Ihre Meinung zu: Bundesrat stimmt für Leiharbeitsreform und Flexi-Rente

25. November 2016 - 15:59 Uhr

Kürzer treten oder länger arbeiten: Beides wird jetzt durch die Flexi-Rente attraktiver. Außerdem beschloss der Bundesrat nach dem Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" die Reform von Leiharbeit. Die neuen Regeln im Überblick.

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Kommentare

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit:Wohlstand Verhinderungsgesetz

Indem die Leiharbeit über das neue Gesetz für die Arbeitgeber teurer wird, sinkt deren Wettbewerbsfähigkeit, es wird weniger Arbeit angeboten und der allgemeine Wohlstand sinkt.

Weltfremd

Das verbessert die Leiharbeit kein bisschen. Das einzige was erreicht wird das die Leiharbeiter nach 9 Monaten (bevor gleiches Geld) abgezogen werden und durch jemand anderen ausgetauscht werden.

Entweder gilt gleicher Lohn für gleiche Arbeit von der ersten Minute an oder man sollte die Regulierung gleich ganz aufgeben.
So wird nur dafür gesorgt das Leiharbeiter noch öfters rotieren müssen und noch weniger Stabilität haben.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

Schon, aber erst nach neun Monaten. Es ist also vollkommen weltfremd zu erwarten, dass ein Mitarbeiter der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeiter) einen einzigen Tag mehr als 9 Monate im gleichen Betrieb arbeiten wird.

Und sollten diese Wunder tatsächlich vorkommen, wird der Leiharbeiter aber spätestens nach 18 Monaten ausgetauscht werden, wenn er dann fest im ausgeliehenen Betrieb angestellt werden muss!

Dieses Gesetz stärkt nicht die Rechte von Leiharbeitern, sondern forciert die Rotation von Leiharbeitern. Es ist ein "Blick- aus- dem- Elfenbeinturm- Gesetz".

Gleicher Lohn

wenn 9 Monate im Betrieb tätig. Die meisten Zeitarbeitsverträge laufen aber nur über ein halbes Jahr. Wenn Krankheit eintritt, dann folgt die Kündigung. Ist zwar nicht rechtens, aber es wird gemacht. Also auch diese neue Errungenschaft ist etwas für die Tonne. Selbst wenn ein längerer Vertrag besteht, kann man doch noch arbeitsbedingt in eine andere Firma versetzt werden. Es gibt Lücken über Lücken.

@ 16:20 von Ernst-

Indem die Leiharbeit über das neue Gesetz für die Arbeitgeber teurer wird, sinkt deren Wettbewerbsfähigkeit, es wird weniger Arbeit angeboten und der allgemeine Wohlstand sinkt.

Zuerst, der "Trickle-down- Effekt" ist eine unzutreffende Phantasie von Kapitalisten, und danach: Wo sehen Sie ein Wegbrechen der Wettbewerbsfähigkeit, wenn doch jeder deutsche Arbeitgeber davon betroffen ist und er sich auch gleichzeitig durch Personalrotation davor bewahren kann?

Immer diese „Ausnahmen“ …

Ausnahme: Die Tarifpartner einigen sich im Tarifvertrag auf eine längere Überlassung.
Das verstehe wer will!
Eigentlich sollten die Firmen, die glauben, Leiharbeiter einsetzen zu müssen, diesen bei gleichen Arbeitsplätzen auch den gleichen Lohn bezahlen, damit dieses Lohndumping zugunsten der Verleiher ein Ende hat.
Man mag nachvollziehen, dass man als Konzern nicht jedesmal, wenn die Wirtschaft nicht sooo boomt, Mitarbeiter entlassen will, doch sollten die Leiharbeiter wenigstens gleiche Einkommen wie die Stammbelegschaft bekommen. Schließlich führen auch hier die niedrigeren Entgelte zu schlechteren Renten …

16:37 von SGB

Wenn Krankheit eintritt, dann folgt die Kündigung. Ist zwar nicht rechtens, aber es wird gemacht.
,
wenn es nicht rechtens ist
warum klagen sie dann nicht vor Gericht
oder erwarten sie dass ein Richter bei ihnen klingelt
hallo SGB alles in Ordnung ?

Politik im Interesse der Unternehmer

Was regen sich hier alle auf? Unsere Machthaber machen Politik für die Unternehmer. Von denen werden Sie bezahlt. Sehen sie sich doch mal an, was unsere Politiker nach ihrer Amtszeit tun!

Da hilft nur eins: die Politiker wählen, die eben nicht nur Interessenvertreter der Banken und Konzerne sind.
Kleiner Tipp: Von der Armut für Deutschland ist da nicht viel zu erwarten. Die wollen schon den Mindestlohn abschaffen!

@16:41 von Sisyphos3

gute Frage. Ich vermute, dass unter Zeitarbeitsfirmen ein Netzwerk besteht, da auch unterschiedliche Zeitarbeitsfirmen für ein und denselben Entleiher arbeiten, sodass man leicht Repressalien durch besagte Firmen bekommen kann. Besonders, wenn diese Firmen dann der Agentur/ Jobcenter falsche Infos geben, sodass eine Sperre die Folge ist. Versuchen sie mal auf die schnelle ein Gerichtstermin beim Arbeitsgericht / Sozialgericht zu bekommen. Das dauert. Aber Hauptsache der Finanzminister kassiert obendrauf noch 19% Umsatzsteuer. Da nimmt er mehr Steuer ein als über die Einkommenssteuer. Ein gutes Geschäftsmodell.

Am 25. November 2016 um 17:02 von SGB

um hier einem Mißverständnis vorzubeugen
.
grundsätzlich halte ich Leiharbeitsfirmen für ne sehr sinnvolle Sache
aber wie das gerade praktiziert wird, ist es eher ne kriminelle Vereinigung

@16:38 von Gnom

"@ 16:20 von Ernst-
Wo sehen Sie ein Wegbrechen der Wettbewerbsfähigkeit, wenn doch jeder deutsche Arbeitgeber davon betroffen ist und er sich auch gleichzeitig durch Personalrotation davor bewahren kann?"

Deutsche Unternehmen stehen ja mit ausländischen Unternehmen im Wettbewerb. Werden ihre Produkte zu teuer, kaufen die Konsumenten eben die Produkte von der ausländischen Konkurrenz.

@ 17:16 von Sisyphos3

grundsätzlich halte ich Leiharbeitsfirmen für ne sehr sinnvolle Sache
aber wie das gerade praktiziert wird, ist es eher ne kriminelle Vereinigung

Vollkommene Zustimmung. Eigentlich sind Arbeitnehmerüberlassungen sehr sinnvoll, besonders, um Auftragsspitzen abzufangen oder bei Stichtagsinventuren.
Jedoch hätte man das niederländische Modell der Leiharbeit übernehmen sollen: Höheres Einkommen der Leiharbeitnehmer, höhere Achtung bei Betrieben und Bevölkerung und (dadurch!!!) höherer "Klebeeffekt", also schnellere Anstellung im ausgeliehenen Betrieb.

Alles Folgeschäden einer Agenda 2010 Politik gemacht von der sPD

Alles Folgeschäden einer Agenda 2010 Politik gemacht von der sPD.
Agenda 2010 = Armut per Gesetz

Wieder im sinne der Lobby wie gehabt...

Das und anderes wird die -Pd bei der nächsten Wahl dahin katapultieren wo sie eben mit so einer Entscheidung hingehört,nämlich zur Splitterpartei,ade Volk(s) partei.

Willy Brandt und Wehner würden sich in grund und Boden schämen und hätten diese Partei längst verlassen.

Wenn ich Familie von Willy Brandt wäre Hätte ich die Büste von diesem aus der Parteizentale aus peinlichkeit entfernen lassen.

Die -PD eine Partei die Wasser predigt und selbst gerne zum guten wein greift,realitätsfremd und immer bemüht die cDU rechts zu überholen.

Herr Gabriel lieber eine gute und ehrliche opposition als an einer schlechten regierung schlechte entscheidungen mitzutragen oder gar vorzuschlagen.

Mit diesem Kniefall vor der Lobby bestätigt sich,erst das wohl der Konzerne, dann das der Arbeitnehmer und am Ende das der zeitarbeiter die ja wenn vereinbart Jahrzehnte mit dem Zeitarbeitsvertrag arbeiten dürfen.

Man sieht bei VW was mit den Zeitarbeitern passiert die seit jahren in dort schuften gekündigt

@Denkerist

Die AfD steht zum Mindestlohn ohne Wenn und Aber. Steht im Parteiprogramm als eigener Punkt. Sollten Sie mal Lesen.

@16:38 von Gnom

Der "Trickle-Down Effekt" lässt sich empirisch durchaus belegen, denn mehr Ungleichheit geht im Allgemeinen einher mit mehr allgemeinem Wohlstand.

Aufpassen

Und man spricht man die Minirenten der Minijobber an, die nix für die Rente einzahlen konnten? Wahrscheinlich gar nicht, die können doch in die Suppenküchen und zur Tafel gehen. Aber es brodelt schon. Und das ist verdammt gut.

Ihr Ernst?

Das ist ja schon eine gewagte Argumentationskette Ernst. Ich erzähle Ihnen mal kurz von meinen Erfahrungen als (vorübergehender) Leiharbeiter. Ich arbeite über eine Leiharbeitsfirma in der Abteilung eines großen Betriebes. In dieser Abteilung sind ausschließlich Leiharbeiter beschäftigt, die allesamt Mindestlohn bekommen. Anstatt der Leiharbeitsfirma das Geld in den Rachen zu schmeißen, könnte der Betrieb zumindest den harten Kern bzw. die Mindestmenge an Leuten fest anstellen, die immer gebraucht werden. Das würde dazu führen, dass diese Leute mehr Geld in der Tasche haben, das sie ausgeben können, also mehr Wohlstand und mehr Konsum. Außerdem würde deren Arbeit und Loyalität gewürdigt und es gäbe weniger Rotation, denn die Leiharbeiter werden nach einer gewissen Zeit zu anderen Einsätzen geschickt, bevor sie wieder zurückkommen. Dementsprechend gäbe es da auch mehr "Know-How", da nicht ständig neue Leute angelernt werden müssten. Von Wohlstandsverhinderung kann so kaum die Rede sein.

Hinzuverdienst für Rentner

bisher gibt es die Regelung für den Hinzuverdienst: 450€ monatlich + 2 mal 450€ als Sonderzahlung, z.B. Urlaubs-und Weihnachtsgeld = 6300€/ Jahr.
Wo ist denn da die tolle Anhebung? Es bleibt dann doch bei 450€/Monat ohne Abzüge.

Das sagt doch schon alles,...

-=Die Tarifpartner einigen sich im Tarifvertrag auf eine längere Überlassung.=-

Auch hier werden sich wieder viele Arbeitgeber eine Grauzone suchen und finden um Leiharbeit weiterhin attraktiv für die Firmen zu gestalten.

Leiharbeit muß eine Ausnahme sein und bleiben.
Alleine schon die Tatsache, daß ein Leiharbeiter erst nach 18 Mon. eine Aussicht hat eine Festanstellung zu erhalten, lässt eine mittelfristige Lebensplanung nicht zu.

Und was die Flexi-Rente angeht, wieviel Handwerker können sich das leisten?
Wieviele Dachdecker z.B. können sich vorstellen bis z.B. 70 auf einem Dach herumzulaufen.
Für Tätigkeiten die nicht so stark körperlich belasten mag dies zutreffen.
Das sehe ich aber nicht.
Ich glaube viele der heute jungen AN werden später gezwungen sein auch im hohen Alter arbeiten zu müssen. Viele von denen werden wohl eine Rente erhalten, die nicht oder kaum zum leben reichen wird.
Man darf also jetzt 75€/Monat ohne Abzug mehr verdienen.
Das wird es bringen.

@ 17:38 von Ernst-

Deutsche Unternehmen stehen ja mit ausländischen Unternehmen im Wettbewerb. Werden ihre Produkte zu teuer, kaufen die Konsumenten eben die Produkte von der ausländischen Konkurrenz.

Das ist natürlich klar, jedoch sind die "Lohn- Stückkosten" in Deutschland fast konkurrenzlos günstig. Sie müssen immer auch die Produktivität bedenken. Ein Abweichen ins Ausland ist oft ein "Erpressungsargument", hat aber selten positive Folgen für Unternehmen (vgl. Nokia).

@ 18:02 von Ernst-
Der "Trickle-Down Effekt" lässt sich empirisch durchaus belegen, denn mehr Ungleichheit geht im Allgemeinen einher mit mehr allgemeinem Wohlstand.

Darf ich fragen, in welchem Staat Sie leben? Deutschland können Sie kaum meinen, da Kanzler Schröder genau das gemacht hatte: Spitzensteuersatz massiv gesenkt und dadurch die finanzielle Spaltung der Gesellschaft vorwärts getrieben hatte!
Immer daran denken: Kapital konsumiert nicht! Daher ist es Unsinn, es zu schonen.

Augenwischerei

mehr ist das nicht, so gut wie nichts geändert.
Ich war eine Zeit als Leiharbeiter unterwegs, und im Durchschnitt hatte man immer 2-3 Stellen im Jahr.
Leiharbeiter den gleichen Lohn für gleiche Arbeit ab dem ersten Tag, und das System nimmt ganz schnell ein Ende.
Das ist schlecht bezahlte prekäre Arbeit und weiter nichts, die Verleiher werden darauf achten das niemand über die 9 Monate kommt.
Das ist Ihr Gewinn.

Und das mit den Rentnern ist auch ein Witz, solche Änderungen gehen an der Wirklichkeit des Lebens vorbei.

Veralbern vor der Wahl oder als was soll man das werten.

Gruß

Praktisch keine Verbesserung zu erwarten

Das ist alles halbgar, und zwar mit Absicht.
Eine tatsächliche Verbesserung für Leiharbeiter wird es damit in der Realität nicht geben. Die Gründe dafür wurden hier schon oft genannt, als das das letzte mal Thema war.
Wenn sich die Nahles Sozialdemokratin nennen darf, dann ist das Etikettenschwindel.

Weiter oben gelesen.

„Deutsche Unternehmen stehen ja mit ausländischen Unternehmen im Wettbewerb. Werden ihre Produkte zu teuer, kaufen die Konsumenten eben die Produkte von der ausländischen Konkurrenz.“

Genau.
Unser Land braucht ein paar Millionen Leiharbeitnehmer, auf deren Kosten unsere Wirtschaft weiterhin so gut dastehen kann.
Nicht mehr und nicht weniger sagt die Leiharbeitsreform aus.

Der Arbeitsmarkt ist völlig ruiniert

Das Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes ist im Grundgesetz verankert.

Dieses Recht ist durch die flächendeckende Dominanz der Zeitarbeitsmafia, in Kooperation mit den staatlichen Arbeitsämtern, ausgehebelt worden.
Die Folgen sind Lohndrückerei, unbezahlte Mehrarbeit, der Verlust von Planungssicherheit, Existenzangst und Erpressbarkeit der lohnabhängig Beschäftigten.

Wie bei der Rente, pfuscht auch hier die Regierung im Interesse der Wirtschaft an den Symptomen herum, um in Wahrheit die soziale Marktwirtschaft weiter zu zerstören.

Wählerverblödung

Das nenne ich eine 0-Nummer die auch
Dumme verstehen. Solch eine Mogelei
als Erfolg zu bezeichnen, kann nur einer
"Neuronenbombe" einfallen. Das einzig
Gute daran ist, daß der Leihsklave weiß
wann er gehen "darf".

Hinzuverdienst für Rentner???
Ausreichende Rente wäre besser.

Liebe Regierung: Viel Erfolg 2017

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