Kommentare

Sollte man bei einer gepflegten Statistik

nicht auch die Todesfälle hinzurechnen, die durch Luftverschmutzung der Autos entstehen?

Klar ist das schwierig, das statistisch zu erfassen. Weil wo ist es ganz eindeutig, dass die alten Diesel-LKWs und PKWs (noch mal an dieser Stelle: danke an Dobrindt und seine Lobbyisten) wirklich den oder die Tote auf dem Gewissen haben?

Aber eine 2. Statistik, in die man die Zahlen der Ärzte mit einspielt, fände ich auch nicht schlecht.

Und sei es nur um die Lobbyisten auf Trapp zu halten, die dann wieder bei den Politikern intervenieren müssten, diese 2. Statistik wieder zu schließen.

Bezeichnend, dass in den

Bezeichnend, dass in den Sommermonaten die Unfallstatistik immer wieder Jahr für Jahr die Unfallspitzen aufweist.
de.statista.com/statistik/daten/studie/161724/umfrage/verkehrstote-in-deutschland-monatszahlen/
Das lässt den Rückschluss zu, dass dann die Menschen unvorsichtiger werden und die Raser wieder Saison haben.
Das beobachte ich in unserer Dorfstraße auch.
Dann heizen sie mit Karacho ins 30kmh-Dorf und schießen um die Kurven mit offenem Fenster, lauter Musik und hohem Testosteron-Spiegel.
Kinder und Tiere sind da oft machtlos.
Die Polizei tut nur wenig dagegen.
Die hat jetzt anderes zu tun.

Unfallstatistik

Die Zahl der Sachschäden ist gestiegen. Woran liegt das nun ? Daran, dass die Leute nicht mehr fahren können oder daran, dass der Verkehr ansteigt ? Beides ?

Die Zahl der Unfalltoten sinkt. Das liegt - u.a.- auch an den verbesserten Sicherheitssystemen und Massnahmen in den Pkw - sofern sie denn benutzt werden und nicht zuletzt auch - an den besseren medizinischen Versorgungsmöglichkeiten für Unfallopfer.

Die Zahl der bei Unfällen getöteten Radfahrer steigt: Das hat unterschiedliche Ursachen. Zum Einen eine gestiegene Verkehrsdichte auch in den Städten. Das hängt aber auch mit der Bauweise von Fzg zusammen- SUV sind für Radfahrer und Fußgänger bspw. "ungünstiger", weil die Kräfteverteilung bei einem Aufprall auf die hier hohe und breite Fahrzeugfront eine andere ist. ( Verletzungsmuster ungünstiger )

Hinzu kommt dann noch - leider - auch bei "Radlern" eine immer wieder zu beobachtende Ignoranz für Verkehrsregeln, die eigentlich auch IHREM Schutz als schwächere VT dienen sollen.

Wirklich weniger Tote?

So schön es ist, das es weniger Verkehrsopfer gibt. Die gestiegene Zahl der Unfälle sagt uns aber auch, das die Verkehrsdisziplin immer weiter in den Keller geht, was auch jeder bejahen kann, der mal ein Stück Autobahn, oder auch nur in der Stadt fährt. Es stellt sich aber auch die Frage, wie viel Menschen durch die Luftverschmutzung erkranken oder gar sterben, die auf das Konto von Dieselfahrzeugen gehen, deren Emissionswerte von Teilen der Autoindustrie in betrügerischer Absicht nach unten gerechnet wurden. Wenn diese Zahl dazu gerechnet wird, was zugegebener Maßen sehr schwierig ist, würde die Statistik wohl ganz anders aussehen.

10:38 von diapir

"Hat diese Ignoranz zugenommen? Nur um die Liste Ihrer vermuteten Zunahmen mal fortzuführen: Ignoranz der Autofahrer?, Handy-/Smartphone-Nutzung am Steuer?, Stressbelastung an den Arbeitsplätzen?, Autofahrer aus Ländern, in denen Fahrradverkehr keine (große) Rolle spielt?, etc.pp."

Oh, keine Sorge, die von mir benannte "Ignoranz von Verkehrsregeln " betrifft keineswegs nur Radfahrer - sie ist meines Erachtens nach bei ALLEN VT zu erkennen, egal ob Schwerlast-, Last -, Pkw-, Fahrrad- oder Fußgängerverkehr.

Das " Jeder ist sich selbst der Nächste" - und die inzwischen immer öfter zu beobachtende Wahrnehmung einer Ablehnung der Eigenverantwortung für eigenes Handeln, das auch Dritte negativ beinflussen kann ( Rasen, Drängeln, Rote Ampeln ( alle VT ) , Handy am Steuer, beim Radeln oder beim Überqueren der Straße vorm Gesicht ...die Liste könnte ewig weitergehen ) zeigt nicht nur in anderen Bereichen, sondern auch im Straßenverkehr "Wirkung".

Wider dem Diesel-Bashing

Schön, dass hier einige Kommentatoren die Toten durch Luftverschmutzung mit in die Unfallstatistik mit einbeziehen wollen. Nur verstehe ich an dieser Stelle nicht, wie man es rational bewerkstelligen soll, den statistischen Toten durch Autoabgase von einem statistischen Toten durch Holzkaminabgase zu differenzieren?

Oder ist der Tote durch "Wohlige Wärme" hinzunehmen, während der Tote durch "Betrügerische VW-Dieselmonster" ein armes, vermeidbares Opfer darstellt?

Töten Busse und Diesel-Regionalbahnen wegen ihres deutlich größeren Ausstoßes nicht noch mehr Menschen? Sollte man zu deren Schutz nicht den ÖPNV grundsätzlich einstellen? Diese Gedanken könnte man bis in das Absurdeste weiter treiben. Eventuell sollte man sich auf das wesentliche Konzentrieren und versuchen, die Gründe für die Zunahme von Unfällen zu finden (Demografischer Wandel?).

Da hat jeder recht, aber

außer Frage steht das die Umweltbelastung durch die fossilen Energieträger das größte Gesundheits- und Sterberisiko für die Menschen bedeutet. Das wird wohl weißlich in keiner Statistik erfasst. Ohne den massiven Druck durch die Bevölkerung auf die Regierenden werden dem Gemeinwohl dienenden und damit den Menschen, unterdrückte und in Konzernsafes weggeschlossene Patente und Verfahren die eine umweltneutrale, elektrische Fortbewegung ermöglichen nicht zur Verfügung stehen.
Die Statistik, wie auch immer geföhnt und geschönt kann man nicht atmen.

Mehr Unfälle - weniger Tote

Und immer wieder müssen auch unschuldige Menschen an der ungezügelten Raserei und am Alkohol- und Drogenkonsum von Kraftfahrern leiden, weil die sich nicht an die Verkehrsregeln halten können. Und auch bei Radfahrern beobachte ich, dass sie zum Teil auf der falschen Seite fahren, obwohl die Verkehrsschilder eindeutig das Rechtsfahren vorschreiben.

10:53 von Astrominer Wider dem Diesel-Bashing

Gute antwort und volle Zustimmung.
Ist schon erstaunlich wie Kommentatoren sich auf das Pferd lupfen lassen und:
VW, Dobrindt, Dieselgate in Zusammenhang bringen und dabei die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte außer Acht lassen.
Dann haue ich eine Satire drauf: In BW verdienen die Menschen dank Automobile so gut, dass die Ernährung besser wurde und die Menschen in BW älter als anderswo werden.....

@Astrominer

"Töten Busse und Diesel-Regionalbahnen wegen ihres deutlich größeren Ausstoßes nicht noch mehr Menschen? Sollte man zu deren Schutz nicht den ÖPNV grundsätzlich einstellen?"
Den öffentlichen Nahverkehr einstellen? So ein Unsinn! Elektrisch betriebene Straßenbahnen und mit Erdgas betriebene Busse, die es in vielen Städten gibt, sind wesentlich umweltfreundlicher, als der PKW-Verkehr, in dem oft nur eine Person fährt.
Glücklich sind die Städte, die ihren O-Bus- und Straßenbahnverkehr behalten haben, andere bauen ihn wieder auf. Und Diesel- bzw elektrisch betriebene Regionalbahnen im Umland der Städte erzeugen weniger Unfälle und weniger Umweltschäden.

Jeder Tote ist zuviel - trotzdem ist es eine gute Nachricht

Aha. Laut Spiegel war zuvor von 2013 auf 2014 die Anzahl der Toten gestiegen, 2015 gab es dann 100 Tote mehr als im Jahre 2014. Ein weiterer Aspekt: Als Verkehrstoter wird nur derjenige gezählt, der innerhalb von 30 Tagen nach einem Ereignis, z.B. Verkehrsunfall, verstirbt. Alle, die länger überleben, aber letztlich doch sterben, werden nicht als Verkehrstote gezählt. In meiner Heimatstadt Bremen stieg die Anzahl der Toten von 2014 auf 2015 um 17,4%. Alles laut Spiegel vom 25.2.2016.

@11:24 von pkeszler

besonders viele Tote werden durch Straßenbahnen verursacht, wegen des langen Bremsweges der Bahnen.
Die Schuld wird natürlich immer den Fußgängern und Radfahrern zu geschoben.

Immer noch nicht geschnallt?

Daß der Tod unabwendbar ist?
Wie und wann der Sensemann abruft, bestimmen nicht wir. Der Mensch selber hilft ihm bei diesen Aktionen jedoch immer seltener. Wo einst mit Macht Krankheiten und Kriege gewütet haben, sind es in doch mit verminderten Ergebnisse die technischen und pharmazeutischen Neuheiten, mit denen Leben teilweise um viele Jahre verlängert wurden bzw. werden.
Motorbestückte Mobilien sind un-natürlich und daher besonders dem Planeten schadend. Im Grunde genommen ist jeder Autofahrer ein Waffenbesitzer, und steht - je nach (Un)Gebrauch dieser Waffe - mit einem Bein im Grab und dem anderen im Knast. Abgase und Luftverschmutzungen sowie die vermehrt auftretenen Witterungs-Ungemächer sind die Folgen unserer fortschrittlichen und favourisierten Verwirtschaftung der Erde.
Sicher ist ein langes Leben schön, allerdings nur für die Wirtschaft, für die Menschen jedoch (Arme z.B.) kann Langlebigkeit bis zum Ableben sich als außerordentlich qualvoll gestalten.

Weniger Verkehrstote - Keine Bäume mehr an den Straßen

Besonders ließ sich die Zahl der Verkehrsopfer noch reduzieren, wenn endlich keine Bäume mehr neu an den Bundes- und Landesstraßen gepflanzt werden. Wo ist das Problem, wenn der Baum in einem Abstand von 50 m an der Straße gepflanzt wird. Sträucher würden anstelle der Bäume auch reichen.

11:45 von Andreas-Hover

"besonders viele Tote werden durch Straßenbahnen verursacht, wegen des langen Bremsweges der Bahnen.
Die Schuld wird natürlich immer den Fußgängern und Radfahrern zu geschoben."

Die "Schuld" wird demjenigen zugesprochen, der sich verkehrswidirg oder leichtsinnig verhalten hat. Auch für Fußgänger und Radfahrer sieht die STVO Regeln vor: Dazu gehört unter Anderem ein Mindestmass an Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

Bestes Beispiel: Beim Überqueren von Straßenbahnschienen oder an Fußgängerüberwegen und Fußgängerampeln. Da wird auch gern mal das Verkehrszeichen " ignoriert" . Wer beim Laufen im Straßenverkehr auf´ s Handy statt auf den laufenden Verkehr schaut und Straßen oder Schienen dadurch "blind" überquert, weil er gebannt auf den Bildschirm starrt, statt zu schauen ob Verkehr fließt, der misst seinem eigenen Leben - und der Gesundheit anderer VT - offenbar weniger Wert als seiner aktuellen Handykommunikation.

Gilt für alle anderen VT ebenso.

@c.schroeder

Dann schau auch mal woran das liegen koennte.

- Recht viele unbeleuchtet, die nicht im geringsten passiv fahren.
- Viele fahren auf dem Buergersteig, obwohl die Strasse neu ist
- Linksfahrgebot scheint beim Radfahren in zu sein. Entweder weil man es aus der Heimat so gewohnt ist, oder weil man aus Altersstarrsinn auf dem Schutzstreifen links faehrt. Die es aus der Heimat gewohnt sind, fahren auch mal ganz gerne auch ohne Streifen links.
- Die Schutzstreien sind eh pure Verarschung. Eigentlich soll genau auf der Linie fahren und den Teil rechts davon als Sicherheitsreserve nutzen. Rechts davon sind die Aufbrueche, Gullydeckel und Autotueren.
- Die geniale Verkehrplanung in Bremen, die jedes Gesetz und jede Vorschrift missachtet. Hauptsache die Kreisel werden alle zwei Jahre umgebaut. Dann hat man ja was getan. Immerhin hassen sie ihre Buerger unabhaengig von Rasse, Religion und Verkehrsmittel. Die Situation ist fuer die PKWs und selbst fuer die Strassenbahn nicht viel besser.

11:50 von Andreas-Hover

"Weniger Verkehrstote - Keine Bäume mehr an den Straßen

Besonders ließ sich die Zahl der Verkehrsopfer noch reduzieren, wenn endlich keine Bäume mehr neu an den Bundes- und Landesstraßen gepflanzt werden. "

Pardon - aber das ist eigentlich "Schwachsinn" .

Nicht der Baum springt vor den Pkw auf die Straße, sondern im Normalfall kommen Fahrzeugführer aus Unachtsamkeit, weg. überhöhter Geschwindigkeit, Substanzmissbrauch ( Drogen / Alkohol/ Medis ) oder aber missglückten Überhol- oder Ausweichmanövern von der Fahrbahn ab und landen im Grünstreifen oder aber am Baum.

Das ist aber im Normalfall dann das Fehlverhalten des Fahrers in der konkreten Situation und nicht die des Baumes, der dort wächst. Leitplanken, - Pfosten und / oder Fahrbahnbegrenzungen haben NICHT nur empfehlenden Charakter.

10:22 von firefighter1975

Die Zahl der Unfalltoten sinkt. Das liegt - u.a.- auch an den verbesserten Sicherheitssystemen und Massnahmen in den Pkw - sofern sie denn benutzt werden und nicht zuletzt auch - an den besseren medizinischen Versorgungsmöglichkeiten für Unfallopfer.
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Bessere Sicherheitssysteme, schnellere medizinische Hilfe-ja das ist möglicherweise auch hilfreich. Hauptgrund für weniger Verkehrstote in Deutschland ist der Verkehrskollaps, denn wer im Stau steht, oder mit 40km/h über die Straße schleichen muss kann schließlich nicht tödlich verunglücken.

12:47 von Hanno Kuhrt

"Hauptgrund für weniger Verkehrstote in Deutschland ist der Verkehrskollaps, denn wer im Stau steht, oder mit 40km/h über die Straße schleichen muss kann schließlich nicht tödlich verunglücken."

Ich bin mir nicht sicher, inwiefern sich dieser Effekt aufhebt. A ) Spielt die Zunahme der Verkehrsdichte in den Innenstädtischen Bereichen sehr wohl eine Rolle im Bezug auf den Anstieg von Gesamtunfallzahlen ( die ist nämlich gestiegen ) und B) Ist eine nicht unerhebliche Anzahl in der Statistik Verkehrstoter in 2016 auch Unfällen im Bereich der BAB´n geschuldet, bei denen z.B. Lastkraftfahrzeuge oder Kleintransporter, aber auch Pkw in Stauenden - und in die dort stehenden oder rollenden Fahrzeuge - geprallt sind.

Und wo es aufgrund der hohen wirkenden Aufprallenergien beim Unfall regelmäßig zu Schwerstverletzten und Toten kommt ?

Erstaunlicherweise scheint gerade auch Verkehrsstau - zumindestens im Bereich der BAB´n - ein ziemlicher Risikofaktor für einen schweren Unfall zu sein ?

Um 10:53 von Astrominer

"Eventuell sollte man sich auf das wesentliche Konzentrieren und versuchen, die Gründe für die Zunahme von Unfällen zu finden (Demografischer Wandel?)"
Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Ich gehöre zum "älteren Semester" und im Gegensatz zu manchen, jüngeren Verkehrsteilnehmern bleibt mein Hirn, nach einschalten des Motors oder treten der Pedalen (Fahrrad), eingeschaltet!!
Hier liegt ein Teil der vermeidbaren Unfälle begründet, weil eben zu oft das Hirn ausgeschaltet wird.
Übrigens ist der Hinweis auf den demografischen Wandel ziemlich grenzwertig (Diskriminierung?)

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