Kommentare

Passt nicht

Anscheinend passt eben das Angebot und Nachfrage Verhältnis nicht, da müssten die Azubis eben flexibler sein und sich nicht unbedingt an einem Beruf fest machen?

Chancen für eine Ausbildung

sind offensichtlich vorhanden, aber
neben der Qualifikation dafür, die man in der Schule erwerben kann, wenn man deren Angebote nutzen will, bedarf es auch bei der beruflichen Ausbildung der Motivation hierfür.
Es lässt sich ja auch so in unserer Gesellschaft leben.
Vergessen darf man aber auch nicht, dass Menschen von Geburt an unterschiedlich begabt sind.

Viele studieren oder wollen studieren,..

Viele studieren oder wollen studieren, nur wer macht später die Arbeit?

Die Schulzeit dauert immer länger....

und die Schulbildung wird trotzdem immer schlechter!!!! Woran das wohl liegen mag?!?
Gerade im Handwerk braucht man Leute, welche noch in der Lage sind einfache Berechnungen ohne Taschenrechner zu bewältigen und die Rechtschreibprüfung der PC`s scheint viele davon abzuhalten sich die Mühe zu machen fehlerfreie Texte zu schreiben.

Grotesker Arbeitsmarkt

Bei Löhnen die knapp über den Existenzminimum liegen ist es logisch das kaum einer den Job machen will.

Und bei Ausbildungen bei denen solche Löhne zu erwarten sind, will keiner die Ausbildung machen.

Unangehnem ist leider das viele Firmen tatsächlich nicht mehr zahlen können.

Wenn man die Jugend "in das

Wenn man die Jugend "in das Abitur" zwingt, dann fällt es den Jugendlichen eben schwer, doch nur eine Ausbildung zu machen. Da wird auf Teufel kommt raus studiert, auch wenn am Ende nur die Arbeitslosigkeit rauskommt (Studium abgebrochen etc.)

Wenn es X unbesetzte

Wenn es X unbesetzte Lehrstellen gibt, dann braucht nicht X Bewerber, sondern X passende Bewerber. Oder anders gesagt, die Qualität der Schulabgänger passt nicht. Ist doch auch klar. Jeder Beruf wird komplexer, während die Qualität der Abgänger tendenziell sinkt. Vielleicht wacht die Bildungspolitik langsam mal aus ihrem Zombie-Dasein auf und definiert bundesweit einheitliche Lehrpläne für die Schulen, in denen es 6-8 Stunden/Woche individuellen Unterricht gibt (den Schwachen wird geholfen, den Starken wird zusätzlicher, höherer Stoff vermittelt), sodass in mit den restlichen einheitlichen Stunden, auch Minimum als Bildungslevel definiert wird, dass jeder Schüler in Deutschland packt.

Gleichzeitig müssen die Schulen näher an die Realität des Berufslebens. In den 9ten muss es für ALLE ein mindestens 3 Monatiges Berufspraktikum geben. Und für jeden der studiert nach dem Abi nochmal 1 Jahr Zivi/Bund oder Erntehelfer. Die müssen richtig in die Sch**, um den Wert der Arbeit zu erlernen.

"Haben Hauptschüler bessere Chancen?"

So so. Der SPD-Fraktionsvorsitzende sagt, es wird schwerer für Hauptschüler. Achim Dercks aus der Industrie sagt, mehr Hauptschüler bekommen einen Ausbildungsplatz.

Der Artikel fragt sinngemäß durch seine Zwischenüberschrift, ob die zweite Aussage stimmt.

Ist es nich die Aufgabe von Journalisten, diese Frage zu beantworten?

Unbesetzte Lehrstellen auf Höchststand

Laut einer Pressemitteilung der Schulbehörde Hamburg von 2016 haben nur 36,7 % der Schulabgänger in Hamburg 2015 den Übergang in ein Berufsausbildungsverhältnis geschafft (die Zahlen für 2016 lassen noch auf sich warten).
Für mich als ehemaligen Gewerbelehrer und ehrenamtlichen "Jobcoach" an einer Stadtteilschule macht das auf erschreckende Weise deutlich, dass Schule in Hamburgund anderswo nicht unbedingt berufsausbildungsfähig macht. Die schulische Wirklichkeit muss aber daran orientiert sein, dass alle Schüler -unabhängig von ihrer Herkunft- den Übergang von der Schule ins Berufsleben schaffen. Alles Andere ist bildungspolitisch armselig und führt gesellschaftpolitsch ins Abseits weil zu mehr Hartz IV-Empfängern. Allgemeinbildende Schulen werden ihrem emanzipatorischen Erziehungsansatz nur dann gerecht, wenn sie die Ausbildungsfähigkeit von SchülerInnen als originäres Erziehungsziel akzeptieren.

Wen wundert das? In Bayern

Wen wundert das? In Bayern werden z.B. in jedem Sommer vor den großen Ferien zigtausende angestellte LehrerInnen entlassen, um dann im Herbst wieder mit Einstellungszahlen glänzen zu können. Das hat fatale Folgen auf mehreren Ebenen... nicht zuletzt für die Identifikation und das Engagement der Lehrkräfte. Bei den Sonntagsreden der csu schaut das dann natürlich ganz anders aus...

Schulleistungen ?

Schon seit Jahren wird beklagt, dass die Schulabsolventen immer schlechter qualifiziert sind, dass Betriebe ihnen buchstäblich erst einmal das Einmaleins beibringen müssen.
Rechtschreibung und allgemeines Verständnis sind auch zunehmend ein Problem.
Das liegt eben nicht an wachsenden Anforderungen, sondern an immer schlechteren Schulen und/oder Lehrsystemen.
Wer sich die Entwicklung der Abiturquoten in versch. Bundesländern anschaut, versteht schnell, dass vielerorts zunehmend auf Teufel-komm-raus durchgeschoben wird.
"Masse statt Klasse" kann aber keine Lösung sein, weder für die Betriebe noch für unsere Gesellschaft.

kann ich

auch irgendwie verstehen, dass nur wenige Jugendliche eine Ausbildung machen wollen, wenn man etwa 400 € verdient und entsprechende Arbeitszeiten hat.
In anderen Bereichen wird auch gerade durch Nichtarbeit oftmals ein Vielfaches verdient. Das ist selbstverständlich auch für die Jugendlichen kein Geheimnis.
Leider sind die Begabungen aber oftmals so verteilt, dass kein höherqualifizierter Beruf erlernt werden kann oder gar ein Studium absolviert werden kann.
Ich kenne nicht wenige Leute, die besitzen von ihren Eltern übertragen ein paar Häuser und Wohnungen. Die können bei den gegenwärtigen Mieteinnahmen überhaupt keinen Job ausüben, in welchem sie annähernd so viel verdienen, wie sie durch Mieteinnahmen hereinbekommen.
Da braucht es dann keine Ausbildung und kein Studium, auch wenn die Eltern nicht gerade glücklich darüber sind.

@17:00 geranton

Das Problem unsres Bildungswesens ist nicht die unterschiedliche Begabung durch Geburt, sondern die Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Sie können jede xbeliebige Schulstatistik zu Rate ziehen. Da sind ins andere Länder meilenweit voraus, das pfeiffen die Spatzen von allen Schuldächern.

Paradoxon

"Grund sei die seit Jahren anhaltende Tendenz zum Studium und die deshalb gesunkene Zahl der Bewerber."

Tja ist es nicht die Wirtschaft selbst, die immer höhere Schul- und Bildungsabschlüsse von den Bewerbern einfordert?
Und wenn die jungen Leute dann demzufolge alle studieren wollen, wundert man sich, dass man dann nicht mehr genügend gute Bewerber für die duale Ausbildung findet?

Der Idealbewerber soll heute wahrscheinlich Abitur, ein abgeschlossenes Studium und 5 Jahre Auslandserfahrung haben und dabei aber erst 18 Jahre alt sein....

Welche Lehrstellen sind es denn?

Wöchentlich hört oder liest man, dass so und so viele Lehrstellen Leerstellen sind. Aber nie wird gesagt, für welche Berufe denn der Notstand so groß ist.

Kann es vielleicht sein, dass die Berufe, die während der Ausbildung, und auch danach nur sagen wir mal mäßig vergütet werden, dass die einfach nicht mehr in der Gunst der jungen Menschen stehen. Oder kann es sein, dass viele nicht mit aller Gewalt eine Ausbildung beginnen, nur damit was gelernt wird, weil es ohnehin sehr oft nicht sicher ist, ob man nach der Abschlussprüfung in einen festes Arbeitsverhältnis übernommen wird. Und einen Beruf zu lernen ist ohznehin recht fraglich, denn die Ausbildungsbezeichnung ist nach zwei bis fünf Jahren nicht mehr gültig.

Also neben den Meldungen über die unglaublich hohe Anzahl an freien Lehrstellen sollte auch die Art der Berufe und die Ort genannt werden. Sonst kann sich der Leser kein ordentliches Bild machen.

@ 17:55 von hut

" Und einen Beruf zu lernen ist ohznehin recht fraglich, denn die Ausbildungsbezeichnung ist nach zwei bis fünf Jahren nicht mehr gültig." Mag sein, das trifft aber nicht auf alle Berufe zu. Maler, Klempner, Tischler, Glaser usw. werden immer gebraucht. War wir nicht brauchen sind Zigtausende, die irgendwelche Laberfächer ("irgendwas mit Medien") studieren und, falls sie eine Anstellung gefunden haben, mehr Geld kriegen (nicht verdienen) als ein Handwerker, der wirklich etwas leistet.

kein wunder,

wenn betriebe in Deutschland für eine lehrstelle als kfz-mechaniker ein abitur erwarten (kein witz jetzt, ich habe den namen des betriebes hier vorliegen).

17:02 von denkerundlenker ... Viele studieren ...

ja und dann?
Bei uns ist alles so schön geordnet - wer studiert kann hinter her nicht mehr in die Lehre gehen ... oder nach 10 Jahren Hilfsarbeit etc... nun zumindest ist das ungewöhnlich und bedarf besonderer Bemühungen. Auch das Jobcenter vermittelt viele mehr oder weniger sinnvolle "Fortbildungen", aber zumindest für altermäßig Fortgeschrittene seltener Ausbildungen... zumindest für nicht zugewanderte. Es gäbe so viele Möglichkeiten, wenn unsere Systeme offener wären.

@Hackonya2

"Passt nicht

Anscheinend passt eben das Angebot und Nachfrage Verhältnis nicht, da müssten die Azubis eben flexibler sein und sich nicht unbedingt an einem Beruf fest machen?"

bleiben sie doch einfach bei ihrem persönlichen kerngebiet, Erdogan und PKK usw. da weiss man wenigstens, dass nichts vernünftiges kommt...

nicht (nur) die Azubis müssen flexibler werden, sondern vor allem die ausbildungsbetriebe.

beispiel gefällig aus meinem bekanntenkreis? 17jähriger, zur schule gegangen in einem der sog. sozialen brennpunkte, mit ach und krach hauptschulabschluss. wollte autolackierer lernen. keine chance, weil schlechter hauptschulabschuss. aber: der junge mann ist ein echter Michelangelo, wenn es darum geht autos mit airbrush-gemälden zu verschönern. und ich rede von stilvollen zeichnungen, keine graffitis! hat keinen lehrmeister interessiert, welche praktischen qualitäten er hat...

Viele Gründe

Sind dafür verantwortlich und genauso viele Akteure.
Die Arbeitegber, die für immer mehr Berufe Abitur als Voraussetzung verlangen. Nicht weil es notwendig ist, sondern weil sie glauben dann die etwas "reiferen" Azubis zu bekommen. Nach der Ausbildung wundern sie sich dann, wenn die jungen Leute nicht bleiben, sondern ein Studium anschließen.
Die Eltern, die glauben, nur mit Studium kann ihr Kind erfolgreich werden und ihr Kind mit allen!! Mitteln zum Abitur "schleusen".
Irgendwann haben wir nur noch Häuptlinge und keine Indianer mehr. Und das andere Extrem: wenn Kinder im Elternhaus gar keine Hinführung zum Berufsleben erfahren, weil die Eltern nicht arbeiten.
Und die jungen Menschen natürlich selber auch. Geben an, eine Ausbildungsstelle zu suchen und tun nichts um eine zu bekommen. Selbst wenn sie es bis zum Vorstellungstermin geschafft haben, gehen unglaublich viele nicht hin; ohne Absage oder Entschuldigung.
Und natürlich schiebt jede Gruppe den anderen die Schuld zu.

mancher kann und mancher kann reden

Offensichtlich wird von nicht wenigen Zeitgenossen die Anforderungen an z.B. einen Handwerker, wie auch die betrieblichen Kosten für die Ausbildung unterschätzt. Da überlegt man schon, ob sich der Aufwand einer Ausbildung (bei uns ca.800,-€ monatl. mit weiteren Kursgebühren, Zeit- und Materialeinsatz) für einen untervorgebildeten und überdesinteressierten Bewerber überhaupt lohnt. Schließlich treibt man diesen Aufwand um später einen qualifizierten Mitarbeiter für gute Arbeit zu gewinnen.

Solche Bewerber sind da besser in so manchem Studiengang aufgehoben, bei einem Handwerker merkt man sofort ob der was draufhat, der kann seinem Kunden nichts vom Pferd erzählen, der muß machen, der muß was können.

... aber dafür fehlt so manchem Schönredner das Verständnis.

Komische Erwartungshaltung der Betriebe

Mein Sohn ist gerade auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wenn man sich so die Inserate potentieller Betriebe ansieht, kann man teilweise nur heftig den Kopf schütteln, welche Erwartungen dort an potentielle Bewerber gestellt werden. Für "ganz normale" kaufmännische Berufe ein (Fach-)Abitur vorauszusetzen, ist schlicht daneben. Mit einem Realschulabschluss sollte man allemal ausreichend qualifiziert sein. Und: Es geht nicht zuletzt um die Ausbildung eines jungen Menschen, nicht darum, einen fertig ausgebildeten einzustellen.
Zudem sind die Entlohnungen und die Aussichten auf eine Weiterentwicklung im dann erlernten Beruf ein sehr stark limitierender Faktor. In vielen Branchen gibt es kaum Aussicht darauf, sich fortzubilden. Die zu erwartenden Gehälter reichen zudem häufig nicht, um sich eine eigene Wohnung zu leisten oder gar eine Familie zu gründen. Wen wundert es dann wirklich, dass Tausende Stellen unbesetzt bleiben?

Nicht alle Lehrstellen sind attraktiv

Meldungen wie diese sind ja nicht neu... - Das Problem: Etliche der angebotenen Lehrstellen sind für Ausbildungssuchende auch nicht besonders attraktiv, da die Einkommensaussichten mäßig sind. Bei vergangenen Meldungen hieß es zum Beispiel immer wieder, dass der Bereich Gastronomie und Hotel händeringend auf der Suche nach Auszubildenden ist. Wer dort arbeitet (nach der Ausbildung), darf sich auf wenig familienfreundliche Arbeitszeiten, geringes Einkommen und ebenso geringe Aufstiegschancen einstellen. Da überlegt man natürlich zweimal, ob man dort tatsächlich eine Ausbildung machen möchte. Eine Fachkraft Gastronomie verdient zum Beispiel zwischen 1.470 und 1.800€ Brutto. Als Koch steigt man mit Glück mit 2.000€ ein (ganz ordentlich) oder aber auch nur mit 1.470€. Dafür früh morgens einkaufen und spät abends noch in der Küche stehen?

Azubis und Ihre Schwächen

Das Problem ist zum Einen die Qualität der Bewerber. die ist unter aller Sau, wenn mir diese Bemerkung erlaubt ist. Und ich rede nur vom Handwerk. Was wir hier für Lehrlinge rein bekommen, und wir Handwerksmeister und Betriebe sind echt nicht mehr wählerisch, ist ein Albtraum.
Ich bin ja schon froh, wenn der neue Lehrling die Grundrechenarten beherrscht. Will ich aber nicht weiter ausführen.

Zum Anderen ist es der Tatsache geschuldet, das sich keiner mehr die Hände schmutzig machen will. Das einzige Handwerk, das noch aus den Bewerbern aussuchen kann, ist das Kfz Handwerk. Bei allen anderen sieht es sehr mau aus. Elektriker, Tischler, Schreiner, Zimmerleute, Dachdecker, Gas Wasser Installateure und nicht zuletzt wir Maurer.... wir leiden alle und unsere Branche wird immer älter...

Und es liegt nicht an der schlechten Bezahlung, mittlerweile wird wieder ganz anständig bezahlt

mfg

Euer Bilgenschwein

Ausbildungsgarantie? Wie soll das funktionieren?

"Wir brauchen deshalb eine Ausbildungsgarantie, die allen Jugendlichen die Perspektive auf einen Berufsabschluss eröffnet", so DGB-Chefin Elke Hannack.

Wenn da Jugendliche kommen, die nicht mal richtig deutsch sprechen können (geschweige denn lesen oder gar schreiben), die einfachste Rechenaufgaben nicht lösen können und die keinerlei Disziplin mitbringen, dann können sie nicht damit rechnen, einen Berufsabschluß zu erhalten. Nein, ich spreche hier nicht von Flüchtlingen, ich spreche von den ganz normalen Jugendlichen, die nach der 10. Klasse von deutschen Haupt- und Realschulen entlassen werden. Zu viele sind darunter, die nicht zu einer Ausbildung taugen.

20:06 von Bilgenschwein

Stimme Ihren Kommentar zu. Zwei befreundete Betriebsinhaber, KfZ Betrieb und
Lackierei berichten mir immer wieder wie schlecht viele Schulabgänger auf das spätere Berufsleben seitens der Schule vorbereitet sind. Hauptschüler haben es besonders schwer. Hier sollten sich die Politiker die für das Bildungswesen verantwortlich sind echt mal Gedanken machen. An der Ausbildung Vergütung liegt es sicherlich nicht denn die ist im Handwerk und der Industrie schon recht ordentlich.

Zum Teil

wurden die Anforderungen von den Betrieben in den letzten Jahren stark erhöht. So kann man ohne Abitur den Berufswunsch Bankkaufmann /frau direkt vergessen. Andererseits sagen sich dann viele, jetzt studiere ich direkt- um dann nachher Arbeiten zu machen, die früher mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann oder Industriekaufmann auch bewältigt werden konnten. Da immer größere Teile eines Jahrgangs immer bessere Abiturnoten haben, zeigt ja nur, wie stark die Anforderungen an Abiturienten im Gegenzug gesenkt wurden. Da kommen dann Abiturienten nicht durch die Deutschprüfung bei der Polizei und sind nicht studierfähig, obwohl ihnen das Abi das amtlich bestätigt.

Hauptschüler gut, Bezahlung schlecht

Ich habe in meinem letzten Job 15 Jahre eine Kfz-Werkstatt geleitet und dabei gute und sehr gute Erfahrungen mit Hauptschülern, besonders mit HS10-Absolventen gemacht. Wir haben immer 4-5 Lehrlinge bei 5 Gesellen gehabt. Mir fällt kein Lehrling ein, der anschließend arbeitslos war. Aber wenn mir ein Mitarbeiter (sehr guter Mann mit viel Freude an der Arbeit), der bei uns ausgebildet und anschließend übernommen wurde, vorrechnet, dass er bei Hartz-IV (verheiratet und 1 Kind) nur 100,- netto weniger hatte, ist mir schon klar, dass niemand mehr ins Handwerk will. Wie wäre es da mit gutem Geld für gute Arbeit. Sollte doch bei ca. 85,- (ohne MwSt) an den Kunden abgerechneten Stundenlohn (auf dem flachen Lande!) möglich sein, einem Gesellen mehr als 13,50 die Stunde zu zahlen.

wen wunderts

Das mit den nicht ausreichend qualifizierten und motivierten Bewerbern glaube ich sofort. Viele Kids können heute ja garnichts anderes mehr als auf dem Smartphone rumdaddeln und Serien glotzen (leider auch im eigenen Familien- und Bekanntenkreis). Handwerkliche oder gestalterische Hobbys hat ja fast keiner mehr. Da wundert es nicht wenn die zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Von grundlegenden Kenntnissen sei es in Mathematik, Naturwissenschaften oder Sozialverhalten ganz zu schweigen. Manchmal bekommt man ja mit wie primitiv die miteinander reden und umgehen, da gruselts micht...

Tausende von Jugendlichen

Tausende von Jugendlichen haben in den letzten 40 Jahren keinen Ausbildungsplätze gefunden. Vielleicht kann die Wirtschaft mal endlich anfangen diese Menschen auszubilden. Sicher sind auch viele Langzeitarbeitslose dabei, die bisher noch nie eine Chance bekommen haben. Und insgesamt gibt's 2,6 Millionen Arbeitslose, die bestimmt auch einen Ausbildungsplatz nehmen würden, wenn der anständig bezahlt wäre und anständige Arbeitsbedingungen böte. Zumal es ansonsten nur 675.000 freie Stellen gibt und die neunmal längst nicht ausreichen. Angeblich sind auch viele Unterqualifizert. Also liebe Arbeitgeber: Qualifiziert diese Menschen und bezahlt sie gut. Und die Arbeitslosen, die dann immer noch keine Stelle finden, Seils immer noch zu wenige freie gibt, die müssen dann nicht mit Harz4 schikaniert werden. Die haben nämlich keine Schuld daran, dass es zu wenig Arbeitsplätze gibt!

Nicht zuletzt wurden ja auch

Nicht zuletzt wurden ja auch die Zustände in vielen Berufen von den Arbeitgebern dermaßen verschlechtert, dass man sich nicht wundern muss wenn da keiner mehr arbeiten will. Ich rede hier von meiner Erfahrung als Krankenpfleger. Ich kann jedem Schulabgänger nur ganz dringend raten diesen Beruf nicht zu ergreifen

Echt jetzt?

James Bond 007, wirklich? Wir in den Handwerksbetrieben verlangen kein Abi oder Fachabi. Realschule ist toll, ein guter Hauptschulabschluß tut´s auch. Kein Witz. Aber wenn die Kids, die da kommen nicht mal unfallfrei bis drei zählen können, die Schule mit Ach und Krach geschafft haben, dann liegt der woanders.
Tut mir leid, das so sagen zu müssen, aber wir im Handwerk haben unsere Ansprüche an die Lehrlinge schon so weit runtergeschraubt, das das Niveau im Keller liegt

mfg

Ihr Bilgenschwein

@von Schlotterstein

ja, das stimmt. Die allgemeinen Bedingungen sind dort mehr als schlecht. Da sind die Arbeitgeber gefragt.
Aber ich kenne auch mehr als genug Arbeitgeber, die versuchen Lehrlinge mit Attraktiven Sachen zu locken, z.B. Führerscheine, Baumaschinenführerscheine etc. zu locken und trotzdem keine Lehrlinge bekommen.
Und sie kriegen keine Lehrlinge, trotz Übernahmegarantie (schriftlich) bei guten Leistungen.
mfg
Ihr Bilgenschwein

PS ich bin selbst Maurermeister

Das kommt davon...

...wenn zu viele Bankdirektor werden möchten,
aber nicht mal das Zeug für einen Fließbandjob mitbringen.
Der Bildungsstand hat die unterste Schublade erreicht.

Tja, fallen die fehlenden

Tja, fallen die fehlenden Lehrkräfte also doch nicht vom Himmel ? Hätte man _doch_ mehr ausbilden müssen ? Spätes Erwachen ..

USA war das Vorbild...

...nun hat man Zustände wie in USA, und wundert sich, dass dies nicht die Zukunft ist.

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