Kommentare

Das ist so gewollt

und wenn die Anderen das jetzt auch so machen schläft die Route ein wie es beim Balkan auch war.
Neue haben sich doch schon wieder eingerichtet, die sind vielleicht leichter zu kontrollieren.

Den Schleppern muss endlich das Handwerk gelegt werden, die Italienische Hilfe für Libyen scheint jetzt langsam zu greifen.

Gruß

Australien macht es richtig

... das geht schon in die richtige Richtung ! Warum müssen sich in Europa alle NGO so aufspielen? Australien zeigt seit langem wie man die Grenzen wirksam schützt. Alles Flüchtlingsboote aus Indonesien werden abgetrieben und sollte es doch einmal ein Boot schaffen dann geht es auf eine Gefängnisinsel in Naru. Seitdem kommen keine Flüchtlinge mehr. Und warum geht das nicht in Europa? Ist die Menschenliebe in Australien schlechter als in Europa? Ich denke nein - es ist die gleiche Menschenliebe aber Australien schützt sich besser und ich hoffe Europa kann das auch! Liebe Ärzte ohne Grenzen - ihr macht einen tollen Job aber den solltet ihr vor Ort in Afrika machen, damit die Menschen nicht flüchten müssen. Euer Boot weicht lediglich den Grenzschutz in Europa auf!

Ich denke, dass nicht jeder private Kutter...

von sich aus irgendwelche "Rettungseinsätze" durch führen sollte.
Aus diesem Grunde denke ich sollte man das allen verbieten.
Tatsache ist doch, daß viele Flüchtlingsboote in der sicheren Erwartung, der Aufnahme in eines dieser Boote, die Flucht über das Meer antreten. Leider wurden diese auch innerhalb der 12 Meilen-Zone angelockt und aufgenommen.
Dass Italien diese Spiel solange mitspielt ist mir doch etwas Schleierhaft.

Na also.

Während die Berliner Machthaber immer noch darüber schwadronieren man müsse die Fluchtursachen bekämpfen ... und gleichzeitig nichts tun, haben die Italiener einfach mal gehandelt und mit den Libyern zusammen begonnen diese Route dicht zu machen.
.
Wo ein Anfang gemacht wird bewegt sich eben auch etwas.

Ich denke nicht das es

Aufgabe von Ärzten ist Flüchtlinge oder auch Wirtschaftsflüchtlinge von Afrika nach Europa zu bringen. Es ist falsch Menschen zu transportieren und den Staaten dann zu sagen, hier sind einige tausend Menschen einer anderen Kultur und Sprache und nun kümmert ihr euch mal.

Seenotretter wirken wie ein Magnet für Flüchtlinge

Ärzte ohne Grenzen warf den europäischen Staaten vor, gemeinsam mit libyschen Behörden Migranten davon abzuhalten, einen Weg in die Sicherheit zu finden.
---
Natürlich will man die Flucht und die Fluchtursachen bekämpfen. Das erreicht man nicht, indem man den Sog durch Rettungsmannschaften und Schleusertum aufrecht erhält.
Schon das Wissen um die netten Retter in wenigen Kilometern Entfernung mag wie ein Magnet wirken und eine gefährliche Seereise als Wagnis rechtfertigen.
Menschlich ist das nachvollziehbar.
Politisch kann das nicht das Interesse der EU sein. Wir sehen jetzt schon die gesellschaftlichen Probleme, die unlösbar vor uns liegen. Das soll potenziert werden?

In Australien hat man gesehen, dass da, wo Flüchtlinge nicht unterstützt werden, die Flüchtlingszahlen drastisch zurück gingen.
Wo es keine Chance mehr gibt, werden Versuche zurück gehen.

Seenotrettungen bleiben gesamtpolitisch problematisch. Die Flüchtlinge gehen das Risiko ein und bleiben verantwortlich für sich.

Ausserdem verstehe ich die Italiener nicht!!

Allen NGO´s würde ich die Anlandung von Flüchtlingen in Italien verbieten.
Die könnten die Flüchtlinge doch auch direkt in das jeweilige Heimatland der NGO´S bringen?
Und spätestens dann, würde sich das Thema schnell erledigen.

@wenigfahrer - 12. August um 19:21

zitat
"und wenn die Anderen das jetzt auch so machen schläft die Route ein wie es beim Balkan auch war."
-
Wieso sollte das der Fall sein? Den Schleppern ist es egal, ob die Flüchtlinge Festland erreichen. Wer glaubt die Schlepper seien daran interessiert, dass Flüchtlinge Festland erreichen und deshalb Rettungsorganisationen das begünstigen ist völlig naiv.
-
Ohne Rettung im Mittelmeer werden mehr Menschen sterben. Hauptsache man muss es nicht sehen und diese erreichen nicht unser Gebiet, weil man seinen Wohlstand deshalb verlieren könnte (dabei sind wir auf Zuzug angewiesen, aber man könnte ja was verlieren und beißt gerne gegen wen, wo sich nicht wehren kann. So etwas ist ein Beißreflex.).
-
So lange von uns die Lebensgrundlage in afrikanischen Ländern zerstört wird, so lang wird es Flüchtlinge geben. Die EU sollte ihre Fischfangflotten vor den afrikanischen Küsten abziehen und ihre subventionierten Agrarprodukte nicht dorthin exportieren. Das wäre Ursachenbekämpfung

NGOs sind Schleuser nicht Retter

Auf den meisten NGO Schiffen sitzen keine moralisch wertvollen, heroischen Menschenretter, sondern linksextreme No Boarders Aktivisten à la Kommando Norbert Blüm in Idomenie.
Ihnen geht es nicht um Rettung sondern um eigenmächtiger Durchsetzung ihrer linksradikalen Ideologie.

Teil des Schleppersystems

"Ärzte ohne Grenzen warf den europäischen Staaten vor, gemeinsam mit libyschen Behörden Migranten davon abzuhalten, einen Weg in die Sicherheit zu finden."

Die NGOs sind Teil des Schleppersystems und outen sich jetzt, dass es nicht nur ihr Ziel ist Schiffbrüchige zu retten, sondern Migranten von Afrika nach Europa zu transportieren. Das ist das Hauptziel der NGOs und wir sollten es auch deutlich als linksradikales Ziel der "One-World-Ideologie" bezeichnen.

Mittelmeerroute muss dicht gemacht werden

Die EU versagt beim beim Schutz der Außengrenzen vor hundertausendfacher illegaler Migration.

Es wäre ein leichtes die geretteten Migranten (weniger als 5% wirkliche Flüchtlinge darunter) nach Tunesien zu bringen und dort EU-finanzierte Lager zu errichten.

Australien geht genauso vor und hat die illegale Migration auf annähernd Null reduziert.

Aber leider ist diese hochwirksame Vorgehensweise von den EU-Politikern nicht gewollt.

die drohung ist bitter notwendig

die ngo`s sollten verpflichtet werden, für ihre klienten auch finanziel aufzukommen

@19:18 von RGHD

Sehr zutreffender Kommentar

Toll, dass Ärzte ohne Grenzen sich

So lange engagiert haben. Genau deswegen Spende ich monatlich.

Solange Frau Merkel weiter wie

gestern Einladungen oder wie man es auch nennen möchte ausspricht wird sich nichts ändern.
Das die Italiener jetzt die Reißleine gezogen haben und den NGOs über die Schulter sehen ist richtig. Auch haben jetzt einige NGOs mehr die italienischen Forderungen unterschrieben. In Italien sind auch bald Wahlen. Im Gegensatz zu uns kommt es aber in Italien zu offenen Protesten gegen die Schlepperei. Die Italiener haben den Kanal voll von einer untätigen sozialistischen Regierung die nur zusieht und haben sie zum Handeln gezwungen.
Ärzte ohne Grenzen sollte in Afrika seinen Aufgaben nachgehen und nicht noch das Schlepperunwesen fördern durch ihre Rettungsaktionen.

Es werden weniger schaffen?

"Wenn sich diese Ankündigungen bestätigen und die Anweisungen in die Tat umgesetzt werden, kann das aus unserer Sicht zwei gravierende Folgen haben - es wird mehr Tote im Mittelmeer geben und mehr Menschen, die in Libyen gefangen sind"
Gefangen ist in Libyen niemand, sie können sich frei bewegen.
Ist das etwa das Eingeständnis der NGO's das sie so viele wie möglich aus Libyen nach Europa holen wollten? Und jetzt ist die Wahrscheinlichkeit groß das die Menschen in den nächsten Hafen gebracht werden und das passt ihnen nicht? Sollte es nicht eigentlich grundsätzlich so sein?
Also auch wenn jetzt einige mich direkt in irgendeine Schublade stecken, so finde ich das gut und richtig. Erst wenn es auf diesem Wege keine Möglichkeit mehr gibt durch zu kommen, erst dann haben die Schlepper keine "Kunden" mehr. Und damit gibt es weniger Tote im Mittelmeer...
Gruß Navyboy

Und wieso werden die in

Und wieso werden die in Libyen gefangen gehalten, richtig weil sie illegal ins Land gekommen sind. Dadurch das Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet werden, kommen immer mehr nach Libyen . Im Schnitt halten die sich da 12 Monate auf. Und Libyen ist ein armes Land.

Und kein Flüchtling hat vor mit einem Schlauchboot und einem 5 PS Motor nach Italien zu kommen. Die wissen genau das sie nach 22 KM in internationalem Gewässer sind und dann "gerettet" werden

Und Libyen ist nicht Deutschland, wo Hunderttausende ohne jede Kontrolle einreisen durften

@lovechina

Sie behaupten nach Australien kämen keine Flüchtlinge mehr? Sie kommen sehr wohl, sie werden als Leichen an die Strände gespült. Soviel zum Thema Menschenliebe der australischen Regierung.

http://www.sueddeutsche.de/politik/soldaten-der-australischen-navy-allei...

die "Rettungen" waren von Anfang an absurd

tatsächlich haben sie den Anreiz zur Wirtschaftsmigration aus Afrika nur verstärkt und so für mehr Tote gesorgt. Natürlich finden sich immer ein paar Privatorganisationen als Heilsbringer in solch einer Situation. Das hätte die Politik von Anfang an unterbinden müssen.

Ich reg mich gerade auf

"Es wird Zeit, dass den Herrschaften endlich einmal Grenzen aufgezeigt werden."
Diese "Herrschaften" opfern Urlaub und Geld um in Krisengebieten zu helfen. Würden Sie nach Afrika fliegen und helfen statt sich im Urlaub auszuruhen? Ich nicht, ganz abgesehen davon, dass ich nicht qualifiziert bin.

Australien macht es richtig? "Es ist die gleiche Menschenliebe ..." Das ist so ziemlich der größte Unfug, den ich je gelesen habe. Wo ist denn da die Liebe, wenn die Boote abgetrieben oder die Menschen auf eine Gefängnisinsel gebracht werden?

Wir Industrienationen sind mit schuld daran, dass die Menschen aus ihren Herkunftsländern flüchten. Hilfe vor Ort schafft unsere Politik nicht. Deshalb auf z.B. Ärzte ohne Grenzen zu schimpfen, empfinde ich einfach nur als dumm. Informieren Sie sich doch einmal, warum die Menschen flüchten, warum es Krieg und Hunger gibt. Und wieviel wir daran verdienen.

@Oberkobold

""Den Schleppern ist es egal, ob die Flüchtlinge Festland erreichen. Wer glaubt die Schlepper seien daran interessiert, dass Flüchtlinge Festland erreichen und deshalb Rettungsorganisationen das begünstigen ist völlig naiv.""

Die Schlepper sind sogar sehr daran interessiert das möglichst viele das andere Ufer erreichen. Denn wenn keiner das Ziel erreicht, dann kommt ja keiner mehr und zahlt sein letztes Geld um gefahren werden. Und ganz besonders sind die Schlepper daran interessiert das gleich hinter der Seegrenze ein Schiff wartet um die "Ladung" zu "Retten". Das bedeutet kurze Wege, spart Zeit und bringt mehr mehr Geld. Wie in jeder anderen Logistik Branche auch.

NGO ´s

Kein Mensch verläßt seine Heimat einfach so . Und auch nicht der Einsatz verschiedener Hilfsorganisationen kann eine Flucht aufhalten.
Die Menschen wollen einfach nur Frieden . Und sie leben in Zuständen, die wir nicht haben möchten. Ich finde es völlig legitim, wenn diese Menschen versuchen ein Leben zu leben, wie wir es als selbstverständlich erachten und ihnen aber nicht zugestehen. Wir nutzen diese Menschen mit unserem Konsum aus und wenn sie sich etwas bei uns von dem großen Kuchen abschneiden wollen, sollen sie zurück geschickt werden oder auch einfach ertrinken.
Wer denkt sich das aus und findet es auch noch rechtens ?

Da muß das eigene Ego schon ganz schön groß sein.
Ich kann nur jedem empfehlen , selbst auf einer Mission der NGO´s mitzureisen und genau diesen Menschen ins Auge zu sehen.

Problematische Spendengelder

Es ist aus meiner Sicht problematisch, wenn Spender aus Deutschland Rettungsaktionen finanzieren, deren negative Auswirkungen vor allem andere Länder, in diesem Fall Italien, treffen. Richtiger wäre es, die geretteten Menschen dann wirklich nach Hamburg, Bremen oder Emden zu bringen, wenn es vor allem die deutsche Zivilgesellschaft ist, die helfen möchte. So weit ich das zu den bisherigen Nachrichten recherchieren konnte, waren es vor allem die von Deutschland aus finanzierten NGOs, die sich geweigert haben, den Verhaltenscodex der italienischen Regierung zu unterschreiben, während NGOs aus anderen Ländern mehr Verständnis für die italienische Seite aufgebracht haben. Das war natürlich nur eine grobe Recherche mit Hilfe von Wikipedia, aber von der Tendenz scheint mir das so zu sein.

Jugend Rettet und Juventa

wie ist eigentlich da der Stand?

Rettungseinsätze

Weniger Rettungseinsätze,weniger Fachkräfte.Wer erarbeitet dann unsere Rente?

re freedom of speech

"Es wäre ein leichtes die geretteten Migranten (weniger als 5% wirkliche Flüchtlinge darunter) nach Tunesien zu bringen und dort EU-finanzierte Lager zu errichten."

Woher wissen Sie denn, dass Tunesien solche Lager haben will?

Sie gehen wohl grundsätzlich davon aus, die würden schon spuren, wenn die EU mit Zuckerbrot und Peitsche daherkommt.

Grazie, Italia

ein Anfang ist gemacht, um die unverantwortliche Menschenschleuserei einzudämmen. Es musste natürlich erst das Wasser bis zur Unterlippe stehen, bis Italien seinen Rest an Selbstbehauptungswillen entdeckt hat. Und plötzlich können NGO'S doch Gesprächsangebote suchen und zumindest Mindestregeln akzeptieren. Ob allerdings bei "Ärzten ohne Grenzen" wirklich noch Ärzte dabei sind, da hab ich gewisse Zweifel. Die meisten sind Apparatschiks, Ärzte hätten in Krankenhäusern in Afrika und im Nahen Osten wichtigere und dringendere Aufgaben.

Tatsächlich...

...verteidigt Libyen hier (unterstützt von der italienischen Marine) nicht seine 12-Seemeilen-Hoheitsgewässer-Grenze, sondern droht, jedes NGO-Schiff (oder solche, die für eines gehalten werden) innerhalb der libyschen "Search and Rescue Zone" anzugreifen, ohne dabei festgelegt zu haben, wo diese Zone verläuft. Diese Zone kann 20, 50 oder 100 Seemeilen betragen -keiner weiß es, nur, dass ab sofort Schiffe, die sich in dieser Zone aufhalten, ohne Vorwarnung beschossen werden.

