Kommentare

Wozu denn jetzt noch ein Endspurt?

Die Kanzlerfrage ist doch seit Wochen wenn nicht sogar seit Monaten schon geklärt,
nur die Koalitionsfrage ist noch offen. Und wenn die SPD wirklich Verantwortung für Deutschland übernehmen will, dann sollte sie eine Wahlempfehlung für schwarz oder gelb abgeben, denn höchstwahrscheinlich wird die AfD drittstärkste Kraft und wäre bei einer großen Koalition Oppositionsführer, nur die SPD könnte das verhindern, wenn sie wie bereits gesagt verantwortungsvoll freiwillig in die Opposition ginge.

Bestimmt: Jede stimme zählt ?

Ja, jede Stimme zählt . . . auch für die "Alternative" zur CDU, SPD & Co. . .

:
Zum Glück gibt es überhaupt eine ! Damit gemeint nur sachliche Politiker, weniger die peinlichen Rassisten unter den Anhängern

Man kann natürlich auch Parteien wählen die sich zum Spaß aufgestellt haben - wie "Die Partei" (einer Satirezeitschrift) oder die 3 kommunistischen Parteien die es hier erstaunlicher Weise auch gibt . . . nix von den DDR-Zeiten gelernt___Die letzteren 3 würden daraus, wie es im Sozialismus ja Tradition ist, daraus eine EINZIGE Partei (nach Vorbild Russlands, Chinas oder Nord-Koreas) machen.. . . . dann wäre es vermutlich aber ganz rasch Schluß mit Lustig.

Schutzpatronin der Politverdrossenen

Wahlkampf ist, die Unentschlossenheit ist groß - und Merkel kneift. Zuletzt gestern, in der Diskussion der ARD (übrigens gut geleitet). In der Merkel an Uschi delegierte. Warum sich auch dem Bürger stellen, wenn man schon gewonnen hat?

Wahlkampf aussitzen, ganz wie M beim Regieren so manches aussitzt.

Verwunderlich, dass dies keinen Journalisten stört. Auch schon weichgespült, liebe Journalisten? Schon Merkelisiert? Der Inkarnation der Verweigerung schon verfallen, wie Schiffer des Altertums den Sirenen?

Wie will man so mehr Menschen für Politik begeistern? Wie will man von 71,5% Wahlbeteiligung beim letzten mal wieder zu einer höheren kommen, wenn die Kanzlerin Politikmüdigkeit selber vorlebt, diese zelebriert, fast den ganzen Wahlkampf über? Sie politisches Desinteresse zur Staatsräson erklärt. Wenn M lieber Kinder streichelt als sich politisch zu stellen - wieso sollen dann Familien nicht den Sonntag mit ihren eigenen Kindern verbringen, anstatt Zeit im Wahllokal zu verschwenden?

Auf der Zielgraden !

Zum Schluß kann es doch noch spannend werden,denn noch sind ca. 30% der Wähler unentschlossen.Hier ist doch immer noch ein gehöriges Potenzial an Wähler drin,die am Sonntag in der Wahlkabine erst einmal den Wahlzettel durchlesen und dann entscheiden.
Das habe ich schon mehrmals von Bekannten gehört die sich sonst nicht groß für Politik interessieren.Am Sonntagabend wissen wir mehr!

Nach welchen Gesichtspunkten...

... entscheidet jemand, der bis heute unentschlossen ist?

Tagesform?

Schönstes Wahlplakat auf dem Weg zur Urne?

*********************************************

Sinnvoll wäre es, sich wichtige Entscheidungen, Gesetzesvorlagen, Abstimmverhalten, kleine und große Anfragen der Parteien über die letzten 10 Jahre oder so anzuschauen, nachzurechnen, was für einen selber und die restliche Welt sinnvoll war, was wem genützt und geschadet hat, und welche Themen wirklich wichtig sind.

Und dann entsprechend wählen.

Für eine Legislaturperiode ist das erstaunlich wenig Arbeit, die man da in eine gesunde Demokratie investieren muss.

Für ein Wochenende ist das ambitioniert.

lautstarke Proteste

Dem letzten Satz der Kanzlerin „Mit pfeifen und mit brüllen wird man die Zukunft Deutschlands mit Sicherheit nicht gestalten.“ kann man allein schon aufgrund der jüngeren Deutschen Geschichte wiedersprechen.

Auch 1989 ist lautstark durch die Bevölkerung protestiert worden und dass dies dazu geführt hat, dass die Zukunft Deutschlands grundlegend neu gestaltet werden konnte wird wohl niemand bestreiten.

@bitterepille

"Neu

Am 22. September 2017 um 21:35 von bitterepille

Nach welchen Gesichtspunkten...

... entscheidet jemand, der bis heute unentschlossen ist?

Tagesform?

Schönstes Wahlplakat auf dem Weg zur Urne?"

.

Oder nach einer sachlichen, fundierten und objektiven Berichterstattung über die Ziele, Vorhaben und Wahlprogramme der Parteien, so er sie denn bekommt, von den Medien.

So was wird

schon eine Weile geschrieben, auch wenn die Zahlen kleiner werden.
Die kommen sicher von Umfragen, man sollte nicht unbedingt zu ehrliche Antworten erwarten, ist heute manchmal schwierig seine Meinung zu sagen.
Auf dem dem Zweiten wo man besser sieht ;-), ist man ein Stück weiter.
Es sind ein paar Dinge unterschätzt worden die zur Wahl wohl wichtiger werden als gedacht.

Ich bin echt auf Sonntag gespannt wie die Zahlen diesmal wirklich sind, es ist alles irgendwie eigenartig.
Und nicht so richtig erklärbar.

Gruß

@joes

meinst du das ernst. die beiden staatsfunkbediensteten waren doch genauso als kampfdrohnen im letzten gefecht, wie ihre mitstreiterinnen. also absolut überfordert. ich hab nach ein paar minuten abgeschaltet, weil ja immer mindestens 2 gegeifert haben

Was bin ich froh wenn es vorbei ist

Mir geht das ganze Theater total auf die Nerven.

Geht wählen - das ist dolle wichtig.
Wieso?
Weil die GroKo Angst kriegt, dass sie noch ne 3. Partei ins Boot holen muss, um über die 50% zu kommen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Nicht-Wähler eher nicht zur GroKo tendieren.

Und dann noch die Show um Altmeier.
Besser gar nicht wählen als die AfD.

Natürlich war das berechnet.
Wenn die AfD 3. Kraft wird, dann kann man die GroKo, die immer mehr Menschen ein wenig Unbehagen verursacht, rechtfertigen mit: Koalition gegen Rechts.
Wieder einmal ist die AfD für die CDU sehr nützlich.

Und der grösste Witz ist: die AfD im Bundestag ist ebenfalls sehr nützlich.
Nehmen wir an die Opposition (Grüne und Linke) wollen einen Untersuchungsausschuss. Sobald die AfD diesen unterstützt, ist er vergiftet.

So wird die ganze Opposition gelähmt.

Und weil ich das so sehe, kann ich den "Endspurt" nicht ertragen. Es nervt.

Ich bin sicher, sogar die Posten sind schon aufgeteilt.

@ 21:43 von laurisch._karsten

"Oder nach einer sachlichen, fundierten und objektiven Berichterstattung über die Ziele, Vorhaben und Wahlprogramme der Parteien, so er sie denn bekommt, von den Medien."

Ja, stimmt. Die bekommt man ja immer erst am Samstagabend vor der Wahl.

*************************
Ernsthaft: Die Ziele, Vorhaben und Wahlprogramme der Parteien sind wohlfeil. Paier ist geduldig. Wer wissen will, wie eine Partei tickt, muss sie über die Jahre beobachten. Und das tut man am besten eben genau "über die Jahre".

Meine Wahlentscheidung steht seit rund 2 Jahren fest. Die Ereignisse der letzten zwei Jahre habe ich natürlich zur Kenntnis genommen und analysiert, aber da sie im großen und ganzen nicht viel anders waren als die der letzten 10 Jahre haben sie meine Position nicht geändert.

