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Falscher Ansatz

Das Turbo-Abi ist kontraproduktiv. Der Volksmund sagt nicht umsonst "Eile mit Weile" sowie "In der Ruhe liegt die Kraft." Stress setzt das Leistungsvermögen ab, ausreichende Zeit dagegen bringt Ruhe und stärkt Körper und Geist.

Was sind das denn für Ergebnisse?!

"Eine Studie der Uni Duisburg-Essen untersuchte das Leistungsniveau von Abiturienten. Die Forscher stellten fest, dass das Turbo-Abi genauso gut auf das Studium vorbereitet, wie G9."

Ja, super Ergebnis... nur...
es ging den Schülern und ihren Eltern NIE darum, dass das Turbo-Abi schlechter auf das Studium vorbereite, sondern, dass die jungen Leute keine Menschen mehr sind.

Die Freizeit fiel komplett weg. Wer der Meinung ist, dass private Interessen und Hobbys für die Gesellschaft ohne Belang seinen, der kann sich gerne in Nordkorea umsehen.

Aber man muss ja sparen. Vielleicht kann man ja noch irgendwann mal die Schwangerschaft verkürzen, damit sie "effizienter" ist?

TurboAbi

Der Eindruck das die Reformeiferer mehr an ihrer Profilneurose als an sachdienlichen Verbesserungen interessiert sind ist offenkundig
..ja die ältesten Studenten und die jüngsten Rentner..typisches "Ärmel hoch krempeln"gelabere der CDU
welches das "Turboabi" ins Leben rief

Interessanterweise...

..schneiden die Schuler in den G8 (12 Jahre Schule) Ländern im Vergleich am besten ab.
Sachsen, Bayern etc.

warum also ändern?
Grundsätzlich muss es einen einheitlichen Lehrplan und zentralabitur geben. Gut das ist jetzt nicht so toll für die nordischen Länder auch Hamburg wird damit so seine Probleme haben. Aber das ist SVE (selbstverursachtesElend).

"Die Turbo-Abiturienten hatten zwar eine leicht höhere Cortisolkonzentration. "Auf das subjektive Stressempfinden hat die Schulbiographie jedoch keinen Einfluss", so die Studie. Den einzigen nennenswerten Sprung des Cortisonlevels verzeichneten die Forscher in der Prüfungsphase."

Auf Deutsch: Es gab Unterschiede, aber sie werden ignoriert.

Wenn ich meinem Professor in meiner Arbeit vorgelegt hätte, dass ich zwar unterschiedliche Werte habe, aber das subjektive Empfinden der Affen als Ergebnis nehmen würde... Ich weiß nicht, was er da mit mir gemacht hätte.
Und ganz subjektiv betrachtet hätte ich mir den letzten Wechsel der Bremsscheiben auch sparen können...

Damit man schneller in die Tretmühle kommen kann...

... ist sicherlich G8 die erste Wahl. Auch was die Arbeitsjahre bis zum Rentenalter angeht, ist das für den eventuell möglichen früheren Eintritt in die Rente förderlich, wobei man dann natürlich _nicht_ studieren darf, denn sonst fehlen ja wieder ein paar Renteneinzahlungsjahre.
Ist dass das perfekte Sklavenbild der Arbeitgeber oder möchte man den Schülern mehr Zeit für einen früheres Studium geben ?
Mehr Lebenszeit entsteht dadurch auf jeden Fall nicht - man bekommt nichts geschenkt und tauscht die Zeit nur ein. Ich bin für G9, weil auch Jugendliche in der Pubertät Zeit für das Selbstfinden benötigen. Perfekte Arbeitssklaven kann man auch noch mit G9 noch bekommen. Eben bis zu 1 Jahr später.

Ich frage mich eigentlich wie

Ich frage mich eigentlich wie ich in der DDR mit 12 und nicht mit 13 Schuljahren ein Abitur erwerben konnte

und

damit mehr als gut vorbereitet für das Ing.-Studium war!

Und ich hatte lediglich 4-6 Unterrichts-Stunden pro Tag - hatte also ab 13:00 Uhr Schulschluss.

Vielleicht ist ja u.a.
- die Ausstattung der Schule mit Lehrkabinetten und UNTERRICHTSMITTELN
- die Grösse der Schulklasse
und anderes mehr Ursache das dies geklappt.

Übrigens wurde ich damals im "Osten" mit dem Zeugnis der 11. Klasse zum Studium beworben
und
nicht erst mit dem Abiturzeugnis!

Viel Streit um (fast) Nichts???

Wie bei (fast) jedem Thema kann man auch bei G8/ G9 sagen: Frage drei Experten und du bekommst vier Meinungen.

Natürlich hätte man G8 ohne Probleme für die Jugendlichen hier einführen können. Der Kardinalfehler war, dass man das einfach in das bestehende Schulsystem übertragen hatte und nicht zuvor erst einmal mehr Lehrpersonal einstellt und die Klassen verkleinert. Zudem sind zu viele Lehrer /-innen krank.
Es gibt eine Studie, wonach für jeden Schüler im Laufe seiner Schulzeit ein ganzes Schuljahr krankheitsbedingt ausfällt - Im G9- System kann man das auffangen, bei G8 geht das zu Lasten der Jugendlichen, was die Abiturnoten verschlechtert.

Ostdeutschland? Tradition?

In Ostdeutschland ist G8 Standard - hier hat das Abi nach zwölf Jahren seit DDR-Zeiten Tradition.

In der DDR waren es eher 14,5 Jahre, denn in der DDR gab es auch am Samstag Unterricht.

völlig abgekoppelt

von der Realität, was Olaf Köller da propagiert. Das passiert, wenn man vom Elfenbeinturm aus die Zahlen bewertet. Ich kann aus meiner beruflichen Praxis als Musiklehrer sagen : G8 Kinder haben erheblich mehr schulischen Stress als G9 Kinder und deutlich weniger Zeit, sich außerschulischen Aktivitäten zu widmen. Außerdem haben durch die "Langtage" schon SchülerInnen der Mittelstufe Terminprobleme für solche. Neulich kam ein 13jähriger, musikalisch hochtalentierter Junge zu mir (der keine Probleme mit seinen schulischen Leistungen hat!), und teilte mir mit, dass er nach den Sommerferien den Musikunterricht beenden werde, um sich auf die Schule konzentrieren zu können. Wenn ich sowas höre, könnte ich nur noch heulen. G8 macht aus Kindern und Jugendlichen Leistungsmaschienen und stiehlt ihnen etwas, das sie in ihrem Leben nie wieder zurücbekommen werden : Zeit. Sie sollen schneller auf den Markt und müssen dafür früher mehr leisten.

G8 vs. G9

Es ist ziemlich fragwürdig sich zu freuen, dass man ja Geld für die Bildung eingespart hat, wenn dies auf dem Rücken der Abiturienten geschieht.
Denn dass es unweigerlich zu mehr Stress für diese führt, wenn man den gleichen Stoff in weniger Zeit durchnehmen muss, das dürfte für jeden klar sein.
Es kann doch wirklich nicht sein, dass schon Abiturienten auf Speed oder ähnliche Drogen zurückgreifen weil sie sonst nicht mehr mit dem gesteigerten Lerndruck klar kommen. Wie kann es sein dass das eingesparte Geld mehr zählt als die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schlüler?

Kaum Unterschied?

Ich habe mein Abitur G9 als Erwachsene nachgemacht. Klasse 11, 12, 13. In Vollzeit.

Das nannte sich Kolleg und war in den Schulbetrieb eingegliedert. Der gleiche Unterricht, die gleichen Regeln, die gleichen Lehrer (manchmal sogar wenn der Lehrer faul war, die gleichen Klausuren) das gleiche Zentralabitur (BaWü).

In den Klassen 12 und 13 muss man auf eine gewisse Anzahl von Kursen kommen (Nebenfächer, die dann in die Abschlusswertung einfliessen).

Ich hatte in der Klasse 12 mehr als 40 Wochenstunden Unterricht. Damit ich noch 2 oder 3 Kurse Puffer hatte, damit die schlechteren Kurse aus der Wertung rutschen (vor allem für Schüler, die auf einen NC hinarbeiten ist das lebenswichtig).

Also: der Unterricht, die Fahrten Hin und Zurück, Hausaufgaben, lernen für die Klausuren.

Im Abschlussjahr hatte ich dann weniger Stunden, damit Luft für die Prüfungsvorbereitung bleibt.

In anderen Bundesländern mag das entspannter sein. Aber in BaWü ist das G9 mehr als nur sinnvoll!

Unnötiges Wehklagen.

Während mehr als 35 Jahren als Lehrer für Naturwissenschaften am Gymnasium habe ich immer wieder beklagt, dass die 11 Klasse ein nicht nur verschenktes, sondern auch “gefährliches“ Jahr im Hinblick auf die Arbeitseinstellung der Schüler war. Die 11. sollte der “Orientierung“ des Schülers dienen, was zur Folge hatte, dass ein Sitzenbleiben fast nur “mit Anstrengung“ möglich war. Die Schüler gaben sich der trügerischen Meinung hin, dass es auch in den beiden Folgejahren bei diesem Kuschelunterricht bliebe und stellten in der Jgst. 12 dann überrascht und frustriert fest, dass man ohne groß zu arbeiten, wie das bislang funktioniert hatte, auf keinen grünen Zweig kam - für viele der Anfang vom Ende.
In der 10. Klasse muss stärker auf die Arbeitsweise in der Oberstufe hingearbeitet werden, dann ist das G8-Abi keine Zauberei.
Aber es ist ja viel einfacher, herumzujammern und unsinnige Gutachten zu verfassen...

Hysterie

Meine Tochter hat letztes Jahr G8-Abitur in Bayern gemacht und hatte in den Jahren etwa 1-2x pro Woche nachmittags Unterricht.
An ihrer Schule gab es Sportler, Musiker usw. und meine Tochter hatte ganz viel Zeit, die sie vor Facebook&Co. verschwendet hat.
Ich würde es begrüßen, wenn sich die Bildungspolitik mal entscheiden könnte anstatt dauernd zu "reformieren".
Meine Hoffnung wäre, dass im G9 der Stoff weniger oberflächlich durchgezogen würde, als im G8.
Aber "unmenschlich" empfand ich das G8 nun wirklich nicht. Auf die Prüfung lernen müssen die Schüler auch im G9, wenn sie eine 1,7 Schnitt wollen, wie in dem Artikel erwähnt. Sogar in NRW ;-)

Nicht weniger Freizeit?!

Aha, wo wurden denn bitte diese Studien gemacht?
Am Gymnasium unserer Töchter ist das G8 absoluter Krampf. Ab der EF Fast jeden Tag bis 16 Uhr Unterricht, einmal die Woche auch gerne bis 18 Uhr. Dazu kommt die Busfahrt, Hausaufgaben, Nachbereitung etc. Da musste der Sport wegfallen und die Musikschule. Nicht dass wir es nicht versucht hätten, aber bevor sich der Freundeskreis nur noch auf die Schule konzentriert ...
Das Irrsinnige dabei ist dann noch der unglaubliche Unterrichtsausfall weil nicht genügend Lehrer für eine geeignete Vertretung vorhanden sind. Was zusätzliche Zeit fürs Lernen bedeutet. Von dem maroden Zustand der Gebäude mal ganz zu schweigen ... aber unsere Kinder sind ja unser größtes Potential ... hahaha.

Kein Unterschied

Wenn sich kein Unterschied feststellen lässt zwischen G8 und G9, dann mag das eher am Lehrplan und der Art der Lehrstoffvermittlung liegen. Nahezu jeder Inhalt verschwindet aus den Köpfen der Schüler nach einigen Wochen, da hilft auch kein zusätzliches Jahr.

Das Schule sich immer mehr zum Gefängnis entwickelt ist bedauerlich. Als würden wir kleine "Bildungssoldaten" ausbilden. Um 8 Uhr antreten, um 17 Uhr wegtreten. Und dann bitte Hausaufgaben. Als G8er kann ich nur lachen, wenn die Experten über "Freizeit" sprechen. Fürs Leben gelernt hab ich dann trotzdem nichts, aber wenigstens gabs einen Schein um an die Uni gehen zu dürfen. Die wiederum beschweren sich dann, das sie die Schüler bei nahe Null abholen müssen...

Mein Lehrer sagte damals gern: "Schule wird die beste Zeit eures Lebens sein."
Mit Glück stellte ich fest: "Nein, Herr Lehrer. Heute ist das andersrum."

Stellt man....

die Qualität des Abiturs zur Diskussion, geht es nicht um "G8" oder "G9"! Schon lange vorher beklagt die Mehrheit der Dekane der Universitäten die immer mehr schwindende Qualität des Abiturs, besonders in der Muttersprache! Die Leistungen in Deutsch sind teilweise so schlecht, daß an den Unis Kurse in Orthographie gegeben werden! Ich habe auch noch nie eine klare Aussage auf die Frage gehört, welchen Stoff und welches Fach für überflüssig erachtet wird!

Was nützt es?!

Erst Turbo ABI, dann Studium und keine Anstellung, meist nur Praktika, weil keine Berufserfahrung.
Das sehe ich immer wieder in meinem Umfeld.
Viele sind Quereinsteiger über Weiterbildung, die sind am Anfang auch noch wesentlich günstiger und wenn sie teurer werden bringen diese auch die Kosten dafür rein.
Man sollte in gewissen Berufszweigen das Bildungssystem überdenken.
Das duale System hat sich schon immer besser bewehrt.

Realitätsferne Studienergebnisse

Mit zwei Gymnasiasten im Alter von 13 und 16 Jahren im familiären Hintergrund darf ich mir als Vater die Einschätzung erlauben, dass die Aussagen der Studie über die Freizeitmöglichkeiten der Schüler*innen an der Realität völlig vorbeigehen. Unsere beiden älteren Kinder gehen seit der 5. Klasse auf ein sog. grundständiges Gymnasium in Berlin und kommen an regulären Schultagen nie früher als 15:20 nachhause, nachdem sie um 7:10 das Haus verlassen haben. Viele Schultage dauern auch bis ca. 16:30 oder 17 Uhr. Jede*r möge das mit seiner eigenen Schulzeit vergleichen, um zu verstehen, dass viele Menschen zu Recht eine Rückkehr zum alten, längeren G9 befürworten. (G8 produziert übrigens auch viele noch nicht volljährige Studieninteressierte und Studienanfänger*innen an den Universitäten, gänzlich absurd.)

Nennenswerte Unterschiede gibt es außerhalb der Schule

"In den letzten Jahren gab es zahlreiche Studien, die im Prinzip alle zu einem ähnlichen Schluss kommen: Es gibt kaum nennenswerte Unterschiede zwischen G8- und G9-Abiturienten."

Das mag ja für die Leitungen der Schüler gelten und für ihre Fähigkeit, eine Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen.

Das Problem ist jedoch, dass sich in der Praxis herausgestellt hat, dass es erhebliche Auswirkungen auf die "nebenschulischen" Aktivitäten hat.

Sportvereine finden keine Trainer für ihre "Minis", weil die Größeren im Nachmittagsunterricht für die Schule arbeiten.

Sportvereine finden keine freien Hallenzeiten, weil diese auch nachmittags von den Schulen benötigt werden. Grundschüler sollen also ab 19:00 für ihren Sport trainieren?

Die Sportvereine in den östlichen Bundesländern mögen da traditionell anders aufgestellt und sogar besser organisiert sein - im Westen ist die ehrenamtliche Tätigkeit die Basis des Vereinssports.

Es ist kurzsichtig, immer nur auf die "Leistung" zu schauen.

"Zwar haben Oberstufenschüler

"Zwar haben Oberstufenschüler wegen des umfangreicheren Stundenplans etwa 30 min länger Schule pro Tag - dafür haben sie aber eben auch ein ganzes Jahr weniger Schule." Nach der Rechnung müssten G8-Schüler nach dem Abitur 1 Jahr Urlaub machen können. Auf Kosten der Regierungen, da die 600 Millionen Euro einsparen kann. Und genau darum geht's: Es kann wieder gespart werden. Auf Kosten der Kinder. Wenn man seriösen Lernforschern und Neurologen glaubt, wäre jedes Jahr wichtig, dass die Kinder länger zur Schule gehen. G 15 statt G 9! Und natürlich kleinere Klassen und 2-3 Lehrer pro Klasse. Probiert doch mal aus, was es nützt, wenn Kinder 15 oder 20 Jahre zur Schule gehen. Wenn Kinder vernünftig betreut werden in Klassen von 6-8 Schülern mit 2-3 Lehrern. Vielleicht sind die dann schon Nobelpreisträger bevor sie Studenten werden. Und bestens gerüstet gegen Fakenews! Weil umfassend Gebildet. Fürs Leben sollte gelernt werden, nicht für die Wirtschaft. Geld ist doch genug vorhanden dafür.

Langsames Turbo

Als jemand, der aus einem Land stammt, in dem man sein Abitur in 10 Jahren macht, finde ich die Debatte schlicht lächerlich. Und ja, ich hatte die Möglichkeit zu vergleichen - volles Abi dort (Ukraine) gemacht und Klassen 11-13 hier. Bis auf Philosophie hier nichts Neues gelernt - ja, sogar etwas weniger als in der Heimat. Kein Wunder, hat man in Deutschland deutlich weniger Unterricht pro Tag. Und es gibt in D keine Trennung zwischen "Deutscher Sprache" und "Deutscher Literatur". Und zwischen Algebra und Geometrie. Und kein Fach "Ausländische Literatur". Und, und.

Beim ersten Anlauf

stellte man mit Entsetzen fest, dass es nicht genügend Studienplätze für so viele Schulabgänger gab und erst recht nicht so viele Studentenbuden. Aber auch da hatte die Politik eine geniale Antwort: nutze dieses gewonnene Jahr und mache ein freiwilliges soziales Jahr. Also wofür habe ich jetzt verkürzt? Um dann das Jahr zu verschenken.
Des Weiteren lautet auch die Frage wie hoch ist die Quote der Abbrecher an Hochschulen ist? Und zwar ist dies G8/G9 bedingt oder auch zum großen Teil der Bachelormania geschuldet. Wie können denn so viele Experten so viel Unsinn verzapfen und dafür noch so überproportional bezahlt werden.

Ich habe in der Umstellungsphase G9 auf G8

mit eigenen Augen gesehen, wie die ersten G8-Fünftklässler gelitten haben, im Vergleich zu den Fünftklässlern des letzten G9-Jahrgangs. Da waren viele vom Nachmittagsunterricht plus Hausaufgaben plus Lernen einfach platt.
Ich frage mich da schon, wie valide die Studien sind.

Ich hätte eine Forschungsfrage anzubieten

Falls die Studie nur den Abiturjahrgang betrachtet hat:
Kann es sein, dass die Auslese in den Jahren davor schon dafür gesorgt hat, dass nur die relativ Stressresistenten überhaupt bis in den Abijahrgang gekommen sind und sich daher kaum noch unterscheiden?

Der Äpfel und Birnen-Vergleich

Zitat Artikel : "G8 im Schnitt 30min/Tag mehr Schule, dafür ein ganzes Jahr weniger Schule"
Dshalb käme es auf das gleiche heraus. Ab hier kann man eigentlich solche Studien in den Eimer werfen

1.) 30min/Tag mehr Schule heißt mindestens 1h/Tag
weniger Erholung
2.) 1 Jahr weniger Schule soll für was gut sein?
Die Antwort bleibt man schuldig, bzw. immer die gleiche Leier.
Ein Jahr mehr Schule heißt Raum für viele
tolle Ideen und nicht einfach den seitherigen Stoff in die Länge ziehen.
In Bayern jetzt die Entscheidung: Zurück zu G9.
2013 zu Beginn der Legislaturperiode hat Horst Seehofer noch getönt: es gibt kein G9. Jetzt die Korrektur und gleichzeitig sollen im Rahmen der Schulreform 1800 Lehrer eingestellt werden.
Eine gute Entscheidung, Kompliment.

"30 Minuten mehr pro Tag" bedeuten...

Der normale Vormittag eines 5-Klässlers ist voll, d.h. 5 mal 6 Stunden. 30 Minuten mehr pro Tag müssen also am Nachmittag stattfinden. Keine Schule macht 5 Nachmittage a 30 Min., also werden sie zusammengefasst zu 2,5 h. Da vor dem Nachmittagsunterricht eine Mittagspause liegen muss käme der Schüler nicht vor 17 Uhr nach Hause. Das dies ungesund ist, sieht jeder ein, also werden die Stunden auf 2 Nachmittage verteilt. Der G8 5-Klässler hat also an zwei Nachmittagen Unterricht, der G9-Schüler nicht - er kann mehr Vereine besuchen, hat mehr Zeit zum Lernen und ja, er hat auch mehr Zeit um das zu tun was Kindern tun: Spielen und soziale Kontakte knüpfen. Das kann man dann in echt machen und muss die Freunde nicht über Facebook treffen....
Bei den 8ten und 9ten Klassen wirds schlimmer:unter drei Nachmittagen geht da nix mehr. Auf den vierten legen die Schule ihre AGs, die Schüler haben sonst ja keine Zeit.
Als Belohnung darf der G8 Schüler ein Jahr früher seine unbezahlten Praktika machen.

Unterricht an Gymnasien

Ich habe mir die Studie angesehen und mit meinen Erfahrungen verglichen und es gibt eine starke Diskrepanz. Weiterhin finde ich eigenartig, wie in dieser Studie, Begründungen für die Werteabweichungen bei den Schülergruppen vermutet (!) werden. Wird so Forschung betrieben??
Ich sehe Probleme an den Schulen 1.) hinsichtlich der Dauerbelastung der Schüler, die Fakten lernen, ohne zu verstehen, was sie da überhaupt auswendig lernen; 2.) viele Lehrer scheinen überfordert oder desillusioniert; 3.) es gibt Probleme bei der Disziplin im Unterricht, teilweise enorme Lärmpegel 4.) in der Vermittlung von massenhaftem Faktenwissen, ohne grundlegende Dinge begriffen zu haben 5.) im "Durchziehen" von Schülern, die mit einem Studium überfordert wären 6.) prozentuale Ungleichbehandlung der schwächeren und der stärkeren Schüler 7.) ständige Anhäufung von schriftlichen Leistungskontrollen 8.) das Freizeitverhalten ist enorm eingeschränkt 9.) viele Kinder haben gesundheitliche Probleme (u.a.Drogen)

Falscher Ansatz

Om ja ja. es soll aber auch positiven Stress geben.
Wenn Sie noch mehr Sprüche wollen hier eine kleine Übung:
Müßiggang ist aller Laster Anfang
Aller Anfang ist schwer
ergo ist Müßiggang schwer.

"Denen gönnen wir nichts"

Der Artikel Steinigers ist in seiner Wortwahl durchaus als tendenziös anzusehen: " GLAUBT MAN Eltern und Lehrern, ähnelt der Alltag von G8-Schülern dem eines Vollzeitarbeiters. GLAUBT MAN Umfragen, sind deshalb bis zu 80 Prozent der Eltern gegen eine verkürzte Abi-Zeit in Gymnasien."
Warum man das nicht als empirischen Befund zur Kenntnis nehmen darf wird nicht erklärt. Die Umfrageergebnisse werden in den Bereich dessen verschoben, was man eben nur "glauben" kann, aber keinsewegs muss. So geht es nicht, wenn man untendenziös berichten soll (- die Absicht dazu vorausgesetzt.)
Die als Erwiderung angeführten Studien gehen nicht auf die vorgebrachten Argumente ein. "Es gibt keine Unterschiede bei den Abiturienten von G8 und G9" - in welcher Hinsicht wird geflissentlich ignoriert.
Auf die Verdichtung in der Zeit der Pubertät wird nicht eingegangen. Schulleiter und Eltern werden als unaufgeklärt oder träge - "Hauptargument: Stress" - hingestellt. So geht es nicht. Doch keine Sorge: G9 kommt!

Natürlich sind die Kinder gestresster!

Die Turbo-Abiturienten hatten zwar eine leicht höhere Cortisolkonzentration. "Auf das subjektive Stressempfinden hat die Schulbiographie jedoch keinen Einfluss", so die Studie.
---
Wir haben 6 Kinder. Davon war bisher nur ein Kind vom G8 betroffen.
Definitiv ist der Stress mit G8 höher. Die Aufarbeitungszeit daheim ist größer, das Themen oft nur angerissen werden und daheim vertieft werden müssen. Zwar ist mit dieser Selbstständigkeit im Lernen eine gute Vorbereitung auf das Studium gegeben, aber die Kinder haben kaum Zeit ihre Hobbies zu pflegen. Es wird dabei eher auf an den Unterricht angrenzende AG´s ausgewichen, die aber zum Sterben unserer hiesigen Vereine führen.
Die Hausaufgaben werden offiziell auf 30 Min./Tag gefixt, jedoch die Aufarbeitungszeit nicht mit eingerechnet.
Ab Klasse 5 beginnt der Chemieunterricht; fürher Kl. 7. Die vielen Fächer ab Beginn sogen für viele parallele Vorbereitungszeiten, die früher entfielen.
Die 2. Fremdsprache beginnt in Kl. 6.
Echter Druck!

Unseriöser Artikel oder mehr ein Kommentar?

Schon die Überschrift spiegelt die Meinung des Autors wider. Der Artikel ist voll von zweifelhaften Formulierungen, wie z.B. "Die Politik lässt sich von dieser Angst treiben". Wie wäre es denn mit "Die Politik nimmt die Sorgen der Menschen auf.."?
Schließlich, so der Autor, müssen die Kinder ja ein Jahr weniger auf die Schule. Ja, fein. Sie dürfen also ein Jahr früher arbeiten? Und dank unserer gestreamlineten Unis nochmals zwei Jahre früher. Am Ende werden junge Menschen, mit noch nicht gefestigter Persönlichkeit, in die Betriebe getrieben, wo der Chef dann den Rest der Erziehung übernimmt.

@Knocker

"Interessanterweise... ..schneiden die Schuler in den G8 (12 Jahre Schule) Ländern im Vergleich am besten ab. Sachsen, Bayern etc. warum also ändern?" Am 05. April 2017 um 10:57 von Knocker

Nicht so hastig!
Da gibt es sicher auch noch andere Faktoren im Laufe der ganzen Schulzeit.

Hier in Niedersachsen läuft es auf Gesamtschulen hinaus, was nicht schlecht wäre, wenn man nicht darauf setzen würde, dass gute Schüler den schwachen helfen und so die fehlenden Lehrkräfte quasi ersetzen. Das sollte nicht das Ziel sein.

Auch wird bei geburtenschwachen Jahrgängen die Altersgrenze für die Einschulung einfach verschoben, damit die Klassen voll werden. Die jüngsten landen dann wegen Unruhe beim Kinderpsychiater.

Und dann noch G8!

Dann weiß ich aus dem Osten der Republik, dass viele Freizeitaktivitäten an die Schulen angegliedert sind, so dass man Jahrelang nach dem Unterricht in der Schule z.B. Gitarre spielen lernen kann und sich die Anfahrtszeiten spart. Genial!

Turbo Abitur ist Quatsch. Es

Turbo Abitur ist Quatsch. Es kommt ja auch auf die Reife der Schüler und deren Allgemeinbildung an. Wer will denn schon eine Schmalspurausbildung, um möglichst schnell einen Job anzufangen ? Deutschlands Wohlstand ist maßgeblich vom Know-how seiner Menschen und damit von der Breite ihrer Ausbildung abhängig. Die bayerischen Politiker sind feige, wenn sie ihre Entscheidung nicht selbst treffen, sondern an die Schulen delegieren und damit einen Flickenteppich aus G8 und G9 provozieren.

Von den Guten lernen - Beispiel Sachsen

In Sachsen gab es noch nie das G9 Abitur.
Direkt nach der Wende wurde das aus der DDR bekannte Abitur nach 12 Schuljahren (also G8) übernommen, auch dank Lothar Späth!
Und wer sich mal die Ergebnisse der Leistungsvergleiche der Schüler bei PISA oder anderen Vergleiche anschaut kann sehen dass Sachens Schüler immer zu den besseren im Vergleich der Bundesländern gehören!

Die Schüler in Sachsen klagen eher nicht über zu viel Stress. Warum schauen die anderen Bundesländer nicht mal dorthin und übernehmen einiges aus Sachsen.
Zum Beispiel die Lehrpläne?
Von den Guten lernen war schon immer ein gutes Rezept.
Warum nicht auch beim Thema Abitur?

Vor allem aber wird es Zeit dass die Bundesländer endlich ihr zersplittertes Schulsystem mit 16 unterschiedlichen Systemen in 16 Bundesländern aneinander annähern?

Die Hoheit der Bundesländer für die Schulbildung ist eher ein Problem als eine Lösung!

@alexmagnus: Ehrlich jetzt? Ukraine als Vergleich?

"Als jemand, der aus einem Land stammt, in dem man sein Abitur in 10 Jahren macht, finde ich die Debatte schlicht lächerlich. Und ja, ich hatte die Möglichkeit zu vergleichen - volles Abi dort (Ukraine) gemacht und Klassen 11-13 hier. Bis auf Philosophie hier nichts Neues gelernt - ja, sogar etwas weniger als in der Heimat. Kein Wunder, hat man in Deutschland deutlich weniger Unterricht pro Tag." Am 05. April 2017 um 11:35 von alexmagnus

Sie sind also in der Ukraine alle besser gebildet und schlauer, als in Deutschland und trotzdem geht es Ukraine soooo gut?
Nichts für Ungut, ist nicht persönlich gemeint, aber kein Land braucht Fachidioten. Die jungen Menschen müssen auch lernen Eigeninitiativen zu entwickeln und das geht am besten über die Freizeit. In der Schule kann ja nicht jeder machen, was er will.

unverständlicher Lehrerkommentar

Sie, als ehemaliger Lehrer vertreten die Ansicht, dass früher ein ganzes Schuljahr, verschenkte Zeit war..
Wenn das in Ihrem Fach so gewesen sein sollte, warum haben Sie dann nicht Unterrichtsinhalte behandelt, die nicht im Lehrplan stehen oder haben Experimente vorgeführt, damit die Schüler auch mal real sehen, wie Naturwissenschaft funktioniert..???
Das "Klagen" (wie Sie es nennen) hat einen Grund... es ist nicht unnötig, denn die "Beschwerden" haben ihre Ursache nicht in der Faulheit der Schüler oder der Lehrer. Es liegt am zu bewältigendem Pensum,am Grundwissen, an der Hektik und dem Lärm, an den Klassengrößen und dem fehlendem Wissensdurst und fehlender Begeisterungsfähigkeit. Warum wohl, gibt es immer mehr Privatschulen??? Soll die Bildung so auch immer mehr privatisiert werden??? Solche Forscher und ihre Arbeiten sind ein Sargnagel für die öffentliche Ausbildung. Qualitätsarbeit braucht Zeit und gute Bedingungen, sonst verkommt das Ganze. Das wäre der Wirtschaft nicht recht!

Natürlich gibt es erhebliche

Natürlich gibt es erhebliche Unterschiede: die entscheidende Frage ist, welche Kriterien man zur Beurteilung heranzieht. Bei manchen Effizienzfanatikern kommt ein Aspekt regelmäßig zu kurz oder gerät gar nicht in den Blick: die Zeit für ehrenamtliches Engagement, Jugendarbeit, Vereine etc gerät in jeder Form von G8 viel zu kurz - und das ist ein für Bildung im umfassenden Sinne, die auch Persönlichkeitsbildung und gesellschaftliche Aspekte beinhaltet, entscheidendes Kriterium.

Viel Streit um (fast) Nichts

Studien dienen einem bestimmten Zweck. Die hier vorliegende klingt keinesfalls seriös. Sie weist auf Unkenntnis der Verfasser hin. Ihnen ist der Schultag offensichtlich nicht vertraut. Ich arbeite seit über zehn Jahren ehrenamtlich mit Schülern an einem Potsdamer Gymnasium, produziere mit ihnen Filme und mache sie mit der Branche vertraut. Das Zeitfenster, das Schülern bleibt, um ihre speziellen Interessen und Fähigkeit zu erkunden, hat sich extrem verkleinert. Acht Stunden Unterricht pro Tag (mehrmals in der Woche) ermöglichen den Schülern praktisch keine "Spielräume" mehr. Wem man erklären muss, warum es diese Räume aber auf dem Weg zum Abitur geben muss, der hat von Schule nichts verstanden. Die Rückkehr zu 13 Schuljahren ist ein längst überfälliger Schritt.

Realität VS Wahrnehmung

Nachdem ich den Artikels gelesen habe, wurde mir erneut bewusst, welch gruseliges Bild des G8 oft im Munde der Gesellschaft umhergeistert. Ich bin momentan selbst von den Ausmaßen der bayerischen Abiturforderungen betroffen und werde Anfang Mai in die Prüfungen starten. Dass man in dieser Prüfungszeit keine Möglichkeiten der Freizeit mehr wahrnehmen könnte, ist mir neu.
Ich besuche nach wie vor regelmäßig drei bis viermal die Woche diverse Tanzstudios, was jeweils zwei bis drei Stunden des Tages in Anspruch nimmt, und verbringe noch aktiv Zeit mit meiner Familie und meinem Freund.
Meines Erachtens ist in unserem Schulsystem weniger die etwas geringere Zeit im Gegensatz zum G9 ein Problem, sondern der Druck, bestimmte Ergebnisse zu erzielen, um einen Platz im angestrebten Studiengang zu ergattern. Die Leistungsanforderungen in der Schule sind dabei lediglich Gewöhnung an einen normalen, akademischen Standard. Zeitmanagement sollte schon in der Schule eine Rolle spielen.

Damit unser Gehirn wirklich

Damit unser Gehirn wirklich nachhaltig lernen kann, braucht es auch Zeit und Muse - es ist kein Computer, in den man einfach was eintrichtert.
Wir stehen doch schon mitten drin im Umbruch - immer mehr Bereiche werden die nächsten 10/20 Jahren von menschlicher Arbeit befreit werden und die verbleibende Arbeit muss auf immer mehr Menschen verteilt werden, sollen aber auch immer länger arbeiten - Kinder/Jugendlich werden aber im Sauseschritt durch ihre Schulzeit gejagt werden, ebenso hinterher durchs Studium.
Es wird leider nicht auf unsere Biologie Rücksicht genommen, sondern es denken sich irgendwelche Menschen aus, wie man zu lernen hat.
Ich habe - als ich eine Umschulung vor 20 Jahren gemacht habe - das Buch - Denken, lernen, vergessen von Frederic Vester gelesen - danach fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Habe dann mein Lernen meinen biologischen Vorgaben angepasst und siehe da, ich habe die Umschulung mit gutem Ergebnis abgeschlossen ohne mich zu stressen.

Trau keiner Statistik.....

Die Studien beleuchten nur den Stressaspekt, so scheint es.

Wie sieht es mit der Freizeit, Ehrenamtlichen Engagement oder Familienleben der jugendlichen bei G8 aus?

Und wieso doktern wir an dem Jahr überhaupt herum, wenn doch klar wird das generell jedes Bundesland schulseitig tun und lassen kann was es will?

Neulich war die Schlagzeile das die Abiturnoten binnen 10 Jahren extrem besser wurden. Warum dann nicht gleich G5, es scheint ja noch Spielraum vorhanden?

Ich denke man muss hier nochmal hinsitzen und Hausaufgaben machen.
Was wir brauchen sind Menschen mit guter Ausbildung und einem Mindestmaß an "Lebenserfahrung". Was wir nicht brauchen sind 25-Jährige Doktoren ohne praktische Berufserfahrung die aber bereits Stresssymptome aufweisen mit überzogenen Gehaltserwartungen aufgrund der Titel.

Sollte man nicht

auch mal an fangen die Lehrpläne aus zumisten?
Muß man für einige Sachen wirklich 20Std.haben?Und welches Europäische Land braucht noch 13 Jahre fürs Abitur?
Muß DE eigendlich 16 Unterschiedliche Schulformen haben?
Na ja solange man nicht über den Tellerrand schaut,wird es immer wieder Menschen geben die meinen das Abitur könnte ja auch 14 Jahre dauern.
Ach Werte TS bin gespannt ob dieser Kommentar bei Ihnen anklang findet,das wäre nach 10 der erste.

Ich biege mir die Welt zurecht

"Das Freizeitverhalten der Schülerinnen und Schüler in G8 und G9 unterschied sich bei der Mehrheit der erfragten Bereiche nicht"
Also es unterschied sich, oder war die Vorraussetzung, dass es sich in allen Bereichen unterscheiden muss um sich zu unterscheiden?
"Die Turbo-Abiturienten hatten zwar eine leicht höhere Cortisolkonzentration. "Auf das subjektive Stressempfinden hat die Schulbiographie jedoch keinen Einfluss"
Ich messe objektiv einen Unterschied und behaupte dann dass ich als "Wissenschaftler" damit eine 'subjektive' Empfindung ausschließen kann? Ich haue mit dem Hammer einem anderen auf den Fuß und behaupte dann dass die objektiv feststellbare Wunde zu keiner subjektiven Empfindung des Getroffenen führen kann?
Wenn das Wissenschaft ist, dann gute Nacht.

Hätten sie einfach alles aus

Hätten sie einfach alles aus dem plan gestrichen, das wir doppelt gemacht haben, das ausgefallen ist oder komplett sinnlos ist, hätten wir locker g7 machen können.
Und das ohne zu verblöden oder nach 14.oo uhr noch unterricht haben zu müssen.
Abi 91, Hessen.

Längerer Unterricht vs ein Jahr weniger Schule

Das eine Jahr weniger Schule werden die Schüler ja wohl kaum mit Müßiggang verbringen dürfen, sie können sich lediglich ein Jahr früher als möglichst reibungslos funktionierendes Zahnrädchen ins kapitalistische Vollverwertungssystem fügen. Bravo.

Viel Wirbel um nichts

Ich habe selbst das "Turbo"-Abitur genossen und muss sagen, das von dem Stress, von dem immer die Rede ist, zu keiner Zeit etwas zu spüren war. Auch mit G8 hat man in der Schule sehr viel Freizeit. Rückblickend hätte ich mir sogar eher mehr Lehrumfang gewünscht, den auf die Uni wird nur mäßig vorbereitet. Der Unterschied in den Anforderungen zwischen Uni und Schule sind enorm, hier müsste besonders in der Oberstufe intensiver vorbereitet werden. Zeitlich wäre es kein Problem.

12 Jahre Schule sind vollkommen in Ordnung

Ich bin froh mein Abitur nach 12 Jahren in der Tasche gehabt zu haben. Ich kann auch nicht sagen, dass ich keine Zeit für Freizeit gehabt hätte (ganz im Gegenteil) oder mich besonders gestresst gefühlt hätte. Außer vielleicht in der Prüfungsphase, aber das ist, denke ich, normal. Insgesamt begrüße ich G8, denn ich hätte ungern ein Jahr länger an der Schule verbracht und konnte so eher meinen eigenen Weg gehen.

Zugegeben, ich habe mich dem Thema vorher nicht befasst

... und dann den Artikel einfach so gelesen, ohne zum Beispiel als Elternteil aktuell betroffen zu sein, da in Lettland lebend.
Mich interessiert aber die Frage, warum man so einen Wind macht? Aus meiner Sicht ist es gut, wenn von Kindern wenigstens ein wenig der Leistungsdruck genommen und ihnen etwas mehr Zeit eingeräumt wird.
Korrigieren Sie mich ruhig, denn es ist nur ein Eindruck, aber der ist, das Kinder schnell durch das Abitur "geprügelt" werden mit wenig Rücksicht auf die Folgen für die Zukunft der Kinder und Heranwachsenden und das dies im Studium "fröhlich" so weiter geht, wobei bei der Hetzerei die Solidität und Praxisbezogenheit des Studiums leidet. Die heutigen schmalspurigen und oberflächlich ausgebildeten Bachelor sind kein Ersatz zum Beispiel für gute solide ausgebildete deutsche Ingenieure die es früher mal gab. Die Abhetzerei und die eher oberflächliche Ausbildung in Schule und Studium zerstören deutsche Zukunftschancen.

Individueller Stress ist keine Zeit- oder Freizeit-Frage.

So wie ich sind zu DDR-Zeiten fast alle meine Mitschüler von Mo.-Fr. um die Mittagszeit nach Hause gelaufen, und hatten danach täglich viel viel Zeit um draußen zu spielen, drinnen zu musizieren (Gitarre/Klavier ...), sich künstlerisch zu betätigen, Sport zu treiben oder auszuruhen. Sa. die 2 bis 4 Unterrichtsstunden sind fast immer ausgefallen, trotzdem konnte man in aller Gelassenheit und Ruhe nach der 12. Klasse die Schule beenden und danach studieren! Ich z.B. habe mich für ein 5-jähriges Ingenieurstudium entschlossen. Alles ganz locker machbar gewesen, warum sollte das heute nicht möglich sein?

Stress an Schulen - Gesundheit - Lernqualität

Es ist sehr bedauerlich, dass die Resistenz gegen Stress (Lautstärke, Termindruck, Stress in der Gruppe usw.) einen größeren Einfluss auf die Entwicklung des Kindes hat, als die Begabung und das Leistungsvermögen. So bleiben am Ende wohl überwiegend die übrig, die sich aus den "Umweltbedingungen" nichts machen, die gut reden können und andere, die empfindlicher sind, mit eigenem Verhalten übertrumpfen. Leider wird dabei massiv Qualität vernichtet. Intelligentes Denken sollte gefördert werden und nicht egoismenbehaftete Verhaltensweisen gepaart mit sozialer Gleichgültigkeit.

G8 : G9

Beide Formen haben Vorteile, beide haben Nachteile. Es wäre einfach nur zu wünschen, wenn man sich endlich deutschlandweit auf eine Variante einigen könnte und das auch über einen längeren Zeitraum dabei belassen würde. Vor jeder Wahl das Gezeter über für und wider ist einfach nur ätzend.

Wer hat die Studie bezahlt?

Schon komisch, von unseren drei Kindern konnten zwei ihr Abitur mit G9 und - umständehalber - eines mit G8 machen (Abschluss 2014, 2015 und 2016, die Noten alle in ähnlicher Spanne mit einem Level sehr gut bis gut) - und das Kind mit G8 war deutlich gestresster und hatte mehr Mühe, seine organisierten Freizeitaktivitäten einzuhalten, vor allem fehlte aber mal echte "Frei"zeit.
Da wir nun auch die Lerninhalte mitbekommen haben, ist uns auch klar, wo der Hase im Pfeffer liegt: Man hat es nicht geschafft, den Lehrplan angemessen auszudünnen - und wer die Lehrstoffmenge, die vorher in einem Jahr mehr untergebracht war, eben auch durchziehen will ... Aber da gibt es offensichtlich zu viele Eifersüchteleien und überkommene Denkstrukturen zwischen den Fächern (z.B. die zwingende zweite Fremdsprache, die im Zeitalter der Dominanz von Englisch schlicht überholt ist und fakultativ werden sollte).

Unsinn

ersparen Sie uns solche gefaerbte Expertisen.

Habe gerade 2 Kinder durch das TURBO Abitur. Vom ehemaligen Anspruch " non scholae, sed vitae discimus" nichts uebriggeblieben.

Bildung wird nicht mehr vermittelt. Turbo gelernt, Turbo vergessen. Dies wird in ein paar Jahren bereits eine fundamentale Auswirkung auf die Kreativitaet und Denkfaehigkeit unserer Kinder haben.

Thema: Aktivität, Hyperaktivität, Stress, Dauerstress, Ende

Positiver Stress ist ein Stress, der kurzfristig eine höhere Leistungsfähigkeit bewirken kann. Dagegen ist langfristiger Stress (mit allen Symptomen und sich eventuell manifestierenden Krankheiten) enorm gesundheitsschädlich. Warum weichen denn Menschen auf Drogen aus... oft weil sie Problemen entfliehen wollen und in der Realität das nicht können... Kindern so etwas anzutun, sie in solche Verhältnisse zu stecken (und Probleme nicht zu erkennen oder zu vertuschen), ist verantwortungslos. Kinder brauchen einen guten (fördernden aber auch einfühlsamen) Start ins Leben ... und nicht einen Hürdenlauf, bei dem sich ein Drittel der Kinder die Beine bricht.

Schade, dass es fuer solche

lauen Expertisen keine Bewertungsmoeglichkeiten gibt.

Ich moechte anregen, dass die TS auch eine aufwaerts Bewertung zulaesst. Das ist zeitgemaess und wird in vielen Firmen bereits praktiziert. Nicht nur die Schafe werden beurteilt sondern auch die Schaefer (von den Schafen).

Veroeffentlichungen koennen dann kuenftig mit einem Zustimmungsindex versehen werden. Das hilft dem Leser etwas bei der Einordnung.

Mehrere Faktoren

Im Artikel steht bei mehreren Punkten, dass in Studien zwar eine leichte Erhöhung hier und da festgestellt worden sei, aber das sei alles sozusagen harmlos.
Möglicherweise macht aber eben die Summe dieser leichten Veränderungen dann doch ein subjektives Empfinden aus, das das "Turbo-Abi" unangenehmer erscheinen lässt.

Die großen Probleme sind aber andere - der Artikel deutet es an:
- Bildung ist leider Ländersache und jedes Land kocht sein eigenes Süppchen; besonders nervig bei den Miniländern
- ständig werden in immer kürzeren Abständen Reformen beschlossen; eine verlässliche, längerfristige Schulpolitik gibt es flächendeckend seit etlichen Jahren bereits nicht mehr
- aus einerseits Lehrermangel und andererseits nach Ansicht der Finanzexperten ohnehin zu hohen Bildungsausgaben lassen sich z. B. NRW und Niedersachsen ständig neuen Schwachsinn einfallen, mit dem sie Lehrer wie Schüler und damit auch Eltern gleichermaßen gängeln können.

Es ist alles relativ ;-)

Ich war eines der "ersten Opfer" der Gymnasial-Reform.
Ein staatliches Gym in NRW. Als ich dort eingeschult wurde (mit 130-150 anderen), war es das erste "gemischte" in der Gegend - leider ohne Schulgebäude ;-)
Irgendwann gab's eines (mit Umweg über Baracken) und die "Wahlfächer". Zu der Zeit ein Witz, weil es für die theoretisch verfügbaren Fächer keine Lehrer oder Interessenten gab. Aber immerhin Samstags keine Schule, dafür 35-38 Std. in 5 Tg.
In Bio, Mathe und Physik waren wir trotz Kurzschuljahren mit der Pflicht fertig. Danach Kür speziell in Mathe mit Boolscher Algebra und Statistik, in Bio Ökologie.
Freizeit gab's trotzdem weil Schule eigentlich "cool" war.
Die Schule hatte einen schlechten Ruf wg. "schlechter Bildung" - Wechsler von Elite-Gyms haben aber nie eine Klasse gleicher Stufe ohne Wiederholung geschafft.

Insgesamt bedarf es mehr gute/bessere Lehrer, verständigen Eltern und mehr Geld für Bildung(seinrichtungen).
Dann klappt's auch mit der Schule.

Turbo Abi? Oder Schnecken Abi nach 13 Jahren

In den neuen Bundesländern spricht niemand von einem Turbo-Abi! Schon der Begriff ist falsch gewählt. Denn nur in den gebrauchten Bundesländern brauchen die Schüler offensichtlich 13 Schuljahre um das Abitur ohne übermäßigen Stress zu schaffen. Und auch in den uns umgebenden Ländern (Niederlande, Dänemark, Polen, Frankreich usw.....). Dort brauchen die Schüler 12 Jahre bis zu einem vergleichbaren Abitur. Sind die Schüler also alle dümmer oder lernschwächer im Westen? Ich glaube einfach das es den Lehrern zu schwer fällt, bzw. das sie einfach unwillig sind Ihre allen Lehrpläne dahingehend zu verändern das jeder Schüler mit einem durchschnittlichen iQ das Abitur in 12 Jahren schaffen kann. Da ist es doch einfacher mit den Eltern zusammen laut zu Schreien und das "Turbo Abi" zu verdammen. Na dann bleibt mal bei Eurem "Schnecken-Abi". In den Neuen Bundesländern machen wir weiter mit einem ganz normalem stressfreien Abitur nach 12 Jahren!

Wer sich die Mühe macht...

...und sich z.B. mal §2 des niedersächsischen Schulgesetzes vornimmt, dem wird, im Vergleich zum Artikel von Herrn Steininger auffallen, daß die Grundaufgabe der schulischen Ausbildung sich nicht auf die Vorbereitung auf's Studium fokussiert, sondern:
"...die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln...."entwickeln soll.

Aus meiner eigenen Erfahrung ist mir immer schleierhaft, warum das in 8 Jahren besser gelingen soll, als in 9.

Wenn ich demnach aber auch annehmen darf, daß der primäre Grund die (früh-)zeitige Studiumsaufnahme sein sollte (so wurde ja ursprünglich von den politischen G8-Befürworten mal argumentiert), dem empfehle ich, sich auch dem Fehlschlag der europäischen Wissenschaftspolitik, dem gescheiterten Bologna-Prozess zu widmen.

bitte jeden cent investieren

Aufforderung an die handelnden Personen: Bitte investiert mehr in die Bildung. Solange Bildungspolitik vom Finanzminister gemacht wird, ist mit keinem befriedigendem Ergebnis zu rechnen. Das ist der wahre Grund für die Probleme die wir haben. Und das nicht nur in den Schulen. Es fängt schon in den Krippen und Kindergärten an. Kein Geld, zu wenig Geld....

Bernd1, nun stellen Sie uns

Bernd1, nun stellen Sie uns das Sachsen-Abitur als Vorbild, ich nehme an, auch dieses wie man es zu DDR Zeiten machte, als die Kinder mit sechs oder eher sieben eingeschult wurden und Rechnen, Malen, Singen, teilweise Schreiben im Kindergarten beigebracht bekommen haben, denn der Kindergarten - anders als in westlichen Bundesländern einen Bildungsauftrag hatte und nicht nur - wie jetzt - auf die Kinder aufpassen musste. Der Kindergarten hat also schon aufgaben übernommen, die jetzt die Schule (1. Klasse) zu erfüllen hat. Daher war es auch berechtigt, Kinder erst mit sieben einzuschulen und bis zum Abi 12 Jahre die Schulbank zu drücken.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man mehr oder weniger unvorbereitete Kinder einschult und denen auch nur 12 Jahre Schulzeit gönnt oder eben solche einschult, die Rechnen und Schreiben in der Kita gelernt haben.

Tal der Ahnungslosen

Habe selbst G8-Abitur gemacht. Mit Einserschnitt, für das im Artikel benannte Studium hätte es gelangt. Meine damalige Freundin sowie mein bester Freund haben gar mit 1,0 abgeschlossen. Meine Freundin teilte einen großen Teil ihrer Freizeit naturgemäß mit mir, mein bester Freund hat vereinsmäßig Fußball gespielt mit mehreren Trainingstagen die Woche und einem Spiel am Wochenende. Nein, es war kein Sportgymnasium welches darauf Rücksicht genommen hätte. Ich war ebenfalls in einem Sportverein und einer in der Freizeit gelegenen AG der Schule. Andere Klassenkameraden lernten Musikinstrumente oder gingen vergleichbar zeitraubenden Aktivitäten nach. Genug Zeit um ins Schwimmbad zu gehen oder anderweitig unterwegs zu sein war auch.

Wenn all dies also kein Problem bei uns war, sowohl Freizeit vorhanden war als auch die schulischen Ergebnisse gut waren, dann kann nicht das Konzept G8 schlecht sein, sondern dann war die Umsetzung der Länder und Schulen Mist. Bellt den richtigen Baum an!

Wie bitte was?

Zwar haben Oberstufenschüler wegen des umfangreicheren Stundenplans etwa 30 min länger Schule pro Tag - dafür haben sie aber eben auch ein ganzes Jahr weniger Schule, heißt es im Artikel. Äh? Wenn ich ein Pfund Birnen haben will und statt dessen die Hälfte davon Äpfel sind, dann ist das das gleiche? Die Schüler bekommen ja kein Jahr "geschenkt" sondern werden statt dessen frühzeitig weiter getrieben. Aber Freizeit, die Möglichkeit sich richtig zu sozialisieren, die wird ihnen mit dem G8 zur Gänze genommen. Kein Wunder wenn hierdurch die Ellbogegesellschaft befördert wird. Kein soziales Verhalten mehr, nur noch Leistung. Das kann es doch nicht sein. Oder?

@Madeleine Keller

" Ich bin momentan selbst von den Ausmaßen der bayerischen Abiturforderungen betroffen und werde Anfang Mai in die Prüfungen starten. Dass man in dieser Prüfungszeit keine Möglichkeiten der Freizeit mehr wahrnehmen könnte, ist mir neu. Ich besuche nach wie vor regelmäßig drei bis viermal die Woche diverse Tanzstudios" Am 05. April 2017 um 12:09 von Madeleine Keller

Ich hoffe wir treffen uns hier zu dem Thema noch mal nach Ihren Prüfungen, damit Sie dann über Ihre Erfahrungen berichten können.

Bis dahin: Viel Erfolg!

Natürlich gibt es erhebliche

Natürlich gibt es erhebliche Unterschiede: die entscheidende Frage ist, welche Kriterien man zur Beurteilung heranzieht. Bei manchen "EffizienzfanatikerInnen" und "Nürnberger-Trichter"-AnhängerInnen kommt ein Aspekt regelmäßig zu kurz oder gerät gar nicht in den Blick: die Zeit für ehrenamtliches Engagement, Jugendarbeit, Vereine etc gerät in jeder Form von G8 viel zu kurz - und das ist ein für Bildung im umfassenden Sinne, die auch Persönlichkeitsbildung und gesellschaftliche Aspekte beinhaltet, entscheidendes Kriterium.

Nachtrag

Zudem klagt die Lehrerschaft, dass 17jährige Abiturienten zwar das Reifezeugnis erhalten, ihnen aber in vielen Bereichen die Reife fehlt. Die kommen dann an die Uni und dürfen sich ohne Unterschrift der Eltern nicht mal einschreiben.

@12:58 Gnah

Nun lassen sich ja leider persönliche Erfahrungsberichte hier in den Kommentaren nicht verifizieren... Ich glaube Ihnen mal und rechne Sie und die beiden anderen zu den Überfliegern - und gönne Ihnen das von Herzen. Leider gibt es unzählige Berichte von Schülern und Schülerinnen (auch in meiner beruflichen Beratungstätigkeit), denen es da ganz anders ging/geht, die keine Zeit für Sport, Musik, Jugendarbeit u.a. hatten/haben, die neben dem "normalen" G8-Wahnsinn noch Zeit, Nerven und Geld in Nachhilfe pumpen und deren Selbstwertgefühl und intrinsische Lernmotivation arg gelitten haben. Da würde ich doch noch mal dafür plädieren, dass hier mit dem G8 "durchaus der richtige Baum angebellt wird".
Alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg!

Nachdem ich hier die Kommentare gelesen habe

will ich noch etwas klar stellen. Die Belastung in der Oberstufe, speziell das Jahr vor dem Abitur wird in G8 wie in G9 vergleichbar sein. 17/18 jährigen kann man auch 2-3x pro Woche Nachmittagsunterricht zumuten und sie werden bei vernünftigem Zeitmanagement auch noch Freiräume haben. Es geht um die Klassen 5-10 die im G8 sehr unter Zeitstress, leiden, vielen Nachmittagen an der Schule und wenig Freizeit und Erholung !

Lebenslanges Lernen

Die Absolventen der deutschen Gymnasien und Hochschulen sind die ältesten der Welt!

G9 ist heute überflüssig, G8 reicht, denn die Arbeitswelt verändert sich wesentlich schneller als früher: In Zukunft ist lebenslanges Lernen angesagt, mit ständigen Qualifizierungen, Berufswechseln, Sabbatjahren, Zweit- und Fernstudien!

Die Menschen von heute werden bis ca. 70 arbeiten - da ist G8/G9 die unwichtigste Qualifikation!

Das "Bildungs-Gefasel" der G9-Befürworter ist falsch: Ehrenamt und Bildung erfolgen lebenslang, weit über die Schule hinaus ... und greifen viel weiter als der enge Lehrplan der Schule.

Eigenerfahrung

Ich selbst war zunächst Gegner von G8 und den Zentralabitur​. Doch nachdem ich das Abitur unter diesen Bedingungen abgeschlossen habe, finde ich sie geradezu passend.
Natürlich musste man mit den typischen Problemen der Schule und später des Erwachsenwerdens bewältigen, doch diese sind klein gegenüber den Problemen des Studiums. Wenn man dazu bedenkt, dass der Master meist 5 Jahre braucht und dann die Promotion in den Naturwissenschaften nochmal 5 Jahre, scheint G8 geradezu notwendig um nicht das gesammte Leben in der Schule zu verbringen.
Viel wichtiger ist nach meiner Meinung ein Ländesweites gleiches Abitur, denn in den ersten Semestern des Studiums traf man auf Leute (vor allen aus anderen Bundesländern), die selbst gewisse Grundlagen nicht kannten (z. B. Sinus und Cosinus, Matrizen).

Was ist Bildung?

Ist Schule "Lernen fürs Leben" oder nur Berufsvorbereitung - letzteres scheint derzeit eher der Fall zu sein. Oder man nimmt eben an das Leben besteht aus Beruf bzw. Arbeit.

Erstaunlich m.E. ist, dass "Nachhilfe-Organisationen" immer häufiger/grösser werden. Als Lehrkräfte werden dort Lehrer bevorzugt.
Ob das was zu bedeuten hat - da mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Was aber auf jeden Fall bleibt: wer kein Geld hat, kann sich keine Nachhilfe für die Kinder leisten.

Ideologiekram

Vermutlich kann man auch in 10 oder 11 Jahren begabte Schüler unireif machen. Die Pubertät setzt bei einigen mit 10, bei anderen mit 14 ein. Der Staat soll vielerlei aber bundeseinheitliche Abschlüsse vorgeben. Für den Weg dahin soll es kostengünstige staatliche und etwas teurere private Schulen geben. Das gilt nicht nur für das Vorzeigeobjekt Abitur. Und selbst das kann es durchaus in Schmal- und Breitform geben. Krach schlagen müssen wir Bürger, wenn in einem Bundesland zuviel Unterricht ausfällt oder statt Rechnen und Deutsch Mengenlehre und Linguistik gelehrt werden.

man wird hier aber alles durcheinander geworfen.

Zum einen wird sich über fehlende "Freizeit" aufgeregt - auf der anderen Seite über die Stundenausfälle.
Ein Großes Problem ist doch auch die Unterstufe! Rechtschreibung bis zur 3.Klasse wie man spricht und Schulnoten erst in der 3. Klasse. Sorry aber dann fehlen einem ja schon 2 Jahre. Dann wirds eng.
Ich habe 12Jahre Abi auf Leistungsschule MINT gemacht und wir hatten genügend Freizeit für allen Mögloichen Blödsinn. Schulweg war trotz Stadt locker 30 - 45 min.
Gut wir hatten eben gute Lehrer - das fehlt heute. Und auch entsprechend guten Lehrplan.

Fazit: mit richtigem Lehrplan, guten Lehrern ist ein 12J Abi locker zu schaffen. Aber das kostet eben Geld für Lehrer und Ausstattung der Schulen.

Achja: Unsere ganzen Fachkräfte Kinder werden es da natürlich schwer haben. Nur kann man dann auf diese keine Rücjsicht nehmen. Die müssen eben in extra Schulen.
Das gilt für alle. nach Möglichkeit Schüler ähnlichen Leistungsstand und vermögen in eine Klasse. Gibt beste Ergebnisse für alle.

@ 12:56 von Hohepriesterin

In der DDR wurden Kinder in dem Jahr eingeschult, wenn sie sieben wurden. Stichtag war der 1. Juli, d.h. wer bis dahin seinen 7. Geburtstag hatte, kam in die Schule. Zu meiner Zeit - Jahrgang 49, Abi 1968 - haben wir im Kindergarten weder Schreiben noch Rechnen gelernt, allenfalls Singen und Malen. Aber auch selbständig Anziehen, Schuhe zubinden und Sozialverhalten. Ich habe 8 Jahre die normale Schule besucht und 4 Jahre Gymnasium (Erweiterte Oberschule). Und ja, wir hatten noch sonnabends 4 Stunden Unterricht und sonst jeden Tag 5 bis 6 Stunden, dafür fiel selten Unterricht aus.Allerdings haben weniger Schüler Abitur gemacht, vielleicht 10% des Jahrgangs. Aus meiner 8. Klasse mit 28 Schülern gingen nur 2 zum Gymnasium. Als Fächer hatten wir Mathe, Chemie, Physik, Biologie, Geografie, Deutsch(Literatur, Grammatik, Orthografie), Russisch, Englisch, Geschichte, Staatsbürgerkunde, Kunst (Zeichnen, Kunstgeschichte), Musik, Sport und im letzten Jahr noch Astronomie. Abwählen war nicht drin.

G8 klappt dank der Eltern

Ich habe 3 Kinder, die alle nach G8 Abitur gemacht haben bzw. machen. Ich habe Ihnen oft bei den Aufgaben geholfen und musste Ihnen Sachverhalte erläutern, die sie während des Unterrichts nicht verstanden hatten. Und so ging bzw. geht es vielen meiner Bekannten, ohne Nachhilfe geht es nicht. Nicht umsonst hängt der Bildungserfolg der Kinder in Deutschland so stark vom Elternhaus ab wie in kaum einem anderen Land. Mein Fazit: Wenn G8 anscheinend gut funktioniert, dann nur weil die Eltern selbst zusätzliche Bildungsaufgaben übernehmen oder in Form von Nachhilfe organisieren.

Meine Erfahrung mit G8/G9

Ich habe 2014 in Hessen mein Abitur an einer Gesamtschule gemacht und hatte mit G8 keine Probleme. Von meinen Mitschülern aus der siebten und achten Klasse waren in der Oberstufe aber nicht mehr viele übrig. Das entscheidende Problem dafür war nicht G8, sondern der chronische Lehrermangel. Bei 20% Unterrichtsausfall (in der Oberstufe), monatelang ohne Englischunterricht und mit unqualifizierten Lehrern - Da könnte man auch in 13 Jahren nicht viel lernen.

Immerhin hatte ich Klarheit und durchgehend G8 - anders als mein Bruder, dessen Jahrgangsstufe mit G8 anfing und jetzt nach 13 Jahren das Abitur macht. Das zeigt doch, dass das Chaos jetzt nicht noch erhöht werden sollte.

Wirkliche Probleme hat weiterhin, wer schlechte Lehrer bekommt. Dadurch hat ein Mathematik Leistungskurs letztes Jahr an meiner ehemaligen Schule zu einem Großteil die Abiturprüfung nicht bestanden. Und das war für jeden, der den Lehrer kennt, vorhersehbar.
So werden Zukunftschance zerstört!

@ Am 05. April 2017 um 12:56 von Hohepriesterin

Falsch!
Lesen/Schreiben Rechnen begann erst mit der ersten Klasse!
Aber es gab monatlich in der Unterstufe "kleine Zeugnisse".

Wir haben imm gesagt, dass die "im Westen" ein Jahr Schauspielschule machen müssen.

Es geht einfach darum, daß man de Kindern was beibringt und nicht nur Händchen hällt und ein Liedchen über Kartoffeln singt.

Dann ist G8 bzw. 12J.Abi kein Thema.
ein Hoch auf eine Zentrale Schulbildung! nur so geht es. Leider in D nicht möglich, da man sehen würde wie äußerst schlecht so manchen Bundesland und Stadt ist.

@Knocker

Gut gemerkt, das Problem liegt in der Unterstufe... und Vorschulbildung.

Ich habe nach meinen Erfahrungen mich mal gefragt, wo der Unterschied zwischen den ukrainischen 10 und dem deutschen 13 Jahren zustande kommt. Nach einigem anschauen deutscher Lehrbücher kann ich sagen - etwa die Hälfte dieser drei Jahre fällt auf die Unterstufe. Die zweite Hälfte auf die Klassen 8-10, die mir teilweise redundant zur Oberstufe vorkommen.

G8

Dieser Artikel ist schwer nachvollziehbar. Ich habe 1977 Abitur gemacht. Damals hat es pro Woche ca. 30 Schulstunden gegeben. Ich habe dann nachmittags maximal 1 Stunde Hausaufgaben gemacht und den Rest des Nachmittags auf dem Tennisplatz verbracht (und ein Abi Durchschnitt von 1.7). Meine Tochter hat jetzt ca 40 woechentliche Schulstunden und wird mit Hausaufgaben zugeschuettet. Man kann sicherlich argumentieren, dass die Schueler zu meiner Zeit nicht genuegend gefordert wurden. Aber heute arbeiten Schueler der Oberstufe deutlich mehr als viele Erwachsene. Um diesen deutlichen Unterschied zu sehen bedarf es keiner grossartigen (manchmal habe ich den Eindruck wichtigtuerischer) Studien. Fuer mich ist auch offensichtlich, dass die durschnittlichen Qualifikationen heutiger Abiturienten trotz (oder gerade wegen) der haerteren Arbeit signifikant geringer ist als frueher. Die Schueler haben gar keine Zeit mehr eigene und kreative Gedanken zu entwickeln.

G8 - nur für Hochbegabte (mal was aus der Praxis)

Es kommt immer darauf an, welche Art Schüler/in man vor sich hat.
G8 ist was für Schüler und Schülerinnen, die man schon im Kindergarten mit Analysis, der Relativitätstheorie, Chinesisch oder Alt-Griechisch langweilte - also sogenannte "Hochbegabte".
Und dann gibt es da noch die "Normalentwickler", für die ist G9 das Richtige - können sie doch dort sowohl ihre Persönlichkeit, wie auch ihr Können entwickeln ohne Stresspusteln zu bekommen.
Man sollte die Kinder selber entscheiden lassen, welchen Weg sie gehen wollen, denn später im Studium ist es egal ob man 8 oder 9 Jahre für eine 1.0 Abitur gebraucht hat - es sei denn die Wirtschaft sucht Überflieger, die sie weiter auspressen kann.
Leider lassen sich die Eltern gerne auf diese Markt-Spielchen ein und hoffen damit ihrem Kind einen "Wettbewerbsvorteil" auf dem Studien und Arbeismarkt zu verschaffen.
Außerdem gibt es eine elitären "touch" "hochbegabt" zu sein - ob dass allerdings die Eintrittskarte in die "Elite" sein kann?

Einiges sollte man Richtigstellen

* Natürlich verbingen die Schüler viel mehr Zeit an der Schule. Im G9 gibt es (ich rede hier über Bayern) von der 5. - 10. Klasse keinen verpflichtenden Nachmittagsunterricht, im G8 schon, teilweise sogar 2-3 Nachmittage. Das merken auch zB. Sportvereine massiv, denen die Gymnasiasten weggebrochen sind, viele schaffen maximal noch eine Sportart.

* An Landgymnasien führt das aufgrund der schlechten Busverbindung (kein öffentlicher Nahverkehr) dazu, dass bereits Schüler in der 6.Klasse (wir reden da von 11jährigen !!) um 6:15 morgens in den Bus steigen müssen und um 18 Uhr zu Hause sind, dort evtl. noch Hausaufgaben machen müssen.

* Ebenso ist der Vergleich mit Sachsen nicht haltbar. In Sachsen (am G8) gibt es Übertrittsquoten zwischen 5-10 % an das Gymnasium. Man hat dort also homogene, leistungsfähige Klassen, die man auch gut in 8 Jahren durch die Schule bringt. In Bayern ist die Quote 40 %, da sind viele Schüler dabei, die mehr Zeit brauchen. Für die ist das G8 sehr anstrengend.

Alle die hier auf G8 schwören...

Hat sich von denen einer mal Gedanken gemacht, dass der Zugang zu Wissen in den letzten 10 Jahren durch das Internet potenziert worden ist? Wir werden älter und die Welt um uns herum stellt viel differenziertere Ansprüche an uns als früher. Die Fakten fürs Abi kann ich vielleicht noch reinprügeln in 12 Jahren Schule, aber mündige Bürger von morgen müssen auf das Leben da draußen vorbereitet werden. Dazu gehört auch individuelle Zuwendung, und dazu brauch es vor allem Zeit.
(Ein Lehrer eines G8-Gymnasiums)

@um 14:53 von EinStefan68

G8 klappt dank der Eltern.....und älteren Geschwister.

Ja, da kann ich Ihnen nur beipflichten.
Bildungsferne Eltern und auch solche, die einfach aufgrund ihrer harten Überlebenskämpfe am Arbeitsmarkt durch lange und zehrende Arbeitszeiten kaum helfen können oder wollen, setzen dann ungewollt dem Kind im G8-Prozess noch einmal zu, indem Nachhilfe entweder nicht möglich oder nicht leistbar ist. Alleinerziehende geraten extrem in Stress...nicht nur das Kind.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass Kinder, die gar keine gymnasiale Reife besitzen, dennoch auf das Gymnasium geführt werden. Für diese Kinder ist Schule bald ein Horror. Es fehlt die Zeit, um sich den Schwachen anzunehmen und so kommt bald der Frust.
Ich erlebe es gerade wieder: Mit Mathe 3 und Deutsch 2, glauben Eltern, ihr Kind sei Reif für das Gymnasium. Da werden die Kinder strampeln müssen, sofern nicht eine Gesamtschule gewählt wird.
Aber Gymnasien nehmen bei uns fast jeden, bevor ihnen das pol. Aus droht. Fatal!

Nicht böse gemeint, aber

glauben Sie wirklich, die Welt von heute / von morgen hat noch viel mit den Umständen Ihrer Jugend, Ihres Schulsystems und Ihres Ingenieursstudiums zu tun?

Gerade weil sich die Welt so rasant verändert, kann ich in Schüler nicht einfach den Pythagoras reinstopfen und sie damit an die Hochschule schicken. Damit Lehrer überhaupt eine Chance haben, auf die Veränderungen zu reagieren und einzugehen, brauchen sie mehr Zeit.
MfG

Furchtbare Studien, Furchtbare Statistiken

Das ist ein kunterbuntes Potpourri von

A. furchtbaren Studien, z.B. seit wann ist die Cortisolkonzentration ein validierter Surrogatendpunkt für Stress? Da hat irgendwann mal irgendjemand eine Korrelation gefunden, dann rennen alle dem Cortisol hinterher.

B. furchtbaren Statistiken, z.B. "Zwar Unterschiede in Variable A, aber kaum Unterschiede in Variable B". Diese superschlauen Bildungsforscher stochern in irgendeinem Datensumpf rum, suchen nach "Signifikanzen", und nehmen am Ende das, was Ihnen in den Kram passt.

Und A und B zusammengenommen: gerade bei "schlechten" Variablen wie Cortisol, selbstberichteter Streß etc. findet man wegen der verrauschten Messungen häufig eben keinen Gruppenunterschied, die gängigen statistischen Modelle sind dafür auch gar nicht gemacht (und die richtigen Modelle, z.B. Äquivalentests, kennen die nicht).

Gebt den Schülern 9 statt 8 Jahre, dann ist mehr Zeit für Klavier, Vereine etc. Kann man ganz leicht und ohne Statistik "ausrechnen".

Cui bono?

@Red.:
In wessen Auftrag ist jene Studie erstellt worden? Falls vorhanden, bitte auch andere im zeitlichen Umfeld erstellte oder in Bearbeitung befindliche Studien der Forscher ermitteln. Vor allem, falls die Forscher auch auf Gehaltszetteln Dritter stehen.

Wie, d.h. von wem, wurde die Studie finanziert? Bitte auch etwaige indirekte Finanzierungswege ausleuchten.

Ich lebe offensichtlich in einer Bubble...

...denn in meinem Bekanntenkreis gibt es einige Eltern mit G8lern und die stehen - so wie ich das derzeit erlebe und auch von deren Eltern höre - permanent unter Druck und haben kaum Zeit für andere Dinge. Soziales Engagement - negativ, Vereinssport - null etc. Einzig die wöchentliche Disko ist unverwüstlich. Aber ansonsten heißt es Hausaufgaben im Akkord.

Es ist schon klar, dass gute Schüler, die bereits im G9 spitze sind, G8 weniger als Belastung empfinden und sich trotz des engen Zeitplans Freiräume schaffen können, weil sie auch mehr Stoff in kürzerer Zeit lernen können. Aber das hat auch mit individueller und natürlicher Veranlagung zu tun. Das kann man nicht bei allen Kindern voraussetzen.

Außerdem: In der Schule geht es nicht nur darum, dass Kinder zu Lernmaschinen und Faktendatenbanken erzogen werden. Sie sollen zu Menschen im besten humanistischen Sinne erzogen werden, aber ich sehe bei den Kindern meiner Bekannten, dass dieses Ziel bei G8 sehr kurz kommt.

Der Irrtum beginnt beim Wort.

Der Irrtum beginnt beim Wort. Das Wort "Turbo" täuscht höhere Leistung vor. Es handelt sich aber um ein Sparabi. Die Politiker sparen einen ganzen Jahrgang: Lehrkräfte, Räume etc. - und damit auch Bildung. In 8 Jahren kann, ceteris paribus- nicht so viel wie in 9 Jahren erreicht werden. Die schlichte Frage lautet: Was wollen die Wähler - nicht Schüler, Eltern oder Lehrer.

Achtung!!

Traue keiner Statistik (Studie), die du nicht selber gefäscht hast ;)
Oder sind das vielleicht alternative Fakten?

tagesschauleser 2017 um 12:06

Fein, dass Sie wissen, wie mein Unterricht war. Etwas frech, Ihre Forderung nach Experimenten; was glauben Sie, wie eigentlich naturwissenschaftlicher Unterricht aussieht? Ich hatte obendrein das Vergnügen, an der Erstellung des Lehrplans Biologie mitzuarbeiten und weiß ganz sicher besser als Sie, was im Unterricht behandelbar ist und was nicht, weil es den Rahmen sprengt.
Ich bleibe dabei, dass die Jgst. 11 nicht annähernd das gebracht hat, was sie sollte.
Und bevor ich einem Finanzbeamten, einem Polizisten oder einem Buchhalter erzähle, was er in seinem Job tun oder lassen sollte, würde ich mir kräftig auf die Zunge beißen...

Der Autor hat offenbar etwas gründlich missverstanden

Denn in G8 wird nicht die Oberstufe um ein Jahr verkürzt, sondern die Mittelstufe. In der Oberstufe ist mit drei Jahren Zeit alles einigermaßen beim Alten geblieben.

Betroffen sind die Mittelstufenschüler, und hier insbesondere in den Klassen 8 und 9. Hier wird jetzt der Stoff hineingepackt, der bei G9 in drei Schuljahren geradeso Platz hat. Dazu kommt, daß immer mehr Wert auf sprachliche und sozialwissenschaftliche Fächer gelegt wird (3. Fremdsprache ab Klasse 6, 4. als Wahlpflichtfach ab Klasse 8), wohingegen die MINT-Fächer zu kurz kommen: Naturwissenschaften wurden gekürzt.

Mittelstufenschüler wurden wohl auch nicht befragt - ein Arbeitstag von 8 - 14 Uhr ist die Regel, auch schon für Sextaner. Dazu (!) noch Hausaufgaben. Für Sportverein, Ballett oder Musikschule ist keine Zeit mehr.

Was kommt beim Abitur raus? Studenten, die zu jung sind, sich alleine einzuschreiben oder eine Wohnung zu mieten, und die vom Gelernten nichts behalten haben, da nichts vertieft werden konnte.

@alexmagnus: »Vorschulbildung«

Vorschule?

Da heißt es doch im Grundgesetz:
»Art 7(6): Vorschulen bleiben aufgehoben.«

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