Kommentare

Es war wohl auch im Interesse

Es war wohl auch im Interesse der Kurden selbst, dem IS entgegenzutreten. Das würde ich jetzt nicht zum Freundschaftsdienst verklären ...

äh

Also Herrn Kühnentops Kommentar kann ich echt nicht folgen ... Wenn die Kurden uns einen Gefallen tun möchten, helfen sie dabei, dass der Irak wieder ein intakter Staat wird. Dass sie sich auch mit unserer Hilfe gegen den IS verteidigen und dabei ihre Gebiete um 40% ausdehnen - und unter der gewonnenen militärischen Kontrolle in vormals gemischten Gebieten rasch ein Unabhängigkeitsreferendum durchführen - das ist jedenfalls nicht annähernd so selbstlos, wie es Herrn Kühnentops Verweis auf die Auslandsoperationen des IS nahezulegen versucht. Kirkuk ist keine kurdische Stadt und es ist auch nicht als Geschenk geeignet.

1970 ist viel zu kurz gegriffen

1597 Scherefname
1920 Vertrag von Sèvres
1946 Demokratische Republik von Mahbad
Am besten verdeutlicht es diese Karte:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Umgriffe_Kurdistans.png

Hier mal einige Karten - Kirkuk ist eindeutig Kurdengebiet

Weiterhin habe ich mal im Netz recherchiert und der Irak ist eindeutig seit den IS-Umtrieben zerfallen. Das sehen alle Experten so und dann habe ich mir auch nochmal im Netz einige Karten besorgt um nachzusehen, in welchem Gebiet Kirkuk liegt. Hier mal die Karten dazu:

https://www.rferl.org/a/Iraqs_Kurds_Lose_Political_Dominance_
In_Kirkuk/1988609.html

Dann hier aus diesem Artikel die Karte dazu:

https://gdb.rferl.org/4B03E0EF-796B-4139-
A0FF-6550F9DD1A8D_mw800_s.gif

Und hier sieht man eindeutig, dass Kirkuk eindeutig im kurdischen Gebiet liegt und NICHT mehr im irakischen Gebiet! Oder hier noch eine weitere Karte dazu währen der Zeit von ISIS aus dem Guardian:

http://tinyurl.com/y7ay3hfq
theguardian.com: Iraqi Kurdish forces take
Kirkuk as Isis sets its sights on Baghdad (Thursday 12 June 2014 14.47 BST)

Dann hier aus dem Artikel vom Guardian die Karte:

http://tinyurl.com/yd2kasrb

Hier in dieser Karte sieht man, dass Kirkuk vorher IS-Gebiet war und dem Irak vom IS geraubt wurd

Ohne jetzt da Kenner zu sein...

...aber die CIA Karte von 2002 scheint mir am plausibelsten, was die heutige Situation angeht.

Aber die Kurden haben meiner Meinung nach am meisten Vertrauen und am meisten Unterstützung des Westens verdient. Aber nur für berechtigte Forderungen.

Meine Meinung ist, daß Kirkuk an die Irakische Zentralregierung fallen sollte, aber die Kurden haben ebenso die Selbstständigkeit oder zumindest eine 98% Autonomie verdient - wobei das ja schon der de facto-Zustand ist. Beide Seiten müssen hier Kompromißbereitschaft zeigen.

Nochmal: das Kurdenreferendum war rechtmäßig!

Nochmal:

Mit Blick auf dieses Gutachten vom Internationalen Gerichtshof:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsgutachten_zur_Gültigkeit_der_Unabhängigkeitserklärung_Kosovos

und mit Blick darauf, dass es die Kurden waren die dieses Gebiet befreit haben vom IS und mit Blick darauf dass dieses Referendum OHNE Gewalt ausgeuebt wurde, war dieses Referendum rechtmäßig, genauso wie das Referendum in Katalonien und auch das Referendum in Schottland!

Und dass der Irak zerfallen ist, ist Tatsache!

http://tinyurl.com/grgq7lc
zeit.de: Unregierbar, gescheitert, zerfallen (3. Mai 2016, 20:14 Uhr)

Seit Jahren geht es mit dem Irak bergab. Und bald ist das Land am Ende: unregierbar, gescheitert und faktisch zerfallen. Für die gebeutelte Region entstehen dadurch weitere schwere Hypotheken.

Und von daher fordere ich diese "irakischen" Streitkräfte erneut unmissverständlich auf, sich aus Kirkuk zurueckzuziehen!

Bevölkerunsgruppen

Kurden sind die größte Gruppe, aber machten bis 2014 ebenso weniger als 50% aus. Araber, sowohl Sunniten wie Schiiten, und Turkmenen sind weitere große Gruppen, dazu einige kleinere wie christliche Assyrer. Die Stadt ist also als in erster Linie gemischt zu bezeichen. Es gibt auch Berichte über größere systematische Vertreibungen von Arabern durch die kurdische Regierung nach 2015. Ich sehe nicht, daß Kirkuk ein klarer Teil einer Kurdenrepublik wäre, wenn auch ein starker kurdischer Einfluß offenbar ist.

Hier was dazu von Mark Hauptmann (CDU)

Hier was zum Zerfall des Iraks auf web.de:

https://web.de/magazine/politik/irak-zerfall-kurden-staat-32404724

Dem widerspricht der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann vehement. Außenminister Gabriel erkenne bei seiner Kritik die demokratischen Bestrebungen zur Selbstbestimmung der Kurden nicht an, so Hauptmann. Die irakischen Kurden litten besonders unter dem Zerfall des Staates und ergriffen nun die Initiative.

"Den wenigen demokratischen Kräften in der Region auch noch Steine in den Weg zu legen, halte ich für den falschen Lösungsansatz", sagt Hauptmann.

Er verweist darauf, dass die autonome Region Kurdistan ein zuverlässiger Partner sei, der entschlossen gegen den IS kämpfe und zwei Millionen Flüchtlinge aus benachbarten Regionen aufgenommen habe.

Informationen

Mal kämpfen sie gegeneinander, dann wieder Dementis um ein paar Tage später die Einnahme von Oelfeldern und Städten bekannt zugeben.
Die Zulieferer wie USA und EU-Staaten bleibt die alte Weisheit " Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los...".
Vorhang auf für den nächsten Akt.

Danke!

20:39 von collie4711
Wollte selbst schon fragen, ob die Geschichte der Kurden nicht etwas länger dauert, als nur ab den 70ern.

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