Glauben Sie, wer sich bisher nicht um Politik gekümmert hat fängt jetzt an, hunderte Artikel aus Dutzenden von Quellen zu lesen, um sich ein ausgewogenes Bild zu verschaffen?

Unentschlossen

Wer bis jetzt noch nicht weiß, warum er wen wählen soll, der weiß es auch am Sonntag nicht. Bis dahin ändert sich vermutlich nichts mehr. Abgesehen von irgendwelchen akuten Ereignissen sind alle Infos und Argumente bekannt.

@bitterepille

"Glauben Sie, wer sich bisher nicht um Politik gekümmert hat fängt jetzt an, hunderte Artikel aus Dutzenden von Quellen zu lesen, um sich ein ausgewogenes Bild zu verschaffen?"

.

Ist in meinen Augen ein guter Anfang und Ansatz. Allerdings sollte man dabei in meinen Augen auch bereit sein über das was die "Quellen", egal welcher Art und Weise, berichten, zu diskutieren und nicht als den Gral der Wahrheit anzusehen.

Suggestion von Spannung

Ein Drittel der Stimmberechtigten hat sich also noch nicht entschieden und so könnte man annehmen es könnte sich in den Prozentzahlen noch einiges bewegen. Ein Drittel der Simmberechtigten entspricht aber auch in etwa dem Anteil der Nichtwähler. Insofern sind keine Überraschungen zu erwarten. Die vier kleinen Parteien kommen jeweils auf ca 10% die SPD auf ca 20% und CDU/CSU auf ca40%.

@ 21:48 von tisiphone

"Und der grösste Witz ist: die AfD im Bundestag ist ebenfalls sehr nützlich.
Nehmen wir an die Opposition (Grüne und Linke) wollen einen Untersuchungsausschuss. Sobald die AfD diesen unterstützt, ist er vergiftet. "

Ich teile Ihre Befürchtungen, und freue mich jetzt schon auf die entsprechenden Vorstöße der üblichen Verdächtigen von Bild bis FAZ.

Andererseits.. bis auf den nationalistischen Teil ist die AfD eigentlich die FDP. Inhaltlich kann sie eigentlich nur bei Ausländerthemen gegen eine Groko oder Schwarzgelb agieren, und da kommt sie mit Linken und Grünen nicht zusammen.

Ooder...

Linksgrün: Warum sind dieses Jahr schon wieder 2000 Menschen im Mittelmeer ertrunken?

AfD: Genau!!! Das ist zu wenig, da geht mehr...

21:56, dr.bashir

>>Wer bis jetzt noch nicht weiß, warum er wen wählen soll, der weiß es auch am Sonntag nicht.<<

Deswegen rechne ich mit einer geringen Wahlbeteiligung.

Leider.

Koalitionsoptionen

Man denke sich den Fall, dass nach schwierigsten Koalitionsverhandlungen Einigungen mit der CDU/CSU unmöglich werden, finden sich SPD, LINKE, GRÜNE UND FDP zur Regierungsbildung zusammen, und CDU/CSU bilden eine große Opposition ... mit der AFD.
... nichts ist unmöglich, obwohl zur Zeit nicht vorstellbar.

@dr.bashir 21.56

volle Zustimmung, wer noch am letzten Tag vor der Wahl keine Entscheidung getroffen hat, sollte vielleicht einen Auszählreim anwenden oder, wie die Bayern sagen "es ausschnapseln";-)

@21:13 von Schulz-Effekt

>>
..., denn höchstwahrscheinlich wird die AfD drittstärkste Kraft und wäre bei einer großen Koalition Oppositionsführer, nur die SPD könnte das verhindern, wenn sie wie bereits gesagt verantwortungsvoll freiwillig in die Opposition ginge.
<<

Da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird um die Klausel erweitert dass das eine Partei sein darf die kein böses 'A' in ihrem Namen hat. Ähnlich wie Regel um den Alterspräsidenten im Bundestag die nach knapp 70 Jahren nochmal schnell geändert wurde.

@21:48 von tisiphone

"Ich bin sicher, sogar die Posten sind schon aufgeteilt."

Das glaube ich auch. Allerdings dürfte die Wahl dennoch ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte sein, da die CDU von Merkel in die "Mitte" gesteuert wurde, was den Anfang einer Einheitspartei (SPD/CDU/CSU) mit Alleinmachtsanspruch begründet und so den Grundstein für eine zunehmende Polarisierung und Radikalisierung in der deutschen Gesellschaft legen wird, da keine ausreichende politische Expression weiter Teile der Bevölkerung mehr möglich sein wird. Es braucht lediglich eine globale Finanzkrise, um ein parteipolitisch gelähmtes Deutschland ein Spät-DDR-artiges Protestchaos zu stürzen. Die Demokratie in Deutschland ist alternativlos erstickt.

@ 21:58 von laurisch._karsten

"Ist in meinen Augen ein guter Anfang und Ansatz. Allerdings sollte man dabei in meinen Augen auch bereit sein über das was die "Quellen", egal welcher Art und Weise, berichten, zu diskutieren und nicht als den Gral der Wahrheit anzusehen."

Richtig. Daher der Hinweis, viele Quellen zu nutzen. Die Medienlandschaft Deutschlands ist ja nicht etwa deshalb so brauchbar, weil die meisten Medien so unvoreingenommen und neutral berichten würden, sondern weil wir eine große Vielfalt haben, aus deren oft eingefärbten bis ab und an gar manipulativen Berichten man ein oft erstaunlich akkurates Bild zusammensetzen kann.

Dabei ist es dann auch egal, ob man für die wirtschaftsliberale Seite die FAZ oder die Welt ließt, solange man noch *irgendwas* erwachsenes zusätzlich zu Bild und Focus nutzt. Für Linke Positionen wird's schon schwieriger, wirtschaftspolitisch bleiben da fast nur noch die Berichte der Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik und die taz.
ARD und ZDF irgendwo dazwischen...

Ich habe schon sehr viele Wahlen mitgemacht

und am Ende hatten immer die Parteien mit den Programmen die die Mittelschicht für sich beanspruchten die Mehrheit bekommen.Nach
den schrecklichen Erfahrungen aus dem 3.Reich und dem erfolgreichen Demokratisierung Prozess in der Nachkriegs Zeit habe ich keine Angst das die Bürger unsers Landes noch einmal zulassen eine Partei zu wählen die nicht auf dem Boden unserer Verfassung steht.M.M.

21:58, laurisch._karsten

>>Ist in meinen Augen ein guter Anfang und Ansatz. Allerdings sollte man dabei in meinen Augen auch bereit sein über das was die "Quellen", egal welcher Art und Weise, berichten, zu diskutieren und nicht als den Gral der Wahrheit anzusehen.<<

Wer nach dem Gral der Wahrheit sucht, ist als mündiger Bürger eine Fehlbesetzung.

@ 22:21 von montideluxe

naja... wenn in der Opposition Linke, Grüne und AfD sitzen, müsste man gar nicht die Regeln ändern, wer Oppositionsführer wird, sondern einfach demokratisch abstimmen.

Bundestagswahl ...

Viele Entscheidungen - was machen wir am Wochen Ende - sind vom
Wetter abhängig. Unentschiedene
lassen sich deshalb vom Wetter
leiten . Warum sollte sich mancher
noch Unentschiedene nicht noch
von der politischen Wetterlage in den
verbleibenden Tagen beeinflussen
lassen.

Banken setzten auf CDU/FDP

Konzerne und Banken investierten primär in CDU/CSU und FDP

s. Süddt. Zeitung 29.Juni 2017 'Großspender füllen Wahlkampf-Kassen von Union und FDP' 

Nehmen wir an...

...die Opposition (Grüne und Linke) wollen einen Untersuchungsausschuss. Sobald die AfD diesen unterstützt, ist er vergiftet.

Hä? Ist das wieder dieses "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"- und "Demokraten sind nur wir"-Verhaltensmuster oder was wollen Sie mit diesen beiden Sätzen sagen?

Wenn die Grünen und Linken (als Teil der Opposition) auf einen Untersuchungsausschuss verzichten, nur weil die AfD ihn auch will, sind sie selber Schuld.

Erst lautet der Vorwurf, dass man nicht mit der AfD zusammenarbeiten könnte, weil sie so abartig anders ist, aber wenn man mal einen Konsens erzielen könnte, ist es auch nicht richtig, denn man will ja nichts mit der AfD gemeinsam haben.

Vielleicht sollten die etablierten Abgeordneten zukünftig alle Röcke tragen, denn die AfD-Politiker tragen Hosen. Bloß keine Gemeinsamkeiten.

Im übrigen wird es ohnehin keinen U-Ausschuss geben, weil nach der Wahl wieder Friede, Freude, Eierkuchen unter den Etablierten herrschen wird.

@montideluxe 22:21

Man braucht gar nichts großes zu machen. Die CDU/CSU macht ne Koalition mit FDP und Grüne und dann ist die SPD Oppositionsführer. Ich denke nicht, dass Angela Merkel die AfD als Oppositionsführerin will und daher wird die SPD wohl in der Opposition landen.

Am 22. September 2017 um 22:21 von montideluxe

Zitat:
" Da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird um die Klausel erweitert dass das eine Partei sein darf die kein böses 'A' in ihrem Namen hat. Ähnlich wie Regel um den Alterspräsidenten im Bundestag die nach knapp 70 Jahren nochmal schnell geändert wurde."

Ihnen ist aber schon klar das die Bürger zwar wenig Bildung haben, aber so was plumpes sicher erkennen werden.
Halte ich nicht für sehr Zielführend, obwohl ich das in Deutschland für möglich halte.

Die andere Änderung haben die Bürger auch erkannt, und dort ist das Problem.
Auch ein wenig ausgebildeter Mensch erkennt das er auf die Seite gestellt wird.

Ich denke es wird einiges übersehen, was völlig unterschätzt wird.

Gruß

re 21:56 von dr.bashir

>>Wer bis jetzt noch nicht weiß, warum er wen wählen soll, der weiß es auch am Sonntag nicht.<<

Täuschen Sie sich nicht, denn unsere Wählerschaft ist (leider) mehr und mehr kurzentschlossen. Das hat zwar auch Vorteile, da "Traditionswähler" geringer werden, aber der Nachteil ist, dass sich die Wähler heute kaum noch mit der Politik beschäftigen:
Vermeintlich einfache Lösungen finden großen Zuspruch, Populisten können mit Lügen Wähler einwickeln und komplexe Themen werden auf 0 oder 1 reduziert, ohne Kommata zu beachten. Unsere Wählerschaft versagt auf ganzer Linie, denn die meisten haben ein Smartphone, sind ständig im Internet - Sie sind aber anscheinend nicht in der Lage, Aussagen von Politikern mit ihren Taten und dem Abstimmungsergebnissen der dazugehörenden Fraktion abzugleichen.

Mit unserer Wählerschaft reicht leider wirklich das richtige Wahlplakat auf dem Weg zur Wahlurne. Würde man das tun, sähen Prognosen anders aus...

Sonntag wissen wirs

Ich vermute, die meisten "Unentschlossenen" scheuen sich, den Befragenden ihre Präferenz für eine Politik der sicheren Grenzen zu zeigen.

Warum sollten sie auch ...

Aber am Sonntag wissen wirs.

re montideluxe

"Da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird ..."

Die Geschäftsordnung des Bundestags kennt gar keinen "Oppositionsführer".

Mit pfeifen und mit brüllen...

...wird man die Zukunft Deutschlands mit Sicherheit nicht gestalten.

Hiermit kann man Demokratie nicht gestalten:

Anderen Parteien (oder besser: einer anderen Partei) die Straßenbeleuchtung abzustellen, deren Infostände zu verwüsten, flächendeckend Plakate zu zerstören, steuerfinanzierte Veranstaltungsräume mit teilweise absurdesten Begründungen zu verweigern, Parteimitglieder beruflich zu sanktionieren, Bürgerbüros zu zerstören - da sind ständige Geräuschkulissen noch die geringste Form der Störung.

Dass Frau Merkel, die mit Sicherheit davon weiß, sich medial wirksam auf einen Fall bezieht, bei dem vermeintliche oder tatsächliche AfD-Anhänger Trillerpfeifen in den Mund genommen haben, beweist für mich nur die Arroganz der Macht dieser Politiker und bestätigt mich in meiner Wahlabsicht.

Erschreckend auch die Rolle der Medien dabei: Ein einziger Bericht dazu auf der TS. "Immer häufiger" werde "auch die AfD" Ziel von Übergriffen - die Untertreibung des Jahrhunderts.

Bundestagswahl: Parteien im Endspurt ...

eine bittere Pille für Parteien und Wähler - die vielen "Unentschiedenen". Hätten die Wähler schlauerweise "Erhebungstäuschung" begangen und Entschiedenheit in der Meinungsbildung vorgetäuscht, könnten sich die Kandidaten endlich mal ausschlafen und der (nicht-)Wähler hätte seine Ruhe und könnte das Programm genießen.

re 22:26 von RGHD

>>Soweit Leute nicht wissen, was sie wählen sollen, sollten auch nicht wählen gehen. Das ist doch nur ehrlich und in gewisser Weise auch insoweit eine richtige Entscheidung.<<

Nicht zu wählen ist keine Option! Wer nicht weiß, was er wählen soll, muss sich eben ein wenig mit der Politik beschäftigen - Dies sehe ich als "Holschuld" eines jeden demokratischen Bürgers an!

Denn es gibt zwei Szenarien, die für die Ergebnisse von Nichtwählern zutreffen: Entweder, man stärkt durch Nichtwählen extreme Parteien, oder man stärkt dadurch die Volksparteien. Beide Auslegungen sind, je nach Betrachtungsweise, schlüssig und könnten so eintreffen. Man weiß durch Wahlanalysen, dass letztere Möglichkeit in der Vergangenheit durchaus so eingetroffen ist - Damals hielt sich der Stimmenanteil extremer Parteien aber auch noch in Grenzen, heute sind sie wieder sehr stark.

Links-liberal

Ein Kumpel von mir schwankt noch zwischen Linkspartei und FDP. Ich hab ihm gesagt, er soll in der Wahlkabine einfach die Münze werfen.

Inhalte zählen?

"Nehmen wir an die Opposition (Grüne und Linke) wollen einen Untersuchungsausschuss. Sobald die AfD diesen unterstützt, ist er vergiftet. "
Genau so wird es laufen und damit wird die Demokratie weiter beschädigt.
Erstens gibt man damit ca. 10% der Bevölkerung das Gefühl, ihre Meinung sei einem schlichtweg egal und deren Gegnern praktisch die Legitimation, diese ca. 10% auszugrenzen. Das wird zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft führen.
Zweitens wird durch dieses Verhalten auch immer deutlicher, dass das Politikergeschwafel von "Inhalten" keinen Pfifferling wert ist. Wenn eine Partei einem Antrag, dem sie inhaltlich zustimmt und mit dessen Inhalt sie eventuell sogar im Wahlkampf geworben hat, die Unterstützung verweigert, verrät sie sich selbst und vor allem ihre Wähler. Man sehe sich Christian Lindners Einlassungen zu einer Verfassungsklage gegen das NetzDG an. Er toleriert lieber ein seiner Meinung nach verfassungswidriges Gesetz, als eine Klage der AfD zu unterstützen.

re 22:55 von Magfrad

>>Die CDU/CSU macht ne Koalition mit FDP und Grüne und dann ist die SPD Oppositionsführer. Ich denke nicht, dass Angela Merkel die AfD als Oppositionsführerin will und daher wird die SPD wohl in der Opposition landen.<<

Koalitionsentscheidungen werden ganz sicher nicht unter dem Aspekt "Oppositionsführerschaft" getroffen, denn Frau Merkel ist es herzlich egal, wer als erstes auf ihre Rede im Bundestag antworten darf (was durch viele Berichte, Videos und Fotos erwiesen ist). Entweder sie entschwindet nach ihrer Rede, oder "daddelt" auf ihrem Handy herum, wenn die Opposition spricht.

Minderheit wird regieren

Das Konservative und Reiche regieren werden, kann ich nicht gutheißen, weil die mehrheitlichen Kräfte zu uneins sind.

Man muss kein Prophet sein...

und auch kein Wahlforscher, um zu prognostizieren, was als nächstes passieren wird:

Morgen oder übermorgen früh wird noch irgendeine Schmutzkampagne, irgendeine "unglaubliche Enthüllung" gegen die AfD aufgefahren.

Falls sich der Wähler hierdurch nicht für dumm verkaufen lässt und es nicht zu Unregelmäßigkeiten bei der Wahl kommt, wird die AfD mit 10%+x in den Bundestag einziehen.

Dann wird es ein großes, mediales Aufheulen geben, anschließend werden sich die Etablierten zu irgendeiner rechnerisch möglichen Koalition zusammenschließen, vermutlich GroKo oder Jamaika.

In den nachfolgenden Monaten wird jeder AfD-Abgeordnete von Geburt an medial durchleuchtet und in den schlechtestmöglichen Grimassen am Rednerpult abgelichtet, um ihre Deplaziertheit im Parlament zu "beweisen" und die Fraktion zu spalten.

Falls die AfD diesem Druck widersteht, wird ihre Gunst mit jedem bedeutungsschwangeren Ausgrenzungsversuch der Etablierten steigen.

Das Amt gibt es nicht

@ montideluxe:
... ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird um die Klausel erweitert dass ...

Es existiert kein Oppositionsführer als offizielles Amt mit Rechten und Pflichten. Es gibt im Grunde so viele Oppositionsführer, wie Oppositionsfraktionen. Denn eine kleinere Oppositionsfraktion muss sich nicht von einer größeren führen lassen. Wohin denn auch?

Wehleidig

"Immer häufiger" werde "auch die AfD" Ziel von Übergriffen - die Untertreibung des Jahrhunderts.

Eine Partei, die so austeilen kann, sollte nicht auf der anderen Seite so wehleidig und beleidigt reagieren.

Wahl

Wo werden die Wahlscheine eingeworfen ?
in eine Wahlurne. Was ist eine Urne ?
was kommt da rein ? genau so ist es.

@montideluxe

Da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird um die Klausel erweitert dass das eine Partei sein darf die kein böses 'A' in ihrem Namen hat. Ähnlich wie Regel um den Alterspräsidenten im Bundestag die nach knapp 70 Jahren nochmal schnell geändert wurde.

Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange: Ausschüsse, stell. Parlamentspräsidenten, Rundfunkräte, Zentralen für politische Bildung u.v.a.m., auf das man die "Lex AfD" ausweiten wird, wie die Musterdemokraten dieses Verhalten ja bereits unverhohlen bezeichnen.

Kritik von den Medien? Fehlanzeige, daher auch nicht im Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Die AfD sitzt ja schon länger in fast allen Landtagen. Googeln Sie mal, was es da in der Vergangenheit schon für Geschäftsordnungstricks und unfaire Absprachen gegeben hat. Da stehen jedem Demokraten die Haare zu Berge.

@montideluxe

Da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich bin zuversichtlich dass die etablierten Parteien in diesem Fall noch schnell die Regel nach der die stärkste Oppositionspartei 'Oppositionsführer' wird um die Klausel erweitert dass das eine Partei sein darf die kein böses 'A' in ihrem Namen hat. Ähnlich wie Regel um den Alterspräsidenten im Bundestag die nach knapp 70 Jahren nochmal schnell geändert wurde.

Ein beliebter Trick in der Vergangenheit war bspw., nach der Wahl per Geschäftsordnung die Mindestanzahl an Abgeordneten für eine Fraktion so hoch zu setzen, dass die jeweilige rechte Partei darunter fiel, um ihr die finanzielle Unterstützung und die Rechte, die eine Fraktion im Parlament genießt, zu entziehen. Mist, geht jetzt nicht mehr, wo die Grünen kleiner als die AfD werden...

