Ihre Meinung zu: Frauen verdienen 21 Prozent weniger pro Stunde als Männer

14. März 2017 - 12:04 Uhr

Frauen haben im vergangenen Jahr im Schnitt 21 Prozent weniger pro Stunde verdient als Männer. Damit wird der Unterschied langsam kleiner. Die Gründe für die Differenz sind vielfältig - nur ein Teil hängt tatsächlich vom Geschlecht ab.

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Kommentare

Was ist denn so schwierig daran,

ein Gesetz über generell gleiche Bezahlung auf den Weg zu bringen? Das wäre doch kein Einschnitt in die Tarifautonomie. Das wäre nur eines: Anständig!
Warum die Politik hier zu wenig Engagement an den Tag legt, kann ich mir zwar denken, aber das würden sie so natürlich niemals sagen. Allerdings habe ich überhaupt keine sinnvolle Begründung gehört. Auch das dahingehende Gesetz aus dem Hause Schwesig ist zu kurz gesprungen.

Lediglich in Unternehmen über 200 Mitarbeitern haben Frauen einen Anspruch auf Auskunft über die Bezahlung ihrer männlichen Kollegen. Bedeutet, das trifft nur auf 13.796 von 7.294.652 Unternehmen zu.

Ein typisches Gesetz nach dem Motto:
Wasch mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass.

Nicht immer liegt es am Geschlecht

Wie schon oben im Artikel beschrieben liegt dieser Unterschied nicht nur am Geschlacht alleine.
Es ist nun einmal so dass in den auch aufgrund der Ausbildung bzw. der fachlichen Anforderungen schlechter bezahlten Berufen wie putzen und reinigen und als Friseur oder auch als Verkäuferin im Einzelhandel viel mehr Frauen tätig sind als Männer.
Gleichzeitig sind in vielen hochbezahlten Berufen wie bei den Ingenieueren oder auch imm Management viel mehr Männer tätig!
Alleine dadurch kommt dieser generewlle Unterschied zustanden und das absolut nichts mit Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes zu tun.

Nach meinen Erfahrungen in den letzten Jahren bevor ich Rentner wurde gab es in vielen Bereichen bei gleichen Anforderungen und Tätigkeiten auch in etwa gleiche Bezahlung ohne Geschlechterbenachteiligung.
Ganz besonders im IT-Bereich!

Bessere Bezahlung sozialer Berufe

Der Artikel schlüsselt ja schön auf, woher eigentlich die hauptsächlichen Unterschiede in der Bezahlung kommen - Frauen arbeiten häufiger in Berufen, die mindestens genauso wichtig für die Gesellschaft sind wie der Arbeiter bei VW, der Handwerker oder der Bankberater, aber einfach schlecht bezahlt werden. Wenn es in den sozialen Berufen eine bessere Bezahlung gäbe, würden diese 21% auch schneller schrumpfen als wenn man immer nur auf eine gerechte Bezahlung pocht, ohne die Hintergründe zu bedenken.

@ 12:13 von Gnom

Sie schreiben:
"Lediglich in Unternehmen über 200 Mitarbeitern haben Frauen einen Anspruch auf Auskunft über die Bezahlung ihrer männlichen Kollegen. Bedeutet, das trifft nur auf 13.796 von 7.294.652 Unternehmen zu.
Ein typisches Gesetz nach dem Motto:
Wasch mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass."
*
Ihre Zahlen für die betroffenen Betriebe mögen ja stimmen.
Sie übersehen dabei aber dass es in diesen Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern trotzdem etwa 75 bis 80% ALLER Arbeitnehmer trifft.
So einfach ist es das Verhältnis der Betroffenen völlig anders zu definieren!
Ich denke mal da trifft ihr Spruch mit dem Pelz nicht mehr zu, der wird nass!

@Gnom

Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Im Kern geht es nicht darum, dass Frauen für gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, sondern dass Sie aufgrund verschiedener Faktoren weniger verdienen. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Tarifautonomie zu tun.
Das heißt natürlich nicht, dass es keine Ungleichbezahlung gibt.

@Gnom, 12:13

Was ist denn so schwierig daran, ein Gesetz über generell gleiche Bezahlung auf den Weg zu bringen?

Nicht jeder Mitarbeiter ist in der Lage, die gleiche Leistung für das Unternehmen zu erbringen (Vorbildung, Motivation, Erfahrung, Leistungsbereitschaft, ...). Eine dementsprechend angepasste Entlohnung für das unterschiedliche Maß an gelieferter Arbeitsleistung ist nur eines: Fair!

Sinnlose Zahlen

Welches sind denn die Berufe/Unternehmen/Branchen bei denen Frauen bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeitszeit weniger verdienen?
Damit ergäbe sich von alleine schon hilfreicher sozialer Druck.

"Rechnet man all diese Faktoren bei der Berechnung heraus, bleibt eine bereinigte Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent." (tagesschau.de)

Demnach ist die Überschrift in meinen Augen irreführend.

Die "Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent" ergeben sich wohl auch dadurch, dass Frauen häufiger als Männer der Arbeit fern bleiben, also für den Arbeitgeber weniger Leistung bringen, was sich in der geringeren Bezahlung ausdrückt.

Männer gehen seltener zum Arzt, Frauen schleppen sich häufiger krank zur Arbeit. Das sind Ergebnisse des Gesundheitsreports der Krankenkasse DAK Rheinland-Pfalz, die dies am 20.04.2016 in Mainz vorgestellt hat.
Nach den vorgelegten Zahlen haben von 1000 erwerbstätigen Frauen in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr im Schnitt pro Tag 45 gefehlt, bei den Männern waren es 43 von 1000 Beschäftigten.

Nach Zahlen der Techniker Krankenkasse wurde Frau 2015 im Schnitt für 17,3 Tage krankgeschrieben. Die Männer hingegen waren nur an 15,1 Tagen arbeitsunfähig.

12:13 von Gnom

"Was ist denn so schwierig daran,

ein Gesetz über generell gleiche Bezahlung auf den Weg zu bringen? Das wäre doch kein Einschnitt in die Tarifautonomie. Das wäre nur eines: Anständig!"

Man sollte die Bezahlung von Mitarbeitern den Arbeitgebern überlassen, denn die wissen am besten, was ihnen ein Arbeitnehmer wert ist. Jede Art von staatlicher Preisfestsetzung führt zur Fehlsteuerung der Wirtschaft und schadet dem allgemeinen Wohlstand, wie die ungezählten sozialistischen Preisfestsetzungen gezeigt haben.

Weniger Lohn = Weniger Rente

Auch diese Ungleichheit trägt dazu bei, dass Frauen im Durchschnitt im Alter weniger Rente bekommen als Männer, selbst WENN Sie in der versicherungspflichtigen Zeit durchgängig gearbeitet haben ...

Aber wir wundern uns über steigende Altersarmut....

Schwer zu glauben

Ich habe Schwierigkeiten zu glauben, dass alle Frauen, oder selbst die meisten Frauen weniger verdienen als Männer.

Bleiben wir einfach mal bei der genannten Zahl von rund 20 Prozent.

Wenn ich Unternehmer wäre, dann würde das doch bedeutet, dass ich 20 Prozent Arbeitskosten einsparen könnte, wenn ich nur Frauen beschäftigen würde.

Welcher Unternehmer würde sich denn ein solches Einsparpotenzial entgehen lassen?

Es wären Männer die in einem solchen Szenario ein Problem hätten eingestellt und fair bezahlt zu werden.

Was ist so schwierig daran, mit den richtigen Zahlen zu arbeiten

In der öffentlichen Diskussion geht es um die Diskriminierung der Frauen: Diese würden 20% (oder mehr) weniger verdienen als Männer, nur weil sie eben Frauen sind. Entsprechend gilt der Schlachtruf "Gleiches Geld für gleiche Arbeit".

Auch die Überschrift des Artikels springt auf diesen Zug auf. Klar, der Artikel geht natürlich nach der Überschrift weiter, und dort wird vollkommen korrekt dargestellt, dass der Unterschied von 20% absolut nichts mit Diskriminierung zu tun hat. Aber warum spricht man dann nicht direkt von einem Unterschied von 6%? Wäre das nicht skandalös genug?

Auch die Lücke von 6% ist noch nicht komplett bereinigt. Dort werden Faktoren wie geringere Karriereambitionen oder geringerer Fokus auf Geld bei Lohnverhandlungen nicht berücksichtigt.

Bei Berücksichtigung aller Faktoren kommt man zu einer "Lücke" die kaum vorhanden ist. Öffentlich diskutiert wird trotzdem nur die "Skandalzahl" von 20%.

Warum nicht einfach mal ehrlich bleiben?

"Außerdem würden Frauen oft in Branchen arbeiten, in denen Arbeitnehmer per se schlechter bezahlt werde [sic] - etwa im sozialen Bereich. Männer würden stattdessen oft in besser bezahlten Branchen arbeiten - etwa dem produzierenden Gewerbe."

Und eben deshalb sind pauschale Vergleiche des Stundenlohns sowie reißerische Schlagzeilen vom Typ "Frauen verdienen 21 Prozent weniger pro Stunde als Männer" so unsinnig. Wenn überhaupt, dann macht ein Vergleich nur innerhalb einer Branche Sinn.

Meine Frau arbeitet im mittleren Management bei einem großen deutschen Unternehmen und verdient dort exakt gleich viel wie ihre männlichen Kollegen in ähnlicher Position. Zur Erklärung, warum Frauen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit durchschnittlich sechs Prozent weniger verdienen, hat sie eine aus langjähriger eigener Erfahrung gewonnene These: Frauen verhandeln tendenziell in Gehaltsverhandlungen schlechter - was vermutlich auf die immer noch unterschiedliche Erziehung zurückzuführen ist.

Soziale Berufe machen es vor

Dort ist es tatsächlich egal, ob Männlein oder Weiblein.
Ich verdine in der Pflege schon immer exakt das Gleiche wie meine Kolleginnen.
Mir fehlen hier auch eindeutigere Fakten.
Ist es tatsächlich so, dass es neben Tarif Ost und Tarif West auch einen Tarif Mann und Tarif Frau gibt?
Werden da Äpfel mit Birnen verglichen?
Tatsächlich gleiche Arbeit vorausgesetzt?

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast ;-)
Oder die falschen Schlüsse daraus ziehst...

Clickbaiting bei der Tagesschau

Oben wird als Lockmittel 21% serviert, im Text dann deutlich relativiert. Das fällt schon unter Clickbaiting.
Die entscheidende Zahl sind die 6%, warum kann man die nicht so nennen? Warum muss man das hier so skandalisieren? Die Tagesschau sollte ihre Berichterstattung mit bzgl. ihres Auftrags mal abgleichen.
Als Öffentlich-rechtliche Anstalt sollte sie nicht tendenziös berichten.

Wie soll man das ändern?

Rechnet man all diese Faktoren bei der Berechnung heraus, bleibt eine bereinigte Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent.

All diese Faktoren, die da rausgerechnet werden, kann man wohl durch ein Gesetz nicht ändern. 15 Prozentpunkte werden also durch die Berufswahl der Frauen, Teilzeitarbeit usw. bestimmt.

Diese 15% würden sich also erst nivellieren, wenn Frauen und Männer die gleichen Berufe ergreifen würden und sich gleich häufig für Teilzeit entscheiden würden. Beides lässt sich wohl kaum gesetzlich erzwingen. Es ist wohl illusorisch zu erwarten, dass in allen Berufen gleich viel verdient wird und wer wegen der Kinder in Teilzeit arbeitet wird vernünftigerweise dadurch bestimmt, wer weniger verdient. Also bei einem Paar, bei dem die Frau deutlich besser verdient als der Mann wäre es schon unklug, wenn die Frau zuhause bliebe. Soll vorkommen, ist dann aber auch nicht gesetzlich zu regeln.

Wie wäre es dann mit einer korrekten Überschrift?

Liebe TS-Redaktion. Ist es wirklich sooooo schwer, dann auch eine richtige Überschrift zu wählen. Immerhin, nach nur zig Jahren kommt mal ein Artikel, in dem das Thema nicht ganz falsch dargestellt wird. Zwar immer noch nicht richtig, aber immerhin nicht ganz falsch. Dann wäre es auch angebracht, die Überschrift nicht so irreführend zu wählen. Da riechst sonst geradezu nach Clickbait.

