" zu leben und alle Alkoholiker und Raucher seien, ist eine schönes Narrativ, das sich die zynische neoliberale Propaganda ausgedacht hat, um die von ihr selbst geschaffenen Verhältnisse zu rechtfertigen. Es hat aber nichts mit der Realität zu tun.

Die Strompreise sind im vergangenen

Jahrzehnt um ca. 100 % gestiegen. Das ist nicht nur eine Folge des EEG-Gesetzes mit der Umlage auf die normalen Verbraucher und den Ausnahmen für die Industrie.
Ein beträchtlicher Teil der Erhöhung ist auf eine Folge der Privatisierung der öffentlichen Stromversorger. Die Aussagen, dass Private alles schneller, besser und billiger machen ist leider nur ein Märchen. Schließlich müssen die Vorstands- und Aufsichtsrats-Gehälter bezahlt werden, die Lobbyisten und ihr Klientel finanziert werden und Gewinne für die Anleger auch noch steigen.
Dass die Strompreise steigen und z.B. die Bezieher von Grundsicherung sich den Strom nicht mehr leisten können ist die Folge!

@ Autograf

Das sind tolle Vorschläge, ehrlich. Als könnte sich ein armer Mensch einen Trockner kaufen.

Wenn er Glück hat, hat er einen Gefrierschrank, was für Sie offenbar Luxus ist.

Hm - ist es nicht so, dass man Geld spart, wenn man vorkocht und einfriert?

Aber genial finde ich Ihre Vorstellung, dass solche Menschen Hauswirtschaftslehre besuchen sollen.

Ja, die sollen sich nur nicht zu wohl fühlen. Man sollte schon für das Maximum an Demütigung sorgen, indem man sie behandelt, als seien sie dumm und wüssten nicht, wie man einen Haushalt führt.

Am besten verpflichtet man jeden Empfänger zur Führung eines Haushaltsbuches, das sie dann jeden Monat vorlegen müssen. Und wenn eine Ausgabe Menschen wie Ihnen unnötig erscheint, dann gibt es Sanktionen.

Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer freiwillig von etwas mehr als 400 Euro im Monat lebt.

Und ich habe einen einfachen Grundgedanken: so was kann einen schneller treffen, als man denkt.

Nein - nicht Sie. seufz!

@2015real

In ihrer Klischee Sammlung haben sie noch den Alkohol vergessen. Auch finde ich es Interessant das sie soviele ALG 2 Empfänger und vor allem ihren Stromverbrauch kennen.
Ich kenne nur eine Rentnerin mit niedrigem Stromverbrauch,Nichtraucherin und Teetrinkerin,die wegen ihrer mageren Rente trotzdem Probleme hat,ihre monatliche Stromrechnung zu zahlen.Und das liegt bestimmt nicht an ihrem luxuriösen Lebensstil!

Grüne Politik

ist eben nur was für entsprechend Wohlhabende.

Die grünmotivierte Energiewende hat die Preise für Strom dermaßen in die Höhe getrieben, dass sich immer mehr Menschen den teuren Strom nicht mehr leisten können.

Die Kosten werden weiter steigen, denn die Stromnetze müssen ja noch weiter ausgebaut werden und das treibt die Kosten weiter in die Höhe. Auch wenn weitere Windräder (Vogel-Schredder) in die Landschaft gestellt werden, müssen konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden, deren Fixkosten, die einen beträchtliche Anteil ausmachen, bleiben.

Staatliche Planwirtschaft, die hier bei der Stromversorgung betrieben wurde, hat sich schon immer als für die Bürger schädlich erwiesen.

09:05 von FroleinPutinsPo...

"Man scheint in Deutschland ...

... zu glauben, dass man auch ohne zu bezahlen durchkommt. Diese Haltung ist mir unverständlich, denn Geld haben die Leute ja - z. B. für Zigaretten."
Das ist doch genauso ein Vorurteil wie "Die Flüchtlinge sind kriminell und Kommunisten fressen kleine Kinder.
Tatsache ist auch, dass bei Einführung der EEG-Umlage zusätzlich die Haushaltskasse belastet wird. Auf der anderen Seite Firmen sich durch werkvertraglich beschäftigte Arbeitnehmer sich Aufgrund hoher Energiekosten in Bezug auf Lohnkosten davon befreien können. Das erstere wieder Rot-Grün, dass zweite Schwarz bedingt.

Privatisierung der Stromversorgung?

@Rainer Niemann

Privatisierung der öffentlichen Stromversorger

Da irren Sie sich. Die Stromversorgung war in (West-)Deutschland nie öffentlich. Es waren seit über 100 Jahren private Unternehmen, allerdings unter strenger staatlicher Regulierung in Form von Gebietsmonopolen. In den 1990er Jahren gab es eine im Namen der neoliberalen Denke durchgeführte "Deregulierung", d.h. die Gebietsmonopole wurden gestrichen und man konnte seitdem seinen sog. "Stromanbieter" wählen. Das hat tatsächlich dank Angebot & Nachfrage anfangs den Strompreis sinken lassen.

Dann kamen die Grünen mit ihrem EEG, das übrigens nur auf der Basis der vorher von den Konservativen durchgeführten Deregulierung möglich war, und haben damit eine Selbstbedienung von Zahnärzten und Millionenbauern an den Portemonnaies der übrigen Bevölkerung eröffnet. Seitdem steigt der Strompreis rapide, die Vorteile der Konkurrenz zwischen mehreren Anbietern sind dahinter längst verpufft.

Die Preise werden weiter beträchtlich steigen

Die Verarmung geht weiter, denn: Je mehr Windräder in die Landschaft gesetzt werden, um so höher werden die Stromkosten für die Verbraucher. Denn dadurch kommt es zu größeren Schwankungen bei der Erzeugung, mit immer mehr überschüssigem Strom, der dann an der Strombörse quasi verschenkt werden muss, weil er nicht gebraucht wird.

Begründung für die dadurch steigenden Preise:

Da die EEG-Umlage als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet wird, ergibt sich folgendes: Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage, die Verbrauche zu zahlen haben.

@SGB 8:59

"Deutschland ist schon ganz schön sozial!" Was halten Sie von dieser Aussage? Sie ist genau so falsch wie Ihre.
Mit Strom kann man sparsam umgehen, wenn man wenig Geld hat, ebenso mit Bier und Zigaretten. Und dann ist man vielleicht sogar in der Lage, seine Stromrechnung zu bezahlen.
Zu hinterfragen ist allerdings, warum es für Strom keine Sozialtarife gibt. Müssen wirklich die "Armen" die EEG-Umlage bezahlen, ca. 7 cts. pro kWh, damit die Investoren ihre Rendite bekommen? Bei 3000 kWh pro Jahr sind das 210 €, viel Geld, wenn man es nicht hat.

Mal zur allgemeinen Info

Der Energieanteil im aktuellen SGBII-Regelsatz beträgt 34,19 €.

Der Artikel suggeriert

Der Artikel suggeriert einem,daß hauptsächlich Hartz 4 Empfänger ihre Stromrechnungen nicht bezahlen.Es stimmt zwar ,daß diese Menschen am unteren Ende der Einkommenskala stehen,allerdings liegt das nicht bezahlen von Stromrechnungen wohl eher im individuellen Bereich,zumal Millionen von Hartz4 Beziehern ihre Stromrechnungen vom Harz4 Bezug bezahlen können.

Die 300 000 Menschen, denen

Die 300 000 Menschen, denen der Strom abgeschaltet wird, sind halt die "Letzten, die die Hunde beißen" . Die Tatsache, kein Geld zu haben, bedeutet nicht für jeden dasselbe. Manche haben gelernt, sehr sparsam zu leben und können auch mit wenig Geld einigermaßen über die Runden kommen. Oder sie haben Verwandte, die ihnen in der Not beistehen und die ausstehende Rechnung bezahlen. Armut ist nicht nur Armut an Geld, sondern wirkt sich eben auch psychosozial aus: Krankheit, wenig Bildung, wenig Teilhabe, keine Freunde. Auf die Regierung oder den Staat zu hoffen ist meiner Meinung nach eine Illusion. Es ist seit der Agenda 2010 längst ausgemachte Sache, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden sollen, egal wer regiert. Deshalb sollten wir als Bürger und Menschen Netzwerke gegenseitiger Hilfe bilden und dem Nachbarn die Stromrechnung bezahlen und damit von unten her eine neue, solidarische Gesellschaft aufbauen.

Auch dass ist ein Grund fuer das BGE

Auch dieses Problem dass sich viele Menschen die auf Hartz4 angewiesen sind, sich ihre Stromrechnung nicht mehr leisten können und die Regelsätze eh viel zu niedrig sind, ist erneut ein Grund warum endlich ein Umstieg auf das bedingungslose Grundgehalt kommen muss.

Und dieses BGE sollte mindestens in einer Höhe von 1.000 Euro bis 1.500 Euronen pro Person liegen damit solche Dinge nicht mehr passieren. Darueber hinaus sollte es auch nicht mehr so sein, dass man erst sein Erspartes aufbrauchen muss sondern dass man sehr wohl auch was ansparen darf und man sollte auch zu diesem BGE hinzuverdienen duerfen.

Wenn man dann mal irgendwann in Rente geht, wechselt man dann vom BGE + Hinzuverdienst in die normale Rente oder ein anderes Rentenprogramm.

Aaallsooo!

Am 22. Oktober 2017 um 10:39 von Rainer Niemann
Die Strompreise sind im vergangenen

Jahrzehnt um ca. 100 % gestiegen. Das ist nicht nur eine Folge des EEG-Gesetzes mit der Umlage auf die normalen Verbraucher und den Ausnahmen für die Industrie.
Ein beträchtlicher Teil der Erhöhung ist auf eine Folge der Privatisierung der öffentlichen Stromversorger. Die Aussagen, dass Private alles schneller, besser und billiger machen ist leider nur ein Märchen. Schließlich müssen die Vorstands- und Aufsichtsrats-Gehälter bezahlt werden, die Lobbyisten und ihr Klientel finanziert werden und Gewinne für die Anleger auch noch steigen.
nnnnn
100% wäre ja noch ein moderater Anstieg; allein die EEG Umlage stieg von 0,10 Pf. in 1999 auf 6,88 ct (13,76 Pf) in 2017.
Wenn sie das dann gerade mal in den Taschenrechner geben würden...!
Und "Private Anbieter besser"... wehe wir geben einmal unser Wasser her...!

Wasvfehlt istvder wahre Grund für

Die Preisexplosion bei Strom... Die Privatisierung und örtliche Monopolbildung der Stromunternehmen. Das betrifft insbesondere den Osten.

Am 22. Oktober 2017 um 09:05 von FroleinPutinsPo...

"Man scheint in Deutschland ...
... zu glauben, dass man auch ohne zu bezahlen durchkommt. Diese Haltung ist mir unverständlich, denn Geld haben die Leute ja - z. B. für Zigaretten."

Woran erkennen Sie, dass es dieselben Leute sind?

Strompreise

Für einen privaten Stromerzeuger mittels Kleinwasserkraftwerk, sind die Erlöse je Kilowatt in den vergangenen 30! Jahren nicht gestiegen, jedoch die Gebühren um das Zehnfache.

Jau !

Am 22. Oktober 2017 um 11:00 von Ernst-
Die Preise werden weiter beträchtlich steigen

Die Verarmung geht weiter, denn: Je mehr Windräder in die Landschaft gesetzt werden, um so höher werden die Stromkosten für die Verbraucher. Denn dadurch kommt es zu größeren Schwankungen bei der Erzeugung, mit immer mehr überschüssigem Strom, der dann an der Strombörse quasi verschenkt werden muss, weil er nicht gebraucht wird.

Begründung für die dadurch steigenden Preise:

Da die EEG-Umlage als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet wird, ergibt sich folgendes: Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage, die Verbrauche zu zahlen haben.
nnn
Kommt hin. Und ganz ohne Hartz.

Am 22. Oktober 2017 um 10:38 von anorak2

" Ein großes Problem bei den Ärmsten ist vor allem mangelnde Bildung"

Danke für die reale Antwort.

Der obige Satz ist einer der dümmsten den es in den letzten Jahren so gegeben hat.
Er impliziert das einige Millionen Menschen irgendwo ohne in die Schule zu gehen als Hirten in der Taiga aufgewachsen sind und nicht in Deutschland.
Derartig überheblicher Slogan das einem jedes mal der Blutdruck steigt.

Danke und schönen Sonntag.

@10:39 von Rainer Niemann

"Ein beträchtlicher Teil der Erhöhung ist auf eine Folge der Privatisierung der öffentlichen Stromversorger."

Also ich kann nicht erkennen, wo es seit dem EEG eine Privatisierung bei der Stromversorgung gab. Im Gegenteil, die Stromversorgung wird immer stärker vom Staat bestimmt. Nichts anderes ist doch das EEG. Der Staat bestimmt über das EEG Abnahmemengen für grünen Strom und er bestimmt die Preise für diesen grünen Strom, den die Versorger an die Herstelle des grünen Strom zahlen müssen. Es zwingt private Unternehmen, ihre Versorgung nach staatlichen, planwirtschaftlichen Vorgaben vorzunehmen.

Stromkosten

Selbst wenn Stromkosten gestiegen sind, heißt das nicht, dass bei gleicher Leistung mehr bezahlt werden muss. Denn eine z.B. 60 Watt Birne wird durch 5 bis 9 W ersetzt!!. Bequemlichkeiten wie Trockner und überflüssige Gefriertruhen, (wie auch Pampers) muss nicht die Allgemeinheit für vorübergehende Sozialfälle finanzieren.

@ 10:16 von anorak2

Zitat: "Dann werfen Sie mal einen Blick auf die Zusammensetzung des Strompreises,
...
Von "Atomkraft-Subvention" und "Kohlesteuer" lese ich da nichts."

Stimmt, diese Förderungen wurden ja auch von Anfang an, nicht in den Strompreis eingerechnet, sondern aus dem allgemeinen Haushat bezahlt, damit dem Verbraucher nicht auffällt, wie teuer denn unser angeblich ach so billiger Atom- und Kohlestrom wirklich ist.

Genauso wie auch jetzt die Kosten für die Entsorgung des Atommülls aus dem Steuersäckel bezahlt werden, sonst würden noch erheblich mehr Haushalte ein Problem damit kriegen, ihre Stromrechnung zu bezahlen.

Eine Haftpflichtversicherung, in der notwendigen Höhe, durften sich die AKW gleich ganz sparen, sonst wären die Strompreise schon in den frühen 70ern explodiert.

Gruß, zopf.

Spahn sagte zur Bundestagswahl:

Uns geht es gut.
Merkel sagte:
Deutschland geht es gut.

Solche Meldungen bezeugen das Gegenteil.

Vielleicht dachten sie an die Flüchtlinge, die ihren Strom bezahlt bekommen, im Gegenzug zu den Hartz IV-Beziehern.
Denn für Asylsuchende bekommen die Energieversorger ihr Geld für Strom und Wasser direkt aus der Staatskasse. In der kalten Jahreszeit kommen Heizkosten noch hinzu.
Wenn man das den Hartz IV-Beziehern auch ermöglichen würde, bräuchten viele nicht frieren oder in einer kalten Küche stehen.

Licht und warme Stuben sollten das Mindeste sein, was der Staat ermöglicht.

Merkel und Spahn haben recht:
Ihnen geht es gut.
Die Wahl zeigte:
Vielen anderen nicht!

@ 10:09 von GeMe

Zitat: "Warten Sie erstmal ab bis der Rückbau und die Endlagerung des Mülls aus mehr als 50 Jahren AKW-Betrieb in den Strompreis eingerechnet werden."

Genau das wird nicht passieren, das wird schön aus dem allgemeinen Staatshaushalt bezahlt und die wirklich auflaufenden Kosten werden wieder kleingerechnet und nicht an die große Glocke gehängt.

Zitat: "Da kommt noch einiges auf uns zu."

Das wiederum stimmt, man könnte es auch das dicke und unheimlich lange Ende nennen, denn es werden dicke Rechnungen, die die dt. Bevölkerung über viele, viele Generationen hinweg begleichen muß.

Gruß, zopf.

@FroleinPutinsPo... am 22. Oktober 2017 um 09:05

Man scheint in Deutschland ...
... zu glauben, dass man auch ohne zu bezahlen durchkommt. Diese Haltung ist mir unverständlich, denn Geld haben die Leute ja - z. B. für Zigaretten.

Oder für Nahrung, Kleidung, weitere Dinge des täglichen Bedarfes...es ist ja allgemein bekannt, wie Hartz4-Empfänger so drauf sind. Wirklich unglaublich, diese Haltung, Rechnungen einfach nicht bezahlen zu wollen...

...oder doch eher nicht zu können?

Fragt sich...
...der Rico.

Gegenrede

Ich habe 2 Jahre lang Hartz IV bezogen und ich konnte mit meiner Familie sehr gut davon leben, ohne große Sprünge machen zu können.

Insofern verstehe ich das Aufheulen der Sozialverbände hier nicht! Der aktuelle Hartz IV Regelsatz plus Mietzuschuss reichen dicke, um seine Familie hier über die Runden zu bringen. Im Gegenteil: Mir ging es als Hartz IVer sogar besser, als es mir derzeit als Werktätiger geht, da ich als AN Ausgaben schultern muss, wie z.B. KiGa-Gebühren, Regelsätze bei Sport & Kultur. Als Hartz IVer entfallen die KiGa-Gebühren & für Arbeitslose gibt es überall verbilligte Konditionen!

Ich liege daher aktuell mit meinem Haushalts-EK 200 Euro unter Hartz IV & das trotz einer 60 Stunden-Arbeitswoche (DaF-Lehrer). Und ich kann trotzdem nicht behaupten, dass es uns sonderlich schlecht ginge. Wir haben schlicht keinerlei Ansprüche, keinen Urlaub, keine kulturelle Teilhabe, nur sehr wenige Ausflüge in die Umgebung.

Meine Frau ist übrigens auch den ganzen Tag daheim.

11:09, benedictremark

>>Armut ist nicht nur Armut an Geld, sondern wirkt sich eben auch psychosozial aus: Krankheit, wenig Bildung, wenig Teilhabe, keine Freunde.<<

Ein ganz, ganz wichtiger Aspekt.

Außerdem wird von Armen eine erheblich höhere Lebenstüchtigkeit erwartet als von wohlhabenden Menschen. Jeder Erbschnösel kann andere für das bezahlen, was er selbst nicht gebacken kriegt.

>>Auf die Regierung oder den Staat zu hoffen ist meiner Meinung nach eine Illusion. Es ist seit der Agenda 2010 längst ausgemachte Sache, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden sollen, egal wer regiert. Deshalb sollten wir als Bürger und Menschen Netzwerke gegenseitiger Hilfe bilden und dem Nachbarn die Stromrechnung bezahlen und damit von unten her eine neue, solidarische Gesellschaft aufbauen.<<

Amerikanische Verhältnisse. Der Staat, also wir alle, fällt als Solidargemeinschaft aus, also muss die Solidarität in die Nachbarschaft verlegt werden. Schöne alte/neue marktradikale Welt...

Was u. wo ist eigentl. der Regelstromanteil in Hartz4?

Ist er in Teilen des Mietzuschuß zu finden oder in den max. ca. 400€ schon eingepreist obwohl die 400€ eigentl. zum Leben ;Essen gedacht sind. Wäre mal interessant zu wissen da ich immer nur höre von Halb-Profi- Wissenden Bürgern : Die Hartz4 -Empfänger bekommen doch alles also Miete samt Strom u. Heizung bezahlt.
Man könnte Vorurteilen vorbeugen wenn man mal den Regelsatz gegenüber echten realen Verbräuchen öffentl. öfters kundtut. Wissen muß nicht schaden?

Wahre Geschichte!

Eine Oma hatte kein Strom mehr, ich bin hin (Bekannte) und habe den Fehler gesucht, rattenkalt war es bei ihr (Heizkosten sparen). Ich habe bei der Nachbarsfamilie geklingelt um nach einer Taschenlampe zu fragen, es schoss eine regelrechte Hitzewelle aus der Wohnungstür, und auf der Suche nach einer Taschenlampe, konnte ich in die Zimmer gucken, überall PCs und Fernseher für jedes Zimmer! Diese Familie bezog übrigens Hartz 4! Bleiben Sie bitte alle bei der Wahrheit! Eine H4 Familie mit 2 Kindern hat das gleiche Geld, wie eine Malicherfamilie mit 14,-€ Stundenlohn!

Höhe des Strompreises

Falls sich noch jemand an den Wirtschaftsminister Herrn Rösler (FDP) erinnert:
Die Strompreiserhöhung erfordert den Nachweis der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Anbieter.
In die Amtszeit des Herrn Rösler fiel nicht nur die Erweiterung der Ausnahmen zum EEG ,sondern auch 5 Strompreiserhöhungen (6,9 Cent gesamt) deren wirtschaftliche Notwendigkeit gar nicht überprüft wurden.
Natürlich kann man auf das EEG schimpfen, aber bitte nicht diejenigen vergessen welche für die jetzigen Preise und die damit verbundenen sozialen Verwerfungen mit verantwortlich sind.

Es war doch ...

... erklärte Politik von SPDGrünen durch die Agenda 2010 große Teile der Bevölkerung verarmen zu lassen (Verkürzung des Arbeitslosengeldes, Absenkung des Rentenniveaus, Ausbau des Niedriglohnsektors).

Der Artikel zeigt:
Mission accomplished!

@ Wohlzufrieden

Verordnete Armut. Die Regelsätze stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Lebenshaltungskosten

Aus Hartz-IV-Sicht ist das leicht gesagt, aber irgendwer muss es ja auch zahlen.

Geld einteilen

Ein großes Problem ist, dass viele Menschen (gerade aus den bildungsfernen Familien) ihr Geld schlecht verwalten und einteilen.
Eine Lösung wäre Strom auf Guthabenbasis.
In englischen Sozialwohnungen ist das Standard.
Man kauft sich sich Prepaidkarten die man verbrauchen kann.

Die Umlagefähigkeit ist ein Problem

Ja, der Strom ist zu teuer!
Die EEG-Umlage halte ich aber grundsätzlich für eine vernünftige Sache. Die Vision, eines Tages nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig zu sein, erscheint mir als die einzige Lösung, wie man den schwindenden Ressourcen über die Jahrzehnte entgegenwirken kann.

Ungerecht ist die Umlagefähigkeit der Unternehmenssteuern und Lasten. Warum ist das Nutzerentgelt und die Konzessionsabgabe sowie die Stromsteuer komplett umlagefähig? Dazu kommt, dass hier die Mehrwertsteuer immer mit hinzugerechnet wird.
Im Grunde genommen zahlen wir so doppelt und sogar dreifach drauf.
Die Stromunternehmen rechnen sich darüber hinaus absichtlich klein, wie z.B. RWE, die sich durch ihre eigenen Tochterfirmen eine Menge Steuern wiederholt.

Die Unternehmen müssen mehr in die Verantwortung gezogen werden! Regulierung muss her! Der Staat ist für die Fairness verantwortlich! Aber ich muss nur gucken, wer in den Aufsichtsräten von RWE und EON sitzt und ich weiß wo der Hase läuft.

Stromabschaltungen als Massenphänomen

Tagesschau schrieb: "Sozialverbände bemängeln unter anderem einen zu niedrigen Energieanteil in den Hartz-IV-Regelsätzen."

Die Betonung liegt auf "unter anderem". Mein Jobcenter arbeitet mit veralteten Mietspiegeln: Das bedeutet, dass wir in Dortmund jedes Jahr weniger Sozialleistungen bekommen, bei steigenden Preisen.

Zu 11:34 von zopf - Die Atomkarte kommt immer ..

reflexartig.

Genauso wie auch jetzt die Kosten für die Entsorgung des Atommülls aus dem Steuersäckel bezahlt werden, sonst würden noch erheblich mehr Haushalte ein Problem damit kriegen, ihre Stromrechnung zu bezahlen.
1. stimmt das nicht und
2. Nehmen wir doch die jährlich 20 Mrd.€ der EEG-Umlage für die Deckung der Entsorgungskosten, dann ist die Finanzierung mindestens kostenneutral für den armen Stromkunden.

Mit was hätte man denn die Stormerzeugung sicherstellen sollen. Mit noch mehr Braunkohle. Die friedliche Nutzung der Kernenergie ist mindestens klima- und umweltfreundlich. Für die Umwelt vor Ort und für das globale Klima.
Ich mache mir da mehr Sorgen um die nicht friedliche Nutzung. Die Folgen machen auch an deutsche Grenzen nicht halt.

Außerdem, keine Energieerzeugung, keine Stormerzeugung ist folgenlos möglich.

Auch in den sogenannten EE stecken Gefahren. Z. B. in vielen Solarzellen steckt Cadmium. Ist das sicher, die Entsorgung dort schon geregelt?

neue Entwicklung, @Autograf

Nachdem wir uns schon daran gewöhnt haben, dass Grundsicherungsempfänger deshalb am Ende des Gesellschaftszuges mitfahren, weil sie faul und unmotiviert sind, kommt nun noch ein neuer Grund hinzu: sie sind einfach zu dumm, um ihre Armut effizient zu managen. Wären die mal in die Schule gegangen, statt immer nur zu Haue mit Alkohol und Tabak rumzuhängen, dann wüssten die auch, wie man sich seinen Stromverbrauch ausrechnet.

Ich fasse es manchmal nicht, in was für einer Gesellschaft ich lebe.

Angebliche Atom- und Kohlesubventionen

@zopf

Stimmt, diese Förderungen wurden ja auch von Anfang an, nicht in den Strompreis eingerechnet, sondern aus dem allgemeinen Haushat bezahlt

Dh sie würden die Arbeitslosen und Menschen mit niedrigen Einkommen nicht belasten, denn die zahlen ja keine oder nur geringe Steuern.

Das grüne EEG und die grüne Stromsteuer belasten sie dagegen sehr wohl, denn die werden über die Stromrechnung eingetrieben. Die grüne Politik wäre also selbst dann unsozial, wenn Sie Recht hätten.

Außerdem haben Sie Unrecht. Atom- und Kohlestrom sind von sich aus kostengünstig und benötigen keine Subventionen. Im Gegenteil werfen sie Steuern ab. Die von Ihnen angeführten Abbaukosten sind im Vergleich zum EEG Portokasse, außerdem Folgen grün-konservativer Antiatompolitik. Würde man die Kraftwerke einfach laufen lassen, fielen diese nicht an.

Es gibt eben solche Leute

Hallo,
das ist eine bekannte Phrase. Arme Menschen sollen immer selbst an ihrer Armut schuld sein. So ist das aber nicht. Immerhin wird ihnen der Konsum von "schlauen" Menschen über raffinierte Werbemechanismen eingebläut.

Solche Pauschalaussagen sind überdies eine Beleidigung für alle jene, die jeden Cent drei Mal umdrehen müssen und sich gar nichts weiter leisten, als den löslichen Kaffee morgens. Klar, über Ihre große Koniferenhecke in Ihrem EFH können Sie das nicht sehen.
Besuchen Sie mal ganz unverfänglich das nächste Sozialamt und hören Sie den Leuten einfach mal zu. Klar finden sich Leute, auf denen Ihre Aussage zutrifft. Aber die meisten haben eine traurige Geschichte zu erzählen. Von denen ist hier die Rede!

11:48 von michel56

Die Stromkosten sind aus der Grundsicherung zu finanzieren. Also je höher der Strompreis, um so weniger bleibt zum Leben.
Ähnlich ist es mit dem Kindergeld: wird das Kindergeld erhöht (für die "armen Kinder") wird es bei der Bemessung, als Einkommen; wieder abgezogen. Also wer hat einen Vorteil, möglicherweise nicht die, die es eigentlich bräuchten.

Wirklich schlimm und erschreckend

mit welcher Lust hier Vorurteile gegenüber Armen kultiviert werden und auf arme Menschen eingeprügelt wird. Ich bin ehrenamtlich in der Wohnungslosen- und Obdachlosenhilfe tätig und kann aus eigener Anschauung andere Ursachenausmachen. Oft leben die Menschen in uralten feuchten Kellerwohnungen, weil sie sich keine andere leisten können oder keine Chance auf eine andere haben- mit alten Kühlschränken, Waschmaschinen, Heizlüftern, weil die Wohnungen keine Zentralheizung haben. Trockner können sie sich eh keinen leisten. Aber allein die Beheizung mit Heizlüftern oder Nachtspeichergeräten ist extrem teuer, wie auch die Warmwasseraufbereitung mit Boilern. Nur, was wären die Alternativen? Im Kalten und im Dunkeln sitzen und kalt duschen? Geld für eine Alternative haben die prekären Mieter nicht und der Vermieter hat es nicht nötig, zu investieren. Die Menschen müssen es hinnehmen oder sie sitzen auf der Straße.

11:42, yolo

>>Spahn sagte zur Bundestagswahl:
Uns geht es gut.
Merkel sagte:
Deutschland geht es gut.

Solche Meldungen bezeugen das Gegenteil.

Vielleicht dachten sie an die Flüchtlinge, die ihren Strom bezahlt bekommen, im Gegenzug zu den Hartz IV-Beziehern.
Denn für Asylsuchende bekommen die Energieversorger ihr Geld für Strom und Wasser direkt aus der Staatskasse. In der kalten Jahreszeit kommen Heizkosten noch hinzu.<<

Es ist in gewissen Kreisen sehr beliebt, die ärmsten der Armen gegeneinander auszuspielen, wie man auch hier im Thread sehen kann. Dabei wird gerne mit Halb- Viertel- und Unwahrheiten gearbeitet.

Hier ist die tatsächliche Lage einigermaßen erschöpfend und leicht verständlich dargestellt:

http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/asylblg/AsylbLG_kurz.pdf

@ 10:34 von Mein blauer Engel

Zitat: "Im Gegensatz zur Kernkraft, wo eine Subvention nur behauptet wird, ..."

Werter user, da wird nicht nur behauptet, da wurde jahrzehntelang schön verschleiert und kleingerechnet.

Die Atomkraft wird schon seit den frühen 50er Jahren gefördert.

Anfangs nur über die Forschung. Ab dem 21. Oktober 1955, als Franz Josef Strauss Minister für Atomfragen wurde, ging es dann richtig los.

Mit direkten Förderungen und versteckten, wie Steuererleichterungen für die Konzerne oder die Erlaubnis auf den Verzicht einer kostendeckenden Haftpflichtversicherung.

Kuugeln Sie doch einfach mal die relevanten Studien zur Förderung der Atomkraft in DE.

Oder machen Sie es sich einfach und schauen mal bei statista.com, die geben für die Jahre 1950 - 2010 194,9 Mrd. an und ab 2011 dann noch mal 75,3.

Auch gerade im Moment werden die stromproduztierenden AKW gefördert.

Gruß, zopf.

@ Thomas Wohlzufrieden

"Die Regelsätze stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Lebenshaltungskosten. Hartz IV ist und bleibt verordnete Armut."

Als jemand, der Hartz IV 2 Jahre lang bezogen hat und jetzt trotz Arbeit sogar noch weniger frei verfügbares EK hat, widerspreche ich Ihnen hier aufs Schärfste!

Mit Hartz IV ging es mir und meiner Familie besser, als es uns im Moment geht und auch in Zukunft gehen wird. Die Regelsätze plus Mietzuschuss reichten damals dicke, um meine kleine Familie über die Runden zu bekommen, weil wir nur sehr wenige Ansprüche haben. Zugegeben: Man kann kaum noch kulturell an der Gesellschaft teilhaben, Urlaub oder Ausflüge am Wochenende sind nahezu unmöglich, aber ich glaube, dass das die geringste Sorge ist, wenn man Hartz IVer ist. Denn die sollte sein, wie man am schnellsten wieder in eine Arbeit kommt, in der Hoffnung, nicht so viel Pech zu haben, wie ich bei der Arbeitssuche.

@ 11:54 von gman

Zitat: "Die Atomkarte kommt immer ..

reflexartig."

Ja, von den Freunden der Atomkraft.
Die stellen dann die unwahre Beheuptung auf, Atomkraft wäre billig und ich liefere Fakten als Gegenbeweis.

Zitat: "1. stimmt das nicht und"

Widerlegen Sie es, die Zahlen sind alle im Netz zu finden. Die bloße Behauptung "Stimmt nicht", ist wertlos.

Zitat: "2. Nehmen wir doch die jährlich 20 Mrd.€ der EEG-Umlage für die Deckung der Entsorgungskosten, dann ist die Finanzierung mindestens kostenneutral für den armen Stromkunden."

Die Kosten für das EEG werden fallen, die Kosten für eine Endlagerung bleiben auf Jahrtausende erhalten.
Und wenn Sie meine Beiträge zu dem Themea lesen, werden Sie feststellen, daß ich ein Kritiker des EEG in seiner jetzigen Form bin.

Zitat: "Mit was hätte man denn die Stormerzeugung sicherstellen sollen."

Mit der füheren Einführung der EE.

Gruß, zopf.

"Studie" Atom-Subventionen

@zopf

Kuugeln Sie doch einfach mal die relevanten Studien zur Förderung der Atomkraft in DE

Da werden Sie dann genau eine "Studie" treffen, oder Texte die davon abschreiben. Diese eine Studie stammt von einer Organisation namens "Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft" und wurde von Greenpeace finanziert. Könnte Greenpeace vielleicht ein bestimmtes Interesse haben, welches Ergebnis rauskommt? Hm?

Wenn man dann reinguckt, ist deren Herleitung ein schlechter Scherz. Die Hauptposten sind Nichtbelastung der Atomkraftwerke mit CO2-Abgaben, Kosten für die Abwicklung der DDR-Atomkraftwerke und DDR-Uranbergwerke, Nichtbesteuerung von Rückstellungen, solche Sachen. Es ist wirklich eine Zumutung, sowas "Studie" zu nennen.

@ 11:54 von gman

Zitat: "Auch in den sogenannten EE stecken Gefahren. Z. B. in vielen Solarzellen steckt Cadmium. Ist das sicher, die Entsorgung dort schon geregelt?"

Nennt sich Recycling.

Gruß, zopf.

Kurzsichtige Schelte und falsche Adressaten

Politik hat etwas mit Gestaltung und Veränderung zu tun.

Das EEG wurde geschaffen, um eine Starthilfe für Technologien zu geben, die wir brauchen, wenn wir unseren Strom nicht mehr aus Kohle, Öl oder Uran erzeugen wollen (weil zu gefährlich) oder können (weil die Rohstoffe endlich sind). Prinzipiell war das sinnvoll.

Wie lange das Land danach von Fr. Merkel mit der Union und wechselnden Partnern reagiert wurde, ist bekannt. Die Verantwortung für fehlende sinnvolle Anpassungen liegt inzwischen doch vor allem dort (Stichwort: Entlastung von Großverbrauchern - muss die noch so stark sein? warum wird das nicht sozial gerechter z.B. über den Staatshaushalt finanziert?)
Gleiches gilt übrigens für die Höhe der ALG2-Sätze. Schon bei der Einführung dieses Systems war es doch die Union, die die Sätze nach unten verhandelt hat und damit ihren Beitrag geleistet hat, um eine Vereinfachung eines Systems zum noch stärkeren Druckaufbau auf die Leistungsbezieher/-innen zu nutzen.

Um Missverständnissen vorzubeugen

Bevor man hier auf mich "einschlägt", ich würde die Hartz IV-Empfänger über einen Kamm scheren (was an sich schlecht geht, da ich selbst Hartz IV-Empfänger war)...

Ich sehe die Schuld für die Misere nicht bei den Hartz IV-Empfängern, denn die meisten von diesen sind integre Leute, die wirklich auch verantwortungsvoll mit dem wenigen, was sie vom Amt bekommen, umgehen & dabei eigentlich mehr Unterstützung verdient hätten. Aber ich kenne leider aus meinem persönlichen Umfeld auch einige schwarze Schafe, bei denen man sich mitunter wünschen würde, dass die ARGE die soziale Bezuschussung wenigstens einen Monat lang mal komplett einstellt, damit die merken, was die eigtl. mit ihrem "Konsumverhalten" sich & ihren Kindern damit antun! & trotzdem beschweren die sich teilweise mitunter heftig über "fehlende finanzielle Unterstützung"! Absurd!

Im Übrigen machen ich vielen Vermietern & der Privatisierung den Vorwurf, dass immer mehr Menschen in D in Armut gedrückt werden.

Fassen wir mal zusammen:

Die Strompreise sind im Verhältnis zum Einkommen gerade der unteren Schichten stark angestiegen.

Arme leben vorwiegend in Wohnungen, die vom Baulichen her einen höheren Energieverbrauch haben.

Diese Menschen können sich auch kaum neue energiesparende Geräte leisten.

Vielfach fehlt auch das Bildungspotential, um Einsparmöglichkeiten sinnvoll zu nutzen.

Hier wäre die Politik gefordert:
Wer innerhalb weniger Tage eine Abwrackprämie für Autos auf die Beine stellen kann, könnte z. B. auch den Kauf neuer energieeffizienter Geräte subventionieren.

Dies nur als Denkanstoß.

Leider ist es jedoch so, dass im Zuge der "Internationalisierung" Deutschlands, gerade von den bislang regierenden Parteien immer weniger Interesse und Geld für die eigenen Bürger aufgebracht wird. Die Gelder gehen an Menschen, die bisher rein gar nichts zum Wohlstand in unserem Land beigetragen haben.

Ich sehe hier eine ganz große und gefährliche Sprengkraft für den sozialen Frieden.

11:56 von anorak2

Zitat: "Dh sie würden die Arbeitslosen und Menschen mit niedrigen Einkommen nicht belasten, denn die zahlen ja keine oder nur geringe Steuern.

Das grüne EEG und die grüne Stromsteuer belasten sie dagegen sehr wohl, denn die werden über die Stromrechnung eingetrieben. Die grüne Politik wäre also selbst dann unsozial, wenn Sie Recht hätten."

Unser jetziges EEG ist nicht auf dem Mist der Grünen gewachsen, obwohl ich die nicht verteidigen will, da die selbst genug Mist verzapfen.

Zitat: "Außerdem haben Sie Unrecht. Atom- und Kohlestrom sind von sich aus kostengünstig und benötigen keine Subventionen."

Rund 300 Mrd. Subventionen für die Atomkraft und die Tatsache, daß nun die Ewigkeitskosten der Endlagerung gegen eine geringfügige Einmalzahlung auf den Bürger abgewälzt wurden widersprechen Ihrer Behauptung.

Gruß, zopf.

@ 11:56 von anorak2

Zitat: "Die von Ihnen angeführten Abbaukosten sind im Vergleich zum EEG Portokasse, außerdem Folgen grün-konservativer Antiatompolitik. Würde man die Kraftwerke einfach laufen lassen, fielen diese nicht an."

Ich spreche gar nicht von den Rückbaukosten der AKW (mindestens 20 Mrd./AKW) sondern von der jahrtausendelangen Lagerung des Mülls.

Was denken Sie denn, was mit dem Müll passiert, wenn die AKW weiterlaufen ?

Löst der sich dann in Luft auf ?

Ich muß Sie entäuschen, in den letzten Jahrzehnten waren die AKW am Netz und haben einen Riesenberg Atommüll geschaffen, mit dem sich jetzt der Bürger herumschlagen darf.

Gruß, zopf.

11:48 von michel56

"Was u. wo ist eigentl. der Regelstromanteil in Hartz4?
Ist er in Teilen des Mietzuschuß zu finden oder in den max. ca. 400€ schon eingepreist obwohl die 400€ eigentl. zum Leben ;Essen gedacht sind.
Man könnte Vorurteilen vorbeugen wenn man mal den Regelsatz gegenüber echten realen Verbräuchen öffentl. öfters kundtut. Wissen muß nicht schaden?"

- Ab dem 01.01.2018 beträgt der Hartz-IV-Regelsatz monatlich 416 Euro.
- In diesem Betrag ist ein monatlicher Anteil von 35,09 Euro für "Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung" enthalten. Mit diesem Geld sollen Hartz-IV-Empfänger u.a. die Stromrechnung bezahlen.
- Max. 2,3% des Regelsatzes (9,57 €) können beim Amt für einen eventuellen "Strommehrverbrauch" geltend gemacht werden.

Ein durchschnittlicher Single-Haushalt (jährlicher Verbrauch 1.500 KWh) zahlt in der Strom-Grundversorgung, die viele Hartz-4-Empfänger nutzen müssen, 44,33 € pro Monat (Untersuchung von "Verivox" im Sept. 2017).

Nur 330000 müsste das heißen

Wenn hier doch viele meine, es läge an den zu niedrigen Hartz 4 Sätzen, dann kann das schon mal nicht stimmen, denn schließlich gelingt es doch der Mehrheit der Hartz4 Bezieher die Rechnungen zu zahlen. Und ja, man kann mit diesen Sätzen durchaus leben, meine beiden Töchter studieren und haben unter dem Strich nicht mehr, weil die Mieten recht hoch sind, kommen aber gut mit dem Geld aus.
Wenn man natürlich einen nicht unerheblichen Teil des Geldes für Zigaretten und Alkohol verbrät, reicht es natürlich nicht. Und auch wenn man den Satz um 100 Euro anhebt, werden es genau die Gleichen sein, die die Stromrechnung nicht bezahlen. Ich kenn auch jemanden, der gut verdient und dem haben sie den Strom abgestellt, weil er Mahnungen generell ignoriert und erst dann aktiv wird, wenn es nicht mehr anders geht. Ohne Hintergrundwissen warum man die Rechnungen nicht zahle, ist aus der Meldung allein nichts zu schließen.

Zu 12:14 von zopf "Recycling"

@ 11:54 von gman
Zitat: "Auch in den sogenannten EE stecken Gefahren. Z. B. in vielen Solarzellen steckt Cadmium. Ist das sicher, die Entsorgung dort schon geregelt?"
Nennt sich Recycling.
Gruß, zopf.

@zopf, das Zauberwort gibt es auch bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Die Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen ist dort gängige Praxis des Brennstoffkreislaufs.

Die Frage war nach der Sicherheit (Blei, Cadmium) und der Entsorgung . Wo ist das geregelt und sicher gewährleistet? Wer bezahlt das? Wieder verkappt der arme Stromkunde?
Es gibt weltweit keine extremere Förderung als das deutsche EEG.
Subventionen sind grundsätzlich schädlich, das EEG ist das beste Beispiel dafür. Nur im begründeten Ausnahmefall, begrenzt für kurze Zeit macht das Sinn. 20 Jahre garantierte Abnahme zu Wucherpreisen, ob der Strom genutzt werden kann oder nicht, ist es nicht! Die Kritik gilt nicht dem Ziel, sondern dem milliardenteueren unsozialen Weg für die nicht privilegierten Verbraucher!

@ 12:13 von anorak2

Zitat: Da werden Sie dann genau eine "Studie" treffen, oder Texte die davon abschreiben. Diese eine Studie stammt von einer Organisation namens "Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft" und wurde von Greenpeace finanziert. Könnte Greenpeace vielleicht ein bestimmtes Interesse haben, welches Ergebnis rauskommt? Hm?"

Da haben Sie dann aber nicht besonders weit gekuugelt sondern sich auf das erste Ergebnis gestürzt.

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, von der Regierung beauftragte, von den Atomkonzernen und von unabhängigen Instituten.

Alle kommen zum gleichen Ergebnis, daß Atomkraft hochsubventioniert ist.
Nur über die Höhe der Zaheln ist man sich nicht ganz eins.

Ich hab Ihnen ja statista.com nahegelegt, die mitteln all die vorhandenen Studien und kommen auf über 260 Mrd. € (bis heute), ohne die Endlagerfrage einzubeziehen.

Gruß, zopf.

Europaweit die zweithöchsten Strompreise

hat Deutschland als Folge einer verpfuschten, höchst unsozialen Energiewende. Einerseits hohe Subventionen für Solarstrom, der nicht gebraucht wird und wohlhabende Hausbesitzer und Bauern noch reicher macht. Andererseits weiter schnell steigende Strompreise, die die Niedrigverdiener, Kleinrentner, junge Familien extrem belasten. Das ist Sozialpolitik im Sinne der Regierungen- Umverteilung von unten nach oben unter grünem Deckmäntelchen.

Bitte im Zusammenhang sehen!

Wenn sich jetzt einige Kommentatoren hier fragen, ob die 35€, die einem Sizialhilfeempfänger für Strom (und Wohnungsreparaturen..) monatlich zur Verfügung stehen nicht eigentlich reichen müssten, und womöglich nur wieder zum Kauf von Schnaps und Zigaretten hergenommen werden, muss man doch den Eindruck gewinnen, dass die Hasskampagne der Bild sehr erfolgreich war.

"Harz4-Empfänger sind alle faul, ungebildet, rauchen und trinken! Deshalb sind die der Feind, und selbst als unterbezahlter kleiner Arbeiter ist man noch viel besser als die, wird von denen ausgenutzt, während die sich einen faulen Lenz machen, und muss alles tun um nie wie die zu werden!" (ich paraphrasiere)

Ich weiß nicht... ich kenne Arbeitslose mit Doktortitel...

Praktischerweise fragt sich dann aber keiner mehr, ob Millionenboni für die Manager von staatlich geretteten Pleitebanken angemessen sind, oder Steuersätze von 2% für Apple und Starbucks. oder Steuerfreiheit für leistungslose Millioneneinkommen aus Erbschaft..

@Ernst

"Je mehr Windräder in die Landschaft gesetzt werden, um so höher werden die Stromkosten für die Verbraucher. Denn dadurch kommt es zu größeren Schwankungen bei der Erzeugung, mit immer mehr überschüssigem Strom, der dann an der Strombörse quasi verschenkt werden muss, weil er nicht gebraucht wird."

Die Windräder funktionieren also, aber die künstlich (weil ja "Markt"=gut) aufgepropfte Strombörse scheint ihre Funktion für den Verbraucher nicht zu erfüllen.
Der Preis wurde für sie ja nicht günstiger, was die Stromsperrungen zeigen, die Börse beschützt nur das Geschäftsmodell der Großerzeuger. Vielleicht sollte man an der Schraube nachjustieren.

Komplexe Probleme -Simple Antworten

Gibt es nicht.Sicherlich ist der Strom in Deutschland viel zu teuer und die Kosten für den Energiewechsel werden zu sehr den kleinen Leuten in Rechnung gestellt.Das Stromrechnungen nicht bezahlt werden hat aber viele Gründe.Zu niedrige Kostenerstattung bei Harz IV Empfängern, viele prekäre Beschäftigungsverhältnisse wo einfach das Geld nicht reicht und mangelhafte Zahlungsmoral bei vielen Menschen.Der deutsche Staat sollte sich einmal grundsätzlich überlegen wen er vorrangig alimentieren will.Hier muß es Unterschiede geben zwischen denen die schon einmal ins System einbezahlt haben und denen die bisher noch nichts dazu beigetragen haben.Das wird von vielen Menschen als ungerecht empfunden und ist auch so nicht nachvollziehbar.Der Bürger bezahlt sehr viel Steuern und die könnte man durchaus dazu nutzen gerechter zu alimentieren,ansonsten wird die Regierung zunehmend den Rückhalt im Land verlieren.

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