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Zustimmung unter Schweden?

Wenn die Mehrheit der Schweden das angeblich so toll findet und der eine Junge Mann den Dienst mit der Waffe als "Sportersatz" betrachtet, wieso gab es dann so wenige Freiwillige? Das passt nicht zusammen.

Wehrdienst ist für mich nichts weiter als Zwangsarbeit. Ich musste das selbst machen und habe es exakt so empfunden (Zivildienst). Neben Studenten, die pro Stunde 10 Euro bekamen, habe ich dieselbe Arbeit für 3-4 Euro pro Stunde leisten müssen. Körperlich anstrengende Arbeit (nix im sozialen Bereich).

Ich hätte gerne dieses verlorene 3/4 Jahr meiner Lebenszeit sinnvoll und selbstbestimmt genutzt! Wehrdienst gehört ins 20. Jahrhundert. Hätte ich nochmal die Wahl, wäre ich wegen Kriegsdienstverweigerung lieber in den Knast gegangen.

Ich hoffe, auch in Schweden verweigern möglichst viele Männer und Frauen diesen Dienst!

Und so wird es auch in

Und so wird es auch in Deutschland kommen...

Wehrplicht ist Schwachsinn

1. in der Form wie in den Bericht beschrieben, ist die Art der Einziehung unfair.
2. Es ist immer zu einen gewissen Grad Zwang dabei.

Eine einfache Lösung zur Behebung des Nachwuchsmangels wäre eine simple Gehaltserhöhung. Soldaten verdienen schlicht weg zu wenig. Für ein halbwegs akzeptables Gehalt muss man schon Offizier sein. Kaum einer nimmt die Arbeitszeiten, Umzüge zu neuen Standorten etc. für so ein mickriges Gehalt auf sich.

Sollte man in BRD auch wieder einführen

Es war nicht schlecht, als junger Bürger dieses Landes seinen Grundwehrdienst abzuleisten. Respekt und Kameradschaft waren kein Fremdwort, sowas fand man seiner Zeit bei der Bundeswehr.

Da muß man..

schon an den Geisteszustand gewisser Politiker zweifeln Junge Menschen Unfreiwillig in die Armee zu Stecken. Und dann noch das Argument der Veränderte Sicherheitslage bei nur ca. 20000 Soldaten. Da kann man nur Lachen. In jeden Fußballplatz sind mehr Menschen drinnen. Ob da 5000 mehr oder weniger sind spielt kaum eine Rolle. Zudem ist Schweden ein Nato Partner, das im Bündnisfall beiseite steht. Ich wäre ohnehin für eine rein Europäische Armee mit Stationen in jeden Land. Das würde Kosten und Material erheblich Senken. Im moment gibt die EU mehr Geld für Militärausgaben aus als der gesamte Rest der Welt.

Hat Wehrpflicht

nicht auch etwas mit Autorität zutun?!?! Ich befürchte, daß es diesbezüglich nicht unerheblich an Akzeptanz fehlen wird! Aber vielleicht ist ja die schwedische Jugend toleranter gegenüber jedweglicher Autorität als es unsere deutsche Jugend ist.

Neutralität und neue Wehrpflicht

Man stelle sich eine ot-grüne (Minderheits)Regierung bei uns vor, die zusammen mit der CDU/CSU die Wehrpflicht nach deren tatsächlicher Abschaffung - nicht Aussetzung - so einfach wieder einführte. Nota bene: eine WEHRpflicht.Es geht um mehr Soldatinnen und Soldaten, nicht um Zivildienstleistende. DIe Illusion der schwedischen Neutralität - "neutral" in einem Konflikt ist wohl derjenige, dem es egal ist, welcher der anderen am Ende gewinnt - zwingt dazu. Dennoch ist es geradezu lächerlich, wenn das vorhandene schwedische Militär von rund 25000 hauptamtlichen Soldaten plus der Hemvärn eine echte Abschreckung für Putin darstellen soll. Die Ängste aus dem Baltikum und Finnland erforderten eigentlich eine Natomitgliedschaft, die viele, darunter Rot-Grün, politisch nicht möchten. Deshalb nun eine moralstarke Selbstkräftigung.Eher eine Geste, als militärisch irgendwie sinnstiftend.

Vorbild Schweden

Die Probleme mit dem Nachwuchs bei der BW in Deutschland sind doch ganz ähnlicher Natur. Schauen wir einmal, wie lange es noch dauert, bis sich der Gedanke zur Wiedereinführung der Wehrpflicht auch bei uns herumgesprochen hat!

Sinnvoll wäre eine Wiedereinführung auch im Rahmen der Übernahme von mehr Aufgaben in der Nato in jedem Fall. Zudem bietet sich inzwischen die Chance für einen kompletten Neuanfang . Die alten Strukturen in der BW exisitieren nicht mehr, es müssen neuer geschaffen werden und damit lassen sich durch eine andere Herangehensweise den wehrpflichtigen Soldaten in ihrer Dienstzeit eher sinnvolle Ausbildungen zukommen zu lassen - anstelle des früher üblichen Gammeldienstes der W15 oder W12 in den Stammeinheiten.

Ohne Respekt und Ehrungen ...kein Soldaten

... verschärften Sicherheitslage im Baltikum, aber vor allem mangelt es der Armee an fähigem Nachwuchs.
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So sind die Entwicklungen, wenn Staaten sehr liberal und fast schon pazifistisch eingestellt sind: Es will kaum noch jemand Soldat werden.
Bei uns im Lande haben wir genau ebenfalls dieses Problem.

Auf unserem Bahnhof werden Soldaten in Dienstkleidung oft beschimpft. Das verstört mich zunehmend, zumal diese Soldaten bereit sind, ihr Leben für die Bevölkerung aufs Spiel zu setzen. Sie werden ohne Wenn und Aber oft mit rechten Gruppen gleichgesetzt und nicht selten drangsaliert.
Dieser Blick auf dienende Soldaten fördert jedenfalls nicht die Bereitschaft, sich diesem Dienst am Heimatland zu verschreiben.

Eine neue Wehrpflicht wird es daher wohl auch bei uns bald wieder geben, wie ich vermute.

Fände ich gar nicht schlecht. Schon allein für etwas mehr Disziplin unter den jungen Leuten kann es gar nicht schaden.

Eine sehr weise Entscheidung

Ein sehr weise Entscheidung, an der wir uns ein Beispiel nehmen sollten. Den Wegfall der Wehrpflicht bei uns habe ich nie verstanden. Ich glaube ungefähr an diesem Zeitpunkt setzte der Linkskurs von Frau Merkel an, der bedauerlicherweise bis heute anhält. Es ist an der Zeit, die Wehrpflicht auch hier wieder einzuführen und die CDU muss wieder konservativ werden.

Am 02. März 2017 um 17:16 von ZF10x42SB

Wie viele Wehrpflichtige, die im Plastikbeutel aus einem heiklen und umstrittenen Auslandseinsatz zurückkommen sind Ihrer Meinung "politisch verkraftbar"?

Völlig inakzeptabel!

Man stelle sich das in irgendeinem anderen Bereich vor - e.g. einjährige Zwangsverpflichtung zum Strassenputzen bei Renteneintritt weil Strassenkehrer zu schlecht bezahlt werden, oder einjähriges Pflichtjahr in Kita oder Altenheim für alle 40 jährigen Frauen weil die Einkommen im Pflegedienst zu niedrig sind. Der Aufschrei wäre groß und das zu Recht. Aber Jugendliche eine Jahr zu versklaven da haben die wenigsten Älteren ein Problem damit - pfui teufel!

Statt die Wehrpflicht abzuschaffen, ...

... hätte man damals ein verpflichtendes Jahr für alle jungen Menschen einführen sollen. Das könnte das soziale Jahr sein, oder Dienst bei Bundeswehr, Feuerwehren oder THW sein.
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Ein Jahr Dienst fürs Land kann man von jedem jungen Menschen verlangen.

@um 17:10 von rizzo

Dennoch ist es geradezu lächerlich, wenn das vorhandene schwedische Militär von rund 25000 hauptamtlichen Soldaten plus der Hemvärn eine echte Abschreckung für Putin darstellen soll.
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In einem etwas älteren Artikel (Militärausgaben in der EU) aus dem Jahre 2007, hatten wir die Militärausgaben der einzelnen Mitgliedsländer der Europäischen Union den Militärausgaben der USA gegenübergestellt und dargelegt, das die EU, mehr als 200 Milliarden Euro jährlich für Militär ausgibt (damals ungefähr 50% des US-Militärbudgets).
Insgesamt dienen ungefähr 1,825 Millionen Soldaten in den Armeen der Eu-Mitgliedsländer. In der folgenden Statistik kann man daher entnehmen, das die Eu-Staaten, theoretisch über die 2. grösste Armee der Welt verfügen.

Russland hat ca 1.037.000 Soldaten.

@yolo

"Dieser Blick auf dienende Soldaten fördert jedenfalls nicht die Bereitschaft, sich diesem Dienst am Heimatland zu verschreiben."

Ein Dienst am Heimatland wäre es wenn der Einsatz dem deutschen Volk zugute kommen würde - z.B. Grenzsicherung. Davon kann aber nun zurzeit wahrlich nicht die Rede sein.

@um 17:32 von julesv

Aber Jugendliche eine Jahr zu versklaven da haben die wenigsten Älteren ein Problem damit - pfui teufel!
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Wollen Sie denn einen Staat, der völlig schutzlos ist?
Wollen Sie einen Staat, in dem die Greise das Gewehr zur Selbstverteidigung tragen und mit ggf etwas motorischen und geistigen Alterserscheinungen daher kommen?
Wollen Sie keine Armee, sondern gemäß einer Anarchie, jedem selbst die Gegenwehr zugestehen?

Dann hätten wir Chaos.
Jeder muss einen Beitrag zur Funktionalität eines Staates beitragen, wenn er die Früchte daraus nutzen möchte.
Es gibt nichts zum Nulltarif.
Nur mit Träumen und frommen Wünschen kommen wir keinen Deut weiter, wie ich fürchte.
Und ein Jahr Wehrdienst ist nun auch kein Drama. Ungemütlich wird es nur für Langschläfer, Faule und Menschen, die sich nicht unterordnen können.
Davon haben wir inzwischen ja ohnehin zur Genüge, wie sich auch schon aus der Wirtschaft zeigt.

Wieweit sollte man mit Ihrer Einstellung kommen?

Wehrpflicht?

naja, von Wehrpflicht kann da wohl nicht so richtig geredet werden...erst mal Fragebögen verschicken mit dem Wunsch, Schulbildung und gewisse persönliche Neigungen offenzulegen und dann auf Grund dieser Angaben mal nachzufragen ob man denn gerne zum Militär möchte.....

Wehrpflicht als wirkliche Pflicht für junge Menschen ergibt Sinn, einige Monate für das Land "opfern", als Soldat oder Zivi. Eine Wehrpflichtarme generiert über viele Jahre Reservisten, welche im Verteidigungsfall zum Eingreifen herangezogen werden können, die Durchmischung einer Armee mit Menschen unterschiedlicher Bildung/Ausbildung/Werteverständnis gibt doch ein Abbild des Landes welches verteidigt werden muss!
Und noch ein Wort an User Erich Kästner:
zu meiner Wehrdienstzeit gab es nicht 3-4€ pro Stunde, da gab es 3 DM pro Tag.
Und gerne bin ich 1971 auch nicht eingerückt, aber habe es nach den damals geltenden Gesetzen als meine Pflicht als junger Staatsbürger empfunden, 18 Monate meines Lebens für D zu opfern.

Und das,

wo in letzter Zeit nicht mal ein russisches U-Boot erfunden wurde. Haben Militärs irgend einen genetisch definierten Schaden, dass es ohne Feindbild nicht läuft?
Im Baltikum marschiert unprovoziert die NATO auf und (neutral!) schwedische Generäle brauchen mehr Soldaten? Oder hat unser Mainstream die Ausrede Baltikum nur hineininterpretiert?

Schweden führt Wehrpflicht wieder ein.....

Das ist sicher eine Steilvorlage auch für Bellizisten in Deutschland,in der FAZ forderte ein Edeljournalist schon ähnliches.

Also kann man davon ausgehen,daß über kurz oder lang das Elend für viele wie in den 70er oder 80er Jahre zurückkehren.
Für den Zwangsdienst können nur Leute sein,die entweder keine Ahnung davon haben,oder Masochisten sind,oder gesellschaftlich janz weit oben sitzen.

@rig2016 Das sehe ich

@rig2016
Das sehe ich genauso.
Es würde sicher niemandem schaden. Im Gegenteil.

@rig2016

"Ein Jahr Dienst fürs Land kann man von jedem jungen Menschen verlangen."

Nur weil die Älteren keine vernünftigen Gehälter für Pflegepersonal in Rentenheimen, Krankenhäusern und Kitas zahlen wollen sollen junge Menschen ein Jahr versklavt werden?
Wenn schon dann sollten auch alle diejenigen Erwachsenen, die kein Zwangsjahr verrichtet haben (und das ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung!), ebenfalls zwangsverpflichtet werden!

@erich kästner 16.52

Sehen Sie, das ist einer der Unterschiede zwischen uns: ich habe auch verweigert und das noch mit Allem drum und dran, also Gewissensprüfung und hochnotpeinlicher Befragung. Mein Zivildienst ging noch wesentlich länger und ich habe ihn gerne geleistet und fand die Zeit keine "gestohlene Zeit". Die Gesellschaft hat mir nämlich gute Ausbildungsmöglichkeiten gegeben und ich konnte der Gesellschaft etwas geben.
Und zur Wehrpflicht: Mir ist die Idee vom Staatsbürger in Uniform als demokratische Armee lieber als eine Berufsarmee.

Am 02. März 2017 um 17:16 von ZF10x42SB

Zitat: "... setzte der Linkskurs von Frau Merkel an, der ... und die CDU muss wieder konservativ werden."

Sie sind wohl auch einer derjenigen, die nicht wissen, was "links" ist. Man kann Frau Merkel viel vorwerfen, aber nicht, dass sie "linke" Politik macht.

Wie wäre es damit, das sie liberale, teilweise leider sogar neoliberale Politik macht?
Auch ich wäre froh, wenn die CDU wieder konservativ werden würde, denn nicht alles, was heute als veraltet abgetan wird, ist schlechter als die neuen "Lösungen".
Das gilt auch für die Wehrpflicht und den eigentlichen Aufgabenbereich der Bundeswehr.

Naja.....

Wenn die Schweden meinen es hilft. Sollen sie es machen, ich würde mich auf jedenfall nicht einziehen lassen. Wieso auch? Meinem Land diene ich in dem Jahr durch Steuerausgaben vermutlich viel mehr....und einen Nutzen im Verteidigungsfall hätte ich bei den Potenziellen Gegnern wahrscheinlich auch nicht.

Wehrpflicht. Ein antiquiertes Relikt aus einer antiquierten Zeit. Damals noch Sinnvoll, Heute höchstens noch zur gängelung geeignet. Vermutlich darf man dann auch noch einige Jahrzehnte als Reservist dienen, nur für den Fall der Fälle.

Nein danke. Dann hebt lieber die Gehälter an, kommt vermutlich auch der Qualität zugute...Wehrpflicht hat für mich einfach den beigeschmack des Schanghaiens, selbst mit der Option auf Ausweichdienste.

@rig2016

"Ein Jahr Dienst fürs Land kann man von jedem jungen Menschen verlangen."

Nein, kann man nicht. Das ist Zwang und nichts sonst. Als junger Mensch ist man seinem "Land" nichts, aber auch gar nichts schuldig. Jeder hat Eltern, die durch Steuern schon ihren Beitrag geleistet haben. Und man selbst wird genauso Steuern zahlen. Damit ist die Schuldigkeit getan! Statt schlecht bezahlte "Freiwilligendienste" sollte man die Leute lieber für ihre Arbeit ordentlich bezahlen. Dann gäbe es auch keinen Mangel. Und wenn niemand den Kriegsdienst absolvieren will, dann ist das deren freie Entscheidung.

Es gibt keinen Grund und keinen Sinn, Menschen zu bestimmten Arbeiten zu zwingen. Weder zu einem Dienst an der Waffe noch zu zivilen Aufgaben. Wir leben in einer freiheitlichen Gesellschaft, wo jeder seinen eigenen Weg finden darf.

keine gute Sache

Wer mal Wehrpflichtiger war und den Militärdienst gezwungen ableiten musste, der weiß, was es für ein Unsinn ist, eine Wehrpflicht zu haben. Es sind ja die finanziellen Aspekte, die dahinter stehen, nichts anderes. Die Berufsarmee kostet zu viel. Aber Wehrpflichtige kosten auch und sind völlig unmotiviert. Wenn man in einer Berufssparte keinen geeigneten Nachwuchs bekommt, dann hat das seine Gründe, aber die will natürlich keiner nennen. Ein Grund ist sicherlich, dass man glaubt, dass jeder Abitur machen und studieren können muss. Das funktioniert aber nur, wenn man die Leistungs-Anforderungen dafür auf ein unteres Niveau runterschraubt. Man muss den Soldaten-Beruf attraktiv machen, wie das bei Bäckern auch sein muss. Ein Berufssoldat vermittelt mir mehr Sicherheit als 10 zwangsrekrutierte, kurzweilig ausgebildete und unmotivierte Wehrpflichtige. Es liegt wie häufig am System, an den Finanzen und eigentlich nicht am Interessentenpotential, da werden die eigentlichen Gründe verkehrt.

@um 17:31 von Troll-Grill

Wie viele Wehrpflichtige, die im Plastikbeutel aus einem heiklen und umstrittenen Auslandseinsatz zurückkommen sind Ihrer Meinung "politisch verkraftbar"?
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Für Auslandseinsätze meldet man sich bei uns immer noch freiwillig und mit der Unterschrift einer Erklärung, der eine Aufklärung vorausgegangen ist.
Soldaten sind sich ihres Risikos bewusst.

Und eine Wehrpflicht auf Zeit, verlangt von keinem Soldaten, sich an Kampfeinsätzen zu beteiligen.
Fragen Sie doch mal lieber anders herum:
Wieviele Soldaten braucht es, um Ihr persönliches Leben zu schützen, oder ihr Heimatland, oder ihre Familie?

Ich bin dankbar, dass sich Menschen für diese Tätigkeit einsetzen.

Ja

Finde ich Gut und Richtig.
Leider hat sich die allgemeine Lage verschlechtert.
Die Demokratische Freiheit muß verteitigt werden. Nur mit schönen Worten klappt dies nicht. (Traumwelt)

@julesv

"Völlig inakzeptabel! Man stelle sich das in irgendeinem anderen Bereich vor - e.g. einjährige Zwangsverpflichtung zum Strassenputzen" Am 02. März 2017 um 17:32 von julesv

Der Vergleich ist daneben.

Man kann zwar darüber diskutieren, ob Wehrdienst in der Form noch sinnvoll ist, aber es ist und bleibt eine Ausbildung und keine Arbeit.
Für eine Ausbildung bezahlt man. (Ja, in diversen Vereinen und privaten Schulen werden Kampfsportarten unterrichtet.)

Die Frage ist eher die: Was hat die Gesellschaft davon, dass es Wehrdienst gibt?

Ps. Dass man auch als junger Mensch etwas zurück geben kann, nachdem man umsonst die Schule besuchen dürfte und medizinisch versorgt wurde ist eigentlich selbstverständlich. Und wenn Straßen zu putzen sein muss, dann ist es eben Straßenputzen (machen vielerorts auch Freiwillige).

Es gibt in viele n Bereichen Ehrenamtliche in Deutschland, auch junge Leute. Man könnte auch das anerkennen.

17:32 von julesv

sie haben ja ein sehr schiefes Bild von Sklaverei vs Leistung für das Gemeinwesen.
Ein Dienst, ob im sozialen oder auch militärischen Bereich für ihr Land kommentieren sie mit "pfui teufel"?

@MUJO

" Zudem ist Schweden ein Nato Partner, das im Bündnisfall beiseite steht" Am 02. März 2017 um 17:03 von MUJO

"Partner" sind auf gleichem Niveau.

Wenn einer sitzt und andere für sich machen lässt, dann ist es kein Partner.

Verschärfte Sicherheitslage?

Hier wird ein Konflikt herbeigeredet und nicht über Dialog beigelegt, dass erwarte ich verdammt noch mal von den politisch Verantwortlichen. Und erzählt mir keiner, "aber mit dem Putin kann man doch nicht verhandeln." Nein? Die Bestrebungen der westlichen Scharfmacher gehen auch in eine ganz andere Richtung. Traurig wenn unsere Kinder wieder verheizt werden sollen, von unseren Volksvertretern. Aber wie fragte schon Dieter Hildebrandt: Was verkauft ein Volksvertreter?

Hoffentlich gibt es

so viele Ausnahmen wie in Deutschland früher wo man sich drücken konnte.
Die Jugend ist nicht mehr ganz so dumm wie früher, und Lust auf Tarnfleck ist wohl allen vergangen die Gedient haben, verlorene Zeit im Leben.

Gruß

Hintergedanke

Hmmm ...

Nur mal ein Gedanke: In der Online-Ausgabe des Bayernkuriers gab es vor kurzem (13.02.) einen Artikel "Mehr Gewalt, weniger Polizei", der die zunehmende Unzufriedenheit der schwedischen Polizei, die damit einhergehende Kündigungswelle und den daraus resultierenden Personalmangel thematisierte.

Ein Zitat: "20.000 Beamte zählte Schwedens Polizei 2014 und war damit im Verhältnis zur Bevölkerungszahl eine der kleinsten Polizeidienste in Europa. Jetzt sind es wohl nur noch 18.000 Beamte. Einem Polizeisprecher zufolge bräuchte das Land etwa 50 Prozent mehr Polizisten, berichtet der Österreichische Rundfunk. Aber stattdessen schrumpft die Polizeitruppe weiter. Die Vorsitzende der Polizeigewerkschaft warnte schon vor einem „Massen-Exodus“."

Ob die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Schweden vielleicht auch damit zusammenhängt? Schließlich kennen nicht alle Staaten unser Verbot, die Armee auch im Inneren einzusetzen. Wie steht es da mit Schweden?

MfG A.

@deutlich

"Mir ist die Idee vom Staatsbürger in Uniform als demokratische Armee lieber als eine Berufsarmee."

Tja, und mir ist gar keine Armee lieber. Schweden wird von keinem Land der Welt bedroht, genauso wenig wie Deutschland. Die Angst vor Russland ist unbegründet. Schweden liegt ja nicht mal an der russischen Grenze.

