Kommentare

Echt jetzt?

....und Akten werden hin und her geschickt

Im Jahr 2016 werden echte Akten aus Papier zwischen Bonn und Berlin hin und her geschickt? Da fallen mir aber effektivere Methoden der Zusammenarbeit ein.
Das man trotz der Möglichkeit der Telefon- und Videokonferenzen hin und wieder Personen reisen lässt sehe ich sogar ein. Menschen arbeiten bei manchen Dingen im persönlichen Kontakt doch besser zusammen.
Aber Dokumente kann man einscannen oder gleich nur elektronisch haben, es gibt elektronische Unterschriftssysteme und von Bonn und Berlin aus auf den gleichen Server und das gleiche Dokument zuzugreifen ist nicht schwierig. Das geht auch rund um die Welt.

Effektive Pendelei?

Ein totaler Umzug nach Berlin mag zwar teuer sein,aber er steigert wahrscheinlich die Effektivität der Arbeit.
Das sieht man ja auch am EU Parlament. Da wird alles von Akte bis Mensch monatlich zwischen Brüssel und Straßburg hin und her geschoben. Effektiver Nutzen? Ja für Frankreich,wir haben es durchgesetzt,basta. Genau so verhält sich das mit Bonn. Das verschlafene Provinznest sollte nicht mehr länger der Zweitsitz oder Hauptsitz von Ministerien sein.
Aber da ja der Parteienproporz in der großen Katastrohvation gilt,und Bonn zu NRW gehöhrt,wird das natürlich nichts mit Effektivität sondern es wird an zwei Standorten weitergewurschtelt.

Also ich weiß nicht...

"Die Pendelei lohnt sich also noch für weitere 250 bis 625 Jahre."
- da werden doch lt. Text NUR die Reisekosten berücksichtigt

Wie ineffizient ist eigentlich das ganze System ? Wie viel mehr könnten die selbe Anzahl an Personal leisten? - allein an Zeitersparnis

Wie viele zusätzliche Mitarbeiter werden durch die Splittung benötigt?
-von der Putzfrau,die regelmäßig leere ungenutzte/kaum benutzte Räume säubert über zusätzliche Sicherheitsbeamte & co.

Ist diese Splittung nicht auch sicherheitsgefährdend?

Daten müssen einmal quer durch die Republik übermittelt werden - die sonst per Haus-Intranet versendet werden könnten
- wie viel Geld wird hierfür benötigt -für die Sicherheit ?

Wie viel Unterhaltskosten können gespart werden,da z.B. offenbar unbenutzte Räume beheizt werden

Wie wurden die Umzugskosten kalkuliert?
Für jede Tätigkeit,die 1-2 Personen vollbringen können,6 Personen (wie auf dem Bild? - wo 2 nur daneben stehen ) ? (1 Person kann allein per Hubwagen ca. 1 to bewegen)

schöngerechnet

Man kann sich alles schönrechnen. Eine Riesengeldverschwendung ist es doch! In der Privatwirtschaft undenkbar. Man sollte nie die Frösche entscheiden lassen, wann ein Wasserloch trockengelegt werden muss.

Holland als Beispiel

In Holland ist Amsterdam die Hauptstadt und der Regierungssitz ist in Den Haag.

Warum hat man nicht von den Nachbarn gelernt und es in Deutschland genau so gemacht?

Das wäre effektiv und kostengünstig gewesen, von den Vorteilen für Natur und Kraftstoffverbrauch mal ganz abgesheen.

14:08 von derkleineBürger

Sie sind sich bewusst, dass Sie von falschen Annahmen ausgehen?
Es gibt nicht in jedem Dienstsitz Büros für jeden Mitarbeiter.
Jeder Dienstsitz hat die Menge an Büros, die benötigt werden.
Sollte man komplett Bonn nach Berlin umziehen lassen, müssen für die neuen Mitarbeiter neue Büros und Gebäude gebaut werden.
Von der laufen Ihre Argumente mit der Putzfrauen und dem Heizen ins Leere. Was ich gelten lasse, ist die Sicherheit. Wobei es dort keine Beamte sind, sondern per Werkvertrag eingekaufte Leistungen.

Desweiteren gibt es kein "Haus-Intranet". Ob Sie Daten in einem Gebäude oder zwischen zwei hin-und herschicken macht so überhaupt keinen Unterschied.

@13:59 von dr.bashir

Die wenigsten Akten werden als Papierakten hin- und hergeschickt. Das geht heutzutage alles elektronisch. Auch sehr viele Sitzungen werden als Videokonferenzen abgehalten. Allerdings ist der Weg von Bonn nach Brüssel kürzer als der von Bonn nach Berlin. In dieser Beziehung ist der Dienstsitz Bonn vorteilhafter. Und heutzutage wird nun mal auch vieles in Brüssel beraten.

Verstehe ich nicht, wir sind....

doch ein reiches Land. Wenn nicht wir, wer kann sich das den sonst leisten.
Unseren Politikern ist doch egal was das kostet, wichtig ist dass die auch weiter ein angenehmes Lebern haben. Effektivität wie zum Beispiel in der Industrie, ist bei den meisten unserer Politikern ein Fremdwort. Aber wenn es um ihre Vorteile, Diäten, Reisen, sonstige Zuwendungen und Luxus Schreibzeug geht können sie sehr effizient werden.
Lustig finde ich den jährlich wiederkehrenden Bericht wg. Steuerverschwendung von Herrn Holznagel, welcher auch in diesem Fall ohne Folgen bleibt.

"Eigentlich ist im Bonn-Berlin-Gesetz vereinbart,

dass der Großteil der Arbeitsplätze am Rhein verbleiben soll."

Wer war denn an diesem Schwachsinn beteiligt, außer der Bonner Regierung?
Da würde ich nur zustimmen, wenn der Rhein sofort über Berlin umgeleitet würde.
Wie kann man nur so träge in und an seinem Sessel hängen?

Also

da gibt es doch einen Möchtegernflughafen, der scheinbar niemals einer werden wird. Ich denke, mit relativ geringem baulichen Aufwand könnten dort mehrere Ministerien unterkommen. Das würde die Umzugskosten drastisch reduzieren.

@derkleineBürger

Da hat der Forist absolut Recht. Nur ....... es wird wie beim Schwarz- oder Weißbuch des Steuerzahlerbundes werden: nämlich es passiert nichts! Lass doch die blöden Bürger quasseln, die beruhigen sich schon wieder! Deshalb kann man wirklich eigentlich nur Protest wählen, egal ob links oder rechts, wichtig ist, dass den Langzeit-Regierenden irgend etwas unangenehm wird.

krumme Tour?

Wenn die einen "zweiten Dienstsitz" (was immer das ist) in Bonn haben, wieso müßte da das Abschaffen der Pendelei zu einem teuren "Umzug" führen?
Da reicht es doch aus, diesen Sitz einfach abzuschaffen.

Wenn ich einen zweiten Wohnsitz in einer anderen Stadt habe, muß ich doch auch nicht in den ersten "umziehen" wenn ich den zweiten aufgeben will.

Hier soll wohl auf die krumme Tour etwas einleuchtend gemacht werden, was mit Vernunft nicht zu rechtfertigen ist.

(diesmal ist es nicht die Presse, der dieser Vorwurf gemacht werden kann!!)

@14:09 von derkleineBürger

Sie sagen es ja gleich in der Überschrift, Sie wissen es nicht. Die Ministerien sind alle durch Intranet verbunden, da werden Telefon und E-Mail so genutzt, als ob der Kollege im gleichen Haus sitzt. Warum soll die Putzfrau ungenutzte Räume säubern oder warum soll man die beheizen ? Es stehen auch nicht Sicherheitsbeamte vor jedem Zimmer, sondern der Objektschutz bewacht das ganze Areal, ein Raum mehr oder weniger spielt da keine Rolle. Zum Umzug: Sie bewerten Bilder wie die bellingcats. Die zwei Personen haben mit dem Umzug nichts zu tun, das sind Beamte, die zufällig auch durch die Tür wollen. Da diese ziemlich eng ist, sorgen die anderen 3 dafür, dass die Kiste nicht hängenbleibt. Im Übrigen wird mit dem Umzug eine Firma beauftragt, die kalkuliert auch und zwar ziemlich knapp.

mmmhhhh....

"Die Ausgaben für die momentane Reiserei summieren sich auf acht Millionen Euro pro Jahr"

ok aber was ist mit der Unterhaltung der Gebäude? Strom, Reinigung,Heizung,Hausmeister, Sicherheitsdienst?

Einmal 5 Milliarden ausgeben und man kann jährlich 8 Millionen sparen. Plus Verkauf/Vermietung der alten Gebäude und Grundstücke. Würde ich mal so behaupten.

Etwas Geschichtsunterricht

Ohne die Zusagen, dass Bonn nicht völlig "platt gemacht" wird, hätte es keine Mehrheit für den Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin gegeben.

@ Pessimist, 14:27

> In Holland ist Amsterdam die Hauptstadt und der Regierungssitz ist in Den Haag.

Warum hat man nicht von den Nachbarn gelernt und es in Deutschland genau so gemacht? <

Ja, warum eigentlich nicht?

Bonn die Hauptstadt und der Regierungssitz in Berlin !

(wie definieren die Holländer eigentlich den Begriff "Hauptstadt"?)

Da regt mich alleine die Frage auf!

Der 20. Juni 1991 war einer der dunkelsten Tage in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland! Mit 9 Abgeordneten Mehrheit - Dank namentlicher Abstimmung identifizierbar mit NRW-Abgeordneten der FDP - verlor NRW Teile des Regierungsitzes. Geschäftsgrundlage für diese Mehrheitsentscheidung war, das verschiedene Politikbereiche der Bundesregierung und zumindest eine Kopfestelle aller Ministerien dauerhaft in Bonn - und damit in einer 200km-Nähe von Brüssel und der Hälfte der Bundesbürger bleiben. Berlin ist schon etwas abseits gelegen.

Es darf auch nicht vergessen werden, das UK und Frankreich massive Bedenken gegen die Wiedervereinigung hatten. MP Thatcher hatte wörtlich "Angst vor einem großen Block mitten in Europa", der "wieder von Berlin aus" regiert würde. / Jedenfalls darf man die mit Bonn wiedererlangte Reputation Deutschlands nicht aus Geldründen wegwerfen. Erhaltet Bonn als Bundesstadt so, wie es beschlossen war!

14:43 von karwandler

Zitat:
"Etwas Geschichtsunterricht
Ohne die Zusagen, dass Bonn nicht völlig "platt gemacht" wird, hätte es keine Mehrheit für den Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin gegeben."

Rechtfertigen Sie damit eine Ewigkeitsgarantie für diese Steuerverschwendung?

@14:41 von LisaF

Das behaupten Sie. Für 5 Mrd. € können Sie 625mal 8 Mio € ausgeben. Die meisten Gebäude in Bonn sind auch nur gemietet, die können Sie nicht verkaufen. Also eine Milchmädchenrechnung. 1999 hat man das Bonn-Berlin-Gesetz beschlossen. Danach sollte eine Anzahl Ministerien in Bonn verbleiben. Nach 10 Jahren gab es die ersten Initiativen, dieses Gesetz zu kippen. Regelmäßig einmal im Jahr gibt es so einen Versuch, mit mehr oder weniger echten Zahlen.

@karwandler

"Ohne die Zusagen, dass Bonn nicht völlig "platt gemacht" wird, hätte es keine Mehrheit für den Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin gegeben."

Die Mehrheit wovon?
Die Mehrheit der gesamten deutschen Bevölkerung wäre bestimmt von Anfang an für den Komplettumzug nach Berlin gewesen.
Aber diese wird ja bis heute zu nichts Wichtigem befragt, null direkte Demokratie.
(Vergessen Sie die Wahlen aller 4 Jahre. Die sind nur zur Beruhigung gedacht, als ob sich etwas ändern ließe..."Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten"!)

"Wird da nicht Geld zum

"Wird da nicht Geld zum Fenster rausgeworfen? Mindestens für die nächsten 250 Jahre nicht. "

Was sagt denn der Bund der Steuerzahler hierzu?

"Der doppelte Regierungssitz kostet nach Schätzungen des Bundes der Steuerzahler jährlich rund 23 Millionen Euro."

"Ein Regierungsumzug würde sich in 10 Jahren amortisieren. Hierzu ist es nötig, die Bonner Gebäude sukzessive zu entmieten und zu verkaufen und zudem auch auf die vom Berliner Senat seit langem angebotenen Gebäude zurückzugreifen"

Gut, 10 Jahre halte ich für sehr hart kalkuliert,aber nach 25 Jahren hätten sich die Umzugskosten mit Sicherheit schon amortisiert.

Zum Thema Intranet:
Intranets können sehr wohl hardwareseitig vom Internet abgekoppelt errichtet werden & müssen nicht zwangsweise per Tunnel durch das Internet gelegt werden - wobei einzelne Schnittstellen zum Internet auch auf Reg.-Ebene notwendig sind.
...aber das ist ja "Neuland"...

von karwandler

Ohne die Zusagen, dass Bonn nicht völlig "platt gemacht" wird, hätte es keine Mehrheit für den Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin gegeben.
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Ja und dann, wäre das Leben beendet gewesen, oder was? Hätte es dann keine Politik mehr gegeben, oder wären sogar alle Politiker arbeitslos geworden?
Nein, das alles wäre nicht passiert, Nut die Regierungshauptstadt wäre Bonn geblieben!

Ich plädiere für Bonn als Hauptstadt

Ich plädiere dafür, dass der Bundestag wieder in Bonn platz nimmt.

Von mir aus darf Berlin auch den Status "Hauptstadt" behalten, aber die Regierung sollte in Bonn sitzen.

Das ist strategisch sinnvoll und bodenständiger.

wie im kleinen so im großen

Das sind Peanuts im Vergleich, was in der EU-Verwaltung verschwendet wird. Allein zwischen Brüssel und Straßburg karren 2mal wöchentlich 120 LKW Akten durchs Land. Von den Reisen der Scheindemokraten im Parlament(2) ganz zu schweigen.

Umzug war Unsinn

Alles großdeutscher Unsinn, dieser Umzug. Ich war immer dagegen.

Vergessen

Bei der Rechnerei ob sich der komplette Umzug nach Berlin lohnt hat man vergessen was es gekostet hat die Regierungsbauten in Bonn zu sanieren bzw. neu zubauen (Umweltministerium). Aber so kann man sich das ganze schönrechnen weil die Provinzbürokraten nicht nach Berlin wollten.

eigentlich nicht zu

eigentlich nicht zu glauben,daß darüber überhaupt palavert wird. was macht denn frau nahles während ihrer reise nach bonn und zurück? guckt sie angestrengt aus dem fenster.? im zuge der digitalisierung ist es doch vollkommen normal,das man arbeit auch mit auf reisen nehmen kann.

Berechnung @14:41 von LisaF

"Einmal 5 Milliarden ausgeben und man kann jährlich 8 Millionen sparen."
Wenn sie die 5 Milliarden am Geldmarkt besorgen, kosten die Schuldzinsen in normalen Zeiten pro Jahr deutlich mehr als die paar Millionen. Ein Prozent Zinsen wären bereits 50 Millionen. Das Geld liegt ja nicht bei Frau Merkel unterm Kopfkissen.

"Plus Verkauf/Vermietung der alten Gebäude und Grundstücke."
In Berlin warten aber keine leerstehenden Büros. Und dass man aus den Erlösen/Erträgen in Bonn die gleiche Menge Büros in Berlin kaufen/mieten kann, wage ich mal zu bezweifeln. Da zahlt man drauf.
Möglicherweise sind entsprechende Einnahmen und Ausgaben aber schon in die 5 Milliarden eingerechnet worden.

@ derkleineBürger, 1409 Uhr

"(1 Person kann allein per Hubwagen ca. 1 to bewegen)"
Sie können doch nicht einfach die Leistungsanforderung aus der Wirtschaft mit der aus Behörden gleich setzen!
Tz, Tz, Tz.

Realismus

Großkonzerne wie Siemens, Daimler, Cocacola usw. haben auch mehrere Standorte. Die Argumente, dass man in der Wirtschaft den Standort Bonn längst geschlossen hätte, entbehreb also jeder Grundlage.

Warum haben aber die Großkonzerne mehrere Standorte? Um das an mehreren Standorten vorhandene Arbeitskräftpotenzial auszuschöpfen. Nicht jeder kann oder will umziehen.

Ein kompletter Umzug nach Berlin würde die Bundesregierung vom großen Fachkräftepotenzial Westdeutschlands abschneiden.

Dieser Aspekt ist bei der Diskussion überhaupt noch nicht bedacht worden.

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