Kommentare

Schäuble hat recht

Schäuble hat völlig recht, wenn er die deutsche Position argumentativ gut vertritt. Der Erfolg deutscher Exporte beruht ja auf Qualität. Wir stellen etwas her, was gebraucht wird, wir schwatzen niemandem unsere Produkte auf.

Alternative Wahrheiten

Also mal ehrlich - die VWL ist eine akzeptierte Wissenschaft, die lehrt dass ein Handelsüberschuss einfach doof ist.
Sie schadet anderen Volkswirtschaften und führt langfristig zu vielen Problemen.
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Beispielhaft sei die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft erwähnt. Fällt in China also der Reissack um, werden in Wolfsburg tausende Leiharbeiter entlassen. Hatten wir alles 2008. Aber klar ... vergessen!
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In den Ländern, die viel importieren gehen Jobs verloren und die Innovationskraft der Unternehmen. Warum wohl setzt China auf mehr "Made in China"? Ergo - negativer Doppeleffekt, mehr Jobs gehen verloren. Zu sehen in Spanien oder ... logo Griechenland. Deutsche Unternehmen zerstören ganze Branchen in diesen Ländern.
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Schäuble kann also viel sagen, die VWL sagt - Außenhandelsüberschüsse sind doof! Also bitte. Wer sich über Trump aufregt, sollte nicht selbst "Alternative Wahrheiten" präsentieren.
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Nebenbei - ohne Jobs, wer kauft die deutschen Produkte in Zukunft? Tja.

"Darin wird offenbar

"Darin wird offenbar argumentiert, der Exportüberschuss lasse sich nur in sehr begrenztem Rahmen durch politische Maßnahmen beeinflussen."

Der erste Ansatz wäre eine Stärkung der Nachfrage und damit eine Rückkehr zu einer sozialen Wirtschaftspolitik nach Keynes und damit die Entsorgung von Friedman, Hayek und ihren gläubigen Gefolgsleuten auf den Müllhaufen der Geschichte.
Das "Wirtschaftwunder" wäre übrigens ohne eine weltweit verbreitete Keynes Politik nicht möglich gewesen.

Schäuble will Kritik an Handelsüberschuss entkräften...

Natürlich betreibt Schäuble Apologie.Er will weiter Handelsbilanzüberschüsse auf Kosten der anderen.Besonders innerhalb der EU wird das zum Problem,drückt viele Länder ins Defizit und verschärft die Widersprüche innerhalb der Union.
Und warum ist der Export so "stark" ? Weil man mittels "Reformen"(das Wort ist Ironie) rund um die Stammbelegschaften meist billige und rechtlose Randbelegschaften aus Leiharbeitern und Co. geschaffen hat.

Schäuble hat immer noch nicht verstanden,

dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet.

Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 %, die Deutschland seit Jahren nicht einhält (so wie es auch die Schuldenobergrenze von 60 % nicht einhält).

Es scheint ja auch sonst wenig Interesse zu bestehen, sich an die ausgemachten Regeln zu halten.
Die Bankenrettung nach Ackermanns Geburtstagsfest im Kanzleramt auf Steuerzahlerkosten - fälschlich immer als "Griechenlandrettung" bezeichnet - verstieß gegen die Bailout-Regel und rettete Spekulanten, Banken, Hedgefonds.

Kleines Detail: Die EU-Kommission hat 2013 versprochen, die Wasserversorgung von der Privatisierung auszunehmen. Griechenland musste dann auf Druck von Schäuble etc. der Privatisierung zustimmen. Ohne Wasserprivatisierung keine neue Kredittranche – so die Drohung.

Ja , ja Herr Schäuble

Das Grundgesetz erlaubte Schulden bei nicht ausgeglichener Handelsbilanz. Und Schulden haben wir ja genug.
Diese Gewohnheit "im Einklang" mit dem Grundgesetz zu handeln ist zur Regel geworden.
Im Prinzip wird hier gegen das Grundgesetz argumentiert.
Um einen merkelschen Grundsatz zu formulieren: "Wir können nicht anders."

Wunderbare Welt

der Menschen. Sobald es um sein "eigenes" Land geht, verändert sich die Kritikfähigkeit. Es ist noch ein langer Weg zur Einigkeit, wenn es ihn denn gibt. Bis dahin sind wir Neocons wohl alle an Einsamkeit unserer Herzen gestorben. Nicht das Schlechteste, nimmt es doch ein wenig Druck von der Natur.

Waffenexporte verbieten....

Das wäre eine Stellschraube, und eine humane noch dazu...... die Arbeiter können auch Bagger und Pflüge statt Panzer bauen....

Sinnlose Rechtfertigung

Viele Produkte, die deutsche Firmen am Weltmarkt anbieten, sind qualitativ besser und konkurrenzfähiger, als Produkte aus z.B. den USA oder aus Frankreich. Wir schwatzen ja niemandem unsere Produkte auf, sie werden in jedem Fall freiwillig gekauft.

Ich finde die Diskussion über die angeblich zu starken Exporte aus Deutschland relativ sinnlos. Andere Länder sollten nicht versuchen, uns zu bremsen, sondern selbst besser zu werden, z.B. die USA haben mit ihrem Maschinenbau einen riesen Nachholbedarf.

QED

Als wäre es für kapitalistische Länder im Normalbetrieb schlimm Gewinn zu erwirtschaften...
Wie hätten es sonst andere geschafft, ihren Reichtum auf zu bauen? Bestimmt nicht nur durch Sklaverei und die viel tödlichere Ausbeutung des Volkes der Vergangenheit.

Nun sieht man aber, dass eigene Märkte nicht reichen, dass die Lohnbeschäftigung den regulären Staatsinsassen genug auf den Tisch bescheren könnte, nicht reichen für ein Überleben der eigenen Wirtschaft. Natürlich gesättigte Märkte in Verbindung mit einer normalen Armutdurchschnittsrate der meisten eben.

Nun sieht man noch viel mehr, wie im Zentrum des Westens, in der Höchstphase der Profitumsetzung der Reichtum bei den Arbeitenden, ODER nicht mehr gebrauchten, ODER im Sozialen und im Infrastrukurellen rum kommt...

Wohlstandsversprechen für die Masse:
War wohl nichts!

Nein, der Laden, also die Gemeingüter(Schulen bishin Parks u.a. Gelände in Städten) vor allem in den neuen Bundesländern werden verramscht gegen schnelles Geld.

Augenwischerei

Im Kern wird die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnverzicht der Arbeitnehmer erzeugt. Ich habe früher im öffentlichen Dienst gearbeitet und die Erhöhung der Arbeitszeit, die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie etliche Nullrunden miterlebt. Anderen Branchen erging es ähnlich. Wenn dagegen die Produktivität steigt, die Arbeitnehmerschaft aber nicht entsprechend beteiligt wird, dann steigt der Wohlstand für den Normalbürger nicht, Deutschland gewinnt aber an Wettbewerbsfähigkeit.

Gut illustriert und leicht nachzulesen bei zwei neutralen Quellen:
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-de...

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_02.c.289465.de/09-33-1.pdf

In den letzten 20 Jahren konnten die Arbeitnehmer ihre Kaufkraft lediglich erhalten, obwohl der Wohlstand ständig wächst.

um 08:25 von UdSSR

"Wir stellen etwas her, was gebraucht wird, wir schwatzen niemandem unsere Produkte auf." - na dann informieren Sie sich mal darüber, was Deutschland z.B. mit Hühner- oder Schweinefleisch macht, welches hierzulande nicht gebraucht wird. Da wird locker 25% über den eigenen Bedarf hinaus produziert und dann (subventioniert) nach Afrika verschifft. Unsere Landwirte produzieren weiterhin Berge von Hühnerflügeln und Schweinefleisch, welche in Afrika die einheimischen Märkte zerstören.

@um 08:25 von UdSSR

Da muss ich Ihnen kategorisch widersprechen, denn der Exportüberschuss hierzulande sorgt für einen Importüberschuss anderswo. Dort aber - wo es dann zwangsläufig schlechter geht, denn sonst würde man nicht so viel importieren müssen - ist dann am Ende des Jahres WENIGER GELD FÜR INVESTITIONEN UND AUFBAU VORHANDEN! Die schwachen Länder bleiben also schwach und wir bleiben Egoisten.

Das Problem bei einer stetig wachsenden Weltbevölkerung ist der Mangel und die Verteilung an Arbeitsplätzen. Durch Industrialisierung und Rationalisierung wird jeder Arbeitsplatz immer effizienter und ersetzt damit Menschen die früher auch für die gleiche Arbeit gebraucht werden. Dank unseres Reichtums kann Deutschland einen Großteil dieser "Weltproduktion an Waren" für sich beanspruchen ... und ist damit reicher als andere. Dies ist einer der Gründe für die Flüchtlingskrise UND MUSS ABGESTELLT WERDEN!

Zusätzlich müssen wir einsehen, dass "rationellere Produktion" kontraproduktiv ist.

@08:33 von MrEnigma

"Nebenbei - ohne Jobs, wer kauft die deutschen Produkte in Zukunft? Tja."
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Die EZB.
Dann läuft die Gelddruckmaschine noch etwas schneller.

@ MrEnigma

Beispielhaft sei die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft erwähnt. Fällt in China also der Reissack um, werden in Wolfsburg tausende Leiharbeiter entlassen.

Wenn wir selbst unsere Wirtschaftskraft und unsere Exportüberschüsse heute abbauen, werden die Leiharbeiter natürlich ebenfalls heute entlassen. Das ist doch eine Binsenweisheit. Den deutschen Arbeitern ist die Exportstärke vermutlich lieber, als das Mittelmaß und die Arbeitslosigkeit. Anderen Ländern steht es ja frei, sich auch anzustrengen.

@um 09:06 von Anderson

Es gibt einen tollen Spruch der dazu passend ist:

"Sie benutzen den Buchstaben des Gesetzes, um den Geist des Gesetzes auszuhebeln."

Das kennzeichnet die Juristenmentalität vieler Politiker, denn "nach Goethe" [Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.] agiert von denen keiner. Nicht einmal die Grünen oder die Linke.

Deutschland hat Verantwortung

Die deutsche Exportwirtschaft profitiert enorm vom niedrig bewerteten Euro. Diese Niedrigbewertung läßt sich auf die schwächelnde Wirtschaftskraft der südlichen EU-Länder einschließlich Frankreichs zurückführen.
Wenn Deutschland eine friedliche Europäische Union will, kann es - als Profiteur des EURO - eine gewisse Verantwortung gegenüber den ärmeren EU-Ländern nicht leugnen.
Deutschland muß sich in dem Punkt bewegen sonst wird es unglaubwürdig.

Das Mittelmaß regiert?

@ krittkritt:
Schäuble hat immer noch nicht verstanden, dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet. Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 %, die Deutschland seit Jahren nicht einhält

Diese Grenze ist im übertragenen Sinne etwa so sinnvoll, wie die Regel, dass man in Mathematik keine bessere Note als eine 3 schreiben darf, nur weil die Mittelmäßigen den Klassenrat dominieren.

Überschuss ist doof?

VWL ist immernoch nichts, wo sich sonderlich Profis herumtummeln. Immernoch: "Es könnte doch, wenn.."
Das ist keine Wissenschaft, vor allem nicht analytisch, sondern ein Wunschdenkfabrik.

Wenn die feststellen, es funktioniert so oder so ständig automatisch, werden die trotzig und sagen da müsste wohl was anders sein und behaupten der Folgen blind, man solle "einfach" an z.B. an der Gelddruckschaube stellen zum Ankurbeln.

Völlig blind gegenüber, ob das und das überhaupt bebraucht würde, ob die Währung nicht mehr ernst genommen wird, ob die Natur durch ihr Wunschdenken bald nur noch ne heiße Sandwüste ist.
VWLer+ waren entweder enttäuscht vom Studium oder so klar wie die ältesten im Seniorenheim.
Ein Leben im Konjunktiv - je her.

Und Gewinn ist da plötzlich schlecht - obwohl Exp auch zum weiter Produzieren überhaupt für andere bezahlbarer, benötigter Güter absolut notwendig ist.(Man siehe Beschwerde über Arbeitsplätze und Flucht des produzierenden Gewerbes)

Mär von win-win...?

Binnennachfrage

"[Die Binnennachfrage] zu verbessern ist eine häufige Forderung von Kritikern."

Das erscheint mir aus ausländischer Sicht recht absurd. Es stimmt zwar, dass der Exportüberschuss sinkt, wenn im Innland mehr gekauft wird, aber deswegen wird doch dann nicht weniger exportiert. Es wird lediglich mehr produziert werden. Im Ausland vorhandene Nachfrage wird auf jeden Fall immer erfüllt werden.

09:01 von krittkritt

Schäuble hat immer noch nicht verstanden,
dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet.
Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 %, die Deutschland seit Jahren nicht einhält (so wie es auch die Schuldenobergrenze von 60 % nicht einhält).Es scheint ja auch sonst wenig Interesse zu bestehen, sich an die ausgemachten Regeln zu halten.
Die Bankenrettung nach Ackermanns Geburtstagsfest im Kanzleramt auf Steuerzahlerkosten - fälschlich immer als "Griechenlandrettung" bezeichnet - verstieß gegen die Bailout-Regel und rettete Spekulanten, Banken, Hedgefonds.

Kleines Detail: Die EU-Kommission hat 2013 versprochen, die Wasserversorgung von der Privatisierung auszunehmen. Griechenland musste dann auf Druck von Schäuble etc. der Privatisierung zustimmen. Ohne Wasserprivatisierung keine neue Kredittranche – so die Drohung.
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Wie ist es möglich, das Schäuble wie der Erdogan der EU-Kommission Befehle gibt?
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Warum war denn damals der Martin nicht zur Verhinderung sozialer Ungleichheit parat?

Mal ehrlich

Wer in Unternehmen mit beispielsweise amerikanischer Ausrichtung gearbeitet hat, der stellt fest, das die Qualität rapide abnimmt. Wir sind nicht die schnellsten in Innovation oder Dienstleitung, aber dann solvent und überwiegend verlässlich . Das wird offensichtlich überall geschätzt. Nun , warum machen uns das die anderen nicht nach, als nur zu sagen , die Deutschen seien für alles in der Welt Schuld ?

08:45 von Bernd Kevesligeti

Schäuble will Kritik an Handelsüberschuss entkräften...

Natürlich betreibt Schäuble Apologie.Er will weiter Handelsbilanzüberschüsse auf Kosten der anderen.Besonders innerhalb der EU wird das zum Problem,drückt viele Länder ins Defizit und verschärft die Widersprüche innerhalb der Union.
Und warum ist der Export so "stark" ? Weil man mittels "Reformen"(das Wort ist Ironie) rund um die Stammbelegschaften meist billige und rechtlose Randbelegschaften aus Leiharbeitern und Co. geschaffen hat.
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Weshalb droht uns den Trump ungerechtfertigt?
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Denn der hat doch mit seiner Auffassung zum Handelsbilanzdefizit der USA laut Gesamtdeutschland "unrecht".

Am 20. April 2017 um 09:01

Am 20. April 2017 um 09:01 von krittkritt
Schäuble hat immer noch nicht verstanden, dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet.

Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 %, die Deutschland seit Jahren nicht einhält

All die, die immer ins selbe Horn blasen, wie schlecht doch Deutschland (ihr eigenes Vaterland) ist und wie übel ihnen wird bei den deutschen Politikern (die sie selbst gewählt haben), lassen eines vermissen:

Was soll getan werden?

Was soll Deutschland GENAU dagegen tun, dass Deutsche keine französischen, italienischen oder us-amerikanische Autos kaufen?

Es geht hier doch nicht um Wasserkocher aus China oder Kleidung aus Bangladesh! Wenn man sich in einem Haushalt mal umsieht, ist doch beinahe ALLES importiert.

Wenn Autos und Maschinen von Deutschland exportiert werden, dann geht's ums Geld. Was soll der Finanzminister dagegen tun?

Sollen wir freiwillig auf Wohlstand verzichten? Dann müssen die Kritiker dieser Welt aber links, statt rechts wählen

Wohlstand durch Export entsteht nur...

...wenn vom Ausland für die Waren auch tatsächlich bezahlt wird. Solange wir unsere Waren jedoch in Form von abzuschreibenden Krediten (Target2) verschenken, leidet auch Deutschland unter seinem Export. Früher nannte man so was wenigstens ehrlich "Tribut".

VW, BMW etc. ist egal, ob Spiros Normalgrieche für sein neues Auto bezahlen kann, oder ob das letztlich der deutsche Steuerzahler aufgrund der uneinbringbaren Zahlungsforderungen übernehmen muss.
Da hätten wir die Angestellten auch bei vollem Lohnausgleich zu Hause lassen können, das Ergebnis ist das Gleiche, nur würden davon die Bürger profitieren, nicht die Unternehmen sowie die Importeure.

um 08:25 von UdSSR

"Der Erfolg deutscher Exporte beruht ja auf Qualität. Wir stellen etwas her, was gebraucht wird, wir schwatzen niemandem unsere Produkte auf."

Das mag in ein paar Spezialbereichen vor allem bei mittelständischen Unternehmen (z.B. Festo, Mafell etc.) so sein, bei Großkonzernen jedoch stehen die Produktionskosten/Gewinnmarge und nicht die Qualität im Vordergrund. Dadurch sind die im westlichen Vergleich geringen Preise aufgrund von "Dumpinglöhnen" bei der gleichzeitigen Mär der hohen Qualität das Hauptargument für den Exporterfolg.

Brigitte Zypries verwies auf ...

... [die] Einführung des Mindestlohns.
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Ach ja, der Mindestlohn, der eigentlich mehr ein Dumpinglohn ist. Von dem kann keiner Überleben, wenn er nicht noch staatliche Mittel für die Wohnung bekommt. Das ist wohl ein schlechtes Argument gewesen.

Daran lässt sich nichts deuteln.

