Ihre Meinung zu: Reportage aus Erbil: 92 Prozent Druck für Kurdenführer Barsani

28. September 2017 - 18:07 Uhr

Ein vom Irak unabhängiger Kurdenstaat? Im Referendum haben mehr als 92 Prozent der Wähler dafür gestimmt. Nun muss Kurdenführer Barsani liefern. Doch die Sorge wächst, dass er sich verspekuliert hat, berichtet Volker Schwenck.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.3
Durchschnitt: 4.3 (10 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

im Fall des Südsudans

war die Weltgemeinschaft großzügig
wie sieht es hierbei aus ... in Katalonien gar in Tibet

92 Prozent Druck für Kurdenführer ...

Doch die Sorge wächst ... welche Sorge - das es mit einem Kurdenstaat nichts wird, wenn die großen drei und oder der Sicherheitsrat und oder die Nato und die UN nicht schon von vornherein dafür sind - das Türken, ganz besonders die Türken und der in der Selbstfindung befindliche Irak davor sind, hat doch nie infrage gestanden - nur aus Syrien ließe sich mit Macht vielleicht ein Stück herausbrechen - wenn zumindest Russland gute Miene dazu machte.
So wie es ist, handelt es sich bei der Abstimmung, egal wie gut und trefflich die Gründe dafür sind um einen Sturm im Wasserglas.

Eine friedliche Unterstützung des Autonomieprozesses ...

... durch die EU ist alternativlos:
Nicht nur weil irakisch Kurdistan tausende von Flüchtlinge aufnahm, weil syrische & irakische Kurden gemeinsam als erste den IS besiegten, weil irak. Kurdistan ein Parlament hat, das ethnischen und religiösen Minderheiten eine Repräsentanz zusichert.
Vielmehr auch deshalb, weil es etwas zu rehabilitieren gibt seit der Aufteilung dieses größten Volkes der Erde ohne eigenen Staat:
Wurde den Kurden 1920 noch ein eigener Staat zugesprochen, schaute man von Europa aus nur zu, als die Teilnahme des kurdischen Vertreters auf der Nachfolgekonferenz 1923 verhindert wurde.
Wer sie verhindert hat?
Wer Geschichte akribisch erforscht, wird es herausfinden.
Ich werde hier keinen Namen nennen, denn zu groß ist aktuell der Druck auf alle, welche die Wahrheit aufdecken.
Auch deshalb muss sich die EU hier auf ihre Werte besinnen ... ... und verhindern helfen, dass im Nahen Osten einer Hoffnung auf demokratische Kultur zu viele Lebensadern abgeschnitten werden.

Eigener Kurdenstaat ist wichtig

Den Kurden steht das gleiche Recht wie Israel auf einen eigenen Staat zu. Das, worüber abgestimmt wurde, ist völkerrechtlich eine Sezession. Als demokratischer Westen sollten wir solche Sezessionen zulassen, auch in Schottland und in Catalunien. Wo kämen wir denn hin wenn demokratische Entscheidungen nicht mehr bei uns angenommen werden! Wir unterstützen doch auch Hong Kong und sind gegen China. So sollte die Presse dann auch im Falle der Kurden handeln und nicht die Positionen totalitärer Staaten übernehmen. Wo bleibt die Kritik am Irak und der Türkei diese Abstimmung nicht anzuerkennen!

Spaltung oder Einigung

Spaltung oder Separation geht wieder als Virus um. Ausdruck des Irrglaubens, dass es einem besser ginge, wenn man alleine wäre. Jeder kennt dieses Gefühl, das einen immer überfällt, wenn einem die Welt zu kompliziert geworden ist.

Verständlich, aber falsch. Grundsätzlich falsch, weil dieser Spaltpils immer weiter wuchert und schließlich in einer Selbstauflösung endet.

Falsch vor allem, weil es die falsche Abzweigung in eine Sackgasse ist. Richtig wäre, die Autonomie in der Gemeinschaft zu suchen. In der Aufhebung der trennenden Unterschiede statt in deren Betonung.
Eben Internationalisierung statt Nationalisierung!

Zusammenführung ist schwierig und oft auch nicht möglich - ich bin kein Phantast. Aber die Suche danach ist der einzige Weg. Und dieser Weg kann und muss bereits das Ziel sein und braucht Unterstützung.

Und zwar sofort - wenn es nicht schon zu spät ist. Aus einer Sackgasse kommt man eben so leicht nicht mehr raus.

Also wenn man sich die

Also wenn man sich die Geschichte der Kurden mal so anschaut, dann kann ich sie verstehen, dass sie endlich als Volk auch einen eigenen Staat haben wollen: sie wurden nicht wirklich erntzunehmend behandelt seit dem Ende des WW1. Ein pro Kurdistan von 92 % als Folge langer Geschichte und nicht als Folge eines künstlichen Putsches ist eine klare Aussage, dass es da ein Volk gibt, dass seine Kultur leben will und sein Geschick selbst in die Hand nehmen will. Darüber sollte offen geredet werden, und eigentlich kann sich niemand daran stören. Auch in Europa hat man sich entwickelt und aufgehört, andere (Nachbar-)Völker zu bekämpfen, und lebt heute viel besser freundlich zusammen und setzt auf demokratische soziale Entscheidungen - so schwierig das auch manchmal ist, die nötigen Kompromisse dann zu finden. Die Kunst des Lebens ist der Kompromiss (Indische Weisheit).

Weltgemeinschaft

Wie ist die Haltung der Weltgemeinschaft und des Weltsicherheitsrats in diesem Fall?

Seltsame Überschrift

Ich sehe die Überschrift als etwas seltsam an, nach den Wahlen in Deutschland hieß es doch auch nirgends:
33,7% Druck für die Deutschenführerin Merkel?

@ ayur

Guter und richtiger Kommentar, wie die meisten anderen hier. Warum wollen Sie nicht schreiben, wer die Teilnahme der Kurden an der Friedenskonferenz verhindert hat ? Wir sind hier doch alle anonym, auch Erdogans länger Arm reicht nicht bis hierher.

Darstellung: