Kommentare

Na dann sollte man auch dort

Na dann sollte man auch dort die Soldaten abziehen ... selbst wenn es ein Stützpunkt der NATO ist. Oh und natürlich sollte man dann türkische Soldaten auch von etwaigen Standorten hier "rauswerfen". Dann gibt es endlich keinen Streit mehr ...

besuchen denn unsere abgeordneten

genauso fleissig die soldaten in mali, ex-jugoslawien und wo sie sonst noch verstreut sind?

Reiselustiges Völkchen

Die Abgeordneten haben das Recht die Soldaten in der Türkei zu besuchen. Interessant, damit gilt Deutsches Recht auf türkischem Gebiet. Wissen die Türken dies vielleicht nicht? Wollen die Abgeordneten dort nur mal freundlich Guten Tag sagen oder was ist der Grund? Ist es kleinlich, wenn ich diese Reisen als Steuerverschwendung ansehe?

Genau!

Da hat er das Besuchsrecht der Abgeordneten betont, der Herr Seibert. Wäre ich Erdogan, würde ich jetzt aber sowas von ins Nachdenken kommen ob das richtig war das zu verbieten. Man muß einfach erfürchtig erschauern bei soviel Schneid der deutschen "Politikerklasse".

Spesenreiterei oder Erdogan herausfordern?

weshalb wollen die Parlamentarier immer wieder in die Türkei?
Waren die Herren und Damen auch im Kosovo oder Afghanistan, als dort scharf geschossen wurde?
Nach Mali traut sich auch keiner.

Toll - bloß keinen Druck ausüben

Rückgrat sieht anders aus. Aber das Ab- und Wegtauchen vor Erdogan geht weiter.

Unbegreiflich

Es ist unbegreiflich, wie sich die deutsche Regierung von Erdogan vorführen lässt. Erdogan ist offenbar die Nato-Partnerschaft sowas von egal, dass er sogar den Zugang zum Nato-Luftwaffenstützpunkt untersagt.
Verständnislos blicke ich auch auf die Sonntagsfrage, dass die Mehrheit der Deutschen Merkels Handeln insgesamt gut findet, dass sie sie als Kanzlerin weiter haben will.

Und wieder

weicht Deutschland vor der Türkei zurück, es wäre doch gut wenn Deutschland auch mal erwachsen würde.
Entweder abziehen oder sofort verlegen, das Theater war doch beim anderen Stützpunkt schon Wochen oder Monatelang so.

Nichts gelernt in unserer Regierung.

Gruß

@ um 15:34 von Pflasterstein

Wenn Sie uns auch noch offenbaren würden, welche Standorte das sind, dann wäre alle noch ein Stück aufgeklärter: Oder gibts die etwa nicht?

@um 15:42 von Schaefer

Genau so sehe ich das auch: Da wollen irgendwelche Abgeordnete Soldaten besuchen und haben im Endeffekt null Ahnung von Militär und haben auch noch vorher dreist auf die Türkei mit Worten eingedrescht. Man erwartet das die Türkei sich das einfach so gefallen lässt? Ich würde es am besten für die Soldaten und am sinnvollsten halten, wenn da Familienangehörige die Soldaten besuchen würden, das würde den Soldaten auch gut tun und nicht noch mehr Streß bereiten, da logischerweise alles tip top sein muss, wenn da die Abgeordneten eben mal aus Lust und Laune besuchen wollen. Meine Steuern für die Familienagehörige der Soldaten gerne, aber für die Abgeordneten die darin wohl eher einen Kurzurlaub sehen: Nein Danke!

NATO

Bevor sich hier welche wieder Derbe vertun und die NATO mit der EU verwechseln: Gut in der EU hat ganz klar Deutschland mehr sagen und Leistung etc. aber in der NATO sieht das nicht so aus, da ist die Türkei die 2. größte Militärkraft nach dem Big Daddy USA, soweit mir bekannt. Nun sollen bitte nicht welche rumeiern, man solle die Türkei aus der NATO entfernen, den wer ist dann wohl wichtiger für die NATO und ob das Deutschland dann entscheiden kann alleine?

@Schaefer

Das sind deutsche Soldaten im Auslandseinsatz, ob das nun ein netter Besuch ist oder nicht, wenn wir milit. Unterstüzung liefern sollten wir das Recht haben unsere Soldaten dort auch besuchen zu lassen.

Wir sollten uns einfach komplett aus der Türkei zurückziehen, das ist ja fast wie stalking, man merkt einfach nicht wenn man unerwünscht ist.

Wer nicht will der hat wohl schon!

@um 15:42 von Schaefer

Ja eben typisch oder?:
Die türkischen Abgeordneten dürfen nicht zu den Bürgern in Deutschland sprechen (meine das sind so um die 3 Millionen), aber die deutschen Abgeordneten haben ein Anrecht eine Hand voll Soldaten zu besuchen, wann immer diese wollen? Ich finde das unfair von der Türkei: Der deutsche Staat hat eine Recht darauf, tun und zu lassen, was immer man und wann möchte. Sowas unverschämtes aber auch (Ironie aus).

Berlin Frist

Wen würde das den interessieren, wen Berlin eine Frist setzen würde? Versteht man nicht: Die Türkei will keine deutschen Soldaten mehr im Land haben und den Grund den braucht man nicht wirklich lange suchen oder? Jeder Feind der Türkei ist bald Freund von Deutschland und wird hier herzlichst aufegnommen, da erwartet man auch noch eine andere Haltung?

Parlamentsarmee

@Schaefer:
Es sollte Ihnen bekannt sein, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist. D.h. sie wird letzlich vom Parlament befehligt und nicht (wie z.B. in den USA) vom Präsidenten.

Es sollte eigentlich jedem einleuchten, dass ein Zustand, in dem der oberste Befehlshaber einer Armee diese nicht mehr aufsuchen kann, inakzeptabel ist. Das hat mit Türkei oder nicht Türkei rein gar nichts zu tun.

@stöberkarl: auch nach Mali

Selbstverständlich besuchen dt. Abgeordnete auch die Bundeswehrverbände in allen anderen Ländern, z.B. auch in Mali.

Lässt sich aber auch jederzeit problemlos mit Hilfe von google überprüfen, wenn man nur will.

Ich denke mal ...

das es Verträge gibt in denen ein Besuchsrecht verankert ist, egal ob deutscher oder Natostützpunkt. Herr Erdogan will zeigen das er am längeren Hebel sitzt. Bei den Russen hat er sich ne blutige Nase geholt und hat einen Kniefall gemacht. Mal sehen was die Nato nun macht, im Extremfall ziehen wir halt dort die Soldaten auch ab, damit hätte Herr Erdogan es dann geschafft den Natoeinsatz massiv zu behindern.

Hacko NATO

auch wenn die Türkei das, der, die, den Größten hätte, hat sie mit ihrem Mangel an Demokrati, Menschenrechten nichts in der NATO zu suchen an EU erst gar nicht zu denken.
Es ist nur meine Meinung und hat mit der gelebten (noch Wirklichkeit) leider nichts zu tun.

Diejenigen die jetzt

Diejenigen die jetzt "Rückgrat" von der Regierung fordern sind dann wahrscheinlich die, die am lautesten schreien - wenn man wirklich Rückgrat zeigen würde - und Erdogan die Flüchtlinge aus seinem Land Richtung EU scheucht!

Auch wenn das Verhalten der Regierung moralisch vielleicht nicht nachvollziehbar ist, aus rein politischer Sicht (kurz vor der Wahl!) kann man die zurückhaltende Haltung schon nachvollziehen. Nur die kleinen Parteien schreien diesbezüglich laut rum, SPD & CDU halten sich bei dem Thema mit Äußerungen zurück ... menschlich unterste Schublade, politisch vollkommen nachvollziehbar - LEIDER!

@ Schaefer

"Ist es kleinlich, wenn ich diese Reisen als Steuerverschwendung ansehe?"

Ja.

Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Da ist es wichtig und richtig, dass die Abgeordneten des Parlaments sich vor Ort ein Bild von den Einsatzbedingungen machen.

Die Reisekosten dafür sind nicht besonders hoch. Beim Thema Steuegeldverschwendung gibt es ganz andere, größere Ärgernisse.

Mutlos?

Unsere Politiker in der ersten Reihe fehlt es an Mut und Rückrat.

Demokratie

Ich möchte mal erinnern das die Türkei vor Deutschland in der Nato ist.Die Demokrati haben wir vor kurzem in Deutschland gesehen, was da abging brauche ich ja wohl nicht zu schreiben.Ich bin auch dafür aus der Nato auszutreten,und alle Auslandstützpunkte raus aus der Türkei,die haben dort nichts zu suchen.In der EU wollen wir die mehrheit schon gar nicht,Türkei kommt auch ohne die EU zu Recht.

Seibert betonte, dass es sich

Seibert betonte, dass es sich im Fall von Konya "nicht um eine Absage, sondern um eine Verschiebung" des Besuchs handele.
Damit wäre das auch geklärt :) Man muss Begebenheiten einfach nur... kreativ umschreiben.

Hackonya2: Die türkischen Abgeordneten dürfen nicht zu den Bürgern in Deutschland sprechen (meine das sind so um die 3 Millionen), aber die deutschen Abgeordneten haben ein Anrecht eine Hand voll Soldaten zu besuchen, wann immer diese wollen?
Sie werden aber vermutlich schon den Unterschied sehen, nicht ? Wenn die Abgeordneten in die Türkei flögen, um vor hunderttausenden Propaganda zu machen, könnte man eine türkische Ablehnung gut verstehen. Wenn die aber nur ein paar Landsleute besuchen wollen ?

Man sucht das Gespräch ... und sucht ... und sucht ...

Die Bundesregierung suche "auf allen Ebenen" und auch über die NATO das Gespräch mit der türkischen Seite, um den Besuch der deutschen Abgeordneten zu ermöglichen.
Was für eine mittlerweile abgedroschene Stellungnahme, man suche auf allen Ebenen das Gespräch. Wie oft hat man es bereits gesucht? Hatte man es etwa bisher noch nicht richtig gesucht?
Bei Incirlik hatte man argumentiert, es sei ja kein NATO-Stützpunkt gewesen. Nun wird aber der Besuch eines NATO-Stützpunktes verweigert. Und die Regierung sucht das Gespräch ... nur dass Erdogan nicht reden will. Entweder er muss eins auf den Deckel bekommen und lenkt ein oder Deutschland sollte mit der Erdogan-Regierung brechen und auch diesen Stützpunkt verlassen.
Ich finde diese Regierung nur noch enttäuschend.

Unnötiges Theater

Mal unabhängig davon, ob Mitglieder des Parlaments unbedingt in der Welt herumreisen müssen, um Soldaten zu besuchen: warum schluckt man nicht einfach diese Verfügung und lässt von beiden Seiten schlicht keine Besuche von Regierungsmitgliedern mehr zu, ausser es lässt sich einfach nicht vermeiden (z.B. G20-Gipfel und andere internationale Veranstaltungen)? Im Augenblick haben sich ja beide Seiten (leider) nichts mehr zu sagen. Solange die deutschen Nato-Soldaten nicht von der Türkei diskriminiert werden, und die Soldaten im Nato-Auftrag auftreten und handeln, finde ich das Nicht-erteilen von Besuchsrechten nicht wirklich dramatisch. Kann man dann aber natürlich auch anders herum durchsetzen: dann darf z.B. Herr Erdogan auch keine türkischen Nato-Truppen in Deutschland besuchen. Ist ja dann fair.

@um 16:32 von Hackonya2

Was ist am Begriff "etwaig" nicht zu verstehen? Das ist gleichbedeutend mit "wenn es denn sowas gibt" ...

Was hier anscheinend Einige

Was hier anscheinend Einige nicht verstehen oder verstehen wollen ist die Tatsache, das es hier in erster Linie ums Prinzip geht, und nicht darum zu wissen weshalb oder wieso die Bundestag Abgeordneten die Soldaten in Konya besuchen möchten oder nicht. Das hat den türkischen Behörden, mit Verlaub, überhaupt nicht zu interessieren.

Natürlich muss man keine Frist setzen, denn

deutsche Soldaten haben in der Türkei nichts verloren. Es wird dort weder unsere Sicherheit noch unser Land verteidigt.
@Am 17. Juli 2017 um 17:15 von sosprach

Doch, die Türkei passt sehr gut in die NATO, viel besser als Deutschland.

16:49 von Hackonya2

"Die Türkei will keine deutschen Soldaten mehr im Land ...."

Wer ist denn bitte "die Türkei"?
Sie werfen Wahlkampfreden von türkischen Politikern und Besuche von deutschen Politikern bei deutschen Soldaten in einen Topf. Mir ist nicht bekannt, daß deutsche Politiker in der Türkei Wahlkampf gemacht haben. Bitte um Hinweis (so es das gab) - wer, wann und wo. Danke!
Wenn "die Türkei" die deutschen Soldaten nicht mehr im Land will - warum macht dann nicht der türkische Chef den Mund auf (beim Beschimpfen klappt das doch auch gut) und sagt "raus mit den deutschen NATO-Soldaten". Fürchtet er evt. die Reaktion der anderen NATO-Mitglieder?
Ich habe an Hand Ihrer Kommentare den Eindruck, daß Deutsche generell am Besten keinen Fuß mehr auf türkischen Boden setzen sollten. Schade, denn ich kenne viele Türken in der Türkei, die das anders sehen. Die sind übrigens nicht so begeistert von den Türken in Deutschland, die ihnen den Herrn E. eingebrockt haben.

@ Hackonya2

"Gut in der EU hat ganz klar Deutschland mehr sagen und Leistung etc. aber in der NATO sieht das nicht so aus, da ist die Türkei die 2. größte Militärkraft nach dem Big Daddy USA, soweit mir bekannt."

Die Türkei hat eine zahlenmäßig große Armee, die aber erhebliche Schwächen bei der Logistik und Planung aufweist. Das zeigen (laut Äußerungen von NATO-Offizieren wie General Curtis Scaparrotti) die erheblichen Schwierigkeiten, welche die türkische Armee z.B. bei der Operation "Schutzschild Euphrat" in Nordysrien hatte.

Im Zuge von Erdogans "Säuberungen" wurden zahlreiche erfahrene Offiziere in den Ruhestand versetzt und durch unerfahrene Leute ersetzt, die oft noch nicht mal fließend Englisch sprechen. Über High-Tech-Systeme wie die Aufkärungs-Tornados der Bundeswehr verfügt die Türkei ohnehin nicht.

Die Türkei ist für die NATO allein aus geografischen Gründen wichtig: Weil das Land den Bosporus kontrolliert. Ansonsten wäre sie überhaupt nie in die NATO aufgenommen worden.

Am 17. Juli 2017 um 18:23 von Der_Europäer

"das es hier in erster Linie ums Prinzip geht"

Ich bin nicht für die Politik von Erdogan, doch prinzipiell hat die Türkei zu entscheiden, wer türkischen Boden betritt - so wie Deutschland zu entscheiden hat, wer Wahlveranstaltungen in Deutschland abhalten darf.

Was die NATO betrifft, so sollte Deutschland diese verlassen, solange Angriffskriege geführt werden. Und was die EU betrifft, so würde Russland eher kompatibel sein als die Türkei. Davon hätten wirklich beide Seiten etwas.

@ Hackonya2

"Die türkischen Abgeordneten dürfen nicht zu den Bürgern in Deutschland sprechen (meine das sind so um die 3 Millionen), aber die deutschen Abgeordneten haben ein Anrecht eine Hand voll Soldaten zu besuchen, wann immer diese wollen?"

So sind nunmal die Regeln.

Auftritte ausländischer Politiker sind in Deutschland genehmigungspflichtig. Besuche von Abgeordneten bei Soldaten ihres Landes auf einem NATO-Stützpunkt dagegen sind nicht genehmigungspflichtig, sondern gehören zu den grundlegenden Vereinbarungen des Verteidungsbündnisses.

Das ganze ist sehr

Das ganze ist sehr bezeichnend für die Abhängigkeiten, die hier bestehen.
Man kann festhalten:
Die Türkei versucht alles, um es der deutschen Regierung heimzuzahlen.
MfG

Die Welt

wird immer kränker und es ist nicht aufzuhalten. Statt Frieden, Gemeinsamkeit, Recht und Freiheit nach vorne weiter zu entwickeln, werden immer mehr Staaten zu Diktaturen und / oder schränken die Grundrechte der Bürger massiv ein. Eine solche Entwicklung kann nur durch bürgerliche Gegenwehr verhindert, aufgehalten werden.

Eine Fristsetzung ist schon

Eine Fristsetzung ist schon allein deswegen nicht nötig, ...

... weil wir Deutsche und sicher auch der Bundestag von unserer Regierung einen umgehenden vollständigen Abzug jeglichen Bundeswehrpersonals sowie -materials aus Konya fordern! Wird dem nicht nachgekommen, so haben Dr. Merkel & Co. keinerlei Legitimation mehr und sind sofort Neuwahlen abzuhalten...

@16:49 von Hackonya2

Ist die Provokation gewollt, oder eher ein Versehen?
Eine Frist zu setzen, eine Entscheidung zu erwirken ist ein probates Mittel um die verletzte Eitelkeit Erdogans bewusst zu machen.
Revanchismus kann man der deutschen Regierung sicherlich nicht vorwerfen.
In dem Fall rennt der Hase anders herum.
Wovor muss sich der türkische Staat denn fürchten, wenn deutsche Politiker mit "Ihren" Soldaten reden?
Ist die paranoide Einstellung alles demokratischen so extrem, das ich nicht nur tausende von Beamten entlasse, tausende in die Gefängnisse stecke ohne Anklage, Presse und Medien die freie Arbeit versage und so weiter und so weiter?
Welchen konkreten Grund gibt es denn für dieses Verhalten?

Russland oder Türkei

Ein sehr interessanter Gedanke.

Russland passt in der Tat ins Haus Europa. Diese Linie sollte man mal intensiver betrachten.

um 15:58 von stöberkarl

"Nach Mali traut sich auch keiner."

Naja, Dinge, die so leicht zu widerlegen sind, sollte man nicht einfach so behaupten.
https://www.bundestag.de/
Suche eingeben: Delegationsreise nach Mali und Kamerun
Aber natürlich spielt die leicht voraus zu sehende Reaktion Erdogans eine Rolle bei den Reiseplänen der Abgeordneten. Meines Erachtens zu Recht.

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