Ihre Meinung zu: Elektromobilität in China: Smog-Produzent, aber Diesel-Feind

31. Januar 2017 - 14:28 Uhr

Nicht zuletzt durch den Abgasskandal hat das Image von Diesel-Motoren stark gelitten. Dass es auch komplett ohne geht, beweist China. Stattdessen setzt das smoggeplagte Land massiv auf E-Mobilität. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

Na sowas,

in China müssen die Dreckschleudern außerhalb der Städte ihren Dreck abstellen. In Deutschland, das Land der Umweltaktivisten, wird von der Politik gegängelt, dass immer noch viele Dreckschleudern hier fahren dürfen. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln und Pfui dazu sagen. Der verfluchte Lobbyismus !!!!

Diesel?

Mögen noch so viele Diesel abgeschafft und E-Autos angeschafft werden.
Wenn die dreckige Industrie weiterhin ihren Müll in die Luft blasen darf, wird sich nichts ändern.

Ach so: - Wann werden in DE die Diesel-Locks der Bahn endlich abgeschafft und ersetzt?
- Wann dürfen keine Schiffe mehr mit Schweröl fahren?
- usw.

Kommen wir wieder zu China.
Es ist erwiesen, dass nicht Industrie und Verkehr Hauptverursacher des Smogs sind, sondern sogenannte Kleinfeuer ­– dazu zählen kleine Öfen, stark qualmende Holzfeuer und Dieselgeneratoren.

Hoffentlich hats jetzt jeder

kapiert! Es gibt einen guten Grund gegen Diesel - das ist die gesundheitsgefährende Umweltbelastung. Das ist natürlich im zwar zersiedelten aber weitestgehend kleinstädtischen Deutschland schwer nachvollziehbar. Wie offensichtlich auch anderes, dass fürs bloße Auge unsichtbar ist. Wenn man aber mal im Smog durch eine asiatische Großstadt gefahren ist, da kann man das gefährliche Potential dieser Technologie tatsächlich "sehen".
.
Wie man hier lesen kann gibt es aber nun noch einen Grund den Verbrennungsmotor abzuschreiben und mit Vollgas auf neue Technologien zu setzen. Nämlich den Markt in China bzw Asien. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Lobbyarbeit in Europa, könnte der Industrie jetzt den Kopf kosten.

Kein Diesel und trotzdem Smog?

Wundert mich nicht. Liegen (oder lagen zumindest bis vor kurzem) doch die zulässigen Grenzwerte für den Feinstaubausstoß bei modernen Benziner 10x höher als die des Diesels. Und das nur für die messbaren Partikel. Befürchtet wird, dass gerade die als besonders sauber geltenden Benzin-Einspritzer darüber hinaus noch deutlich mehr und deutlich kleinere Partikel ausstoßen, die bei Messungen gar nicht erfasst werden, gesundheitlich aber viel bedenklicher sind als die relativ großen Diesel Partikel.

Das soll verstehen wer

Das soll verstehen wer will... Ein Kfz hat eine ABE und die beruht auf dessen tech. Daten. Wenn (Umwelt) Grenzwerte überschritten werden, erlischt die ABE und das Kfz darf nicht mehr bewegt werden.
Wenn ein Diesel-PKW seine Abgasreinigung bei einer Temp. U N T E R 15°C abschalten darf, damit der Motor nicht beschädigt wird, ist die ganze Konstruktion minderwertig. Was wiegt denn nun mehr, das Wohl der Menschen, oder das von Maschinen? ALLE Stadtbewohner vom Baby bis zur Greis atmen diese abgasbelastete Luft, die auf lange Sicht krank macht. Die Gesundheitskosten belasten dann wieder alle Kassenmitglieder und führen zu ständig steigenden Beiträgen (von den Sterbefällen mal ganz abgesehen).

Wieso kann man den Dieselfahrzeugen die ABE nicht nur für den Zeitraum erteilen, wie sie die max. Grenzwerte einhalten? Eine Maschine die diese Grenzwerte nicht einhält und Menschen nachweislich schädigt, dürfte gar nicht zugelassen werden!!!

@ Nichtlustig

"Es ist erwiesen, dass nicht Industrie und Verkehr Hauptverursacher des Smogs sind, sondern sogenannte Kleinfeuer ­– dazu zählen kleine Öfen, stark qualmende Holzfeuer und Dieselgeneratoren."

Als jemand der 10 Jahre in CN gelebt hat, kann ich Ihnen versichern, dass das so nicht stimmt.

Der Smogverursacher Nr. 1 sind die nicht gemaßregelten Industriebetriebe im Umland der großen Städte fern der O-Küste & besonders in N-China die unkontrollierte Montanindustrie (z.B. in Shaanxi) & dazu eine sehr ungünstige geograf. Besonderheit der chin. Tiefebene. Denn die kontinentale Kaltluft aus den Hochebenen des Westens kann sich perfekt wie ein Deckel über die wärmere Luft in der Tiefebene schieben & dort jeden Luftaustausch abbinden.

Die von ihnen genannten Kleinfeuer vor allem im ländl. Raum spielen allenfalls im Winter eine gewisse Rolle. Aber in China ist nahezu das ganze Jahr hindurch dicke Luft, nicht nur im Winter.

Im Übrigen...

Ich könnte allen Usern hier Fotos aus Sindelfingen bei Stuttgart in diesem Winter zeigen und demgegenüber eine chinesische Kleinstadt ("nur" 3 Mio. EW) aus dem letzten Winter.

Was glauben Sie alle, auf welchem Bild es überall raucht und qualmt? Tatsächlich: Sindelfingen! Das qualmt da aus allen Schloten, Industrie wie Haus, dass es nur so kracht! Wenn man sich hingegen die chin. Kleinstadt im Winter anschaut... nahezu nix... , denn geheizt wird da meist mit Klimaanlagen, die zwar sauviel Strom verbraten (& daher die chin. Kohlekraftwerke jeden Winter immer am Rande der Belastungsgrenze operieren), aber nicht wesentlich zur Luftverpestung in den Städten beitragen.

Und da frage ich mich dann immer, mit welchem moralischen Recht wir eigentlich vermeinen, den Zeigefinger erheben zu können? Sollen die Menschen in China im Winter vielleicht mit 8 Jacken zu Hause im Kalten sitzen, damit wir hier in Deutschland weiterhin ungeniert unsere Luxuskamine und Ölheizungen betreiben können?

@ Nichtlustig & Nico Walter

Danke für Ihre Ergänzungen. Es ist beim Thema Diesel immer wieder peinlich zu sehen, wie aufgebracht bis hysterisch gerade die falsch oder nicht aufgeklärten Deutschen reagieren. Eine Aida auf der Elbe stellt alle Diesel-Pkw in den Schatten, ähnlich die Diesellok der DB.
Ich wünsche mir von der TS, dass sie zu diesem Thema stets die Hauptverschmutzer mit benennt. Wenn man einen anteilsmäßig kleinen Verursacher ausschaltet, ist außer Streß und Geldverschwendung nichts gewonnen.

@ Nichtlustig & Nico Walter

Danke für Ihre Ergänzungen. Es ist beim Thema Diesel immer wieder peinlich zu sehen, wie aufgebracht bis hysterisch gerade die falsch oder nicht aufgeklärten Deutschen reagieren. Eine Aida auf der Elbe stellt alle Diesel-Pkw in den Schatten, ähnlich die Diesellok der DB.
Ich wünsche mir von der TS, dass sie zu diesem Thema stets die Hauptverschmutzer mit benennt. Wenn man einen anteilsmäßig kleinen Verursacher ausschaltet, ist außer Streß und Geldverschwendung nichts gewonnen.

aus den Augen, aus dem Sinn...

RoyalTramp schreibet "eine sehr ungünstige geograf. Besonderheit der chin. Tiefebene. Denn die kontinentale Kaltluft aus den Hochebenen des Westens kann sich perfekt wie ein Deckel über die wärmere Luft in der Tiefebene schieben & dort jeden Luftaustausch abbinden."

Ich finde die "ungünstige" Besonderheit ist ein Glücksfall für die ganze Welt, weil das Problem sonst weniger sichtbar wäre.

Ich glaube und hoffe, dass China uns notgedrungen Lösungen präsentieren wird, die in Deutschland zwar gedacht, aber nicht in dem Tempo umgesetzt werden.

Hierzulande wird viel geredet, aber nur sehr langsam gehandelt und entwickelt. schade, dass der Wind, ob in Peking, Paris, oder Stuttgart, den Smog immer wieder aus den augen und damit aus dem Sinn weht...

Bindestriche

Liebe Redaktion, das ist jetzt kein Kommentar zu dem Inhalt des Artikels, sondern zum Stil: Können Sie Ihrem Redakteur bitte die Bindestrichtaste wegnehmen?
Auto-Analyst? Diesel-Motoren? Das ist mehr als peinlich und dem Anspruch der Tagesschau nicht würdig. Selbst das Anzeigenkäseblättchen auf dem Dorf beweist da mehr Stil....
Man kann den Artikel nicht mal vernünftig lesen!

Besten Dank!

Genau so ist es (auch wenn

Genau so ist es (auch wenn die Worte hier wieder Orwell'sch gebraucht werden.)

Die Chinesen haben keinerlei Dieselfahrzeuge und setzen vermehrt auf Elektro... Und was bringts? Das wiederum sieht man auf diesem und vielen anderen Smog-Bildern aus Peking und Co.
In einem Artikel ist es das Stickstoffdioxyd, welches so gefährlich ist (Jugendliche sind erstickt und so weiter...).

Dann ist es wieder der Smog (sichtbare Dreck) der das Problem ist...

naja...

Exzellent positioniert für den asiatischen Markt...

... haben sich die deutschen Autokonzerne unter der Führung von Dieselfetischisten wie Winterkorn und Piech, die für ihre Weitsicht Millionen kassiert haben.
Und Justiz und Politik schauen zu, wie eine ganze Industrie systematisch betrügt. Wenn die USA die Untersuchungen nicht vorntriebe, wäre bei uns noch gar nichts passiert. Selbst die "Ökoparteien" sind handzahm.
Fazit: Ein schwerer Rohrkrepierer - unsere "Zukunftsindustrie" ist abgeschmiert.
Die gut verrenteten Manager, Lobbyisten und Politiker kümmert das wenig.

Smog hat auch was gutes!

Solange es Smog gibt, bleibt bei den Leuten auch die Problematik mit der Luftverschmutzung im Vordergrund. Sobald man durch Umstieg auf Elektro den Dreck nicht mehr vor der Haustür hat, wird sich das ändern, und auch viele Städte werden dann auf dem Paper plötzlich viel umweltfreundlicher. Und das wird breitgetreten werden, von der Politik und von den "umweltfreundlichen" Elektroauto-Herstellern.

Klar, das ist trotzdem kein Grund, nicht auf Elektro umzusteigen.

Experten...

scheints hier so einige zu geben... Wenn China auf Elektromobilität setzt dann wird das sicher seine Gründe haben. Und ich halte die Chinesen für intelligent genug zu erkennen ob nun Diesel/Verbrenner PKWs, Schiffe oder Lagerfeuer das größere Problem sind.
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Und völlig abgesehen von dem tatsächlichen Umweltschaden den der private Verbrennungsmotor anrichtet: diese Rechtfertigungen rund um den Verbrennungsmotor ist alles andere als zukunftsfähig, denn er wird Anteile auf dem chinesischen/asiatischen Markt kosten, wenn die diesen Weg ernsthaft weiter beschreiten.
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Man kann nun also die Chinesen und die Elektromobilität in allgemeinen für doof halten - aber wer ein bisschen bei Verstand ist sollte wenigstens die Entwicklungen aus wirtschaftlichen Gründen ernst nehmen.

Verbieten ist einfach

Ich hätte ganz gerne von den ganze Anti-Diesel-Und-Schweröl-Leuten gehört, wie sie sich die Entsorgung dieses Zeugs vorstellen. Wenn es nicht verfeuert wird, muss es irgendwo hin gekippt werden.

Sinnvoller ist es vernueftige Filteranlagen per Gesetz vorzuschreiben. Auch wenn es dann mal keinen Posten in einem Aufsichtsrat gibt. Die Technik ist da. Man muss sie nur aufzwingen.

Die Akkutechnik zudem auch nicht gerade Umweltfreundlich. Viel wichtiger wäre es eine vernüftige Zukunftsvision zu entwickeln und versuchen diese auch umzusetzen. Aber dazu bräuchte es eine intelligente Politik mit Durchsetzungsvermögen. Davon ist aber Weit und Breit nichts zu sehen. Nicht mal bei den Grünen findet man eine nachhaltige Umweltpolitik. Auch da setzt man in der Alltagspolitik rein auf Wachstum bei Wirtschaft und Bevölkerung. Wie weit die Liebe zur Umwelt geht, sieht man sobald es um den Dienstwagen oder die Fernreisen geht.

Strom

Und der Strom dafür kommt aus CO2-neutralen russischen und chinesischen Atomkraftwerken - oder.
Ach nee, wie doof von mir, der kommt ja aus der Steckdose.
Hat da auch schon mal jemand dran gedacht?

Strom

Wo kommt denn der Strom für alle diese Fahrzeuge her? Aus CO2-neutralen russischen und chinesischen Atomkraftwerken - oder vielleicht doch nur aus der Steckdose?
Ach nee, in China gibt's ja noch jede Menge Kohlekraftwerke. Da wird der Dreck wenigstens auf dem Land und nicht in der Stadt produziert.
Aber das ist ja nebensächlich, Hauptsache es gibt Elektroautos.

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