Ihre Meinung zu: Südwest-Syrien: Ab Mittag soll die Waffenruhe gelten

9. Juli 2017 - 5:11 Uhr

Die Präsidenten Trump und Putin hatten sie beim G20-Gipfel verkündet: Ab heute gilt in Syrien eine Waffenruhe - zumindest im Südwesten des Landes. Dort ist es allerdings ohnehin vergleichsweise friedlich.

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Kommentare

Ultimativ friedlich

Wenn die beiden Schutzmächte Russland und USA den Waffenstillstand wollen, können sich die beiden Konfliktparteien, nämlich das syrische Regime und die Rebellen, nicht leisten weiter zu kämpfen.
Der Waffenstillstand kann ein erster Schritt zum Frieden und zur Teilung Syriens sein. Sehr hilfreich wäre eine Flugverbotszone in ganz Syrien.

Trumps Verhandlungsgeschick

Wenn die syrische Luftwaffe keine Angriffserlaubnis mehr von den Russen bekäme, wäre das eine große Erleichterung und ein wichtiges Stück Sicherheit für die Zivilbevölkerung in den Rebellengebieten.
Trumps Einfluss auf Putin hat doch sein Gutes.

D.h. dass Russland, das legal in Syrien agiert, ganz pragmatisch die völkerrechtswidrigen Einsätze der mit den USA verbundenen Kräfte akzeptiert.
Ob man das als Hoffnungsschimmer sehen kann?

Damaskus

... war einst eine weltoffene Metropole, in der Muslime, Christen, Drusen und Juden tolerant zusammen lebten. Dann kam das Assad-Regime mit seinen Foltergefängnissen und unzähligen Geheimdiensten und mit seiner brutalen Unterdrückung von Andersdenkenden. Heute haben die Menschen durch die Verhandlungen der Schutzmächte wieder ein Stück neue Hoffnung auf Frieden gewonnen.

USA, welchen Einfluss?

Die interessante Frage ist doch, inwiefern hat die USA dort überhaupt Einfluss auf das Kampfgeschehen, die Ñähe zu Jordanien lässt Waffenversorgung der meist radikal islamistischen Gruppen dort vermuten. Es ist auch das Gebiet,in dem ein Massaker an Drusen verübt wurde, was zur Lynchattacke auf israelischer Seite durch die dort ansässigen oft verwandten Drusen an einem verletzten Kämpfer führte, der an der Grenze zu Israel abgelegt wurde.(Israel versorgt Verletzte, auch Kämpfer radikaler islamistischer Gruppen, in seinen Krankenhäusern).

Da Jordanien Ausbildungslager für "Rebellen" den USA erlaubten, ist dort die Einflussnahme zu orten. Allerdings wurden die USA ausgetrickst insofern, dass sie nicht Demokraten ausrüsteten, sondern eher alkaida und co.

@23:30 von forensüchtig

"Man darf nicht vergessen, dass der wesentliche Teil der IS-Truppen nach Westen, also nach Syrien entkommen ist.

Das ist von besonderer Brisanz, da der Geheimdienst des syrischen Diktators Assad mit Waffen und Logistik wesentlich dabei geholfen hat, die Vorgängerorganisation des IS aus der Taufe zu heben. Was als islamistische Waffe gegen die damaligen amerikanischen Besatzer im Irak gedacht war, richtet sich jetzt mehr und mehr gegen Assad selbst."
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Dann fragen Sie doch mal die US geführte Allianz warum der IS immer nur von drei Seiten angegriffen wird. Warum lässt man den Terroristen die möglichkeit der Flucht?
Wie Sie darauf kommen, das Assad die Vorgängerorganisation des IS aus der Taufe gehoben hat dürfte für immer Ihr Geheimnis bleiben.

Da es in dieser Region kaum

Da es in dieser Region kaum noch zu kämpfen kommt, ist diese vereinbarung zw. Trump & Putin mehr sympolisch zu sehen.
Vielleicht der erste Schritt zum auftauen der Eiszeit zw. USA/EU und RU. Ich hoffe es sehr.

Applaus für diese Geste?

Im Südwesten Syriens ändert sich durch die vereinbarte Waffenruhe wenig: Russland und die USA befanden sich dort nicht im Konflikt miteinander; die Gegner, auf die beide ihre Waffen richteten, werden nicht verschwinden, indem Trump und Putin Waffenruhe halten. Der erbrachte Applaus wiegt kaum mehr, als hätten sich beide für die Städte Moskau und Washington auf vorsorgliche Waffenruhe verständigt.

Aber eines erscheint als Eingeständnis: Wenn Russland und die USA im Südwesten Syriens auf Waffeneinsatz verzichten, dann ist dort Ruhe möglich. Das ist sehr merkwürdig; eine Zweier-Absprache, welche einen Teil Syriens befriedet?

Gutes Signal

War der G20 vielleicht doch keine so schlechte Idee, Kommunikation soll ja bekanntlich manchmal hilfreich sein ;-) Schwieriger dürfte es im Osten des Landes werden. Die Trassen vom Iran Richtung Mittelmeer als Alternative zu Southstream waren seinerzeit einer der Auslöser des ganzen Konfliktes, und da haben sich die Seiten noch nicht sehr aufeinander zubewegt.

ein guter Anfang

Leider bin ich persönlich nicht ganz optimistisch, was die dauerhafte Ruhe angeht. Solange die USA bestimmen wollen wer in Syrien an der Macht ist, wird es kein echten Frieden geben können. Russland muss sich unbedingt durchsetzen damit dieses Land endlich Frieden findet.

Ab Mittag soll in Syrien die Waffenruhe gelten

Das ist also mehr eine Pufferzone zu Jordanien. Mal sehen, ob sie lange hält.

Der grosse Bluff

Die Annäherung im Syrienkonflikt ist wohl das einzig positive Zeichen zwischen den grössten Weltmächten das es nach dem G-20 zu verzeichnen gibt, es sei denn, alles nur Bluff.
Wie lange soll es diesmal dauern bevor Amerika Präsident Assad für einen weiteren Menschenverachtenden Anschlag verantwortlich macht und wieder seine Strategie des Bombens aufnimmt unter dem Deckmantel des Weltverbesserers.
Wurden die eigentlichen Streitthemen der Ressourcenverteilung in diesem Gebiet welches weder russisch noch amerikanisch ist überhaupt angesprochen, denn Öl und Gas sind doch die eigentlichen Auslöser zu diesem anhaltenden Konflikt.
Es ist schon seltsam dass es auf der Welt noch Menschen gibt die dem aktuellen amerikanischen Politikstyl noch etwas positives abgewinnen können, z.b. Rex Tillerson zu loben.
Ich würde mittlerweile sagen, gerade diese Art von Politik ist zur Zeit eine weitere Bedrohung für den Frieden in der Welt.
Trump und Erdogan haben eines gemeinsam, sie spalten Europa.

Randnotiz ?

dieser Waffenstillstand hat nur bedingt mit Syrien zu tun.
Welche Länder haben zu diesen Provinzen eine Grenze ?
Welches Land hat vor kurzem seinen Sieg vor 50 Jahren gefeiert?
Ich denke Putin hat einen strategischen Schachzug gemacht und das Thema wird durch unsere Medien wohlwollend ausgeklammert, bzw. nicht näher beleuchtet.
Noch einen schönen Tag
TW

Die von Trump und Putin

Die von Trump und Putin verabredete Waffenruhe ist ja der einzige Lichtblick des G20-Theaters. Leider läuft die Russlandhetze in den USA ungehemmt weiter, so dass auch diese Waffenruhe von den US-Demokraten massiv torpediert wird. Also wird das leider nicht lange andauern. Und aus der Tatsache, dass Trump sich anscheinend mit Putin verstanden hat, wird ihm sicherlich ein neuer Strick gedreht. Solange die US-Kriegshetzer bei Demokraten und Republikanern nicht zum Schweigen gebracht werden, wird der Krieg in Syrien weitergehen oder es wird ein anderer angefangen.

@Europa für alle 10:11

Das syrische Volk soll sich durchsetzen, nicht die USA und auch ganz sicher nicht Russland. Die USA und Russland sind gut beraten dieses Land in Frieden lassen, genau gleiches gilt für Bashar als Assad, den Iran, Saudi Arabien, VAE, Katar, Jordanien und vor allem auch die Türkei. Wenn man dies von Anfang an getan hätte wäre der Krieg nie ausgebrochen. Als ob überall wo Russland sich durchgesetzt hat Frieden herrscht. Die EU und Deutschland sollten sich von den USA und Russland abgrenzen politisch und fernhalten. Beide Länder haben absolut nichts positives für die Welt im Sinn und es wäre besser als neutrales Land auf keiner Seite zu stehen. Diese Sicht entweder man steht auf der einen Seite (USA) oder der anderen Seite (Russland) ist völlig daneben. Beide Länder sind als Partner vollkommen unbrauchbar und man sollte sich andere Länder suchen mit denen man zusammenarbeitet und was den Handel angeht nur das nötigste mit den USA und Russland machen.

um 08:53 von eli: " Da

um 08:53 von eli:
"
Da Jordanien Ausbildungslager für "Rebellen" den USA erlaubten, ist dort die Einflussnahme zu orten. Allerdings wurden die USA ausgetrickst insofern, dass sie nicht Demokraten ausrüsteten, sondern eher alkaida und co.
"

Ja genau - wie damals bei den Mudschaheddin.
Da wusste die USA auch nicht, wen die da unterstützen.
Und das,obwohl die USA sogar Bücher finanziert & in den USA gedruckt haben,die den Mudschaheddin als Hilfe zur Rekrutierung dienten...

@nie wieder spd 11:43

Es ist nicht Russland Hetze wenn man die Regierung der Russischen Föderation kritisch sieht. Sie sollten schon die Führung eines Landes von dem Land selbst und der Bevölkerung unterscheiden. Die Kriegshetzer gibt es übrigens auf beiden Seiten. Wenn Sie mir erzählen wollen, es gäbe keine Kriegshetzer in der Duma, dann haben Sie nie eine Rede von Verteidigungsminister Schoigu gehört, oder eine Sendung von Chefpropagandist Dimitri Kissiljow gesehen. In den russischen Medien wird andauernd Kriegshetze verbreitet, mal gegen den Westen, dann gegen die Ukrainer, dann gegen die Georgier, man hat sich ja viele Feindbilder erschaffen. Deutschland und die EU sollten sich ganz einfach raushalten aus Syrien und allen anderen Konflikten, am besten aus der Nato austreten und einen eigenes Verteidigungsbündnis ins Leben rufen und komplett neutral sein. Man sollte auch in den Medien kein Wort mehr über Trump oder Putin verlieren. Die bekommen beide viel zu viel Aufmerksamkeit.

11:43 von nie wieder spd

"Die von Trump und Putin verabredete Waffenruhe ist ja der einzige Lichtblick des G20-Theaters", aber leider betrifft sie nur einen sehr kleinen Teil des syrischen Territoriums.
Aber Sie gehen ja selbst davon aus, dass dieser Krieg nicht beendet werden kann, "Solange die US-Kriegshetzer bei Demokraten und Republikanern nicht zum Schweigen gebracht werden, wird der Krieg in Syrien weitergehen oder es wird ein anderer angefangen.". Die wechseln sich nämlich in den USA in der Regierung immer ab. Also wird nach Ihrer Meinung kein richtiger Frieden in Syrien einkehren. Was sagt nun eigentlich Syriens Machthaber Assad dazu? Hat er seine Politik jetzt ganz den Russen überlassen?

pkeszler 10:28

In Syrien herrscht dann Ruhe wenn der IS, Bashar als Assad, der Iran, das russische Militär, die USA, die Türkei, Jordanien, Saudi Arabien, Katar, VAE und alle anderen Kriegsteilnehmer verschwinden. Vorher wird es dort keinen Frieden geben. Wer glaubt wenn man Assads Macht stützt käme von selbst Ruhe rein, wird sich irren. Assad ist Teil des Problems und Mitgrund warum es diesen Krieg überhaupt gibt, daher gehören er, genauso wie der IS und alle anderen Terrorgruppen (Al Nusra etc) weg. Nur dann hat Syrien wirklich eine Chance.

um 07:48 von

um 07:48 von forensüchtig
"
Damaskus
... war einst eine weltoffene Metropole, in der Muslime, Christen, Drusen und Juden tolerant zusammen lebten. Dann kam das Assad-Regime
"

...stimmt...
...jetzt macht es auch Sinn,dass so viele Syrer unterschiedlichster Ethnien & Religionszugehörigkeiten nach Damaskus & ins Umland von Damaskus flohen...

...eben wegen der dort nun gelebten Intoleranz ( in jeglicher Hinsicht) fühlen sich dort Christen,Schiiten,Alewiten,Drusen & co dort sicher...verstehe...

& deswegen gehen da auch Europäer (Christen) hin...

ist halt schon viel intoleranter als das aufgeschlossene & weltoffene Mekka - wo der Zutritt für Christen verboten ist.

Insgesamt ist Saudi-Arabien auch viel multireligöser & weltoffener,sieht man ja an den ganzen nichtvorhandenen Kirchen & Tempeln...nicht so wie in Syrien,wo Schiiten & Sunniten als Zeichen der Verbundeheit in christlichen Kirchen beten...

Damaskus war/ist unter Assad

eine weltoffene Metropole, in der Muslime, Christen, Drusen und Juden tolerant zusammen lebten.
@07:48 von forensüchtig

Deshalb hat Assad ja immer noch eine große Zustimmung in Syrien.
Selbst eine Umfrage von Natoberatern ging 2013 von einer Zustimmung von 70% aus.

Die islamistische Opposition hat - zum Teil leider mit Erfolg - mindestens diese Toleranz in Syrien gestört.

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