Und eigentlich ist das Thema nichgt mal eine Meldung wert. Bzw. die Meldung müsste lauten "Männer und Frauen werden nahezu gleich bezahlt". Denn 6% unbereinigte Differenz (für die man sicherlich in Teilen auch noch eine Erklärung finden würde) ist statistisch gar nichts. Das ist im Zweifel das Ergebnis einer besseren Gehaltsverhandlung der Männer bei der Einstellung. Und etwas Freiheit im Leben und der Wirtschaft darf ja wohl noch sein.

gleicher Lohn für gleiche Arbeit...

ist im öff. Dienst seit Jahrzehnten Realität...

Clickbait

Frauen verdienen 21 Prozent weniger pro Stunde als Männer

Und dann im letzten Satz schreiben, dass ohne "strukturelle Unterschiede" die Differenz nur noch 6% beträgt.

Dies ist einzig und allein die reißerische Aufmachung eines Artikels auf Boulevard-Medien-Niveau. Mit öffentlich-rechtlichem Informationsauftrag hat dies nichts mehr zu tun!

Der erste Schritt zu einer

Der erste Schritt zu einer geschlechterunabhängigen Bezahlung wäre die Abschaffung von Lohnerhöhungen.
So wäre der Lohn immer gleich,egal wie lange man im Betrieb ist.
Frauen bekämen dann nach z.B. 20 ´Jahren Kindererziehung
das gleiche Geld wie Ihre Mitarbeiter die in 20 Jahren jede Lohnerhöhung mit gemacht haben.
Das gleiche Recht bitte auch für Langzeitarbeitslose.

Ein Vorschlag dazu wäre die Einführung des Lohnes nach Alter.

Regional sind die Fehlzeiten von Frauen z.T sehr hoch

So haben in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis Frauen 26 Prozent mehr Fehltage als ihre Kollegen am Arbeitsplatz. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport 2016 hervor, wie der Bonner "General-Anzeiger" am 16.11.2016 berichtete.

Daher sollte es den Arbeitgebern überlassen sein, die Bezahlung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen entsprechend ihrer Erfahrung vorzunehmen. Sie wissen am besten, was jemand an Leistung bringt und darauf kommt es schließlich an. Trotz gleicher Arbeit kann ja die Leistung der Mitarbeiter sehr unterschiedlich sein. Wenn sich unterschiedliche Leistung nicht in der Bezahlung äußert, orientiert sie sich an der geringsten Leistung. Das führt zu gravierenden Einbußen an Wohlstand.

Traurig

Nun, was da auch hintersteckt ist,dass, vor allem in bildungsferneren Familien Frauen/Mädchen, immernoch traditionelle Berufsmuster eingetrichtert bekommen. Zur Bundeswehr gehen, Maler, Mechaniker etc. , das wird von Anfang an ausgeschlossen und findet sich nach wenigen Jahren nicht mal mehr in Form eines Traums/Ziels in den Köpfen der Mädchen wieder. Wenn Schwachmaten wie Erdogan und Putin Gesetze erlassen, die Kinderehen beführworten und Gewalt gegen Frauen gutheißen, befördert das die Negativ-Entwicklung dieses Prozesses noch.

@ 12:27 von Ernst-

Die "Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent" ergeben sich wohl auch dadurch, dass Frauen häufiger als Männer der Arbeit fern bleiben, also für den Arbeitgeber weniger Leistung bringen.

Das liegt z.B. an Schwangerschafts- und Mutterschafts"urlaub". Das wurde bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht auf die Rente angerechnet.

Nach Zahlen der Techniker Krankenkasse wurde Frau 2015 im Schnitt für 17,3 Tage krankgeschrieben. Die Männer hingegen waren nur an 15,1 Tagen arbeitsunfähig.

Eben, weil, wie Sie schrieben, Männer seltener zum Arzt gehen. Ich bin auch ein Arztmuffel. Bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass bei Frauen schwerwiegende Krankheiten wie z.B. Krebs viel früher diagnostiziert werden können und somit die Heilungschancen höher als bei Männern sind. Auch das, lieber User, ist statistisch erwiesen.

@ 12:31 von Ernst-

Man sollte die Bezahlung von Mitarbeitern den Arbeitgebern überlassen, denn die wissen am besten, was ihnen ein Arbeitnehmer wert ist. Jede Art von staatlicher Preisfestsetzung führt zur Fehlsteuerung der Wirtschaft

Es gibt eine Tarifautonomie, aber leider wurde die Tarifbindung im Zuge der Agenda- Reformen abgeschafft. Die Tarifbindung muss als erstes wieder festgeschrieben werden.
Wenn man die Bezahlung von Mitarbeitern generell den Arbeitgebern überlässt, muss man sich nicht wundern, dass ein Mindestlohn eingeführt werden musste! Anscheinend denken Sie immer an die Vorstandsetage - Wenn ich an Wirtschaft denke, habe ich den kleinen "Malocher" mit einem Hubwagen vor Augen.

@Chris7

"Wie wäre es dann mit einer korrekten Überschrift?"
Die Überschrift ist "Frauen verdienen 21% weniger", sie belegen nicht warum diese nicht korrekt ist.

Wenn man alle Einkommen aus selbst- und unselbstständiger Arbeit je für Frauen und Männer addiert, ergibt sich dass die Frauen in der Summe 21% weniger verdienen.

Sie müssen schlicht lernen, dass von Aussagen über Gruppen, üblicherweise sehr wenig mit den Fähigkeiten und Realitäten eines Individuum zu tun hat. Die Sarrazin-Debate lässt grüßen.

"Denn 6% unbereinigte Differenz [...] ist statistisch gar nichts."
Insgesamt sind das immer noch ~50 Milliarden. Ich bitte Sie daher mir "gar nichts" zu überweisen.

@Ernst-

"Nach den vorgelegten Zahlen haben von 1000 erwerbstätigen Frauen in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr im Schnitt pro Tag 45 gefehlt, bei den Männern waren es 43 von 1000 Beschäftigten.
Nach Zahlen der Techniker Krankenkasse wurde Frau 2015 im Schnitt für 17,3 Tage krankgeschrieben. Die Männer hingegen waren nur an 15,1 Tagen arbeitsunfähig."
Am 14. März 2017 um 12:27 von Ernst-

Aber:
Demnachliegt der Unterschied bei unter 5% und ist daher überhaupt nicht signifikant.
In der Wissenschaft wird sowas als "kein Unterschied" gewertet.

Ps. Wie zählt eigentlich die Krankschreibung weil das Kind krank ist?

Die Relativierung des Unterschiedes auf 6 %

ist ja schon mal schön. Vielen Dank an die TS hierfür.
Schön wäre allerdings noch eine Erklärung, wie genau es zu den restlichen 6% Unterschied kommt? Für die meisten Angestellten gelten ja Tarifverträge. Bei gleicher Betriebszugehörigkeit usw sollten hier ja eigentlich keine Unterschiede bestehen können.
Bleiben Berufe mit (weitgehend) frei verhandelbarer Entlohnung. Ganz offen gestanden: Wenn Frauen hier schlichtweg weniger gut verhandeln als ihre männlichen Kollegen, was soll eine gesetzliche Regelung?
Zumal es ja oftmals um kaufmännische Berufe geht, bei denen Verhandlungsgeschick zu den Kernansprüchen gehören.

So läuft es mit den

So läuft es mit den Überschriften.
Je reisserischer, desto interessanter.
Was bei den meisten hängen bleibt ist "Frauen verdienen 21% weniger als Männer"
Was ist mit den Frauen, die Kinder erziehen?
MfG

Bereinigte Lohnlücke - God of the gaps

Zu beachen ist, dass es keinen echten Beweis für Diskriminierung gibt. Die verbleibenden 6% Lohnlücke sind das was übrigbleibt, nachdem man alle Faktoren die den Autoren der Studie eingefallen sind rausgerechnet hat. Die verbleibenden 6% sind einfach eine Korrelation zwischen Geschlecht und Gehalt.

Aus welchem Grund Geschlecht und Gehalt nun bei den verbleibenden 6% so korrelieren wie es der Fall ist, ist nicht geklärt. Das kann im Prinzip alle möglichen Gründe haben. Evtl. sind einfach Faktoren nicht berücksichtigt worden. Sexistische Diskriminierung ist nur eine Möglichkeit von vielen und mit solch einer Statistik nicht zu beweisen.

Alles wofür wir keine bessere Erklärung haben auf Sexismus und Diskriminierung zu schieben ist nicht zulässig. Das ist in etwa so wissenschaftlich wie die Aussage "Weil Gott es so will".
Die Erwartungshaltung färbt hier einfach massiv die Interpretation der Ergebnisse.

Gerechtigkeit - Gleichbehandlung

Man sollte einfach einmal die Entlohnung eines Arbeitnehmers in Nord-Ost-Oberfranken mit der eines AN in und um Stuttgart vergleichen. Bei absolut gleicher Tätigkeit. Da würde den Gerechtigkeitsfanatikern wahrscheinlich der Mund offen stehen bleiben. Aber so etwas wirkt medienmäßig nicht so gut !!

ich bin mir Sicher, dass die

ich bin mir Sicher, dass die Unterschiede bei Singles und kinderlosen Paaren deutlich geringer ausfallen bis ganz verschwinden.
Es wäre also interessant alle Eltern aus der Statistik heraus zu nehmen. Um wirklich Differenzierung nach Geschlecht zu issolieren.

Dann könnte man die Einkommen alleinerziehender Väter mit alleinerziehenden Müttern vergleichen und ich wage die Prognose, dass auch hier die Unterschiede gering sind. Diese beiden Gruppen könnte man nun zusammen mit den Kinderlosen vergleichen und würde wahrscheinlich einen gigantischen Unterschied feststellen.
Ich glaube die Ungerechtigkeit der Bezahlung liegt nicht direkt im Geschlecht begründet. Geschlecht ist sozusagen eine Drittvariable.
Dass übermäßig den Frauen der Karrierekiller Nummer 1 (Kindererziehung) zugeschoben wird, erklärt wahrscheinlich die bestehenden Unterschiede deutlich mehr, als das Geschlecht selbst.

Wer also denkt man könne das durch reines Arbeitsrecht regeln, ist schlichtweg naiv.

Gleiches Geld für gleiche Leistung

Das Geschlecht darf bei der Bezahlung nicht die geringste Rolle spielen, sondern alleine die persönliche Leistung und die Qualifikation.

ich habe mich eigentlich bisher

immer gerne an Diskussionen zu diesem Thema beteiligt. Aber so langsam wird es mir zu peinlich, ich muss mich immer wieder fremdschämen für meine Geschlechtsgenossen.
Denn 6% unbereinigte Differenz ist statistisch gar nichts. (@Chris7).
Soso. Schon bei einem Monatslohn von 3000€ sind das 180€. Wenn das für Sie gar nichts ist, na gut, sollten Sie aber nicht verallgemeinern.
Frauen verhandeln tendenziell in Gehaltsverhandlungen schlechter - was vermutlich auf die immer noch unterschiedliche Erziehung zurückzuführen ist.(@Laskaris).
Und somit stellt eine schlechtere Bezahlung auch keine Benachteiligung dar?
Dort werden Faktoren wie geringere Karriereambitionen oder geringerer Fokus auf Geld bei Lohnverhandlungen nicht berücksichtigt. (@Stefan D.)
Verstehe. Lohngerechtigkeit ist also, dem Gierigen mehr zu bezahlen als dem Bescheidenen.

Wie gesagt, fremdschämen muss ich mich. Und das nicht zum ersten Mal.

Einseitige Betrachtung

Eine ehrliche Betrachtung sollte auch die stark unterschiedliche Lebenserwartung von Männern und Frauen einbeziehen. Vergleichsgruppen, in denen Männer und Frauen ihr Leben unter ähnlichen Bedingungen verbringen, wie z.B. ein Leben im Kloster, zeigen, dass Männer dort ähnlich lange leben wie Frauen im Durchschnitt der Gesellschaft. Die Frauen in diesen Gruppen werden dagegen nicht älter als der Gesamtdurchschnitt. Die Ursachen sind vermutlich vielfältig. Einen Teil des Unterschieds kann man vielleicht auf eine riskantere Lebensweise und Suchtverhalten (alkohol, Tabak, Ernährung) zurückführen. Der Rest dürfte aber seine Ursachen in mehr Schwerarbeit, insgesamt deutlich mehr körperlich belastenderen Berufen und erhöhten Stressfaktoren in vielen besser bezahlten Berufen mit höherer Verantwortung liegen.
So betrachtet sind die 6% Gehaltsunterschied somit sehr teuer erkauft.

Ich kann

das nicht ganz nachvollziehen.
Als ich noch tätig war hatten wir Frauen und Männer bei gleicher Arbeit auch den gleichen Tariflohn, und haben auch zusammen gearbeitet.
Nur das Frauen oft lieber weniger Stunden gemacht haben als Männer, Frauen nach Wunsch 4-8 Stunden und Männer immer 8 plus Überstunden.
Wo bei es natürlich auch einige wenige Frauen gab die mit den Männern mitgezogen haben.
Beide Geschlechter den selben Tariflohn X,xx pro Stunde.
Es gab keinen Unterschied.

Bei Angestellten weiß ich es nicht und dort hängt es sicher anders zusammen, in der Produktion gab aber keine Unterschiede beim Facharbeiterlohn.

Gruß

Irreführung des Lesers

ist diese Überschrift, was ja von den Kommentatoren auch kritisiert wird. Wieder ein Beispiel dafür, wie es im Lauf der Jahre zu einer negativen Haltung gegenüber der Medien kommen konnte und in der natürlich zu polarisierenden Bezeichnung Lügenpresse Ausdruck findet.
Selber schuld, kann ich da nur sagen, und das passiert nicht irgendeinem Revolverblatt sondern der 'tagesschau'!!

liebe Mit-Männer

ich kann eure Kommentare ungefähr so zusammenfassen, dass Ihr keine Ungleichheit in der Bezahlung erkennen könnt. Jedenfalls findet ihr es viel schlimmer, wenn jemand erst von 20% und dann von 6% schreibt, als dass jemand 6% weniger verdient.
Wie wär's mit folgender statistischer Betrachtung, die müsste euch dann ja sehr gefallen:
In diesem Thread haben bis 13:42 Uhr Null Prozent Frauen gepostet. Das muss daran liegen, dass Frauen die Lohngleichheit eigentlich total ungerecht finden und auch in Zukunft weniger verdienen wollen als ihre männlichen Kollegen. Ne?

@Ernst-, 12:31

"Man sollte die Bezahlung von Mitarbeitern den Arbeitgebern überlassen, denn die wissen am besten, was ihnen ein Arbeitnehmer wert ist."

Verstehe, so wie in den Textilfabriken von Bangladesch, wo die Mitarbeiter zu Spottlöhnen und bei unfairen Arbeitsbedingungen in lebensbedrohlichen Bruchbuden gehalten werden, weil sie "so wertvoll" sind.

Und weiter:
"Jede Art von staatlicher Preisfestsetzung führt zur Fehlsteuerung der Wirtschaft und schadet dem allgemeinen Wohlstand, wie die ungezählten sozialistischen Preisfestsetzungen gezeigt haben."

Tarifverträge dürften demnach ebenfalls in Ihr Szenario der wohlstandsgefährdenden Fehlsteuerung sozialistischen Ursprungs fallen.
Gewerkschaften hatten sich deshalb gegründet, weil die einseitigen Wertvorstellungen der Arbeitgeber weder Fürsorge noch faire Entlohnung ihrer Arbeiter verfolgten sondern stets auf Ausbeutung ausgerichtet waren, wie man heutzutage an den beliebten Verlagerungen von Produktionen in Schwellenländer nachvollziehen kann.

1:1

frauen und männer müssen 1:1 entlohnt werden.
hygienefachkräfte & aufsichtsräte.

in der freien wirtschaft ist mit selbstverpflichtung NICHTS zu machen!

gesetz her .. 1 zu 1 umsetzen .. fertig!

wer nicht den gleichen lohn zahlen möchte darf dafür als arbeitgeber 200 % der eingesparten gelder abzugsfrei ans finanzamt zahlen.

Umdenken kommt dann ohne gesetzlich vorgabe!

@Rigelion, 13:42

Irreführung des Lesers ist diese Überschrift, was ja von den Kommentatoren auch kritisiert wird.

Seltsam, aber ich fühle mich nicht in die Irre geführt. Ich habe den Artikel gelesen und alle Informationen gefunden, die mir wichtig sind. Vielleicht war ich einfach nicht so enttäuscht wie Sie, dass da nicht stand, es gebe kein Problem mit unterschiedlicher Bezahlung.

Super,

dann gibt es ja ein schlichtes Rezept um auf einen Schlag 15 % ungerechtigkeit zu beseitigen: Wir erhöhen die Bezüge der pflegenden und erziehenden Berufe und führen auch dort Quoten für Männer ein. Das müssten dann nur noch alle mitfinanzieren, was ja bei sozialen Berufen auch nur gerecht ist, da Sie ja allen dienen.

Allerdings frage ich mich da, wie man in Zukunft besondere Leistung eines einzelnen dann entlohnen soll. Gerechtigkeit bei Gehältern ist ein sehr schwieriges Thema.

Gibt es...

...eigentlich eine valide Erklärung für die verbleibenden 6% Unterschied? Das würde mich interessieren.
Bei Tarifangestellten darf es das eigentlich nicht geben.
1-2 Tage mehr oder weniger Krankheit rechtfertigen auch keine Lohnunterschiede.
Bei AT-Angestellten sieht das anders aus. Ich habe mein Gehalt verhandelt und ich weiß nicht, ob meine männlichen und weiblichen KollegInnen mehr oder weniger verdienen als ich. Wenn ich finde, ich verdiene zu wenig, muss ich zu meiner Chefin (ja, eine Frau) gehen und ihr einen Grund angeben, warum ich mehr will. Und wie ich sie kenne zählt das Argument, meine KollegIn verdiene mehr eher nicht.
Dass Frauen generell schlechter verhandeln kann ich mir bei uns nicht vorstellen. Wir haben sehr viele gute weibliche Führungskräfte inkl. einer Geschäftsführerin. Die wissen alle, wie sie sich durchsetzen und machen ihren Job gut.

Frauen verdienen weniger

Die Überschrift stimmt nicht: Frauen ERHALTEN 21 Prozent weniger. Sie verdienen es, das gleiche zu erhalten!

Arme Frauen arbeiten Familie wenig..

anerkennung und dann auch noch schlechter bezahlt.
Eine Frau regiert und tut nichts dagegen,eine Arbeits Ministerin tut auch nichts dagegen.
Solange nieman aufmuckt ist die welt in ordnung wie sie ist.

Genauso ist es bei der leiharbeit dort ist der Unterschied 40% und mehr.
Das schlimmste das passieren kann ist eine Frau die in leiharbeit ist die dann weniger als die Männlichen kollegen bekommt und weniger als die stammbelegschaft bekommen beide ohnehin.
Ein Land das so etwas zulässt hat das soziale Gewissen längst über Bord geworfen.

6% abbauen

Es wäre schön, wenn man von allen Gender Pay Gap – „Fans“ mal erfahren könnte, wie die letzten 6% zielgerichtet beseitigt werden können.
Anstatt immer wieder die 20% Keule hervorzuholen.

gleicher lohn bei gleicher arbeit

ich verstehe gar nicht, warum bei den frauen ein solches trara bei 6% lohnunterschied gemacht wird (und mich würde auch mal interessieren, wie die zustande kommen).

arbeitnehmer in den neuen bundesländern bekommen 20% weniger als ihre westkollegen (für die gleiche arbeit wohlgemerkt) und da kräht kein hahn nach!

Benachteiligung

Wann druckt die TS zum 1000 ten Mal, das Frauen weniger verdienen als Männer? Besser wäre sie würde einmal drucken, das alle Frauen von Männern ernährt werden, selbst wenn Frauen nicht mit einem Mann leben. Frauen haben vom 45. Lebensjahr an, Anspruch auf Witwenrente und könnten dann gut und gerne 50 Jahre davon leben. Männer kommen vielleicht auf 5 Rentenjahre. Über die Rentenbeiträge ernähren alle Männer die Frauen.

"Rechnet man all diese

"Rechnet man all diese Faktoren bei der Berechnung heraus, bleibt eine bereinigte Gehaltslücke von zuletzt sechs Prozent. Das ist die Größenordnung, die Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit weniger verdienen als Männer. Auch diese Zahl ist rückläufig, wird aber nur alle vier Jahre genauer erhoben, zuletzt im Jahr 2014."
Das, was die Überschrift suggeriert, wird im letzten Absatz dann doch noch klargestellt.

Aber halt! 2014 ist doch schon drei Jahre her? Was also will uns dieser Artikel sagen? Soll er die, die sich so gerne auf die Gender Pay Gap berufen, bloßstellen? Dann ist es allerdings ein Superartikel!

Wie ungerecht ist Deutschland?

Frauen werden immer noch benachteiligt, sexistisch behandelt und diskriminiert. Alleinstehende steuerlich benachteiligt. Wird Zeit das Martin Schulz endlich aufräumt!

Seit 16 Jahren regiert eine Frau in Deutschland, zu merken ist davon nichts, wenn wir diesen Artikel lesen.

Diese Zahl 20 % stimmt leider nicht!

Es handelt sich auch in diesem Fall um lupenreinen Populismus!
Tatsache ist, dass der Unterschied bei ca. 7-8 % liegt und auch das ist zu erklären. Da Frauen im Prinzip doch ihre Kinder, wenigstens so weit als möglich, betreuen wollen, bleiben ihnen nur Jobs bei AG die das mittragen. Die Nachfrage nach diesen Jobs ist hoch und aus diesem Grunde auch die Bezahlung nicht so üppig.
Ich in meinem Bereich musste immer feststellen, dass Frauen in meiner Position das gleiche verdient haben, wie ich. Teilweise haben die sogar mehr verdient.

@frosthorn

Warum greifen Sie jetzt alle Kommentatoren persönlich an die nicht ihrer Meinung sind?
Warum versuchen Sie nicht mit Argumenten zu überzeugen?
Warum suchen Sie sich immer einzelne Sätze raus als den ganzen Kontext zu nehmen?

Nutzer WiPoEthik hat einen schönen Beitrag geschrieben warum zumindest angezweifelt werden kann das der Lohn Unterschied von Sexismus herrührt. Wenn sie das anders sehen dann argumentieren Sie ohne Jemanden was zu unterstellen. So kann man dann auch schöne Diskussionen führen. ;-)

Regt mich nicht so auf

wenn es bereinigt noch 6 % sind die ebenfalls rückläufig sind, weiter dran arbeiten und in ein paar Jahren ist das Problem gelöst. Dass aber Top Manager wie Winterkorn etc. mit zig-Millionen pro Jahr nach Hause gehen und für Ihre Top-Fehlleistungen mit 10 mal zig Millionen in Rente geschickt werden, das regt mich auf.
Und eine bisschen regt mich auch auf, wenn im Titel steht 21 Prozent pro Stunde, es im Text dann 6% sind und weil die Angabe "pro Stunde" hier völlig unnötig ist. 21 % bleiben 21 %, ob nun in der Stunde, im Monat oder im Jahr

@13:18 von Tada

"Demnachliegt der Unterschied bei unter 5% und ist daher überhaupt nicht signifikant.
In der Wissenschaft wird sowas als "kein Unterschied" gewertet."

Das mag bei einem sehr kleinen Sample richtig sein, da die Fehlertoleranz dadurch recht hoch ist. Bei einer großen Grundgesamtheit ist ihre Aussage jedoch nicht korrekt. Da können auch 2% statistisch signifikant sein.

Was sagt der Artikel über

Bezahlung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk/Fernsehen aus? Nichts. Wie sieht es denn dort mit der Bezahlung aus? Erhalten alle Mitarbeiter gleichen Lohn für gleiche Arbeit? Liebe TS-Redaktion, ich bedanke mich schon jetzt für eine ehrliche Antwort.

@matze kleinschmidt, 14:39 & @hanjustb, 14:50

@Kleinschmidt:
ich verstehe gar nicht, warum bei den frauen ein solches trara bei 6% lohnunterschied gemacht wird (und mich würde auch mal interessieren, wie die zustande kommen).
arbeitnehmer in den neuen bundesländern bekommen 20% weniger als ihre westkollegen (für die gleiche arbeit wohlgemerkt) und da kräht kein hahn nach!

Wenn Sie die Lohnunterschiede zwischen Ost und West stören, würde ich vorschlagen, dass Sie etwas dagegen unternehmen. Davon, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, wird das West-Ost-Gefälle sicher nicht verschwinden.

@hanjustb:
Dass aber Top Manager wie Winterkorn etc. mit zig-Millionen pro Jahr nach Hause gehen und für Ihre Top-Fehlleistungen mit 10 mal zig Millionen in Rente geschickt werden, das regt mich auf.
Dito. Die skandalöse Vergütung eines Herrn Winterkorn rechtfertigt nicht die schlechtere Bezahlung von Frauen.

@Darkdepths, 14:49

Ich finde es bezeichnend, dass hier durchweg Männer argumentieren, dass sie keinerlei Ungerechtigkeit erkennen können oder, was ja noch lächerlicher ist, dass eine Ungleichheit von 6% eigentlich keine ist. Andere Argumente finden sich kaum, wobei auch der Beitrag von @WipoEthik hier keine Ausnahme darstellt. Er sagt lediglich "Evtl. sind einfach Faktoren nicht berücksichtigt worden.". Was aber bitte sollen andere Faktoren sein als geschlechtsspezifische, wenn geschlechtsspezifische Lohnunterschiede untersucht werden? Es werden ja wohl kaum alle männlichen AN in Bayern wohnen und alle weiblichen in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei den öffentlich rechtlichen wird gleich bezahlt

denn die Tarifverträge machen keine Unterschiede im Geschlecht. Zumindest gilt dort eben gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Anders mag es bei den Aufstiegchancen aussehen. In den Rundfunkanstalten selbst gibt es nach wie vor Berufe in denen eher Männer oder eben Berufe in denen eher Frauen arbeiten (Köche, Bühnenbau, Mediengestalter, Cutter....).

Immerhin versucht der Artikel

mal zu erklären wie es zu der Aussage kommt, daß Frauen weniger verdienen wie Männer. Denn üblicherweise ist in Tarifverträgen schon vorgesehen, daß gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit erfolgt. Somit fragt man sich dann schon mal wer da heutzutage noch so unterschiedlich bezahlt. Insofern finde ich die Aussage sehr plakativ und wenig hilfreich wenn es um die Beschreibung des eigentlichen Problemes geht.

Und...

...wieviel weniger vedienen visible angehörige der minderheitsgesellschaft mit deitscher staatsbürgerschaft? Gibst für die auch mal ein bundesgleichstellungsgesetz oder meint man tatsächlich die würden viel weniger auf dem arbeitsmarkt diskriminiert werden??

@frosthorn

Sie können es zwar bezeichnend finden das Männer so argumentieren aber Sie sollten deshalb nicht mit diesen Unterstellungen anfangen. Das macht die Diskussion nur unnötig aggressiv.

Im Bericht wurde schon gesagt das 6% rückläufig sind und schon nicht mehr aktuell. Es kann also gut sein das der Unterschied mittlerweile kleiner ist. Außerdem kann man von diesem Wert nicht davon ausgehen das alle Frauen 6% weniger bekommen. Diese 6% können sich auf den obersten 10000 beschränken und da haben wir dann ganz andere sorgen.^^

Das ist generell das Problem, wo kommen die Daten her? Gibt es da eine Quelle? Ich will nicht damit anfangen jetzt die Studie an sich zu hinterfragen aber das ist auch ein Punkt der gewisse Abweichungen erklären kann.

@Kigili - 16:19

"... visible angehörige der minderheitsgesellschaft mit deitscher Staatsbürgerschaft..."
Weiß nur ich nicht, wer damit gemeint sein soll!?

von frosthorn

Dass aber Top Manager wie Winterkorn etc. mit zig-Millionen pro Jahr nach Hause gehen und für Ihre Top-Fehlleistungen mit 10 mal zig Millionen in Rente geschickt werden, das regt mich auf.
Dito. Die skandalöse Vergütung eines Herrn Winterkorn rechtfertigt nicht die schlechtere Bezahlung von Frauen.
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Na ja, was Top Manager betrifft, da haben die schon ziemlich aufgeholt, wenn ich die Personalie Homann-Denhardt anschaue. Mit Ihrem 12,5 Mio Abfindung und nur € 8.000.- pro Monat Rente für 12 Monate Zughörigkeit, liegt sie doch weit unter Winterkorn!?
Wahrscheinlich ist sie unter den Managern ein Sozialfall?

Schon gehört

von dem Statistiker, der in einem Tümpel ertrunken ist der im Schnitt nur 20 cm tief ist?

Ich möchte hier nicht gegen die Gleichstellung poltern, aber
Schlagzeilen wie "21% weniger" spiegeln nicht die Realität wieder. Das ist unsachlich, und fördert damit auch keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema! Wenn man argumentieren würde, Frauen bekämen für denselben Job soundsoviel Prozent weniger, dann würde das die Tatsachen wesentlich besser repräsentieren. Dort, wo ich arbeite, bekommen Frauen das selbe Gehalt wie Männer, sofern sie vollzeit arbeiten. Aber nicht jede Frau will (sich mit) Karriere (kaputt)machen, und ich finde das sollten sie auch nicht müssen!

tariflich beschäftigte Frauen

tariflich beschäftigte Frauen bekommen das gleiche Gehalt für gleiche Arbeit und Arbeitszeit. Das lässt die Tarifordnung gar nicht anders zu. Bei AT Beschäftigung wage ich zu bezweifeln, dass hier überhaupt exakte Daten erhoben werden können. Bei AT Gehaltsumfragen gibt es auch unter Männern eine große Bandbreite von oftmals >20% für ähnliche Jobs. Da wäre eine "Frauen"Abweichung von 6% statistisch gar nicht messbar/relevant. Hier muss man aber generell auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer an solchen Umfragen bezüglich ihrer Angaben vertrauen.

Reißerische Schlagzeile

Was ist das denn für eine Überschrift? Der gesamte Artikel besagt doch, dass diese absolut irreführend und für sich allein gestellt nicht korrekt ist.
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Von guten Journalisten erwarte ich, dass sie den Kern des Artikels in einer Schlagzeile zusammenfassen anstatt irgendwelche Klischees zu bedienen.

Diskriminierung

Ganz ehrlich, wir sind uns ja wohl alle einig, dass es erschreckend ist, wenn irgendwer auf grund von Geschlecht, Rasse, usw diskriminiert wird. Ich bin sehr froh, dass endlich mal ein Beitrag mitsamt der Kommentare aufzeigt, dass der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Gesamtverdienst von Frauen und Maennern zwar weit auseianderliegt -- aber dann auch mal erklaert warum es sich dabei zum groessten Teil eben nicht um diskriminierung handelt, sondern um das Ergebnis von vielen allen Menschen individuell.

Diskriminierung ist in Deutschland verboten, und eigentlich gibt es keinen Grund, warum der 6% Anteil von *eigentlicher* Diskriminierung bleiben kann. Wer sich finanziell benachteiligt fuehlt, kann dagegen gesetzlich vorgehen. Heute, jetzt. Das sollten all diejenigen dann auch mal tun. Man kann leider nicht auf die ehrlichkeit der Arbeitgeber bauen, das funktioniert in der heutigen Welt nicht wirklich.

Maenner haben viele Risikojobs . Es ist klar, dass sie mehr verdienen.

Strukturelle Ursachen

Oft habe ich mich über pauschalisierende Meldungen geärgert, in denen undifferenziert von z. B. "21% weniger" berichtet wird. Dieser Artikel hebt sich wohltuend davon ab, indem er expilizit auch auf die strukturellen Gründe der Einkommensunterschiede eingeht.

21% weniger für den gleichen Job?

will man uns damit sagen, das Linda Zervakis 21% weniger bekommt als Jan Hofer?

Dann muss man das bei der Tagesschau schnellstens ändern.

doppelt falsch

Und wieder wird hier mit falschen Fakten Unruhe gestiftet. Ich kenne in meinem Umfeld NIEMAND der wegen seinem Geschlecht schlechter bezahlt als seine andersgeschlechtlichen Kollegen.
Im Gegenteil, in meiner Firma mit über 100 Mitarbeitern sind 60 % der Chefs (Geschäftsführer/Bereichsleiter) FRAUEN.
Dieses postfaktischen Gejammer betrifft doch nur große DAX-Konzerne mit Vorständen und Millionengehälter
EIN PROMILLEBEREICH!

@ frosthorn

"Ich finde es bezeichnend, dass hier durchweg Männer argumentieren, dass sie keinerlei Ungerechtigkeit erkennen können."

Wie ich oben bereits schrieb: es ist meine Frau, die so argumentiert. Die arbeitet im mittleren Management bei einem großen Unternehmen (mehr als 6000 Mitarbeiter) und verdient exakt das gleiche wie ihre männlichen Kollegen in ähnlicher Position. Ihre Erfahrung ist, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen oft schlechter verhandeln als Männer, was aus ihrer Sicht der wichtigste Grund für die verbleibenden sechs Prozent Unterschied bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation ist.

Das ändert sich vermutlich auch bald - früher wurden Jungen tendenziell zu mehr Selbstbewusstsein und Mädchen tendenziell zu mehr Bescheidenheit erzogen, doch heute sind diese Geschlechterunterschiede in der Erziehung kaum noch vorhanden.

@ 17:48 von purzelchen

Maenner haben viele Risikojobs . Es ist klar, dass sie mehr verdienen.

Sie scheinen noch nicht in diesem Jahrtausend angekommen zu sein? Die risikoreichsten Jobs, etwa bei der Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Straßenmeistereien oder Dachdeckerei sind längst auch mit Frauen besetzt. Ich glaube, die einzige Branche, in denen es keine Frauen gibt, ist der Steinkohlenbergbau "Unter Tage". Im Braunkohlentagebau habe ich jedenfalls auch schon Frauen gesehen.

von Witzlos2016

Frauen werden immer noch benachteiligt, sexistisch behandelt und diskriminiert. Alleinstehende steuerlich benachteiligt. Wird Zeit das Martin Schulz endlich aufräumt!

Seit 16 Jahren regiert eine Frau in Deutschland, zu merken ist davon nichts, wenn wir diesen Artikel lesen.
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Das verstehe wer will? Erst wollt ihr dass die Frauen an die Macht kommen. Jetzt seit ihr mit Frau Merkel auch nicht zufrieden und wollt endlich wieder einen Mann der endlich aufräumt.
Was wollt ihr denn jetzt?

Schlagzeile auf BILD-Niveau

Wenn man nur die Überschrift betrachtet, könnte man eigentlich von "Fake News" sprechen ^^ [Was übirgens ein heißer Kandidat fürs Unwort des Jahres ist]

Hier sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, Statistiken in ihrem jeweiligen Kontext zu betrachten. Anders als die Überschrift suggeriert, haben wir in Deutschlang eine weitestegehende Gleichbehandlung: Gleiches Geld für gleiche Arbeit, unabhängig vom Geschlecht. Bis auf diese dubiosen und nicht näher differenziertern 6%!

Was für Schlüssen man nun daraus ziehen kann?
Politisch brisante Themen sind in ihrer Darstellung oft ideologisch gefärbt.
Und Frauen möglicherweise einfach cleverer, denn Geld ist eben nicht alles.

Schlimme Ungerechtigkeit

Wie schlimm es um die Geschlechtergerechtigkeit steht, sieht man auch daran, dass viel mehr Männer als Frauen im Gefängnis sitzen. Ich plädiere auch hier für eine verbindliche Quote.

noch mal die (provokative) Frage

muss man sich wirklich mehr darüber aufregen, dass in der Überschrift andere (nicht falsche!) Zahlen auftauchen als im Artikel, als über die Lohndifferenz an sich? Wenn ich in einer Nachricht von 21 Erdbebenopfern lese, und dann ausgeführt wird, dass es 15 Verletzte und "nur" 6 Tote waren, kann ich dann sagen "was für eine reißerische Meldung, es ist doch gar nichts passiert"?
Hier schreiben so viele, dass 6% Differenz "nichts" wären, von denen wüsste ich gern mal, ob sie 6% unter Tariflohn für sich selbst für angemessen halten würden, wenn der Chef sagt "eigentlich ist das ja gar nicht weniger".
Hier werden männliche Privilegien verteidigt, das sage ich, auch wenn sich da jemand angegriffen fühlt.

Darstellung: