Ihre Meinung zu: Arkansas richtet den ersten Häftling seit 2005 hin

21. April 2017 - 10:24 Uhr

Im US-Bundesstaat Arkansas ist erstmals seit zwölf Jahren ein Todesurteil vollstreckt worden. Nach langem juristischen Tauziehen erlaubte ein Gericht die Tötung per Giftspritze. Die Bundesregierung kritisierte die Hinrichtung.

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Kommentare

Gespalten

Mein Verstand sagt, dass die Todesstrafe nicht die richtige Form der Bestrafung ist. Die Justizirrtümer der Vergangenheit belegen, dass es keine Alternative zur Freiheitsstrafe gibt. Wenn ich allerdings die Haftbedingungen in vielen Ländern der Welt betrachte, so kann der Tod nur eine Erlösung sein. Mein Herz wiederum sagt, dass hier das christliche Prinzip: "Auge um Auge", durchaus seine Berechtigung findet. Das Leid was der Täter Opfer und Angehörige angetan hat schreit nach Vergeltung. Deswegen habe ich kein Mitleid mit den Tätern. China vollstreckt jährlich 5000 Todesstrafen und bei anderen asiatischen und arabischen Länder schaut auch niemand hin. Wo sind die Gegner der Todesstrafe und die Medien in diesen Fällen?

Schauderhaft

Man nimmt sich die Feiheit, evtl. einen unschuldigen Menschen zu töten weil er selbst ein Mörder sein soll. Normalerweise müssten die, die den Tod dieses Menschen verursacht haben dann auch bestraft werden. Wär mal wirklich interressant, wenn man Menschen die in einem Prozess mit folge der Todesstrafe nachweislich unwahr ausgesagt haben oder Tatsachen falsch dargestellt haben ebenfalls wegen Mord oder Beihilfe zum Mord anklagen würde.

Wenn bei einem der Angeklagten jetzt nur wegen dem Ablaufen eines Medikamentes die Todesstrafe vollzogen wird, und es kommt heraus dass er tatsächlich nicht Schuldig war und es hätte bewiesen werden können mit einfach mehr Zeit, kommen dann die Pragmatischen verantwortlichen vor Gericht ?

Es ist erschreckend, wie viele Menschen in den USA zum Tode verurteilt wurden, die tatsächlich unschuldig waren und es hätte bei einem korrekten Prozess auch geklärt werden können.

Was jetzt abläuft in Arkansas hat nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.

Die Todesstrafe

ist eine menschliche Katastrophe und eine Bankrotterklärung an die Menschenrechte.

Niemand weiß, ob er gelitten hat!!!

"Er starb innerhalb von zwölf Minuten. Journalisten berichteten unter Berufung auf Zeugen, er habe schnell das Bewusstsein verloren und nicht gelitten."

Für diese Vermutung gibt es keine Grundlage.

Bei dem erwähnten Vecuronium handelt es sich um ein "nicht-depolarisierendes Muskelrelaxanz". Das Bedeutet, dass sämtliche Muskeln des Körpers kurz nach dem Verabreichen erschlaffen (schlaffe Lähmung) und zwar unabhängig davon, ob der Delinquent bei vollem Bewusstsein ist oder nicht!!!

Von außen sieht dies wie ein "sanftes Einschlafen aus". Aber: Selbst bei stärksten Schmerzen und Erstickung kann sich der Betroffene nicht Bewegen.

Ergo kann niemand durch bloßes Beobachten bewerten, ob der Delinquent gelitten hat oder nicht.

Das sind mittelalterliche Zustände, die jede Menschlichkeit vermissen lassen!

Absurd

Der Mann ist 1993 verhaftet worden und sitzt seitdem im Gefängnis in der "Todeszelle". Und jetzt kann es mit der Hinrichtung nicht schnell genug gehen, weil das Haltbarkeitsdatum eines der Präparate abläuft.
Fällt den Befürwortern der Todesstrafe eigentlich nicht auf, wie absurd das Ganze ist?
Selbst wenn man an die angeblich abschreckende Wirkung der Todesstrafe glaubt (was ich nicht tue) ist doch nach 24 Jahren der abschreckende Effekt gleich Null.

Hinrichtung

Das es nicht um einen Menschen geht sondern um ein Mittel ist mittlerweile gesellschaftlich anerkannt. Das jemand hingerichtet wird, weil er verurteilt wurde, ist für uns Europäer merkwürdig. Das das Mittel aus Europa kommt aber auch. Naja, Arbeitsplätze und so... Das derjenige unschuldig ist, kann möglich sein. Also Mord auf Mord. Das jemand, der viel mehr Tote auf sein Konto hat und dieses eindeutig belegt ist noch frei rumläuft passt irgendwie nicht. Kleines Beispiel: W. Bush. Ich könnte dieses amerikanische System nur verstehen, wenn man es als pervers bezeichnen würde, um die innere Logik zu verstehen. Das in China und Iran noch mehr getötet wird, setze ich als bekannt voraus.

Todesurteil

Nun in dem Artikel steht, das es angeblich keine DNA Beweise gab oder habe ich das falsch verstanden? Dann bin ich natürlich dagegen, aber wenn es zu 100% erwiesen ist, dann stehe ich auf der anderen Seite, den schließlich hatte der Mörder mit der 27 Jährigen auch keinen Mitleid.

re brisant

" Mein Herz wiederum sagt, dass hier das christliche Prinzip: "Auge um Auge", durchaus seine Berechtigung findet."

Bei den christlichen Prinzipien sind Sie aber nicht sattelfest ...

Die USA stellen sich auf eine Stufe mit Nordkorea u. China

Sorry aber ich sage es nochmal:

mit dieser Hinrichtung haben sich die USA endgueltig auf eine Stufe mit Nordkorea und China gestellt. Die Todesstrafe ist niemals eine Lösung.

Darueber hinaus habe ich den Eindruck dass dieses Verfahren NICHT rechtsstaatlich war. Warum wurden diese Beweisanträge von Lee sonst derart abgebuegelt??

Lee hatte die Tat stets bestritten

Er war im Februar 1993 festgenommen worden. Grund war der gewaltsame Tod einer 26-jährige Frau in der Stadt Jacksonville. Lee hatte die Tat stets bestritten und zusätzliche DNA-Untersuchungen an dem Beweismaterial gefordert. Das Oberste US-Gericht lehnte Lees Anträge gegen die Hinrichtung jedoch ab.

Wenn dass mal nicht wieder ein Justizirrtum war... Einfach nur armseelig von den USA. Die Todesstrafe in den USA gehört - auch wegen der hohen Zahl von Unschuldigen die getötet werden - endgueltig abgeschafft.

@Brisant- "Auge um Auge"

ist kein christliches Prinzip. Das Vergeltungsprinzip "Auge und Auge, Zahn um Zahn" finden Sie in der Tora.

Das Christentum baut auf Verzeihen und Nächstenliebe. Jesus hat dann doch einiges anders gesehen: "Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!"

Eine Frage der Verhältnismässigkeit

11:13 von Brisant
...sagt, dass hier das christliche Prinzip: "Auge um Auge", durchaus seine Berechtigung findet...

Der Grundsatz "Auge um Auge" ist ja der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Im Alten Testament wo dieser Grundsatz so formuliert ist wurde diese Grundsatzaussage um Ersatz-Wiedergutmachung durch materielle Werte ergänz. Es wurde also dem Täter keineswegs ein Auge ausgeschlagen. Er musste entsprechenden Ersatz leisten.

Bei Mord wird es allerdings schwierig einen Gegenwert zu definieren. Ich halte es in Fällen von vorsätzlichem Mord aus Habgier oder bei wiederholten Mord durchaus moralisch für denkbar mit dem Tod zu bestrafen. Allerdings, ich denke, da sind wir uns je einig, darf nicht der allergeringste Zweifel an der Schuld vorliegen.

@ Brisant

>>> ... und arabischen Länder schaut auch niemand hin.
.
Das stimmt. In Saudi-Arabien werden Peitschenhiebe bis zum Tod verordnet, Hände abgehackt und Frauen gesteinigt die es wagten aus der Burka zu schielen. Interessiert hier keinen.
Vielleicht liegt es daran, dass die USA als zivilisiertes und fortschrittliches Land gilt, Arabien hingegen nicht. Oder man hat einfach Angst die von "Gott gegebenen" Gesetze dort zu kritisieren. Das kann nämlich böse enden.

@ Jadawin1974 (11:36): Auch diesem Punkt schließe ich mich an

@ Jadawin1974

Und auch diesem Punkt von Ihnen:

Wenn bei einem der Angeklagten jetzt nur wegen dem Ablaufen eines Medikamentes die Todesstrafe vollzogen wird, und es kommt heraus dass er tatsächlich nicht Schuldig war und es hätte bewiesen werden können mit einfach mehr Zeit, kommen dann die Pragmatischen verantwortlichen vor Gericht ?

schließe ich mich aus vollstem Herzen an. Nur ich befuerchte, dass wird nicht passieren weil die Republikaner diesen Gouverneur von Arkansas auf Biegen und Brechen im Amt halten wollen. Aber eigentlich gehört dieser Gouverneur längst gegangen und ebenfalls vor Gericht und dann ins Gefängnis wenn rauskommen sollte dass dieser jetzt Hingerichtete in Wahrheit unschuldig war.

@um 11:36 von Jadawin1974

Was erwarten sie was in Zukunft bei diesem speziellen Fall an weiteren Ermittlungen herauskommt, was in den 24 Jahren seit des Todes des Opfers noch nicht herausgekommen ist?
Eine Todesstrafe zu vollstrecken heißt auch irgendjemanden zum Täter zu machen. Das halte ich nicht für fair diesen gegenüber. Besser wäre es dem Täter klar zu machen was er verbrochen hat, dafür geht es in die Zelle die erst nach verbüßung der Strafe für ihn wider geöffnet wird, kein Freigang keine Gemeinschaft etc. Damit er diese lange Haftstrafe abkürzen kann, bekommt er ein Gift um sein Leben nach Gutdünken zu beenden. Dann ist es seine Entscheidung und auch seine Tat.

Opfer

Wer über die Folgen der Todesstrafe für die Delinquenten schreibt, sollte auch für die Folgen für die Angehöriger der Opfer nachdenken. Ein Angehöriger eines Opfer konnte den Tod seiner Frau nicht überwinden und beging Suizid. Mit einem Holzkohlengrill im Schlafzimmer begann seine Reise in den Tod. Ob er litt als sich das Kohlenmonoxid in seinen Körper verteilte? Die Reise in den Tod wurde abgebrochen, der Mann gerettet. Teile seines Gehirns wurden erheblich belastet und sind nicht mehr funktionsfähig. Der Mann ist ein Pflegefall und lebt in einem Pflegeheim mit ganztägiger Betreuung. Jeder sieht das was er gerne sehen möchte. Den Tätern sollte die Wahl gelassen werden. "Lebenslang in einer Einzelzelle ohne Kontakte zur Außenwelt" oder die Todesstrafe. Das wäre möglicherweise ein Kompromiss für alle Beteiligten.

@Hackonya2

"Nun in dem Artikel steht, das es angeblich keine DNA Beweise gab oder habe ich das falsch verstanden?"

Doch.

Lee wurde für die Vergewaltigung und anschließenden grausamen Ermordung (36 Schläge mit einem stumpfen Gegenstand) von der 26 jährigen Mutter Debra Reese...

...und für die Vergewaltigung von zwei Frauen aus Jacksonville verurteilt.

In allen Fällen konnte die Tat anhand von DNA-Spuren nachgewiesen werden. Ferner stand er unter dringendem Tatverdacht eine weitere junge Mutter vor den Augen ihres drei jährigen Kindes vergewaltigt und anschließend ermordet zu haben. Das letzterer Fall nicht mehr bis zum Ende prozessiert wurde, scheint am seltsamen amerikanischen Recht (und der bereits erfolgten Verurteilung zum Tode) zu liegen.

Wo bleibt der Aufschrei der EU ?

Führt Erdogan die Todesstrafe ein, so kann die Türkei auf keinen Fall mehr Mitglied der EU werden.

Die USA haben die Todesstrafe schon lange und werden dennoch als das moralische Vorbild für die übrige Welt gehandelt.

Auge um Auge

Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 2. Moses 21:12 "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben".

Täter?

von Schalk01
...Eine Todesstrafe zu vollstrecken heißt auch irgendjemanden zum Täter zu machen.
Das halte ich nicht für fair diesen gegenüber..."

Vollstrecker, die nach dem vom Volk verantworteten Gesetzt, im Namen des Volkes verurteilte Mörder im Auftrag dieses Volkes töten sind keine Täter. So wenig wie im Auftrag des Volkes Handelnde Soldaten Täter sind, wenn sie bei der Verteidigung (und für mich nur hier) von Menschenleben das Leben des Angreifers nehmen.

Auch Menschen, die bei Selbstverteidigung oder bei Nothilfe nur durch töten des Angreifers schützen können sind keine Täter. Auch Ärzte, die im Einklang mit unseren, des Volkes Gesetzen ungeborenes Leben nehmen sind keine Täter.

Die Verantwortung ist bei all diesen Handlungen nicht beim Einzelnen, sondern bei der Gemeinschaft aller, da alle gemeinsam diese Handlungen durch das Gesetz legitimiert haben.

Recht auf Leben

Ich fordere die zivilisierte Welt auf, alle Beziehungen zu Ländern abzubrechen, in denen die Todesstrafe vollstreckt wird, sie verstößt ganz einwandfrei gegen die Menschenrechte.

@P.S.

Ich darf sie beruhigen....die USA will "auf keinen Fall ..... Mitglied der EU werden."

Neues aus der "Werte"-Gemeinschaft NATO

aktuell:
Vollstreckung der Todesstrafe ohne Ausschöpfung wissenschaftlicher Mittel zum Nachweis der Täterschaft des Verurteilten.

reiht sich in die Liste der anderen "Werte" so ein:
-Folter (auch bis zum Tode)
-Völkerrechtsbrüche (sowohl Missachtung der UN-Charta als auch UN-Resolutionen) & Kriegsverbrechen
-Diktatur
-mit Lügen begründete Angriffskriege - einhergehend gezielte Desinformation (auch) der (eigenen) Bevölkerung
-Genehmigung zur Tötung von Zielpersonen ohne Gerichtsprozesse in fremden Ländern (außerhalb von Kriegsgebieten) - befehligt von Politikern ( läuft das unter politisch motivierte Tötungen? )

Schaut in die muslimischen Länder

....mit Todesstrafe, Folter, Verkrüppelung etc. und beschwert euch dagegen. Da wird übrigens vorher nicht akribisch und mit neuesten Methoden ermittelt....und schon gar nicht mit unserem Sinn für Gerechtigkeit geurteilt.

Die Todesstrafe "ist eine

Die Todesstrafe

"ist eine menschliche Katastrophe und eine Bankrotterklärung an die Menschenrechte."
#
Sicherlich ,nur hatten der/die Opfer keine Menschenrechte????
Jedoch so sollte und muss die Todesstrafe nur in den seltensten Fällen verhängt werden. Oftmals ist es leider nicht der Fall.
Und dagegen sollte man sein.

Amerika ist nicht Europa oder die Türkei

Die Todesstrafe in Amerika betrifft ausschließlich Schwerverbrecher. Wer dies mit der von Erdogan geforderten Todesstrafe für Gülen-Anhänger bzw. Putschisten vergleicht, liegt unendlich daneben. Ich bin trotzdem, auch in den USA, gegen eine Todesstrafe, weil dort die Täter wirklich lebenslang hinter Gitter bleiben, während sie bei uns, bei guter Führung, schon nach 15 Jahren oder früher entlassen werden. In meinem Landkreis kämpft z.B. ein Vater dafür, dass der Mörder seiner Tochter (diese wurde während des Joggens im Wald abgefangen und ermordet) im Gefängnis bleibt. Der Täter hat 15 Jahre abgesessen und dürfte eigentlich schon raus. Bei dem damaligen Urteil gab es das, mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld noch nicht. 15 Jahre bekommt man in Amerika, wenn man z.B. zweimal mit Drogen erwischt wird. Auch der Totschläger von Tugce ist schon aus der Haft entlassen worden. In Amerika läuft bestimmt nicht alles perfekt, dort wäre der aber noch lange nicht frei.

@12:37 von Brisant

Dann müssen Sie Matthäus schon ganz zitieren. Nicht nur den Teil, der Ihnen gefällt:

"Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe. Vertrage dich mit deinem Widersacher sogleich,...

Klingt mehr nach Versöhnung als nach Rache.

Hinrichtung

Mörder sind nun wirklich armselige Kreaturen, die eingesperrt gehören.
Doch auch irgendwann muss man einem Mörder vergeben, wenn er denn bereut.
Ihn umzubringen zeigt doch nur, dass der Gesetzgeber auf der gleichen Stufe steht wie der Mörder.
Und dann alles im Namen des Volkes.
Und der Gesetzgeber wäscht sich die Hände in Unschuld.

Keine Chance auf Beitritt

@ P.S.
Führt Erdogan die Todesstrafe ein, so kann die Türkei auf keinen Fall mehr Mitglied der EU werden.
Die USA haben die Todesstrafe schon lange und ...

... könnten deshalb auch nicht in die EU aufgenommen werden. Wo ist das Problem?

@ derkleineBürger

Die NATO ist ein Verteidigungsbundnis und keine Wertegemeinschaft. Sie kann für die Todesstrafe in einem Mitgliedsstaat nicht haftbar gemacht werden.

11:13 von Brisant

...China vollstreckt jährlich 5000 Todesstrafen ...

Das ist eine Schätzung und durch keinerlei Belege gesichert.
Nichtdesotrotz sollten keine Fehlurteile möglich sein. Mit anderen Worten, ein Urteil aufgrund nur von Indizien sollte eine lebenslange Haftstrafe nach sich ziehen.

11:36 von Jadawin1974

...Wär mal wirklich interressant, wenn man Menschen die in einem Prozess mit folge der Todesstrafe nachweislich unwahr ausgesagt haben oder Tatsachen falsch dargestellt haben ebenfalls wegen Mord oder Beihilfe zum Mord anklagen würde....

In den Staaten durchaus möglich / wahrscheinlich.

...und es kommt heraus dass er tatsächlich nicht Schuldig war und es hätte bewiesen werden können mit einfach mehr Zeit, kommen dann die Pragmatischen verantwortlichen vor Gericht ?...

Kommen bei uns Richter und Staatsanwälte ins Gefängnis, wenn sie ein Fehlurteil gefällt haben?

...Es ist erschreckend, wie viele Menschen in den USA zum Tode verurteilt wurden, die tatsächlich unschuldig waren ...

Zwar ist jeder einer zu viel, aber das sind nicht viele. Wie kommen Sie darauf?

interessante Punkte von derkleineBrüger 12:49

es lohnt sich, über die wenigen Punkte, die derkleineBürger aufgeführt hat nachzudenken. Sind das die sogenannten Werte, zu denen wir laut unserer Regierenden immer wieder stehen müssen? Sind das die Werte, die andere Länder außerhalb Europas bzw. außerhalb der Nato beachten müssen, um keine Verbrecher sondern Freunde zu sein?
An all die Freunde der Augen und Zähne des alten Testamentes. Nehmt Euch das Neue Testament vor.
Und der Tod ist Fakt und endgültig, auf jeden Fall diesseits.

Einfach nur ekelhaft

Ich werde den US-Bundesstaat Arkansas mein Leben lang meiden, weder dort Geschäfte machen noch als Tourist besuchen.

Bundesstaaten und Länder, die Todesurteile vollstrecken, müssen mittels Boykott fertig gemacht werden.

Einfach nur ekelhaft und widerlich.

Die Todesstrafe ist grausam

und sadistisch, sie gehört abgeschafft. Solange sie ausgeführt wird, besteht immer die Gefahr, dass Unschuldige hingerichtet werden. Man stelle sich mal vor, man selbst landet durch sehr unglückliche Umstände in der Todeszelle, obwohl man unschuldig ist- eine unschöne Vorstellung voller Verzweiflung.
Und in den USA kommt zu dieser barbarischen Bestrafung noch die teils Jahrzehnte lange (psychische) Folter der Todeszelle. Niemand, auch kein Staat darf das Recht haben Menschen zu ermorden.

die Sache mit dem Haken

Sicher sollte über den Sinn der Todesstrafe gesprochen werden. Das ist hier bereits ausführlich geschehen.
Der Haken daran: ich habe gerade mal 2 Beiträge gelesen, die sich mit den Opfern befassen. Hat man sie im Wahn des Täterschutzes einfach vergessen, spielen sie nur eine nachgeordnete Rolle?
Jeden Tag werden irgendwo Kinder, Frauen oder Männer ermordet, ist eben so, kein Aufschrei, selten Kritik.... Wird aber mal ein Täter hingerichtet, folgt ein Aufbegehren, wie zu Zeiten der französischen Revolution. Liebe Leser, hier fehlt die Relation.

um 11:13 von Brisant

"christliche Prinzip Auge um Auge"

Das ist kein christliches Prinzip, Auge um Auge ist altestamentarisch und daher eher jüdisches Prinzip. Christen gib es erst seit Jesus und da zählt das neue Testament und das AT ist Begleitung!

Es ist nach meiner Ansicht zu unterscheiden wenn jemand aus Affekt tötet oder getötet wird oder es ein jahrelanges hin und her gibt und man dann irgend wann getötet wird. Ich glaube schon dass es fast unerträglich ist wenn du weißt dass du sterben musst und dann wird das abgesagt udn neu verhandelt und wieder ein Termin.... das ist psychischer Streß im höchsten Maße" - also daher bin ich eher gegen die Todesstrafe, allerdings im Blick auf Deutschland für deutlich höhere Haftstrafen bei Gewaltverbrechen!

um 12:00 von Keilstein

"Also Mord auf Mord."

Das ist nicht Mord auf Mord sondern Mord auf Strafe - die Todesfolgen hat. Ich denke es ist zwar eine Tötung aber nicht Mord - sonst würde der Staat sich ja strafbar machen. Die Tötung ist die Strafe auf bestimmte schwere Verbrechen - wer diese in demjenigen Staat verübt muss damit rechnen!

Antwort an @P.S.

Am 21. April 2017 um 12:34 von P.S.
Zitat:
"Wo bleibt der Aufschrei der EU ?
Führt Erdogan die Todesstrafe ein, so kann die Türkei auf keinen Fall mehr Mitglied der EU werden.

Die USA haben die Todesstrafe schon lange und werden dennoch als das moralische Vorbild für die übrige Welt gehandelt."

__________________________________________________________
Antwort:
Die USA wollen auch nicht in die EU.
Vor Allem Türken berufen sich komischerweise immer auf die USA.
Warum ?
Die USA sehen sich eher selbst als Vorbild für die Welt an (Stichwort: "Selbstbeweihräucherung").
Einige, einfach gestrickte Menschen in Deutschland oder der Türkei kaufen ihnen das vllt sogar noch ab.

12:37 von Brisant Auge um

12:37 von Brisant

Auge um Auge

Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 2. Moses 21:12 "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben".

Haben sie schon einmal etwas von einem Herren namens Jesus Christus gehört? Dieser predigte Vergebung und Nachsicht.
Anstatt den Täter hinzurichten könnte man ihn im Gefängnis einer Arbeit nachgehen lassen, den Großteil des damit erwirtschaften Geldes könnte man den Hinterbliebenen zukommen lassen. Ich denke, dass würde ihnen mehr helfen, als den Täter zu ermorden.

um 12:37 von Brisant

" Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Absolut aus dem Zusammenhang gerissen, denn Vers 39 sagt:
,...Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.

12:02 von Hackonya2

aber wenn es zu 100% erwiesen ist, dann stehe ich auf der anderen Seite, den schließlich hatte der Mörder mit der 27 Jährigen auch keinen Mitleid.

Es war zu 100% erwiesen, ein Gericht hat ihn für schuldig befunden und weitere Rechtsmittel um das Urteil anzufechten, wurden verweigert. Wenn der Richter nicht von der Schuld überzeugt ist, darf er den Angeklagten nicht verurteilen. Das gilt auch in den USA. Dementsprechend sind Gerichtsurteile immer zu 100% sicher, auch dann wenn sie zu 100% falsch sind.

Sollte sich nachher dennoch herausstellen, dass der jetzt Umgebrachte es nicht war, dann fällt er eben unter Kollateralschaden.

Sofern man nicht bereit ist, Staatsmorde als Kollateralschaden zu akzeptieren (im Zweifel auch den Staatsmord an der eigenen Person), sollte man nicht für die Todesstrafe sein.

@brisant

“Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 2. Moses 21:12 "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben".“

Ja, ihnen fehlt tatsächlich einige Kenntnis.

Moses ist das alte Testament was die Juden befolgen, aber auch die haben keine Todesstrafe im Zivilrecht und was Auge um Auge angeht wurde ihnen bereits erklärt was es heißt.

Außerdem ist ihnen anscheinend nicht bekannt das im neuen Testament die Aussagen von Johannes, Lukas und Matthäus verglichen werden und die Aussagen mit den größten Übereinstimmungen gezählt werden. Wenn also Matthäus z.b. erzählt Jesus wollte das Homosexuelle sterben, was aber Lukas und Johannes verneinen, wird Matthäus Behauptung als nicht aussagekräftig und verfälscht angesehen.

13:16 von Heißer Schnee

Die Todesstrafe in Amerika betrifft ausschließlich Schwerverbrecher.

Da fehlt der Zusatz "und Personen, die mit der Tat nichts zu tun haben aber zur falschen Zeit am falschen Ort waren."

um 11:13 von Brisant

"China vollstreckt jährlich 5000 Todesstrafen und bei anderen asiatischen und arabischen Länder schaut auch niemand hin. Wo sind die Gegner der Todesstrafe und die Medien in diesen Fällen?" - Geben sie einfach in Ihre Suchmaschine die Begriffe "China" und "Todesstrafe" und sie erhalten ca. 78.600 Treffer. Die Gegner der Todesstrafe und die Medien sind also schon da. China macht Hinrichtungen im Gegensatz zu den USA aber nicht publik.

"Fällt den Befürwortern der

"Fällt den Befürwortern der Todesstrafe eigentlich nicht auf, wie absurd das Ganze ist? Selbst wenn man an die angeblich abschreckende Wirkung der Todesstrafe glaubt (was ich nicht tue) ist doch nach 24 Jahren der abschreckende Effekt gleich Null."11:52 von dr.bashir

Dazu kommt noch, dass er 24 Jahre unmenschliche Haft, wahrscheinlich in einer "Todeszelle" verbringen musste. Ich halte das durchaus mit der Folter durch "Scheinhinrichtungen" vergleichbar. Sind die USA tatsächlich das Land, jährlich sterben hier bis zu 30.000 Menschen durch Schusswaffen, dass sich als Wegweiser für die ganze Welt aufspielt?

todesstrafe

Das ist ganz alleine die Angelegenheit der Amerikanischen Justiz.
Das einzige ,was verwerflich ist,daß die Todeskandidaten bis zu 20 Jahren warten müssen.Das ist unmenschlich und grausam.
Solche Urteile ,sollten nur stattfinden ,wenn es 100% feststeht.

Todesstrafe USA

So ein Land wie die USA sollte es gar nicht geben.
Ausrottung der Indianer,Sklaverei,Rassismus,Todesstrafe!
200 Jahre Schande!

um 13:39 von junge Welt @

um 13:39 von junge Welt
@ derkleineBürger
"
Die NATO ist ein Verteidigungsbundnis und keine Wertegemeinschaft.
"

>
Die Nordatlantische Vertragsorganisation (NATO) [...] versteht sich als Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten.

[...]

„Die Parteien des Vertrages bekräftigen [...] ihren Glauben an die Ziele und Grundsätze der Satzung der UN und ihren Wunsch, mit allen Völkern und allen Regierungen in Frieden zu leben. Sie sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Erbe und die Zivilisation ihrer Völker, die auf den Grundsätzen der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechtes beruhen, zu gewährleisten.
<
->
Quelle: bmvg.de

"Wertegemeinschaft" freier demokratischer Staaten , welche die Diktatur als Staatsform mit einschließt,den Glauben an die Ziele und Grundsätze der Satzung der UN mit vielfachem Bruch der UN-Charta lebt & die Herrschaft des Rechtes durch die Verhängung der Todesstrafe praktiziert.

um 12:37 von Brisant

"Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Vielleicht sollten Sie die Bibel ganz lesen, und nicht nur den Satz, übrigens aus dem Kontext gerissen und somit sinnbefreit, rauspicken, den sie gerne hätten.
Matthäus 5,39: "Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas böses antut keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin."
40 und 41 erspare ich Ihnen, nicht dass ich Sie noch verunsichere.

Randbemerkungen

Es ist doch, liebe Leser, jedesmal bei irgendwelchen Hinrichtungen in den USA dasselbe Gejammer.

Einige sind dafür, die Mehrheit dagegen.

Was und warum regen wir uns darüber auf?

Es ist Amerika, es sind einzelne Staaten von Amerika und es gibt dort Gesetze, die Jeder kennt, auch jeder Täter.

Den jetzt Hingerichteten als das arme Unschuldslamm darzustellen, wie es aus manchen Kommentaren zu lesen ist, ist geradezu ganz einfach albern. Die geneigten Schreiber wollen sich bitte mit der Person und den verübten Untaten genauer ins Bild setzen; garantiert hat es keinen Unschuldigen getroffen.

Nicht richtig finde ich es, dass man diese Verbrecher, die ja auch irgendwie Menschen sind, so lange in der Todeszelle sitzen lässt, bis das Urteil vollstreckt wird.

Die Vollstrecker als Mörder zu bezeichnen, wie es hier gelegentlich vorkommt, halte ich nicht für richtig. Sie führen das aus, was im Namen des Volkes als Urteil gesprochen wurde.

H.v.B.

Opfer

Es mangelt erheblich an Empathie für die Opfer. Diesen Opfern und deren Angehörigen schwerster Straftaten interessiert das Leben des Täters nicht die Bohne. Indem Augenblick indem der Täter eine Grenze überschritten hat, Leib und Leben Unschuldiger zerstört hat , hat er sich in die Gnade des Volkes begeben. Hierzulande kennt das Volk Gnade, bzw. erträgt diese, andernorts nicht. Beides sollte mit derselben Toleranz betrachtet werden, denn es gibt hier kein falsch und kein richtig.

An die Befürworter der Todesstrafe

Dass jemand, der seinen Angehörigen verloren hatte am liebsten den Täter töten würde halte ich für verständlich in seinem Schmerz.

Das man jemanden, der getötet hat, für Lebensunwert erklärt mag als Meinung noch grenzwertig sein.

Aber jemanden aus Rache zu töten bringt doch nichts. Was wolt Ihr mit einem Täter tun, der mehrfach germordet hat? Es ist nicht gerecht, dass der Täter weiterlebt, es ist aber so gesehen doch auch nicht gerecht, dass er nur 1x stirbt.
Also töten und wiederbeleben, töten und wiederbeleben, töten und wiederbeleben und töten...?

Wenn jetzt einer 1x getötet hatte, dann heißt es für ihn "ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert", denn die Todesstrafe bekommt er sowieso. Damit bringt man eher noch weitere unbeteiligte potentielle Opfer in Gefahr.

14:08 von hammer

>>um 12:00 von Keilstein

"Also Mord auf Mord."

Das ist nicht Mord auf Mord sondern Mord auf Strafe - die Todesfolgen hat. Ich denke es ist zwar eine Tötung aber nicht Mord - sonst würde der Staat sich ja strafbar machen. Die Tötung ist die Strafe auf bestimmte schwere Verbrechen - wer diese in demjenigen Staat verübt muss damit rechnen!<<

In einer Doku über die Todesstrafe in den USA wurde gezeigt, dass auf dem Todesschein des Hingerichteten als Todesursache "homicide" also Mord steht. Der Staat gibt also offiziell zu, dass er Morde begeht.

um 14:02 von Eres: " ich habe

um 14:02 von Eres:
"
ich habe gerade mal 2 Beiträge gelesen, die sich mit den Opfern befassen.
Hat man sie im Wahn des Täterschutzes einfach vergessen, spielen sie nur eine nachgeordnete Rolle?
"

Nein.Natürlich nicht & das Mord bestraft gehört,steht auch nicht zur Diskussion.

Aber die Todesstrafe hat nichts mit "Gerechtigkeit wiederherstellen" (was bei einem Mord in meinen Augen so oder so unmöglich ist) zu tun,sondern ist Rachejustiz,zudem eine Art der Bestrafung,die unumkehrbar ist.
-> ca. 4,1 % aller zum Tode Verurteilten in den USA sterben als Unschuldige (statistisch).

Sinn & Zweck der Bestrafung ist, je nach Tat, die Person zu sanktionieren (z.B. zeitlicher Ausschluss aus der Gemeinschaft - maximal kann dies auch den Rest des Lebens bedeuten.)

Dasselbe wird zwar auch mit der Todesstrafe erreicht,geht aber auch mit anderen Mitteln - ein (echter) Rechtsstaat MUSS falsche Urteile auch später revidieren können - dazu ist ein lebendiger Verurteilter aber Grundvoraussetzung

@Brisant

"Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 2. Moses 21:12 "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben"." Am 21. April 2017 um 12:37 von Brisant

Das wird er doch früher oder später (oder kennen sie jemanden, der über 120 ist?) und, wie in derselben Bibel steht: Gott wird über ihn richten.

Ps. Ich will damit NICHT sagen, dass man den Täter laufen lasssen sollte.

pure barbarei!!

pure barbarei!!

Vollstrecker, die nach dem vom Volk verantworteten Gesetzt, im Namen des Volkes verurteilte Mörder im Auftrag dieses Volkes töten sind keine Täter.
Sagt ihnen der Name Freisler was.

Alle Morde wie im Iran, SA, USA, China usw sind alle Gesetzes Treu
abgesichert.

14:34 von Eisgebärter Knut/ 12:37 von Brisant

Auge um Auge ...
Der US Amerikanische Engpass ist ja geeignet die Statistik zu den Todbestraften zu befeuern - da deutet sich ja schon ein Thema für das nächste Jahr an.

Todesstrafe - den Tod zu geben, ist einzig Sache des bluträcherisch bewegten Angehörigen, so wie die des entschieden einschreitenden Notwehrenden.
Vadder Staat hat hingegen, die ihm dienenden systematischen Momente (soziale Differenzierung, strukturelle Unterdrückung, menschliche ebenso, wie seine eigene Fehlerhaftigkeit etc.) ins Kalkül seiner Jurisdiktion zu fassen und sich mit Grausamkeiten und Unumkehrbarem zurückzuhalten.
Einzig, ein Mangel an Möglichkeiten aufgrund fehlender Mittel, gälte hier als temporäre Entschuldigung, diesen Grundsatz zu missachten.

@harmonie5: Nicht nur Sache der US-Justiz

Sie schreiben: "Das ist ganz alleine die Angelegenheit der Amerikanischen Justiz."
Dem ist nicht so.
Wenn Ihr Nachbar gegen das Recht verstößt und Kind oder Frau im Nachbarhaus regelmäßig verprügelt, sind auch Sie mitverantwortlich.
Sie sollten dann in der Regel zwar nicht gegen den Nachbarn handgreiflich werden, sie müssen aber die Staatsgewalt informieren und ggf. gegen ihn aussagen.

Wenn sich nun ein Staat gegen das (Völker-)Recht verstößt sind auch die Nachbarn mitverantwortlich.

Das Problem ist nur, dass sich die USA konsequent dem Völkerrecht entzieht und z.B. den Internationalen Gerichtshof nicht anerkennt.
Ich finde, wir als Staat und die EU als Wertegemeinschaft sollten uns mittelfristig zur Regel machen, militärisch oder polizeilich relevante Güter, Informationen oder Dienstleistungen an bzw. für einen Staat oder eine Staatengemeinschaft nur noch dann zuzulassen, wenn dort vollumfänglich die Internationale Gerichtsbarkeit anerkannt wird.

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12:37 von Brisant
Auge um Auge
Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Und wie geht es dann in Vers 39 weiter?

"Ich aber sagen euch...."

Im NT geht es allerdings um individuelles Verhalten und unter Umständen um Gemeindeordnung. Im AT geht es um Gesetzgebung für eine Staatsordnung.

Mit welchem Recht?

" 12:41 von Thomas Wohlzufrieden
Recht auf Leben
Ich fordere die zivilisierte Welt auf, alle Beziehungen zu Ländern abzubrechen, in denen die Todesstrafe vollstreckt wird, sie verstößt ganz einwandfrei gegen die Menschenrechte."

Also zu solch einer Konsequenz fehlt uns in Deutschland das Recht. Auch wir töten. Man darf das hier nur nicht benennen.

re brisant

"Indem Augenblick indem der Täter eine Grenze überschritten hat, Leib und Leben Unschuldiger zerstört hat , hat er sich in die Gnade des Volkes begeben."

Reiner Unfug.

Der Straftäter wird von der Gerichtsbarkeit auf der Grundlage von Strafgesetzen zu einer Strafe verurteilt.

Von der Gnade des Volkes ist da nichts vorgesehen. Ich wüßte auch nicht, was das eigentlich sein soll.

@Bristan: Christliche Werte

Das Prinzip "Auge um Auge..." stammt zwar aus der Bibel, aber aus dem Alten Testament. Jesus sagt "... wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu". Ganz klar wäre das ein Nein zur Todesstrafe. Sie hat nicht nur nichts mit christlichen Werten zu tun, sie steht dem sogar entgegen.

seltsame Argumentation

die bei diesem Thema immer wieder auftaucht: der Täter hätte schließlich auch keinen Respekt vor den Rechten der Opfer oder dem Leid der Hinterbliebenen gehabt, also stünde ihm das Recht auf Leben auch nicht mehr zu.

Warum wohl hat die Aufklärung die Menschenrechte als unabdingbar und unveräußerlich definiert? Nur zum Schutz der Bösen? Nein, Ihr Narren, zum Schutz der Unschuldigen! Denn wenn wir Menschenrechte dem einen einräumen und dem anderen nicht, dann können wir selbst uns dieser Rechte auch nicht mehr sicher sein. Ist das wirklich so schwer zu begreifen? Gegen den Nächstbesten, der daherkommt und schreit, wir hätten kein Recht zu leben, weil blabla und sonstwas, haben wir dann keinen wirksamen Schutz mehr. Und gegen hasserfüllte Racheengel schon gar nicht.

@der kleine Bürger

Ich bin kein Befürworter der Todesstrafe. Es geht auch nicht um die Bestrafung der Täter. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass man mit einem Aufschrei zuerst der Opfer gedenken muss, ehe man sich dem Täter zuwendet. Und genau das fehlt hier. Und ich finde es widerlich!
Ich denke weiter, dass nicht ein Verurteilter falsch beurteilt wurde. So was gibt es nur im Fernsehen.

Ganz unemotional gesehen...

Es lassen sich auch einige unemotionale, ja sehr rationale Argumente finden, die auch bei schwersten Verbrechen für eine lange Gefängnisstrafe und gegen die Todesstrafe sprechen.

Zum einen ist erwiesen, dass immer wieder Unschuldige hingerichtet wurden - jedes Gericht kann irren. Eine Hinrichtung ist unwiderruflich.

Dann ist nachweisbar, dass es bei vergleichbaren Anschuldigungen - nicht nur in den USA - auf die Herkunft des Beschuldigten ankommt. Weiße werden seltener zum Tode verurteilt als Farbige, Reiche seltener als Arme.

Außerdem ist ein Täter im Gefängnis gezwungen sich mit seiner Tat auseinanderzusetzen. Dass auch das eine Bestrafung ist, zeigt sich daran, dass sich immer wieder Gefangene selbst töten - auch wenn ihnen "nur" eine mehrjährige Haftstrafe droht.

Schließlich wird bei einer Todesstrafe keineswegs nur der Verurteilte bestraft. Sehr viel länger dauert die (indirekte) Bestrafung der Angehörigen des Hingerichteten - Eltern, Geschwister, Partner und Kinder...

@11:52 von dr.bashir

Fällt den Befürwortern der Todesstrafe eigentlich nicht auf, wie absurd das Ganze ist?

Es ist total absurd, aber eben vor allem deshalb, weil die Zeitspanne zwischen Verturteilung und Hinrichtung so lang ist. Die muss aber so lange sein, weil der Rechtsstaat dem Verurteilten sämtliche verfügbaren Rechtsmittel einräumt und das eben entsprechend dauert.

Das Problem mit der langen Zeitspanne ist, dass der Bestrafte kaum noch einen Bezug zu der Person hat, die er vor 10 oder 20 Jahren mal war. Das kann jeder an sich selbst beobachten. Auch für die Hinterbliebenen des Opfers kann es nicht gut sein, wenn sie jahrzehntelang nicht zur Ruhe kommen.

@ Heinrich von Braun

Man kann sich sehr wohl über Gesetzte aufregen, die fasch sind. Sonst hätte man ja niemals die Apartheid abschaffen können. Genau wie diese Gesetzte ist auch die Todesstrafe Unrecht und gehört nicht zu einer zivilisierten Gesellschaft.
Es geht also keineswegs um die Täter, sondern die Bestrafung an sich. Zu sagen, die Täter seien nicht unschuldig ändert nichts daran, wie man zur Todesstrafe steht.
Der Kern des Ganzen ist sich selbst zu fragen, ob man den Tod als Strafe angemessen findet und ich finde das nicht. Ich wünschte mir kein Mensch wäre dazu bereit dies im Auftrag seines Staates zu tun, aber ich bezeichne sie nicht als Täter, denn sie werden mit ihren Schuldgefühlen genug Probleme am Hals haben.

@12:06 von imalipusram

"Auge um Auge" ist kein christliches Prinzip. Das Vergeltungsprinzip "Auge und Auge, Zahn um Zahn" finden Sie in der Tora.

... die aber Bestandteil der Bibel ist. Und das Alte Testament ist auch nicht zum Rosinenpicken gedacht.

"Auge um Auge" ist aber tatsächlich keine Aufforderung, möglichst hart (oder überhaupt) zu vergelten, sondern eine der ersten dokumentierten Ermahnungen, bei der Vergeltung die Verhältnismäßigkeit zu wahren, was ja damals nicht selbstverständlich war. Es ist also für die damalige Zeit ein sehr fortschrittliches Prinzip, dessen wir uns auch nicht zu schämen brauchen

Es ist nie bewiesen worden

In diesem Fall gab es nie einen handfesten Beweis, alles beruht auf Indizien!

@Eres, 17:42

Ich denke weiter, dass nicht ein Verurteilter falsch beurteilt wurde. So was gibt es nur im Fernsehen.

Nach offizieller(!) Statistik wurden im Zeitraum von 1900 bis 1985 in den USA 350 Menschen zum Tode verurteilt, deren Unschuld später bewiesen wurde.

Aber natürlich gab es um 1900 noch kein Fernsehen.

@um 14:17 von und-nachts-da-ruft

Man muss erstmal garnichts akzeptieren, den schließlich hat man Zeit genug und es mangelt bestimmt nicht daran. Das man da jemanden direkt die Todesstrafe geben muss, obwohl das nicht nachgewiesen ist, das muss eben nicht sein, man kann sich damit Zeit lassen, das tut man ja sowieso, wenn jemand lebenslänglich bekommt. Wenn aber die Straftat zu 100% bewiesen ist, dann habe ich mit solchen Leuten keinen Mitleid, das aus dem einfachen Grund, da diese es mit deren Opfern auch nicht haben und anderen soll sowas auf jedenfall auch nicht wiederfahren und die sollten wenigstens geschützt und davor bewahrt werden.

um 14:08 von hammer

Zitat: "Das ist nicht Mord auf Mord sondern Mord auf Strafe - die Todesfolgen hat." Zitat Ende. Stimmt nicht. Die Hinrichtung kann gar keine Strafe darstellen, da im humanen Strafvollzug die Strafe als Besserungsinstrument dient. Aber ein Täter der getötet wird, bekommt ja gar keine Möglichkeit mehr zur Besserung, folglich ist die Todesstrafe Mord.

@12:34 von P.S.

Führt Erdogan die Todesstrafe ein, so kann die Türkei auf keinen Fall mehr Mitglied der EU werden.

Ja. Und die USA auch nicht. Aber meines Wissens führen die USA auch keine beitrittsverhandlungen mit der EU und kassieren auch keine Heranführungshilfen in Milliardenhöhe.

17:42 von Eres

>>Ich denke weiter, dass nicht ein Verurteilter falsch beurteilt wurde. So was gibt es nur im Fernsehen.<<

Geben Sie mal "unschuldig hingerichtet usa" bei Google ein, da finden sich diverse Fälle in denen nachweislich Unschuldige hingerichtet wurden. Leider wird die Unschuld manchmal zu spät nachgewiesen, nur ist es dann für den Unschuldigen endgültig zu spät.

@Eres

"Ich denke weiter, dass nicht ein Verurteilter falsch beurteilt wurde. So was gibt es nur im Fernsehen."

Leider stimmt das nicht.

Verschiedene Quellen und Studien sprechen von zwischen 4% und 10% Fehlurteilen in den USA. Dies betrifft explizit auch den Bereich der Todesurteile.
In einem Justizsystem in dem Urteile nicht von hochausgebildeten Juristen, sondern von Geschworenen Laien gefällt werden ist dies auch fast unumgänglich.

Üblich

Das übliche wehklagen nach gerechten Strafen für Gewalttäter.

Bibelzitate und Menschenrechte werden angeführt - tatsächlich wird sogar der Schutz der Täter - als Schutz der Opfer dargestellt.

Wahnsinn. Nein, mag sein das in Deutschland Mörder, Totschläger und der "Körperverletzung mit Todesfolge" Schuldige mit Nachsicht, Milde und Anteilnahme rechnen können. In anderen Ländern gibt es eine Justiz die nicht nur das Wohl der Täter als höchstes Rechtsgut erkennt!

@12:37 von Brisant

Das sagt die Bibel: Matthäus.5,38 "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Uiuiui. Der Satz geht aber weiter mit: "Ich [Jesus] aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. "

Das ist ziehmich genau das Gegenteil von dem, was Sie belegen wollten.

Ja aber

17:35 von Azzura89
@Bristan: Christliche Werte
Das Prinzip "Auge um Auge..." stammt zwar aus der Bibel, aber aus dem Alten Testament. Jesus sagt "... wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu". Ganz klar wäre das ein Nein zur Todesstrafe. Sie hat nicht nur nichts mit christlichen Werten zu tun, sie steht dem sogar entgegen."

Wir sind aber keine christliche Gesellschaft. Ich glaube z.B. an keinen Gott (halte ihn aber für möglich). Und damit bin ich nicht alleine. Selbst die meisten Kirchgänger dürften kaum den ganzen Glauben des NT verinnerlicht haben.

Außerdem würde die ganze Konsequenz aus diesen Zeilen auch jede Gefängnisstrafe, Verwarnungen und Bußgelder ausschließen.

Strafen sind bekannt.

Das in den USA noch gerechte Gesetzte angewandt werden - sollte gerade Bürgern der USA bekannt sein. Wer dann trotzdem andere Menschen tötet - muss/kann/wird mit tatsächlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Genauso bekannt ist das System in DE. Und wird hier teilweise, als Einladung zur Begehung von Straftaten verstanden.

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