Ihre Meinung zu: Irak: Bundeswehr will Peschmerga-Ausbildung fortsetzen

20. Oktober 2017 - 13:42 Uhr

Laut Verteidigungsministerium hat sich der Konflikt zwischen Irakern und Kurden beruhigt. Die Ausbildung der Peschmerga-Kämpfer könne daher fortgesetzt werden. Allerdings gibt es aus der Region Berichte über neue Kämpfe.

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Kommentare

Unglaublich!

Deutschland sollte sich aus den innerarabischen Krisengebieten zurückziehen, es hat dort nichts zu suchen.
Nur zum Vergleich: Schickt es bald militärische Hilfe an die Katalanen?

Dumm Duemmer Duemmst

Dumm Duemmer Duemmst was die deutschen Politiker sich leisten und die Ministerin der Bundeswehr.
Wird man auch Militairhilfe leisten fuer Katalonien?
Das alles wird enden das deutsche Truppen,Ausbilder und Politiker unerwuenscht sind in Irak,Iran,Syrien,Tuerkei.

Zu wenig!

Diese Ausbildung und die paar alten Waffen mit fast abgelaufenen Verfallsdatum sind zu wenig. Deutschland sollte sich dringend für ein unabhängiges Kurdistan einsetzen. Das ist die einzige Möglichkeit dort mehr Frieden zu erlangen. Es muss dort wieder Grenzen zwischen den Völkern geben die sich nicht riechen können. Langfristig wird es nur so dort zur Ruhe kommen. Die letzten 100 Jahre haben nun zur Genüge gezeigt das es so nicht weiter gehen kann. Ein dauerhafter fester Stützpunkt der Bundeswehr in Kurdistan ist Notwendig.
Danach kann sich der Nahe Osten ja gerne nach Vorbild der EU friedlich zusammen schließen, aber dazu muss jedes Volk dort Souverän sein um auf Augenhöhe mit den anderen am Verhandlungstisch zu sitzen.

Bundeswehr will Peschmerga-Ausbildung fortsetzen

Viele Foristen fordern doch schon seit einigen Jahren einen selbständigen Kurdenstaat. Und mit einer schlecht ausgebildeten Armee geht das nun mal nicht. Dazu kommt, dass die Kurden erfolgreich den IS bekämpft haben. Da hat sich doch die deutsche Militärhilfe schon gelohnt.

Unvorstellbar für Väter des Grundgesetzes

"Laut Verteidigungsministerium hat sich der Konflikt zwischen Irakern und Kurden beruhigt. Die Ausbildung der Peschmerga-Kämpfer könne daher fortgesetzt werden. Allerdings gibt es aus der Region Berichte über neue Kämpfe." TS

Für die Väter des Grundgesetzes und aus eigenem Erlebnis der damaligen Zeit ist das heutige politische Vorgehen nicht nachvollziehbar. Wo bleiben die Vertreter der Intelligenz und mahnen zur Einhaltung der damaligen Idee? Wo ist die echte journalistische Aufarbeitung der dortigen Situation? Gerade die von uns finanzierten Ö/R Anstalten sollten investigativen Journalismus betreiben und uns Hintergrund- und Geschichtswissen vermitteln.

Wir rutschen immer tiefer in Kriege um Macht und Ressourcen unter dem Deckmantel der Demokratisierung und verlieren letztlich jeden Bezug auf die Entstehungsgeschichte.

pkeszler

Klar doch, Militärhilfe weiter in jede krisengeschüttelte Region der Welt. Deutschland wird es schon richten. Denn Deutschland wird nicht nur am Hindukusch, sondern weltweit verteidigt.

16:13 von DKAQI

"Wir rutschen immer tiefer in Kriege um Macht und Ressourcen unter dem Deckmantel der Demokratisierung und verlieren letztlich jeden Bezug auf die Entstehungsgeschichte."
Aber gerade einige westliche Staaten haben doch vor rund 100 Jahren die jetzigen Staaten und Grenzen im Nahen Osten hervorgebracht.
Und heute, wo falsch gegründete Regionen ihre Unabhängigkeit wollen, werden sie von anderen Machthabern daran gehindert. Die Fehler der Vergangenheit müssen im Interesse der dort lebenden Völker revidiert werden, sonst wir dort immer nur Krieg herrschen.

16:15 von SanVito

"Klar doch, Militärhilfe weiter in jede krisengeschüttelte Region der Welt. Deutschland wird es schon richten."
Ihnen wäre es wohl lieber, wenn der IS sein Unwesen weiter betreiben würde? Das wäre doch die Schlussfolgerung Ihres Kommentars.

@pkeszler

Stimme Ihnen voll zu, obwohl es mir bei anderen Themen partout nicht gelingen wollte.
"Ins wilde Kurdistan" schrieb schon Karl May und sich anderswohin als im status quo zu wünschen ist so neu eben nicht. Nur muss man sich dann tatsächlich die Frage stellen: Welches Völkerrecht ist rechter? Das der Selbstbestimmung oder das der territorialen Integrität? Also: Zerschlagung Jugoslawiens, Abspaltung Kosovo und Montenegro gut, Ostukraine, Katalonien, Baskenland, Südtirol und eben Kurdistan schlecht?
Hier sind eben so viele extrem gegensätzliche Interessen und Interessenten am Werk, dass vernünftigerweise nur Kompromisse bleiben. Und da wir und einige andere in Europa sehr föderal verfasst sind, gehörten zu diesen Kompromissen eben mindestens erweiterte Autonomien. Und die sollten allemal vor die territoriale Integrität treten. Südtirol geht es ganz gut, Baskenland so lala warum nicht auch in der Ukraine oder der Türkei/Irak/Syrien? Passt nicht?

@pkeszler

16:43 von pkeszler:"Die Fehler der Vergangenheit müssen im Interesse der dort lebenden Völker revidiert werden, sonst wir dort immer nur Krieg herrschen."

Dann sollte man auch so ehrlich sein und sagen, daß der Befreiungskampf der Peschmerga im Irak nach Einschätzung der Bundesregierung mit friedlichen Mitteln nicht zu erreichen ist und sie deshalb im Einvernehmen mit den USA Partei ergreift und Militärhilfe leistet. Bliebe die Frage, was unsere Abgeordneten zu dem (dann offiziellen) Zielwechsel der Ausbildungsmission sagen. Daß die Bundesregierung hier die "Freiheit der Kurden und Befriedung der dortigen Völker" im Auge hat, bezweifel ich.

Im Übrigen würde es mich nicht wundern, wenn wir später einmal diesen Vorgang als weiteren Fehler der Vergangenheit ansehen, der dann wieder irgendwie von uns gerichtet werden muß.

Um 16:48 von pkeszler.

"Ihnen wäre es wohl lieber,wenn der IS sein Unwesen weiter betreiben würde?"
Sie scheinen sich wohl gut auszukennen, in der Region,daher meine Fragen an Sie.
Wie viele IS Terroristen gibt es dort wohl noch, und reichen die Regionalmächte an der Stelle nicht aus um diese Barbaren auszuschalten? Oder geht es um noch viel mehr?

@Am 20. Oktober 2017 um 15:41 von pkeszler

Ohne Luftunterstützung der Anti-IS-Koalition wäre dies schier unmöglich gewesen.
Die Vertreibung aus Kerkuk trotz Unterstützung seitens der PKK hat auch die gute Ausbildung der Persmergas nicht verhindern können, zumal die irakische Armee nicht gerade die best ausgerüstete ist.

@pkeszler

Wie lange stehen die Kurden schon im Kampfeinsatz?Und wie lange die BW-was können sie denen außer Waffeninstucktion beibringen?

@paule2

"innerarabische Konflikte"
Seit wann sind Kurden arabisch? Hier töten Schiitische Fundamentalisten kurdische Einheiten, die gegen IS viel geleistet und somit auch Deutschland geschützt haben. Zudem sind Kurden Israel-freundlich, was ich von 99,9% der Araber nicht behaupten kann.

Wieso sollten wir also die Kurden im Stich lassen?

17:33 von Suriani

"Wie viele IS Terroristen gibt es dort wohl noch, und reichen die Regionalmächte an der Stelle nicht aus um diese Barbaren auszuschalten? Oder geht es um noch viel mehr?"
Sie kennen sich vielleicht dort besser aus als ich. Sie können ja schon mal mit Zählen beginnen,

18:05 von skydiver-sr

"Wie lange stehen die Kurden schon im Kampfeinsatz?Und wie lange die BW-was können sie denen außer Waffeninstucktion beibringen?"
Fragen Sie doch Frau von der Leyen oder einen ihrer Mitarbeiter. Ich bin dafür nicht zuständig.

18:07 von Googol

"Hier töten Schiitische Fundamentalisten kurdische Einheiten, die gegen IS viel geleistet und somit auch Deutschland geschützt haben." 18:07 von Googol

Wie kommt das, dass Ihr Satz mich die unseligen Worte "unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt" erinnert? Lernen wir gar nichts aus dem jüngsten Zeitgeschehen?

Öl

Es geht nur um Öl.

Dieses Öl wollen Viele .
darum gibt es dort permanent Auseinandersetzungen.
Wir müssen uns da raushalten, ein offenes
Faß wie Afghanistan.
Je mehr Waffen, desto größer die Kriegsgreuel .

Am Ende siegt immer das Kapital (verdeckt) .

16:43 von pkeszler

"Aber gerade einige westliche Staaten haben doch vor rund 100 Jahren die jetzigen Staaten und Grenzen im Nahen Osten hervorgebracht." 16:43 von pkeszler

Genau das ist es! Es sind die gleichen Akteure, die heute wieder die Welt verändern wollen. Dazu noch die führende Weltmacht USA. Und noch immer stürzen wir Regierungen, zetteln Revolutionen an und wollen unser Weltbild mit Bomben und Kanonen anderen aufzwingen.

Um 18:45 von pkeszler

"Sie kennen sich vielleicht dort besser aus als ich.Sie können ja schon mal mit Zählen beginnen,"
Vielleicht,aber i.d.R habe ich besseres zu tun als Terroristen zu zählen od. Nahost Berichte einseitig zu kommentieren. Darüber hinaus informiere ich mich auch in Medien der Regionamächte des Nahen Osten.

um 19:43 von Suriani

"Darüber hinaus informiere ich mich auch in Medien der Regionamächte des Nahen Osten."
Herzlichen Glückwunsch, dann sind ja bestens informiert und brauchen mich dazu eigentlich gar nicht. Ich kann Ihnen auch nicht weiter helfen, denn ich bin nämlich von hier.

@DKAQI

Wenn die IS im Irak nicht zerschlagen geworden wäre, dann hätte sie immer mehr Zulauf (Fans) gehabt - auch aus/in Deutschland!
Denken Sie darüber nach, und vllt. erkennen sie den Mehrwert...

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