Kommentare

Widerlich!

AVITE muß vor das euröpäische Gericht ziehen!!! Das spanische Verfassungsgericht kann einen nur aus der Fassung bringen mit diesen Urteil. Grünenthal hat seine dreckigen Finger drin bei der Entscheidung. Und wie "sachlich" dieser Beitrag wieder ist.........

In Deutschland

werden die Renten für Contergan-Geschädigte seit Mai 1997 vollständig aus dem Bundeshaushalt gezahlt, da die hierfür vorgesehenen Stiftungsmittel aufgebraucht sind.
Die Familie Wirtz, Besitzer von Grünenthal, wurde anhand ihres Gesamtvermögens von rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf Platz 40 in der Liste der 500 reichsten Deutschen aufgeführt.
Schönen Tag noch... .

Nach 50 Jahren muss Schluss sein.

Die Fakten sehen doch so aus: Ende des letzten Jahrtausends waren die Klagen schon lange verjährt. Und die Leute können lt. Bericht nicht beweisen, dass sie überhaupt das Medikament genommen haben und nicht ein Nachahmerprodukt. Hier soll nur wieder der deutsche Michel zahlen.

Verjährt?

Dass zwei Gerichte für eine lebenslange Schädigung auch nur an das Argument "Verjährung" denken, ist unfassbar. Die einzig verjährte Straftat ist die fahrlässige Körperverletzung am noch ungeborenen Leben in den damals schwangeren Müttern.

Für eine andauernde Körperverletzung sollte das StGB dringend einen neuen Paragraphen einführen, wenn auch nicht rückwirkend.

An die Redaktion: Auf Anhieb kann ich die involvierten Instanzen nicht finden, könnte man vielleicht die beteiligten Gerichte noch nachtragen? Ich finde für die Revision hier nur ein Tribunal in Madrid und für das erste Urteil ein "lower court", was sich alles nach Wischiwaschi anhört.

Die Einführung von Quellenangaben kann auch bei Zeitungsartikeln nicht hoch genug eingestuft werden.

um 05:21 von German2015

"Hier soll nur wieder der deutsche Michel zahlen."
Nein, nicht der deutsche Staat, nach wie vor die Herstellerfirma. Schon nicht grad menschenfreundlich, was sie da schreiben. Man muss es nur lange genug aussitzen, und dann muss man für nichts mehr geradestehen. Bei einem Autounfall würde man von Fahrerflucht sprechen. Verantwortung übernehmen geht jedenfalls anders. Indirekt geht aus dem Artikel auch hervor, dass Grünenthal sich wohl damals nicht im Geringsten darum gekümmert hat, was sonst noch auf dem Markt passierte, selbstverständlich weltweit. Das war wohl ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und unverjährbar. Ein Schandfleck in der deutschen Industrielandschaft.

@German2015

Ob sie auch so denken würden wenn ihre familie betroffen wäre ??? Ausserdem hat es ja auch "der deutsche michel" verbrochen , nämlich eine deutsche firma der familie wirtz

No Retreat No Surrender

Gebt nicht auf!

Es gibt nur eine Option zu Gewinnen!

Keine Option aufzugeben!

Zur Info

Der Wirkstoff Thalidomid ist weiterhin in vielen Ländern der Welt zugelassen (in Klammern: Jahr der Zulassung)
USA (1998)
Australien (2003)
Neuseeland (2003)
Türkei (2004)
Israel (2004)
Südkorea (2006)
Südafrika (2007)
Thailand (2008)
Mitgliedstaaten der EU, also auch Deutschland (2008).
Außerdem in China, Japan, Korea, Taiwan, Hongkong, Brasilien u.a.

In den späten 60er-/ frühen 70er-Jahren
wurde Thalidomid in Brasilien und Kolumbien als Lepramittel "getestet".
In Brasilien gibt es bislang 480 anerkannte "Contergan"-Fälle.
Etwa 100 von diesen entfallen auf die Jahre 2005-2010, in denen dort satte 5,8 Millionen Thalidomid-Tabletten vertrieben wurden.

Auch in anderen Ländern werden immer wieder "Contergan"-Kinder geboren.

Kein weiterer Kommentar.

Das Urteil ist nicht akzeptabel

Diese Art der Rechtssprechung empfinde ich als kriminell.
Die Behinderungen der Betroffenen verjähren auch nicht, sondern begleiten diese und ihre Angehörigen ihr Leben lang!
Was für eine Art Recht soll das Urteil des spanischen Verfassungsgerichts darstellen?
Oder reicht der lange Arm der Pharmaindustrie bis in die Gerichtssäle Spaniens, letztendlich nur eine Frage des Geldbetrags?
Spanien und Deutschland sollten hier eng kooperieren und dringend die entsprechenden Gesetze ändern.
Und so etwas mitten in Europa - beschämend!

@07:29 von träumensollteer...

Der Wirkstoff Thalidomid ist weiterhin in vielen Ländern der Welt zugelassen...

Da haben Sie recht, man sollte aber auch sagen, wofür diese Substanz heute noch eingesetzt wird. Nämlich z.B. für Patienten, die unter schweren Formen von Lepra leiden und einigen anderen schweren Krankheiten. Der Einsatz darf nur unter genauer Kontrolle passieren, damit eben keine Schwangeren das Medikament nehmen. Hoffentlich klappt das immer.

Niemand käme heute auf die Idee, diese Substanz wie damals als "banales" Schlafmittel zu verordnen. Damals war man sowohl bei der Zulassung, als auch bei der Verordnung und Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft blauäugiger als heute.

Tragisch ist natürlich, wenn Unterhalts- und Schadensersatzforderungen an juristischen Spitzfindigkeiten scheitern. Das Thema hätte die Firma damals sicher souveräner lösen können. In so einem Fall ist kapitalistischen Handeln noch fragwürdiger als bei z.B. Lebensmittelskandalen

Das Gerichtsverfahren gegen Grünenthal in Deutschland

wurde "wegen geringfügiger Schuld der Angeklagten und mangelnden öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung nach § 153 StPO eingestellt."

So billig kommt kein Schwarzfahrer davon.

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