Das ist Mathematik u. kein moralisches oder sonst wie Argumente-Spiel. Im Mittelalter schuf man zur Regulierung solcher Ungleichgewichte Zölle bis hin zu Schutzzöllen auch Raubritter die Zölle allein auf die Durchreise der Waaren belegten. Und das war sinnvoll bis Unsinn. Aber nicht wie heute Freihandel für Multis zur freien Gewinnmaximierungsorgie verkommen. Ansonsten muß alles einzel geregelt werden da sich alles im auch einzeln im großen Fluß des Handels anders bewgt u. stets veränderbar sein soll u. ist.Es sei denn man macht Verträge u. Schutzmechanismen generell mit dem Freihandel anfechtbar außerhalb odentlicher Gerichte u. stellt nur die Multis u. Wirtschaft an erste Stelle die sich nicht an Rechte u. Vertäge von Staaten halten braucht um den Profit zu steigern als Grundrecht nur auf u. für das eigene Privileg.
Herr Schäuble wessen Diener sind sie eigentlich. Meine Erfahrung lässt da nur einen Schluß zu.Alles für die Lobby,die bezahlt ,dem Steurerzahler wird genommen?

Ja ist denn schon Planwirtschaft?

Also mal ehrlich. Es exportieren freie, marktwirtschaftliche Unternehmen aus Deutschland an freie, marktwirtschaftliche Unternehmen und Endverbraucher in Frankreich, Italien, Spanien, USA u.v.a.m. Was soll die Regierung tun? Mercedes ein Exportverbot erteilen? Audi zwingen, nach amerikanischen "Qualitätsstandards" zu produzieren?
Gerade die Kritik aus Europa finde ich persönlich einfach nur noch erbärmlich. Erst wird die eigene Wirtschaft mit verfehlten "Sozialmaßnahmen" erstickt, und statt dann diese eigenen Fehler zu korrigieren, wird Deutschland dafür kritisiert, dass es diese Fehler nicht begangen hat und ganz Europa mit durchschleppt. Vielleicht wird es wirklich einmal Zeit für den Gerxit (kein Tippfehler).

Macons Kritik zeigt nur

Macons Kritik zeigt nur eines: Raus aus dem Euro

weniger Exportieren bedeutet

auch weniger zu produzieren...also gehen auch Arbeitsplätze in D flöten ?
Erzwingt D mit vorgehaltener Waffe das Ausland dass man Produkte aus D kaufen muss ?

@08:33 von MrEnigma

Beispielhaft sei die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft erwähnt. Fällt in China also der Reissack um, werden in Wolfsburg tausende Leiharbeiter entlassen.

Ich glaube nicht, dass die Kritiker aus den USA und Frankreich sich Sorgen um deutsche Arbeitnehmer machen.

Wenn plötzlich Märkte wegbrechen wie 2008, wird das natürlich Probleme machen, auch wenn der Exportüberschuss negativ ist.

Lösung

Ausgehend von der Prämisse, dass der deutsche Außenhandelsüberschuss "schlecht" ist, ist mir die Lösung nicht ganz klar.

Es gibt auch Länder, mit denen D eine negative Handelsbilanz hat (z.B. China). Wir können also noch mehr aus China oder Vietnam importieren, dann verringert sich unser Überschuss.

Andere Möglichkeit wäre, dass die Länder, die gegenüber D eine negative Bilanz haben aufhören, deutsche Produkte zu kaufen. Das liegt in deren Händen.

Und wir können mehr Produkte aus diesen Ländern kaufen. Das wird nicht bei jedem Land funktionieren. Manche Länder haben schlichtweg wenig, was sich dafür eignet.

Für mich als Verbraucher ist das gar nicht so einfach. Ganz viele Dinge, die ich kaufe, werden sowieso nicht in D hergestellt, selbst wenn ein deutsches Label drauf ist. Aber immerhin fahre ich kein deutsches Auto.

Zu 08:33 von MrEnigma "Alternative Wahrheiten"

Also mal ehrlich - die VWL ist eine akzeptierte Wissenschaft, die lehrt dass ein Handelsüberschuss einfach doof ist...

Die VWL lehrt noch viel mehr. Handelsüberschüsse sind völlig normal. Ohne den deutschen "doofen Handelsüberschuss" wäre die EU längst passé. Volkswirtschaftlicher Widersinn ist dieser Euro, da für die volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte kein Währungsausgleich mehr gegeben ist. Die Deutschen zahlen und haften dafür mit Schuldenschnitten, Negativzinsen, in unbekannter Höhe für "Rettungsschirme" und der BAD-BANK-EZB. Eigenvorsorge wird für Dritte enteignet usw.usf.. Griechenland wurde nicht aus volkswirtschaftlichen, sondern aus politischen Gründen in den Euro gemogelt.

Außerdem kennt die akzeptierte Wissenschaft noch mehr Bilanzen: Leistungsbilanz, Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, Übertragungsbilanz, Vermögensübertragung, Kapitalbilanz, Devisenbilanz.

Einfache Lösungen ...

... - vor allem a la Trump - werden von Kritikern wie Unterstützern geliefert, sie sind im komplexen volkswirtschaftlichen Gefüge aber wenig hilfreich. Da ist es einfach, D zum Sündenbock zu stempeln. Ganz wesentlich liegt die Ursache aber in der völlig unangemessenen Währungspolitik der EZB, die den Euro künstlich niedrig hält und in der D über Target 2 ungeheure Forderungen gegenüber vielen EU Staaten hält. Diese Unterbewertung des "deutschen Euro" mit höherem Konsum und höheren Löhnen zu kompensieren zu wollen, ist totaler Unfug. Hier müsste die Fehlkonstruktion der Währungsunion beseitigt werden, aber dazu ist kaum der Wille und die Möglichkeit gegeben unter den gegenwärtigen Verhältnissen.

Zinsen und Währung

Der Euro ist eigentlich zu schwach für die deutsche Wirtschaft. Deshalb exportiert diese viel. Um die Währung zu stärken, müsste die EZB die Zinsen anheben, was sie nicht tut, weil dann die südeuropäischen Staatsfinanzen zusammenbrechen würden. Die EZB ist unabhängig, deshalb kann Deutschland da nichts tun - die Bundesbank ist gegen Nullzinsen.

Höhere Staatsausgaben würden nur zu einer Reduzierung der Überschüsse führen, wenn sie in Importe fließen - was bei Infrastruktur, Bildung und Sozialleistungen fraglich ist.

In Verbindung mit der Kritik am Verteidigungsetat und der Trumpschen "America first"-Politik ist die Kritik an den Überschüssen eigentlich nur so zu verstehen, dass Deutschland mehr amerikanische Waffen importieren soll.

Deshalb läuft Schäubles Argumentation zur legitimen Entstehung der Exportüberschüsse ins Leere. Er sollte argumentieren, dass die Bilanz für den ganzen Euroraum zu betrachten ist und deutsche Überschüsse über EU-Nettozahlungen in Europa verteilt werden.

@08:33 von MrEnigma

Deutsche Unternehmen zerstören ganze Branchen in diesen Ländern.

Das können Sie vergessen. Verantwortlich für den Kauf ist immer der Käufer, weil der letztendlich entscheidet, wofür er sein Geld ausgibt.

Weniger Handelsüberschuss, weniger Geld für die EU

Ist doch einfach, wir reduzieren den Handelsüberschuss durch irgendwelche Maßnahmen. Damit fällt das Bruttoszialprodukt und wir müssen weniger nach Brüssel überweisen. Unterm Strich bekommen dann die Staaten, die jetzt jammern, auch weniger Geld.

Lohndumping beenden

Wie Kleingeld waren im Umfeld der Agenda 2010 die Begriffe Wettbewerbsfähigkeit und Lohnzurückhaltung im Umlauf. Politiker, Lobbyisten und Neoliberale Journalisten haben ohne mit der Wimper zu zucken dreist behauptet, die Löhne und Lohnnebenkosten müssen sinken damit die deutsche Wirtschaft noch mehr exportieren könne.

Das exotische und für die Stabilität der Weltwirtschaft schädliche Wirtschaftsmodell der exzessiven Exporte bei gleichzeitiger Unterdrückung der Kaufkraft und Binnennachfrage wurde sogar als alternativlos dargestellt.

Nun wissen wir, der deutsche Bürger wurde hinter die Fichte geführt. Ziel war es die Arbeitnehmer von ihren erarbeiten Wachstumsgewinnen auszuschließen damit das korrupte Establishment diese vollständig alleine einstreichen kann.

Die Therapie der exzessiven Überschüsse ist einfach: Höhere Renten, mehr Arbeitslosengeld, niedriger Einkommensteuern und deutliche Lohnsteigerungen sowie kräftige Steuererhöhungen auf Vermögen und Unternehmen.

@08:45 von Bernd Kevesligeti

Und warum ist der Export so "stark" ? Weil man mittels "Reformen"(das Wort ist Ironie) rund um die Stammbelegschaften meist billige und rechtlose Randbelegschaften aus Leiharbeitern und Co. geschaffen hat.

Was für ein Unsinn. Abgesehen davon, dass Leiharbeiter für den Entleiher nicht billig sind, nennen Sie mir bitte ein einziges deutsches Produkt, das im Ausland gekauft wird, weil es so billig ist (oder wenigstens billiger als ein vergleichbares inländisches).

