Kommentare

Ideologien werden auch bei uns gelehrt

Der ungarische Bildungsforscher Peter Rado kritisierte in der unabhängigen Zeitung "HVG", dass Sechs- bis Zwölfjährige Kinder mit Ideologien bombardiert würden. Sie würden Zwangsanpassung lernen, so dass die Regierung von Viktor Orban folgsame Untertanen bekomme.
---
Na, das kennen wir doch auch aus unserem heutigen Deutschland.
Schon im Kindergartenalter und in den Grundschulen wird Propaganda und Ideologie gelehrt, wenn z.B. Kindern im zarten Alter eine Sexualisierung zugemutet wird, die so manche Politiker und Aktivisten als nötig empfinden. Gender-Wahnsinn nenne ich das und fühle mich als Elternteil ebenfalls durch den Staat ideologisch bevormundet, wenn es um die Erziehung meiner Kinder geht.
Die einen lehren Wehrhafigkeit, die anderen werfen lieber mit Wattebäuschchen.
Vaterlandliebe und Patriotismus ist nichts schädliches. Nationalismus wäre schädlich. Patriotismus ist ein friedfertiger Stolz.
Bei uns sollen ja nur 18% das eigne Land verteidigen wollen. Was ist daran gut?

Der Fall Ungarns - eine weitere Facette

Dass läßt tief blicken. Wenn ein Staat, der nur von befreundeten Nationen umgeben ist, bereits heute seine Jugend mobilisiert, dann gibt es dazu offensichtlich einen Anlaß. Da es nicht die Flüchtlinge aus der Türkei/Syrien sein können und auch nicht angreifende EU-Staaten oder Russland, kann es nur der Versuch sein, das eigene System zu retten indem man paramilitärische Kriterien schafft, um einen künftigen Polizeistaat zu errichten - das hatten wir in Deutschland auch schon mal. Jugendliche zu blenden und für das Vaterland zu begeistern ist nicht schwer, außerdem sind das die Wähler von morgen, die dem maroden Regierungssystem auch dann noch zujubeln, wenn der Bürgerkrieg gegen liberal denkenden Menschen schon angefangen hat.

...

Man stelle sich einmal vor, Ungarn hätte die wirtschaftliche Stärke andere Länder einzunehmen.

Was wäre dann wohl los in Europa?

Es ist denke ich auch interessant, dass die EU dies - bis heute - mit über 150 Milliarden Euro, 150.000 € pro Ungar, finanziert hat.

huihuihui

das stößt sicher der EU über auf.
Man könnte die Jugendschutzgesetze der EU gefährdet sehen, wohl gemerkt man könnte.

Da wir deutschen bezüglich der Militarisierung der Jugend gebrannte Kinder sind, wird es wohl bei uns für die größte Aufregung sorgen.

Aber die große Frage ist doch, was hat die Ungarische Regierung vor, wenn sie nach dem Eintritt in die EU (Sinnbild der Globalisierung) so extrem in Richtung Nationalismus schwenkt wie sie es in den letzten 2 Jahren taten?

Schäfchen

"patriotische und militärische Erziehung"

Anders formuliert, schon die Jungen Bürger zu brav folgenden Schäfchen zu machen.

"Allerdings solle es kein neues Fach"Wehrkundeunterricht" geben, Marusha kann sich vorstellen, entsprechende Inhalte auf mehrere Fächer zu verteilen, zum Beispiel durch Wehrübungen im Sportunterricht oder patriotische Lieder im Musikunterricht."

Hat schon ein bisschen was HJ, die sind auch die ganze Zeit wie Soldaten marschiert, haben Wehrübungen als Freizeitbeschäftigung angeboten und ihre Lieder geträllert.

"Patriotismus" (endet fast immer in blinden Nationalismus) ist immer der beste Weg für autoritäre Herrscher das Volk gefügig zu machen. Nach den Motto: "Alle wollen uns was böses, nur unsere tollen Führer können uns schützen, Ausländer sind grundsätzlich schlechter als wir, ja keine Kritik am eigenen Land, wir sind die Besten und in allen perfekt." Beste Beispiele Türkei, Russland, Israel

Da kann einem nur noch - angst und bange - werden

Diese Bilder mit den Lederstiefeln und Messern der Soldaten wecken schon allein "ästhetisch" mehr als ungute Erinnerungen.

Beim Lesen des Artikels dann musste ich mir mehrfach die Augen reiben.

Wäre Orbans Ungarn nur ein Einzelfall in der Welt, könnte man ggf. darüber hinwegsehen. Aber im Kontext des momentanen Weltgeschehens ist dieser Bericht der tagesschau wie ein weiteres Vorbeben in den Seismographen, das von nichts Gutem kündet.

Sicherlich nicht nur ich frage mich:
Wo soll das noch hinführen, wenn nicht nur Ungarn sich konkret auf Kriege vorbereitet? Und was kann ich als einzelner Mensch dagegen tun? Wie müssen wir uns vernetzen, um gegen diesen Tendenzen hochwirksam zu begegnen?

seltsamer Vergleich, @yolo

In Ungarn werden Kinder mit streng nationaler Ideologie erzogen und, wie einst die HJ, auf einen Einsatz als opferbereite Soldaten vorbereitet.
Bei uns versucht man, Werte wie Respekt und Toleranz in der Erziehung im Kindergarten zu vermitteln (Sie nennen das Gender-Wahnsinn).
Und das ist für sie beides "Indoktrination"?

@yolo 09:37 Uhr

Mir ist es lieber, die Kinder werden aufgeklärt, als dass schießwütige Teenager Vater bzw. Mutter werden. Aber gut, wahrscheinlich muss man in einem Land wie der DDR aufgewachsen sein, um meine Sichtweise zu verstehen.

Warum ist es schlecht, dass "nur" 18% der Deutschen das Land verteidigen wollen? Wer würde uns denn angreifen? Russland? Wohl eher nicht. Und wer würde Ungarn als NATO-Mitgliedsstaat angreifen? Hier werden einfach nur sinnlos kleine Krieger gezüchtet.

Im Zeitalter mangelnder Wehrbereitschaft ...

und Unterbestzung von Stellen auch beim "Bund", stellt sich die Frage, ob wir in dieser Sache von den östlichen Nachbar noch was lernen können.
Körperliche Ertüchtigung und der Umgang mit der Waffe wären andernorts und zu anderer Zeit Übungen in Selbstkultivierung gewesen und nichts kritikwürdiges.
Man muss dergleichen aber ja nicht zwangsläufig gepaart mit reaktionärer Angstideologie und sexualfeindlicher oder homophober Einfärbung darbieten.

re yolo

"Schon im Kindergartenalter und in den Grundschulen wird Propaganda und Ideologie gelehrt, wenn z.B. Kindern im zarten Alter eine Sexualisierung zugemutet wird, die so manche Politiker und Aktivisten als nötig empfinden. Gender-Wahnsinn nenne ich das und fühle mich als Elternteil ebenfalls durch den Staat ideologisch bevormundet, wenn es um die Erziehung meiner Kinder geht."

Werden Sie doch mal konkret, was Sie mit Sexualisierug meinen. Manche Eltern kriegen schon Schnappatmung, wenn Kindern mitgeteilt wird, warum Jungs einen Penis haben und Mädchen nicht.

Wenn man Bildung nicht eben nur...

aus dem Blickwinkel ihrer möglichst umgehenden ökonomischen Verwertbarkeit betrachten würde, gäbe es dazu vielerlei zu sagen.
Gerade am "Grillplatz" vorbei gegangen, gerade die ganzen Hinterlassenschaften gesehen. Bildung wieder mehr als einen umfassenden Kultivierungsprozess zu verstehen, aufzufassen und zu betreiben, das wäre vielleicht nicht verkehrt. Wenn dazu dann noch ein Jahr strenge Kloster Zucht oder Kasernen Drill gehören sollte, wäre das vielleicht nicht von Schaden.

Das ist nicht neu

und gibt und gab es auch früher und heute in verschiedenen Länder, Stolz auf sein Land in dem jemand geboren wurde ist auch in den meisten Ländern üblich.
Nur ganz wenige Länder hätten es gern eine Regionale Bezeichnung wo kein Land mehr vorkommt.

Gruß

Auch das wird die EU

Auch das wird die EU hinnehmen wie alles andere auch.
Wir schimpfen mal kurz und dann wird der naechste Check geschickt.
Ist so in Polen, ist so bei Ungarn, und ist auch so in Lettland, wo die russische Minderheit noch nicht einmal waehlen darf!
Sogar bei nicht EU Laendern schimpfen wir und unterschreiben den naechsten Check. Siehe Tuerkei!

Warum sollte sich da noch wer aufregen. Das ist Tagesgeschaeft bei der EU.
Und dann wundert man sich, wenn man nicht ernst genommen wird.

Es gibt

zahlreiche Länder die haben überhaupt keine Armee mehr.

Wer Aufklärung mit Idologie gleichsetzt und Homophobie hinter dem "werfen von Wattebäuschen" versteckt, lebt wohl wirklich noch im letzten Jahundert. Ein Herr Orban übrigens auch. Die EU sollte dem Land die finanziellen Mittel streichen.

Wer zumindestens teiwleise in der DDR gelebt hat, der kennt den Wehrkundeunterricht ab der 9. Klasse. Ich bin froh das soetwas vorbei ist und es meine Kinder nicht mehr erleben müssen. Und über die Wehrerziehung in der HJ brauchen wir gleich gar nicht zu reden.

Wenn "Europa" wieder glaubhaft werden will, dann muss es aufhören, sich von Nationalisten auf der Nase rumtanzen zu lassen.

09:37 von yolo

"...Die einen lehren Wehrhafigkeit, die anderen werfen lieber mit Wattebäuschchen. ..."

Welch eine Gegenüberstellung! Man könnte es aus der schwammigen Formulierung auch so übersetzen: Die einen lehren Krieg, die anderen Frieden. Wer in unseren Zeiten überhaupt noch an "Wehrhaftigkeit" denkt, vergisst, dass die A-Bombe keinerlei Unterschiede macht...
Da ist Sexualkundeunterricht an den Schulen deutlich besser!

Grundsätzlich...

...habe ich nichts dagegen, wenn gewisse Inhalte, die auch in der militärischen Ausbildung vorkommen, an Schulen gelehrt werden. Erste-Hilfe-Ausbildung, Abtransport von Verletzten, ABC-Schutzübungen - das sind Sachen, die wirklich einmal Leben retten können.

Aber das hier... Es wird sich nicht einmal sonderlich Mühe gegeben, die Absichten dahinter zu verschleiern. Und dabei ist es doch auch zwecklos. Patriotismus ist nun mal eine Art Liebe, das muss jeder selbst entscheiden. Erzwungene Liebe, das wird nie was.

@Sonnenmeer: "Diese Bilder mit den Lederstiefeln und Messern der Soldaten wecken schon allein "ästhetisch" mehr als ungute Erinnerungen."
Wieso? Das sind eben die Uniformen der Honvéd; die haben sich seit der k. u. k. Zeit kaum verändert.
Man kann natürlich auch die Leute in lieblos zusammengeschusterte Uniformen wie in der BRD stecken, und so tun, als seien damit alle historischen Probleme restlos beseitigt. Eine altmodische Uniform besagt weniger, als oft getan wird.

fürhmilitärische Erziehung buhmt auch in den USA, in Polen, ...

... aber natürlich berichtet man lieber aus Ungarn.

Patriotismus nicht verteufeln, sondern differenzieren!

Militärunterrricht in Schulen lehne ich ab. Auch Hetze gegen andere Staaten, Ethnien, Weltanschauungen, Religionen etc.. Eine kritische, aber sachliche Auseinandersetzung sollte dennoch natärlich erlaubt sein.

Ein Patriotismus, der die eigene Nation gegenüber andere erhebt und als das einzig Wahre preist, führt ganz klar zu Nationalismus.

Aber ein Patriotismus, der im Kontext zur Geschichte und Entwicklung eines Landes für die Zukunft lehrt und alle Bewohner des Landes zu einer friedlichen Gemeinschaft unter einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung auffordert, ist sehr wichtig.

Nennen wir es Patriotismus für das Grundgesetz.

Zitat: "Hat schon ein

Zitat:
"Hat schon ein bisschen was HJ, die sind auch die ganze Zeit wie Soldaten marschiert, "

Leider haben sie da nicht recht.

Marschiert wurde vor der HJ -> bei den "Pimpfen".

Bei der HJ ging die paramilitärische Ausbildung viel weiter - bis hin zu speziellen "Unterdivisionen" wie der Marine-HJ
Kutter-Rudern, Seemannsknoten und Signalflaggen waren nur ein Teil der Spezialisierung.

Mein inzwischen verstorbener Vater hatte dies alles noch kennen gelernt.

Und später als Lehrer in der DDR - der auf Grund der eigenen Kriegserfahrungen strikt pazifistisch eingestellt war - musste er mit Entsetzen ansehen wie die "Wehrkunde" in die Schulen eingeführt wurde.

Schon "komisch" das ausgerechnet rechts-konservative Regierungen in Europa den militär-patriotischen Popanz aus der geschichtlichen Kiste kramen.

Mimderjährige in Bundeswehr

Ein wichtiger + zu recht kritischer TS-Beitrag.
Militarischen Drill für Kinder + Jugendliche gibt es haufenweise auch in den USA (z.B. an der Culver Military Academy oder in den Straflagern), und auch in russischen Ferienlagern kann eifrig marschiert und mit Holzwaffen trainiert werden. Ein falscher Weg, den nun auch Ungarn gehen will.
Die EU sollte versuchen, diesen Mißstand nicht ins Land zu holen.

Ach ja, auch Ursula v.d. Leyen rekrutriert mittlerweile eifrig Minderjahrige, Stand 11/2016 waren es über 1.500, um genügend Nachwuchs im "Verein" zu haben. Keine Schule, keine Ferienlager, sondern in der echten Armee!! Für diesen unglaublichen Skandal sind wir aber selbst verantwortlich! Und können das z.B. durch Wahlen verändern.

@Am 08. August 2017 um 09:37 von yolo

Ihren Aussagen kann man nur zustimmen. Danke

Nationalismus macht dumm

Nationalismus geht eben schwer zusammen mit reflektierten, kritischen Denken. Nationalisten werden blinde Gefolgschaft stehts höher bewerten, als kluges, kritisches Abwägen. Und eine nationalistische Regierung wird immer anstreben, eine unreflektierte, folgsame Bevölkerung zu haben.
Wer Nationalisten an die Macht wählt, muss folglich damit rechnen, dass die Verdummung des Volkes vorangetrieben werden wird. Die betroffenen Kinder tun mir leid. Sie sind diesem Aufstand der Unbegabten unverschuldet ausgesetzt. Und sie werden die Folgen dieser Militarisierung tragen müssen.

@Sonnenmeer

Sie beschleicht ein ungutes Gefühl, Sie empfinden zunehmend Unbehagen, ein Gefühl der wachsenden Verunsicherung bemächtigt sich Ihrer ?
Dann herzlich willkommen in der realen Welt !

Die Überlegungen der ungarischen Regierung sind sicherlich nur ein "kurzer Augenblick", vermutlich nicht einmal eine Randnotiz, in der sich derzeit rasant verändernden Welt.
Und ja, der Zustand der Welt verschlechtert sich rapide und da hilft der Spruch der Kanzlerin "Uns geht es gut" recht wenig, erinnern wir uns doch daran, dass Deutschland eben keine Insel ist.

Man empfindet das "Gehabe" der Ungarn als fremd, absurd und eher abstoßend, spöttelt darüber. Aber warum ?

Blicken wir doch einfach in den Norden, blicken wir ins Baltikum.

Dort wurden Regierungsprogramme aufgelegt, die die Bürger auf einen schlimmen Konflikt bzw. Krieg mit Russland vorbereiten sollen und "Landwehren" sprießen wie Tulpen aus dem Boden.

Dort werden die Bevölkerungen ebenfalls politisch getrimmt "vorbereitet zu sein" !

Ungarn macht es richtig und erkennt die Zeichen der Zeit

Wo soll das noch hinführen, wenn nicht nur Ungarn sich konkret auf Kriege vorbereitet?
---
Auf Kriege vorbereitet? Sicherlich nicht als Angriffskrieger, sondern eher sich wappnend gegen ein drohendes Russland oder gegen die Massen an illegalen Einwanderungen.
Wir haben erst in Spanien gesehen, dass 200 illegale Afrikaner sich ohne Mühe Bahn in unsere EU schlagen.
Das finde ich nicht beruhigender.
Mich beruhigt es eher, dass Ungarn seine Aufgaben wahrnimmt und die Außengrenzen der EU zu schützen bereit ist. Dazu braucht man einen gewissen Patriotismus. Schließlich profitieren die innenliegenden Dublin-Abkommen-Strategen wie Deutschland davon.
Es ist schon lächerlich, wie sich Deutsche empören und dennoch ohne die Tatkraft anderer Länder wie hilflose Männchen dastehen.
Ungarn nimmt Verteidigungsfähigkeit ernst.
Das ist bisher unser Glück und nicht unser Untergang.
Die Welt ist instabiler geworden. Ungarn hat es erkannt und reagiert darauf. Deutschland liegt noch im Dornröschenschlaf.

kein Drama

Mit einem Satz hat man allerdings Recht, für eine Demokratie ist es förderlich wenn alle Bürger eine militärische Grundausbildung haben.

Vor allem wenn man mal einen Autokraten stürzen muss können diese Fähigkeiten von großem Vorteil sein.

Und ideologische Umerziehung... viel Spaß im Internetzeitalter.

Grundsätzlich vergisst man in unserer Wohlstandsgesellschaft das alle Freiheiten hart erkämpft wurden und ich wage zu behaupten das wir noch längst nicht am Ende unserer teils gewalttätigen Entwicklung als Menschheit sind.

Da fragt man sich wirklich,

Da fragt man sich wirklich, wie eingeschränkt eine ganze Regierung sein kann um nicht zu erkennen, dass ein solches Verhalten keine positiven Früchte trägt. Das sieht für mich aus wie ein gesellschaftlicher Rückschritt dessen Modell man sich in Afrika abgeguckt hat. Der nächste Schritt ist dann wohl Homosexualität zu bestrafen. Versteht mich nicht falsch: Ich brauche wirklich nicht zwanghaft Aufgaben mit Homoeltern in irgendwelchen Schulbüchern, das ist schließlich aus gutem biologischen Grund nicht der Normalfall. Aber wenn man anstatt Toleranz zu lehren an der Waffe ausbildet wird das erst recht nicht zum friedlichen Miteinander führen.

@ yolo um 09:37

Das, was Sie "Genderwahnsinn" nennen, lehrt Toleranz, Respekt und Achtsamkeit vor anderen.
Der Nationalismus und die Militarisierung in Ungarn die Erhabenheit des eigenen Volkes gegenüber anderen Völkern, sowie die Normalität von Waffengewalt.

Es sind die entscheidenden Fragen:
Was dient dem Frieden?
Und was dient dem Krieg?
Und wollen wir das eine, oder das andere?

Unheilvolle Saat

Ungarn ist von Staaten umgeben, die entweder selber in der EU oder Beitrittskandidaten sind. Aber es gibt natürlich noch Ungarn, die nicht in Ungarn leben, sondern in umliegenden Staaten. Ein paar in der Slowakei, mehr in Rumänien oder in Serbien. Sind diese Ländereien das Fernziel der ungarischen Regierung?
Hier wird eine unheilvolle Saat gesät, deren Ernte vielleicht irgendwann einmal ganz Europa auslöffeln muss.
Eine lange Friedenszeit hat auch ihre Nachteile, wenn niemand mehr lebt, der sich an das Grauen von Kriegen erinnern kann.

@um 10:22 von birdycatdog

Wer würde uns denn angreifen? Russland? Wohl eher nicht. Und wer würde Ungarn als NATO-Mitgliedsstaat angreifen? Hier werden einfach nur sinnlos kleine Krieger gezüchtet.
---
Nein, nicht Krieger, sondern Verteidiger.
Sie unterschlagen, dass Grenzsicherung von Ungarn durch die EU erwartet wird.
Dazu gehört es auch, sich gegen illegale Einwanderung zu wappnen. Zudem droht Russland tatsächlich immer wieder mal.

Und wenn Sie Interesse haben, suchen Sie doch mal nach den jüngsten Drohungen Erdogans, der seine Anhänger darauf einschwört, dass Deutschland in Kürze zu erobern wäre, weil nur 18% der Deutschen ihr Land verteidigen würden.
Wir haben kaum Ausrüstung, den Ami mögen wir nicht mehr und die EU hat kein Geld. Den Russen wollen wir auch nicht.
Wäre schon ein Witz, wenn die Visegard-Staaten uns mal verteidigen müssten oder sollten. Ich glaube nicht mal, dass sie es tun würden, nachdem wir sie so in ihren Bemühungen verurteilen und ihre Anstrengungen bereitwillig fehlinterpretieren

Vorbildlich!

Das nennt sich wehrhafte Demokratie!
Das nennt sich wehrhafte Bürger!

Vorbildlich!

In Ungarn: Jugend ans Gewehr

Ungarn entwickelt sich unter Orban immer mehr zurück, wie es mal zu Zeiten des Warschauer Paktes üblich war. Früher wurde in der DDR auch die Jugend, die mal etwas werden wollte, vormilitärisch in der GST ausgebildet. Wir können jetzt froh darüber sein, dass das bei uns nicht vom Staat auch noch gefördert wird. Heute zählen wirtschaftliche Kennnisse mehr, als militärische Kenntnisse. Und das hat dem Ansehen Deutschlands in der Welt auch mehr gedient.

@ yolo

Sehe ich auch so. Die Frage ist auch, ob dieses martialische Bild dem Lehrbuch entnommen wurde. Falls nicht, wäre das eine bewusste Steuerung der Redaktion und eine Diskreditierung aller Soldaten, denn diese Bilder will niemand sehen. Soll dann bei uns auch der Turnunterricht abgeschafft werden, weil es sich ja um eine früh-militärische "Körperertüchtigung" handeln könnte? Es müsste einmal die Frage beantwortet werden, wohin wir Deutsche uns entwickeln wollen? Und zur Klarstellung: Ich war Wehrdienstverweigerer, habe aber die BW nie abgelehnt.

Am 08. August 2017 um 10:22 von birdycatdog

Man sieht doch in Deutschland die Folgen Ihrer tollen Form von Erziehung...
Antiautoritär erzogene Leistungsverweigerer mit übersteigerten Ansprüchen und grenzenlosem Egoismus und total unfähig zu Kommunikation jenseits des Handy´s, unfähig zu Teamarbeit und gegenüber ihrem eigenen Land und den Ereignissen in diesem gleichgültig eingestellt. Ich kenne nur ein Land, in dem Patriotismus schon eine halbe Straftat ist... Deutschland.
Das will Orban vermeiden...

Und?

Was ist daran so schlimm? Ist das in irgendeiner Weise diskriminierend oder gegen gültiges Recht?
Gegen Patriotismus ist nichts einzuwenden (auch wenn viele Deutsche damit ein Problem haben), frag' mal England oder Frankreich.
Und wenn es schon keine allgemeine Wehrpflicht mehr gibt, warum kann man Jugendlichen dann nicht einige Dinge im Schulunterricht beibringen? Sexualkunde und Religion gefällt auch nicht jedem, gehört aber in den Lehrplan.
Wem das nicht gefällt, der muss ja nicht Fidész wählen.

Jaja böses Ungarn

Der Trend ist wohl überall der gleiche. Man bereitet sich auf das, was unvermeidlich ist, wenn man so weiter macht wie bisher, vor.

Ungarn macht das viel direkter und offener als Deutschland - aber Ungarn hat ja auch keine 50 Millionen Leben im letzten Krieg vernichtet.

Deshalb ist in Deutschland alles besser verpackt. Aber der Trend ist doch der gleiche.

Die Bundeswehr, die an Schulen wirbt. Die Schüler, die sich dem nicht verweigern dürfen, weil es "Teil des Unterrichts" ist. Und Schüler, die kritische Fragen stellen, werden dann auch noch durch die Schule abgestraft.

Die Bundeswehr, die schon verniedlichende Werbung macht "ab November wird draussen gespielt".

Etc Etc

Also bitte - vielleicht sollten wir uns lieber mal mit der Militarisierung in Deutschland beschäftigen.

Die Schulen verrotten, kein Geld da- aber die Aufrüstung - ja, dafür hat man Geld und der Widerspruch ist nicht gerade heftig.

Gleicher Geist.

Nicht meckern

Ich war zu DDR Zeiten auch in der GST-habe dort das Fallschirmspringen und Tauchen gelernt.
Mir hat es nicht geschadet.
Und man möge heute mal bei uns in ein Spielwarengeschäft gehen.Spielzeuggewehre von N....f und so weiter.
Militaresierung der Gesellschaft gab es schon immer-also kein Problem.

@Am 08. August 2017 um 10:03 von MrSlim

Zitat: "Es ist denke ich auch interessant, dass die EU dies - bis heute - mit über 150 Milliarden Euro, 150.000 € pro Ungar, finanziert hat."

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70580/nettozahle...

Ungarn bekommt ca. 4,5 Mrd. EUR pro Jahr oder 4,38 % vom BIP (Zahlen aus dem Jahr 2015).

Berlin bekommt etwa den gleichen Betrag pro Jahr, bei ca. 3,4 Mio. Einwohnern, also einem Drittel von Ungarn.

Wie sie somit auf 150 Mrd. EUR kommen wollen, ist mir schleierhaft.

Immer diese nationalen Egoismen. Wo bleibt Ihre europäische Solidarität?

Andere Länder, andere Sitten

Dieser "differenzierte" und "kritische" Artikel ist mal wieder symptomatisch für Tagesschau-Online.

Anstatt die aktuellen Probleme in Deutschland aufzugreifen wird die öffentliche Meinung auf die vergleichsweise internstional wenig bedeutende Person Orban gelenkt.

In Polen gibt es Militärklassen, in Frankreich und Großbritannien Kadettenschulen. Jeder Franzose muss vor seinem 25. Geburtstag, gesetzlich-verpflichtet, mindestens einen Tag die Armee besuchen. Israelische Kinder müssen in der Oberstufe eine Woche zur Armee ("Gadna"). Wehrunterricht hat eine lange Tradition in den ehemaligen Ländern des Warschauer Paktes.

Frankreich, England, Polen, Israel...
Alle vorgenannten Länder sind Demokratien und führen ihre jungen Bürger an das Thema "wehrhafte Demokratie" auf ihre eigene Art und Weise heran.

Wenn Orban das nun macht, ist es ein riesen Skandal.

Liebe ARD...bitte differenzierter Berichten. Negative Berichte über Orban nur der Nachricht willen beeindrucken mich nicht.

Nazis Raus

Es ist langsam unerträglich solche Regierungen in Europa zu sehen. Wenn dann noch deutsche Nazis wie die AfD Anhänger so etwas bewundern wird mir schlecht.

09:37 von yolo

"Schon im Kindergartenalter und in den Grundschulen wird Propaganda und Ideologie gelehrt, wenn z.B. Kindern im zarten Alter eine Sexualisierung zugemutet wird, die so manche Politiker und Aktivisten als nötig empfinden."
Sie scheinen wohl kindgemäße Aufklärung mit Propaganda und Ideologie zu verwechseln?
Ich kenne jedenfalls keinen staatlich geförderten Kindergarten und keine Schule, wo Ihre Aussagen zutreffen. Oder gehen Ihre Kinder in besondere Kindergärten oder Schulen? Und im Übrigen hat eine einseitige, konservative, politische Ausrichtung auch nichts in den Schulen zu suchen. Und kein Lehrer darf Werbung für eine bestimmte Partei machen.

Am 08. August 2017 um 10:38 von To_LE

Welche?

Mir fallen nicht mal 5 ein. Selbst der Vatikan hat eine Garde.

@um 10:16 von frosthorn

Und das ist für sie beides "Indoktrination"?
---
Indoktrination hat viele Gesichter.
Ich erkenne nur nicht, warum man Ungarn als Raubtier darstellt. Sie haben durch die EU die Aufgabe erhalten, die Außengrenzen zu sichern. Das schafft man nicht mit Pazifisten.
Das Gericht hat erst kürzlich festgestellt: Das Dublinabkommen gilt nach wie vor. Damit kommen den Grenzländer der EU andere Aufgaben zu, als den komfortabel liegenden Innländern der EU. Man erwartet daher von Grenzländern mehr Einsatz. Es wäre billig, ihnen das nun anzukreiden und sich selbst, mit gefalteten Händen im Schoß, seelig zu sprechen.

Zum Anderen ist eine Sexualisierung im Kindergarten und in Grundschulen sicher nicht nötig. Das überfordert Kinder, weil sie noch gar nicht so weit sind, dass man ihnen Selbstbefriedigung und Sexspielzeug vorstellen müsste ( denn darum geht es und nicht um Aufklärung dem Alter entsprechend). Haben Sie aktuell Kinder in der Schule? Es nimmt perverse Züge an. Kindeswohl ade.

@Auf eine Frage

Sie befürchten also eine Herrschaft der Dummen über die "Begabten".
Von letzteren wird es abhängen, ob es überhaupt so weit kommt. Sollten sie das nicht verhindern können, dann sind sie vielleicht doch nicht so "begabt", sondern auch nur Verlierer.

was ist daran nun so aufregenswert

gewaltverherrlichende Computerspiele und gewalttriefende Filme und Beiträge gibt es auch in deutschen Kinderzimmern und im deutschen Fernsehen.
Dann lieber ein wenig mehr Sport und Erziehung.
Mal abgesehen davon ist es auch ein internes Problem der Ungarn, die Ungarn mischen sich ja auch nicht in unsere Erziehungsfragen ein.

10:39 von L.-Ludwig

"fürhmilitärische Erziehung buhmt auch in den USA, in Polen, ..."
Sie wissen ja anscheinend darüber sehr gut Bescheid? Bringen Sie uns doch mal ein paar konkrete Beispiele. In Deutschland kenne ich nur derzeit vormilitärische Übungen in rechten Kreisen, die damit unsere Jugend ideologisch beeinflussen wollen.

@frosthorn

"Bei uns versucht man, Werte wie Respekt und Toleranz in der Erziehung im Kindergarten zu vermitteln" Am 08. August 2017 um 10:16 von frosthorn

Falsch.
Erstens sind Kinder im Kindergarten geistig noch gar nicht soweit, dass man ihnen sowas beibringen könnte.
Zweitens wird später in den Grundschulen nur das "nicht schlagen" beigebracht, währen es immer mehr Mobbingopfer gibt. Zu meiner Zeit musste ich mich nicht mobben lassen und dürfte da auch körperlich Grenzen setzen.

Desweiteren ist Einsatzbereitschaft nicht automatisch gleichzusetzen mit hohlem "in den Tod rennen". Ich nehme als Beispiel die Leute, die den Messerstecher in Hamburg festgesetzt haben, bis die Polizei kam. Hätten sie lieber tolerieren sollen?
In solcher Lage ist sicher von Vorteil, wenn man vorher ein wenig geübt hat und die Situation besser einschätzen kann, schon um Massenpanik zu vermeiden (die meisten sterben, weil sie beim Panikausbruch totgetrampelt werden).

Andere Länder, andere Sitten

Links zum Thema (Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt):

Frankreich: https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F871

Israel:
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Gadna_(Israel)

England:
https://youtu.be/QYTsYq37Dtk

Polen:
http://www.mdr.de/heute-im-osten/uniformklassen-polen-102.html

Nun ja - als ich auf die

Nun ja - als ich auf die C-BIT 1990 von jungen Computer-Spezialisten eingeladen wurde...
...fand ich mich auf der speziellen Ausstellung "Chancen 2000" wieder.

und bekam einen grossen Schock -> die Bundeswehr hatte dort einen eigenen Stand zum Werben.
Ausgestattet mit moderner Wehrtechnik - Personal alles in schicker Marine-Ausgeh-Uniform - versuchte man technik-affine Jugendliche für die Offizierslaufbahn zu werben.

Als mit der DDR-Wehrkunde gebranntes "Kind" fragte ich meine "West"-Bekannten was dieser Zirkus hier solle...
..Antwort drauf: Die findet man überall bei solchen Veranstaltungen.

Nach der Wiedervereinigung tauchte dann die Bundeswehr in den Schulen auf...
..und löste quasi in Sachen "Offizierswerbung" die ehemalige NVA ab
*sarkasmus*

10:42 von Auf eine Frage

gerade deswegen, sollte man den 70 % Türken kritisch gegenüberstehen,die nationalistisch sind.

Wo ist jetzt schon wieder das Problem!

Während man hier schon wieder ein Problem sieht, ist ja Orbans Ungarn, machen ganz andere Bilder Sorgen.
Hat die ARD (ZDF übrigens auch) schon die eigenen Berichte vergessen, die eine totale Militarisierung der Zivilgesellschaft in Polen, der Ukraine und dem ganzen Baltikum zeigten?
Kinder in Uniform und Waffen aus Odessa (G. Atai) oder Studenten als "Partisanen" in Polen nur als Beispiel. Unterschied ist eben, es geht um Schutz vor einer russischen Aggression!

Orban wurde gewählt und zwar

Orban wurde gewählt und zwar demokratisch (bitte keine Hitlervergleiche bei der Machterlangung) und zwar wirklich demokratische. Ich kann mich nicht entsinnen dass die OSZE oder etwaige Wahlbeobachtermissionen die Wahlen als undemokratisch abgestempelt hätten. Insoweit macht Orban das was die Menschen sich wünschen, begrüßen oder zumindest wohlwollend akzeptieren. Da kann man nichts machen. Das ist gelebter Volkeswille. Also lassen wir mal die Ungarn selbst entscheiden wie sie leben wollen.

@um 10:38 von Izmi

Es ist nur dumm, dass zum Frieden immer zwei gehören und zum Krieg nur einer.
Da kann es schon leicht passieren, wenn man nicht vorbereitet ist, dass ein Krieger den Braten riecht und auszunutzen versteht.

Wenn es einem egal ist, wer regiert, wie regiert wird und ob man einverleibt werden könnte, oder nicht, dann mag ja alles gut sein.
Wer allerdings auf seine eigene freiheitliche Meinung und seine Werte weiterhin pochen möchte, und sich dennoch nicht verteidigen können mag, hat aus meiner Sicht ein Problem. Es wäre paradox.
Wer den Frieden will, muss den Krieg ( als Abschreckung) vorbereiten. Ansonsten wird man ihn wie in einem Schlaf überfallen können und das Gejammere wäre vermutlich groß.
Die Absichtserklärungen Russlands und der Türkei liegen doch schon vor.
In der Ostsee drohen China und Russland mit militär. Rüstung. Grenzüberflüge durch Russland sind fast Tagesordung.

Dt. lebt in einer Traumblase fern der Realität...eine Ideologie des Friedens ohne Blick über den Tellerrand.

souveränität

wo kämen wir denn hin, wenn ein "souveräner" staat sich verteidigen könnte. wir sollten den schummeldoktor zu guttenberg ausleihen, der regelt sowas im sinne der eine-welt-regierung.

Was genau ist jetzt die Kritik?

Zitat: "Regierungskritiker sehen auch hier den Versuch, eine für militärische Zwecke fitte Generation heranzuzüchten"

Was genau ist jetzt die Kritik?

Wollen die Regierungskritiker denn, dass eine faule, schwache und unfitte Generation anwächst?

Verharmlosungen

Auch in dieser Meldung über Ungarn ist nur ein kleines Puzzlestück sichtbar, über das sich trefflich diskutieren lässt ("Ideologie", "Erziehung", "Verteidigungsfähigkeit", "(Vaterlands)Stolz" usw...), und einzeln verharmlost oder sogar befürwortet werden kann.
All die anderen Puzzlestücke der letzten Jahre zeigen ein Gesamtbild, das zeigt, wie konsequent die derzeitige Ungarische Regierung das Land zu einem nationalistischen, autokratischen und nach außen feindseligen System umformt, weshalb jedes einzelne Puzzlestück nicht tolerierbar ist.
Orban lässt sich mit den einzelnen Schritten mehr Zeit als andere, weswegen mit den Monaten immer wieder etwas davon vergessen wird.
Die EU hat sich (aus naiver Ideologie? aus Weisheit, um die nationalen Regierungen nicht ganz aushebeln zu können?) dieses 100%-Konsens-Format gegeben. Ich wünschte mir, dass sie effektivere Werkzeuge hätte bzw. benutzte um den Zeichen der Zeit endlich klarer zu begegnen (Friedensnobelpreis!)

"Jugend ans Gewehr"?

Ich vermute, "Jugend" heißt in diesem Zusammenhang auch in Ungarn ausschließlich "junge Männer" (wie immer).

Oder hat jemand Gegenteiliges gehört?

Wäre schön, wenn tagesschau.de diese Tatsache auch einmal benennen würde.

Der Weg zur Diktatur...

Eigentlich haben wir das doch schon oft genug gesehen, egal, ob der Staat jetzt von einer sogenannten linken oder rechten Regierung gelenkt wird. Eine (oft populistische oder extreme) Partei wird gewählt und bekommt die absolute Mehrheit. Und anstatt ihre Zeit im bestehenden demokratischen System für sachliche Regierungsarbeit zu nutzen,wird in der Legislaturperiode durch Umbau des Staates dafür gesorgt, dass die nächsten Wahlergebnisse (so man das denn noch so nennen kann) für den Machterhalt sorgen. Die Zutaten für das Gelingen dieses Unterfangens sind auch in diesen Staaten (Polen, Ungarn, Russland, vielleicht demnächst auch in den USA) immer gleich: kritische Presse diffamieren und mundtot machen, die Justiz unter Kontrolle bringen, den Nachwuchs rechtzeitig einnorden und politische Gegner einschüchtern oder verschwinden lassen. Und alle schauen zu.... Man muss nicht viel Fantasie aufbringen, um abzusehen, dass eine Partei wie die AFD denselben Weg gehen würde.

10.52 Moselbert - Frieden ist besser.

'Ungarn ist von Staaten umgeben. Aber es gibt noch Ungarn, die nicht in Ungarn leben'.
So ist es. Und da gibt es noch vermeintliche Ansprüche von einige Nationalisten. So der Süden der Slowakei, der westliche Zipfel der Ukraine, ein Teil des Nordwestens in Rumänien und der Osten, entlang der Donau in Kroatien und Serbien. Freunde und Verbündete hat Ungarn de facto nur Polen in Osteuropa. Es wird Zeit das Ungarn mehr Freundschaften schließt.

Schauriges Jahrhundert

Nicht Orban macht mir Sorge und gar Angst, es sind die „Orban-Jünger“, die auch in diesem Forum die Ethik vergangener Jahrhunderte hochhalten.

Ewig Gestrige erfreuen sich an schönen Uniformen, sportlich-gestählten Kerlen („Orban-Jugend“?) und „anständigen“ obrigkeitshörigen Frauen, die auf ihre Männer hören und zum Führer aufschauen, der ihnen eine stolze Zukunft des eigenen Landes voraussagt.

Mich schaudert. 21. Jahrhundert? „Wolle mer's roilosse?“ – Nicht in Ungarn ... und auch gar nicht in viel zu vielen Köpfen deutscher Mitbürger, die offensichtlich überhaupt nichts aus der Vergangenheit gelernt haben ... oder das Falsche. Oder denen es versagt bleibt, Dinge in ihrem historischen Verlauf und in der gegenwärtigen Parallelität erfassen und kritisch (auch selbstkritisch) zu logischen Folgerungen verbinden zu können.

Moral und Ethik haben sich über Jahrtausende entwickelt.
Ich will nicht „zurück“.

Die weltweiten Tendenzen zu Kriegen müssen gestoppt werden

@10:43 Hille-SH
Sie haben völlig Recht. Menschen sind eben auch nur Primaten, und wenn man mal live oder auf Video gesehen hat, wie eine Affenhorde sich in einen Angriffs- bzw. Kriegsmodus gegen eine andere Affenhorde gegenseitig emotional hochschaukelt, dann kann man die momentane weltweite Situation gut damit vergleichen:

An allen Ecken und Enden werden uralte Konflikte aufgewärmt, Sãbelrasseln und Muskelspiele nehmen zu. Wie Kettenhunde zerren ganze Staaten geifernd und wütend bellend an den Ketten, viele träumen sehnsüchtig davon, dass die Hunde endlich von der Kette gelassen werden.

Es ist völlig normal, bei diesem weltweiten Panorama besorgt zu sein. Die Vernunft als bestes Zünglein an der Waage scheint weltweit aus der Mode zu kommen, die Errungenschaften der Aufklärung verlieren an Einfluss, die Rufe nach einem "starken Führer" bekommen wieder Aufwind.

Stellen wir uns mal diese Nachrichten aus Ungarn um das Jahr 2000 vor - völlig undenkbar. Die Welt hat sich geändert.

Von so einem Wehrkunde-Unterricht halte ich gar nichts

Also ich habe gestern sehr viel ueber dieses Thema nachgedacht. Aber ich komme zu dem Ergebnis, dass ich von solchen Dingen gar nichts halte.

Erstens hat Wehrkunde-Unterricht fuer mich nichts mit Vaterlandsliebe zu tun:

https://www.tagesschau.de/ausland/ungarn-wehrkunde-101.html

Es sei wichtig, dass Schüler etwas über Vaterlandsliebe lernen.

sondern mit Kriegspropaganda die laut UN-Zivilpakt Artikel 20 verboten ist! Außerdem: gegen wen soll hier verteidigt werden??

https://www.tagesschau.de/ausland/ungarn-wehrkunde-101.html

Für demokratische Gesellschaften sei es gut, wenn die Bürger bereit seien, ihre Heimat zu verteidigen.

Gegen Russland etwa?? Sowas kann niemand alleine. Da muss die EU zusammenstehen und sich gemeinsam verteidigen und dass schließt auch die Ukraine ausdruecklichst mit ein. Die EU muss die Ukraine gegen Russland verteidigen im Falle eines Falles.

@um 10:50 von Auf eine Frage

Was dient dem Frieden?
Und was dient dem Krieg?
Und wollen wir das eine, oder das andere?
---
1. Si vis pacem para bellum ist ein lateinisches Sprichwort. Wörtlich übersetzt lautet es: „Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor.“ (Im Deutschen sind Übersetzungen mit oder ohne Artikel möglich.) ... „Wer (den) Frieden wünscht, bereitet (den) Krieg vor.“

2. Frieden benötigt mehrere Akteure. Der Krieg kann auch nur durch einen ausgelöst werden. Sollte man daher nicht annehmen, dass es einen einzigen geben wird, der dazu bereit wäre? Klagen wir nicht alle derzeit über unberechenbare Politakteure?
Putin, Erdogan, Trump, Kim Jong-un, Akteuere des IS, etc.
Ist es da nicht etwas waghalsig, in einer Traumblase des Friedens mit verschränkten Armen zu sitzen und zu quengeln: Ich will aber den Frieden!"? Es käme einer trotzigen Ideologie nahe, die mit verstelltem Blick der Realität nicht ins Auge sehen wollte.

Krieg ist nichts Erstrebenswertes. Aber Einzelne wollen die Macht.

@yolo 09:37 Uhr

Lieber "Gender-Wahnsinn" als Nationalismus - denn nichts anderes ist das in Ungarn.

@Stefanqwer

"Ach ja, auch Ursula v.d. Leyen rekrutriert mittlerweile eifrig Minderjahrige, Stand 11/2016 waren es über 1.500, um genügend Nachwuchs im "Verein" zu haben."

Es war schon zu meiner aktiven Zeit so, dass man sich vor dem Erreichen des 18. Geburtstags als SaZ bewerben konnte. Diejenigen mussten ein paar Tage mit Hänseleien der Anderen leben, weil sie ja mit "Muttis Unterschrift" zur BW kamen. Aber das ist nicht Ursulas Idee gewesen. Sie führt lediglich fort, was über Jahrzehnte schon getan wurde.

In Ungarn geht es aber nicht darum, 17jährige an der Waffe auszubilden sondern weitaus früher.

@ 9:37 yolo

Da gerät Ihnen aber einiges durcheinander: es wird nicht "Kindern im zarten Alter eine Sexualisierung zugemutet" (wie Sie das nennen): Kinder werden von Anfang an zu einem sensiblen selbstbestimmten Umgang mit Körper, Sexualität und Differenzierung angeleitet und erzogen; das ist übrigens nicht zuletzt der beste präventive Schutz gegen Missbrauch ( Studien zeigen: häufig haben Täter ein Gespür genau für die Kinder, die keinen selbstbewussten Umgang mit Sexualität gelernt haben; die können sich nämlich nicht wehren...). Und diese angestaubte Gegenüberstellung von "Wehrhaftigkeit" und "mit Wattebäuschchen werfen ", ist bestenfalls inhaltslos und möglicherweise eine Abwertung von Menschen, die anders leben als Sie. Wenn Sie schon auf dem Niveau "argumentieren": lieber mehr Wattebäuschchen als Waffen - in Ungarn wie bei uns.

Das kommt davon!

Ein typisches Beispiel, was bei einer fehlenden Gewaltenteilung auch in einer (ehemaligen) Demokratie passiert.

Eine Regierung beginnt, die Gesellschaft nach ihrer Weltanschauung zu formen. Und wenn alle schon in der Schule gelernt haben, dass Patriotismus etwas ganz Großartiges ist, gegen das nur ein paar unverbesserliche hHumanisten, Intellektuelle und sonstigen Weltverrbesserer etwas haben, dann, ja dann braucht man sich als selbsterklärter Statthalter dieses Patiotismus auch keine Sorgen mehr um die nächste Wahl zu machen.

Das wäre ja noch schöner, diesen "Vaterlandsverrätern" oder "Nestbeschmutzern" auch noch eine Bühne zu bieten, auf der diese sich präsentieren können.

Als nächste Stufe gibt es dann die braunen Uniformen. Für wen ist eigentlich egal!

re yolo

"Nein, nicht Krieger, sondern Verteidiger.
Sie unterschlagen, dass Grenzsicherung von Ungarn durch die EU erwartet wird.
Dazu gehört es auch, sich gegen illegale Einwanderung zu wappnen. Zudem droht Russland tatsächlich immer wieder mal."

Absurd. Russland wird die NATO nicht angreifen ebensowenig wie umgekehrt.

Und wenn wären ungarische Pimpfe mit Luftgewehren das geringste Hindernis.

wer braucht Patriotismus

Ich denke die Patria braucht ihn. Despotie und Diktatur braucht Patriotismus. Er lässt sich so gut Missbrauchen. Von einen Führer lässt man sich seltener ausnutzen als für das Vaterland. Als Demokrat brauche ich nicht zwingend eine Nation. Es reicht eine Gemeinschaft. Und wenn ich dieser dienen möchte kann ich mich auch um die Hilfsbedürftigen kümmern. Wozu dann als Military und Nationalismus

@warumnichtgleichso

""Patriotismus" (endet fast immer in blinden Nationalismus) ist immer der beste Weg für autoritäre Herrscher das Volk gefügig zu machen. Nach den Motto: "Alle wollen uns was böses, nur unsere tollen Führer können uns schützen, Ausländer sind grundsätzlich schlechter als wir, ja keine Kritik am eigenen Land, wir sind die Besten und in allen perfekt." Beste Beispiele Türkei, Russland, Israel"

Eine bezeichnende Auswahl...

Sie haben jedes muslimische Land auf dem Planeten vergessen, warum?

Ersetzen Sie bitte Ausländer mit Ungläubiger und Sie liegen richtig!

@um 11:17 von pkeszler

Sie scheinen wohl kindgemäße Aufklärung mit Propaganda und Ideologie zu verwechseln?Oder gehen Ihre Kinder in besondere Kindergärten oder Schulen? Und kein Lehrer darf Werbung für eine bestimmte Partei machen.
---
1. Ich habe sechs Kinder und kann da durchaus mitreden und auf aktuelle und echte Beispiele zurückgreifen. Sexspielzeug hat genauso wenig im Schulunterricht in Grundschulen etwas zu suchen, wie Kriegsspielzeug.

2. Ich wohne im schönen S-H. Leider lange von Rot-Grün regiert. Die Auswirkungen waren fatal. Sexualisierung verwechsel ich NICHT mit Aufklärung. Sexualisierung geht weit darüber hinaus und gefährdet aus meiner Sicht Kindeswohl.

3. Unsere Unis sind für die linke politische Ausrichtung bekannt. Als Konservativer hat man es hier leider sehr schwer, es sei denn, man findet mal einen konservativen Professor. Aber die halten es hier nicht lange aus. Ihr Wunsch in fromme Ohren. Es bleibt ein Gesetz, das ebenso wenig Anwendung findet, wie viele andere auch.

Am 08. August 2017 um 11:23 von pkeszler

In Polen boomen paramilitärische Jugendverbände. Das ist bekannt und wurde auch hier publiziert. In den USA und auch in Großbritannien gibt es eine ganze Reihe elitäre Privatschulen mit militärischem Charakter, die der Vorbereitung auf Westpoint/Annapolis bzw. Sandhurst dienen und es wird in weiten Teilen der Bevölkerung in den USA als Privileg verstanden, dort zur Schule zu gehen. In Frankreich gibt es unter anderem in Vorbereitung auf die Militärakademie Saint-Cyr die classes préparatoires aux Grandes Ecoles, die man vorher besuchen muss, wenn man in Frankreich die militärische Laufbahn einschlagen will... oder irgendetwas in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft an einer Hochschule studieren möchte...

@Am 08. August 2017 um 11:16 von Dieter1966

Zitat: "Es ist langsam unerträglich solche Regierungen in Europa zu sehen. Wenn dann noch deutsche Nazis wie die AfD Anhänger so etwas bewundern wird mir schlecht."

Was genau an AfD-Anhängern "Nazi" sein sollen, werde Sie gewiss gleich sagen, richtig?

Komisch, ich hatte immer gedacht, dass ein Nazi jemand ist, der eine freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnt, Gewalt als Mittel zur Erreichung politischer Ziele als legitim ansieht, sich selber als eine superiore Herrenrasse ansieht, andere Rassen als minderwertig oder gar als vernichtungswürdig ansieht, Ausländern gerne einen Baseballschläger überzieht und am liebsten im Urlaub mit seinem Tiger-Panzer wahlweise in Polen oder Frankreich einmarschiert.

Da haben Sie wohl einen anderen Geschichtsunterricht "genossen" als ich.

@frosthorn

"Bei uns versucht man, Werte wie Respekt und Toleranz in der Erziehung im Kindergarten zu vermitteln (Sie nennen das Gender-Wahnsinn)."

Der Erfolg gibt Ihnen ja so Recht, Nicht. Wo waren diese Werte als Erdogan hier höhere Zustimmung als in der Türkei erhalten hat?

Natürlich wird jetzt von ganz links die Sexualisierung der Kinder durch ideologische Indoktrinierte als Vermittlung von Werten angepriesen. Weiterhin viel Glück dabei...

Am 08. August 2017 um 11:53 von Nächster

Jeder, der nicht nur ein Land hat... irgendein austauschbares... sondern sein Land liebt.

@ Izmi

""...Die einen lehren Wehrhafigkeit, die anderen werfen lieber mit Wattebäuschchen. ..."
Welch eine Gegenüberstellung! Man könnte es aus der schwammigen Formulierung auch so übersetzen: Die einen lehren Krieg, die anderen Frieden."

Sie und andere können sich für alle Zeit einreden das Ihr Weg des Konsens, der gegenseitigen Achtung, der gleichen Augenhöhe, der endlosen Toleranz, der devoten Akzeptanz anderes wahrgenommen wird als pure Schwäche.

Deswegen ja auch die widerlichen Übergriffe auf Frauen durch angeblich Schutzsuchende.

Niemand hat Sexualuntericht in Schulen widersprochen, ob 1-3. Klässler aber über jegliche Praktiken der Pornoindustrie informiert gehören...ähm ich glaube nicht. Es gibt natürlich eine große Gruppen von Interessierten die Kinder gar nicht früh genug sexualisiert sehen wollen, leider bekannt.

re yolo

"Ich wohne im schönen S-H. Leider lange von Rot-Grün regiert. Die Auswirkungen waren fatal. Sexualisierung verwechsel ich NICHT mit Aufklärung. Sexualisierung geht weit darüber hinaus und gefährdet aus meiner Sicht Kindeswohl."

Obwohl ich schon weiter oben nachgefragt habe drücken Sie sich darum zu konkretisieren, was Sie mit Sexualisierung meinen.

Also noch mal: Was ist denn Sexualisierung konkret?

Werden Sie sich weiter drücken?

Bin ich konservativ?...

...ja, in bestimmten Lebenssituationen schon.
Aber meine soziale und vor allem freiheitliche Einstellung einer Gesellschaft überwiegt.
---
Nun ja, Orban ist wohl genau das Gegenteil vom dem was ich mir unter einem freiheitlich denkenden und weltoffenen Politiker vorstelle.

Und wie soll ich mir nun diese Art von Staat vorstellen, die er gerne in Ungarn installieren möchte?

Gerne möchte ich sagen er ist faschisitisch, nationallistisch und egoistisch.
Zuviel?
Nein, denn Ungarn entfernt sich immer mehr von dem was Europa eigentlich ausmacht bzw. ausmachen sollte.

Versteckter Wehrunterricht an Schulen in Ungarn.
Das gab es so ähnlich bei uns auch schon einmal.
Damals nannte man das Hitlerjugend.

Gut Ungarn ist noch entfernt davon.
Aber die Frage die sich mir stellt ist diese:

Wie weit entfernt ist Orban davon noch?

re 11:55 von Bowerman

Alles was Sie aufzählen ist freiwillig und nicht Lehrplan für alle.

@ Papafix um 11:19

>>Sie befürchten also eine Herrschaft der Dummen über die "Begabten".
Von letzteren wird es abhängen, ob es überhaupt so weit kommt. Sollten sie das nicht verhindern können, dann sind sie vielleicht doch nicht so "begabt", sondern auch nur Verlierer.<<

Die Machtergreifung Hitlers war letztlich auch ein Aufstand der Unbegabten über die Begabten (Formulierung stammt von Lion Feuchtwanger). Plötzlich war es nicht mehr entscheidend, was man kann, sondern welchen Blutes man ist. Unbegabte sahen darin ihre Chance. Und Begabung kann durch brachiale Gewalt tot gemacht werden. Die Opfer des Nationalsozialismus waren eben mitunter sehr wohl begabt, auch wenn Sie diese vielleicht einfach nur als "Verlierer" bezeichnen würden. Gegen Nationalismus und Militarismus, oder gar Rassismus hat es Intelligenz schwer.

@ yolo 9.37 Vaterlandsliebe schadet nicht

Stimme Ihnen voll zu. Auch ich verstehe nicht, weshalb Vaterlandsliebe immer gleich mit Nationalismus, Größenwahn und Kriegstreiberei gleichgesetzt wird. Die Schweizer üben sich auch in der Verteidigung ihres Landes, wer würde sie als Militaristen bezeichnen?
Weshalb die deutsche Erziehung, die deutsche Schulbildung angeblich so friedliebend und wertschätzend sein soll, das verschließt sich mir. Nächstenliebe, Achtsamkeit, Respekt, die hier in manchen Zuschriften herausgestellt werden: Träumt weiter. Schauen sie sich einmal an, was für dubiose Gestalten Kinder und Jugendliche in Box-, KickBox-, Karateclubs ... zu Kampfmaschinen trainieren. Ist das besser? Wenn ich die Zahlen über Mobbing in der Schule, Gewalttätigkeiten auf dem Schulhof und in der jugendlichen Subkultur lese, versteh ich nicht, weshalb hier so ein rosarotes Bild der deutsch-pazifistischen Erziehung gemalt wird. Das entspricht nicht der Wirklichkeit.

@ um 11:41 von Egon67

Lieber "Gender-Wahnsinn" als Nationalismus - denn nichts anderes ist das in Ungarn.
---
Solange niemand zum Wehrdienst gezwungen wird, und eine Wahlmöglichkeit bestehen bleibt, solange ist dem nichts entgegen zu setzen.

Gendererziehung in Schulen ist nicht freiwillig. Eltern sollen entrechtet werden. Eine Wahlmöglichkeit gibt es heute schon nicht mehr. Selbst die Religionsfreiheit darf nicht als Grund angeführt werden, um dem Unterrricht, der Grundschülern schon Selbstbefriedigung und Sexspielzeug antut, fern zu bleiben.
Das zerstört Kinderseelen und soll wem nützen? Kinder sollten gemäß des eigenen Tempos ihren Körper und den Umgang erfahren dürfen, oder?
Früher galt mal der Satz: Wenn es dir zu viel wird, sage STOPP! Das dürfen Kinder heute im Sexualunterricht nicht mehr. Das Verlassen des Unterrichts wird mit einem Tadel belegt. Das ist Gewalt am Kind!

Wenn Ihnen das wirklich lieber wäre?
Mir nicht.
Sie sollten sich über die Inhalte zum Genderwahnsinn informieren, ehe Sie zust.

@um 11:53 von Nächster

JEDER braucht Patriotismus, denn das ist die Loyalität und Zugehörigkeit zu einem Land. Wer dieses Gefühl ablehnt, der lehnt damit auch die Vielfalt an Kulturen ab, denn diese brauchen eine KLARE ABGRENZUNG VONEINANDER und das ist eben die eigene Identifizierung mit dem Land und dessen Werten!

Patriotismus IST die "Gemeinschaft der Bürger eines Landes".

Sie ignorieren - wie üblich in einer Diskussion zu diesem Thema - die DOSIERUNG, denn alles wird "Gift" wenn die Dosis zu groß wird! Auch der Liberalismus wird giftig.

@Bowerman

"Man sieht doch in Deutschland die Folgen Ihrer tollen Form von Erziehung...
Antiautoritär erzogene Leistungsverweigerer mit übersteigerten Ansprüchen und grenzenlosem Egoismus und total unfähig zu Kommunikation jenseits des Handy´s, unfähig zu Teamarbeit und gegenüber ihrem eigenen Land und den Ereignissen in diesem gleichgültig eingestellt. Ich kenne nur ein Land, in dem Patriotismus schon eine halbe Straftat ist... Deutschland."

Links/Grün betrachtete das als Vermittlung von Werten.

Mit Volldampf in die Selbstaufgabe.

@09:37 von yolo

Also erstens würde ich frühen Sexualunterricht mit einem frühen Militäruntericht nicht gerne vergleichen.

Und zweitens zu Ihren angeblichen 18%, die unser Land verteidigen wollen.

Die Betonung liegt auf dem Wort Verteitigung.
Und da können 18% völlig ausreichend sein.

Etwas anderes wäre es hieße es Angriff, oder?

Am 08. August 2017 um 11:41 von Egon67

Lieber Patriotismus als Gender-Müll.

11:29 von yolo

"...Die Absichtserklärungen Russlands und der Türkei liegen doch schon vor.
In der Ostsee drohen China und Russland mit militär. Rüstung. Grenzüberflüge durch Russland sind fast Tagesordung.
Dt. lebt in einer Traumblase fern der Realität...eine Ideologie des Friedens ohne Blick über den Tellerrand."

Glauben Sie mir bitte eines: Sollte das von Ihnen jenseits des Tellerrands gesehene Szenario Wirklichkeit werden - werden Sie es nicht bemerken. So schnell geht das dann...

na wenn das so ist

Hier werden schon wieder die alten Römer zitiert "Wer den Frieden will, muss sich auf den Krieg vorbereiten", aber anscheinend haben viele nie ein Geschichtsbuch aufgeklappt, sonst wäre ihnen aufgefallen, dass Rom mit seinen Heeren ganz anderes angestellt hat, als das Land vor Feinden zu beschützen. Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Land Krieg geführt hat, ohne angegriffen worden zu sein. Mag damit zusammenhängen, dass immer die Sieger die Geschichte schreiben.
Ich persönlich kenne übrigens ganz viele Menschen, die körperlich schwächer sind als ich. Wenn ich @yolo und andere lese, hätte ich über die schon längst herfallen müssen, sobald ich mich überzeugt habe, dass sie nicht ausreichend bewaffnet sind, um sich gegen mich zu wehren.
Sollte es da doch irgendwas geben, was mich davon abhält? Vernunft? Friedensbereitschaft?

@yolo

"Zum Anderen ist eine Sexualisierung im Kindergarten und in Grundschulen sicher nicht nötig. Das überfordert Kinder, weil sie noch gar nicht so weit sind, dass man ihnen Selbstbefriedigung und Sexspielzeug vorstellen müsste ( denn darum geht es und nicht um Aufklärung dem Alter entsprechend). Haben Sie aktuell Kinder in der Schule? Es nimmt perverse Züge an. Kindeswohl ade."

Links/Grün nennt das Vermittlung von Toleranz und Werten...

Das Interesse, Kinder "aufgeschlossener" zu machen, haben leider nicht wenige in diesem Land.

re privat23

"Wo waren diese Werte als Erdogan hier höhere Zustimmung als in der Türkei erhalten hat?"

Hat er doch gar nicht. Wie war das denn mit der Wahlbeteiligung?

@um 11:47 von andererseits

: lieber mehr Wattebäuschchen als Waffen - in Ungarn wie bei uns.
---
Diese Meinung steht Ihnen durchaus zu. Nur bin ich der Meinung, dass Wattebauschenwerfer sich niemals beschweren dürften, wenn Kriegsakteure ungefragt das Watteland einnehmen und dann ihre Moralvorstellungen installieren.
Was wäre wenn Russland tatsächlich ein Watteland einnähme und sofort ein Homosexuellenverbot aussprechen würde?

Wie würden dann Ihre Wattebällchen helfen?
Oder würden Sie Ihre Werte gern über Bord werfen?
Oder riefen Sie dann doch nach den Ungarn, die helfen sollten?
Oder beklagten Sie dann den Verlust ihres Landes, das mal so frei und tolerant war?

Freiheiten muss man verteidigen, ansonsten wird man nicht lange daran Freude haben, wie ich meine.
Die Welt ist nicht rosarot und wird es auch nicht werden!
Wenn Ideologien Utopia gründen, macht das Utopia nicht wahrhafter, nur weil man sich das so wünscht. Die Welt ist grausam.
Auch wenn die Erkenntnis leider weh tut.
Ich hätte es auch gern anders.

Wenn das in Ungarn so schlimm ist....

Warum paradieren dann in Frankreich zum Nationalfeiertag immer zusammen mit den Truppen und der Fremdenlegion... die Studenten der Eliteschulen in historischen Uniformen?

re privat23

"Niemand hat Sexualuntericht in Schulen widersprochen, ob 1-3. Klässler aber über jegliche Praktiken der Pornoindustrie informiert gehören"

Zitieren Sie doch mal aus einem deutschen Lehrplan, in dem das vorkommt.

Hat sich das der ewig

Hat sich das der ewig gestrige Orban vielleicht als Als Abschreckung gedacht, so nach dem Slogan: Willst du den Friede, dann rüste zum Krieg?
Oder will sich so Ungarn, ganz nebenbei, gegen die befürchteten Flüchtlingsmassen gerüstet sehen, die sie dort fürchten aufnehmen zu müssen, um denen so beeindruckend klar zu machen, dass deren Kriminalität keine großen Chancen hätte. Sind halt doch alles arge Populisten, diese Ungarn, wollen die so einfach, um ihre Kultur zu schützen, nicht auch, wie wir, alle möglichen Fremdethnien, vor allem Muslime in ihr Land lassen, wo die doch so viel Gutes bringen. Dafür sind die Ungarn durch ihre strenge Ablehnung noch nicht einmal in den Genuss eines einzigen IS-Anschlags gekommen, ätsch! Also diese Ungarn, alles Populisten!

@10:41 von JUKUK

@Am 08. August 2017 um 09:37 von yolo
Ihren Aussagen kann man nur zustimmen. Danke
---

Da scheinen Sie aber bislang der Einzigste zu sein.

In Deutschland wird die

In Deutschland wird die ANTIFA staatlich alimentiert. Die ist auch militant

@um 11:52 von karwandler

Russland wird die NATO nicht angreifen ebensowenig wie umgekehrt.

Und wenn wären ungarische Pimpfe mit Luftgewehren das geringste Hindernis.
---
Noch ist die NATO wehrhafter. Aber Sie haben Recht. Mit Pazifisten ist kein Krieg zu machen.
Daher könnte Putin wohl in 3 Tagen auf Sylt frühstücken, wenn es es heute beschließen würde. Daher drängt die Nato darauf, dass jedes Mitglied die 2% Anteil erfüllen müsste.
Der Pazifismus der EU ist eine Gefahr für das Bündnis und wäre ein Einfallstor für Putin, Erdogan und Co.

@yolo

"Ist es da nicht etwas waghalsig, in einer Traumblase des Friedens mit verschränkten Armen zu sitzen und zu quengeln: Ich will aber den Frieden!"? Es käme einer trotzigen Ideologie nahe, die mit verstelltem Blick der Realität nicht ins Auge sehen wollte."

Diese Ideologie will auch der Realität nicht ins Auge schauen.

Sie will belehren. Relativieren Beschönigen und zum Erkennen der eigenen Schuld auffordern.

Leider hat diese Form der Realitätsverweigerung große Teile der Gesellschaft erreicht. Den Preis zahlen Andere. Nachzulesen täglich im Regionalmedium Ihrer Wahl!

Vielfalt nennt man es wenn ...

... sich alle Länder dem Deutschen Diktat beugen und ihre Demokratie, Menschenrechte und Freiheit unseren Vorstellungen unterwerfen.
Dieser ungeheulich bornierte Kolonialismus hat schon zum Brexit geführt und wird Deutschland in die Isolation treiben. Zu Recht.

12:04 von privat23

"...Niemand hat Sexualuntericht in Schulen widersprochen, ob 1-3. Klässler aber über jegliche Praktiken der Pornoindustrie informiert gehören...ähm ich glaube nicht. Es gibt natürlich eine große Gruppen von Interessierten die Kinder gar nicht früh genug sexualisiert sehen wollen, leider bekannt."

Was denn nun? Sexualkundeunterricht ja ... und was nicht? Solcher Unterricht hat doch null mit der Pornoindustrie zutun, im Gegenteil werden die jungen Menschen auch aufgeklärt über den negativen Hintergrund der Pornos. Keine Ahnung, was Sie eigentlich wollen...

Lehrbücher geben nun mal die

Lehrbücher geben nun mal die Färbung, die Meinung, das Weltbild derjenigen wider, die sie geschrieben haben. Wo ist jetzt die Überraschung?

@ yolo (09:37h)

Sie setzen also die Erziehung zu mündigen, selbstbestimmten und den Pluralismus in seinem verfassungsmäßigen Rahmen schätzende Bürgern mit einer einseitigen, antidemokratischen und anti-rechtsstaatlichen Ideologisierung gleich? Sie haben entweder unsere bundesrepublikanischen Staatswerte und -traditionen nie verstanden, oder versuchen sie bewusst zu zerstören, wie?

Dass es heute noch Menschen in Europa und besonders in der BRD gibt, die aus der Geschichte nicht einmal die einfachsten Lehren ziehen wollen, ist einfach traurig.

@11:53 von yolo - Anscheinend haben Sie...

...eine wahnsinnige Angst vor aufgeklärten Menschen.
Auch wenn diese noch jung sind.

Mir ist das unverständlich.

@von privat23

"Sie haben jedes muslimische Land auf dem Planeten vergessen, warum?"

Ich dachte immer die Türkei wäre muslimisch. Da wissen sie wohl mehr als ich

Sehnsucht

nach der guten alten Zeit, als die Partei immer recht hatte.
Ob Links oder Rechts spielt bei den Herrschaften keine Rolle.

"Zitat: 'Es ist denke ich

"Zitat: 'Es ist denke ich auch interessant, dass die EU dies - bis heute - mit über 150 Milliarden Euro, 150.000 € pro Ungar, finanziert hat.'

Ungarn bekommt ca. 4,5 Mrd. EUR pro Jahr oder 4,38 % vom BIP (Zahlen aus dem Jahr 2015).

Wie sie somit auf 150 Mrd. EUR kommen wollen, ist mir schleierhaft."
Sie müssen dies auf 20 Jahre rechnen, ebenso gibt es weitere Geldtransfers, abseits des EU-Strukturfonds.

"
'Regierungskritiker sehen auch hier den Versuch, eine für militärische Zwecke fitte Generation heranzuzüchten'
Was genau ist jetzt die Kritik?
Immer diese nationalen Egoismen. Wo bleibt Ihre europäische Solidarität?"
Bei solch dreisten Sprüchen, wundern Sie sich warum die Leute die AfD-Anhänger verachten?

@ Ray (10:40h)

Ich sehe es im Grunde genauso wie Sie. Es gibt den Begriff des Verfassungspatriotismus´, der in aller Klarheit das Bekenntnis zur Verfassung und konkreten, allseits (im kantischen Sinne) wichtigen Werten zum Gegenstand hat, anstatt einen blinden Hurra-Patriotismus.

@c.schroeder

"Weshalb die deutsche Erziehung, die deutsche Schulbildung angeblich so friedliebend und wertschätzend sein soll, das verschließt sich mir. Nächstenliebe, Achtsamkeit, Respekt, die hier in manchen Zuschriften herausgestellt werden: Träumt weiter. Schauen sie sich einmal an, was für dubiose Gestalten Kinder und Jugendliche in Box-, KickBox-, Karateclubs ... zu Kampfmaschinen trainieren. Ist das besser? Wenn ich die Zahlen über Mobbing in der Schule, Gewalttätigkeiten auf dem Schulhof und in der jugendlichen Subkultur lese, versteh ich nicht, weshalb hier so ein rosarotes Bild der deutsch-pazifistischen Erziehung gemalt wird. Das entspricht nicht der Wirklichkeit."

Weil das rosarote Bild verteidigt gehört. Nennt sich Dissoziation und kann behandelt werden. Solange Andere den Preis für die eigenen absurde Güte zu zahlen haben sehe ich keine Besserung. Die Personen welche Sie beschreiben haben eine etwas andere Auffassung von dieser Gesellschaft!

Warum?

Weil sich bei diesen Eliteschulen um Militärhochschulen handelt.

Und weil einige das

Und weil einige das thematisiert haben: ja ich finde auch, dass diese Militarisierung ein bisschen an die Sexualisierung der Kinder erinnert. Wer das nicht versteht: es gibt so viele Beiträge dazu im Netz, zB auch vom Deutschlandfunk. Gemeint ist im Wesentlichen der Verlust der Kindheit. Schlimm? Ja.

@frosthorn

"Ich persönlich kenne übrigens ganz viele Menschen, die körperlich schwächer sind als ich. Wenn ich @yolo und andere lese, hätte ich über die schon längst herfallen müssen, sobald ich mich überzeugt habe, dass sie nicht ausreichend bewaffnet sind, um sich gegen mich zu wehren.
Sollte es da doch irgendwas geben, was mich davon abhält? Vernunft? Friedensbereitschaft?"

Lesen Sie einfach tägliche Polzeinachrichten, dann können Sie noch einmal, so voller aufrichtiger Empörung, nachfragen...

@Rumpelstielz

Körperliche Ertüchtigung und der Umgang mit der Waffe wären andernorts und zu anderer Zeit Übungen in Selbstkultivierung gewesen und nichts kritikwürdiges.

Gut, dass wir nicht mehr in diesen anderen Zeiten leben! Ich finde den ungarischen Weg anachronistisch, nicht nur was das militärische angeht, sondern auch was z.B. "patriotische Lieder" im Schulunterricht angeht. Übertriebener Patriotismus hat der Welt bisher überwiegend Leid und Unheil beschert. Wir brauchen keinen Nationalstolz, wir brauchen "Welt-Verantwortung", ein Verantwortungsbewußtsein für unsere gemeinsame Heimat Erde, die wir gemeinsam erhalten und gerecht gestalten müssen.

Der Grillplatz zeigt also,

Der Grillplatz zeigt also, wie schlimm es um unsere Bildung steht? Dann sollten eher Inhalte der Grünen vermittelt werden, als eine vorgeschriebene "Vaterlandsliebe", die zufällig ganze der Regierung unbequeme Gesellschaftsteile pauschal und ohne rechtsstaatliche Mittel zu Kriminellen abstempelt.

Ansonsten rate ich Ihnen, sich im Nordosten mal die Straßenzüge anzusehen, nachdem die Horden der Nazi-Hools da durchrandaliert sind. Waren alles "vaterlandsliebende Patrioten" - muss also was ganz anderes sein, ne?

@um 12:08 von Biocreature

Beides sind Ideologien.
Früherer Sexualunterricht war Sachkundeunterricht und Aufklärung und nicht Sexualisierung.
Darin besteht der Unterschied zu heute.
Bitte informieren Sie sich aktuell zum Thema.

18% reichen Ihnen für einen Verteidigungswillen? Wenn die Zahlen stimmen würden, so wäre das ausreichend, wenn die Ausrüstung stimmen würde. Dann könnte man Ihnen zustimmen. Aber auch die fehlt uns. Hoffen wir, dass die Ungarn uns schützen könnten.

@karwandler

"Wo waren diese Werte als Erdogan hier höhere Zustimmung als in der Türkei erhalten hat?"

Hat er doch gar nicht. Wie war das denn mit der Wahlbeteiligung?"

Das Ergebnis ist selbst für Sie auffindbar.

63%...

@um 12:11 von privat23

Das Interesse, Kinder "aufgeschlossener" zu machen, haben leider nicht wenige in diesem Land.
---

Aufgeschlossener für was denn bitte?
Für früheren Sex oder für was?
Wozu soll das taugen?
Sie sollten sich mit dem Thema ausreichender beschäftigen, da es nicht um Aufklärung geht, sondern um Indoktrination und Gehirnwäsche.

"Warum paradieren dann in

"Warum paradieren dann in Frankreich zum Nationalfeiertag immer zusammen mit den Truppen und der Fremdenlegion... die Studenten der Eliteschulen in historischen Uniformen"
Ich nehme mal an, weil es einen Unterschied gibt zwischen täglichem Wehrunterricht und einem Militärparade am Nationalfeiertag.

@Izmi

"Was denn nun? Sexualkundeunterricht ja ... und was nicht?"

Nicht in der 1-3 Klasse, schreibe ich relativ eindeutig.

@um 12:20 von Biocreature

Gendererziehung hat nichts mit Aufklärung zu tun, sondern mit Indoktrination.
Bitte informieren.

Am 08. August 2017 um 12:06 von karwandler

Ja.. in Frankreich ist das so freiwillig, das sie Ohne das hier...

https://de.wikipedia.org/wiki/Grande_%C3%A9cole#/media/File:ESM_close-up...

kurz: http://tinyurl.com/y9g6ytzg

sind ihre beruflichen Möglichkeiten im öffentlichen Dienst und auch in der Wirtschaft in Frankreich nicht sehr hoch.

@yolo

"Zudem droht Russland tatsächlich immer wieder mal."
Tatsächlich? Können Sie mir bitte einen Link geben, in dem Putin oder ein anderer Offizieller der russischen Regierung irgendeinem EU oder NATO Land mit einem Einmarsch gedroht hat? Ich glaube nicht, dass Sie fündig werden. Putin ist ja ein Schlawiner. Aber das will selbst er nicht.

Ist es wirklich so wichtig, eine ganze Nation den Dienst an der Waffe von klein auf verpflichtend beizubringen, wenn Ungarns Anteil an der EU Außengrenze keine 40km lang ist? Wenn der Wehrunterricht ein Wahlfach wäre, könnte ich es noch akzeptieren. Aber als Pflichtunterricht - geht mit meinem Hintergrund als ehemaliger DDR Bürger nun mal gar nicht.

@warumnichtgleichso

"Ich dachte immer die Türkei wäre muslimisch. Da wissen sie wohl mehr als ich"

War bis jetzt ein laizistischer Staat, in dem diese Religion nur im privatem Rahmen eine Rolle gespielt hat.

Wird jetzt in eine Islamische Diktatur umgeformt, mit den Stimmen Jener, die all die hier so herzerwärmend dargestellten Werte, aufgesogen haben.

@yolo..

Ich bin froh zu lesen,dass es noch Bürger gibt,die sich gegen den ach so bunten Zeitgeist stellen..

Ein gewisses Maß an Nationalstolz hat noch niemand geschadet!

Und allzu frühe Sexualkunde bringt wohl mehr Verwirrung in die Köpfe als gut tut.

Bei mir,Jahrgang 1962 war der erste Sexualkundeunterricht in der 5. Klasse Hauptschule und das war früh genug..

@yolo

Historisch ist es genau so, wenn ein Land sich mächtig genug fühlt greift es nach seinen Nachbarn. Und besonders in unserer Zeit, wo Rohstoffe knapper werden, die Überbevölkerung weiter steigt und es Krisen überall auf der Welt gibt ist es fast lächerlich zu glauben wir würden hier nie wieder einen Krieg erleben. Auch muss das kein atomarer Endkrieg werden, die Eroberer wollen Beute und keine verseuchten Aschehaufen.

Die NATO schützt uns erstmal, aber wie lange noch?

Alles Militärische hat in unserem Land einen miesen Ruf, das ist schade, dient das Militär doch (besonders bei uns lt Verfassung) der Verteidigung und dem Schutz von uns allen.

Pol. Fehlentscheidungen sind das Werk von Politikern und nicht der Soldaten.

re bowerman: Vergleiche, Vergleiche...

"Lieber Patriotismus als Gender-Müll."

Was hat wohl das eine mit dem anderen zu tun? Ich versuche es mal:

Kann es sein, dass Patrioten etwas gegen Gleichstellung der unterschiedlichen Geschlechter haben? Dann würde dieser Gegensatz Sinn machen.

Aber warum ist das so? Und was hat sexuelle Aufklärung von Kindern und Jugendlichen mit Wehrkundeunterricht zu tun?

Klar, wenn sie marschieren, können sie nicht diskutieren. Auch nicht über "Gendermüll". Oder darüber, ob die Diskussion über geschlechtliche Gleichstellung schon eine "Sexualisierung" bedeutet. Das wäre ja mal ein Thema, aber was hat das jetzt wieder mit Patriotismus zu tun ?

Bitte helfen Sie mir - mein Kopf dröhnt!

Am 08. August 2017 um 12:17 von yolo

Putin hat ganz andere Pläne... Er kann die Länder hier übernehmen, ohne einen Schuss abzufeuern und auch die USA merkt das schon. Die Sprüche über die Abschaffung des Dollar in Russland und China als anerkanntes Zahlungsmittel sind in Arbeit.... und wenn einer damit anfängt...

@Bowerman

"Man sieht doch in Deutschland die Folgen Ihrer tollen Form von Erziehung..."
Aus einem einzigen von mir genannten Aspekt der Kindererziehung schließen Sie auf meine komplette Vorstellung von der gesamtheitlichen Kindererziehung? Wenn ich meine Kinder aufkläre, dann bin ich anti-authoritär und bin nicht in der Lage, ihnen Teamgeist beizubringen? Da sind Sie wohl etwas mit Ihrer Vorstellungskraft an der Realität vorbeigeschossen.

Fakt ist, dass in der Vergangenheit das Erziehen von Patrioten an der Waffe eher zu Streit als zu Frieden führte. Ein Kommentator erwähnte Staaten wie die USA, Russland und Israel. Alles sehr friedvolle Staaten, oder?

@Ray

Aber ein Patriotismus, der im Kontext zur Geschichte und Entwicklung eines Landes für die Zukunft lehrt und alle Bewohner des Landes zu einer friedlichen Gemeinschaft unter einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung auffordert, ist sehr wichtig.

Aber ist das noch Patriotismus? In der bei Wikipedia verfügbaren Definition von Patriotismus finde ich Ihre Sichtweise jedenfalls nicht wieder. Und ich fürchte, das ist auch nicht die Art von Patriotismus, um die es Nationalisten wie Orban geht.

re privat23

"Links/Grün betrachtete das als Vermittlung von Werten.

Mit Volldampf in die Selbstaufgabe."

Da Links/grün im Bund in den Ländern mit Mehrheit regieren muss es wohl so kommen.

@11:27 John1985

So kann man es natürlich auch machen: da wo Regierungen das tun, was einem politisch ins Konzept passt, übersieht man die EU- bzw. Verfassungs-rechtlichen Bedenken und jede nationalistische politische Entscheidung wird zum "gelebten Volkswillen" hochstilisiert(Bsp. Ungarn). Da, wo einem die Politik nicht national abschottend genug ist, spielt man die abgewetzte Karte, dass die PolitikerInnen längst nicht mehr Volkswillen repräsentieren. (Bsp. Deutschland)

12:06 von yolo

"...Gendererziehung in Schulen ist nicht freiwillig. Eltern sollen entrechtet werden. Eine Wahlmöglichkeit gibt es heute schon nicht mehr. Selbst die Religionsfreiheit darf nicht als Grund angeführt werden, um dem Unterrricht, der Grundschülern schon Selbstbefriedigung und Sexspielzeug antut, fern zu bleiben..."

Ich habe noch die Zeiten erlebt in den 50ern, als alles, was unter der Gürtellinie lag, tabu war. Wo die Belustigung unter uns Kindern allenfalls die "Sonnenfreunde" waren. Wir kannten fast nichts über Sexualität, und das, was wir kannten, kam von unaufgeklärten Gleichaltrigen. Die Folge waren frustrierte Beziehungen, bei denen man Anfangs nicht wusste, was überhaupt zutun war. Die weitere Folge davon waren Kinderehen, Gewalt in den Ehen, Frauenunterdrückung und Verachtung und nicht zuletzt respektloser Umgang mit dem weiblichen Geschlecht überhaupt. Klingt vielleicht übertrieben, war aber im Prinzip tatsächlich so.

Falscher Lehrer

Also wenn an ihrer Grundschule Sexpraktiken und -spielzeuge erklärt werden würde ich mich mal über den Lehrer beschweren. Unter 10 muss das einfach nicht sein.

In dem anderen Punkt muss ich leider der Masse hier wiedersprechen, Pazifismus schützt in keinster Weise vor Krieg! Die NATO ist ein schwächelnder Greis, und die Staaten um uns herum werden immer aggressiver.

Militär ist immernoch ein Muss!
Wir sind noch weit davon entfernt das wir als Menschheit für immer friedlich leben werden.

Das ist nur eine Wunschvorstellung des alten Europas.

Gruselig

Gruselig weil es an den Teil der deutschen Geschichte erinnert, der noch nicht lange zurück liegt und den viele gerne Mal abschließen würden. Es reicht auch völlig wenn Waffenunterricht dann stattfindet, wenn es unbedingt nötig ist. Ich muss nicht bei Kindern in frühen Jahren eine Waffenbegeisterung wecken.

@ yolo um 12:13

>>Freiheiten muss man verteidigen, ansonsten wird man nicht lange daran Freude haben, wie ich meine.
Die Welt ist nicht rosarot und wird es auch nicht werden!<<

Nur verteidigt man die Freiheit schlecht, indem man sie abschafft.
In Staaten mit nationalistischen Regierungen, wie Polen, Ungarn, Türkei, etc. werden momentan die Rechte nach und nach abgeschafft, die die Freiheit der Bürger garantieren. Wenn Sie die Entwicklung in Ungarn als "Verteidigung der Freiheit" bezeichnen, so nenne ich den gleichen Prozess "Unterwerfung im vorauseilenden Gehorsam".

Im Osten nichts Neues........

Spiegel 21.6.15
"Putins militärischer Erlebnispark
Panzer-Show für junge Patrioten
Kanonenschießen, Nahkampf-Demonstration, Panzerrennen: Ein militärischer Erlebnispark bei Moskau soll jungen Russen Patriotismus beibringen und Werbung für die vaterländische Rüstungsindustrie machen."

Die Panzershow gehört zum Unterhaltungsprogramm in einem neuen russischen Militärpark namens "Patriot", der in dieser Woche eine Autostunde südöstlich von Moskau seine Tore geöffnet hat. Auf mehr als 4000 Hektar Gelände präsentieren sich Russlands Armee und Rüstungsbranche dem Volk im besten Licht. Eltern flanieren mit Kindern an der Hand vorbei an Kämpfern der "Speznas", der Spezialkräfte Russlands, die ihre Fähigkeiten im Nahkampf demonstrieren. Es gibt Hüpfburgen in Flecktarn und 3D-Simulatoren.

"Sanfte Militarisierung
Rund 300 Millionen Euro soll der von Russlands Verteidigungsministerium betriebene Park kosten, samt angeschlossenem Kongresszentrum und Hotel."

@12:13 yolo

Ich sagte bereits, dass ich Ihrem Wattebäuschchen-Vergleich nichts abgewinnen kann. Sie haben mich nicht verstanden und unterstellen mir eine Naivität, die aus keinen meiner Sätze zu entnehmen ist: Verteidigungspolitik ist das eine; eine militärische Aufrüstung und Indoktrination schon in der Schule etwas völlig anderes. Neben dem, dass Sie nach wie vor ein Zerrbild sowohl schulischer Sexualkunde wie auch der Genderthematik präsentieren, hat ein Militarunterricht orbanschen Zuschnitts eine gewaltige Auswirkung auf das gesellschaftliche Klima: man weiß, je militärischer eine Gesellschaft, desto Minderheiten-feindlicher.

Vorbild Ungarn?

"Es sei wichtig, dass Schüler etwas über Vaterlandsliebe lernen. Für demokratische Gesellschaften sei es gut, wenn die Bürger bereit seien, ihre Heimat zu verteidigen."

Das kann man so unterschreiben. Leider sehe ich das in unserer Heimat so nicht gegeben.

Siehe das breitengesellschaftliche Phänomen in D alles auch nur annähernd Militärische komplett aus dem zivilen Leben zu verbannen. Wer heute in Uniform durch die Innenstädte spaziert, wird allzuhäufig angefeindet & angepöbelt (Anm.: Erstaunlich... von ausl. Mitbürgern wird man gleich ganz anders respektiert).

Zumal das auch mit einer Sinnfrage verbunden ist: Ich schwöre, Schaden vom Vaterland abzuwehren, aber gleichzeitig ist es dieses Vaterland, dass mir das Gefühl gibt, ein Aussätziger... ein Ausgestoßener... gar ein "Mörder" zu sein!

Da muss man schon wirklich eine gehörige Portion Selbstmotivation mitbringen, um seinen Dienst an der Waffe zu verrichten, um diesen Menschen im Fall der Fälle beistehen & sie schützen zu können

Alles hat seine Zeit

Als ich jung war gab es ein tolles Lied: Paul Hardcastle - Nineteen

Dort wurde besungen dass die toten Soldaten des zweiten Weltkrieges im Schnitt 21 Jahre alt waren und im Vietnam-Krieg dann nur noch 19 Jahre. Mit 16 Jahren begann ich damit das erste Mal über so etwas nachzudenken. Sicher, wir brauchen Verteidigung und Schutz, aber bitte von Erwachsenen, die ihre Entscheidungen vorher reflektieren können. An unserer Schule, konkrete Quelle für alle Fragenden: Orlando-Di-Lasso Realschule Maisach, wird auf Seite 135 des Jahresbuches 2016/17 Werbung für die Bundeswehr gemacht. Titel: "Hier hast Du Zeit für Patienten - und für Deine Karriere". Lesbar für alle ab der 5. Klasse (10-Jährige!). Heute sind meine Söhne 10 und 12 und ich will kein Lied mit dem Titel "sixteen" hören. Gerne verteidige ich meine Werte, Liebsten und mein Land wenn es nötig ist, aber haltet unsere Kinder aus dieser Maschinerie raus! Wir brauchen weder Kindersoldaten noch Frühkonditionierung.

@Am 08. August 2017 um 12:24 von MrSlim

Zitat: "
Bei solch dreisten Sprüchen, wundern Sie sich warum die Leute die AfD-Anhänger verachten?"

Sie haben meine Frage nicht beantwortet.
Welche Generation wollen Sie denn? Eine Generation, die physisch und pychisch schwach ist und einfach nur alles kritiklos abwinkt, was Regierungen in Brüssel und Berlin vorschlagen?

Sie können mir immer noch nicht erklären, wei Sie auf 150 Mrd. EUR kommen.

Die Beträge, die aus dem EU-Strukturfonds kommen, sind bereits Teil des EU-Haushaltes und somit Teile der Berechnung der Bilanz aus Geben und Nehmen.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Europa/Die_EU_auf_ei...

Ich im Gegensatz unterstütze übrigens den EU-Strukturfonds, ohne ideologische Bedingungen zu stellen.

Was ist mit Berlin? Müssen die dann gem. Ihrer "Logik" Lederhosen tragen, ein Oktoberfest feiern und ganz laut "Sacklzement" rufen?

Die Souveränität eines Landes

Die Souveränität eines Landes beruht auf Grenzen und der Bereitschaft, diese auch zu verteidigen - da wird mir doch kein Mitforist widersprechen. Wenn Ungarn , das über viele Jahrhunderte eine Grenzmark war( mit entsprechenden bösen Erfahrungen), nun einen mehr patriotischen Kurs steuert, finde ich das vollkommen in Ordnung. Mir hat z.B. eine "vormilitärische Ausbildung" bei einer Art von Pfadfindergruppe in meiner Jugend nicht nur viel Spaß gemacht, sondern durchaus auch nützliche Fähigkeiten vermittelt. Das Einfügen in eine größere Gemeinschaft mit dem Zurückstellen eigener Wünsche war davon nicht die schlechteste. Sogar das Leben unter primitiven Bedingungen in Zelten ohne Boden mit dem Format einer Hundehütte hat man ertragen. Das Marschieren nach Karte und Kompaß klappt auch heute noch (wobei das Marschieren aus Altersgründen nicht mehr so vergnüglich ist). Die Ungarn sollen doch tun und lassen, was sie wollen - also was soll das Gemecker hier ?

@12:38 yolo

Gendererziehung hat nichts mit Indoktrination zu tun, sondern mit Geschlechtergerechtigkeit und Sensibilisierung für Unterschiede. Bitte informieren.

Was hier an haarsträubenden

Was hier an haarsträubenden Versionen von pfadfinderischer Verharmlosung und rückwärtsgewandten militärischen Machovarianten in manchen Kommentaren fröhliche Umstände feiert und dann noch gegen eine aufgeklärte humanistische Bildungsausrichtung in Stellung gebracht wird, hätte ich vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehalten. Ungarn scheint gar nicht so weit weg zu sein...

um 10:16 von frosthorn

"Bei uns versucht man, Werte wie Respekt und Toleranz in der Erziehung im Kindergarten zu vermitteln (Sie nennen das Gender-Wahnsinn)."

Kürzer und besser erklärt als ich! Danke!

Die Bildunterschrift lautet:

"Ungarns Ministerpräsident Orban setzt auf Patriotismus - wie hier bei Feiern zum Gedenken an den Aufstand von 1956."
Was ist daran schlecht den Toten des antikommunistischen Aufstandes 1956 in Ungarn zu gedenken? Gerade so etwas muß in der Geschichte einer Nation verankert werden,daß es nie wieder geschieht und ein menschenverachtendes kommunistisches Regime nie wieder entstehen kann. Was ist gegen Patriotismus zu sagen,gerade auch bei der langen Besetzung ihres Landes durch die k.u.k. Monarchie und die Türken?
Und mal ganz nebenbei,ohne die Ungarn würde es jetzt bei uns im Land anderst aussehen.Wir können uns bei den Ungarn bedanken,daß sie ihrer Pflicht zum Schutz der EU Außengrenzen nachgekommen sind ohne Angst vor schlechten Bildern, die andere in der deutschen Regierung wohl mehr umgetrieben hat als Recht und Gesetz (z.B.Schengen Artikel 5).

re andererseits

"Was hier an haarsträubenden Versionen von pfadfinderischer Verharmlosung und rückwärtsgewandten militärischen Machovarianten in manchen Kommentaren fröhliche Umstände feiert und dann noch gegen eine aufgeklärte humanistische Bildungsausrichtung in Stellung gebracht wird, hätte ich vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehalten. Ungarn scheint gar nicht so weit weg zu sein..."

Bitte bedenken Sie, dass solche Forumsbeiträge nicht repräsentativ sind.

Die sittlich-konservativen Kampftruppen bevorzugen solche Bühnen, weil sie sich in der gesellschaftlichen Wirklichkeit nicht wiederfinden.

um 12:34 von yolo

"Aufgeschlossener für was denn bitte? Für früheren Sex oder für was?"

Bitte informieren Sie sich über ein Thema, bevor Sie sich so sehr ereifern, sonst verbreiten Sie unabsichtlich Unwahrheiten. Das wäre dann nicht mehr "friedfertig patriotisch".

Außerdem hat das so rein gar nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun: Militarisierung der Jugend in Ungarn. Wenn das Gegenteil dazu für Sie fliegende Wattebäuschchen sind, dann ist mir das deutlich lieber.

@andererseits

Gendererziehung hat nichts mit Indoktrination zu tun, sondern mit Geschlechtergerechtigkeit und Sensibilisierung für Unterschiede.

Das kann ja gerne sein - ab Klasse 5 oder so, aber nicht in der Grundschule oder gar noch früher. Und dann bitte rein informierend und nicht normierend. Ob man einen Mann nach einer Geschlechtsumwandlung nun für eine Frau oder weiterhin für einen Mann hält, sollte jeder für sich selbst entscheiden können.

@andererseits 14:55

Ich kann Ihnen nur zustimmen! Es ist erschreckend, was sich da alles so breit macht. Lassen wir es nicht so weit kommen, dass solche kruden und rückwärtsgewandten Ansichten jemals mehrheitsfähig werden und uns alle möglicherweise erneut in längst überwunden geglaubte Katastrophen vergangener Jahrhunderte hineinmanövrieren.

Genderwahnsinn

Also erstmal gibt es laut meiner schnellen Recherche kein Bundesland das in der grundschule bereits Sexualkunde unterrichtet, zweitens soll der Unterricht auch nicht Transsexuelle oder Homosexuelle als die Norm darstellen, sondern nur darauf hinweisen das es das gibt und das nichts schlimmes ist.

Soweit bin ich 100%ig dafür, jeder soll lieben und bespaßen wen er will solange alle Beteiligten damit glücklich sind.(Ausnahme: Kinder u16)

Ich verstehe auch mühsam den Vergleich mit den milit. Jugendlagern und der neuen Politik in Ungarn.

Aber während in Ungarn patriotische Lieder gesungen werden erwartet niemand von unseren Kindern ein "Ich bin schwul und das ist toll" Lied zu singen.

Das ein ist die fast dezente Methode um sich und das Land über andere zu heben, das andere ist eine Methode um die Akzeptanz zu verbessern.

@ BreiterBart (13:17h)

"Eine Generation, die physisch und pychisch schwach ist und einfach nur alles kritiklos abwinkt, was Regierungen in Brüssel und Berlin vorschlagen?"

Da sich sowohl Brüssel, als auch Berlin im vergleich zu Budapest vorbildlich an demokratische & rechtsstaatliche Grundregeln halten: Ja, es geht darum einer legitimen Regierung zu gehorchen. Orban wird die Jugend zu den Schergen eines Unrechtsstaates machen, die ähnlich der HJ oder vorher der Freikorps jedwede Freiheit bekämpfen wird.

Das gefällt mir nicht.

Ich habe nichts gegen eine Armee, die zur Landesverteidigung bereit steht.

Aber ich habe was dagegen, wenn Kinder und Jugendliche schon militärisch gedrillt, ähh, ich meine erzogen werden sollen. Der normale Schulunterricht ist doch an sich schon hart genug. Die müssen früh genug die noch schlimmeren Schattenseiten des Lebens kennenlernen. M.E. reicht das auch mit 18.

@BreiterBart, die Schule der Nation?

"Welche Generation wollen Sie denn?"
Der Schulunterricht vermittelt stets, was eine Gesellschaft wertschätzt. Wer täglichen Wehrunterricht fördert, setzt auf zwei zentrale Gedanken - Gewalt ist legitim und Korpsgeist ist legitim.

Gesellschaftlicher Status ergibt sich in so einer Gesellschaft nicht aus "weichen Werten", wie Kooperation, Leistungswille, Respekt und Intelligenz. Obwohl diese unseren Wohlstand geschaffen haben.

Gesellschaftlicher Status ergibt sich aus Zugehörigkeit und Stärke/Skrupellosigkeit (nicht "Schwäche"). Wer nicht spurt, dem wird sein Eigentum weggenommen. Denn alles was man hat, steht unter Vorbehalt. Dies ist der Geist von Dieben und Plünderern.

Ihr Argument mit Berlin, Bayern und Ungarn hinkt. Der Länderfinanzausgleich ist nicht nur abgeschafft, sonder war auch nie ein Almosen. Im Grundsatz gilt für die den Ländern zufließenden Steuererträge nicht das Prinzip des "örtlichen Aufkommens".
Dazu liegt Berlin in Deutschland, das könnte man auch mal anerkennen.

@15:13 botschaftersarek

Sprechen Sie doch mal mit Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung durchlebt haben (oder mit Schülern, die sich damit im Unterricht befasst haben), dann wüssten Sie besser, worum es da geht. Im übrigen finden sich auch über den Sexualkundeunterricht an unseren Schulen hier Verzerrungen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben. Bleiben wir doch mal bei dem, worum es hier im Artikel geht, "Wehrkunde an Ungarns Schulen": da ist mir im Bildungsauftrag unserer Schulen eindeutig wichtiger, über die Wirklichkeiten der menschlichen Identitäten Bescheid zu wissen, um respektvoll damit umgehen zu können, als durch frühen militärischen Drill Kritikfähigkeit und Empathie quasi an kleinen Kasernentoren abzugeben.

@12:32 von yolo @um 12:08 von Biocreature

18% reichen Ihnen für einen Verteidigungswillen? Wenn die Zahlen stimmen würden, so wäre das ausreichend, wenn die Ausrüstung stimmen würde. Dann könnte man Ihnen zustimmen. Aber auch die fehlt uns. Hoffen wir, dass die Ungarn uns schützen könnten.
---

Selbst wenn 100% unser Land verteidigen würden, würde dies keinen Unterschied in einem Krieg machen.

Seien Sie doch bitte einmal realistisch und tönen hier nicht solche Stammtischparolen herum.

"Sorry, wehrte TS mußte mal raus."

In einem nächsten Krieg hätten wir den 3.Weltkrieg und der wird nuklear geführt.
Da spielt es keine Rolle, ob 100.000 Soldaten oder 40 Mill. Soldaten von uns an der Front stehen.
Im Übrigen wäre die Front hier direkt in Deutschland.

Und vor welchem Feind soll uns denn der "ungarische Freund" helfen?
Der Russe etwa oder der Chinese?

@um 12:56 von Auf eine Frage

Wenn Sie die Entwicklung in Ungarn als "Verteidigung der Freiheit" bezeichnen, so nenne ich den gleichen Prozess "Unterwerfung im vorauseilenden Gehorsam".
---
Was sollte Ungarn denn ansonsten mit den Vorgaben der EU tun? Sie ignorieren?
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die Entwicklung der Visegrad-Staaten nur deshalb entstanden sein könnte, weil diese sich keineswegs genügend nach der Absonderung von Russland, der Freiheit halber, von der EU verteidigt sehen?
Gerade weil die EU so parzefistisch herkommt, könnten diese Staaten sich genötigt sehen, sich selbst zu verteidigen und sich eher auf sich selbst zu verlassen.
Die EU schwächelt im Natobündnis, wenn es um Erfüllung der Natopläne geht. Da ist man froh, dass die Nato zumindest die Präsenz in den Ostländern der EU verstärkt hat. Dass der Russe Zähne hat, hat er mehrfach bewiesen und er fletscht unaufhörlich drohend mit diesen, um seine Macht zu unterstreichen.
Das Verhalten der Visegrad-Staaten ist erklärbar.

@BotschafterSarek

Sorry ich bin da nicht im Thema gewesen und habe mir direkt einige Seiten der Bildungsministerien angeschaut.

Zum einen finde ich keine einzige Erwähnung das das vor der 5. klasse passiert, weiterhin wird der Inhalt nur erklärend übermittelt und nicht als "das neue Normal" dargestellt wie hier überall panisch geschrieben wird.

Derartige Angaben finde ich nur auf Seiten die für mich nicht seriös aussehen und größtenteils von privaten "Initiativen" betrieben werden.

Kann mir jemand eine Quelle nennen für die Behauptung sowas würde in der Grundschule gemacht?

Darstellung: