Kommentare

wo doch behauptet wird

das wäre extrem selten
also das 5. mal in 2 Jahren
erstaunlich für mich als Laien
wie die die Raumzeitkrümmung messen

Nicht nur LIGO und VIRGO

Auch in Deutschland wurde dies auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Von der ESO (Europäische Südsternwarte). Diese war auch maßgeblich daran beteiligt waren das Licht der Kilonova zu finden.

mehr informationen hier

Die ESO stellt auch viele Informationen zu dem Ereignis online. Auf deutsch. Siehe hier:
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1733/?lang
und die Kinder-Version ist hier:
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1733/kids/?lang

Schwerere Elemente als Eisen ?

Gottseidank muss man dafür nicht auf eine extrem unwahrscheinliche Kollision von Neutronensternen warten, sondern diese Elemente entstehen in Supernova Explosionen - mit dem zusätzlichen benefit, das sich diese Elemente auch verteilen. Viel interessanter ist doch ob die kollidierenden Neutronensterne die kritische Masse für ein Schwarzes Loch erreichen.

So entsteht Gold ?

130 Millionen Lichtjahre entfernt , also ist das Ganze bereits vor 130 Millionen Jahren geschehen. Demnach dürfte das Ergebnis jetzt abgekühlt sein.
Das heißt : endlich den Warp - Antrieb bauen und das Gold (auch das soll ja so entstehen) abschöpfen ! Das Klondike des 3. Jahrtausends sozusagen.
Ich empfinde übrigens den Würfel mit 1 Milliarde Tonnen Gewicht als Beispiel sehr plastisch... Man lernt nie aus !

"Forscher bejubeln Fusion von Neutronensternen"

Das bezweifele ich ernsthaft.

Wahrscheinlich freuen sie sich über erstmals erhobene Daten.

So klingt das wie Mediziner, die die Vermehrung einer Krebszelle bejubeln, statt die Erkenntnisse, die durch die Beobachtung gewonnen werden.

Aufregende Zeiten in der Astronomie

Wir erleben aufregende Zeiten in der Astronomie. Dank der sich stetig verbessernden technischen Möglichkeiten sind heute Dinge machbar, von denen man vor einigen Jahrzehnten nur träumen konnte - die Entdeckung extrasolarer Planeten, die Messung von Gravitationswellen, und so weiter. Ich freue mich über diesen Fortschritt, der in einigen Bereichen schneller vonstatten geht, als ich zu hoffen gewagt hätte.

Ich gratuliere den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Eine „ neue Ursache für

Eine „ neue Ursache für Gravitationswellen „ ist das nicht. Sie entstehen immer wenn Massen beschleunigt werden. Lediglich ist die Masse bei Neutronensternen geringer als bei schwarzen Löchern, also der Effekt geringer und war wohl nur messbar, weil Nähe genug.

>>Ein würfelgroßes Stück

>>Ein würfelgroßes Stück Neutronenstern wiegt etwa eine Milliarde Tonnen. <<

'würfelgroß' ist, mit Verlaub, ein etwas unspezifischer Begriff. Sollte es sich aber um die Größe eines Zuckerwürfel handeln, wäre ich mehr als beeindruckt.

Schade

Dass man hier nur "künstlerische" Darstellungen zu sehen bekommt. Viel schöner und nicht so plastik-acrylhaft sind die echten Bilder einer fernen elliptischen Galaxie mit einem bläulich aufscheinenden Gebiet (Las Campanas Observatory)

@Sisyphos3: es geht um Gravitationswellen, die jede beschleunigte Masse abstrahlt. Je empfindlicher die Detektoren desto größer das beobachtete Gebiet und desto mehr, eben auch schwächere, Quellen werden sichtbar.

Geht es noch langsamer?

Ich frage mich nur, warum dauert es von der Theorie bis zum Nachweis "heute" noch knapp 100 Jahre? Von wegen, die Technik schreitet rasant voran...

Elemente schwerer als Eisen

Elemente schwerer als Eisen entstehen (auch) wenn Neutronensterne bei ihrem Kollaps ihre äußere Hülle ins All schleudern und dabei Protonen auf die Kerne von Atomen treffen und eingefangen werden.

Wie schnell?

Das heißt, dass die Wellen sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, da man sie mit beobachtbaren „Ereignissen“ in Verbindung bringt?!
Müsste es nicht sehr oft solche Ereignisse im riesigem Universum geben?

@Sisyphos3 17:02

Da wäre vielleicht noch anzumerken, dass lediglich Neutronensterne und schwarze Löcher eine so große Masse besitzen um ausreichend starke Gravitationswellen zu emittieren, dass man sie noch auf der Erde (mit aktueller Technik) detektieren kann.
Die beiden Neutronensterne hatten meines Wissen nach einen Abstand von "nur" 130 Mio Lichtjahren zur Erde.
Weiter entfernte sowie schwächere Ausbrüche von Gravitationswellen sind einfach (noch) nicht detektierbar.

Spannend ist es auf jeden Fall.
Was hier im Artikel nicht erwähnt wurde, im Gegensatz zu den bisher gemessenen Gravitationswellen mit wahrscheinlich schwarzen Löchern als Ursache war diese Messung nicht schon nach wenigen Sekunden zu ende, sondern ging mehrere Minuten.
Dadurch hatte man ausreichend Zeit, die Quelle mit Dektektoren (Teleskopen) für EM-Wellen wie Gammastrahlen anzupeilen und das Ereignis viel genauer zu beobachten.

@ Sisyphos3

Das ist ein Missverständnis. Die Verschmelzung von Neutronensternen, bzw. dass man das mitbekommt, das ist extrem selten. Die Gravitationswellen eines solchen Ereignisses wurden zum ersten Mal gemessen.
Zum 5. Mal wurden Gravitationswellen überhaupt erst gemessen.
Wie das möglich ist? Das wird in der Animation (Video) auf der Seite des Artikels recht gut erklärt. Ich versuche es einmal:
Zwei rechtwinklig in verschiedene Richtungen projezierte Laserstrahlen legen exakt dieselbe Entfernung zurück - räumlich gesehen. Eine Gravitationswelle führt aber zu einer Krümmung (Verbiegung) des Raumes. Die ist zwar so gering, dass sie früher gar nicht messbar gewesen wäre. Weil aber Laserstrahlen immer exakt dieselbe (Licht-) Geschwindigkeit haben und die Messung der Laufzeit der Strahlen extrem genau geschieht, kann man durch minimal unterschiedliche Laufzeiten feststellen, dass und in welche Richtung die Gravitationswellen den Raum verbiegen.

Nicht zu viel Jubeln....

Bei der Verschmelzung von Neutronensternen entstehen Gammablitze.

Ein Phaenomen, das vermutlich dereinst das Ende der Menschheit einleitet.

Es waere fuer uns alle besser, wenn dergleichen nicht im Universum passiert...

@ WM-Kasparov-Fan

Das ist eigentlich nur ein Zeichen dafuer wie gut die Theorie ist.
Bedenken Sie nur, dass unsere Theorien in der Lage sind Dinge zu beschreiben die wirklich an der Grenze sind zudem was jemals physikalisch beschrieben werden kann.

Wenn man bedenkt wieviel Zeit zwischen Entstehung der Menschheit und dem heliozentrischen Weltbild vergangen sind, dann sind 100 Jahre sogar eine sehr kurze Zeit.

Uns sollte nur zu bedenken geben, dass der politische Druck die Forschung wieder verlangsamen koennte.
Das sowas moeglich ist zeigen die Muslime. Waehrend seiner kulturellen Bluetezeit waren muslimische Laender weltfuehrend in Wissenschaft und Technik, bis dann irgendwann mathematische Beweise verboten wurden, da sie eventuell nicht ins Weltbild passen. Aehnliches erleben wir zur Zeit in Amerika.

@Skeptiker-2010

Ja, gravitationswellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus.

Und ja, man möchte meinen, solche Ereignisse sollten häufiger sein, angesichts des riesigen Universums. Allein eine Kugel mit 130 Millionen Lichtjahren als Radius ist etwa 8x10^72 m^3 groß. Aber es sind halt auch nur sehr ungewöhnliche Ereignisse, die messbare gravitationswellen erzeugen. Zumindest bei heutiger Messtechnik.

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass sich der Raum selber ausdehnt. Wenn die Sterne also heute 130 Millionen Lichtjahre entfernt sind, waren sie das nicht, als sie kollidierten. Das Signal ist also deutlich jünger als 130 Millionen Jahre. Ich kann leider nicht sagen, wie alt. Vielleicht weiß es jemand?

würfelgroß

Das ist spaßig.
In dem Beitrag geht es um die ganz große Wissenschaft, da führt tagesschau.de gleich mal eine neue Maßeinheit für das Volumen ein:

würfelgroß

Der Nobelpreis für Mathematik wäre tagesschau.de sicher, wenn es ihn nur gäbe. ;)

18:31 von Veto

so ne Explosion, nahm ich an geschieht in einem Sekundenbruchteil (erstaunlich genug)
dass man da ausgerechnet hinschaut in dem Moment und messen kann ....
ohnehin ist man (ich) erstaunt Relativitätstheorie, Quantenphysik ... verschränkte Teilchen, die scheinbar in Nullzeit Informationen über größte Entfernungen übermitteln

re unter-lemmingen

"Bei der Verschmelzung von Neutronensternen entstehen Gammablitze.

Ein Phaenomen, das vermutlich dereinst das Ende der Menschheit einleitet."

Für "Ende der Menschheit" müsste ein Gammablitz ziemlich nah (nach astronomischen Maßstäben) entstehen. Damit ist das Ereignis wieder höchst unwahrscheinlich.

Völlig sinnfreie

Völlig sinnfreie Forschung.
Wenn die Erde draufgeht, ist mit uns Menschlein Essig.
Nicht einer wird die Erde zu neuen Welten verlassen.
Alles zu weit weg.

@ sisyphos

Gravitationswellen entstehen auch wenn Vettel Kette gibt. Massen die beschleunigt werden erzeugen das immer.
Nur können wir bei weitem nicht präzise genug messen. Analog Mikrofonen können wir gerade mal einen presslufthammer elektronisch hören.
In nicht ultraweiter Zukunft dürften sehr interessante Teleskope möglich sein.
Live all long and prosper

Ich finde es grundsätzlich ok,

dass in Richtung "wie werden Sterne im Universum vom Universum gebastelt" und das wird dann durch Hightech entdeckt und erforscht, einfach Klasse und hoch interessant das zu vrfolgen, was da passiert. Motto keine Frage ist "dumm", daher frage ich mich, sind diese Arten Universumsbewegungen, oder wie auch immer, neu, oder waren diese wegen fehlendem Hightech deshalb unentdeckt geblieben, oder hat es sich erst dahingehenst entwickelt, was Forscher heute durch Hightech sehen?

@ Phloppy

Dadurch hatte man ausreichend Zeit, die Quelle mit Dektektoren (Teleskopen) für EM-Wellen wie Gammastrahlen anzupeilen und das Ereignis viel genauer zu beobachten.

Es ist eher umgekehrt. Das Interferometer für die Gravitationswellen hat keine gute Richtungsauflösung. Allerdings hat man die Neutronensterne im optischen Bereich schon zuvor beobachtet und war fasziniert, dass die optische Beobachtung und die Gravitationswellen dann genau zueinander gepasst haben.

@neeneenee, 17:23

Das heißt : endlich den Warp - Antrieb bauen und das Gold (auch das soll ja so entstehen) abschöpfen ! Das Klondike des 3. Jahrtausends sozusagen.

Tja, astronomisch vielleicht reizvoll, wenn dafür der Warp-Antrieb erfunden wird. Volkswirtschaftlich aber Dummfug. Wenn ein Asteroid, der ausschließlich aus Diamanten besteht, auf die Erde stürzen würde, würde das unseren Wohlstand um kein Jota anheben.

@ Einerer

"Völlig sinnfreie Forschung. Wenn die Erde draufgeht, ist mit uns Menschlein Essig."

Genau! Wir sollten uns erst mit solchen Fragen beschäftigen, wenn zuvor alle irdischen Probleme - Armut, Hunger, Klimawandel, Krieg, Terrorismus usw. - endgültig gelöst wurden. Da dies nie der Fall sein wird, sollten wir also sämtliche Grundlagenforschung ersatzlos streichen und ein für alle Mal darauf verzichten.

Oder?

Nein. Wäre doch traurig, wenn alle diese Einstellung hätten.

@ frosthorn 19.34 Uhr

Da haben Sie natürlich recht, Ich habe nur vergessen, den Augenzwinker-Smiley hinzuzufügen. Aber wenn jemand mit dem Intelligenzgrad eines amerikanischen Präsidenten so etwas als Motivation sieht, die Raumfahrt doch nicht zu beenden, dann freuen wir uns doch alle...

Ein Fehler in der Berichterstattung

Liebes Tagesschau Team,

leider hat sich ein Fehler eingeschlichen: Dies ist nicht der erste Gravitationswellennachweis eines Doppel-Neutronenstern Systems. In der Tat wurde der allerserste Nobelpreis fuer den Nachweis von Gravitationswellen fuer die Beobachtung genau eines solchen Systems verliehen (1993).

Dies ist jedoch der erste direkte Nachweis, wobei es auch ein elektromagnetisches Signal gab, und beduetet deswegen unglaublich viel fuer die Astrophysik.

16. Oktober 2017 um 18:59 von Delightant würfelgroß

Das ist spaßig.@Ja, habe auch gestaunt, Zuckerwürfelgroß, oder doch Zauberwürfelgroß...aber Spaß muss es auch bei Begriffen geben, wo ein Teil fehlt grins

@ Fogelvrei

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass sich der Raum selber ausdehnt. Wenn die Sterne also heute 130 Millionen Lichtjahre entfernt sind, waren sie das nicht, als sie kollidierten. Das Signal ist also deutlich jünger als 130 Millionen Jahre. Ich kann leider nicht sagen, wie alt. Vielleicht weiß es jemand?

Ja. Das Signal ist genau so alt, denn Licht breitet sich im Vakuum unabhängig von der Relativgeschwindigkeit von Sender und Empfänger immer mit der Vakuumlichtgeschwindigkeit aus.

@ Kasparov-Fan

"Geht es noch langsamer?"

Oh, es geht sogar noch sehr viel langsamer! 1510 publizierte Kopernikus seine Idee eines heliozentrischen Weltbildes. und noch nicht einmal 500 Jahre später, im Jahre 2002, gab der Papst zu, dass Kopernikus und Galileo mit ihrer Idee, dass die Erde um die Sonne kreise vielleicht doch recht hatten.

Nee, jetzt mal im ernst: Theoretisch kann man alles mögliche vorhersagen, aber der technische Nachweis dauert manchmal Jahrhunderte. Die Idee von Atomen als Bausteine aller Elemente wurde erstmals von Demokrit im 4. Jahrhundert v.u.Z. geäussert und noch zu Einsteins Zeiten waren Atome und Moleküle nur eine theoretische Idee. Was sind 100 Jahre für Gravitationswellen, wenn unser heutiges Atom-Model 2400 Jahre bis zur wissenschaftlichen Anerkennung brauchte?

@ Einerer

Völlig sinnfreie Forschung. Wenn die Erde draufgeht, ist mit uns Menschlein Essig. Nicht einer wird die Erde zu neuen Welten verlassen. Alles zu weit weg.

Forschung ist per se nicht sinnfrei. Zumal ich Ihre Kriterien anzweifeln möchte.

@ neeneenee

"Das heißt : endlich den Warp - Antrieb bauen und das Gold (auch das soll ja so entstehen) abschöpfen !"

Das bringt nichts. Jedenfall nicht so lange, wie der Kapitalismus den Wert der Ware bestimmt. Wenn ich im Weltall Gold abbaue und die Menge des Goldes auf der Erde verdopple, werde ich damit keinen Cent reicher, denn mit der Verdopplung des Angebotes halbiert sich der Preis. Wenn Gold-Nuggets genauso häufig auftreten würden, wie Kieselsteine, wären sie nicht einen Cent mehr wert, als Kieselsteine.

Meiner Meinung nach beissen sich damit auch alle Projekte, auf Asteroiden nach Bodenschätzen zu schürfen, in den Hintern.

@Einerer

Sinnfrei???

Die Erde wird auf jeden Fall einmal "draufgehen", aber dann wird es uns Menschlein schon lange nicht mehr geben (oder glauben Sie, die Evolution würde jetzt mit uns aufhören? Ich glaube, da ist noch viel Platz nach oben).

Trotzdem ist es doch hochspannend immer mehr darüber herauszufinden, wie das Universum aufgebaut ist und überhaupt funktioniert.

Dass sie vermutlich keinen praktischen und wenig finanziellen Wert hat, macht diese Forschung noch viel schöner: sie ist die pure Lust am Wissen.

Und wieso sollten wir auch auf anderen Planeten siedeln? Unserer ist ein Wunder und atemberaubend schön. Wir müssen halt lernen, mit dem Planeten und dem, was darauf lebt, gut umzugehen. Sonst ist es nur richtig, wenn wir viel früher als nötig von der Erdoberfläche verschwinden.

@ Piffke

daher frage ich mich, sind diese Arten Universumsbewegungen, oder wie auch immer, neu, oder waren diese wegen fehlendem Hightech deshalb unentdeckt geblieben

Die Messanordnungen sind mittlerweile so empfindlich, dass man seit 2015 Gravitationswellen messen kann. So kann man theoretische Vorhersagen prüfen, die man zuvor nicht überprüfen konnte.

Sehr sehr viele Fragen ..

.. und immer wieder solche Antworten, die weitere Fragen mit sich bringen!

Ob das die Lösung ist?

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