@um 09:54 von meagain

Die Ursache ist der Freihandel ... denn dadurch wird es den STARKEN ermöglicht die Schwächeren aufzukaufen bzw. kaputtzumachen. In Rumänien(?) wurden von deutschen LandwirtschaftsKONZERNEN ganze Landstriche gekauft, weil die es sich leisten konnten. Nun raten Sie mal wo die Gewinne landen.

Mit den Ländern Afrikas hat man ein viel kritisiertes Freihandelsabkommen DURCHGEDRÜCKT, mit der Folge dass die EU aus ihren INDUSTRIELLEN Hähnchenmastbetrieben die in Europa nicht gewünschten Flügel (zu viel Knochen = unbequem) exportiert und damit die afrikanischen Hähnchenproduzenten KAPUTTMACHT.

Zum Exportüberschuss gehört auch die gnadenlose UNTERBEZAHLUNG für die im Akkord schuftenden Textilarbeiterinnen in Asien und Mittelamerika und die landwirtschaftlichen Arbeiter in Afrika.

All dies kann die Politik ändern ohne gleich eine Planwirtschaft auszurufen, also hören Sie auf in solchen ideologischen Extremen zu denken. Es geht auch anders und früher hatten wir auch keine Planwirtschaft!

um 09:55 von Klausewitz

"Macons Kritik zeigt nur
Macons Kritik zeigt nur eines: Raus aus dem Euro"

Ohne den Euro und mit der D-Mark wäre der wirtschaftliche Erfolg der letzten Jahre undenkbar.

Am 20. April 2017 um 09:01 von krittkritt "Regelbruch"

Schäuble hat immer noch nicht verstanden, dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet. Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 % ..

Schon wieder! Das ist nicht in den €-Kriterien enthalten. Kein Vertrag! Verhandlungsgruppen von EU-Parlament und Rat haben im September 2011 sich auf das sogenannte Economic Governance-Paket geeinigt. Demokratie?!

Will man Handel reglementieren? Soll D aus EU und € austreten, dann ist alles gut? Keiner wird zum Handel gezwungen, auch nicht der Käufer!

Z.B. das Thema wurde bereits 2012 im B-W-Landtag behandelt.
Die festgestellten Probleme und Wirkungen treffen mehr oder weniger auf ganz D zu.

http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/
WP15/Drucksachen/2000/15_2215_D.pdf

Die Exporte werden durch den € zusätzlich beflügelt. Der € und die EU zerbricht nicht an D sondern an diesem unsäglichen €-Konstrukt! Ohne die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gäbe es die EU und den € nicht! Raus aus dem €, gut wird nichts mehr!

Nicht so einfach

Natürlich ließe sich Deutschlands Exportüberschuß leicht reduzieren, beispielsweise durch höhere Besteuerung der Unternehmen oder Anhebung der Löhne. Dies wären jedoch Maßnahmen, die schwer zu steuern sind, eine Übersteuerung würde schnell in eine Rezession führen.
Zudem würden solche Maßnahmen einigen Ländern nicht helfen. In Griechenland ist die Beamtenstruktur so verkorkst, dass sie gar keinen wirtschaftlichen Aufbau zulässt. Auch die dort herrschende Steuervermeidungskultur lässt sich mit innerdeutschen Maßnahmen nicht ändern.
Eine Möglichkeit das Ungleichgewicht zu verringern könnte in der EU sein, dass deutsche Firmen in Importländern Tochterfirmen aufzubauen haben. Angesichts der dortigen Strukturen müsste diese Maßnahme jedoch vollständig EU-gesteuert sein, auch hinsichtlich der Besteuerung und Entlassungen von Arbeitnehmern. Dem würden die Importländer wiederum kaum zustimmen (insbesondere das Volk nicht), lieber stolz am Tropf hängen, als Wettbewerbsfähigkeit erlernen.

Wer Waren und Dienstleistungen will, zahlt auch

@ Wolfgang_R:
Wohlstand durch Export entsteht nur... wenn vom Ausland für die Waren auch tatsächlich bezahlt wird.

Ich arbeite in einer Firma, die auch Waren für den Export produziert. Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Rechnungen bezahlt werden. Dafür sorgen wir schon. Unsere Abnehmer sind in der Regel aber keine Staaten, sondern Firmen.

@09:06 von Anderson

Das Grundgesetz erlaubte Schulden bei nicht ausgeglichener Handelsbilanz.

Wo soll das stehen?

@MrEnigma@08:33

Ihr Zitat:
"
Also mal ehrlich - die VWL ist eine akzeptierte Wissenschaft, die lehrt dass ein Handelsüberschuss einfach doof ist.
"
Der erste Teil Ihrer Aussage: "VWL ist eine akzeptierte Wissenschaft" ist korrekt.
Der anschliedssende Teil Ihrer Aussage:
"(VWL), die lehrt dass ein Handelsüberschuss einfach doof ist"
- stimmt nicht.
- ist im übrigen keine wissenschaftliche Ausdrucksweise.
.
Wenn man Handelsüberschuss kategorisch ablehnt, muss der Abnehmer Ware anbieten ... wir sind wieder beim Tauschhandel angelangt.

Die Einführung der Muschel als Währung war Ihrer Meinung ein Fehler?
[Und gerade diese Erfindung hat damit so viel Wohlstand gebracht.]

@um 09:45 von Der President

Dem ist nix hinzuzufügen!

Trumps Rechnung ohne den Wirt

Trump verlangt von Deutschland weniger Exporte, damit amerikanische Firmen mehr verkaufen können. Das Problem ist nur, dass die amerikanischen Produkte und Dienstleistungen in Qualität und Zuverlässigkeit oft nicht mithalten können. Wirtschaft kann man nicht mit der ideologischen Brechstange steuern, Wirtschaft steuert sich durch Angebot und Nachfrage. Nachfrage nach Qualität, nicht nach "America First".

Die Sache ist

doch ganz einfach.
Steuerfreigrenze auf 10 000 anheben und die Rente nach oben, damit wird die Kaufkraft erheblich unten angehoben und ober hat auch mehr Geld in der Tasche.
Also geht der Binnenmarkt nach oben.

EZB hört mit dem Unfug auf und der Euro geht wieder auf den Wert den er wirklich hat.
Für Deutschland auf 1,28 € wo er hingehört.
Und sofort pegelt sich das wieder ein, Nachteil wäre nur einer, Deutschland könnte nicht mehr so viel Geld für Dinge breit schmeißen die nicht sein müssen.

Die Unterstützung der anderen EU Länder die heimlich durch Deutschland geschieht muss eben mal wieder aufhören.
Die EU muss sich mal wieder an Ihre eigenen Gesetze halten dann klappt das schon.

Aber all das ist ja nicht gewollt, das Fass in Griechenland hat seit mehr als 20 Jahren ein Loch im Boden.

Alles andere sind untauglich Versuche der Verschleierung.

Gruß

@MrEnigma um 08:33Uhr

Wer sagt, daß VWL eine anerkannte "Wissenschaft" ist? Dann müßten ja alle Stars der Volkswirtschaftslehre mindestens Multimillionäre sein, oder? Nur leider ließen sich die Theorien der VWL bisher nie realisieren oder die Vorhersagen traten nicht ein! Wie begründet dann die VWL den Erfolg von Bill Gates oder Marc Zuckerberg? Kann es nicht sein, daß für deren Produkte eben die nötige Nachfrage bestand, die von Konkurrenten qualitativ offenbar nicht befriedrigt werden konnte? Was soll also diese dauernde Verteufelung des Exportüberschusses? Der stützt die Währung und ermöglicht gesteigerten Import (sofern das entsprechende Angebot vorhanden ist!) und ermöglich Urlaube im Ausland, was ja auch eine Form von Import ist, oder?

Planwirtschaft - nein danke

@ krittkritt:
Schäuble hat immer noch nicht verstanden, dass fortgesetzter Regelbruch uns schadet. Es gibt in der EU eine Exportobergrenze von 6 %, die Deutschland seit Jahren nicht einhält

Diese Obergrenze ist ein Anflug von Planwirtschaft, der zu einer modernen und von den Menschen gewollten EU gar nicht passt.

um 09:58 von Zundelheiner

"weniger Exportieren bedeutet auch weniger zu produzieren...also gehen auch Arbeitsplätze in D flöten ?
Erzwingt D mit vorgehaltener Waffe das Ausland dass man Produkte aus D kaufen muss ?"

Völlig falsch. Exportüberschuss ist ja die Differenz zwischen Export und Import. Man kann also mehr importieren oder weniger exportieren und stattdessen eine erhöhte Binnennachfrage. Für Letzteres muss die entsprechende Kaufkraft vorhanden sein oder der Staat muss investieren (Bildung etc.).

Selbst der Tüchtigste kann nichts verkaufen,

wenn der "Andere" nichts mehr zu verkaufen hat. Es sei denn man kauft seine Schulden. Dann gibt es eine weitere wenn auch unsichere Zukunft.Sind wir nicht mit 2,1 Bill. € auch verschuldet. Vielleicht sollte man die zuerst verkaufen damit etwas reinkommt für den Bürger bzw. Steuerzahler. (Bitte nicht ganz ernst nehmen es ist sarkastisch gemeint je von wo ich schau).

...wenn vom Ausland für die Waren auch tatsächlich bezahlt wird. Solange wir unsere Waren jedoch in Form von abzuschreibenden Krediten (Target2) verschenken, leidet auch Deutschland unter seinem Export.

@Wolfgang_R, richtig. Nur zur Ergänzung, Deutschland besteht hier auch wieder aus Profiteuren und aus den Leidtragenden. In Deutschland profitieren davon einige und andere werden dafür abkassiert. Die Exporteure verdienen gut dabei.

Für die abzuschreibenden "Kredite" für die €-Staatsschulden im Übermaß, für Rettungsschirme und die aufgekauften Anleihen der EZB zahlen Bürger, die für sich vorsorgen (Sparer, Altersvorsorge...). Sie werden direkt (Schuldenschnitte) oder schleichend enteignet. Nullzinsen, steigenden Gebühren bei 2 %+x Inflation.

Als Steuerzahler haften sie dazu noch in unbekannter Höhe. Damit wird "ausgeglichen". So geht das nicht weiter!

Höhere Löhne.

Die Exportüberschüsse sind durch die geringen Lohnabschlüsse der letzten 15-20 Jahre in Deutschland entstanden.

Durch die Gegenbewegung, also deutlich höhere Lohnabschlüsse, kann das Ungleichgewicht im Außenhandel wieder gesenkt werden.

Die Politik kann Druck auf die Tarifparteien machen, um höhere Abschlüsse durchzusetzen und dies durch Beschäftigungsprogramme, verbesserte soziale Absicherung der Arbeitnehmer und die Einschränkung von Dumping durch Leih- und Zeitarbeit, unterstützen.

Hohe Wettbewerbsfähigkeit...

... und woher kommt die? Man könnte ja mal all die Menschen fragen, die seit des Brionikanzlers Zeiten in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, ob sie da einen leisen Verdacht haben. Und dann erzählen unsere ach so sozial eingestellten Politiker aller Welt, dass man daran ja leider nix ändern kann... Heuchler aller Länder vereinigt Euch!

re von cowboy8

Der deutsche Export stieg an,ab der Zeit als die "Arbeitsmarktreformen" gemacht wurden.Sie spaltete Belegschaften in Stammbelegschaften und weniger gut bezahlte Randbelegschaften.In Relation zur hohen Arbeitsproduktivität bedeutet das Billiglöhne.Gerade innerhalb der Euro-Zone bedeutet das einen Export-Vorteil,denn die anderen Länder können,da sie ja keine eigene Währung haben nicht abwerten,um Importe bei ihnen teurer zu machen.

cowboy8, 10:15

||Verantwortlich für den Kauf ist immer der Käufer, weil der letztendlich entscheidet, wofür er sein Geld ausgibt.||

Wären deutsche Produkte teurer, würden ausländische Nicht-EU Käufer weniger davon erwerben. Ein stärkerer Euro wäre da hilfreich.

@10:22 von cowboy8

"nennen Sie mir bitte ein einziges deutsches Produkt, das im Ausland gekauft wird, weil es so billig ist"

Fleisch, Wurst, Käse, ...
Aber auch technische Anlagegüter. Die werden nicht ausschließlich wegen des Preises gekauft, der Preis spielt aber eine Rolle. Der schwache Euro macht's möglich, man bekommt für sein Geld hier relativ viel.

Die korrekte Aussage von Devora (09:19) erklärt einen Teil des Rests. In Deutschland ist über den Arbeitnehmern nicht unbedingt das Füllhorn der Lohnerhöhungen ausgeschüttet worden.

Am 20. April 2017 um 09:54 von meagain

"Ja ist denn schon Planwirtschaft?"
Nein, Planwirtschaft gibt es noch nicht und sie würde auch nichts verbessern. Aber das andere Extrem, dass wir gegenwärtig praktizieren, nämlich den Staaten im Zuge des globalen Freihandels möglichst alle Steuerungsmittel aus der Hand zu schlagen (z.B. Zölle, wie vom vorigen Kommentator erklärt) wird ebenfalls zu unverantwortlichen Störungen im Miteinander der Staaten führen. Es nützt nur wenigen großen Firmen solange sich es durchhalten läßt.

Halbjuristische Sonderwahrheiten

@um 09:27 von Pflasterstein

Den Advocatus Diaboli hat Herr Schäuble voll drauf. Ich habe mir die Reden und Diskussionen des Herrn Schäuble angesehen. Es ist immer die gleiche Vorgehensweise.
Nimm das stärkste Argument der anderen und stricke eine eigene Wahrheit, mit möglichst vielen schwammigen Begriffen , darum. Diesen Scheinentkräftigungen sind viele bisher auf den Leim gegangen.

Seine Wortwahl zu den Cum-Ex Geschäften (TS berichtete) ist legendär:
"Bis heute gebe es keine Anzeichen, dass diese Systemumstellung die missbräuchliche Gestaltung nicht beendet habe, sagte Schäuble."
https://www.tagesschau.de/schaeuble-cum-ex-103.html

@09:42 von cowboy8

"[Die Binnennachfrage] zu verbessern ist eine häufige Forderung von Kritikern."

Das erscheint mir aus ausländischer Sicht recht absurd.
#
#
Wenn der deutsche Verbraucher zb. 10% mehr Geld zum ausgeben zur Verfügung hat, kann er/sie dafür verschiedene Produkte kaufen.
Sollten etwa 40% der gekauften Waren ausländische Erzeugnisse sein, erhöhen sich der Wert dieser 40% auch. Dadurch wird die Summe des Handelsdefizit geringer.
Verstehen Sie jetzt, warum es wichtig ist den Binnenmarkt zu stärken.

Versuchte man die Starken

Versuchte man die Starken schwächer zu machen verlören alle, da weniger Wohlstand entsteht. DIe Lösung ist, wenn auch fast alle Politiker sich davor drücken wollen, da, obwohl einzig sinnvoll, es von den meisten Wählern nicht honoriert wird, Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Das heißt im übrigen nicht, wie von manchen fälschlicherweise angenommen und am Beispiel Deutschlands gut nachzuvollziehen, " Lohndumping " usw., sondern Produkte herzustellen und Dienstleistungen anzubieten, die innovativ und begehrt sind.

Handelsüberschuss

Wollte man wirklich den Binnenmarkt ankurbeln, müsste das Geld unter allen Bürgern des Landes besser verteilt werden.

Also höhere Löhne und weniger Abgaben für kleine und mittlere Einkommen.
Es gibt genügend deutsche Bürger, die sich gerne mehr leisten wollen.

Aber das wollen die Reichen nicht, und somit auch nicht Herr Schäuble.
Seine Devise ist "deutscher Millionär zuerst.

Also! Irgendwas stimmt da nicht

Egoismus ist eben das, was die kapitalistische Welt der Staaten zusammenhält. Übrigens muss es nicht Planwirtschaft sein, wenn man NICHT kapitalistisch zusammenleben will. Es gibt ein Zauberwort, das nennt sich Kooperation, aber davon sind wir heute galaktisch weit entfernt.Auch in Bezug zu unseren Gedankenwelt. Wir wagen es nicht mal, das Wort Kooperation in den Mund zu nehmen.

Was mich nur verwundert ist, sobald es um Alternativen geht, gehts nur um Planwirtschaft? Ja meist wird es von Befürwortern des ewig heutigen eingwofen. Ist ja auch eine bequeme Keule so immer alles mit DDR vergleichen. Aber ehrlich gesagt, Planwirtschaft haben wir immer schon gehabt: Der Plan GELD zu machen. Es geht letztlich nur darum!

Einfache Rezepte

Es wird ja so einiges diskutiert. Natürlich könnte die EZB die Zinsen erhöhen, der €-Kurs würde steigen und deutsche Waren teurer außerhalb des €-Raums. Aber auch französische, italienische usw. Außerdem würde viele "schwache" Länder sofort Probleme mit ihren Schulden bekommen. Schäuble wäre auch seine "schwarze Null" los, aber D könnte das noch besser vertragen als andere.
"Stärkung der Binnennachfrage durch höhere Löhne"? Gute Idee prinzipiell, hilft aber der Handelsbilanz nur, wenn ich für mein mehr verdientes Geld dann verstärkt ausländische Produkte kaufe. Im Falle von z.B. Griechenland fällt mir leider wenig ein.
Wer will, dass weniger deutsche Produkte ins Ausland verkauft werden, der muss auch dafür sein, dass weniger hergestellt werden. Dass wir die stattdessen alle selbst kaufen um die Arbeitsplätze zu erhalten ist unrealistisch und hilft der Handelsbilanz anderer Länder auch nicht weiter.

@10:36 von Klärungsbedarf

Exportüberschuss ist ja die Differenz zwischen Export und Import. Man kann also mehr importieren oder weniger exportieren und stattdessen eine erhöhte Binnennachfrage.

Und was bitte ändert sich aus Trumps Sicht für die USA, wenn die Binnennachfrage in Deutschland steigt und so der Exportüberschuss sinkt?

wenn deutschland...

