Kommentare

Das ist wie bei einer Scheidung.

Wer bekommt was von wem und weshalb.
Und da gehen die Meinungen immer auseinander.
Aber es geht nicht um Meinungen, sondern um Recht und Unrecht.
Ich habe immer das Gefühl wenn hier über den Brexit berichtet wird als wenn man es so darstellen möchte das GB der Übeltäter sei und nun so schlimm wie möglich bestraft werden muss.
Aus meiner Sicht ist dem nicht so.

Zumindest äußerlich

Irgendwie sehen sich die beiden ähnlich...

Es ist gut...

...dass es endlich weiter geht. Die Europäer haben sich lange genug von britischen (englischen!) Sonderwünschen unter Druck setzen lassen.
Der Jahrzehnte lange Schrecken ohne Ende hat bei uns in Deutschland den Eindruck entstehen lassen, es ginge um alles Andere als den gemeinsamen Interessen und die eigene Bevölkerung sei diejenige, die zum Schluss alles bezahlen solle. Deshalb können wir nur gewinnen, wenn jetzt dem Schrecken ein Ende folgt.
Die Schotten und die Nordiren jedenfalls tun mir leid - sie werden diejenigen sein, die zum Schluss am meisten abgehängt sind. Sie hätten Möglichkeiten gehabt, sich deutlicher zu positionieren. Aber: That's life...

Neustart

England geht mit dem Brexit genau den richtigen, wenn auch steinigen Weg. Die Zukunftsaussichten der EU verschlechtern sich rapide durch den Austritt von England, weil damit ein gewichter Einzahler in die EU fehlt. Das müssen die anderen, allen vorran Deutschland, durch erhöhte Beiträge ausgleichen, doch die Frage ist, wofür eigentlich? Es ist daher davon auszugehen, das dem Austritt Englands andere Staaten noch folgen werden, und genau darin besteht die einzige Chance der EU, die Chance nämlich auf einen Neuanfang zum Wohle aller Bürger von Europa, anstatt wie bisher nur Lobbyverein der Finanzwelt und Wirtschaft zu sein.

um 14:10 von Emil66

Ich schließe mich Ihrem Kommentar an, Gruß.

Brexit - Kosten

Wer bezahlt eigentlich die ganzen Sitzungen und Treffen zum verhandeln des Brexit?
Müsste doch auch GB machen, denn ohne deren Austritt bräuchte man diese Ausstiegsverhandlungen nicht.

@claudio_im_osten um 14:38Uhr

Besonders dem letzten Absatz Ihres Kommentars kann ich nur zustimmen! Allerdings sollte man mit Mitleid sparsam sein! Besonders diese anglikanische Mini-Kolonie Nordirland hat es nun wirklich nicht "verdient" ! Für die EU ist sie bedeutungslos, aber es hätte schon ein besonderes "Geschmäckle", wenn man sich jetzt plötzlich der irischen Wurzeln der Republik Irland erinnert, die sich nun erfolgreich an den eigenen Haaren aus dem finanziellen Sumpf gezogen hat.

re emil66

"Ich habe immer das Gefühl wenn hier über den Brexit berichtet wird als wenn man es so darstellen möchte das GB der Übeltäter sei und nun so schlimm wie möglich bestraft werden muss."

Dann begründen Sie doch mal, wie der vorliegende Artikel dieses Gefühl evoziert.

Wenn die Lage

weiter so geht, dann werden einige Länder GB noch beneiden um den Austritt aus der EU.
Den Fehler mit der Währung haben Sie ja zum Glück nie gemacht.
Das die EU es jetzt so teuer wie möglich machen will ist, man benötigt keine Nachahmer.
Das wäre dann das Ende eines Versuches.

Gruß

Grexit

Kann man dabei nicht gleich auch generelle Austrittsregeln festlegen? So sollten nicht nur GB eine gute Chance bekommen, sondern auch GR etc.

@um 14:10 von Emil66

Guter Vergleich mit der Ehe, aber da sollte man auch die Kinder nicht vergessen, den auch in Zukunft wird man sicherlich miteinander zu tun bekommen, wenn man das absolut ausser Acht lässt, dann kann man sich Gegenseitig aber schon einiges vergrauen? Ich finde es sollte so angenehem wie möglich für beide Seiten gestaltet werden.

Qualifizierte Mehrheit

Es wird sehr schwer werden die Qualifizierte Mehrheit für einen Vertrag zu bekommen.
72 % der EU-Länder müssen zustimmen und diese Länder mindestens müssen 65 % der EU-Bevölkerung vertreten. Außerdem muss das EU-Parlament zustimmen.

Knallhart bleiben

Die EU muß knallhart bleiben, so wie einst Margret Thatcher. Es hat keinen Sinn mehr den Briten weiterhin Ausnahmen und Sonderregelungen zu gewähren. Vor Allem im Finanzsektor müssen Hürden her.

Freihandelsabkommen erst nach dem vollzogenen Austritt mit gesonderten Verhandlungen. Bis dahin Zölle auf ALLES, auch auf Autos die in GB produziert werden. Ich denke da an 5-10%.

Mit VISA Pflicht wird die Schar der englischen Hooligans sicher kleiner, netter Nebeneffekt.

um 16:42 von wenigfahrer

Absolute Zustimmung zu Ihrem Kommentar, Gruß.

18:28 von Thomas Wohlzufrieden

Ist es nicht eher das Echo von dem was aus London zu uns herüber hallt(e)?
Ist es die Antwort auf die vielen Unwahrheiten und das permanente schlecht Gerede von Profilierens-freudigen Politikern?

15:44 von Thomas Wohlzufrieden

Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Auch bei den Tories ist eine nicht zu unterschätzende Zahl Politiker die gegen den Brexit sind.
Nur, jetzt wieder von der eingeschlagenen Richtung wechseln?
Über den eignen Schatten springen?
Eine falsche Entscheidung revidieren?
Zugeben dass man sich durch die falschen Versprechungen der Blender und Populisten in die Irre führen gelassen hat? Nein, das geht doch nicht.
Man will doch sein Gesicht nicht verlieren.

Von "DER ENTSCHEIDUNG DES VOLKES" bei dieser niedrigen Wahlbeteiligung, die jungen Pro eingestellten Broten waren ja wohl zu träge zur Wahl zu gehen, dachten sie wohl auch dass die Wähler, eine ähnliche Meinung wie sie selbst, die für einen Verbleib in der EU stimmen in der Mehrzahl wären, und bei diesem denkbar knappen Ergebnis, hat schon etwas von einer sehr eignen Weltanschauung.

@um 15:49 von Berlinerin

"Wer bezahlt eigentlich die ganzen Sitzungen und Treffen zum verhandeln des Brexit?
Müsste doch auch GB machen, denn ohne deren Austritt bräuchte man diese Ausstiegsverhandlungen nicht."

Will die EU von GB Milliarden oder umgekehrt GB von der EU?

Die Briten sind noch viel zu nett. Wobei, zugesagt haben sie erfreulicherweise noch nichts. Das hätten die Eurokraten zwar gerne, und weil die Briten nichts zugesagt haben heisst es dann in den Medien sie seien planlos.

Die werden sich noch ganz doll wundern in Brüssel was London alles nicht zusagen wird...

@wenigfahrer

"weiter so geht, dann werden einige Länder GB noch beneiden um den Austritt aus der EU.
Den Fehler mit der Währung haben Sie ja zum Glück nie gemacht.
Das die EU es jetzt so teuer wie möglich machen will ist, man benötigt keine Nachahmer.
Das wäre dann das Ende eines Versuches."
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Mal schauen wie neidisch die anderen EU-Staaten richtung GB schauen, wenn der größte "Industriezweig" GBs, das Bankenwesen, der Zugang der EU abgesägt wird. Mal schauen, ob es dann so toll war nicht den Euro zu haben. Wir werden es erleben!
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Abgesehen davon haben Sie eine interessante Einstellung zu vertraglichen Abmachungen: als GB noch nicht den Austritt angekündigt hat, hat GB sich zu bestimmten Zahlungen verpflichtet. Auch ich fordere, dass GB diese Abmachungen einhält! Das mit Abzocke, oder "so teuer wie möglich" machen überhaupt nichts zu tun. "Bist du wieder mal blank, wechsle einfach die Bank" läuft nicht!

re thomas wohlzufrieden

"Es ist daher davon auszugehen, das dem Austritt Englands andere Staaten noch folgen werden"

Wieso ist davon auszugehen?

Außer "ich behaupte das jetzt mal" kommt von Ihnen gar nichts dazu.

re messi

"Die werden sich noch ganz doll wundern in Brüssel was London alles nicht zusagen wird..."

Meines Wissens soll am Ende der Verhandlungen ein Vertrag über die Austrittsbedingungen stehen.

Über das, was darin stehen wird, sollte man jetzt lieber nicht großspurige Mutmaßungen anstellen.

Darstellung: