Kommentare

Unglaublich

Was sind das für Eltern?Ich kann meinen Abscheu vor solchen Eltern hat nicht ausdrücken.Mein Beileid.

Hoffentlich machen

da besonders die Söhne übergriffiger Mütter/ Tanten etc. pp. davon Gebrauch.
Die werden nämlich meist nicht ernst genommen, da es sich die Gesellschaft nicht vorstellen kann, daß
a) ein männl. Wesen sich unsittlich berührt fühlen kann
b) man Müttern leichter als Vätern und
Söhnen glaubt.
Die Gleichberechtigung auch beim Thema sexeuller Übergriff ist weit entfernt- bsonders solange noch immer Frauen als "besser weil softer" wahrgenommen werden.

@Reginald

"meinen Abscheu vor solchen Eltern"
Sie sehen das zu Tatbezogen. Sexueller Missbrauch kann sehr wohl jahrelang abspielen, ohne daß es jemals zu der von Ihnen scheinbar angenommenen "Vollendung" kommen muß. Da ist Macht im Spiel, Worte wie "wenn ich dich da anfasse ist das normal " etc. pp. Eltern glauben nicht wie früh sich Sexualität entwickelt, und man dabei ungestört bleiben muß. Jeglicher Eingriff, der nicht eindeutig positiv reflektiert wird vom Kind ist zu unterlassen. Besonders Jung sollen nicht immer als "Halbfertige" Mädchen gesehen und fast nur noch mit Frauen Kontakt haben. Mir wuirde z.B. als Kind beim Hosen kaufen von wirklich jeder Verkäuferin in den Schritt gefasst. Daher gehe ich heute noch nicht gerne Hosen kaufen! So etwas würde von einem Verkäufer an einem Mädchen nie geduldet! Den von Ihnen genannten "Abscheu" rufen solche Übergriffe aber nicht hervor!

Die Hilfe...

...kommt von der Katholischen Hochschule.
Da gäbe es noch ein paar katholische Opfer, die dringend auf Hilfe/Entschädigung/Aufklärung warten.

Diese Gesellschaft ist krank,

Diese Gesellschaft ist krank, kränker, am...
In dem Umfang hat es das früher überhaupt nicht gegeben. Doch warum jetzt, woher kommt der massenhafte Missbrauch von Kindern, was muss man dagegen sofort dringend tun?
Antworten der herrschenden Politik, Kirchen, grossen Verbände gehen gegen Null. Auch von einer 'alternativen' Partei ist hierzu nichts zu hören.
Aber gerade das Thema 'Kinder' gehört auf einen der vordersten Plätze einer jeden Agenda. Denn Kinder sind 'unsere' Zukunft, oder wer soll nicht nur Deutschland in hundert Jahren bewohnen und menschenwürdige Gesellschaften formen - Retortengeschöpfe aus den Genlabors doch sicher nicht?
Die Folgen des heutigen Missbrauchs wirken natürlich in die Zukunft hinein. Denn die Missbrauchten sowie alle Zeugen des Missbrauchs u. die, die irgendwas 'mitbekommen', also imgrunde alle Zeitzeugen, geben ihr Erleben auch als unbewusste Erfahrung weiter. Im schlimmsten Fall entsteht langfristig eine 'Kultur' der Gewöhnung u. der Akzeptanz.

Ich weiß nicht, was Sie unter "früher" verstehen, aber...

...die meisten der Menschen, die sich aktuell als Opfer zu erkennen geben, gehören zu den Babyboomern oder sind noch älter. Der einzige Unterschied zu früheren Zeiten ist, dass wir heute über die sexuelle Ausbeutung und sexualisierte Misshandlung von Kindern und Jugendlichen sprechen. So offen und sachlich das angesichts der Thematik eben möglich ist.

@adelante

Natürlich hat es das auch schon früher gegeben.
Wir leben jetzt in einer Zeit, wo es andere Moralvorstellungen und Ansichten gibt, daher ist das Thema nun präsenter und wird "schlimm" gefunden. Aber dass Kinder sexuell interessant gefunden werden, gab es schon in antiken Zeiten. Damals war das übrigens gar nicht so völlig unüblich, z.B. in Griechenland.
Heutzutage ist die Gesellschaft sehr konservativ und manche Entwicklung ist sogar übertrieben und nicht hilfreich.
Maas hat doch sogar mal die glorreiche Idee gehabt, sämtliche Nacktbilder mit Kindern zu kriminalisieren. Oder es werden heute Leute wegen Besitz von Kinderpornografie verurteilt, die nie auch nur ein einziges derartiges Bild gesehen haben, sondern nur gerenderte Lolicon-Bilder auf ihrem PC haben.

Richtig ist sicher, dass man das Thema in die Öffentlichkeit bringen muss und Opfer ermutigt, darüber zu reden und sich Hilfe zu suchen.
Das wichtigste hierbei ist Aufklärung und Erziehung. Wie immer.

Gute Sache

Ich finde es gut, dass hier versucht wird eine handfeste Grundlage zu schaffen.

@Adelante
"Diese Gesellschaft ist krank, kränker, am..."

Da widerspreche ich Ihnen. Die Gesellschaft hat sich verändert, aber Veränderungen heißt nicht, dass Veränderungen negativ sind. Sich dieses Themas anzunehmen ist doch eine positive Entwicklung.

Seien Sie nicht so negativ gegenüber Ihren Mitmenschen. Ich habe das Grundvertrauen, dass die Deutschen gute Menschen sind, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind.

@18:27 von Adelante

"In dem Umfang hat es das früher überhaupt nicht gegeben. Doch warum jetzt, woher kommt der massenhafte Missbrauch von Kindern, was muss man dagegen sofort dringend tun?"

Der Missbrauch von Kindern ist kein neues Phänomen. Neu ist, dass die Geschehenisse ans Licht gebracht werden und die Gesellschaft sich dafür interessiert. Das Bewusstsein für das Problem verringert die Dunkelziffer - das bedeutet nicht, dass sich die Zahl insgesamt verändert hat.

Dies geht eben nicht nur alleine die Familie etwas an

Das Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs ist freilich ein Thema, dass immer ein schwieriges Thema darstellt. Hier habe ich gehört, dass von Seiten der so genannten Väter immer wieder gegenüber dem missbrauchten Kind, meistens einer Tochter, das Argument aufgeführt wird, dass sie darüber nicht reden darf, denn es gehe nur die Familie etwas an. Aus großer Angst wegen der Abhängigkeit lässt das Kind es zu.
Ich denke, dass erstens ist hier der Begriff der Familie bereits verkommen ist. Und zweitens geht es eben nicht nur die Familie etwas an, da auf diese Weise die endlosen seelischen Grausamkeiten durch diese Handlungen kein Ende nehmen und der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen wird. Selbst wenn Opfer irgendwann anfangen darüber mit Fremden zu reden, werden sie es nie wirklich vergessen.
In der Praxis ist es einfach erschreckend, welche Menschen es da immer wieder gibt. Ob es der im April 2008 verhaftete Josef Fritzl ist, der da ein sehr extremes Beispiel ist oder jeder andere.

"Der unabhängige Beauftragte

"Der unabhängige Beauftragte für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig nennt es "ein Trauerspiel", dass das Thema auch in dieser Legislaturperiode nicht auf der Agenda gestanden hätte."

Das Wohl der Kinder ...

Hat das jemals die Politik interessiert?

Ich kann mich nicht erinnern.

Wirtschaftliche Interessen haben Vorrang.

geänderte Gesetzgebung

In diesem Zusammenhang auch sehr wichtig: Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen ist nichtmehr - wie früher üblich - unter 18 immer strafbar.
Inzwischen gibt es Schlupflöcher, und wenn der Sex mit einer/einem 14 Jährigen "einvernehmlich" war, ist es nicht strafbar.

Adelante

"In dem Umfang hat es das früher überhaupt nicht gegeben. Doch warum jetzt, woher kommt der massenhafte Missbrauch von Kindern, was muss man dagegen sofort dringend tun?"

Reden, das Thema enttabuisieren.
Die Tater beschuldigen, anklagen, bloßstellen.
Alle müssen mit dem Finger auf diese Kinderschänder zeigen.

Das gab es früher auch und wurde nur totgeschwiegen.

Diese Verbrechen müssen auf den Tisch.

Auch um bei den Kindern ein Bewusstsein zu erzeugen.
Sie müssen wissen, dass ALLE wissen, dass ihnen Unrecht getan wird, dass sie gebrochen und verletzt werden, von ihrer eigenen Familie oder sonst einem Täter.

Früher war alles besser?

Wer meint, das hätte es früher nicht gegeben, irrt. Kinder, die nicht den Schutz ihrer Familie hatten, waren auch früher allem ausgeliefert. Als sie noch als kleine Erwachsene galten, hat sich sowieso niemand um irgendetwas geschert.

Das einzige, was früher anders war: niemand hat drüber geredet. Und gegen mißbrauchende Autoritätspersonen haben sich auch Erwachsene nicht wehren können.

@Prof

Veränderungen müssen nicht zwangsläufig negativ sein, und früher war auch nicht alles besser. Anders wollte ich gar nicht verstanden sein.

Doch sprechen wir hier über ein negatives Massenphänomen, und dem muss man doch entgegen wirken! Das kann nicht nur übers 'Reden' geschehen.
Der sexuelle Missbrauch von Kindern korrespondiert endlich mit der Verrohung der sozialen Umgangsformen, mit der Brutalisierung des Verhaltens und, wie ich meine, mit einer gegen die Täter und Mitwisser zu verständnisvollen Justiz, bei der das Leiden des Opfers zu wenig berücksichtigt wird.

Stefan Meier

"Inzwischen gibt es Schlupflöcher, und wenn der Sex mit einer/einem 14 Jährigen "einvernehmlich" war, ist es nicht strafbar."

Das gilt NUR für Partner gleichen Alters.
Also hören Sie bitte auf hierMärchen zu erzählen!

Silverfuxx

"Aber dass Kinder sexuell interessant gefunden werden, gab es schon in antiken Zeiten."

Natürlich wurden schon zu allen Zeiten Kinder vergewaltigt.
Und? Was wollen sie uns damit jetzt sagen?
Wie schön es doch früher war, weil die Kinder noch keine Rechte hatten?

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