@Hermjard 23:12

Ständige Geräuschkulissen sind eine Frechheit und im Übrigen verunstalten auch AfD Unterstützer Plakate von Gegnern. Sie tun so als würde die AfD nichts schlimmes tun. Ich werde Ihnen eines sagen. In diesem Wahlkampf war ich auf einer Kundgebung von Angela Merkel auf der AfD Anhänger gebrüllt haben und Trillerpfeifen benutzten. Auf meine Frage warum diese Leute die Kanzlerin nicht reden lassen wurde ich als Volksverrätter bezeichnet. Man spuckte mir mehrfach ins Gesicht und drohte mir mit der Faust. Sowas muss ich mir ganz sicher von Landsleuten bieten lassen, dies sind für mich nicht meine Landsleute! Mit denen will ich nicht in einem Land leben! Ich (FDP Sympathisant) hab auch mit Linken, Grünen, CDU oder SPD Anhänger unterhalten und auch mit MLPD unterstützern. Angespuckt, angepöbelt, bedrohnt und beleidigt wurde ich nur von AfD Unterstützern. Dies ist kein Zufall! Wer unterstützt, dass Anhänger einer Partei den politischen Gegner ins Gesicht spucken ist bemitleidenswert!

@ 22:34 schiebaer45

Heile Welten können sich die Menschen eventuell ja so in gewissen Grenzen und Zeiträumen basteln (zB für die Kinder). Aber zu meinen, dass sie selbstverständlich ist, das ist eine Illusion.

@Magfrad

Wer nicht wählt zeigt, dass ihn die Zukunft im Staat in dem er lebt nicht interessiert.

Hmm... der Staat besteht nach einer gängigen Definition aus Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt.

Das Staatsvolk wird, naja sagen wir, derzeit nach den Wünschen von Mutti ergänzt (nach Frau Merkel ist das deutsche Volk bekanntlich alle, die hier leben und nach Herrn Seehofer können wir faktisch auch niemanden mehr zurückschicken).

Das Staatsgebiet lässt sich nicht schützen, hat Mutti gesagt.

Und was die Staatsgewalt angeht, so beeilen sich die etablierten Politiker, diese so schnell wie möglich nach Brüssel abzugeben.

Welchen Staat meinen Sie also, für den sich der Bürger (sorry: derjenige, der schon länger hier ist) noch interessieren könnte?

Vorerst bleibt uns von unserem Staat vielleicht noch das Volksvermögen. Doch dank Euro, Niedrigzins, Target-2-Salden und macronschem EU-Budget vermutlich auch nicht mehr lange.

@ 23:11 von karwandler "Die

@ 23:11 von karwandler

"Die Geschäftsordnung des Bundestags kennt gar keinen "Oppositionsführer"."

.. und das Grundgesetz keinen Fraktionszwang, aber was will man machen

wählen gehen.

"Entweder, man stärkt durch Nichtwählen extreme Parteien, oder man stärkt dadurch die Volksparteien"

[23:19 von Gnom]

Kommt wohl drauf an, wen man sonst wählen würde. Wer morgen nicht wählt, dürfte mit 3x% cDU wählen, mit 2x% sPD, und mit knapp 10% AfD.

Also wenn das nicht Grund genug ist um wählen zu gehen weiß ich auch nicht.

Andererseits... wer "irgendwas mittiges" wählt, weil er sogenannte "extreme Parteien" ohne deren Ziele und Wahlprogramm zu kennen für schlimmschlimm hält, wählt dann womöglich 100% cDU, und das wäre ja letztendlich auch nicht besser.

Überhaupt ist diese Marketingmasche, mit der sich die zwei Parteien, die, die Agenda 2010 verbrochen hat, und die, die TTIP gegen den Willen einer großen Mehrheit der Bürger erzwingen, das Los der Leiharbeiter jedes Jahr noch etwas schlimmer macht, und ganz generell seit 30 Jahren nichts mehr zum Wohle der ärmeren 80% entschieden hat,
wie diese beiden Lobbyistendiener sich immer wieder als "Volksparteien" plazieren können.

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