"Mein Zivildienst ging noch wesentlich länger und ich habe ihn gerne geleistet"

Das ist schön. Dann gibt es auch keinen Grund, einen Freiwilligendienst abzulehnen für Sie, oder? Wer das machen möchte, soll es tun. Niemandem wird das verboten. Aber wer es nicht tun möchte, der soll auch nicht gezwungen werden. Bisher habe ich noch nirgends Argumente dafür gehört, dass der Zwang zum Dienst irgendwelche Vorteile hätte. Die Nachteile hingegen habe ich selbst erlebt.

Da es ja unerwünscht zu sein scheint...

auf die tatsächliche Stärke der russischen Armee einzugehen, nur so viel.
Es gibt eine interessante Verschwörungstheorie um den Mord an Olof Palme, der die Militarisierung von Schweden und die Rolle, die maßgebliche Kreise in der schwedischen Marine dabei spielten ablehnte.

Rot-grüne Minderheitsregierung....

Dass es gerade eine rot-grüne Regierung ist, macht die ganze Sache noch schlimmer. Was soll an einer Wehrpflicht sozial oder ökologisch sein? Nur eine Reduktion der Truppenstärke wäre vernünftig!

nochmal @deutlich: "ich habe auch verweigert und das noch mit Allem drum und dran, also Gewissensprüfung und hochnotpeinlicher Befragung."

Aus der Wortwahl wird ja schon deutlich, dass Ihnen das offensichtlich keinen Spaß gemacht hat. Wieso sollte man sich dafür rechtfertigen, nicht zur Waffe greifen zu wollen? Ich fand diese Zwangsleibesvisitation, Zwangsrechtfertigung und den Zwangsdienst jedenfalls zutiefst undemokratisch. Und in Schweden scheint es so zu sein, dass man diese Wahl (Zivildienst) überhaupt nicht hat. Jedenfalls lese ich davon nichts im Artikel. Aber selbst wenn doch, wäre das aus o.g. Gründen strikt abzulehnen.

Am 02. März 2017 um 18:12 von Erich Kästner

War die Zeit vor 2010 keine " Wir leben in einer freiheitlichen Gesellschaft, wo jeder seinen eigenen Weg finden darf." keine solche Gesellschaft ?.
Ich bin ganz sicher gegen Wehrdienst, weil 1 Jahr auch viel zu wenig wäre bei heutiger Technik.

Aber Ihren Satz kann so nicht unterschreiben.

Gruß

20:01 von Erich Kästner

Rot-grüne Minderheitsregierung....

Dass es gerade eine rot-grüne Regierung ist, macht die ganze Sache noch schlimmer. Was soll an einer Wehrpflicht sozial oder ökologisch sein? Nur eine Reduktion der Truppenstärke wäre vernünftig!

nochmal @deutlich: "ich habe auch verweigert und das noch mit Allem drum und dran, also Gewissensprüfung und hochnotpeinlicher Befragung."

Aus der Wortwahl wird ja schon deutlich, dass Ihnen das offensichtlich keinen Spaß gemacht hat. Wieso sollte man sich dafür rechtfertigen, nicht zur Waffe greifen zu wollen? Ich fand diese Zwangsleibesvisitation, Zwangsrechtfertigung und den Zwangsdienst jedenfalls zutiefst undemokratisch. Und in Schweden scheint es so zu sein, dass man diese Wahl (Zivildienst) überhaupt nicht hat. Jedenfalls lese ich davon nichts im Artikel. Aber selbst wenn doch, wäre das aus o.g. Gründen strikt abzulehnen.
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Gewissen können Sie in der Politik auch MInderheiten verordnen.

Der Wehrdienst war gut!

Ich habe meinen Wehrdienst anfang der 90er abgeleistet. Vielen meiner Kameraden hat es nicht geschadet, waren sie wohl das erste mal ein paar Tage weg von Mutti und mussten selber einen Schrank einräumen, und Schuhe putzen, uiuiui. Der Ansatz, die Soldaten der Bundeswehr sollen aus der Mitte der Gesellschaft kommen, war und ist gut. Nur im Ausland hat kein Wehrpflichtiger was verloren! Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt in Deutschland, erst seit sich das linke Gedankengut immer mehr durchsetzt wird es mir unheimlich in diesem Land!

@wenigfahrer

Das war eine überfällige Korrektur damals. Die Wehrpflicht war schon immer aus diesen Gründen zu kritisieren und hat nicht zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung gepasst. Dass man sie erst so spät abgeschafft hat, bedeutet nicht, dass sie dazu gepasst hätte, sondern dass man einfach 50 Jahre geschlafen hat und der Widerstand sich erst langsam aufbaute.

@julesv 17:56

"...Wenn schon dann sollten auch alle diejenigen Erwachsenen, die kein Zwangsjahr verrichtet haben (und das ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung!), ebenfalls zwangsverpflichtet werden!..."
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Ich gehöre einer Generation an, in der jeder junge Mann entweder Zivieldienst oder Wehrdienst leisten "musste". Es hat a) niemandem geschadet und hat -zumindest beim männlichen Teil der Bevölkerung- die Mehrheit betroffen. Dass junge Frauen noch nie irgendeinen Dienst leisten mussten fand ich damals schon ungerecht.

Das würde uns auch ganz gut

Das würde uns auch ganz gut tun, allerdings nur in Zusammenhang mit einem klaren Verteidigungsauftrag an den deutschen Grenzen und einem stark überarbeiteten Ausbildungsprogramm.

Kampf-Bereitschaft muss absolut freiwillig sein.

Kein Volk, keine Gemeinschaft hat das Recht irgendjemanden unter Druck zu setzen um das Handwerk des Soldaten zu erlernen und auszuführen.

Wäre ich unter Umständen noch bereit mich ganz und gar freiwillig an Verteidigungsmaßnahmen zu beteiligen, so würde ich mich gegen eine Zwangsverpflichtung mit absoluter Totalverweigerung wehren.

@rig2016 17:33

"Ein Jahr Dienst fürs Land kann man von jedem jungen Menschen verlangen." Wenns etwas sinnvolles wäre, absolut. Ich bezweifle allerdings, dass ein hochmoderne Armee mit "Gepressten" (Ausdruck aus der Schiffart des 19.Jah) gut bedient ist. Ich kann mich noch gut an meine Bundeswehrzeit erinnern: Damals schärfte man uns ein auf unsere Landsleute in Ostdeutschland zu schiessen. Ob das gut war, angesichts so einiger Spitzenpolitiker im vereinten Deutschland, oder nicht, darüber erspare ich mir hier den Kommentar. Das einzige was die BW bei mir bewirkt hat ist, dass ich von einem grünen Pazifisten zu einem mitte-rechten Waffenbesitzer mutiert bin, der auch bereit ist zu Selbstverteidigungszwecken seine Waffe auch im Privatem zu benutzen. Insofern war die BW-Zeit gut für mich. Als logische Konsequenz sollte man dann auch den privaten Waffenbesitz in Europa erleichtern.

Gruss aus Brasilien

Mit welchem Recht?

Mit welchem Recht fordert man von anderen Menschen Waffendienst? Pfui.

Jeder der freiwillig zum Militär geht,

hat überhaupt nichts begriffen, und ein Land, das Menschen dazu zwingt für so etwas wie Militär zu arbeiten schon garnicht.

Gundwehrdienstleistende

Bitte beachten Sie, dass "Wehrpflichtige" ( juristisch richtig für das was Sie meinen ist "Grundwehrdienstleistende", da alle Soldaten rechtlich gesehen wehrpflichtig sind) nie in Auslandseinsätze geschickt wurden und dies aus bei Wiedereinführung nicht der Fall wäre, Somit erübrigt sich Ihre Frage an mich.

schöne Idee

bis vor kurzem waren wir eigentlich nicht daran interessiert, beim Militär selbst stark zu sein.
Insofern könnte man fast behaupten wir haben die letzten 50 Jahre alles richtig gemacht.
Aber was insofern die letzten 50 Jahre richtig war, ist es jetzt nicht mehr, da sich die Sicherheitslage verändert und wir wirklich handlungsfähig werden müssen.
Die Wehrpflicht ist also in keinem Fall das Mittel der Wahl für eine leistungsfähige Armee.

Geben und Nehmen

>Kein Volk, keine Gemeinschaft hat das Recht irgendjemanden unter Druck zu setzen um das Handwerk des Soldaten zu erlernen und auszuführen.<

Sg Robert97,

in letzter Konsequenz bedeutet dies aber, dass, wer sich dem Willen der Gemeinschaft zu einem wie auch immer gearteten "Kampfdienst" widersetzt, von dieser Gemeinschaft auch nicht erwarten darf, von ihr beschützt zu werden.

Wie kann ich erwarten, dass andere ihr Leben für mich riskieren, wenn ich nicht bereit bin, eine adäquate Gegenleistung zu erbringen?

MfG A.

Was bin ich froh,

das ich meinen Wehrdienst bis zum äußersten herraus zögern konnte.
Bis zuletzt, wo mein Chef sogar eine Unabkömmlichkeit erklärt hatte.
Am Ende konnte ich mich komplett freistellen, auf Grund einer Gesetzmäßigkeit.
Ich hoffe für alle jugen Männer, dass ihr in der Zukunft eure Zeit nicht beim Wehrdienst verschwenden müßt.
Wer möchte, soll er doch unsere Grenzen in Afghanistan verteitigen!

Hoffentlich keine verlorene Zeit.

Nicht nur Schweden fuehrt die Wehrpflicht ein, auch einige andere Laender, so auch die Niederlanden. Nachdem man fast 30 Jahre das Militaer, Berufsarmee, vernachlaessigt hat, muss jetzt mit Milliarden Zusatzaufwand alles wieder neu eingerichtet werden. Mir waere lieber die Schulen und Lehrkraefte wuerden auf Fordermann gebracht. Bin gespannt nicht ob, sondern wann in Deutschland das Gleiche kommt. Ich hoffe man macht die Wehrplicht dann besser als damals, es war verlorene Zeit.( Eine Frage , was ist mit Amerika ?)

@Australitis

...Jeder der freiwillig zum Militär geht,
hat überhaupt nichts begriffen, und ein Land, das Menschen dazu zwingt für so etwas wie Militär zu arbeiten schon garnicht...

Man stelle sich vor ein grünes Männchen steht mit einer AK47 vor Ihrer Familie, und es gibt niemanden der freiwillig (oder unfreiwillig) etwas dagegen unternimmt!
Das könnte täglich nur ca. 2000km von hier passieren! In den 90ern war es noch sehr viel näher! Mit Ihrer Einstellung retten Sie nichts und niemanden, nichtmal sich selbst wenns darauf ankommt....

20:46 von Robert97

"Kein Volk, keine Gemeinschaft hat das Recht irgendjemanden unter Druck zu setzen um das Handwerk des Soldaten zu erlernen und auszuführen"....ok, die Wahrscheinlichkeit, dass D sich militärisch verteidigen muss spielt wohl nur in den feuchten Träumen der Nato-Strategen eine Rolle, aber....
wenn es denn eine Verpflichtung gäbe dass man Bürger für eine Zeit z.B. zum Dienst bei der Feuerwehr verpflichten würde.....
und wenn ihr Haus dann brennt, würden sie die Hilfe der Feuerwehr dankend ablehnen?
oder ihr Haus wäre von einem Hochwasser betroffen....Hilfe durch die BW wäre ihnen unwillkommen?

Nachwuchs kommt...

auch so nicht....fähige Menschen halten die Wehrpflicht nur für lästig...

Verteidigung

Nach über 70 Jahren Frieden in (fast ganz) Europa sind wir geneigt, dies als Normalzustand anzusehen. Aus weltgeschichtlicher Perspektive leben wir aber in einer selten glücklichen Epoche, und es gibt keine Garantie, dass sie auf ewig andauert - wie uns jetzt, wo es an etlichen Seiten ungemütlich wird, so langsam wieder ins Bewusstsein dringt.

Eine Gemeinschaft kann sich in ruhigen Zeiten mit minimalem Aufwand Sicherheit verschaffen; werden die Zeiten unruhiger, muss sie die Fähigkeit zur Selbstverteidigung entwickeln, sonst setzt sie sich der Gefahr des Untergangs aus.

Selbstverteidigung bedeutet aber auch, bewaffnete Kräfte - Soldaten - aufzustellen, sie auszubilden und auszurüsten. Wo kommen diese her? Hat die Gemeinschaft Glück, finden sich genügend Freiwillige, die aus Draufgängertum, Abenteuerlust, Loyalität, Überzeugung, ... Soldaten werden. Was aber, wenn sich diese Leute nicht in ausreichender Zahl finden?

MfG A.

@ Asparagus

"in letzter Konsequenz bedeutet dies aber, dass, wer sich dem Willen der Gemeinschaft zu einem wie auch immer gearteten "Kampfdienst" widersetzt, von dieser Gemeinschaft auch nicht erwarten darf, von ihr beschützt zu werden.

Wie kann ich erwarten, dass andere ihr Leben für mich riskieren, wenn ich nicht bereit bin, eine adäquate Gegenleistung zu erbringen?"

Ja, hier stimme ich Ihnen zu. Wir sollten dennoch einander zugestehen entweder aus Überzeugung zu zu kämpfen oder aus Überzeugung andere Lösungen anzustreben.

Die wirklichen Feinde sind zu meist nicht die ebenfalls gezwungenen Soldaten des Gegners, sondern die Führer auf beiden Seiten.

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