... doch auch bei sozialen fragen in eigenem land weltmeister wäre?

frau zypries liegt etwas daneben wenn sie den mindestlohn so in den himmel lobt.

deutsche ware ist einfach gut.die franzosen und amerikaner blicken mit neid zu uns rüber-kaufen den deutschen jede menge produkte ab.

alles in allem wollen doch alle staatsmänner freien handel.

qualität zahlt sich aus.
abschotten wird ruin bringen!

Wirtschaft strebt nach Ausgleich

Die Argumente von Schäuble und Zypries mögen stimmen, sie begründen teilweise das Handelsungleichgewicht zwischen Deutschland und vielen Staaten dieser Welt (unter Weglassung der vergangenen Lohnentwicklung). Das ändert aber nichts daran, dass die Wirtschaft immer zu einem Ausgleich tendiert. Die Exportüberschüsse bedeuten, dass sich andere Staaten fortlaufend bei Deutschland verschulden. Aber jede Schuld muss irgendwann ausgeglichen werden. Der Ausgleich kann nur über zwei Wege zustande kommen: Entweder es kommt im selben Maße zu einem Importüberschuss in Deutschland oder die Schulden werden abgeschrieben / geschenkt. Innerhalb der Argumentation der Bundesregierung kommt dieser notwendige Ausgleich nicht vor. Warum? Weil der Exportüberschuss für Beschäftigung in Deutschland sorgt, ohne dass der deutsche Staat etwas Unangenehmes tun muss, z.B. sich mit Konjunkturprogrammen zu verschulden. Das übernimmt eben das Ausland. Damit gewinnt man in Deutschland Wahlen, die Rechnung folgt später

Die Kritik ist berechtigt

und ich frage mich warum es eines Donald Trumps bedurfte, um die Dinge beim Namen zu nennen. Deutschland bezieht seine Wettbewerbsfähigkeit durch Ausbeutung der eigenen Bevölkerung. Das wir uns Unwohl fühlen hat seinen Grund, denn jeder der von sich sagt, es geht mir gut, wird es spätestens als Rentner nicht mehr sagen können, mit den üblichen Ausnahmen, die Politiker und ihre Lobbyisten Freunde.
Ich denke viele wissen es noch nicht oder verdrängen es einfach. Selbst Politiker wissen es nicht oder wollen uns für dumm verkaufen. Man verwirrt uns mit Bruttorente aber wir können nur die Nettorente ausgeben. Selbst der Arbeitgeber kann einem nicht sagen, wenn man in Teilzeit geht, welches Jahresnetto man haben würde, alles zu kompliziert. Vermutlich gewollt. Beispiel vor 25 Jahre ging ein Kollege von mir mit ca. 100% des letzten Netto in Rente. Vor 15 Jahren waren es noch 90% des letzten Netto. Ich würde nur noch 50-55% haben, wer kann denn davon leben?

Die Ursache wurde mal wieder nicht von der Politik erkannt

"Darin wird offenbar argumentiert, der Exportüberschuss lasse sich nur in sehr begrenztem Rahmen durch politische Maßnahmen beeinflussen."

Das stimmt so nicht. Die politische Maßnahme, die den Exportüberschuss sofort beheben würde, wäre die Zulassung von marktwirtschaftlichem Geld, verbunden mit der Abschaffung der Planwirtschaft beim staatlichen Fiat-Geld, durch Schließung der EZB und der nationalen Zentralbanken. Dann könnte Geld nicht mehr beliebig aus dem Nichts vermehrt werden und die Deutsche Bundesbank könnte nicht mehr über ihre Target2 Salden den Ländern mit Importüberschuss, "Überziehungskredite" einräumen mit denen die Importe finanziert werden. Jedes Land könnte nur so viel importieren, wie es im Gegenzug an Export zu leisten im Stande ist.

Eine saubere und gerechte Lösung!

Die Währung Euro ist für den

Die Währung Euro ist für den Wirtschaftsraum Deutschland zu schwach.
Es bedarf Währungen, die sich an der Wirtschaftsleistung bemessen, dann ist der Wettbewerbsvorteil für Deutschland ausgeglichen, da unsere eigene Währung sehr viel stärker wäre und somit Exporte verteuern würde.

@11:13 von ararat

"Nein, Planwirtschaft gibt es noch nicht"

Doch, wir haben Planwirtschaft beim Geld. Denn die EZB plant sowohl die Geldmenge wie den Preis für Geld (den Leitzins). Da Geld sozusagen der Blutkreislauf der Marktwirtschaft ist, ist dieser sozialistisch infiziert und somit krankte die Marktwirtschaft. Dies führt dazu, dass es zu Handelsungleichgewichten kommt, die jetzt zurecht in der Kritik stehen. Denn ein Land, welches mehr exportiert als importiert, exportiert Wohlstand, was den eigenen Wohlstand reduziert. Und die hat nun mal mit dem staatlichen (planwirtschaftlichen) Geldsystem zu tun, wie ich bereits dargelegt habe.

Das Problem sind nicht die dt. Aussenhandelsüberschüsse

sondern was damit gemacht wird.
Es bedeutet doch im Grunde nichts anderes als das viele andere Staaten, Volkswirtschaften sich bei uns verschulden.
Aber was geschieht mit der ganzen Kohle, statt diese entweder zu einem großen Teil den dt. Bürgern über höhere Löhne zukommen zulassen oder Steuerentlastungen oder aber indem damit Goldbestände aufgekauft oder wir, wie die Chinesen und die Norweger, über Staatsfonds strategisch Unternehmensanteile eigener oder fremder Unternehmen erwerben, lassen wir anschreiben und halten am Ende nichts als nichtdurchsetzbare politische Forderungen in Form wertloser Schuldscheine in der Hand. Wir sind größter Kreditgeber und verfügen über keine Sicherheiten.

@11:10 von Bernd Kevesligeti

Sie [die "Arbeitsmarktreformen" ] spaltete Belegschaften in Stammbelegschaften und weniger gut bezahlte Randbelegschaften.

Nur weil ein Leiharbeiter weniger raus kriegt, heißt das noch lange nicht, dass der auch billiger ist. Ein Leiharbeiter ist i.d.R. teurer als ein Angestellter. Leiharbeiter werden nicht eingestellt, weil sie billiger sind, sondern weil der Arbeitsplatz flexibler ist. Darauf kommt es den Unternehmen an.

Gerade innerhalb der Euro-Zone bedeutet das einen Export-Vorteil,denn die anderen Länder können,da sie ja keine eigene Währung haben nicht abwerten,um Importe bei ihnen teurer zu machen.

Welche Produkte wären denn das, die aufgrund des „Lohndumpings“ bei uns so billig sind? Im Übrigen würde ich von den „Abwert-Fans“ gern mal wissen, ob sie umgekehrt selbst gern in einem Land leben würden, das ihre Währung schwächt und ihr Kaufverhalten beeinflusst, indem es Produkte aus dem Ausland für sie unerschwinglich macht.

@11:30 von tagesschlau2012

Wenn der deutsche Verbraucher zb. 10% mehr Geld zum ausgeben zur Verfügung hat, kann er/sie dafür verschiedene Produkte kaufen.
Sollten etwa 40% der gekauften Waren ausländische Erzeugnisse sein, erhöhen sich der Wert dieser 40% auch. Dadurch wird die Summe des Handelsdefizit geringer.

Herr Trump stört sich aber an unseren Exporten per se und der damit verbundenen Konkurrenz um Absatz auf dem amerikanischen Markt.

@9:54 von meagain

"Ja ist denn schon Planwirtschaft?"

Eine demokratisch völlig unlegitimierte Planwirtschaft gibt es eher durch viel zu mächtige Großkonzerne auf Kosten der breiten Mehrheit - aufgrund fehlender staatlicher Regulierung und eines unverantwortlichen Laisser-faire-Wirtschaftsliberalismus. Wirtschaftliche Regulierung - im Falle von Währungsunionen muss diese natürlich politisch im Sinne aller beteiligten Staaten koordiniert sein - ist nicht der Feind, sondern die Grundlage eines jeden funktionierenden Marktes, welcher nicht nur Werkzeug der Mächtigen sein soll. Die Lenkung der Wirtschaft in konstruktive Bahnen ist neben der Aufrechterhaltung des Rechtssystems, der sozialen Absicherung seiner Bürger, der Garantie eines Bildungsniveaus und der Wahrung der territorialen Integrität mit die wichtigste Aufgabe des Staates bzw. sein Daseinsgrund.

unfähige Politicker

es es sehr Traurig wie unfähige Politicker dazu beigetragen habe des deutsche Qulaitätssiegel so zu verschmutzen. Leider ist es Wahr dass alles nur um Deutschland geht, biller Euro für bessern Export, arme Regionen wie Griechenland, Portugal und den ehemaligen Ostblockländern ganz zu Schweigen, nicht mithalten zu können das Sie niehmals Industrieländer waren. So ist es Ihnen, um Wettbewerbsfähig zu bleiben, Ihre Wärung abzuwerten und gehen somit immer schneller in Bankrott.
Billiglohnarbeiter in Deutschland, sozilale Errungenschaften wirden im Arbeitnehmersektor abegaschafft, Harz IV, und so weiter.
Hier geht es nicht gegen Deutschland aber mehr gegen jeglichen Missbrauch gegen vothandene Vereinbahrungen.
Hier muss ich den Amerikaners Recht geben und es wird Zeit das die Südländer sich vom Euro lösen!!!

