Ihre Meinung zu: Physik-Nobelpreis geht an drei US-Gravitationsforscher

3. Oktober 2017 - 12:09 Uhr

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die drei US-Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne für den ersten direkten Nachweis im All entstehender Gravitationswellen.

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Kommentare

Nobelpreis eine Veranstaltung der USA

Glückwunsch an die Preisträger
Wo bleibt Karsten Danzmann?

das wirft fragen auf..

die nicht nur aus der schlechten erklaerung des referenten resultieren, sondern auch politischer art sind.

was war der genaue beitrag des deutschen, und wieso ist er in der entscheidung des komittes nicht beruecksichtigt worden.

Nobelpreise...

...gehen immer noch bis in die Gegenwart zu über 90 % nur an Männer, obwohl die Frauen seit Jahrzehnten gleiche Bildungschancen wie Männer haben.

Dem Komitee geht der Mut aus

Schon lange.

*Ein* Preisträger (bzw. eine Preisträgerin) bitte.

Ja klar ist das schwierig. Und selbst, wenn man eine ganz klare Wertung finden könnte, es wäre ungerecht gegenüber demjenigen, der 99,8% der Leistung des Ausgezeichneten vollbracht hat. Zudem kann man mit der *einen* Auswahl durchaus daneben liegen. Soll es ja gegeben haben ...

Mit den Gruppenauszeichnungen wird die grundlegende Idee arg verwässert.

Kein Deutscher gewürdigt? Immer nur mehrere Personen?

Da sich User "Friedrich Spee" und "Zubehör" darüber beklagen, dass kein Deutscher gewürdigt wurde: der eine (Rainer Weiss) war mal Deutscher, nur ist seine Familie vor den Nazis geflohen.

Und @Fanreisender: "Mit den Gruppenauszeichnungen wird die grundlegende Idee arg verwässert."

Die "grundlegende Idee" muss nicht unbedingt auf ewig sinnvoll und gültig sein. Ich finde es total unsinnig, Einzelmenschen oder kleinen Grüppchen (hier 3 Menschen) einen Preis zu verleihen. Wissenschaft ist Teamarbeit! Diese 3 Männer hätten absolut gar nichts vollbracht, wenn ihre Laboranten, Techniker und Co. nicht ebenfalls hervorragende Arbeit geleistet hätten. Der Nobelpreis sollte diese Realität widerspiegeln und nur noch an Forschergruppen gehen, die dann auch auf der Bühne stehen allesamt! Ich bin sicher, der Trend geht in diese Richtung (siehe Friedensnobelpreis) und irgendwann wird man die Arbeit des Teams nicht mehr einfach unter den Tisch kehren.

Völlig unverständlich

Hier sind tatsächlich zwei Sachen erschrecken.

Zum einen der Erklärungsversuch des Reporters. Klar ist die Thematik hoch komplex. Nur wenn man es offensichtlich selbst nicht richtig verstanden hat beziehungsweise es definitiv nicht erklären kann soll man doch bitte einen Spezialisten zu rate ziehen.

Zweitens vermisse ich den Aufschrei in den Nachrichten warum die deutschen Wissenschaftler nicht berücksichtigt wurden. So weit wie ich in der Thematik stecke waren eben die deutschen entscheidend für diese Entdeckung.

@12:48 von Tagesrückblick

"Nobelpreise gehen immer noch bis in die Gegenwart zu über 90 % nur an Männer, obwohl die Frauen seit Jahrzehnten gleiche Bildungschancen wie Männer haben."

Richtig, aber in der Spitzenforschung sind Frauen unterrepräsentiert. Ich arbeite viel mit Forschern zusammen und Frauen, v.A. in bedeutenden Positionen sind selten.

Die Frage ist: warum?
Diskriminierung wird hier gern ins Feld geführt. Das ist faszinierend, denn auf die selbe Erklärung kommt komischerweise niemand wenn man sich fragt warum Männer in fast allen Studienfächern (außer den Technischen) unterrepräsentiert sind.

Die Gründe sind meiner Meinung nach bedeutend komplexer sollten aber, sofern möglich, angegangen werden.
Die Arbeit in der Forschung ist nicht für jeden. Befristete Arbeitsverhältnisse sind die Regel, nicht die Ausnahme. Und mit dem Ende jedes Forschungsprojekts kann man auf der Straße sitzen.

Grundlagen - in Forschung und Würdigung...

Manche beklagen, daß "deutsche" Forscherleistungen (auch anteilige) vom Nobelpreiskomitee nicht (mehr) hinreichend gewürdigt werden. Weiterhin wird moniert, die Nominierungen seien zu stark angloamerikanisch fokussiert (gar politisiert).
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Beides ist eigentlich leicht damit erklärbar, daß mögliche Kandidaten meist in Staaten arbeiten, die allerbeste (auch finanzielle) Forschungsbedingungen bereitstellen. Und das sind heute eben nicht mehr Europa oder gar Deutschland, sondern überwiegend die USA. Mithin ist die Fokussierung sachlich korrekt, aber vielleicht kommt ja durch neue Forschungsschwerpunkte künftig auch wieder Europa zum Zuge (und hier stimme ich User @Erich Kästener (Forscherteams) ausdrücklich zu.
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Denn bei allem Nationalstolz sollte man die Intention A. Nobels nicht vergessen, wonach Forschungen ausgezeichnet (hervorgehoben und gefördert) werden sollen, welche der Menschheit ALLGEMEIN Nutzen erbringen...

@14:16 von WiPoEthik

Sie schreiben: "... aber in der Spitzenforschung sind Frauen unterrepräsentiert..."
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>>> Richtig > und auch Ihrem Erklärungsansatz stimme ich zu. Und ich erlaube mir zu ergänzen: Gäbe es einen (längst zeitgemäßen) Nobelpreis für "Sozial- und Gesellschaftsforschung", wären Frauen stets erste Kandidatinnen (und damit der Weltverbesserungsidee Alfred Nobels sehr nahe). Mutige Anfänge gab es ja bereits 1905 mit dem Friedensnobelpreis an Bertha von Suttner...

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