Ihre Meinung zu: Trudeaus umstrittene Pipeline-Entscheidung

30. November 2016 - 21:23 Uhr

In Kanada wird demnächst eine gewaltige Pipeline erweitert. Premier Trudeau setzte sich über Bedenken hinweg: Es bestehe keine Gefahr. Umweltschützer und Indigene sind entsetzt und demonstrieren. Von Kai Clement.

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Kommentare

Recht hat sie,

die Umweltministerin. Die Energiewende kann nicht hopplahopp vollzogen werden, sie ist das Werk von Generationen. Wir können die Grundsteine legen, die Früchte werden unsere Kinder ernten.

Im Westen liegt die Zukunft, nicht im Osten

Canada hat seinen ganzen Ehrgeiz im pazifischen Raum im Westen gesetzt. Nicht nur Oel sondern auch Erdgas, Uran, Gold und auch seltene Rohstoffe. Bislang waren Gewinnung und Export nur bedingt moeglich auf Grund der schlechte Transportbedingungen. Man beachte aber, trotz Handelsvertrag mit Europa, man sieht die Zukunft im Westen.

" 'Kein Land der Welt würde

" 'Kein Land der Welt würde Millionen Barrels im Boden lassen, so lange es noch einen Markt dafür gibt', sagte Trudeau."
Leider hat er wahrscheinlich Recht. Tatsächlich leben wir in einer Welt, in der jeder seine eigene Grossmutter (i.e. Klima) verkauft, wenn es einen Markt dafür gibt. Bei Bedarf gibts ja an jeder Strassenecke eine neue.

Verständliche Abwägung mit unvernünftigem Ergebnis

Okay - Arbeitsplätze und Wohlstand morgen auf der einen Seite, (mal wieder) ein neues Risiko für Umwelt und die Lebensgrundlagen der Zukunft (evtl. Unfallkosten inklusive) auf der anderen Seite.

Ich finde ja, da ist die Frage nach Alternativen erlaubt, z.B.: weniger Öl und sozialer Ausgleich der ökonomischen Lasten, im Zweifel um den Preis, dass wir heute uns manchen Luxus nicht mehr leisten können?
Aber gibt es eine Mehrheit, die das hören wollte? Oder eine Politik, die das durchsetzen könnte und wollte?

Mit Vernunft hat das für mich jedenfalls nicht so viel zu tun, wenn wir (weiterhin) jetzt über die Verhältnisse leben, ohne uns für den Preis zu interessieren, den unsere Kinder und Kindeskindes zu zahlen haben werden. Und der ist mit Dingen wie Atommüll (den z.T. bestrittenen Klimawandeln kann ich da auch erstmal weglassen, selbst wenn er für mich dazu gehört) schon jetzt nicht ohne.

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