Kommentare

Gratulation zum Preis

Was bekommt die Uni davon ab die die Forschung ermöglichte? Was der Steuerzahler davon zurück für dessen sauteure Ausbildung? Man wird ja nochmal fragen dürfen.

...viele kluge Deutschstämmige...

...für andere Länder unterwegs, hoffentlich hat das nichts mit der Abwanderung von klugen Köpfen zu tun! ;-) Was könnten Forschung und Technik mit 50.000.000.000,-€ jährlich anstellen, aber wir investieren lieber in Integration von Unter-qualifizierten!

Deutschstämmig?

Wieso lese ich eigentlich bei gefühlt jedem zweiten Nobelpreis von einem deutschstämmigen Amerikaner? Hier würde ich mir Folgeberichte wünschen, wieso es offenbar Deutschland nicht gelingt oder nicht gelang "seine" Forscher von Topniveau zu halten. Stimmt etwas mit unserer Forschungslandschaft nicht? Gibt es andere Gründe?

glueckwunsch! aber: was lernen wir?

die tagesschau muss erneut mit einer hilfkonstruktion vorlieb nehmen, um einen nobelpreis doch noch irgendwie in die naehe zu deutschland zu ruecken.

ja, rainer weiss, einer der drei physik-nobelisten 2017 wurde in berlin geboren, und, ja, auch joachim frank, diesjaehriger chemie-nobelpreistraeger ist gebuertiger deutscher.

es ist interessant, dass diese details immer wieder betont werden, in der aktuellen meldung gleich zweimal kurz hintereinander im teaser und ersten meldungssatz, aber die naheliegende frage kaum debattiert wird, warum eigentlich so relativ viele deutschstaemmige wissenschaftler in den usa arbeiten und dort hoechste ehrungen erlangen.

die zeiten scheinen wohl wirklich vorbei, als deutschland als das fuehrende, weil innovativste land in wissenschaft und kultur galt, weshalb bis 1933 die meisten nobelpreistraeger aus deutschland kamen, die weltweit meisten wissenschaftsartikel in deutsch erschienen und deutsche verlage und filmgesellschaften weltgeltung hatten...

Wie werden eigentlich die Preise verteilt?

Wann bekommt eigentlich mal jemand den Nobelpreis, der die Solartechnik bedeutend vorangebracht hat?
Wäre ja nur mal so ein Vorschlag.

@Jon Schnee "Wir investieren lieber in die Integration von ...

... Unterqualifizierten"
---
Nicht doch, das sind die Nobelpreisträger von Morgen.

@Paul Hoos

Hat doch vor ein paar Jahren, als einer den Nobelpreis fuer blaue Dioden bekam.

@Paul Hoos - Nobelpreis für Solartechnik

13:12 von Paul Hoos:
"Wann bekommt eigentlich mal jemand den Nobelpreis, der die Solartechnik bedeutend vorangebracht hat?"

Die Grundlagen für die Photovoltaik wurden im 19. Jahrhundert gelegt, also einige Jahre bevor der erste Nobelpreis gestiftet wurde. Albert Einstein erhielt 1921 den Nobelpreis für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts.

Ich weiß nicht, ob auf dem Gebiet der Solartechnik überhaupt noch eine bahnbrechende Entwicklung möglich ist, die einen Nobelpreis rechtfertigen könnte. Und wenn, dürften zwischen der Erfindung und der Preisverleiung so einige Jahre vergehen.

@sprachloser - Nutzen für die Gesellschaft

12:01 von sprachloser:
"Was bekommt die Uni davon ab die die Forschung ermöglichte?"
> Die Universität bekommt die Ehre, einen Nobelpreisträger am Standort beschäftigen zu können. Außerdem ist der Nobelpreis der Nachweis, dass sie exzellente Forschung betreibt. Das wird sich bei der Einwerbung von Forschungsgeldern sicherlich bemerkbar machen.

"Was [bekommt] der Steuerzahler davon zurück für dessen sauteure Ausbildung?"
> In diesem konkreten Fall ist es der medizinische Fortschritt und damit das wohl wertvollste Gut im Leben eines Menschen: Gesundheit. Darüber hinaus profitiert der Steuerzahler von den zusätzlichen Forschungsaufträgen.

Falls Ihnen das nicht reicht und Sie zufällig Schweizer, Brite oder US-Amerikaner sind, können Sie ja bei einem der Preisträger nachfragen, ob er Ihnen einen Anteil des Preisgelds auszahlt. Bei den knapp 400 Millionen Einwohnern wäre das immerhin ein viertel Cent...

@Paul Hoos Zählt Einstein?

Albert Einstein erhielt den Nobelpreis 1921 "für seine Verdienste um die Theoretische Physik und besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts". Das theoretische Modell ermöglichte erst den Bau moderner effizienter Solarzellen.

