Kommentare

Bitte, bitte, nur um nicht einseitig zu sein:

Dasselbe im Bezug auf z.B. Deutschland bringen.
Klar misstrauen die Menschen im Baltikum Russland. Maßvolles Misstrauen ist auch gesund - "Traue keinem über 30" ist nicht nur ein witziger Spruch.

Dasselbe gilt aber im Bezug auf z.B. Deutschland.
Schon vergessen, dass 2006 ein überaus "misstrauischer" Mensch im Baltikum auf eine Fähre mit deutschen Touristen scharf geschossen hatte? Das war halt maßloses, also ungesundes, Misstrauen.

Misstrauen ist nicht hilfreich

Zu einer Auseinandersetzung mit Russland kann es in diesen baltischen Staaten nach meinem Eindruck nur kommen, wenn man die russisch stämmige Bevölkerung dort nicht so leben lässt, wie diese es für richtig hält.

Solange es in den Ländern keine Unterdrückung von russisch stämmigen Bevölkerungsteilen gibt, hat die russische Regierung doch keinen Anlass dort aktiv zu werden.

Verständliches Misstrauen

Das Baltikum wurde einst mit Gewalt in die Sowjetunion gezwungen. Dass die Bevölkerung dort jetzt dem übermächtigen Russland misstraut, ist verständlich. So viel hat sich ja nicht geändert.

Was ich im Artikel vermisse

Wie ja auch bei den Osteuropa Berichten manch anderer Korrespondenten, ist die Beschreibung der tatsächlichen Situation und des Lebensgefühls "Bottom up". Schon klar das die offizielle Politik im Baltikum einen stramm antirussischen Kurs fährt, löblich das man die Einschränkung der Bürgerrechte in Lettland für ethnische Russen im Artikel erwähnt. Das Grenzregime des Oblast Kaliningrad hat übrigens mit der Ukraine Krise nichts zu tun: so war es vor 10 Jahren auch schon. Es geht darum, den massiven Schmuggel (Bernstein, Benzin) zu unterbinden! Es ist doch komisch das Polen zB jährlich tonnenweise russischen Bernstein verarbeitet, dieser aber offiziell garnicht ausgeführt werden darf ! Die meisten Menschen im Baltikum wollen von antirussischen Ressentiments nichts wissen.

Baltikum-Die Menschen misstrauen Russland......

Da wäre aber noch einiges zu sagen:Es gibt den jährlichen Aufmarsch von ehemaligen Angehörigen der lettischen SS durch Riga.Es gibt eine merkwürdige Geschichtsschreibung über die Zwischenkriegszeit,als angebliche Freiheit.In Wirklichkeit herrschten autoritäre Regime,wie unter Ullmanis in Estland.

In der jüngeren Geschichte fallen die Länder auf mit einer harten Austeritätspolitik nach unten ,also als Musterschüler von Brüssel.

Dem "misstrauen" die Menschen also nicht.

Es ist schlicht weg nicht

Es ist schlicht weg nicht richtig, dass seit der Ukrainekrise sich im Baltikum die Stimmung verschlechtert habe. Ich bin einige male nach 1989 ins Baltikum geflogen. Schon bald nach der Osterweiterung der NATO und der EU-Erweiterung entstand "feindliche Gesinnungen" gen Russland. Vergessen darf man auch nicht das Verhalten der Esten, Letten und Litauer in der Zeit der deutschen Besetzung 1941/45. Viele Letten und Esten z.B. taten sich, wie übrigens auch viele Ukrainer, gerade in dieser Zeit freiwillig sehr "hervor". Wenn schon Frau Buckenmeier nun eine neue Russlandsangst im Baltikum ausmachen will, hätte sie sich erst einmal mit der Geschichte besser befassen müssen. Im Übrigen, ist in diesen Staaten des "Neuen Europas", ähnlich wie bei in Polen, der Rechtspopulismus immer stärker bemerkbar. Das hat, so scheint's, Frau Buckenmeier übersehen.

@15:17 von Wohlstandsbäuchlein

Das Baltikum wurde einst mit Gewalt in die Sowjetunion gezwungen. Dass die Bevölkerung dort jetzt dem übermächtigen Russland misstraut, ist verständlich. So viel hat sich ja nicht geändert.

Ja ist klar und vor 70 Jahren wurden sie von Deutschland überfallen! Wir haben heute weder Nazi-Deutschland, noch die Sowjetunion, auch das ist schon 26 Jahre her. Die baltischen Länder könnten sich vollkommen problemlos für unäbhängig erklären und mussten sich ihre "Freiheit" auch nicht erkämpfen! Also was soll das?

Was soll denn Russland

mit den Baltischen Staaten anfangen? Finnland kommt doch auch mit Russland klar. Ich kann diese Stimmungsmache einfach nicht nachvollziehen.

15:33, strategos

>>Die baltischen Staaten praktizieren seit Jahren Nationalismus. Von allen Demokraten wird Nationalismus in Europa abgelehnt. Im Baltikum wird das aber von der EU geduldet.<<

Und in Dänemark, in Frankreich, in Österreich, in Polen, in Ungarn, überall wird der Nationalismus von der EU geduldet.

Was soll die EU auch sonst machen? Nationalismus ist in den römischen Verträgen leider nicht verboten.

Demokraten lehnen den Nationalismus in all diesen Ländern ab. Nützt aber nix.

15:31 von Möbius

Die meisten Menschen im Baltikum wollen von antirussischen Ressentiments nichts wissen.

Das ist es, was von neutralen Medien auch erwähnt werden sollte.

Wir werden mit Angst regiert!

Man macht uns Angst, um uns gefügiger regieren zu können. Im ganzen neoliberalem System ist das so. Und in den baltischen Staaten ganz besonders mit der "Russlandkeule". Doppelstandards spielen dort wie hier immer eine besondere Rolle. Hauptsache es trieft Russland. Wie auch immer. NATO+EU(Führung) sind Kriegstreiber! Werden aber so oder so mit ihrer perfiden Politik gegen die Menschen im eigenen Land und gegen die Menschen in Russland nicht durchkommen.

@16:08 von fathaland slim

Demokraten lehnen den Nationalismus in all diesen Ländern ab.

Das verstehe ich nicht ganz! Wieso ist man nur "Demokrat", wenn man Nationalismus ablehnt? Noch werden die Politiker doch auf die nationalen Verfassungen und Bevölkerungen mit dem Amtseid eingeschworen, oder hat sich daran was geändert? Wann wurde die EU zum Staat?

Angst vor Russland?

Russland müsste Angst vor der NATO haben, wenn es nicht so stark bewaffnet wäre. Meines Wissens hat sich die NATO in Richtung Russland ausgedehnt und nicht umgekehrt. Russland hat noch nie jemand etwas getan, es wurde nur immer angegriffen.

16:12, barbarossa2

>>Die meisten Menschen im Baltikum wollen von antirussischen Ressentiments nichts wissen.<<

Es wäre schön, wenn es so wäre, es ist aber nicht so.

>>Das ist es, was von neutralen Medien auch erwähnt werden sollte.<<

Sie haben aber schon die Zitate von jungen Leuten in den baltischen Staaten gelesen, die im Artikel stehen? Aus denen hervorgeht, dass die Jugend ein wenig anders als die Alten tickt?

Das Misstrauen ist definitiv vorhanden

Also meine persönlichen Erfahrungen bestätigen dieses Meinungsfeld. Ich kann allerdings nur für Lettland und Litauen sprechen: Die ethnischen Balten misstrauen der russischen Politik und oft auch der russischen Minderheit. Die ältere Generation hat die Sowjetunion noch miterlebt und man fühlte sich dort unterdrückt und von Russland fremdbestimmt. Hinzu kommt natürlich eine klar antirussische politische Leitlinie von oben.

Ich persönlich sehe die politische Lage momentan jedoch anders. Würde man Russland weniger in den Würgegriff nehmen, käme auch keine so aggressive Politik als Antwort. Actio und Reactio. Entspannungspolitik geht so nicht, das hat auch Helmut Schmidt noch nach Beginn der Ukraine-Krise festgestellt. Gott habe ihn selig!

Misstrauen

Das Misstrauen wird von der NATO und den USA geschürt.

da liegt mir noch die

da liegt mir noch die erzählung einer lettischen bekannten aus den 80 zigern im ohr.
""es siedelt sich hier immer mehr russ.volk an,wir wollen die nicht,können uns aber nicht wehren weil der internationalismus der kommunisten
die macht hat.
deshalb gebären letten viele kinder,damit wir nicht untergehen""

nach der selbsständigkeit der baltischen staaten,habe ich von dieser angst vor den russen nicht mehr von ihr gehört.
aber das nationale steht an erster stelle,und man versucht die einwanderung ,egal von wem,niederig zu halten,aus der geschichte heraus.

Na, ein Aspekt, den hat man ausgelassen

Nämlich die Tatsache, dass im Baltikum ein etwas ... gewöhnungsbedürftiges Verhältnis zu der Nazi-Vergangenheit gepflegt wird.

Dass alljährlich SS Märsche statt finden.
Dass diese von der Regierung geduldet werden.
Und es sogar so weit geht, dass EU Bürgern, die gegen diese Aufmärsche protestieren wollen, die Einreise verwehrt wird.

Und dass im Baltikum viele der Nazi-Verbrechen bis heute verleugnet werden. Und dass es deshalb eben auch zu Verstimmungen mit den Russen in und ums Baltikum herum kommt. Denn dass die es nicht so toll finden, dass man den Charakter von Konzentrationslagern verleugnet, kann man bestimmt nachvollziehen.

Wenn man schon ein Bild abliefern möchte, dann sollte es ein vollständiges sein. Und die in grossen Teilen betriebene Geschichtsverfälschung trägt einen grossen Anteil am schlechten Verhältnis von Balten und Russen. Und ist auch eine Ursachen, warum das Thema "Nichtbürger" bleiben wird.

Und wieder...

wäre es hilfreicher, wenn man die Geschichte bemühen würde! Alle Russlandfreunde sollen erklären, warum man der Regierung eines Staates trauen soll, die z.B. gegen die Übergabe der Atomwaffen der Ukraine deren territoriale Souveränität und Integrität vertraglich garantiert hat, die aber seit Jahren zeigt, daß Verträge und besonders Zusagen und Versprechen von Putin absolut nichts wert sind! Mit welchem Recht beansprucht Russland eine Hegemonie? Man sollte auch nicht vergessen, daß viele Russen in die baltischen Staaten zwangsumgesiedelt wurden. Jaja, ich höre schon Frau Krone-Schmalz, nach der jede auch noch so kleine russische Minderheit das Eingreifen "des großen Russland" rechtfertigt!

Natürlich gibt es großen

Natürlich gibt es großen Misstrauen baltischer Staaten. Da darf man nur in der Geschichte zurückschauen. Und heute hat man auch Befürchtungen von den Zuständen wie in Osten der Ukraine. Das ist sehr leicht verständlich...

um 16:04 von barbarossa2

Ich möchte mich ihrem Kommentar anschließen. Gruß.

Wie immer

Schön einseitig. Habe auch nichts anderes erwartet. Informationen auslassen und Fakten verdrehen. Respekt

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