Damit läuft quasi jedes Schiff, das weder Handels- noch Marineschiff ist, und sich in der westlichen Mittelmeerregion befindet, Gefahr, versenkt zu werden.

Interessant wäre doch mal eine seevölkerrechtliche Beurteilung dazu...

Ich bin schockiert

Ich hatte gedacht, daß "Ärzte ohne Grenzen" den kranken Menschen in der Dritten Welt helfen ohne Politik zu machen.
Wenn ich jetzt (viel zu spät) erfahre, daß sich auch diese "Hilfsorganistion" politisch engagiert und mit Schleppern zusammen arbeitet um illegal Menschen nach Europa zu schmuggeln, dann fällt mir die Kinnlade herunter.
Was ist das für eine Schweinerei!
Damit werde ich ab sofort keinen Euro mehr für "Ärzte ohne Grenzen" spenden.
Nein, so nicht!

21:16 von Crik

Tatsächlich...

...verteidigt Libyen hier (unterstützt von der italienischen Marine) nicht seine 12-Seemeilen-Hoheitsgewässer-Grenze, sondern droht, jedes NGO-Schiff (oder solche, die für eines gehalten werden) innerhalb der libyschen "Search and Rescue Zone" anzugreifen, ohne dabei festgelegt zu haben, wo diese Zone verläuft. Diese Zone kann 20, 50 oder 100 Seemeilen betragen -keiner weiß es, nur, dass ab sofort Schiffe, die sich in dieser Zone aufhalten, ohne Vorwarnung beschossen werden.

Damit läuft quasi jedes Schiff, das weder Handels- noch Marineschiff ist, und sich in der westlichen Mittelmeerregion befindet, Gefahr, versenkt zu werden.

Interessant wäre doch mal eine seevölkerrechtliche Beurteilung dazu...
////
*
*
Wenn Sie über MARINETRAFFIC die Schiffsbewegungen regulärer Handelsschiffe und Fischerboote betrachten, dann teilen diese offensichtlich Ihre Befürchtungen der Verwechslung nicht.

@lovechina

Ich denke nein - es ist die gleiche Menschenliebe aber Australien schützt sich besser

Echte Menschenliebe gilt allen Menschen, nicht nur dem eigenen Volk. Und zur Australischen "Menschenliebe" hat neothechosenone ja schon etwas geschrieben.

Liebe Ärzte ohne Grenzen - ihr macht einen tollen Job aber den solltet ihr vor Ort in Afrika machen, damit die Menschen nicht flüchten müssen.

Damit die Menschen nicht flüchten müssen braucht es mehr als Ärzte ohne Grenzen oder andere Hilfsorganisationen. Es braucht vor allem eine gerechte und solidarische Weltwirtschaft, in der wir auch bereit sind, auf Privilegien zu verzichten. Es braucht weniger Rüstungsexporte, denn die Bürgerkriege dieser Welt werden auch mit deutschen Waffen geführt. Es braucht klimaschutz, denn sonst werden bald Kriege um sauberes Trinkwasser geführt.

21:06 von Geerthe

"Ich kann nur jedem empfehlen , selbst auf einer Mission der NGO´s mitzureisen und genau diesen Menschen ins Auge zu sehen."

Warum? Zuhause vor dem Rechner mit Internet-Flatrate, sicher, trocken, warm und satt lässt sich doch viel besser beurteilen, ob und wann jemand Not leidet und das Recht zu flüchten hat. Zudem ist es einfacher, Menschen in den Tod zu schicken, wenn man nicht involviert ist.

@20:07 von Dr. Who

"Toll, dass Ärzte ohne Grenzen sich

So lange engagiert haben. Genau deswegen Spende ich monatlich."

Genau deswegen Spende ich für "Defend Europe".

@Oberkobold

Niemand hat vor die Flüchtlinge ertrinken zu lassen. Im UN Seerecht gibt es auch keine Flüchtlinge. Libyen will die in Seenot geratenen retten und zurück an die libysche Küste bringen. Nicht mehr und nicht weniger. Anstatt der NGO übernimmt das jetzt Libyen. Ich finde wir Deutschen/Europäer sollten den Libyern nicht vorschreiben wie sie auf ihrem Terrotorium vorgehen sollen.

Vor ca. 3 Wochen haben 2 Kampfjets der Liftwaffe ein Passagierflugzeug, beim Überflug über Stuttgart, zur Landung gezwungen. Das Funkgerät war ausgefallen. Da schreibt uns Libyen auch nicht vor wie wir zu handeln haben.

@neothechosenone

Jeder weiß aber worauf er sich einlässt! Das ist in Europa aber nicht so. Ich bin sehr froh, dass hier im Forum 90% auch so denken! Es hilft (leider) nur Abschreckung! Frau Bundeskanzlerin hält sich ja zum Europäischen Grenzschutz immer bedeckt....wer will das NGO weiter Flüchtlingshelfer sind darf gern CDU und Grün wählen!

@Crik

Tatsächlich verteidigt Libyen hier nicht seine 12-Seemeilen-Hoheitsgewässer-Grenze, sondern droht, jedes NGO-Schiff innerhalb der libyschen "Search and Rescue Zone" anzugreifen. Diese Zone kann 20, 50 oder 100 Seemeilen betragen -keiner weiß es

Wäre ein Angriff auf ein fremdes Schiff außerhalb der Hoheitsgewässer nicht ein kriegerischer Akt, auf den das betroffene Land (unter dessen Flagge das angegriffene Schiff fährt) militärisch reagieren dürfte?

> Die Menschen wollen einfach nur Frieden

> Die Menschen wollen einfach nur Frieden.

Aha, deshalb kampieren sie wohl auch in Calais (um nach UK zu kommen) oder reisen von Griechenland/Italien/Österreich nach Deutschland oder sogar weiter nach Schweden. In einigen Ländern ist der "einfach nur Frieden" wohl besser als in anderen.

@Puqio

Wenn ich jetzt (viel zu spät) erfahre, daß sich auch diese "Hilfsorganistion" politisch engagiert und mit Schleppern zusammen arbeitet um illegal Menschen nach Europa zu schmuggeln, [...]

Um Menschen in Not unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung zu helfen ...

Ich glaube, ich werde dieses Jahr mal wieder für Ärzte ohne Grenzen spenden!

um 21:14 von trapschuetze

"" Weniger Rettungseinsätze,weniger Fachkräfte.Wer erarbeitet dann unsere Rente?""
#
Sind Sie sich sicher das es alles Fachkräfte sind? Die Fachkräfte von dehnen sie ausgehen kommen ganz legal nach Deutschland und werden sogar von deutschen Firmen angeworben.In unserem Unternehmen war das bisher immer der Fall.Die zahlen auch in die Rentenkasse ein.

@21:18 von Puqio

Ärzte ohne Grenzen engagiert sich nicht politisch und arbeitet auch nicht mit Schleppern zusammen. Einfach öfter mal Medien außerhalb ihrer Filterblase konsumieren und sich ggf. bei den entsprechenden Organisationen direkt informieren.

By the way: Ärzte ohne Grenzen arbeitet nicht nur auf dem Mittelmeer, sondern auch in Libyen vor Ort... Siehe z.B. hier: http://www.msf.org/en/article/libya-providing-healthcare-detained-refuge...

@Crik @Puqio

@ Crik - sehr zynisch, sehr wahr. Danke.

@Puqio - dass Ärzte ohne Grenzen in Afrika hilft, ist ein politisches Engagement. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Organisation keine Menschen illegal einschleppt. Solche und andere Kommentare erwarte ich von Lesern der Zeitung mit den großen Buchstaben, aber nicht hier. Inzwischen bin ich mir über letzteres nicht mehr so sicher.

Ich bin traurig und wütend.

Traurig, weil weiter Menschen sterben werden.
Wütend, weil wir zugelassen haben, dass sich Politiker, Medien und viele von uns an der Willkommenskultur berauscht haben.

Ungarn 2015 war kein humanitärer Imperativ. Es war die Folge von Politikversagen. Und spätestens als auch Deutschland die Gelder für die Welthungerhilfe massiv gekürzt hat, hätten wir, aber vor allem die Medien aktiv werden müssen.

Aber stattdessen wurden Gesetze außer Kraft gesetzt. Unsere Kanzlerin ua Politiker wurden gerade von Medien euphorisch gefeiert. Jeder der warnte wurde diskreditiert.

Die Gutmenschen wurden immer leiser, erst in Idomeni, dann beim Türkei-Pakt und jetzt sind sie scheinbar verstummt.

Jetzt haben wir nicht nur ein Flüchtlingsproblem, sondern auch ein gesellschaftliches Problem in Europa.

Flüchtlingswellen werden also offenbar auch "angesogen"

Ich gebe Ihnen völlig recht. Man kann feststellen, dass Flüchtlingswellen auch "angesogen" werden - durch unbedachte Äußerungen deutscher Politiker etwa (Frau Merkel hat diese unglückliche Willkommens-Rhetorik gerade wieder am 11. August wiederholt, trotz der unguten Erfahrungen von 2015), sowie durch "Rettungsschiffe", die niemand gerufen hat. Wäre es nicht wichtiger, in den Staaten des afrikanischen Binnenlandes die wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern, um den Menschen dort, in ihren Heimatländern, mehr Chancen zu geben?

@lovechina

Jeder weiß aber worauf er sich einlässt! Ich bin sehr froh, dass hier im Forum 90% auch so denken!

Und trotzdem machen sie sich auf den Weg. Das zeigt doch, wie groß die Not ist, wenn sie ganz bewusst ihr Leben riskieren. In dem Zusammenhang das Wort "Abschreckung" in den Mund zu nehmen, ist menschenverachtend. Und wenn hier 90% so denken, sorry, aber dann muss ich sagen, dass hier 90% eine menschenverachtende Einstellung haben.

Am 12. August 2017 um 19:51 von Oberkobold

Nun ich denke Sie irren, Punkt 1 ist die Migranten haben alle Smartis und Neuigkeiten machen schnell die Runde.
Und werden den Schleppern kein Geld mehr zahlen wenn Sie wissen das es aussichtslos ist, sondern erst mal was anderes suchen.
Punkt 2 wäre das ich keinen Wohlstand verlieren kann, und auch keinen Arbeitsplatz mehr brauche.
Müsste mich also mit niemand um etwas streiten, und mit etwas unter der Durchschnittsrente ist es mit dem Wohlstand wohl eher nicht so toll, also keinen Grund für irgend einen Beißreflex.

Die Migranten spielen also keine größere Rolle für mein Leben, aber es kann nicht sein das private bestimmen wo Menschen hinkommen und Sie dadurch ermutigen diesen gefährlichen Weg zu gehen.

Der Beiß-Reflex kommt eher aus den Worten Wohlstand verlieren, und das habe ich nicht geschrieben.

Gruß

Spenden - für was und für wen?

Spenden Sie auch für den Lebensunterhalt der vielen von den NROen (Nichtregierungsorganisationen) "angesogenen" und angezogenen Flüchtlingen, die in Europa herumsitzen und keine Arbeit haben? Da würde Ihr Geldbeutel schnell zu klein werden ...

@ Crik

Wo steht denn im Artikel das die libyschen Schiffe Retter ausserhalb der 12 Meilenzone. mit Hilfe der italienischen Marine ohne Vorwarnung beschiessen wolen

Zitat "Die Organisation bezog sich auf Berichte, denen zufolge libysche Behörden eine eigene Such- und Rettungszone (SAR-Zone) einrichten wollen, die für NGOs Zugang in die internationalen Gewässer beschränken würde." Ende.

Die libysche Küstenwache hat die NGO darauf hingewiesen das sie ggf. Schiffe die vorsätzlich und ohne Erlaubnis in die 12 Meilen Zone, also libysches Staatsgebiet, eindringen, ohne Vorwarnung zu beschiessen. Nicht ausserhalb. Das ist rechtlich ein ganz großer Unterschied.

Die meisten Kommentare machen mir Angst, ...

...weil ich damit erahne wie das Abendland zu Grunde geht. Auch wir beginnen uns abzuschotten & zu isolieren... Das ist der Anfang, wie es weiter geht, kann man in den USA beobachten. Dort reicht man unter Trums Führung (das soetwas möglich wird hätte ich nie gedacht) das Staffelholz schon weiter an China (und Russland?). Wer wird die Rolle Europas in den letzten Jahrhunderten übernehmen? - Ein neues osmanisches Reich? - Unser Kampf um Humanismus, Demokratie & Freiheit wird abgelöst von unserer Angst zu kurz zu kommen, von Dekadenz & nur noch eingebildeter Bedeutung für den Rest der Welt. - Mich macht das traurig.

Hilfe?

Hier werden von den Befürwortern der NGO-Tätigkeit immer wieder drei Punkte ins Feld geführt, die ich von diesen mal gerne näher erläutert hätte.
1. Warum sollen denn Europas Staaten an den Verhältnissen in Afrika schuld sein?
2. Warum sollte Afrika geholfen sein, wenn Europa junge, gesunde afrikanische Flüchtlinge aufnimmt?
3. Wie viele Afrikaner, Syrer, Iraker etc. soll Europa aufnehmen? 1 Million pro Jahr? 10 Millionen? 100 Millionen?

In Lybien gefangen

Die Äußerungen von Ärzte ohne Grenzen sind geradezu naiv.
Folgerichtig müsste Europa also größte Teile der Afrikanischen und Arabischen Bevölkerung aufnehmen und "in Sicherheit" bringen?
Uneigennutz würde hierbei zum eigenen Nachteil oder gar Verderben pervetieren.
Auch der Mensch ist letztlich ein Lebewesen, das - bei aller Nachsicht und Mildtätigkeit - zuerst die eigene Unversehrtheit und den eigenen Wohlstand zu bewahren hat.
Dies gilt in besonderem Maße für die EU und deren Staaten.

@21:27 von BotschafterSarek

Als Nicht-Jurist und Nicht-Spezialist für Seerecht kann ich dazu nichts sicheres sagen -allerdings ist es mMn zumindest problematisch, wenn ein Land plötzlich eine größere, unbegrenzte "SAR-Zone" beansprucht und innerhalb dieser, aber außerhalb seiner Hoheitsgewässer mit dem Aufbringen und dem Be- und Abschuss von SAR-Schiffen unter fremder Flagge droht, zumal, wenn diese unbewaffnet sind und somit keine Gefahr für sie selbst darstellen.

Deshalb hätte ich ja gerne mal einen Fachmann dazu gehört...^^

Imperialismustheorie

Ich glaube, im Gegensatz zu Ihnen, nicht mehr an die Imperialismustheorien. Die Imperialismustheorien besagen im Kern, dass es arme Länder gibt, weil die reichen Industrieländer sie ausbeuten. Im Wesentlichen dadurch, dass die Industrieländer billig Rohstoffe aus den armen Ländern kaufen und Entwicklung dort verhindern. Sieht man sich aber die tatsächliche erfolgreiche Entwicklung der letzten 60 Jahre in den sog. Tigerstaaten an (Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur, Chile), dann stellt man fest, dass dort Industrieproduktionen aufgebaut und Gewicht auf die Ausbildung der Menschen gelegt wurde - ein Weg, der im Prinzip allen Ländern offensteht. Der Wandel, auch der Mentalitätswandel, muss in den armen Ländern selbst erfolgen. Ich glaube inzwischen, dass ein gut Teil der Imperialismustheorien, die in den Industrieländern kursieren, einem psychologischen Masochismus geschuldet sind, aber die objektiven Verhältnisse in den armen Ländern nur stückweise, teilweise gar nicht erklären können.

@Findus

Spenden Sie auch für den Lebensunterhalt der vielen von den NROen (Nichtregierungsorganisationen) "angesogenen" und angezogenen Flüchtlingen, die in Europa herumsitzen und keine Arbeit haben?

Ja - bzw. für die Einrichtungen, die sich um diese Menschen kümmern.

Da würde Ihr Geldbeutel schnell zu klein werden ...

Wenn ich allein für alle aufkommen sollte, ja. Aber Deutschland ist ein reiches Land, wenn JEDER Bereit ist, einen solidarischen Beitrag zu leisten, dann schaffen wir das.

Am 12. August 2017 um 19:51 von Oberkobold

Das ist ja prima. Da haben wir ja die Schuldigen für die afrikanische Misere, für die Korruption, die Kriege in Afrika: Es sind die EU und vor allem die Deutschen und deren Fischfangflotten vor Afrikas Küsten

Souveräne Länder schützen

Souveräne Länder schützen ihre Grenzen und ihre Politiker arbeiten " zum Wohle ihres Volkes " und nicht der ganzen Welt.

@leineblick

Unser Kampf um Humanismus, Demokratie & Freiheit wird abgelöst von unserer Angst zu kurz zu kommen, von Dekadenz & nur noch eingebildeter Bedeutung für den Rest der Welt. - Mich macht das traurig.

Diese Aussage ist so wahr, dass ich sie im Rahmen des Zitierens gerne noch einmal wiederhole - um ihr dann uneingeschränkt zuzustimmen. Wie weit sind wir gesunken?

"Gefangen ist in Libyen niemand, sie können sich frei bewegen."

Sehr geehrte(r?) Navyboy,
bitte lesen Sie den Bericht der UNHCR von Anfang Juli:

http://www.tagesschau.de/ausland/unhcr-libyen-101~_origin-015b2edd-75fc-...

So geht es denen, die es bis Libyen geschafft haben. Und die haben nicht aus Spaß die Gefahren und Strapazen der Wüstendurchquerung auf sich genommen, sondern wegen unmöglicher Lebensverhältnisse in ihren Heimatländern, verursacht durch G20-Länder wie unseres, die den Kolonialismus mit subtileren Mitteln (Freihandelsabkommen mit afrikanischen Staaten) geschickt fortsetzen. Viele Grüße, Zoon Politikon

@ Crik

Niemand will Menschen in den Tod schicken.

Die libysche und italienische Marine wollen Schiffsbrüchige retten und dann an das libysche Festland bringen . So sieht es das UN Seerecht vor. Schiffsbrüchige, Flüchtlinge gibt es im UN Seerecht nicht, können und dürfen sich nicht das Ziel aussuchen zu dem sie gebracht werden.

@Werner40

Souveräne Länder schützen ihre Grenzen und ihre Politiker arbeiten " zum Wohle ihres Volkes " und nicht der ganzen Welt.

Klar, wenn jeder an sich denkt, ist ja auch an alle gedacht. Das was Sie beschreiben, ist Trumps "America first" - Ellenbogengesellschaft und das Recht des Stärkeren, als hätte es die letzten paar Tausend Jahre Menschheitsevolution nicht gegeben ...

Wer würde nicht auch fliehen, um leben zu können?

Für mich ist es sehr Traurig festzustellen, dass Hilfsorganisationen wirklich notwendig sind.
Die Vorstellung daran zufällig in unmenschlicher Armut und Willkür aufzuwachsen ist unerträglich.

Das Schiff der Hilfsorganisation sollte von der europäischen Marine begleitet werden, um die Hilfe-leistenden und Hilfsbedürftige zu schützen.

@21:46 von conversator educatus

Sehr guter Kommentar

Ärzte ohne Grenzen

... ist nach meiner Information eine internationale Nichtregierungsorganisation, die ein Projekt startet, wenn gewisse Kriterien gegeben sind (Sterblichkeitsrate, Erkrankungsrate, Infektionszahlen, Kinder- und Müttersterblichkeit, Naturkatastrophe, usw) Also hat es sicher schon ziemlich viele Tote gebraucht, bis sie sich auf den Weg machten um Leben zu retten (egal von woher, wohin unterwegs, welches Geschlecht oder Religion)
- es geht um das Leben.
Peinlich, peinlich, dass so eine große und weltweit anerkannte Organisation in Europa tätig werden muss - und sich dann auch noch dafür rechtfertigen...

In der Straßenbahn

saß ein junger Mann mit MHG. Seine Arme waren voller Narben. Ich dachte an Körperkunst wie branding und fragte nach. Er erzählte mir, dass er mit 15 alleine aus Syrien geflohen sei, aber der Krieg wäre immer noch hier, in seinem Kopf. Und wenn der Krieg käme, müsse er schneiden. Er sah aus wie 27 und war erst 17. Er sagte, kein Kind könne in seinem Land ohne Angst aufwachsen.

Eine Freundin hat eine kleine Wohnung an eine syrische Familie mit zwei kleinen Kindern vermietet. An verschiedenen Dingen bemerkte sie, wie traumatisiert die Kleinen sind. Später hat sie u.a. erfahren, dass es noch ein großes Geschwisterkind gegeben hatte. Es wurde direkt vor der Haustür durch eine Bombe zerfetzt.

Vor all denen, die hier gegen Flüchtlinge sind, möchte ich wissen, ob sie möchten, dass ihre Kinder so aufwachsen. So oder mit ewigem Hunger und Terror. Wer das mit "nein" beantwortet, sollte seine Kommentare überdenken.

@ 21:55 von dwolf

"Das ist ja prima. Da haben wir ja die Schuldigen für die afrikanische Misere, für die Korruption, die Kriege in Afrika: Es sind die EU und vor allem die Deutschen und deren Fischfangflotten vor Afrikas Küsten"

Nein, es ist die Überbevölkerung in Afrika. Und die hat nichts mit "weißer Ausbeutung" zu tun.

@BotschafterSarek

Sie schreiben: "Wenn ich allein für alle aufkommen sollte, ja. Aber Deutschland ist ein reiches Land, wenn JEDER Bereit ist, einen solidarischen Beitrag zu leisten, dann schaffen wir das."

Deutschland hat nochmal genau wieviele Milliarden Euro Schulden? Deutschland kann weshalb nochmal genau seine Brücken, Schulen etc. nicht sanieren? Deutsche Staatsbürger haben im Vergleich zu den Bürgern anderer europäischer Staaten nochmal welchen Bruchteil an Privatvermögen?

zustimmung! @ werner40

danke für ihren beitrag zu diesem thema!

Danke!

Sie bringen es auf den Punkt. Und wie wäre es, wenn alle diese 90%, die behaupten, das Boot Europa sei voll, einmal konsequent wären und die zigtausend Leichen, die wir schon im Mittelmeer haben, mit Schippe und Spitzhacke selber begraben. Dann würde vielleicht der eine oder andere noch mal neu über die Fluchtmotive nachdenken. Aber wie "nett", dass das Mittelmeer die meisten davon unseren Blicken entzieht...

@21:43 von leineblick

"Die meisten Kommentare machen mir Angst, ...

...weil ich damit erahne wie das Abendland zu Grunde geht. Auch wir beginnen uns abzuschotten & zu isolieren... "

Nein, genau anders herum. Der Untergang des Abendlandes sind die offenen Grenzen verbunden mit dem Lockruf des Wohlfahrtsstaats.

@BotschafterSarek

Wo kann ich in dem Artikel der Tagesschau nachlesen das millitärische Angriffe "auf ein fremdes Schiff außerhalb der Hoheitsgewässer" geplant sind?

Da steht etwas von Einschränkungen, aber nicht von millitärischen Angriffen. Sie glauben doch nicht im ernst das die italienische und libysche Marine Zb. deutsche Schiffe in internationalen Gewässern millitärisch angreifen.

Trifft der Staat noch Entscheidungen?

Es kann nicht in der freien Entscheidung von Ehrenamtlichen liegen, ob Gesetze gelten sollen und ob es Grenzen gibt

@21:43 von leineblick

Was hat die Sicherung unserer Grenzen gegen illegale Migration mit Abschottung zu tun? Und wozu bringen Sie Trump ins Spiel. Das hat nichts mit der illegalen Schleusung unter Mithilfe der NGOs zu tun.

re 21:54 von Findus

Ich glaube, im Gegensatz zu Ihnen, nicht mehr an die Imperialismustheorien. Die Imperialismustheorien besagen im Kern, dass es arme Länder gibt, weil die reichen Industrieländer sie ausbeuten. Im Wesentlichen dadurch, dass die Industrieländer billig Rohstoffe aus den armen Ländern kaufen und Entwicklung dort verhindern.

Und was genau glauben Sie daran nicht? Chile gehört im Übrigen nicht zu den "Tiger- Staaten".
Die Imperialismusprinzipien bestehen nach wie vor fort, früher in Form von Kolonialismus, heute mit Globalisierung und Freihandel! Gegen Freihandel generell ist ja gar nichts zu sagen, aber lesen Sie sich z.B. mal ->EPA durch - In Verbindung mit Exportüberschüssen wird natürlich auch Arbeitslosigkeit exportiert und generell forciert der Freihandel die Monopolbildung und daher werden natürlich im sekundären und tertiären Wiirtschaftssektor weniger Arbeitnehmer gebraucht.

Wer von Euch

die dieses Vorgehen verurteilen ist bereit magere 5 % seines monatlichen Einkommens oder seines Vermögens zu geben an Länder die nix haben außer Armut. Wer von Euch kauft ausschließlich Produkte aus Europa und nicht doch lieber ein Produkt welches für die Armut in diesen Ländern meist Fluchtursache ist ? Wer von Euch ? Es ja so leicht dagegen zu sein .

Mittelmeerroute

Wir können den Italienern nur gratulieren, dass durch deren Vereinbarungen mit Lybien dieser Flüchtlingsstrom gestoppt werden kann. Traurig ist, dass Italien seit 2014 alleine handeln muss und keine Unterstützung durch die EU erhält. Umso besser, dass jetzt endlich die sogenannte "Mittelmeerroute" ab Lybien unterbrochen wird. Hoffentlich werden jetzt endlich in Brüssel gemeinsame politische Maßnahmen gegen die unkontrollierte Einwanderung beschlossen. Niemand darf im Mittelmeer ertrinken, das muss das Ziel von Brüssel sein.

...diejenigen,

die gegen Flüchtlinge sind würden leider nie mit ihnen so weit in Kontakt treten, um solche Geschichten zu erfahren... Aber schön, dass es noch die Mehrheit gibt!!! Danke @ Huhn

@Sprit of 1492

Deutschland hat nochmal genau wieviele Milliarden Euro Schulden? Deutschland kann weshalb nochmal genau seine Brücken, Schulen etc. nicht sanieren?

Wieviele Milliarden es derzeit sind, weiß ich nichtm das sind schon einige. Aber Deutschland hat auch ein hohen BIP und ist immer noch uneingeschränkt kreditfähig. Warum wir kein Geld für wichtige Öffentlichkeitsaufgaben haben? Gute Frage. Vielleicht sollten wir endlich mal den Spitzensteuersatz wieder so anheben, wie er unter schwarz-gelb (!) 1997 war. Und auch mal die Steuerhinterzieher richtig jagen.

Übrigens, zu Ihrem Namen: Was ist denn 1492 so tolles passiert? Ich nehme an, Sie spielen auf die Entdeckung Amerikas an. Eine "vorbildliche" Geschichte von Ausbeutung und Unterdrückung. Die spanischen Conquistadores waren nun wirklich keine Helden ...

@ 21:43 von mokdo

Da stehts: "Die Organisation bezog sich auf Berichte, denen zufolge libysche Behörden eine eigene Such- und Rettungszone (SAR-Zone) einrichten wollen, die für NGOs Zugang in die internationalen Gewässer beschränken würde."

Innerhalb ihrer eigenen Hoheitsgewässer hätten die Libyer keine solche SAR-Zone einrichten brauchen -dort sind sie bereits für die Seenotrettung zuständig und haben den NGOs bereits den Zugang untersagt.

21:14 von trapschuetze

Rettungseinsätze

Weniger Rettungseinsätze,weniger Fachkräfte.Wer erarbeitet dann unsere Rente?
////
*
*

Und mit dieser Rentenstory entlarft sich diese Theorie von allein.
*
Wenn man nicht aus ideologischen Gründen alle Fakten verdrängen kann.

@Huhn

Über die Mittelmeerroute kommen zu 98 % Afrikaner, keine syrischen Kriegsflüchtlinge. Das sind zum größten Teil Wirtschaftsflüchtlinge, und zum größten Teil junge Männer und keine Familien.

Niemand hat hier geschrieben das man keine syrischen Kriegsflüchtlinge aufnehmen soll. Aber sie vermischen hier Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge.

Und neben den Asylbewerbern hat Deutschland in den lertzen auch noch ca. 1 Million EU Bürger, vornehmlich aus Bulgarien/Rumänien aufgenommen.

2015 sind fast 2 Millionen Menschen nach Deutschland eingwandert. In diesem Jahr rechnet man mit Familiennachzug von 200000 Menschen.
Nächstes Jahr ist für viele die Nachzugsfrist von 2 Jahren abgelaufen, dann kommen noch mehr.

Wo soll man Wohnungen, Lehrer, Schulen, Erzieher, Kitaplätze und, und, herholen.

Einseitige Betrachtunh

Zu einem Freihandelsabkommen mit Ländern in Afrija gehören immer zwei. Sind wir an allem Schuld? An der Korruption, bei der die Erlöse aus den Rohstoffverkäufen nur den Regierungsfamilien zugute kommen, die viele Milliarden Dollar horten? Viele Foristen scheinen den alten Kolonialismus wieder wollen, in dem wir diesen Ländern zeigen sollen, wo es lang geht. Bei uns bekommt die Durchschnittsfrau 1,6 Kinder, in afrikanischen Ländern zum Teil über 7 Kinder. Alles unsere Schuld und die Länder selbst haben keine Verantwortung? Illegale Einwanderer aus Afrika kommen wegen der Überbevölkerung und der Korruption, alles unsere Verantwortung und diese Länder haben keine Verantwortung?

FreedomOfSpeech, 22.14

"Nein, genau anders herum. Der Untergang des Abendlandes sind die offenen Grenzen verbunden mit dem Lockruf des Wohlfahrtsstaats."
Wie Sie es darstellen, sieht es auf den ersten Blick tatsächlich aus. Auf den zweiten Blick verengt diese Angst, ein wenig von diesem unserem Reichtum zu verlieren ("Wohlfahrststaat"), der in Raum und Zeit kaum kaum größer war als jetzt (bei allen Ungleichheiten) nur aufs Materielle. An die Kraft unserer Werte (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,...) glauben wir immer weniger. - Dadurch vertreten, leben wir sie auch nicht, wir fordern sie auch nicht ein, von denen, die zu uns kommen. Wir selbst kennen nur noch das Materielle. Ist das nicht schon Dekadenz? - Die Abschottung (Ihre 2.Anmerkung) ist genau der Ausdruck unserer Angst, dass uns die große weite Welt etwas wegnimmt. - Damit verlieren wir an Glaubwürdigkeit. Wie wollen wir da noch unsere Werte verbreiten?
Ich bin übrigens kein Gegner davon, an Migranten auch Forderungen zu stellen...

re 21:55 von Werner40

Souveräne Länder schützen ihre Grenzen und ihre Politiker arbeiten " zum Wohle ihres Volkes " und nicht der ganzen Welt.

Das haben Sie aber schön geschrieben! Die Frage ist nur, ob Sie das selbst glauben?

Das Wohl des eigenen Volkes endet eben nicht an der Staatsgrenze, oder wollen Sie auf Citrusfrüchte, Tee, Kaffee, Baumwolle, Gewürze und Computer verzichten?

Natürlich gehört es zur Aufgabe hiesiger Politiker, das Wohl anderer Staaten im Blick zu haben - Denn nur so ist das Wohl der eigenen Bevölkerung gesichert. Andernfalls wären wir nicht nur kulinarisch wieder im Mittelalter!

@berndxyz

Zu einem Freihandelsabkommen mit Ländern in Afrija gehören immer zwei. Sind wir an allem Schuld? An der Korruption, bei der die Erlöse aus den Rohstoffverkäufen nur den Regierungsfamilien zugute kommen, die viele Milliarden Dollar horten?

Naja .. wenn wir wissen, dass ein Land korrupt ist, müssen wir das ja nicht mit einem Freihandelsabkommen noch fördern. Wie Sie schon sagen, zu so einem Abkommen gehören immer zwei ...

@um 21:55 von Werner40

Sie haben allerdings einen weiteren Teil ausgelassen, was diese souveränen Länder sonst noch so machen:
- Es sind meist die Länder die Waffenexporteurmeister Jahr für Jahr sind.
- Manche lügen gar und verwüsten andere Länder (gefährliche Waffen--> Irakkrieg).
Dann schützt man einfach seine Grenzen gegenüber den Flüchtlingen, die mitunter daraus resultieren und alles ist gut? Eigentlich müsste jedes Land, welches sich an Kriege beteiligt oder viele Waffen verkauft gezwungen werden auch eine Anzahl an Flüchtlinge aufzunehmen und das nicht mal freiwillig, sondern verpflichtend oder eben diese Aktionen sollten unterlassen werden.

@BotschafterSarek

Sie gestehen also ein, dass ihre vorherige Aussage, Deutschland müsse Flüchtlinge aufnehmen, weil es ein reiches Land sei, auf einer falschen oder zumindest auch anders interpretierbaren Tatsache beruht.

Und das Jahr 1492 war nicht nur das Jahr der Entdeckung Amerikas. In diesem Jahr wurde auch ein anderer wichtiger Prozess in der europäischen Geschichte erfolgreich zu Ende gebracht. Ich beziehe meinen Namen auf das letztere Ereignis. Sie können ja mal googlen ;-)

@ Huhn - ich rege mich gerade auch auf

>Wir Industrienationen sind mit schuld daran, dass die Menschen aus ihren Herkunftsländern flüchten.<

.
Warum erwähnen Sie nicht den wirklichen Grund?
1.000.000 Geburten / Woche in Afrika.

Ansonsten wieder, wie üblich, die nie bewiesene Unterstellung von der angeblichen Ausbeutung durch Industrienationen.

Wirtschaftsflüchtlinge

sollen also ein Problem sein - aber gleichzeitig wird immer behauptet die Geburtenrate in Deutschland sei zu niedrig. Irgendwie unlogisch, oder?
Ausserdem versteh ich nicht im Geringsten, was genau denn bitteschön an Wirtschaftsflüchtlingen problematisch sein soll. Meine Vorfahren waren wie viele damalige Leute aus Europa Wirtschaftsflüchtlinge (in Südamerika). Dort wurden sie nicht so schäbig behandelt wie es viele Deutsche gegenüber heutigen Flüchtlingen sind.

Der ewige Masochismus

die ewigen Schuldgefühle mache ich mir nicht zu eigen. Ich kann weder was für die unkontrollierte Bevölkerungszunahme in Afrika ( das erledigen die Afrikaner schon selbst), noch für die korrupten Eliten dort noch für die blutigen Stammeskriege, die sie immer wieder veranstalten. Ich habe keine Rüstungsaktien und weder meine Eltern, noch meine Großeltern noch Kinder profitieren von einer Ausbeutung, weil alle ehrbarer Arbeit nachgehen und nachgingen. Also hört bitte auf, mir ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, das wird nicht funktionieren. Reichtum ohne Bildung und ohne Anstrengung funktioniert eben nur in ganz seltenen Fällen

@um 19:38 von lovechina

Habe ich das richtig verstanden, das Sie von Menschenliebe schreiben, aber auch gleichzeitig niemanden über die Grenzen rein lassen wollen ? Komische Art von Liebe finde ich ? Die Ärzte ohne Grenzen sind an dem flüchten schuld ? Selten so gelacht. Ich finde es gut, wenn es Länder gibt die anderen helfen, allerdings sollte man eben seine Möglichkeiten und Grenzen kennen, damit man sich nicht selber überbelastet. Möglich wäre das schon, wenn man eben Kriminelle direkt wieder ausweist, dann besser in Sachen beurteilen geht, ob diejenigen die da kommen auch wirklich Flüchtlinge sind und aus Not kommen oder doch eher nur um in der EU zu arbeiten und Geld zu verdienen.

@Sprit of 1492

Sie gestehen also ein, dass ihre vorherige Aussage, Deutschland müsse Flüchtlinge aufnehmen, weil es ein reiches Land sei, auf einer falschen oder zumindest auch anders interpretierbaren Tatsache beruht.

Nö! Deutschland ist reich! Damit meine ich das Gesamtvermögen des deutschen Staates und seiner Bürger. Ich habe ja gesagt, jeder soll seinen solidarischen Beitrag leisten, nicht nur der Staat.

@ Geerthe

>Kein Mensch verläßt seine Heimat einfach so .<

.
Stimmt.
Sie haben absolut recht.
Erst wenn die Pull Faktoren groß genug sind kommt es dazu.

22:38 von berndxyz

Stimme Ihren Beitrag zu.Es ist sehr leicht immer
uns die Verantwortung für das Elend einiger Afrikanischen Staaten zu zuschieben. Die " Hausaufgaben " müssen diese Staaten selber erledigen.

@deutlich

die ewigen Schuldgefühle mache ich mir nicht zu eigen

Schade, denn wenn man seine (Mit)schuld nicht mal einsieht, wird man nie bereit, mehr Verantwortung und Solidarität zu zeigen.

weder meine Eltern, noch meine Großeltern noch Kinder profitieren von einer Ausbeutung, weil alle ehrbarer Arbeit nachgehen und nachgingen.

Noch nie ein Billig-T-Shirt gekauft, welches von Nähern in Bangladesh & Co. zu absoluten Ausbeuterpreisen hergestellt wurde?

@mokdo - 98 % Afrikaner zum größten Teil Wirtschaftsflüchtlinge

Sehen Sie zu erst einmal nach in wievielen Afrikanischen Staaten momentan kriegerische Auseinandersetzungen sind.
Es zeigt sich eine eindeutige Filter Informationsblase

Die ursprüngliche Meldung...

... handelte ja von einer Hilfsorganisation, die im Gegensatz zu unserem guten alten Roten Kreuz, auch manchmal die Klappe aufmacht und die Arbeit einstellt, wenn die Politik sich daneben benimmt. Aber im Gegensatz zu dieser Diskussion hier, geht es bei einem Mittelmeereinsatz von Ärzte ohne Grenzen nicht um Politik - sondern um einen Menschen. Ein Mensch, der im Wasser treibt und zu ertrinken droht, wird herausgeholt. Der nächste Mensch, der im Wasser treibt und fast nicht mehr kann, wird herausgeholt. Und der nächste Mensch, ...

@Cemre

>Kein Mensch verläßt seine Heimat einfach so .<
Erst wenn die Pull Faktoren groß genug sind kommt es dazu.

Niemand (jedenfalls niemand, der bei Verstand ist) wird nur aufgrund von Pull-Faktoren sein Leben und das seiner Familie riskieren. Da braucht es auch reichlich Push-Faktoren.

@ Crik - rettende Küste

>Warum? Zuhause vor dem Rechner mit Internet-Flatrate, sicher, trocken, warm und satt lässt sich doch viel besser beurteilen, ob und wann jemand Not leidet und das Recht zu flüchten hat. Zudem ist es einfacher, Menschen in den Tod zu schicken, wenn man nicht involviert ist.<

.
Die bei Flaute und ruhiger See in Seenot geratenen Migranten würden auch gerettet wenn Sie zur nächsten Küste gebracht würden und nicht hunderte Kilometer weiter zur europäischen.

Und. Nein.
Nicht die ganz afrikanische Küste besteht aus der libyschen Küsten.

@22:39 von leineblick

Das Wort Abschottung habe ich nie verwendet. Das haben Sie mir unterstellt

"Wie wollen wir da unsere Werte verbreiten?"

Müssen wir das denn? Sollen die Afrikaner und Araber leben wie sie wollen. Das gewaltsame Verbreiten von Demokratie hat in diesen Regionen überhaupt erst die Destabilisierung herbeigeführt, die jetzt zur Massenmigration führt.

Die Welt brauchen keinen moralischen Imperialismus made in Europe.

BotschafterSarek - Pull Faktoren

>U. trotzdem machen sie sich auf d. Weg. D. zeigt doch, wie groß d. Not ist,<

.
Das zeigt mir nur, wie stark die Pull Faktoren sind.

@BotschafterSarek

Erstens sind "wir" der Staat. Somit hat erstmal jeder Bundesbürger 27770 Euro Schulden.
Zweitens: würden Sie auch für freiwilliges finanzielles Engagement plädieren, wenn es um die Sanierung deutscher Schulen, Straßen, Krankenhäuser ginge?
Drittens: warum sollte Afrika mit der Aufnahme von jungen, gesunden hauptsächlich Männern durch Europa geholfen sein? Gerade diese jungen Männer hätten die Kraft, die Lage vor Ort zu verbessern. Außerdem wäre selbst die Aufnahme von 10 Millionen Menschen nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn 10 Millionen ausgewanderte Afrikaner werden in 20 Wochen durch Geburt ersetzt. Und ich gehe davon aus, dass auch Ihnen klar ist, dass unser Staat und unsere Gesellschaft die Aufnahme von 10 Millionen schlecht ausgebildeten Menschen aus einem anderen Kulturkreis nicht bewältigen kann.

@schiebaer45

"Stimme Ihren Beitrag zu.Es ist sehr leicht immer
uns die Verantwortung für das Elend einiger Afrikanischen Staaten zu zuschieben. Die " Hausaufgaben " müssen diese Staaten selber erledigen."

.

Sie haben in einem Punkt recht. Die Hausaufgaben müssen die afrikanischen Staaten alleine machen, nur wir, oder unsere Politiker, müssen es ihnen auch gestatten mit unserer Wirtschafts- und Handelspolitik gegenüber Afrika, denn unser Reichtum beruht auf dem Elend der Menschen in Afrika.

re 22:51 von Cemre

Warum erwähnen Sie nicht den wirklichen Grund?
1.000.000 Geburten / Woche in Afrika.

Sind Ihre Zahlen verifiziert? Wie dem auch sei, die Zahlen sind hoch, aber das können Sie unmöglich pauschal auf ganz Afrika umlegen - Denn es gibt bevölkerungsarme und -reiche Staaten. Eritrea z.B. hat eine Bevölkerungsdichte von 19 Einwohnern je km², in Ghana und Nigeria sieht das ganz anders aus, allerdings sind das auch "reiche" Staaten.
Wenn man viele Geburten in Afrika "kritisiert", sollte man zuerst einmal Afrika kennen!!! In vielen Staaten sind Kinder die Altersversorgung - Kinder sorgen für Eltern und Großeltern, staatliche Alterssicherung gibt es nicht. So etwas sollte man wissen!

re 23:02 von schiebaer45

Es ist sehr leicht immer
uns die Verantwortung für das Elend einiger Afrikanischen Staaten zu zuschieben. Die " Hausaufgaben " müssen diese Staaten selber erledigen.

Um "Hausaufgaben" erledigen zu können braucht man die geeigneten Materialien - Eben das, was diese Staaten oft unter fairen Preis abgeben müssen, um anderes einkaufen zu können. Oft fehlt Wasser und nachhaltige Bewässerungsanlagen sind durch fehlendes Wissen und Infrastruktur allein nicht zu errichten.

Die fruchtbaren Staaten werden oftmals von Diktatoren regiert, die nicht im Sinne der Bevölkerung handeln und Geld/ Infrastruktur und Bodenschätze unter Preis an Meistbietende abgeben, dabei aber nur eigene Taschen füllen. Diese Leute werden allerdings von "uns" unterstützt.

Danke!

Welch wohltuende Abweichung von den hier überwiegenden rechtspopulistischen bis rechtsradikalen Kommentaren hier.

Aber diese Kommentatoren werden Sie damit nicht erreichen.

Was interessieren solche Leute Fakten oder gar Mitleid.

um 22:38 von berndxyz

Ich finde Ihren Beitrag sehr gut und richtig. Leider werden diese Tatsachen gerne besonders von linksorientierten Klientel verdrängt.

Leben retten muss nicht Transfer nach Europa sein.

Meiner Meinung nach ist die Sache gar nicht so kompliziert.
Die Freiheit des einen, hört genau dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.
Es sei denn jemand möchte das aus persönlichen Gründen nicht verstehen.
Wenn jemand, natürlich auch NGO´s, aus welchen Gründen auch immer Leben retten möchte, dann darf und kann er das gerne tun. Leben retten, ist jedoch nicht gleichbedeutend mit der freien Weiterfahrt nach wo auch immer. Leben retten heißt auch Verantwortung für die Geretteten zu übernehmen.
Das ist genau der Punkt an dem die Freiheit endet, jeder Staat hat die Freiheit Menschen nicht aufzunehmen. Ich hoffe es ist klar geworden, " Die Freiheit des einen und die des anderen" .
Wer nun sagt, ich will aber Leben retten und das aber auf Kosten anderer, der hat das mit der Freiheit nicht verstanden oder er will es nicht verstehen, einfach weil er sich über die Freiheit der anderen hinweg setzen will, oder seine höher schätzt als die des anderen.
Er ist jedoch im Unrecht.

re 22:54 von deutlich

Der ewige Masochismus
die ewigen Schuldgefühle mache ich mir nicht zu eigen. [...] Reichtum ohne Bildung und ohne Anstrengung funktioniert eben nur in ganz seltenen Fällen

Bildung ist, bezogen auf Afrika, ein ganz eigenes Thema. Staatliche Bildung gibt es selten und private Schulen können sich nur wenige leisten.

Anstrengung ist aber überwiegend vorhanden. Im Gegensatz zu reichen Industriestaaten streben die Kinder zur Schule und hören vor den geöffneten Fenstern dem Lehrkörper zu (falls das möglich ist).

Sie können Ihren eigenen Worten gern glauben, allerdings können Sie das nur so denken, weil die Bildung in Deutschland nur Steuern und keine privaten Gelder kostet. In Sachen Bildung kennt Afrika eben keinen Sozialstaat. Wie sähen Ihre Gedanken aus, wenn hier Schulgeld erhoben würde, es keine Schulpflicht gäbe und Ihre Eltern sich das Schulgeld nicht hätten leisten können???

Zu den Kommentaren, ...

... die meinen die Bevölkerungsexplosion ist Schuld an der Arumut der afrikanischen Staaten. Es ist eher umgekehrt.
Es war selbst in Deutschland, als die Bevölkerung äußerst arm war und es kein Sozialsystem gab, also z. B. im 19. und Anfang des 20. Jhd. so, dass es bei uns eine Bevölkerungsexplosion gab, und als es ein einigermaßen ordentliches Sozialsystem gab, Mitte des 20. Jhd. bis jetzt, die Geburtenrate zurückging.
Dies hat den einfachen Grund, dass die Eltern hofften, als es noch kein Sozalsystem gab, dass wenigstens ein paar von Ihren Kindern durchkommen und zu etwas Reichtum kommen könnten und damit ihre Eltern im Alter ernähren können.
Afrika braucht Wohlstand, und natürlich möglichst Diktatorenfrei Regierungen, damit diese damit hoffentlich ein Sozialsystem aufbauen und die Eltern nicht mehr hoffen müßen im Alter vom Ersparten ihrer Kinder leben zu brauchen, wenn diese selbst nicht mehr arbeiten können.

Ärzte sollten nicht das Geschäft der Schlepper machen.

Können die NGO`s die Menschen nicht retten und sie nach Hause bringen, oder zurück an den Strand, von dem aus sie gekommen sind? Das ist doch auch Leben retten?

Darstellung: