Kommentare

politisiert wie lange nicht

na ja wieder einmal typisch schwacher Bericht ... und man braqucht auch wieder und bemueht einen sogenannten "Experten!" Selbst scheint man als "Journalist" nicht mehr dazu befaehigt zu werden, da man denen eh nicht glaubt, allerdings wie dem "Experten" auch nicht!

Der Machtmissbrauch treibt die Menschen um

Meine Meinung ist wie folgt:
Durch Fehlregierung in der Flüchtlingsfrage und dem starken Sozialabbau für dt. Bürger, muss man sich engagieren, wenn man etwas verändern will. Kinderarmut im reichen Deutschland, schlechteste Renten für hart arbeitende Bürger, verkommende Infrastrukturen im Westen, etc.
Es wurde über Jahre nicht das korrekte Bild der Gesellschaft gezeigt. Soziale Abstiege schienen daher persönliche Einzelschicksale zu sein. Inzwischen sind die Tatsachen aber deutlich sichtbar, wenn man die ärmlichen Menschen in den verkommenen Straßen sieht.

Die Menschen in Frankreich gehen auf die Straße, wenn die Regierung versagt.
Die Menschen in Deutschland gehen wieder wählen, wenn die Regierung versagt.

Es ist nur ein undemokratischer Akt, dass Journalisten Wahlempfehlungen aussprechen oder sogar Parteien am Stimmengewinn hindern wollen.
Die Stimmungsmache der Medien ist bedenklicher, als die Stimme des Bürgers selbst.

Ich waere ja fuer eine

Ich waere ja fuer eine allgemeine Wahlpflicht, z.B. wie in Luxemburg, da zahlt man als Nichtwaehler unter 75 Jahren einen Betrag von 100-250 EUR.

Politisierung?

Ich denke, es ist falsch davon zu sprechen, dass die Menschen politisch interessierter sind, als vor 10 oder 20 Jahren. Krisen gab es ja auch genug. Auch den Begriff "Politikverdrossenheit" empfinde ich falsch. Die Menschen waren nie desinteressiert an Politik. Es ist doch eher so, dass immer mehr Menschen der Meinung sind, dass eben die etablierten Parteien Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind. Auch gibt es mittlerweile mehr Alternativen als vorher und es werden wohl noch mehr dazukommen. Angefangen von der WASG über die Piraten und Lucke und jetzt halt die AfD.

Auch gabe es schon vor 15 Jahren Prognosen, die genau diese Entwicklung vorhergesagt haben. Die sozialen Probleme werden zunehmen und damit auch die Gefahr von sozialen Unruhen. Aber solange weiter von unten nach oben verteilt wird, und das immer dreister, werden die Menschen nicht "politisierter", sondern eher radikaler in ihren bestehenden Ansichten. Mal schauen, ob Marx nicht doch recht hatte...

keine Volksbefragungen

weder auf Landesebene noch auf Bundesebene (außer in Bayern).
Die etablierten Parteien fürchten Volksbefragungen so sehr , wie der Teufel das Weihwasser! Wissen doch sie alleine, was für das Land (Volk) gut ist. Solange dies so bleibt, geht das Interesse an politischen Entscheidungen immer weiter zurück.
Alle 4 Jahre ein Kreuzchen zu machen ohne nach dem Wählerwillen zu fragen, ist den meisten einfach zu wenig. Bei keiner für Deutschland wichtigen Entscheidung wurden die Bürger gefragt. Dies gilt vor allem für die Einführung des Euro, die Aufnahme von über einer Million Flüchtlinge und für die Vergabe von Milliardendarlehen an Griechenland. Die Liste ließe sich beliebig weiterführen.
Wen wundert da noch eine verbreitete Politikverdrossenheit?

Politisiert wie nie?

Der eine Teil der Menschen hat die Nase gestrichen voll von "weiter so" in Deutschland und der EU und der andere Teil wird von den Medien und etablierten Parteien in wahren Panikmache- und Hetzkampagnen "mobilisiert" ... leider aber ohne jegliche Argumente. Da geht es dann IMMER nur "GEGEN die bösen anderen" und niemals "FÜR unser tolles Programm". Bei den "anti-Kampagnen" wird auch NIEMALS die eigene Seite auf Fehler überprüft ... das wird als "gegeben" vorausgesetzt und ist der Kernpunkt der Kritik am "weiter so" und die Motivation für die erste Gruppe von Wählern. Weder die Bundesregierung noch die EU - und auch leider nicht unsere Medien - haben jemals die eigene Politik untersucht.

Bei den Medien fällt ja in diesem Zusammenhang auch die Tagesschau negativ auf, da die ARD die eigene EINSEITIGKEIT DER BERICHTERSTATTUNG zur Ukraine-Krise zugegeben hat ... und man trotzdem genau so weitermacht.

EHRLICHE Selbstkritik (mit Folgen) überall Fehlanzeige! Davon haben die Bürger genug!

Repolitisierung

Als Beispiel mein eigenes:

Mit 16 bin ich in die SPD eingetreten, 1972, wegen Willy Brandt. Ich habe versucht, mich im Ortsverein über die Jusos in die Politik einzubringen, "mein" Vorsitzender hieß Gerhard Schröder. Ich merkte, daß ich für den Politikbetrieb nicht gemacht bin, immerhin habe ich dort aber das Trinken gelernt:-=}

Ich engagierte mich dann lieber in Kulturprojekten u.ä., Basisarbeit eben.

Ende der 70er bin ich aus der SPD ausgetreten, als Manfred Coppik und Karl-Heinz Hansen rausgeworfen wurden. Was sollte ich noch in dieser Partei?

Seitdem habe ich zwar an jeder Wahl teilgenommen und immer Zeitung gelesen, mich aber am gesellschaftlichen Diskurs wenig beteiligt.

Das änderte sich erst, als die Rechten, Verschwörungstheoretiker und Querfrontler immer lauter wurden. Denn ich hatte mir als junger Mann geschworen, keinen neuen Faschismus zuzulassen. Und genau das ist es, worauf Kräfte, die man nicht unterschätzen sollte, hinarbeiten.

Das hat mich (wieder) politisiert.

Polarisierung nicht Politisierung

Das Wort Politikverdrossenheit finde ich genauso fehl am Platz wie Wutbürger. Es sind Politikerverdrossenheit und Protestbürger.
Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich zunehmend polarisiert vorallem wirtschaftlich gesehen. Dieser Druck hat sich in mehreren Protesten geäußert. Sei es Occupy, S21, Montagsmahnwachen, Pedida, Pro-Europa Demonstrationen.
Inzwischen schlägt das bei der Wahlbeteiligung durch und es ist ein sehr gutes Zeichen, dass die Leute immer noch bereit sind zu meinen über den Weg der Parlamente und Wahlentscheidungen die Politik des Landes beeinflussen zu können.
Es gibt allerdings keinen Grund zur Freude, nicht weil die AfD davon profitiert, das muss eine Demokratie aushalten, sondern weil immer noch ein drittel gar nicht wählt und ein Großteil der Bevölkerung eben nicht in Parteien, Gewerkschaften oder NGOs organisiert ist. Außerdem gibt es Kräfte die das System aktiv untergraben und den parlamentarischen Weg diffamieren und das ist auf lange Sicht gefährlich.

15:40, yolo

>>Es ist nur ein undemokratischer Akt, dass Journalisten Wahlempfehlungen aussprechen oder sogar Parteien am Stimmengewinn hindern wollen.<<

Könnten Sie diese rätselhafte Aussage bitte präzisieren?

Journalisten haben immer ihre Meinung gesagt, das ist essentieller Bestandteil der Pressefreiheit!

In den USA geben die Zeitungen traditionell bei jeder Präsidentschaftswahl eine Wahlempfehlung ab, beispielsweise.

Die ist natürlich von Zeitung zu Zeitung verschieden.

Auch bei uns gibt es das. Ich kann mich noch deutlich entsinnen, wie die "Zeit" einmal eine Wahlempfehlung für Helmut Kohl aussprach, als Helmut Schmidt Kanzler war. Das hat mich zwar kriminell geärgert, es wäre mir aber nicht im Traum eingefallen, zu fordern, so etwas zu verbieten oder es undemokratisch zu nennen.

Es gaebe ja Moeglichkeiten,

Es gaebe ja Moeglichkeiten, ganz ohne Volksentscheide.

- Abgeordnete sind in erster Linie den Waehlern ihres Wahlkreises verpflichtet.

-Verbot des Fraktionszwangs.

Das gaebe den Buergern auch nach der Wahl noch ein gewisses Mitspracherecht und wuerde sie nicht auf ein Kreuz alle 4 Jahre reduzieren.

@ Ich waere ja fuer eine allgemeine Wahlpflicht

Was wäre, wenn man jede nicht abgegeben Stimme anteilig so umrechnet dass damit die momentane Stimmverteilung nachgebildet wird.
Vorteil: jeder, der mit dem bestehenden Zustand zufrieden ist, kann zuhause bleiben.
Wer unzufrieden ist kann entweder einer Partei seiner Wahl die Stimme geben, oder wenn nichts für ihn dabei ist, eine ungültige Stimme als Protest abgeben.

Kein Grund zum Feiern

Leider besteht die Polikverdrossenheit nach wie vor! Mittlerweile hat fast jeder hier und anderswo gute Chancen gewählt zu werden, wenn er/sie zuvor mit der aktuellen "Tagespolitik" möglichst wenig zu tun hatten! Trump, Macron und die (initiale) Schulz - Begeisterung sowie das Erstarken der rechten und linken Parteien sind Indizien hierfür.

Stimme denen hier zu, die ehrliche Selbstkritik und ernsthafte Ansätze hier in D und auf EU Ebene, etwas verbessern zu wollen vermissen (wenn selbst ein Brexit das Weiter-So nicht ändert, was dann?). Davon und vom Belehren und Finderzeigen auf andere haben ich und die meisten in meinem (meist akademischen) Umfeld die Nase voll!

Naja....

Ich denke die Griechenlandkrise gefolgt von der Flüchtlingskrise, dann dieses agieren gegen die Bevölkerung (mangelhafte Rente, Pflege, Hartz4, Gesundheit etc.) und zuletzt noch das Erstarken der AFD hat die Bevölkerung nach Jahren dazu veranlasst mal etwas genauer hinzusehen was unsere Politiker so treiben. Was die Wähler sahen, hat so manchen davon aus dem Dämmerschlaf gerissen und dazu veranlasst diesem ungestörten Treiben der Politiker nun einhalt zu gebieten. Der Wähler ist der Souverän und Politiker sollten sich das mal verinnerlichen. So schnell man ein Pöstchen bekommt,-genau so schnell kann man es durch den Wähler auch wieder verlieren. Das den Herrschaften das nicht passt liegt klar auf der Hand. Aber.....ich glaube der Wähler war lange passiv, aber nun ist er aktiv zurück und für die Politik wird es schwierig länger am Honig zu kleben.

Perspektive und Chance

Es lohnt sich wieder wählen zu gehen!
Von Demokratie zu faseln oder diese tatsächlich zu leben sind zwei gewaltige Unterschiede.
Die Lehmschicht, die unseren etablierten Parteien über das Land gelegt haben, um ihre Macht zu sichern, kann bezwungen werden.

Darin liegt auch die Erklärung dafür, warum häufig mit Beleidigungen und hasserfüllten Kommentaren diskutiert wird. Das Establishment verteidigt seine ideologischen Paradigmen und die Opposition sieht Chancen für Veränderungen. Soetwas gab es in der BRD allenfalls vor 50 Jahren, damals jedoch von links. Jetzt zeigt das bürgerliche und rechte Spektrum Widerstand ohne Gewalt und nur mit Worten.

Wunderbare Demokratie, da stören auch ein paar verbale Entgleisungen nicht.

@Pflasterstein

Wenn ich Ihre Kommentare aus den letzten Monaten so resümiere, dann gibt es für mein Empfinden nur eines, was Sie noch mehr verachten als "die etablierten Parteien", nämlich "die Medien". Mir stellt sich die Frage, warum Sie z.B. tagesschau.de konsumieren, wenn Sie doch von vornherein überzeugt sind, hier belogen zu werden.
Ich habe auch registriert, dass Ihre Zweifel an den Meldungen umso größer sind, je weniger diese in Ihr Weltbild passen. Und dass sie äußerst leidenschaftlich dafür eintreten, dass Journalisten ihre Meinung für sich behalten, auch das umso mehr, je konträrer deren Kommentare zu Ihren Ansichten sind.
Das alles lässt mich nur spekulieren, was Sie sich unter "unabhängigen" Medien vorstellen. Ich weiß es nicht. Ich fühle mich durch die Veröffentlichung von Umfragen jedenfalls nicht genötigt, bestimmte Parteien zu wählen. Deshalb sind für mich solche Meldungen eine Informationsquelle, und kein bösartiger Manipulationsversuch im Interesse irgendwelcher dunklen Mächte.

@Pflasterstein um 16:05 Gruß aus der anderen Filterblase ;-)

Lieber Pflasterstein

Ihrem Kommentar entlese ich das sie eher "Anti" gegen die aktuelle politische Kaste und Medienvertreter stehen. Ich würde nur mal ihre Vorwürfe spiegeln, mal schauen wo das hinführt...
"Der eine Teil der Menschen hat die Nase gestrichen voll von "weiter so" in Deutschland"

Meinen sie so wie das Grüne Bürgertum, das die beschämende Unmenschlichkeit nicht mehr erträgt oder die Dummheit der Leute in Energie und Umweltfragen oder Linke welche die Finanz-, Steuer und Wirtschaftspolitik dieses Landes ertragen müssen und schreinen könnten vor Zorn, ob dieser Inkompetenz.

"der andere Teil wird von den Medien und etablierten Parteien* in wahren Panikmache- und Hetzkampagnen "mobilisiert" ... leider aber ohne jegliche Argumente. Da geht es dann IMMER nur "GEGEN die bösen anderen" und niemals "FÜR unser tolles Programm" "

Also Compact, Focus, CDU/CSU/AfD* gegen Merkel, Maas, Gabriel, Kahane, USA, Einwanderer usw.

"anti-Kampagnen" - Pegida, "Widerstand, Merkel mus weg"?

"Da kann man doch nichts machen"

Diese Äußerung wird hoffentlich bald in der Versenkung verschwinden. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich nicht nur oberflächlich informiert wird und ein kritisches Hinterfragen unbedingt angesagt ist. Leider sieht man inzwischen auch, dass die Wählerschaft nicht allein entscheidet, sondern nach den Wahlen durch Parteiengeklüngel am Ende alles beim Alten bleibt. Man kann seine Meinung aber auch wirkungsvoll auf die Straße tragen, denn Entscheidungen werden nicht nur durch Wahlen bestimmt. Es muss auch da noch viel mehr werden!

Repolitisierung, @fathaland slim

war bei mir nie ein Thema, weil ich noch nie in meinem Leben entpolitisiert war. Das gilt natürlich unter der Bedingung, das politisches Engagement auch jenseits des bundesdeutschen Parteienzirkus als solches anerkannt ist.
Ich war bei jeder Wahl, aber die letzte gültige Stimme habe ich vor 49 Jahren abgegeben, und zwar an eine Partei, die ich selbst dann niemals wieder gewählt hätte, wenn es sie noch gäbe. Zu Zeiten der WASG war ich noch mal in Versuchung, mehr aber auch nicht.
Mein Engagement gilt eher der guten alten Arbeiterklasse und dem Ziel, eine würdigere Vertretung für sie zu finden als die derzeitigen Gewerkschaften.
Übrigens, Sie wissen, dass ich die "Querfront" für eine VT halte. Die zu bekämpfen überlasse ich den modernen Don Quichotes ;-)

Was haben wir denn wirklich?

Eine marginale Verschiebung in der Wahlbeteiligung die in erster Linie auf die afd zurückgeht, während weiterhin 30-40 Prozent daheim bleiben und dafür sorgen, dass reale Ergebnisse von 20% wie Wahlsiege aussehen.

Wenn Wahlen etwas verändern würden...

hätte man sie schon längst verboten. Wir haben aktuell eine Situation, in der die politische Richtung bei allen "etablierten" Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) nahezu gleich ist. Hier unterscheiden sie sich nur um winzige Nuancen, die man medienwirksam in den Vordergrund stellt, die aber im Ergebnis keine wirklichen Änderungen für den Bürger ergeben.
Man kann also nicht davon reden, dass die Bürger eine wirkliche Wahl haben, obwohl Wahlen abgehalten werden.

Wenn also nun die Wahlbeteiligung steigt, so ist das eher darauf zurückzuführen, das nach und nach die Bürger unzufriedener werden um zu sehen, ob die wenigen Alternativen eine Veränderung bringen oder das Sytem so statisch ist das man mit dieser Form keine Änderung erreicht.

politische lähmung

es gehen vielleicht mehr menschen wählen, aber die konservativen deutschen werden wieder den stillstand der groko wählen...
keine perspektiven, keine visionen, kein "en marche" wie in frankreich - bloss keine experimente.
diese aussicht verleidet zumindest mir wieder die teilnahme an der wahl, denn es fehlt der grosse aufbruch, der die wähler mitnehmen könnte - heraus kommt wieder die einhaitspampe unter merkel.

schade für europa, denn mit dieser kanzlerin, diesem finanzminister und deren konservativen freunde wird europa leider nicht vorankommen, obwhl gerade jetzt grosse reformen anstehen zu mehr mitbestimmung der wähler und einem einigen europa ohne grenzen und nationalismus.

es herrscht, wie am ende der kohl- zeit, eine politische lähmung in deutschland, und es ist fürchterlich, dass man nur spd oder grüne wählt, um die afd möglichst klein und unwichtig zu halten ...

Repolitisiert?

also mal ganz klar gesagt: diese "Repolitisierung" hat einen Namen.

Der lautet AfD.
Die einen laufen denen zu und einige glauben, sie müssten diese Partei verhindern und gehen eben was weiss ich wählen. (ist nicht nötig, die AfD wird ein Randgruppenphänomen bleiben, das sich schon in 4 Jahren erledigt haben wird)

Ausserdem finde ich es schon ziemlich unverschämt von Repolitisierung zu sprechen, nur weil die Wahlbeteiligung steigt.

Das impliziert: wer nicht wählt ist nicht politisch.

Auf die Idee, dass man vielleicht keine Lust darauf hat, ein Kreuzchen zu machen, das dann so interpretiert wird, wie es gerade passt und das nur dazu dient festzulegen, mit wie vielen SPD Ministern Merkel regieren wird. Oder ob Merkel womöglich auch noch an die Grünen ein paar Pöstchen vergeben muss.

Gebt mir eine Wahl, dann geh ich wählen.

Aber nennt mich nicht unpolitisch, weil ich mich dieser "mit wie viel Prozent wird Merkel gewählt" Veranstaltung entziehe.

15:40 von yolo

Ihr Kommentar kommt mir nicht so recht aufrichtig vor.

Sie regen sich darüber auf, dass Menschen wählen gehen und sich der Teilhabemechanismen bedienen, die als Lehren aus Jahrhunderten von Bürgerkriegen, Pogromen und Willkürherrschaft gezogen wurden.

Wenn nun ein Medium, dass unter gesamtgesellschaftlicher Aufsicht steht, darüber berichtet, werfen Sie ihm (automatisch?) Wahlbeeinflussung vor, ohne dafür überhaupt eine Begründung zu liefern. Das ist meiner Meinung nach genauso dubios wie dilettantisch.

Wenn Sie schon mit dem Finger auf andere zeigen, sollten Sie besser auch einen Grund (und es sollte besser ein guter Grund sein...) dafür nennen. Ansonsten wird man Ihnen keine große Glaubwürdigkeit zuerkennen können.

16:03 von flocke13

Wenn es schon um Befragungen und repräsentative Studien geht;

Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen, dass jede der von Ihnen genannten Entscheidungen zum ihrem Zeitpunkt von einer Mehrheit der Wähler unterstütz wurde?

- Die Einführung des €uro wird noch heute von über 70% der Deutschen für richtig befunden,
- Der Erhalt der WWU ebenfalls (dafür wahren nunmal Zusicherungen, die zum größten Anteil nie ausgezahlt wurden notwendig)
- Und sogar die Aufnahme von Flüchtlingen genoss die längste Zeit über eine mal mehr, mal weniger knappe Mehrheit.

Unterm Strich verhalten Sie sich also genau so, wie sie es unseren Entscheidungsträgern vorwerfen, während die den demokratischen Aspekt in der Tat berücksichtigt haben.

16:24, andreas74

>>Es gaebe ja Moeglichkeiten, ganz ohne Volksentscheide.

- Abgeordnete sind in erster Linie den Waehlern ihres Wahlkreises verpflichtet.

-Verbot des Fraktionszwangs.

Das gaebe den Buergern auch nach der Wahl noch ein gewisses Mitspracherecht und wuerde sie nicht auf ein Kreuz alle 4 Jahre reduzieren.<<

Abgeordnete sind ihrem Gewissen, nicht der Meinung der Wähler ihres Wahlkreises, die für ihn gestimmt haben, verpflichtet.

Wie sollte das auch gehen?

Diejenigen, die für den jeweiligen Abgeordneten gestimmt haben, stimmen, bevor der Abgeordnete an einer Abstimmung teilnimmt, über den Sachverhalt im Voraus ab und teilen dem Abgeordneten dann mit, wie er abzustimmen hat?

Das nennt man imperatives Mandat und setzt in dieser hier skizzierten Form die Aufhebung des Wahlgeheimnisses voraus.

Der Fraktionszwang ist eigentlich verboten, da der Abgeordnete laut Grundgesetz einzig seinem Gewissen verantwortlich ist.

Was de facto passiert, ist natürlich eine andere Sache.

@ um 16:13 von fathaland slim

Es lief bei mir ähnlich. Aber ausgetreten bin ich erst wegen Kanzler Gerhard Schröder. Immerhin kann ich mich rühmen diese Partei so gut wie nie gewählt zu haben. Denn kurz nach meinem Eintritt gabs die Grünen. Und nun gibt's die besseren Sozis. Aber von mehr Politisierung habe ich, außer bei und durch rechte Parteien wie AfD und FDP, bisher nichts bemerkt.

16:05 von Pflasterstein

Ähm, Entschuldigung aber:

Es waren die Proteste der "Besorgten Bürger" (PEGIDA, HOGESA usw.), auf denen Galgen für Politiker aufgebaut wurden, die von einer Mehrheit der Deutschen gewählt wurden.

Es waren auch diese Proteste, die anfingen gegen eine Gruppe von Menschen (Muslime, Migranten generell, alle Deutschen, die nicht AfD/NPD wählen würden) aufzuhetzen.

Es sind auch diese Kundgebungen, die sich Tag für Tag stärker einer aggressiven Rhetorik bedient, die keinen Zweifel an ihrer grundsätzlichen Gewaltbereitschaft mehr lässt.

Aus ihnen gehen dann Lieder hervor, in denen frei erfundene Geschichten ("Pizza-Gate", "Volkstod durch Migration" usw.) benutzt werden, um eine vermeintliche Rechtfertigung für Gewaltakte zu finden, wie sie letztlich von der Gruppe Freital, der Oldschool Society, oder nun dem extremistischen Offizier Franco A. und seinen Helfern geplant und beinahe ausgeführt worden wären.

Sie fordern Selbstkritik und propagieren hier selbst schlicht falsche Behauptungen.

Man fühlt sich so, als ob die

Man fühlt sich so, als ob die gewählten Vertreter (Regierungen) in einen Dornröschenschlaf gefallen sind oder sogar "auf der Gegenfahrbahn" unterwegs sind. Als Beispiel nennen möchte ich die Ablehnung des rot-grünen Senats in Hamburg, eine Anlaufstelle für die Beratung bei Antisemitismus einzurichten. Das hat - wohlgemerkt - Rot/Grün abgelehnt. Es macht einfach nur sprachlos. Auch die Veränderung der Sicherheitslage ist mit Händen zu greifen. Solche Zeiten verlangen Engagement, leider. Und wenn das politische Interesse steigt, dann nur, weil die Leute ihrer Haustür nicht mehr trauen. Man kann das als politisches Engagement loben. Es spricht aber auch Bände, dass die Leute plötzlich nicht nur Sorgen sehen, sondern Sorgen haben.

Wo beginnt Politisierung und wo hört sie auf?

Kann man bei einer erhöhten Nachfrage nach politischen Inhalten und einer höheren Wahlbeteiligung wirklich schon von einer "Politisierung" sprechen, nur weil Wahlberechtigte sich aufraffen, am Sonntag zur Wahlurne zu gehen? Beteiligung ist positiv, jedoch angesichts der sonstigen politischen Mitwirkungsmöglichkeiten nur eine demonstrative Episode, ein demokratischer Minimalkonsens. Dieser ist auch davon abhängig, ob es Themen gibt, die ansprechen, entrüsten, aufrütteln. Aktuell gibt es sie, wovon "Politik" profitiert. Auch ein Parteieintritt alleine ist ein unzureichendes Kriterium . Mitglieder sind nicht automatisch "aktive Mitglieder". Eine relevante Kennzahl wäre es, wenn erhoben würde, ob sich mehr Parteimitglieder in den Gemeindeausschüssen, Arbeitsgruppen, bei von Parteien organisierten sozialen Projekten engagieren. Dazu müssen sie auch die Chance haben. Quereinsteiger mit neuen Ideen werden von Alteingesessenen vergrault und weggebissen. Qualifizierte machen keine Ochsentour.

Mr. Quick sagt dazu..

Eher die Aufklärung und Erkenntnis das "nicht wählen" genau denen nützt die von einer geringen Wahlbeteiligung profitieren.

16:58, frosthorn

>>Mein Engagement gilt eher der guten alten Arbeiterklasse und dem Ziel, eine würdigere Vertretung für sie zu finden als die derzeitigen Gewerkschaften.<<

Es wäre schön, wenn es die gute alte Arbeiterklasse noch geben würde. Sie wurde aber wegrationalisiert. Und dann kam die FDP und behauptete, sie würde sich für die engagieren, die den Karren ziehen würden. Den zog aber keiner mehr, denn er wurde längst motorisiert. In Wirklichkeit meinte sie diejenigen, die ihn lenken. Diejenigen, die ihn früher zogen, sitzen am Straßenrand und müssen sich auch noch als faul beschimpfen lassen.

>>Übrigens, Sie wissen, dass ich die "Querfront" für eine VT halte. Die zu bekämpfen überlasse ich den modernen Don Quichotes ;-)<<

Na, dann lesen Sie mal Alexander Dugin, Alexander Prochanow oder Jürgen Elsässer. Und schauen sich Putin, Orban und Le Pen an.

Wenn Sie da nicht die ideologische Wiederauferstehung der Strasser-Brüder, Gregor und Otto, erkennen, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.

@andreas74

Juristisch verbieten kann man nur, was es auch gibt.

Fakt ist,...

...wer WIRKLICH etwas ändern will, wählt nicht länger CDU, Grüne oder SPD.

So einfach - wie konsequent ist das...

17:09 dummschwaetzer

Es gäbe schon eine Alternative zu den Etablierten, nämlich die Afd. Warum sollte man dieser neuen Partei nicht einmal eine Chance geben?

Die Politikverdrossenheit...

...besteht weiterhin fort.

Ich selber bin über Jahre - aufgrund der Agenda 2010 - Nichtwähler geworden.

Mir den Politikbetrieb und die Ungeheuerlichkeiten betrachtend, die sich Politiker gegenüber den Menschen leisten, habe ich mich entschlossen wieder wählen zu gehen.
Und zwar das geringste der vorhandenen Übel - In meinem Falle die Linken.

Ich bin mir sicher, das es vielen so geht.
Auf der linken Seite des politischen Spektrums als auch im konservativen Lager - welches nicht mehr von der CDU abgebildet wird.

Was D eigentlich bräuchte, ist eine komplette Ersetzung dessen, was wir "etablierte Parteien" nennen.

Mit den meisten vorhandenen Parteien ist der notwendige Neustart unserer Demokratie nicht möglich.

re dummschwaetzer 17:09: Unzufriedenheit

"Wenn Wahlen etwas verändern würden...
hätte man sie schon längst verboten.Wir haben aktuell eine Situation, in der die politische Richtung bei allen "etablierten" Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) nahezu gleich ist."

Klar, wenn einem das gesamte System nicht passt, kommt einem natürlich alles in diesem System gleich vor. Weil es einem gleich ist.

"Man kann also nicht davon reden, dass die Bürger eine wirkliche Wahl haben, obwohl Wahlen abgehalten werden."

Weil Ihre Partei nicht dabei ist? Dann müsste diese ja verboten sein? Da fällt mir aber im Moment gar keine ein, auf die das zutreffen würde.

Was ich aber nicht verstehe: Offensichtlich halten Sie ja die AfD für die einzige Alternative und diese steht zur Wahl und macht sich nach meiner Wahrnehmung auch lautstark bemerkbar. Das einzige, was dieser Partei fehlt, sind Wähler. Und das wird schon einen Grund haben. Oder viele.

17:09, dummschwaetzer

>>Wir haben aktuell eine Situation, in der die politische Richtung bei allen "etablierten" Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) nahezu gleich ist. Hier unterscheiden sie sich nur um winzige Nuancen, die man medienwirksam in den Vordergrund stellt, die aber im Ergebnis keine wirklichen Änderungen für den Bürger ergeben.<<

Die Linke unterscheidet sich also von FDP und CDU nur in winzigen Nuancen.

Na gut.

Damit ist dann wohl jede Diskussion sinnlos.

16:13 von fathaland slim

Repolitisierung

Als Beispiel mein eigenes:

Mit 16 bin ich in die SPD eingetreten, 1972, wegen Willy Brandt. Ich habe versucht, mich im Ortsverein über die Jusos in die Politik einzubringen, "mein" Vorsitzender hieß Gerhard Schröder. Ich merkte, daß ich für den Politikbetrieb nicht gemacht bin, immerhin habe ich dort aber das Trinken gelernt:-=}
Das änderte sich erst, als die Rechten, Verschwörungstheoretiker und Querfrontler immer lauter wurden. Denn ich hatte mir als junger Mann geschworen, keinen neuen Faschismus zuzulassen. Und genau das ist es, worauf Kräfte, die man nicht unterschätzen sollte, hinarbeiten.
Das hat mich (wieder) politisiert.
////
*
*
Bei mir ist das so ähnlich, ich bin gegen die Wiederholung beider Unrechtssysteme auf deutschem Boden.
*
Obwohl ich als Berlintransporteur nur die eine Seite persönlich kennengelernt habe.
*
Ansonsten ist mir die jetzige Behördenschlurerei noch suspekter, als die Pedanterie während meines "unbescholtenen" Berufslebens.
*

Tja, was soll....

man von Leuten halten, die ihre "Politisierung" von Personen wie Hansen oder Coppik abhängig machen? Zumindest machen sie und andere aus ihrer grundsätzlich "linken" Weltanschauung keinen Hehl! Das erklärt natürlich auch die "Rollenverteilung", wonach die "Rechten" oder Kapitalisten immer die "Bösen" sind und das von den Linken versprochene Paradies erstaunlicherweise immer verhindern, weil die "arme" (oder besser "dumme") Bevölkerung immer geknebelt, ausgebeutet oder mit Wahlgeschenken bestochen wird! Oder? In welchen Tragödien die französische Revolution oder die Oktober-Revolution endete, dürfte bekannt sein und es sind Zweifel angebracht, ob Allende oder Castro auf "demokratische" Weise soziale Paradiese geschafft hätten oder haben! Hilfreich wäre z.B., wenn mit einer Wahl auch ein Intelligenztest kombiniert werden würde. Möglicherweise hätten damit manche Katastrophen verhindert werden können! Aber leider haben die Linken "Bildung" ja auch nicht so gerne , weil Fragen entstehen !

17:09 von dummschwaetzer:

"Wir haben aktuell eine Situation, in der die politische Richtung bei allen "etablierten" Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) nahezu gleich ist. Hier unterscheiden sie sich nur um winzige Nuancen".
Das sehe ich nicht so, denn wenn man sich die Wahlprogramme ansieht, gibt es doch noch graviernde Unterschiede. Bestes Beispiel: Wer sozial denkt und Pazifist ist hat eigentlich nur die LINKE zur Wahl. Durch die Bildung von Koalitionen werden leider viele Parteiprogramme über Bord geworfen, siehe die GRÜNEN als ehemalige Friedenspartei schlicht nicht mehr glaubwürdig oder die SPD als soziale Partei nur noch ein Witz. Dann ist eine gute Opposition immer noch der ehrliche und bessere Weg.

um 17:39 von nie wieder spd

"Denn kurz nach meinem Eintritt gabs die Grünen. Und nun gibt's die besseren Sozis."

...Sie reden von der xmal-umbenannten SED, oder?
Nur damit mal klarere Verhältnisse herrschen.

Wenn die Menschen den

Wenn die Menschen den Eindruck haben, sie hätten wirklich eine Wahl zwischen politischen Optionen, gehen sie auch wählen. Das war eine Zeitlang nicht einmal mehr ansatzweise der Fall. Wählen war so ähnlich wie ein Joghurtkauf die Auswahl von Geschmacksrichtungen.

@Am 13. Mai 2017 um 17:38 von fathaland slim

Das die Abgeordneten eigentlich ihrem Gewissen verpflichtet sind, das weiss ich. Das der Fraktionszwang in die Koalitionsvertraege geschrieben wird ebenfalls.

Wenn ich schrieb "Abgeordnete sind in erster Linie den Waehlern ihres Wahlkreises verpflichtet." Dann hatte ich ein wenig die Amerikaner im Kopf. "Ruf deinen Abgeordneten an, und sag ihm was du von XY haeltst". Diese Aufforderung gabs von Obama als auch von Trump, es scheint also normal zu sein.

Mir gefaellt der Gedanke das ich meinem Abgeordneten Input geben kann und er dann auf der Basis was er an Feedback bekommen hat seine Stimme bei einer Abstimmung gibt.

Ich würde probieren, einigen einflußreichen Personen

die Wahl zu verweigern.
Bürgern ab einem bestimmten Einkommen (evtl. oberes Drittel) sollte die Wahlberechtigung entzogen werden. Es wäre sehr interessant zu erfahren, wohin sich dann unsere Gesellschaft entwickeln würde!
Denn insbesondere so, wie der Zustand jetzt und eigentlich bisher immer war, kann von echter Demokratie keine Rede sein. Politik sollte versuchen, Wirtschaftsinteressen ENTGEGEN zu wirken!

@frosthorn

Nachtrag: ich habe den Verdacht, daß wir beide von grundverschiedenen Sachverhalten reden, wenn wir "Querfront" sagen.

Die Definition für das, was "Querfront" bedeutet, die ich bei Ihnen vermute und die mir geläufig ist, ist in der Tat verschwörungstheoretischer Natur.

Da gebe ich Ihnen Recht.

Ich glaube der Grund für hohe

Ich glaube der Grund für hohe Wahlbeteiligung sind sehr vielfältiger Art und einfache Betrachtungen schwierig, ohne den Eindruck zu hintrlassen, es fehlte was. Letztlich kann man zwar die Frage stellen: "Warum gingen Sie wählen", aber man erhält nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit.

Denn der Hintergrund des individuellen politischen Interesses, aber auch die politische Medienkompetenz wird dabei schon mal nicht erfasst als möglichen Grund, mit welchem überhaupt jemand auf politisches aufmerksam wird. Und ich denke, das kann durchaus auch sehr zufällig vom Zeitgeist abhängen, der sich alle 20 Jahre ändert.

Polarisierung fördert das Aktivwerden

Erlebt Deutschland eine Welle der Politisierung? Das Land erlebt zumindest eine starke soziale Polarisierung. Man hat den Eindruck, dass sich einzelne politische Richtungen und Meinungslager so unnachgiebig wie lange nicht gegenüberstehen und der Ton teilweise recht scharf ist (z.B. bei Demos). Gerade beim Thema Zuwanderungspolitik oder soziale Gerechtigkeit scheiden sich die Geister. Diese Polarisierung fördert evtl. das Aktivwerden.

Politisierung

Von vermehrter Politisierung habe ich noch nichts bemerkt,aber es wäre an der Zeit das sich Wähler ihrer Verantwortung bewusst werden und von ihrem Wahlrecht gebrauch machen. Auch wenn es in unserer Demokratur nicht viel ändern wird,denn egal wer an die Regierung kommt,wird immer zuerst auf sein eigenes Geldsäckchen und auf die Lobbyisten achten. Für den normalen Arbeiter oder Rentner interessiert sich doch kein Politiker mehr und wenn dann nur in scheinheiligen Wahlkampfreden. Doch es wird ganz sicher die Zeit kommen in der diese Damen und Herren die Quittung für ihr am Volk vorbei regieren bekommen.

@fathaland slim, 17:55

Wenn Sie da nicht die ideologische Wiederauferstehung der Strasser-Brüder, Gregor und Otto, erkennen, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.

Ich sag's mal ganz plakativ: eine Zusammenarbeit zwischen Linken und Rechten ist ausgeschlossen. Denn wer mit den Rechten kooperiert, ist kein Linker. Ganz einfach.

Strasser ist ein sehr unglücklich gewähltes Beispiel. Strasser war einfach ein Nazi. Dass er vorher mal die Kommunisten unterstützt hatte, lag nicht an den Kommunisten, sondern an seinem Opportunismus. Nichts anderes als ein Horst Mahler der Frühgeschichte.

@frosthorn

Genau! Ich kann Ihre Meinung zum Foristen
@Pflasterstein nur unterstützen. Wer ständig nur
den Medien die Schuld für falsche Informationen gibt,
sollte sich entweder anderen Medien zuwenden oder
besser, mal eine eigene, konkrete Meinung zu einem
Thema schreiben.
Jeder Journalist hat das Recht seine Meinung zu schreiben
und wenn er bei der ARD angestellt ist, diese auch dort
zu veröffentlichen. Das können durchaus auch gegenteilige
Meinungen sein. Und jeder Bürger kann dann daraus seine
eigene Meinung bilden.

18:05, Nachdenklich67

>>Was D eigentlich bräuchte, ist eine komplette Ersetzung dessen, was wir "etablierte Parteien" nennen.

Mit den meisten vorhandenen Parteien ist der notwendige Neustart unserer Demokratie nicht möglich.<<

Diese Entscheidung müsste dann schon der Wähler treffen.

Oder wie stellen Sie sich die "komplette Ersetzung der etablierten Parteien" vor?

Und daraus wird nichts.

Angela Merkel ist populär wie eh und je, es gibt keinen mehrheitlichen Wunsch nach Systemüberwindung.

Ob Ihnen oder mir das passt ist völlig unerheblich. Es ist einfach so.

Manchmal beneide ich die Amerikaner. Die sind einen Präsidenten nach spätestens acht Jahren los. So etwas wünschte ich mir auch für unsere Bundeskanzler.

Angela Merkel wird wohl amtszeitmäßig mit Helmut Kohl gleichziehen.

Und wer ist schuld?

Unsere Wahlberechtigten.

Niemand sonst.

Da kann man noch so auf die "Fleischtopfeliten" schimpfen, es geht komplett am Thema vorbei.

Wir sind eine Minderheit, auch wenn wir uns im Recht fühlen.

@ fathaland slim

"Das änderte sich erst, als die Rechten, Verschwörungstheoretiker und Querfrontler immer lauter wurden. Denn ich hatte mir als junger Mann geschworen, keinen neuen Faschismus zuzulassen."

Ich möchte auch keinen Faschismus. Aber wenn ich sehe, wie z.B. der Staat meine Familie im Stich lässt, meine hartverdienten Steuern (!) großzügig Geschenke verteilt und ich z.B. auch deshalb dringend benötigte Hilfe für meine eigene kleine Tochter nicht bezahlen kann, weil ich netto nur knapp über Hartz IV verdiene, dann wähle ich jeden, der mir sagt, dass er daran was ändern wird!

boesermann, 17:52

Es sind eben nicht
"die konservativen deutschen [die] wieder den stillstand der groko wählen",
sondern Leute wie Sie, die die Ansicht
"diese aussicht verleidet zumindest mir wieder die teilnahme an der wahl, denn es fehlt der grosse aufbruch, der die wähler mitnehmen könnte - heraus kommt wieder die einhaitspampe unter merkel"
vertreten.

18:19, karlheinzfaltermeier

Ihre Betrachtung von allem, was "links" ist, ist holzschnittartig, ressentimentgeladen und voller Unterstellungen.

Das wundert mich, denn eigentlich sind Sie durchaus zu einer differenzierten Argumentation fähig, auch wenn Sie die Ausrufezeichen lieben.

So doof, wie Sie mich darstellen, bin ich nicht.

Mit freundlichem Gruß,

FS

Medienschelte

Natürlich wählen immer mehr Menschen, die Medien mahnen schließlich dazu und sie sind nicht erst seit 2016 die Meinungsmacher in der Republik. Nur sagte mal ein schlauer Mann: "Wenn Wahlen etwas verändern würde, wären sie schon lange verboten!" Dem schließe ich mich an.

@ zabamoi

Vielleicht haben Sie ja eine Wahlempfehlung für mich?

Ich bin sozial eingestellt, aber kein Pazifist.
Ich bin für Augenmaß bei Ökologie, statt für hysterischen Aktionismus.
Ich bin gegen die Liberalisierung der Märkte und gegen den Privatisierungswahn (grundlegende Infrastrukturen müssen in staatlicher Hand bleiben).
Des Weiteren bin ich gegen die EU in der Form wie sie besteht, dafür für eine grundlegende Reform derselben ("Europa der 2 Geschwindigkeiten") sowie Abschaffung des Euros in seiner jetzigen Form, der für die immensen Handelsungleichgewichte verantwortlich ist (zu stark für die anderen, zu schwach für uns), die wiederum auch in unseren Nachbarländern für prekäre Verhältnisse sorgen.

Gibt es eine Partei, in der sich all diese Ideen wiederfinden? Ich kenne leider keine einzige... also: was soll ich wählen?

"Wir haben aktuell eine

"Wir haben aktuell eine Situation, in der die politische Richtung bei allen "etablierten" Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) nahezu gleich ist. Hier unterscheiden sie sich nur um winzige Nuancen".

Bin ich zwar anderer Auffassung aber ich kann die Argumentation ein wenig nachvollziehen. Wenn ich z.B. den wahl-o-mat nutze fuer die Wahl in NRW, dann liegt bei meinen Antworten auf Platz 1 die SPD, mit 1 Prozent dahinter die NPD dicht gefolgt von der KPD. Bleibt aber nicht aus, alle 3 finden z.B. freie Kitas in NRW toll - wer nicht? Und darauf baut eben auch eine NPD und andere Bauernfaenger, auf Programmpunkte wo man doch automatisch mit dem Kopf nickt. Wer fuer freie Kitas ist, der kann doch so schlimm nicht sein, oder?

18:19, karlheinzfaltermeier

>>Aber leider haben die Linken "Bildung" ja auch nicht so gerne , weil Fragen entstehen !<<

Ich hatte immer schon das Gefühl, daß wir beide von verschiedenen Sachen reden, wenn wir "links" sagen.

Dieser Satz ist der Beweis, daß mein Gefühl mich nicht trog.

Es gibt kaum etwas, was für einen Linken wie mich wichtiger ist als Bildung.

Und zwar die Art von Bildung, die zu selbständigem Denken befähigt. Also die, die man humanistisch nennt.

Kommentar

"jolo -
Ihr Kommentar ist mit 5 Sternen + zu bewerten.
Deutlicher kann man unsere derzeitige Regierung nicht kommentieren.

18:50, frosthorn

>>Ich sag's mal ganz plakativ: eine Zusammenarbeit zwischen Linken und Rechten ist ausgeschlossen. Denn wer mit den Rechten kooperiert, ist kein Linker. Ganz einfach.<<

Ganz richtig.

Aber diese Zusammenarbeit wird immer wieder propagiert. Aktuell bei uns beispielsweise von Jürgen Elsässer.

>>Strasser ist ein sehr unglücklich gewähltes Beispiel. Strasser war einfach ein Nazi. Dass er vorher mal die Kommunisten unterstützt hatte, lag nicht an den Kommunisten, sondern an seinem Opportunismus. Nichts anderes als ein Horst Mahler der Frühgeschichte.<<

Nein, damit sind die Strassers nicht beschrieben.

Leuten wie denen ging und geht es darum, einen "nationalen Sozialismus", eigentlich ein Widerspruch in sich, zu propagieren und die Linken auf ihre Seite zu ziehen. Ein intelligenter Linker durchschaut dies, viele aber leider nicht. Das beste Beispiel sind die "Friedensmahnwachen".

Nein, die Strassers waren keine Opportunisten, sondern Ideologen. Und diese alte Ideologie ist wieder da.

Gut, wenn wieder mehr

Gut, wenn wieder mehr Menschen erkannt haben, dass Demokratie und Wohlstand für alle nichts selbstverständliches sind, sondern permanent verteidigt werden müssen. Gegen-Beispiele dafür gab es ja genügend in letzter Zeit ( Erdogan, Populismus, Brexit, Trump,... ). Deutschland ist da mit seinen Volksparteien CDU und SPD in einer vergleichsweise beneidenswert guten Lage.

tisiphone, 17:26

||Aber nennt mich nicht unpolitisch, weil ich mich dieser "mit wie viel Prozent wird Merkel gewählt" Veranstaltung entziehe.||

Wenn Sie nicht wählen gehen, befeuern Sie genau diese "Veranstaltung" selbst!

||Gebt mir eine Wahl, dann geh ich wählen.||

Es stehen eine Menge Parteien zur Auswahl zur Verfügung - treten Sie in eine ein und gestalten Sie mit, oder gründen Sie selbst eine, statt Anderen die Schuld daran zu geben, dass Sie angeblich "keine Wahl" haben.

zu karlheinzfaltermeier

Das war heute der beste Kommentar ! Wer ein Kfz führen will - benötigt einen Führerschein - und den bekommt er/sie nur nach bestandener Fahrprüfung. Dasselbe gilt für Piloten , Jäger, Angler und selbst Freizeitskipper müssen die Regeln für das Befahren von Gewässern kennen und in einer Prüfung nachweisen. Nur für Wahlen werden keine besonderen Kenntnisse verlangt - was auch ich für ein großes Manko halte. Das ist vermutlich auch der Grund für die Erfolge so mancher Politiker, die sich seit Jahren bereits von Werbeagenturen beraten lassen - und törichte Wähler fallen auf Parolen leicht herein. Dagegen könnte staatsbürgerliche Bildung hilfreich sein. Jeder Bürger, der von seinem aktiven oder passiven Wahlrecht Gebrauch machen möchte, müßte nachweisen, daß er über ausreichende historische Kenntnisse verfügt und die Programme der zur Wahl stehenden Parteien einschätzen kann. Vielleicht wird es dann besser.

"Wahlrecht ist Wahlpflicht"

hat mein Opa immer gesagt. Der hat als alter Sozialdemokrat noch von seinen Vorfahren die Kämpfe um das Wahlrecht gekannt, das zu seiner Jugendzeit noch nicht selbstverständlich war. So sehr auch ich mich immer wieder über abgehobene, weltfremde Politiker ärgere, die sich in ihrem Wahlkreis höchstens vor den Wahlen zeigen, es fiele mir nicht ein nicht zu wählen. Selbst wenn es mittlerweile mehr um das kleinere Übel geht.
Im Übrigen stimme ich dem Kommentator Bill Hicks zu: es ist eher eine Politikerverdrossenheit. Die Leute merken, dass es zu viele nicht authentische Karrieristen in den Parteien gibt und zu wenig ehrliche Klartexter, die auch mal gegen die eigene Parteiführung stehen.

@16:13 von fathaland slim

Mir ergeht es da ähnlich wie Ihnen. Ich war früher in der FDP aktiv, dann aus diversen Gründen weniger Zeit und zuletzt auch nicht mehr bei jeder Wahl aktiv. Es war mir schlicht egal, wer nun gerade hauchdünn vor wem liegt und für mich persönlich hat sich durch die Politik der letzten 30 Jahre auch wenig verändert, egal wessen Fahne auf dem Rathaus, dem Land- oder Bundestag weht. Erst mit den Linken und nun mit der AfD fühle ich mich aber wieder genötigt zu wählen, auch wenn ich keiner etablierten Partei bzw. vielmehr deren Frontleuten mehr vertraue - alles aalglatte Politprofis.

Aber durch mein Fernbleiben würde ich den politischen Rändern in Deutschland mehr Macht verschaffen als ihnen zusteht. Desshalb gehe ich morgen auch wählen! ...das für mich kleinste Übel...

golfspieler, 18:05

||Es gäbe schon eine Alternative zu den Etablierten, nämlich die Afd. Warum sollte man dieser neuen Partei nicht einmal eine Chance geben?||

Die afD nennt sich zwar "Alternative", besteht aber aus demselben Establishment wie cdU/csU, fdP, sowie in weiten Teilen sPD und Grüne.

Deswegen macht es keinen Sinn denen "eine Chance" zu geben, da die Wähler sich damit selbst erst recht jede Chance nehmen.

Wie bei der Wahl des "Anti Establishment" Milliardärs Trump, der auch noch keinen Finger für "mehr Volk" gerührt hat - ganz im Gegenteil zu seinen Wahlkampfaussagen.

@andreas74

"Wenn ich z.B. den wahl-o-mat nutze fuer die Wahl in NRW, dann liegt bei meinen Antworten auf Platz 1 die SPD, mit 1 Prozent dahinter die NPD dicht gefolgt von der KPD"
Wahl-o-maten sind nach meiner Auffassung auch nur ein Hilfsmittel, um seine eigene Meinung zu bestätigen oder auch nicht. Man darf sich nicht allein 100%-ig darauf verlassen. Man muss wahrscheinlich mindestens 10 Punkte für die eigene Meinung fest legen, die die Partei in ihrem Wahlprogramm haben muss, wenn ich sie wählen will. Daher ist es wichtiger, die Wahlprogramme zu lesen.

19:21 von fathaland slim

18:50, frosthorn
>>Ich sag's mal ganz plakativ: eine Zusammenarbeit .. ist ausgeschlossen. Denn wer mit den Rechten kooperiert, ist kein Linker. Ganz einfach.<<
Ganz richtig.
Aktuell bei uns beispielsweise von Jürgen Elsässer.
>>Strasser ist ein sehr unglücklich gewähltes Beispiel. .. Nichts anderes als ein Horst Mahler der Frühgeschichte.<<

Nein, die Strassers waren keine Opportunisten, sondern Ideologen. Und diese alte Ideologie ist wieder da.
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Wikepedia
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Ein besonders aktiver Querfrontstratege ist der Thüringer Neonazi Patrick Wieschke. Er benutzt nach Eigenaussage für rechtsextreme Schulungen „fast nur noch linke Quellen“, um eine Deutungshoheit der Neonazis in sozialen Fragen zu gewinnen. Dazu beteiligten sich die von ihm geführten Gruppen an den ersten Hartz-IV-Demonstrationen 2004. Der 1999 gegründete Kampfbund Deutscher Sozialisten löste sich wegen anhaltender Erfolglosigkeit jedoch im Juli 2008 selbst auf und erklärte die Querfrontidee für gescheitert.

Demokratie...

...ist offenbar mühsam. Viele ereifern sich über "die Etablierten ". Aber es bleibt ein Fakt, dass diese von einer Mehrheit gewählt werden.
Jetzt kann ich mich von links und andere von rechts darüber ärgern, aber zu behaupten das sei ein ungerechtes System oder die Mehrheit der Wähler wäre zu wenig politisch gebildet ist nicht zielführend. Zu Ersterem fällt mir kein gerechteres System ein und Letzteres ist einfach arrogant.
Wenn die Mehrheit Angst vor radikalen Veränderungen hat muss ich das als Demokrat akzeptieren. Ich kann mich engagieren und für meine Position werben. Wenn die Mehrheit mir nicht folgt bin ich keinesfalls "das Volk", sondern nur ein zu kleiner Teil davon.
Politische Arbeit ist extrem mühsam und oft frustrierend. Im Internet schimpfen ist viel einfacher.

Wenn ihr was ändern wollt - Avanti Popolo

@fathaland slim 19.21

Heute sind Sie ja wieder bei einem Ihrer Lieblingsthemen gelandet, der Querfront. Was mich mehr beunruhigt und auch sehr interessiert- wie würden Sie die Front zwischen erzkonservativen salafistischen Muslimen oder Moslembrüdern und selbsternannten fortschrittlichen Kräften nennen, wenn z.B. in Hamburg eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle gemeinsam verhindert wird? Wie würden Sie das Bündnis von Salafisten und Grün*Innen in Wien bezeichnen, die gemeinsam und schön nach Geschlechtern getrennt gegen das Burkaverbot demonstrieren? Diese Bündnisse halte ich für relevanter und leider wesentlich häufiger. Warum finden sich da nie Gegendemonstranten im Sinne der aufgeklärten westlichen Gesellschaft?

20:21, Boris.1945

>>Ein besonders aktiver Querfrontstratege ist der Thüringer Neonazi Patrick Wieschke. Er benutzt nach Eigenaussage für rechtsextreme Schulungen „fast nur noch linke Quellen“, um eine Deutungshoheit der Neonazis in sozialen Fragen zu gewinnen.
(...)
Der 1999 gegründete Kampfbund Deutscher Sozialisten löste sich wegen anhaltender Erfolglosigkeit jedoch im Juli 2008 selbst auf und erklärte die Querfrontidee für gescheitert.<<

Das hat bloß beispielsweise Frau Le Pen nicht mitbekommen. Die macht nämlich genau da weiter.

@20:26 von dr.bashir

Gefällt mir - Daumen hoch

@dr. bashir

"Aber zu behaupten das sei ein ungerechtes System oder die Mehrheit der Wähler wäre zu wenig politisch gebildet ist nicht zielführend. Zu Ersterem fällt mir kein gerechteres System ein und Letzteres ist einfach arrogant."

Wieso arrogant? Die Mehrheit wählt, weil sie schon immer so gewählt hat, nicht wegen der Inhalte. In meiner Familie war es bei den Altvorderen immer so. Das hat mich zur Weißglut gebracht und mich zwischenzeitlich in die Arme der Nichtwähler getrieben, denn wozu wählen, wenn die Mehrheit einfach nur ein Kreuz dort macht, wo es "Tradition" ist?

20:39, deutlich

>>Heute sind Sie ja wieder bei einem Ihrer Lieblingsthemen gelandet, der Querfront.<<

Was Sie natürlich mit Ihrem Lieblingsthema kontern müssen:

>>Was mich mehr beunruhigt und auch sehr interessiert- wie würden Sie die Front zwischen erzkonservativen salafistischen Muslimen oder Moslembrüdern und selbsternannten fortschrittlichen Kräften nennen, wenn z.B. in Hamburg eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle gemeinsam verhindert wird? Wie würden Sie das Bündnis von Salafisten und Grün*Innen in Wien bezeichnen, die gemeinsam und schön nach Geschlechtern getrennt gegen das Burkaverbot demonstrieren? Diese Bündnisse halte ich für relevanter und leider wesentlich häufiger. Warum finden sich da nie Gegendemonstranten im Sinne der aufgeklärten westlichen Gesellschaft?<<

Von diesen Auswüchsen, so sie denn in dieser Form existieren (ich habe davon noch nichts mitbekommen) halte ich natürlich nichts.

Um es freundlich auszudrücken.

Ich halte sie allerdings für ein exotisches Phänomen.

@17:26 von tisiphone

Wenn Sie gar nicht zur Wahl gehen, sind Sie selber Schuld, wenn ihnen das als Faulheit angelastet wird.

Wenn Sie nicht als wahlfaul bezeichnet werden wollen, aber keine der angebotenen Wahlmöglichkeiten als hinreichend Ihrer Einstellung entsprechend ansehen, dann gehen Sie zur Wahl und geben einen ungültigen Stimmschein ab.

Wer nicht mal zur Wahl geht, der darf sich hinterher auch nicht beschweren. Denn Wahlen sind in unserem politischen System, abgesehen von eigener parteipolitischer Betätigung, die einzige Möglichkeit, sich in politische Entscheidungen einzubringen. Leider.

Ich würde mir sowohl sehr viel mehr Volksentscheide als auch eine Wahlpflicht sehr wünschen.

Tradition

Als Hauptmann d.R (1981-1993) bin ich mehr als schockiert ueber die Kommentare hier. Zu meiner Zeit habe ich Unterricht in meiner Kompanie gehalten zum Wahlrecht in der Bundesrepublik Deutschland und war erstaunt, dass die Mehrzahl der Wehrpflichtigen keine Ahnung hatten wie hier gewaehlt wird. Und nun kommte diese Generation, um die BW als ganzes in die rechte Ecke zu stellen. Soll die BW nun alle Taktiken und Strategien aufgeben, die von der Wehrmacht (ich meine hier militaerisch) so erfolgreich entwickelt und angewandt wurden. Die Leichensaecke, die aus dem Ausland zurueckkommen wuerden, wuerden hoffentlich einigen Kommentatoren zu denken geben. So lange die BW eine Armee ist, die von den Politikern in Kampfeinsaetze geschickt wird, muss sie diese Tradition haben. Liebe Mit-Kommentatoren, waehlt eine andere Regierung, die die BW abschafft, oder fuegt Euch, dass die BW nur mit Tradition existieren kann. Eine Armee war im 3. Reich unpolitisch und die BW ist es heute auch noch.

@ RoyalTramp

"wozu wählen, wenn die Mehrheit einfach nur ein Kreuz dort macht, wo es "Tradition" ist?"
Richtig, das habe ich persönlich schon in Bayern erlebt. Eine moderne und fortschrittliche Wirtschaft, aber ein Wahlverhalten, das von der Tradition bestimmt wird. Seehofer ist schon sauer, dass die sog. Zugezogenen sein gewohntes Wahlverhalten verändert haben.

Am 13. Mai 2017 um 20:26 von

Am 13. Mai 2017 um 20:26 von dr.bashir

Demokratie...

Sehe ich auch so!

@deutlich

Nachtrag: sollten Sie mir irgendwelche irgendwie geartete Sympathien für Salafisten/Islamisten unterstellen, dann haben Sie meine Kommentare zu diesem Thema fundamental mißverstanden.

WAHLEN & FORDERUNGEN IN DE

Sie wollen , dass sie jemand wählt . . . . ....
dann macht schluß mit "Arbeiten UMSONST", d. h. schluß mit Lustig bei Lohnnebenkosten für die Firmen_____ Überstunden werden nicht vergütet , kein Lohnentgelt wenn man als Arbeitnehmer krank ist, keine AG-Beteiligung an Kranken - & Pflegeversicherung___ & meine liebste ArbeitgeberPosition. . . . "VERGISS IRGENDEINE ETWAIGE GEWERKSCHAFTSMITGLIEDSCHAFT !" Folge: YOU`RE FIRED !!!!

Und das ist der Grund, wieso ich kein grünes Gras (leider . . . insbesondere wegen den lächerlichen Tierschutzgesetzen in DE ) , sondern eher Sonnenschein-Gelb im Sinn hätte wenn ich denn wählen könnte.

@riewekooche

Wenn Sie nicht als wahlfaul bezeichnet werden wollen, aber keine der angebotenen Wahlmöglichkeiten als hinreichend Ihrer Einstellung entsprechend ansehen, dann gehen Sie zur Wahl und geben einen ungültigen Stimmschein ab.

Das ändert absolut gar nichts am Ergebnis.
Ungültige Stimmen werden wie die nicht abgegebenen auf die anderen verteilt.

Und wenn statt 30%-40% Nichtwähler auf einmal 30% Ungültige dabei sind, wird das in den Köpfen der reGIERenden auch nichts ändern. Wieso auch? Sie haben ja ihre Posten.

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