Kommentare

Wenn sie pünktlicher wird!

Ticket Preise rauf aber zu dem Thema Pünktlichkeit und Informationen geben wird es immer schlimmer.

Die Deutsche Bahn erhöht ihre Ticketpreise.........

Und sie erhöht zu Unrecht,denn ihre Leistungen werden nicht besser.Getroffen werden Berufspendler,die es sich nicht aussuchen können.
Während ICE/Eurocity-Trassen in den letzten Jahren ausgebaut wurden,werden kleine Orte vom Bahnverkehr abgehängt.Im Nahverkehr wird ausgedünnt,große zeitliche Abstände zwischen den RE/RB-Zügen.Kleinere Bahnhöfe ohne Personal oder nur wenige Stunden am Tag mit Personal.

Preise und Umwelt

Wenn die Bahn nicht so teuer wäre (gerade im Fernverkehr), dann würden mehr Leute ihr Auto auf längeren Strecken stehen lassen, womit die Schadstoff-Emissionen geringer wären. Gerade auf Langstrecken ist der Diesel preislich günstig, aber vom Umweltgesichtspunkt ungünstig. Aber man möchte ja möglichst hohen Gewinn erwirtschaften, der dann in den Bundeshaushalt fließt, um von dort die Umweltbelastungen zu bekämpfen. Alles ziemlich absurd.
Wenn der Gütertransport mehr auf die Schiene verlagert würde, gilt das Analoge.

DB erhöht Preise ...

... und muss dem Steuerzahler jährlich noch immer tief in die Tasche greifen um ihr Defizit zu stopfen.

18 Milliarden Euro Steuergeld werden jährlich zweckentfremded um Personen- und Gütermobilität quer zu subventionieren.

Das System muss dringend auf kostendeckende Preise umgestellt werden.

@DLGPDMKR

"Das System muss dringend auf kostendeckende Preise umgestellt werden."

Warum?

Denken wir mal ganz anders: Muss eine (komplett staatliche...) Bahn direkten Gewinn erwirtschaften? Oder ist es nicht viel mehr der volkswirtschaftliche Gesamtgewinn - durch schnellere Transporte, günstigere Umweltbilanz und verbilligte Transportkosten - der zählen sollte?

Die Bahn gehörte bis in die 1990er - Jahre hinein zur staatlichen Grundversorgung - weil man das genau so gesehen hatte.
Die Masse der dt. Bahnstrecken wurde Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts in dem Wissen gebaut, dass diese keinen direkten Gewinn abwerfen werden.
Das war aber egal - weil durch die Entwicklung von Regionen und gesteigerte Wirtschaftsleistung (Stichworte Export und Massenfabrikation) die "Kohle" wieder reinkam.

Würde es Deutschland ernst meinen mit der Klimabilanz, müsste man die Bahn wieder als staatliche, nicht kostendeckende, Grundversorgung ansehen.

Die Bahn kommt nicht....und wird trotzdem teurer

Mit schöner Regelmäßigkeit erhöht die Bahn mal wieder ihre Preise. Als täglicher Pendler im Fernverkehr der DB für mich nichts Neues. Nachdem im vergangenen Jahr eine satte versteckte Preiserhöhung von 5% bei den DB-Jobtickets durch Kürzung des Rabattes von 18% auf nur noch 13% stattfand, darf ich für eine Erhöhung um nur 0,9% ja fast dankbar sein. Im Gegen"Zug" dafür bekomme ich dann immer älteres Zugmaterial auf den IC-Strecken, dadurch bedingte häufige Zugausfälle sowie Durchfahrten an den Unterwegsbahnhöfen, die lt. Fahrplan angefahren werden sollen. Nicht zu vergessen: Die netten Stehplätze im Gang an Freitagen. Service? Fehlanzeige. Rechtzeitige Informationen? Gibt es keine. Antworten auf Beschwerden beim Kundendialog? Vielleicht mal nach 8 Wochen, vielleicht auch gar nicht. Weiter so, Deutsche Bahn, für das alles braucht ihr dringend eine Preiserhöhung!

@DLGPDMKR Zweckentfremdet?

Sie sagen es geradezu so, als ob Bereitstellung von Mobilität kein Auftrag des Staates und somit Steuerzweck wäre. Konsequent wäre dann übrigens auch alle Subventionen der anderen Verkehrsträger zu streichen und auch z.B. Automobilität kostendeckend zu betreiben.

Achtung Durchfahrt

Die Bahn muß schneller werden und sparen. In Wolfsburg klappt das schon ganz gut.
Da wird gerne der Bahnhofshalt eingespart. :)

@14:58 von knaeckepaul

Ich sprach nicht von "Gewinn abwerfen".

Eine Staatsbahn Bahn ist heute genausowenig für eine Mobilitätsgrundversorgung notwendig wie ein ÖR für eine Informationsgrundversorgung. Die Zeiten ändern sich eben.

Was sich nicht ändert ist, dass Subventionierungen jeder Art nur weitere Subventionen und Schräglagen nach sich ziehen. Das Ende ist Sozialismus. Was außer Ideologie spricht dagegen, dass man für den Erhalt einer Leistung einen kostendeckenden Preis zahlt?

Warum will man nicht, dass wir Zug fahren?

Ich habe wirklich das Gefühl, dass man alles tut, um zu verhindern, dass mehr Menschen auf den Zug umsteigen.

Die Preise sind der Gipfel. Hin-und Rückflug und eine Woche Urlaub kosten weniger als Mannheim-Berlin hin und zurück.

Da macht die Regierung auf Umweltengel, sorgt aber dafür, dass trotz hoher Spritpreise das Auto immer noch günstiger ist.

Die Strassen sind überfüllt, aber man macht alles, um die Fahrgäste von der Schiene in die Fernbusse zu treiben.

Man könnte es steuern.

Die Sache mit den Fernbussen zeigt, dass die Menschen für günstiges Reisen, eine längere Reisezeit in Kauf nehmen.
Ergo: Inlandsflüge würde sicher so mancher durch die Bahn ersetzen.

Für mich war Zugfahren immer ein schöner Start in den Urlaub - das ist es schon lange nicht mehr.

Aber gut - wenn die Preise höher werden, dann wundert es mich nicht, wenn Hessen jetzt mehr als 50 Mio Euro ausgibt, damit die Beamten künftig kostenlos fahren können.

Das Schlechteste aus beiden Welten...

Die Bahn wird noch quersubventioniert, wie bei Staatsunternehmen üblich.
Sie muss sich nicht groß um Pünktlichkeit oder niedrige Preise kümmern, da sie keine direkte Konkurrenz hat.

Auf der anderen Seite wird viel Geld mit Boni, mit Investitionen in den Aufbau ausländischer Gesellschaften, und mit Gewinnausschüttungen verschwendet. Es wird "optimiert". wo es nur geht. Und Optimierung heißt im privaten Bereich immer Sicherheit, Zuverlässigkeit und Komfort so weit einzuschränken wie es der Kunde noch hinnehmen muss, und das gesparte Geld Unternehmensberatungen zu geben.

Womit wir eine defizitäre Bahn haben, die aber trotzdem unpünktlich ist, unprofitable Strecken stilllegt, und damit die so angebundenen Dörfer zum Aussterben verurteilt, eher mäßig bezahlt, und an der Instandhaltung spart.

Was eine defizitäre, staatlich geförderte Bahn vermag, die dazu steht, Staatsunternehmen zu sein, kann man in China sehen. Pünktlich, schnell, zuverlässig.

@15:05 von Merds

Die "Automobilität" führt dem Staatssäckel ca. 55 Mrd €/a zu.
Ca. 7-8Mrd kommen zur Automobilität zurück. Mit dem Rest wird dann kreuz und quer von Bahn bis zur Rente querfinanziert.

Automobilität ist also das Gegenteil von Subvention.
Sie bringt Einnahmen und kostet nicht und gibt Heerscharen von Umverteilern die Mittel für ihr gönnerhaftes Tun.

Um der Automobilität Kosten nachzusagen muss man geistige Verrenkungen wie AGW machen und dabei den automobilen Anteil kräftig mit heißer Luft aufblasen.

@DLGPDMKR - Kostendeckung

"Das System muss dringend auf kostendeckende Preise umgestellt werden."

Vor allem wohl das System Straßenverkehr!
Wenn der Individual- wie auch der Güterverkehr seine gesamten verursachten Kosten selbst tragen müßte, wäre Bahnfahren spottbillig.

Andererseits auch Kritik in Richtung DB: mit der Strecke Berlin-München will sie dem Flieger Konkurrenz machen. Das halte ich für verfehlt. Damit dünnt sie die gesamten Regionen zwischen diesen Städten verkehrstechnisch aus. Und da liegen nicht nur Dörfer...

Der Fairness halber...

sollte man aber auch erwähnen, dass sich hier wohl viel Frust über die DB Bahn bricht, der zum großen Teil nicht unbedingt mit der Preiserhöhung um 2,x% zusammenhängen dürfte.

Trotzdem: Es gab eine Zeit in der "Pünktlich wie die Bahn" noch nicht ironisch genutzt wurde. Und von China bis in die Schweiz scheint das immer noch die Regel zu sein.

@15:15 von DLGPDMKR

Zumindest im Moment gibt es kein Verkehrsmittel, dass potentiell günstiger, schneller und umweltschonender große Gütermengen von A nach B transportieren kann, als die Bahn.

LKW z.B. sind zwar im Betrieb selbst (also für das Unternehmen) günstiger - die Folgekosten (Straßen- und Brückenschäden, Umweltbelastung,...) trägt aber die Allgemeinheit (theoretisch ja die Maut - aber die verschwindet auch da, wo Kfz- und Mineralölsteuer hinwandern... ;D)

Ich sehe die Bahn eher wie z.B. ein Krankenhaus. Der Gewinn sollte nicht durch die Behandlung entstehen, sondern dadurch, dass der geheilte Mensch wieder arbeiten kann. (oder eben Dinge schnell und günstig transportiert werden)

Das Problem ist derzeit, dass unsere DB weder Fisch noch Fleisch ist. Sie soll zwar privatwirtschaftlich agieren und Geld an den Bund abführen, gleichzeitig wird die Infrastruktur trotzdem vom Steuerzahler finanziert. Somit bleiben Investitionen aus und der Fahr- und Transportpreis steigt trotzdem.

Ich mache mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt..

@ 15:20 von DLGPDMKR

"Die "Automobilität" führt dem Staatssäckel ca. 55 Mrd €/a zu.
Ca. 7-8Mrd kommen zur Automobilität zurück."

Also alles was Ihr Weltbild unterstützt wird kritiklos hingenommen, aber alles was ihm widerspricht sind "geistige Verrenkungen"?

Wie wäre es mal damit, sich die Meinung anhand von Fakten zu bilden, und nicht die Fakten anhand der Meinung?

Denn natürlich muss man auch im PKW/LKW-Verkehr die Zahl der Verkehrstoten, die Verschlechterung der Luftqualität und deren gesundheitliche Folgen, die Probleme gerade der Innenstädte und den Flächenverbrauch mit einrechnen.

Am laufenden Band

Würde die Bahn mit der gleichen Regelmäßigkeit, mit der sie die Ticketpreise erhöht, Qualität und Pünktlichkeit erhöhen, wären die Kunden der Bahn auf einer Insel der Glückseligkeit. Die Realtität sind aber Unpünktlichkeit, verschmutzte Züge und technische Defekte am laufenden Band.

150 Euro Berlin-München...

Mit Lufthansa bei Buchung 3 Wochen vorher ab 108 Euro ... naja da ist auch noch in München der Zug vom Flughafen zu Stadtmitte mit drin.

Flugzeit: 1:Stunde 10 Minuten+Fahrt in die Stadt vom Erdinger Moos.

Aber ich fliege ohnehin lieber und wenn ich von Riga komme bin ich in Berlin ja schon auf dem Flughafen...

Autsch... nicht gut für die Umwelt.... aber trotzdem.

Tarifgerechtigkeit?

Wenn Preise bei der Bahn erhöht werden, wird sofort gemeckert. Dass hier lediglich der Inflationsausgleich erfolgt und deutlich schnellere werdende Strecken auch teurer werden dürfen, wird negiert/ignoriert.

Fernbusse und Flugzeuge werden künstlich zu billig angeboten - hier sollte der Gesetzgeber mal handeln.

Da könnte „Grüne“ mal zeigen, was Ihnen Umweltschutz wert ist und dies als wirklich sinnvolle Maßnahme in Koalitionsverträge hineinschreiben lassen!

Wie geht die Kalkulation? Je

Wie geht die Kalkulation?
Je mehr Verspätung,desto höher die Ticketpreise?

...so aus Unternehmenssicht:
... "nachvollziehbar" - der Kunde nimmt ja im Fall einer Verspätung auch den Service der Bahn länger in Anspruch...
*hust*

Erhöhte Preise ?

Na ja ,warum nicht.Bei uns sind noch nicht mal alle Schäden beseitigt,es fährt ausser Züge mit Dieselantrieb nichts,aber PREISE hoch.
Die Pendler müssen zusehn wie sie zur Arbeit kommen,aber das stört niemanden,denn das ist auf einmal Privatsache.
Und die pünktlichkeit möchte ich garnicht erst ins Felde führen,denn die ist sagenhaft.

Verspätung...

Wenn Fernbusse im Stau stehen und Flugzeuge Wartenschleifen drehen, wird kaum gemeckert. Woran liegt das? Und über einen Stau auf Autobahnen regt sich fast niemand auf. Komisch, oder?

Die Bahn ist günstiger - Für Einzelpersonen.

Die Bahn ist deutlich günstiger als Autofahren ... aber hauptsächlich für Einzelpersonen.
Wenn man mehrmals im Jahr mit dem Zug fährt, lohnt sich eine BC50 somit bezahlt man bei Hin- und Rückfahrt nur eine Strecke voll. Beim Autofahren muss man mit mehr Kosten als nur den Spritkosten rechnen. Man muss ebenfalls Verschleiß etc. mit einbeziehen. Somit kommt man bei einem größeren Van locker auf 25 ct/ Kilometer. Die Strecke Hamburg-München kostet momentan 145 €. Mit Bahncard 50 73 €. Man ist 5,5 h unterwegs.

Google Maps rechnet mir aus, dass ich 780 km mit dem Auto fahren würde. Das bedeutet eine Fahrzeit von etwa 8 Stunden nach Google Maps.

Mit dem Faktor 25 ct/km erhält man also Kosten von 195 €.

Selbst mit einem günstigeren Auto (18 ct/km) kommt man auf 140 €.

oder 15 ct/km : 117 €
Erst ab 10 ct/km wären die kosten mit BC gleich.

Daher das Fazit: Bahnfahren ist deutlich günstiger, schneller und auf dieser Strecke, da man nicht umsteigen muss, ebenfalls deutlich entspannter.

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