Kommentare

Religionsgelehrter

Wie wird man eigentlich "höchster Religionsgelehrter" und was macht man da?

Trumps Triumph

Von der internationalen Presse wurde der erste Staatsbesuch Trumps überhaupt belächelt. Trump reiste nicht nach Kanada, in die EU oder GB. Er reiste nach Saudi-Arabien.

Nun sind die Journalisten überrascht wie schnell Trumps geschickte Diplomatie Früchte trägt. Frauen dürfen Auto fahren, Behördengänge machen und sogar selbstständig reisen. Es wird Musik im Fernseh gespielt.

Trumps Erfolgsrezept erinnert an die Entspannungspolitik Brants. Er kombinierte die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen (Wandel durch Handel) mit symbolischen Gesten (Säbeltanz).

Ende des Öl-Zeitalters absehbar?

Wirklich? Ich glaube nicht, dass wir das noch erleben werden, nur weil jetzt ein bisschen Stress mit den Dieseln herrscht und Tesla schicke heute Autos verkauft. Fliegen wird auf ganz lange Sicht nur mit fossilen Brennstoffe möglich sein.

Noch zaghaft, aber der Westen

Noch zaghaft, aber der Westen darf nicht aufgeben und muss weiter Druck machen, dass Saudi Arabien von seiner befremdlichen Kultur Abschied nimmt.

Saudi Reformen

Na ist doch Fortschritt! Noch immer Jahrhunderte hinterm Mond, aber immerhin wird nicht mehr behauptet, dass ein weibliches Hirn zu klein zum Autofahren ist.

Der Grossvater des Kronprinzen hatte bei seiner Thronbesteigung 1964 eine ähnlich revotionäre Reorm duchgesetzt: Seitdem wird Dieben die rechte Hand nicht mehr barbarisch auf dem Marktplatz abgehackt, sondern modern und fortschrittlich auf Staatskosten im Krankenhaus amputiert.

Was für ein Fortschritt!

@Initiative Neue... Um 5:50

Ich muss sie enttäuschen. Muhammad bin Salman, der jetzige Kronprinz, war schon für seine ambitionierten Reformvorhaben bekannt bevor ein Trump überhaupt nur im Amt war.
Nach seiner Ernennung zum Kronprinzen waren Schritte wie diese nur eine Frage der Zeit. Das ist nicht der Verdienst von Trump angeblich 'diplomatischer Art' (die man ja bei seinem Besuch in Puerto Rico und im Konflikt mit Nordkorea bereits 'bestaunen' durfte) sondern der von bin Salman und seinen reformorientierten Unterstützern.

Interessant...

Im Bericht werden diese Veränderungen so dargestellt, als wären es Verbesserungen und dass Saudi Arabien endlich modern und somit "besser" wird. Man nähert sich also dem modernen Westen und passt sich ein Stück weit seiner Kultur an. Diesem Westen, in dem genau diese "Freiheit" tausenden Menschen zum Verhängnis wird, indem sie durch Alkohol- und Drogenmissbrauch ihr Leben entweder direkt oder indirekt zerstören. Die hohe Selbstmordrate in diesen "modernen" Ländern ist in den meisten Fällen mit Dingen verbunden, die in Saudi Arabien verboten sind. Familien werden zerstört, da es doch gar nicht so schlimm ist, wenn man ein bisschen Spaß hat und fremd geht. Oder es werden erst gar keine Familien gegründet oder noch besser, seit neustem kann man doch auch eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen. Daraus entstehen dann zwar keine Kinder aber Hauptsache, man hat Spaß. Wer braucht schon Kinder, die stören die Frau doch nur bei ihrer Karriere...

@Kommt daher um 08:03

Verständnislose Ansichten wie ihre ('dass Saudi Arabien von seiner befremdlich Kultur abschied nimmt.') sind der Grund für das Scheitern der westlichen Nahostpolitik. Oder wie würden sie es finden wenn Türkei und co. es zur Bedingung für Kooperation machen würden dass wir unsere befremdliche Kultur ablegen?

saudiarabische Kultur?

Was wissen wir schon von saudiarabischer Kultur?
Ich jedenfalls weiß davon so viel wie gar nichts!
Befremdlich an der saudiarabischen Realität finde ich jedoch dass da ein paar Typen, Kleriker, Königsfamilie und einflussreiche Clans, alle durchgehend männlich, allen ander sagen, was sie zu tun und zu lassen haben, wie sie zu leben haben, wie sie sich zu äußern und anzuziehen haben, egal welcher Kultur sie entstammen oder für sich wählen würden!
Das Ganze wird dann auch noch mit brachialer Schariagewalt durchsetzen!

Diese Realität finde ich nach wie vor äußerst befremdlich und vor einer solch diktatorischen und repressiven "Kultur", besser Staats- und Regierungsform zu nennen kann ich keinerlei Respekt empfinden.

Ein bisschen Hybris...

...steckt schon drin in diesem Bericht.
Wenngleich man den hohen Religionsgelehrten, der das Hirn einer Frau auf ein Viertel der Größe des eines Mannes reduziert, einfach einmal mit in die Anatomie eines gerichtsmedizinischen Instituts nehmen sollte, um ihm einen direkten Größenvergleich zu ermöglichen, sollten wir modernen Westler von unserem hohen Ross heruntersteigen und nicht alles schlechtreden, was die saudi-arabische Kultur hervorgebracht hat.
Wenn ich die Entwicklung in den sogenannten modernen Staaten während der letzten Jahre betrachte, wird mir eher Angst und bange; auch in einer Demokratie ist längst nicht alles Gold, was glänzt.

Reformen

Rom wurde wie man so schön sagt, nicht an einem Tag erbaut.
Ein Land das auf strengen religiösen Fundamenten steht lässt sich nicht mit der Brechstange reformieren. Das Risiko eines Aufstandes wäre zu groß und wohl für niemanden ein Gewinn.
Diese Reformen sind für die Bewoher/innen enorm.
Gleichzeitig stellen sie für den König ein hohes Risiko dar.
Auch wenn es uns in Westeuropa seltsam erscheinen mag, so muss man die vorsichtigen Bemühungen gut heißen.
Man bedenke in der Schweiz hatten die Frauen bis in die 70iger Jahre kein Wahlrecht und durften ohne Genehmigung des männlichen Familienoberhauptes nicht arbeiten.

Es kommt nicht vom Herzen

Diese Veränderungen sind nicht Ausdruck von Verständnis für die Gleichberechtigung von Mann und Frau sondern dienen nur dem Machterhalt in einem Umfeld einer zunehmend globalisierten Welt.Als Europäer schaut man befremdlich auf die saudische Gesellschaft.Aber sollen sie doch leben wie sie das für richtig halten.Diese Schritte sind aus unserer Sicht zwar winzig,aber dort eine kulturelle Revolution.In Saudi-Arabien muß man sich als Gast den dortigen Regeln anpassen und genau das erwarte ich auch von Arabern bei uns.Gegenseitigen Respekt für die unterschiedlichen Lebensweisen.

05:50 von Initiative Neue...

Trumps Triumph
[...]
Nun sind die Journalisten überrascht wie schnell Trumps geschickte Diplomatie Früchte trägt.
[...]
Trumps Erfolgsrezept erinnert an die Entspannungspolitik Brants. Er kombinierte die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen (Wandel durch Handel) mit symbolischen Gesten (Säbeltanz).

Phantasievolle Unterhaltung die Sie da bieten, sehr amüsant. Ich weiß gar nicht, was mich mehr begeistert; der Vergleich von Brandt und Trump oder die Vorstellung weiblicher Teilnehmerinnen beim saudischen Säbeltanz. Ich denke aber, das Beste ist tatsächlich die kuriose Vorstellung außenpolitischer Methoden und Wirkungen, die Sie uns verkaufen wollen. Ganz großes Kino!

@ 07:53 von doktorand

Ende das Öl-Zeitalters absehbar? Wirklich? Ich glaube nicht, dass wir das noch erleben werden, nur weil jetzt ein bisschen Stress mit den Dieseln herrscht und Tesla schicke heute Autos verkauft. Fliegen wird auf ganz lange Sicht nur mit fossilen Brennstoffe möglich sein.

Sie haben schon recht. SIE werden das nicht mehr erleben. Aber die Generation Ihrer Enkel. Vielleicht sogar schon Ihre Kinder im Alter.

Es liegt jetzt an unserer Generation ob wir Vorbereitungen dafür treffen oder egoistisch und gedankenlos den Rest einfach verprassen.

07:53 von doktorand

Das Öl-Zeitalter Saudie-Arabiens ist absehbar, diese Quellen sprudeln nicht mehr ewig.

08:03 von kommtdaher "Noch

08:03 von kommtdaher

"Noch zaghaft, aber der Westen darf nicht aufgeben und muss weiter Druck machen, dass Saudi Arabien von seiner befremdlichen Kultur Abschied nimmt."

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Mit welchem Recht sollte der Westen Druck ausüben? Befremdlich und überheblich ist bestenfalls Ihr Kommentar!

re mariposalibre, 09:13

Dafür dass Sie selbst von sich sagen, “so viel wie gar nichts“ von der arabischen Kultur zu wissen, haben Sie eine bemerkenswert klare Vorstellung davon, was Ihnen daran nicht gefällt.
Vielleicht machen Sie sich doch einmal die Mühe, die saudi arabische Kultur ein wenig kennen zu lernen - vor allem ihre Entwicklung - bevor Sie sie in Bausch und Bogen verdammen, indem Sie sich ein paar Dinge herausgreifen, die Sie “befremdlich“ finden.

Kommt Zeit kommt Veränderung

Solche Veränderungen brauchen sehr lange. Deshalb empfinde ich diese Schritte jetzt als sehr gross.

Hier geht es nicht nur um das Ablegen alter Traditionen.
Nein, eine privilegierte Gruppe, die Männer, müssen einen Teil ihrer Macht an die Frauen abgeben.
Das funktioniert eben nicht reibungslos, schliesslich haben sie die Vorzüge dieser Macht seit Jahrhunderten genossen.

Wir Deutschen sollten uns da mit unserer Meinung nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Schliesslich sind die "alten" und die "neuen" Bundesländer auch nach 25 Jahren Wiedervereinigung noch nicht komplett zusammengewachsen. Und das obwohl beide "Gruppen" exakt die gleiche Vergangenheit und die gleichen Wertvorstellungen haben!

08:44 von Hermsi

Verständnislose Ansichten wie ihre ('dass Saudi Arabien von seiner befremdlich Kultur abschied nimmt.') sind der Grund für das Scheitern der westlichen Nahostpolitik.

Ich glaube nicht, dass der Kommentator "westliche Nahostpolitik" gestaltet. Und es ist bestimmt nicht falsch, dem Menschen durch Geburt unveräußerlich zustehende Recht - wie das der Frau, über sich selbst zu entscheiden statt in allen Fragen bevormundet zu werden - zu einem Thema in einer Entwicklungspartnerschaft zu machen. Es hat nichts mit einem Mangel an Verständnis zu tun, wenn man sich vorher Gedanken macht, was man unterstützen möchte und was vielleicht nicht.

Bei aller Kritik

... an Saudi-Arabien sollten wir berücksichtigen, dass dieses stolze Land seine eigene selbständige und gewachsene Kultur hat. Unsere Kritik gerät da manchmal ein bisschen vorlaut und unüberlegt.

Augenwischerei und Trugschlüsse

45 Länder sitzen in der UN-Frauenrechtskommission. Und ausgerechnet Saudiarabien ist nun in das Gremium gewählt worden. Das sorgt für Kritik.
Saudi-Arabien soll weltweit Frauenrechte und Gleichberechtigung fördern.
Das allein klingt wie ein schlechter Witz.
Es hagelte nur so von Kritik.
Also: Muss man nun der Welt zumindest in Teilen demonstrieren, dass man das Gremium ernst nehmen wird.
Es ist eine Augenwischerei und eine Täuschung der Welt.
Wenn es nicht so traurig würde, würde man sich vor Lachen nur so ausschütteln.

Die Naivität des Westens ist mir persönlich derart peinlich und noch viel schlimmer:
Ich bin der tiefen Überzeugung, dass genau diese Verblendung zum eigenen massiven Schaden sich entwickeln wird.
Es ist aMS schon heute absehbar, welchen negativen Einfluss dieser Islam-Hype auf die Welt hat.
Es werden sich mit Geld nicht nur Austragungsorte für WM & Co gekauft, sondern auch Ämter und Medialwirksamkeit.

Die UN verfehlt alle ihre Ziele.

Außerdem ist Saudi-Arabien ...

... ein treuer Verbündeter unserer freien westlichen Seite. Ein wenig Zusammenhalt wäre da nicht zu viel verlangt.

Ich habe den Eindruck, dass

Ich habe den Eindruck, dass seit Jahren in immer währendem Zyklus die öffentl. Rechtlichen versuchen Reformen in Saudi Arabien "herbeizureden".
Über Saudi Arabien, dass in der heutigen Zeit unter anderem noch Frauen, wohlgemerkt nur Frauen, wegen Ehebruch steinigen lässt von Reformen zu Reden, ist für mich so als würde man bei einem Fussballteam, dass die letzten zehn Spiele mit 0:10 verloren hat und heute nur mit 1:11, von einer Trendwende sprechen.
Saudi Arabien erfüllt bei weitem nicht die Mindeststandards bezüglich der Menschenrechte und wenn die "Reformen" in dem Tempo weitergehen, wird Saudi Arabien auch im Jahre 2100 die Mindeststandards nicht erfüllen.

Zurückhaltung wäre besser

@ mariposalibre:
saudiarabische Kultur?
Was wissen wir schon von saudiarabischer Kultur? Ich jedenfalls weiß davon so viel wie gar nichts!

Und genau deshalb sollte man mit vorschneller Kritik einfach besser mal schweigen.

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