20% mehr Lohn...

.. oder 17% kürzere Arbeitszeiten schlagen Experten schon seit Jahren vor, um Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an den Weltmarkt anzupassen.

So enorm gesteigert wurde sie durch drei Dinge:

1. Eine Gemeinschaftswährung, die die durchschnittliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Euro-Raumes abbildet, und damit für Deutschland massiv unterbewertet ist.

2. Kaum gestiegene Reallöhne der regulären Arbeitsverhältnisse

3. Immer mehr irreguläre Arbeitsverhältnisse, Zeitarbeit, Werksverträge, Aufstocker, und ähnlich ausbeuterische Arbeitsverhältnisse auf Kosten von Arbeitern oder Steuerzahlern.

Frankreich, das etwas mehr auf Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit achtet, musste so natürlich gegenüber D ins Hintertreffen geraten.

Von diesen 17% weniger Arbeitszeit würden fast alle profitieren: Angestellte und ihre Familien. Arbeitslose. Europa.

Nur halt die reichsten 5% nicht. Weshalb sich das in unserer Demokratie auch nie durchsetzen wird.

re von cowboy8

Jedenfalls wurde doch in der Bundesrepublik in den letzten 15 Jahren Leiharbeit ausgedehnt,Werkvertraglerei ausgedehnt und durch allerlei Maßnahmen der Niedriglohnsektor auf 20% bis 25% der Beschäftigten ausgedehnt.

Und zur Währungsfrage:Ein Land,daß seine eigene Währung abwerten kann,würde seine eigenen Branchen damit stärken,indem es den in diesem Fall unfair zustande gekommenen Export verringert,die eigenen Handelsbilanzdefizite somit verringert.Das hätte positive Auswirkungen auf Staatsverschuldung und auch soziales.

und was sollen wir tun?

sollen wir arbeitsplätze abbauen, weil wir nicht mehr so viel exportieren sollen, und somit arbeiter nicht mehr bezahlt werden können?
jedes land bleibt selbst überlassen welche Produkte er sich liefern lässt.
andere ´länder können doch ihre eigenen Produkte kaufen und somit unsere exportquote drosseln.
aber selbst jetzt sagen.... ne wir verkaufen nicht mehr an euch.... ihr hat sonst eine zu hohe Importquote..... und wir sind schuld das es euch zu schlecht geht....
wenn ich als privater mann kein Geld habe teure Produkte zu kaufen, greife ich zu heimischen Produkten und mache abstriche. gibt es eben keine belgische schokolade sondern eine normale tafel schokolade....
also man sollte die kirche im Dorf lassen.
jeder sollte selbst verantwortlich sein anständig zu wirtschaften.
Deutschland für alles verantwortlich zu machen ist plump und einfallslos

Wo stand das ?

@ um 10:28 von cowboy8

"Das Grundgesetz erlaubte Schulden bei nicht ausgeglichener Handelsbilanz."

Wo soll das stehen?
__________________________________

Artikel 115 Absatz 1 Satz 2 (Grund­gesetz alter Fassung)
Die Vorschrift hatte folgenden Wortlaut:

"Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushalts­plan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamt­wirtschaft­lichen Gleich­gewichts."

Wir selbst können das Ausland fördern

@ dr.bashir:
Für mich als Verbraucher ist das gar nicht so einfach. Ganz viele Dinge, die ich kaufe, werden sowieso nicht in D hergestellt, selbst wenn ein deutsches Label drauf ist. Aber immerhin fahre ich kein deutsches Auto.

Das wäre ein Ansatz zur Förderung der ausländischen Hersteller. Ich persönlich fahre Opel, unterstütze damit also die US-amerikanische bzw. künftig die französische Handelsbilanz.

re bernd kevesligeti

"Und warum ist der Export so "stark" ? Weil man mittels "Reformen"(das Wort ist Ironie) rund um die Stammbelegschaften meist billige und rechtlose Randbelegschaften aus Leiharbeitern und Co. geschaffen hat."

Anscheinend machen Sie den verbreiteten Fehler, auf den Bruttolohn des Leiharbeiters zu sehen, den er von der Leiharbeitsfirma bekommt.

Was er aber tatsächlich im Unternehmen kostet steht auf der Monatsrechnung, die an die Leiharbeitsfirma gezahlt wird.

Die deckt nicht nur den Bruttolohn und die Lohnnebenkosten, sondern auch noch die Betriebskosten der Leiharbeitsfirma plus deren Gewinn.

12:13 @cowboy8

Lohndumping hat noch niemals die Waren billiger gemacht. Das Geld floss immer in die Säcke der Industriellen. Für Investitionen, sagten sie dann.
Nicht umsonst steigen die Preise unaufhörlich.
Noch zur DM-Zeit durfte kein belgischer Autoverkäufer einem deutschen Kunden einen VW verkaufen, denn der Wagen war um einiges billiger, als in Deutschland.
Und genau so wurde und wird es auch heute noch gemacht.
Am Ende zahlt die Abschreibungen der Steuerzahler, denn unsere Regierenden lassen sich mit Arbeitsplatzverlust gerne erpressen.

Sollen wir uns wirklich schlechter machen?

@ bitterepille:
20% mehr Lohn... oder 17% kürzere Arbeitszeiten schlagen Experten schon seit Jahren vor, um Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an den Weltmarkt anzupassen.

Downgrade in Deutschland, weil die anderen Volkswirtschaften zu schwach sind? Auf die Schule übertragen: Weil die anderen Schüler die Aufgaben nicht kapieren höre ich auch auf zu rechnen?
Nein danke, keine Alternative.

re von karwandler

Ist alles richtig,was sie schreiben und zugleich allgemeinplatzhaftig.

Von wem und warum wurden denn Leiharbeit und ähnliche Instrumente in den letzten Jahren so ausgedehnt ?

Ökonomische Imperativ

Auch in der Wirtschaft agiert eine Volksökonomie in einem System mit anderen Ökonomien. Auch hier gilt ein kategorischer Imperativ. Handele so, dass dein Handeln auch für alle anderen Akteure gelten kann.

Die deutschen Reallöhne, Kaufkraft und nationale Nachfrage stagniert seit Jahrzehnten. Wachstum generiert die deutsche Wirtschaft nur über ausländische Nachfrage. Die ausländische Nachfrage, Löhne und Kaufkraft steigt mit dem BIP-Wachstum. Wenn nun alle Ökonomien dem exotischen Sonderweg folgen würden, und ebenfalls die Löhne, Kaufkraft und Nachfrage unterdrücken, bräche die Weltwirtschaft sicher zusammen.
Die extreme Exportorientierung ist kein ökonomisches Fitnessprogramm sondern sie ist eine Schmarotzer-Strategie die nur funktioniert wenn andere Ökonomien ihre Arbeitgeber fair am BIP-Wachstum beteiligen.

Deutschland muss in die Gemeinschaft der Ökonomien zurückfinden die autark und selbständig mehr Nachfrage ermöglichen. Die Reallöhne müssen nachholend und deutlich ansteigen.

Wunschkonzert gegen

Wunschkonzert gegen Handelsüberschuss!

Was geht andere eigentlich unser Handelsüberschuss an? Die fragen uns doch auch nicht, was sie uns zu liebe machen oder lassen sollen. Wer fragt und verlangt da eigentlich z.B. von China ähnliches? Warum fragen wir nicht die USA, wie sie gedenkt aus ihrer riesigen Überschuldung, welche die ganze Welt mitbedroht, heraus zu kommen? Was soll das ganze? Da wollen wohl ein paar der ganz Großen und ein paar, die sich dafür halten, mal wieder ihre eigenen Fehler anderen aufbrummen und dafür hätten sie gerne mal wieder, so wie's ihnen gerade gut passt, die Regeln geändert. Also demnächst nicht wundern, wenn der Spielgegner im Schach steht und dann plötzlich einen Elfmeter fordert, um die für sich ungünstige Figur vom Brett zu schießen, oder wie! Typisch, als vor einigen Jahren Deutschland als der kranke Mann in Europa bezeichnet wurde hatten die jetzt jammern doch nur Hohn übrig. Dass wir nur unter großen Opfern wieder hochkamen sehen die nicht.

@ Anderson

Vorsicht, Sie verwechseln bei Ihrer Interpretation des Grundgesetzes Staatsverschuldung mit Handelsbilanzdefizit. Das ist aber was völlig anderes.
Beispiel: Deutschland machte in 2012 neue Staatsschulden, fuhr aber einen Überschuss der Handelsbilanz ein. In Frankreich war es umgekehrt, Schulden und Handelsbilanzdefizit.

@ Bernd Kevesligeti

Es ist wenig sinnvoll, wenn ausländische Präsidenten Deutschland zum Drosseln der Exporte aufrufen. Das ist doch nicht unser Bier, wer unsere Produkte gut findet, soll sie kaufen. Diese Präsidenten selbst sollten ihre Mitbürger und Firmen bitten, weniger zu importieren. So wird ein Schuh draus.

Anders ausgedrückt: Wenn mein Kind zu viele Süßigkeiten isst, rede ich zuerst mit meinem Kind. Manche Kritiker scheinen eher Beschwerdebriefe an die Süßwarenindustrie in Erwägung zu ziehen.

@ 10:28 von junge Welt

Ich arbeite in einer Firma, die auch Waren für den Export produziert. Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Rechnungen bezahlt werden.

Das ist niedlich, zeigt jedoch den Kern des (Verständnis-)Problems: Woher hat denn die z.B. griechische Firma das Geld gehabt, mit dem Sie Ihren Arbeitgeber bezahlt hat? Es war ein Kredit der griechischen Zentralbank. Diese leiht sich wiederum das Geld u. a. von der Deutschen Bundesbank. Und wenn diese dann auf der uneinbringbaren Zahlungsforderung gegenüber der griechischen Zentralbank sitzenbleibt, zahlen letztlich Sie und ich die Rechnung!

Ich habe nie behauptet, dass Ihre Firma die Waren direkt verschenkt. Das wäre ja zu offensichtlich, dann würden sich die Leute wehren. Leider läuft's viel heimtückischer (s.o.).

Volkswirtschaftliches Grundwissen

@ tagesschlau2012:
Wenn der deutsche Verbraucher zb. 10% mehr Geld zum ausgeben zur Verfügung hat, kann er/sie dafür verschiedene Produkte kaufen.

Nein, das kann er nicht. Wenn die Geldmenge einfach so um 10% steigt, ohne Gegenwert, dann sorgt das im selben Moment für Inflation und der von Ihnen erhoffte Effekt würde einfach ausbleiben. Was Sie nicht bedenken: Es gibt in Wirklichkeit kein "Tischlein deck dich".

re duisburg

"Beispiel vor 25 Jahre ging ein Kollege von mir mit ca. 100% des letzten Netto in Rente. Vor 15 Jahren waren es noch 90% des letzten Netto. Ich würde nur noch 50-55% haben, wer kann denn davon leben?"

Was sollen denn diese Rechenkünste mit dem "letzten Netto"?

Ich kann auch heute mit 150 % vom "letzten Netto" in Rente gehen. Wenn ich 30 jahre gut verdient habe und mich die letzten 2 Jahre Jahre auf einer Drittelstelle geschont habe.

Letztes Netto, eben.

Man kann die eigene Währung nicht abwerten

@ Bernd Kevesligeti:
Und zur Währungsfrage:Ein Land,daß seine eigene Währung abwerten kann,würde ...

Das ist denke ich ein Irrtum. Niemand kann seine eigene Währung abwerten. Der Wert der Währung richtet sich danach, was andere bereit sind dafür zu zahlen, also nach Angebot und Nachfrage an einem freien Markt.

@12:45 von Bernd Kevesligeti

Jedenfalls wurde doch in der Bundesrepublik in den letzten 15 Jahren Leiharbeit ausgedehnt,Werkvertraglerei ausgedehnt und durch allerlei Maßnahmen der Niedriglohnsektor auf 20% bis 25% der Beschäftigten ausgedehnt.

Kann ja sein, aber das hat mit dem Thema Exportüberschuss nix zu tun.

Und zur Währungsfrage:Ein Land,daß seine eigene Währung abwerten kann,würde seine eigenen Branchen damit stärken,indem es den in diesem Fall unfair zustande gekommenen Export verringert,die eigenen Handelsbilanzdefizite somit verringert.Das hätte positive Auswirkungen auf Staatsverschuldung und auch soziales.

Das beantwortet nicht die Frage, ob Sie in so einem Land leben möchten, in dem der Staat Sie zwingt, inländische Produkte zu kaufen, weil alles andere unerschwinglich ist. Dass das grundsätzlich funktioniert, ist unbestreitbar. Bestes Beispiel: Die unglaubliche Konkurrenzfähigkeit des Trabanten auf dem Binnnenmarkt der DDR.

Nichts gegen Leiharbeit

@ Bernd Kevesligeti:
Von wem und warum wurden denn Leiharbeit und ähnliche Instrumente in den letzten Jahren so ausgedehnt ?

Von Großbetrieben und vom Mittelstand. Ich selbst arbeite in einem mittelständischen Betrieb, viele meiner Kollegen sind Leiharbeiter. Der Betrieb gewinnt damit eine wesentlich höhere Flexibilität bei starken Schwankungen der Auftragslage, die bei uns naturgemäß an der Tagesordnung sind.

@14:13 von schnucki putzi

"Anders ausgedrückt: Wenn mein Kind zu viele Süßigkeiten isst, rede ich zuerst mit meinem Kind. Manche Kritiker scheinen eher Beschwerdebriefe an die Süßwarenindustrie in Erwägung zu ziehen."
#
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Wenn Ihr Kind viele Süßigkeiten isst weil es reiche Eltern hat, dann ist nicht für alle Kinder genug da. Dadurch werden die Süßigkeiten teurer und nicht jedes Kind kann diese kaufen. Diese Eltern werden sich dann bei Ihnen beschweren.

@12:51 von Anderson

Artikel 115 Absatz 1 Satz 2 (Grund­gesetz alter Fassung):
"Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts."

hat mit "Das Grundgesetz erlaubte Schulden bei nicht ausgeglichener Handelsbilanz." nicht das geringste zu tun.

Ich möchte hier noch einmal

Ich möchte hier noch einmal ganz klar ausdrücken, das der globale Freihandel, der auch die Exportüberschüsse von Deutschland ermöglicht, eine Ideologie ist, keinesfalls eine alternativlose Notwendigkeit. Mir fällt auf, dass viele Kommentatoren hier diese Ideologie kritiklos verteidigen. Die Behauptung all dies wäre alternativlos stellen sie nicht mehr in Frage. Diese Ideologie des Freihandels hat Nutznießer - das sind vor allem einige weltweit agierende Großunternehmen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass der Exportüberschuß von Deutschland den allgemeinen Wohlstand hier erhöht - das Gegenteil ist der Fall. Die Waren, die in Staaten mit Importüberschuß geliefert werden, können von diesen nicht bezahlt werden. Also werden die Waren von uns erarbeitet und dann von unserem Lohn bezahlt. Wir verschenken Sie also, ohne das unser Wohlstand zunimmt. Es nimmt nur der Wohlstand derjenigen zu, die die Gewinne einstreichen.

@ 13:58 von schnucki

"Sollen wir uns wirklich schlechter machen?

@ bitterepille:
20% mehr Lohn... oder 17% kürzere Arbeitszeiten schlagen Experten schon seit Jahren vor, um Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an den Weltmarkt anzupassen.

Downgrade in Deutschland, weil die anderen Volkswirtschaften zu schwach sind? Auf die Schule übertragen: Weil die anderen Schüler die Aufgaben nicht kapieren höre ich auch auf zu rechnen?
Nein danke, keine Alternative."

Verstehe ich Sie richtig: Lohndumping ist gut und stark, aber soziale Gerechtigkeit, die Beteiligung der Arbeitnehmer an den Gewinnen verstehen Sie als *Verschlechterung*?! Mr. Scrooge wäre stolz auf Sie.

Aber für Sie formuliere ich doch glatt um:

Weil Deutschland so gut dasteht, können wir es uns leisten, uns etwas mehr um unsere Familie und unsere Gesundheit zu kümmern, statt immer mehr Profit hinterherzurennen. Vor allem, weil wir damit meist nur den Profit der Reichen erhöhen, und bei der Gelegenheit Arbeitslose arbeitslos halten.

@ Ernst-

Es würde mich doch interessieren, was Sie dazu treibt, bei jeder Gelegenheit immer dieselben haltlosen Behauptungen aufzustellen, ganz egal wie oft Ihnen jemand erklärt, wo Sie sich irren, und warum.

Sie argumentieren dann auch nie, erklären nicht, warum z.B. ihrer Meinung nach Deutschland Wohlstand nach Spanien oder Griechenland exportiert [sic], und warum es, seit dieser angebliche Export, also Deutschlands Aussenhandelsüberschuss, so richtig heißläuft, es ihrem "Wohlstandsexportierenden Land" immer besser, ihren "Wohlstandsimportierenden Ländern, Griechenland und Spanien, aber immer schlechter geht.
Sie verschwinden einfach, umd wärmen schon am nächsten Tag komplett lernresistent wieder dieselben neoliberalen Glückskekssprüche auf, als würden Sie dafür bezahlt.
Warum?

@14:23 von schnucki putzi

"Nein, das kann er nicht. Wenn die Geldmenge einfach so um 10% steigt, ohne Gegenwert, dann sorgt das im selben Moment für Inflation und der von Ihnen erhoffte Effekt würde einfach ausbleiben. Was Sie nicht bedenken: Es gibt in Wirklichkeit kein "Tischlein deck dich".
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Wie kommen Sie darauf das die Geldmenge um 10% angehoben werden soll??
Ich habe von der erhöhung der Löhne geschrieben, also eine gerechte entlohnung für die geleistete Arbeit.

re von schnucki putzi

Fragen sie doch mal die Leute,die sich in den verschiedenen Formen von Leiharbeit,Werkvertragsarbeit,Niedriglöhnerei befinden,ob es ihnen gefällt.
Und was in den letzten Jahren heftig ausgedehnt wurde."Frei" ausgesucht haben die sich das nicht.

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