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Same procedure as every year

Überall das gleiche. Man tut so als kämen die Waldbrände völlig plötzlich und unerwartet, und wenn dann alles abgebrannt ist beklagt man die Zerstörung und die Toten, und schließt die Angehörigen der Opfer in Gebete ein. An Prävention denkt niemand. Großes Nichtstun und Wehklagen, und dabei ist es egal, ob man an Portugal, Spanien, Griechenland, Australien oder Kalifornien denkt.

Staatstrauer ist einfacher als die Korruption anzugehen

Jeder kann die feuerfördernden Mißstände in Portugal sehen, und das Land leistet sich sogar eine eigene Waldpolizei ("Policia Florestal"). Aber: Die Waldpolizei mit ihren modernsten Geländefahrzeugen fährt tätigkeitslos an allen Mißständen vorbei. Niemand tut etwas zur Beseitigung. Korruption ist die erste Assoziation.

Nur ein fatales Beispiel: Neben nicht eingehaltenen gesetzlichen Pflanzungsabständen zu Straßen - die jeder sehen kann - ist in der Waldwirtschaft eine katastrophale Situation gefestigt: Nach dem Abholzen der (Eukalyptus-) Bäume bleiben sämtliche abgerebelten Äste gesetzeswidrig im dann nachwachsenden Wald liegen und bilden eine halb- bis meterhohe Schicht ausgedörrten Zunders. Das vorgeschriebene Schreddern und Beseitigen unterbleibt, da es den Profit mindert. Die Zunderbedeckung der Waldböden brennt sofort und das Feuer breitet sich bei Wind rasend schnell aus. Da auch in Portugal ständig brennende Zigarettenkippen aus den Autos fliegen, ist der Rest selbsterklärend.

Rauch zieht bis in den Nordwesten Deutschlands

Hier in Schleswig-Holstein ist die Landschaft schon den ganzen Tag in rötliches fahles Licht getaucht und auch aus Teilen Niedersachsens gibt es Berichte über Rauch, der vor der Sonne hängt (Quelle: Forum auf wetterzentrale.de). Es sieht aus, wie ein ganztägiger Sonnenuntergang.

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