@TrautSich

Am 04. Oktober 2017 um 12:30 von TrautSich:

"....wieso es offenbar Deutschland nicht gelingt oder nicht gelang "seine" Forscher von Topniveau zu halten. Stimmt etwas mit unserer Forschungslandschaft nicht? Gibt es andere Gründe?"

Die ersten beiden Reaktionen im Kommentarbereich geben Ihnen bereits zwei "andere" Gründe.

Der erste Forist fragt ob der Steuerzahler etwas von dem Geld für die "sauteure Ausbildung" zurück bekommt.

Der zweite Forist spannt den Bogen noch weiter und stellt die Integration und Qualifizierung von Unterqualifizierten in Frage.

@Jon Schnee - Wissenschaft hat kein Heimatland

12:02 von Jon Schnee:
"Was könnten Forschung und Technik mit 50.000.000.000,-€ jährlich anstellen, aber wir investieren lieber in Integration von Unter-qualifizierten!"

Sie scheinen das Prinzip aus Förderung und Bildung nicht verstanden zu haben. Nach Ihrer Argumentation müssten alle staatlichen Investitionen gestrichen werden - angefangen beim Kindergeld, da Kinder von Natur aus unterqualifiziert sind und folglich auch keinen Nobelpreis bekommen können.

Wissenschaftler denken auch nicht national. Sie sind in ihren Fachgebieten zuhause und betreiben ihre Forschung dort, wo die Bedingungen am besten sind.

12:02, Jon Schnee

>>...viele kluge Deutschstämmige...
...für andere Länder unterwegs, hoffentlich hat das nichts mit der Abwanderung von klugen Köpfen zu tun!;-) <<

Die USA sind seit langer Zeit voller deutschstämmiger Menschen, und insbesondere die jüdische Auswanderung in den 30ern und 40ern hatte sehr viel mit der Abwanderung kluger Köpfe zu tun.

>>Was könnten Forschung und Technik mit 50.000.000.000,-€ jährlich anstellen, aber wir investieren lieber in Integration von Unter-qualifizierten!<<

So kann man selbst einen Nobelpreisthread für Polemik gegen die Flüchtlingspolitik nutzen.

Ich möchte darauf hinweisen, daß die Forschung in Deutschland heute keinen Cent weniger zur Verfügung hat als in der Zeit vor 2015. Weswegen man getrost sagen kann, daß Forschung und Wissenschaft heute keinen Pfennig mehr zur Verfügung hätten, wenn die Flüchtlinge nicht gekommen wären.

@TrautSich

@TrautSich: "Hier würde ich mir Folgeberichte wünschen, wieso es offenbar Deutschland nicht gelingt oder nicht gelang "seine" Forscher von Topniveau zu halten. Stimmt etwas mit unserer Forschungslandschaft nicht? Gibt es andere Gründe?"
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Ja, die gibt es. Sie können sie in Geschichtsbüchern nachlesen. Spätestens bei dem Nachnamen des Nobelpreisträgers Frank könnten einem die Gründe einfallen.

12:02 von Jon Schnee

"aber wir investieren lieber in Integration von Unter-qualifizierten!"

Sie haben wirklich nichts verstanden. Die USA sind (waren?) so erfolgreich, weil sie ohne Ansehen der Person, der Rasse, der Religion, des Geschlechtes Menschen in ihr Land lassen. Und glauben Sie mir, einem jungen Studenten sieht man noch nicht an, ob er/sie mal Nobelpreisträger wird.

Und noch was - wieso denn in Wissenschaft investieren, wenn jeder, der das Internet bedienen kann, besser über den Klimawandel Bescheid weiß als die Experten?

12:48 von Abydos

"glueckwunsch! aber: was lernen wir?"

Hoffentlich das richtige! Deutschland muss ein weltoffenes Land bleiben, in der Ausländer (ob Wissenschaftler oder nicht) gerne leben! Deutschland muss ein wissenschaftsfreundliches Land bleiben, in dem Expertenmeinung Anerkennung findet!

14:30, Lenni1979

Sehr schön auf den Punkt gebracht, danke.

Wissenschaftler sind notwendigerweise Kosmopoliten. Länder, in denen es miefig, piefig und fremdenfeindlich zugeht, werden von ihnen gemieden, da eine solche Atmosphäre einer freien Wissenschaft nicht zuträglich ist.

Überraschende Entscheidung

Ich - und nicht nur ich - habe diese Leute überhaupt nicht auf der Rechnung gehabt. Ich bin sehr überrascht von der Entscheidung des Nobelkommittees. 99% der Chemiker dürften die Laureaten auch eher unbekannt sein.

12:02 von Jon Schnee

"...viele kluge Deutschstämmige...

...für andere Länder unterwegs, hoffentlich hat das nichts mit der Abwanderung von klugen Köpfen zu tun! ;-) Was könnten Forschung und Technik mit 50.000.000.000,-€ jährlich anstellen, aber wir investieren lieber in Integration von Unter-qualifizierten!"
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Auch Albert Einstein war einer dieser klügen Köpfe, die dereinst abgewandert sind. Wissen Sie auch warum? Kleiner Tip: es hatte nichts mit Flüchtlingen, welche nach Deutschland kommen, zu tun...

12:48, Abydos

>>ja, rainer weiss, einer der drei physik-nobelisten 2017 wurde in berlin geboren, und, ja, auch joachim frank, diesjaehriger chemie-nobelpreistraeger ist gebuertiger deutscher.

es ist interessant, dass diese details immer wieder betont werden, in der aktuellen meldung gleich zweimal kurz hintereinander im teaser und ersten meldungssatz, aber die naheliegende frage kaum debattiert wird, warum eigentlich so relativ viele deutschstaemmige wissenschaftler in den usa arbeiten und dort hoechste ehrungen erlangen.<<

Im Falle von Rainer Weiss ist die Frage leicht zu beantworten:

"Rainer Weiss ist eines von zwei Kindern aus einer jüdisch-christlichen Familie. Sein Vater Friedrich Weiss war Neurologe, Kommunist und Freund der Familie Rathenau. Seine Familie floh vor den Nationalsozialisten in Deutschland zunächst nach Prag und 1938 weiter in die USA."

Aus Wikipedia.

@ GeBrau

Auch wenn Sie grundsätzlich richtig liegen, der gute Herr Frank ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, hat hier gelernt und gearbeitet, und dass deutlich nach den 50er Jahren gewesen.

Tatsächlich liegt das abwandern der meisten Wissenschaftler auf Top-Nivaue mehr an den Gegebenheiten. Forschung ist teuer und braucht zum Teil spezielles Gerät, dass nicht in jedem Land verfügbar ist. Die USA sind alleine durch Ihre Größe und die vielen verschiedenen hochwertigen Einrichtungen im Vorteil. Dazu eine mentalität, die Forschung eher unterstützt statt einengt.

Und solange die Forscher Ihre Ergebnisse veröffentlichen und damit anderen zugänglich machen, ist dass zum Wohle aller. Damit ist es auch egal, wo der Forscher herkommt und wo er forscht.

Aber vielleicht sorgt Präsident Trump dafür, böse ausländische Forscher zu verteiben. Die nehmen ja bestimmt irgendwem die Jobs weg...

Warum USA?

Ich habe selber für 4 Jahre an der Harvard Medical School in Boston,MA,USA geforscht.
Die USA, speziell die Top-Adressen wie Standford, Yale, Boston, Cambridge (Harvard/MIT), sind einfach das Mekka schlechthin. Alles was ein Forscher braucht ist dort konzentriert. Brauch ich eine Expertise in Proteomics gehe ich einfach paar Türen weiter und frage meinen Kollegen, der zu den Besten gehört. Dass heisst, die Wege sind kürzer, Probleme können schneller gelöst werden, neuste Geräte, Vernetzung von verschiedenen Disziplinen etc... es ist ein Traum. Dann geniessen Wissenschaftler dort einen anderen Stellenwert als hier in DE... als Forscher ist man in den USA ein Held z.B. im Kampf gegen den Krebs... man bekommt eine gewisse Anerkennung, auch wenn nur in Wort. Die hier einem aberkannt wird, da man ja als Dr. rer. nat. gleichgestellt wird mit einem Dr. med., d.h. gross verdient...das ist aber nicht so, man hangelt sich von einem Zeitvertrag zum nächsten bei einem kleinem Einkommen an der Uni.

Abgesehen davon

das ich den Wert der Erfindungen oder Forschungen nicht einschätzen kann, weil ich natürlich kein Professor auf diesen Gebieten bin. Sind die Kommentare hier schon interessant und auch die Wortwahl im Artikel wirft doch Fragen auf.
Bei anderen Dingen wird doch gerne auf die Wirkliche Herkunft verzichtet, da nennt man doch nur das Land wo der Pass herkommt.
Hier macht es von vor herein gleich anders, das ist doch interessant und sollte man beobachten in anderen Artikeln.

Gruß

King of Brains

Grüß Gott,
ich bin stets stolz auf diese Menschen =
Denker - Erfinder Entwickler..., die dazu beitragen, das es uns gut geht !
Der liebe Herr Gott sendet
" moderne Propheten ", damit die Menschheit aufgeklärt wird.
Servus

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